Mit der Übernahme der Tecnosulfur als brasilianischem Marktführer in der Roheisenentschwefelung setzt der SKW Metallurgie Konzern konsequent seine Strategie fort, die Abhängigkeit des Konzerns von den traditionellen Stahlmärkten in Europa und Nordamerika zu vermindern und gleichzeitig am starken Wachstum der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) zu partizipieren. In China ist SKW Metallurgie bereits mit zwei Produktionsstandorten etabliert. Der indische Markt wird über ein Joint Venture mit zwei Werken für Roheisenentschwefelungsmittel sowie die im Bau befindliche Kalziumsilizium- und Fülldrahtproduktion in dem an Indien angrenzenden, politisch stabilen Königreich Bhutan abgedeckt. Die russischen Stahlhersteller werden ab 2010 ebenfalls aus einem eigenen Werk mit Qualitätsprodukten von SKW Metallurgie beliefert werden.
Durch die Akquisition von Tecnosulfur erhält SKW Metallurgie einen direkten Zugang zu sämtlichen Stahlproduzenten aus der Region sowie zu einer langfristig gesicherten Rohstoffversorgung über einen Zehnjahresvertrag, den der brasilianische Marktführer für Roheisenentschwefelung erst vor kurzem abgeschlossen hat. Darüber hinaus kann die vom SKW Metallurgie Konzern bereits vor der Tecnosulfur-Akquisition mit einem Konzernunternehmen von ThyssenKrupp vereinbarte zehnjährige Belieferung des neuen ThyssenKrupp Stahlwerks mit karbidbasierten Roheisenentschwefelungsmitteln nunmehr deutlich effizienter über Tecnosulfur abgewickelt werden.
Die im Zuge der jüngsten Kapitalerhöhung ausgegebenen mehr als 2,1 Mio. neuen Aktien der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG sind am Kapitalmarkt auf eine sehr hohe Nachfrage gestoßen. So haben nicht nur fast 75% des Aktienkapitals an der Kapitalerhöhung im Verhältnis 25:12 teilgenommen, was ca. 1,6 Mio. Aktien entspricht, sondern überdies meldeten die Aktionäre von SKW Metallurgie zusätzlich Überbezugswünsche für mehr als 2,0 Mio. Aktien an, wodurch der Überbezug fast vierfach überzeichnet war. ‘Wir freuen uns, dass die neuen SKW Metallurgie Aktien auf eine so große Nachfrage gestoßen sind. Das große Vertrauen der Investoren bestätigt uns in unserer Strategie, den Expansionskurs in die wachstumsstarken BRIC-Staaten konsequent fortzusetzen’, kommentiert die Vorstandsvorsitzende der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG, Ines Kolmsee, die Transaktion.
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