Am vergangenen Donnerstag wurde ich von einer Anwaltskanzlei schriftlich dazu aufgefordert den Artikel vom 30.09.2009 „SHB AG und die Ratingagenturen“ unverzüglich aus meinem Blog zu entfernen. Der Artikel enthalte eine Vielzahl eklatant unwahrer Tatsachenbehauptungen, die die SHB AG in ihren Rechten empfindlich verletzten würden. Nichts liegt mir natürlich ferner als das, deshalb möchte ich hier noch einmal ein paar erklärende Worte finden…
Ich wurde ebenfalls noch einmal darauf hingewiesen, dass die Ratings mit dem Bericht in Zusammenhang stehende Renditefonds 6 keineswegs zu bemäkeln seien und auch über den Emissionsprospekt hinaus keinerlei Risiken existieren. Weiter klärte man mich darüber auf, dass die Firma keine Managementprobleme habe oder je hatte. Über die von mir erwähnten sinkenden Ausschüttungen habe ich in dem Schreiben jedoch nichts gelesen…
Ich wurde belehrt, dass ich nun nach Kenntnis dieser Rechtswidrigkeiten mich einer Haftung dafür nicht mehr entziehen könne, aber die Möglichkeit habe den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen noch einmal zu prüfen. Dieser Aufforderung möchte ich hier nun auch gerne nachkommen!
Zunächst einmal zu Erklärung wie es dazu kam…Den Artikel habe ich, auf einer Webseite gefunden die mir vorher nicht bekannt war, deren Quellenangabe aber aus meiner Sicht als seriös zu erachten war. Der ursprüngliche Artikel war in der „Frankfurter Rundschau“ erschienen und wurde auf der besagten Seite auch ordnungsgemäß verlinkt. Den Originalartikel in der Frankfurter Rundschau habe ich also ebenso gelesen. Komischer Weise ist dieser Artikel nun aber nach einer erneuten Überprüfung nicht mehr online. Ich habe eine entsprechende Erklärung der Frankfurter Rundschau angefordert.
Auch die Stiftung Warentest hat sich dieses Themas angenommen und zwar in der jüngsten Ausgabe 09/12 des Finanztest Magazins der Stiftung Warentest ab Seite 34 unter dem Titel „So zerplatzen Träume“. Auszüge aus diesem Artikel waren nachweislich Vorlage für den Journalisten der Frankfurter Rundschau.
Ich möchte auch noch einmal ausdrücklich betonen, dass es mir völlig fern liegt irgendwelchen Schaden bei der Firma SHB AG zu produzieren sondern ich lediglich meiner Berichterstattung im Sinne der Verbraucher, wie ich es seit Jahren tue hier nachgekommen bin.
Dies war mein erster Artikel zu Firma SHB AG überhaupt und ich finde es persönlich bemerkenswert, dass man dort so extrem darauf reagiert hat. Andere große und namhafte Unternehmen die bei mir teilweise seit Jahren in der Kritik stehen tragen Kommentare eines kleinen Blogbetreibers wie mir, offensichtlich mit etwas mehr Humor. Die besagten Ratingagenturen wohl auch.
Den Link zu der Seite „shb-geschaedigte“ habe ich natürlich umgehend entfernt, da ich für die dort dargestellten Inhalte nicht mitverantwortlich sein möchte und distanziere mich hiermit jetzt schon ausdrücklich von deren sonstigen Inhalten sofern diese unwahr sein sollten. Entgegen der Darstellung in dem Anwaltsschreiben das es sich hierbei um eine Interessengemeinschaft handelt die es sich zum Ziel gesetzt hat die SHB AG zu diffamieren und dadurch zu schädigen, habe ich persönlich aber eher den Eindruck das diese Interessengemeinschaft sich vielmehr durch die SHB AG geschädigt fühlt. Um präzise zu sein geht es hierbei auch nicht um die SHB in ihrer heutigen Form sondern vielmehr um die ersten drei Fonds die noch unter den Gründern Schuh, Hiller, Baron aufgelegt wurden.
Den Artikel auf Investors Inside werde ich natürlich auch umgehend entfernen sobald die Firma SHB AG oder deren Anwaltskanzlei mir nachweisen kann, dass das was auch die Stiftung Warentest und die Frankfurter Rundschau geschrieben haben nur Unwahrheiten sind, und natürlich rate ich den ursprünglichen Verfassern sich ebenso zu verhalten, in gedruckter Form ist dies allerdings etwas schwierig mit dem Entfernen.
Um des lieben Frieden willens und im Sinne der SHB Anleger werde ich den Artikel um einige Passagen „bereinigen“ Die Einleitung und der Hinweis auf die Bewertungskriterien seriöser Fonds am Ende sei mir aber gestattet. Für die SHB AG Anleger kann man sich nur wünschen, dass ich und andere Blogger vor weiteren rechtlichen Maßnahmen verschont bleiben, denn letztendlich müssen Sie als Anleger all das bezahlen!
In diesem Sinne, ich werde Sie auf dem Laufenden halten und ggf. weiter darüber berichten. Denn eigentlich bin ich mir sicher, weht der Wind aus einer ganz anderen Richtung. Doch dazu mehr im nächsten Artikel…
… einen weiteren und sehr interessanten Artikel habe ich zu diesem Thema heute auf der Seite von Investorsadvice gefunden. Sehr lesenswert.. Anleger die Rat und Hilfestellung suchen können sich u.a. hier weiter Informieren







December 14th, 2009 at 12:50 pm
Hat sich eigentlich Herr Piech auch schon bei Ihnen beschwert über das was Sie über Ihn schreiben, das finde ich eigentlich wesentlich heftiger
Aber was soll man da noch sagen, offensichtlich wird das bei der SHB doch sehr ernst genommen!
December 14th, 2009 at 2:04 pm
Nein hat er nicht…bis jetzt. Ich denke aber auch, dass der Mann wirklich über allem steht und sich von kleinen Bloggern nicht reizen lässt. Frei nach dem Motto: “Was juckts die deutsche Eiche wenn sich die Sau dran reibt” Aber mal Spaß beiseite die ganze Nummer ist eher lächerlich und ich bin gerne bereit die Beweisführung hier auch anzutreten. Die Frage ist nur ob die SHB AG an weiterer Presse diesbezüglich interessiert ist…
December 14th, 2009 at 8:42 pm
Moin Lars,
da bist Du ja der erste Wirtschaftsblog, der wegen eines Beitrags Post vom Anwalt bekommen hat. Das ist doch schon fast eine Adelung. Ich hoffe dennoch, dass es stressfrei ausgeht.
Ein Problem von SHB AG dürfte dabei wohl weniger die Bedeutung von uns Wirtschaftsblogs sein, als dass bei einer Google-Suche man ziemlich schnell auf Deinen Beitrag trifft.
Viele Grüße
Dirk
December 14th, 2009 at 9:13 pm
Hallo Dirk,
Das Problem der SHB AG dürfte sein das je mehr sie das was ich in geschrieben habe in Frage stellen, desto mehr muss ich natürlich auch darüber schreiben und desto eher werden meine Beiträge dann unter gewissen Keywords gefunden. Eigentlich fing alles mit einer ganz harmlosen Berichterstattung an. Je weiter das ganze nun seitens der Anwälte geht desto tiefer muss man halt graben…wir dürfen also alle gespannt sein…
ja das ist schon etwas verwunderlich, wusste gar nicht das ich so ne große Nummer bin
viele Grüße
Lars
December 17th, 2009 at 5:29 pm
Sehr geehrter Lars,
Ihr Blog-Beitrag hat mich veranlasst, selbst etwas zu dem SHB-Renditefonds 6 zu schreiben. Wenn es erlaubt ist, hier der Link dorthin:
http://geldanlage-finanz-blog.com/2009/12/17/shb-renditefonds-6-kg/
Gruß Peterreins
December 23rd, 2009 at 10:56 am
Sie sind nicht der einzige der hier von den Anwälten Brief bekommen hat, auch in Wall Street Online wurde geschrieben das Artikel entfernt wurden wegen Verbreitung der “Unwahrheit”. Ich dachte eigentlich auch das sich kein Unternehmen für die Blogger interessiert und für mich ist das ein klares Indiz dafür, das hier wohl doch etwas mehr dahintersteckt. Es bleibt spannend, machen Sie weiter so.
Hier war doch auch mal ein Link zu der Seite http://www.shb-geschaedigte.com, die Seite ist auch verschwunden??? Offenbar waren auch hier die Anwälte der SHB tätig.
December 23rd, 2009 at 11:32 am
Hallo MadoffseinSchwager,
ja mir ist natürlich auch schon aufgefallen das die Seite der SHB Geschädigten verschwunden ist und es bleibt nur zu hoffen das die Initiatoren sich nicht dauerhaft einschüchtern lassen und den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen.
Das Texte aus anderen Diskussionsforen entfernt werden finde ich persönlich ebenfalls interessant.Vielleicht können Sie mir diesen Text bei Gelegenheit einmal zur Verfügung stellen?
Die anwaltliche Imagepflege dieses Unternehmens ist schon bemerkenswert. Mir ist bei meinen Recherchen auch aufgefallen das man seitens der Presseabteilung versucht nun mit entsprechend positiven Meldungen aus allerlei “alten Quellen” dagegen zu halten.
Diese plumpen Versuche der Meinungsmache sind allerdings sogar für nur durchschnittlich intelligente Menschen leicht zu erkennen…
December 25th, 2009 at 2:17 pm
Guten Tag an die Runde
Die Frage die sich mir stellt ist wie es sein kann das die Ex-Aktionöre der SHB Schuh und Hiller 32 Mio!!! aufrufen konnten von denen Sie 16 Mio bereits bekommen haben?! (siehe Bundesanzeiger Bilanz AFD GmbH u. Artikel Immobilienzeitung aus Aug./2009)…Und das vor dem Hintergrund von 13 Mio Verlust der SHB in 2008?
Auf diese Frage antwortete mir Horst Baron: “Schuh und Hiller drohten den kurz bevorstehenden Börsengang zu torpedieren. Was sollte ich machen? Geplant waren mind. 100 Mio durch den Börsengang – damit wäre alles bezahlt gewesen.” Auf meine weitere Frage – wo an der Stelle der Aufsichtsrat war meinte Baron: “Der damalige Aufsichtsrat hatte nicht viel zu melden und überhaupt waren sich alle sicher das der Börsengang sogar 150 Mio bringen könnte. Eine Koppellung des Verkaufspreises der Anteile der Altaktionäre an den Erfolg des Börsengangs war deshalb damals kein Thema”
Das der aktuelle Umsatz im Vergleich zu 2007 um ca. 50% eingebrochen ist schiebt man natürlich auf die Krise nicht etwa auf den Wechsel von Inhaber zu
- Ationärsinteressen oder die “Leistung” des aktuellen Mangements. (siehe Artikel und Verlinkungen hier: http://www.newsmax.de/vertauensfrage-gestellt-news50815.html )
Der bei SHB heute fehlende Umsatz ist zum Großteil bei der IVAG gelandet.
Laut aktuellen Infos aus Dez./2009 von SHB-Angestellten läuft die Gründung einer neuen Firma durch SHB auf Hochtouren. Um in 2010 mit Solar und anderen Assetklassen neue Produkte an den Start zu bringen – soll ein neuer Rahmen her. …wir werden sehen…! Für die rund 70% Ratensparer der bestehenden SHB-Fonds ist das alles egal. Die zahlen brav ihre 30, 50 oder 100 Euro Monatsbeitrag und finanzieren damit die Gelder der Herren die nicht mehr für SHB tätig sind. Auch Herr Baron zog unlängst in ein schickes neues Haus im Speckgürtel von München…
Egal ob ehemalige Aufsichträte, Vorstände, Prokuristen oder Aktionäre – alle sind finanziell durch SHB besser gestellt und haben nachhaltig verdient. – VERANTWORTUNG – den Anlegern gegenüber will keiner übernehmen. Auch die aktuelle Führungsmannschaft der IVAG – die Herren Gerold, von Mahlsen und Schweiger sowie Shuh und Hiller sind aus meiner Sicht noch in der Verantwortung. Die haben Ihr Geld bekommen – die Anleger noch nicht! Die “Hartgeldsparer” zahlen durch die Senkung der Ausschüttungen länger als prospektiert und deren finanzielle Lebensplanung funktioniert nicht mehr!
Die Millionen je Fonds allein für die “Platzierungsgarantie” fließen genau wie alle anderen “weichen Kosten” weiter über den Gewinnabführungsvertrag an die SHB-Holding AG. Auch der schnelle und profitable Deal mit dem Zwischenhandel der Immobile Dornach – mit Kundengeld – kam nicht den Zeichnern sondern den neuen Aktionären zu gute.
Wenn 4 von 6 Fonds die auf 15 Jahre Einzahlung der Zeichner und 30 Jahre Gesamtlaufzeit konzipiert sind – nach einem Bruchteil der Laufzeit die Ausschüttungen senken oder gar ganz einstellen – könnte man ein Versagen der Konzeption bzw. Methode unterstellen!??
Zusammenfassend haben sich die Herren mit dem Börsengang schlicht verhoben und schieben den schwarzen Peter hin und her. Der “Traum” des aktuellen Managements
von neuen Fonds mit zusätzlichen Assetklassen, die Bezahlung des Herrn Gerlach nach jahrelangem öffentlichem Privatkrieg mit H. Baron und die aktuellen Umsätze
lassen einen gewissen Realitätsverlust der SHB-Führung vermuten.
Der nächste Gegenwind dürfte von den Vertrieblern kommen. Bisher hat sich noch keine Kanzlei der s. g. Verbraucherschutzanwälte auf SHB eingeschossen. Der Vertrieb steht vor einer Welle von Haftungsfällen und Druck erzeugt bekanntlich Gegendruck – und keinesfalls neuen Umsatz! Hofffen wir das Beste für für die Anleger – getreu dem SHB-Motto -es wird alles – “mit Sicherheit gut”
December 29th, 2009 at 1:01 pm
Na, aber Hallo!
Offensichtlich sind Sie selbst ein Insider? Vertrieb oder ehemaliger Angestellter?
Vor allem würde mich interessieren wann und wo Sie mit den Herren gesprochen haben, Sie sind damit ohne Zweifel “Zeuge der Anklage”, wenn es soweit kommt.
Was mich am meisten interessieren würde: Was meinen Sie damit das die “Hartgeldsparer” länger als prospektiert sparen müssen?
Versteh ich das richtig, die Ratensparer müssen noch wesentlich mehr und wesentlich länger einzahlen bis alles Geld einbezahlt ist? Da die Gewinne die es nie gab durch höhere Einzahlungen gedeckt werden müssen?
Wie lange müssen die Ratensparer denn Ihrer Meinung dann noch einzahlen?
December 29th, 2009 at 4:06 pm
Antwort an MadoffseinSchwager
Sie haben das richtig interpretiert. Die Ratensparer der SHB-Fonds sind ebenso wie das Tarifmodell 2 “clevere Kombi” ZIELSPARMODELLE. Die Vertragssumme entsteht durch die Einzahlungen plus thesaurierten Ausschüttungen. Für die Anleger heißt das entsprechend KG-Vertrag das bei Senkung der Ausschüttungen so lange weiter gezahlt werden muß bis die jew. Vertragsumme erreicht ist.
Zum frühest möglichen Kündigungszeitpunkt wird die geplante/prospektierte Zeichnungssumme nicht erreicht – oder SHB müßte nachzahlen? So wurde auch die ürsprüngliche Möglichkeit der Beitragsfreistellung OHNE 15%-ige Abgangsentschädigung nach 60 Monatsraten in 2007 per Nachtrag aufgehoben. (siehe Prospekt und Nachtrag)
SHB hat vom ersten Tag an die Ratensparer als Zielgruppe definiert und tut dies immer noch…
O-Ton des aktuellen Vorstandes: Herr Pfeffer –– schwärmt im aktuellen Adhoc-SHB-Statement zum Nachkauf im Fonds MFFB : „Die Sicherung der derzeit überdurchschnittlichen Finanzierungskonditionen im Rahmen der Transaktion zeigt die Überlegenheit der Ansparkonzeption unserer Fonds.“
Bekanntlich sind rund 70% aller SHB-Kunden Ratensparer!
Genau diesen Ratensparern tritt SHB in den Hintern. Die Straßenbahnfahrer und Frisösen zahlen mal locker 12, 18 oder mehr Monate länger. Deren persönliche Lebensplanung mit Einschulung, Studium, Jugendweihe, Ruhestand, Haustilgung usw. funktioniert so nicht mehr!
Wenn es zutreffen sollte das der SHB-Fonds “Fürstenfeldbruck München KG” Fondsanteile beim aktellen Fonds “Renditefonds 6 KG” erworben hat – bleibt abzuwarten wie die Auswirkungen für die Anleger beider Fonds sich konkret gestalten. Laut SHB-Mitarbeitern soll es sich um 10 Mio handeln?
Bleibt abzuwarten wie mit den s. g. “Weichkosten”, Agio ect. verfahren wurde?
Die hier von mir beschriebenen Fakten und Tatsachen sind dokumentiert und belegbar. Unter http://www.newsmax.de/vertauensfrage-gestellt-news50815.html
und den dortigen zitierten Links sowie den SHB-Veröffentlichungen finden Sie alle Zusammenhänge.
Beste Grüße
Mirko
January 7th, 2010 at 8:58 pm
Die Mieterträge des Businesspark Stuttgart werden im Geschäftsbericht 2008 mit 4,67 Mio. €p.a. angegeben. Hierin sind Mietgarantieleistungen in Höhe von 0,95 Mio.€ enthalten.
Die tatsächlichen Mieteinnahmen belaufen sich somit auf 3.720.000€ pro Jahr. Der Objektwert bemisst sich anhand des Faktors der tatsächlichen Jahresnettomiete. Der Faktor wird beeinflusst von der Lage des Objekts, vom Zustand der Immobilie und der Nachhaltigkeit der Miete. D.h. die Jahresnettomiete wird mit einem Faktor multipliziert, welcher als marktüblich eingestuft wird.
Wir unterstellen jetzt das von diesen o.g. Mieteinnahmen keine nicht umlagefähigen Nebenkosten abgezogen werden und kein Instandhaltungsrückstau besteht. Dies wäre noch abzuziehen. Für eine Büroimmobilie in dieser Lage kann unter der Berücksichtigung der immer noch anhaltenden Finanzkrise derzeit nicht mehr als das 12-fache der Jahresnettomiete angesetzt werden. Nachweisbar ist diese Annahme durch Branchenberichte über Immobiliengeschäfte welche in 2009 abgeschlossen wurden, z.B. durch Aufzeichnungen der Verbände und Makler wie der Firma Kempers Jones Lang La Salle.
Demnach ergibt sich ein Objektwert aus der Rechnung Faktor 12 x Jahresmiete –3.720.000€ = –4 4 . 6 4 0 . 0 0 0,–€
Das Anlagevermögen wird in der Bilanz 2008 mit 69,5 Mio.€ angegeben, die Diskrepanz zwischen faktischem Objektwert und bilanziertem Anlagevermögen beträgt somit ca. 25 Mio. €. Wenn man den in der Bilanz ausgewiesenen Wert unterstellt, müsste das Objekt das 18,7 fache der Jahresnettomiete Wert sein. Erläuterungen hierzu findet man nicht im Geschäftsbericht. Dagegen steht ein derzeitiger Liquiditätsstand der Gesellschaft von ca. 2 Mio. € Cash und Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 1,6 Mio.€, die Werthaltigkeit dieser Forderungen wollen wir an dieser Stelle nicht bewerten.
Der Darlehensstand zum 31.12.2008 gibt die Gesellschaft auf Seite 11 des Geschäftsberichts mit 50,5 Mio. € an. Quellen: Geschäftsbericht und Bilanz 2008, Bericht zur Gesellschafterversammlung vom 17.07.2009
Fazit: Wenn man also Fremdkapital und tatsächliches Vermögen der Gesellschaft vergleicht, stellt sich die Frage ob die Gesellschaft derzeit nicht heute schon faktisch überschuldet ist?
Die Überschuldung ist vermutlich deshalb nicht anzunehmen, da die Gesellschaft ein werthaltiges \”Asset\” hat, das sind die Ratensparer, laut Bilanz 2008 sollen diese Ratensparer noch –40.516.137,92€ in die Gesellschaft einbezahlen. Ca. 5 Mio Euro jährlich, frisches Geld. Eine werthaltige Forderung. Wenn die Ratensparer das auch tatsächlich einzahlen, hat die Gesellschaft ein Festkapital von insgesamt –117.879.250€
Wenn wir jetzt unterstellen, das ab sofort nichts mehr ausgeschüttet wird und die Gelder der Ratensparer z.B. zur Tilgung der Verbindlichkeiten verwendet werden, können die Verbindlichkeiten der Gesellschaft in den nächsten 4-5 Jahren vielleicht zu Null getilgt werden. Wenn wir unterstellen das diese Immobilie in 4-5 Jahren einen Betrag von 50 Mio. Euro Wert ist und verkauft werden könnte, die Verbindlichkeiten getilgt sind, dann stehen diese 50 Mio. einem Kapital der Anleger in Höhe von ca. 117 Mio. gegenüber.
Wenn zu diesem Zeitpunkt, also in 4-5 Jahren, das Investment saldiert wird, hätten die Anleger ihr Kapital ungefähr halbiert. Unter Berücksichtigung der bisher erhaltenen Ausschüttungen und der steuerlichen Vorteile ergibt sich für die Einmaleinzahler eine Rechnung die nicht ganz so negativ aussieht. Die Ratensparer hätten anteilig das meiste Geld verloren. Es existiert aber noch ein weiteres Problem. Den Ratensparern wird derzeit keine Ausschüttung zur Ansparung Ihres Kapitals gutgeschrieben, das könnte dazu führen, das die Zeit welche angespart werden muss sich drastisch verlängert. Eine weitere Immobilienblase anzunehmen um von einer außergewöhnlichen Wertsteigerung der Immobilie auszugehen und das bis in 4-5 Jahren ist vermutlich unrealistisch.
In den nächsten Jahren muss entgegen meiner eher noch positiven Unterstellungen viel Geld in das Objekt investiert werden um das Mietniveau nur zu halten. Nach Aussagen der Geschäftsleitung muss alleine in den Brandschutz ein sechsstelliger Betrag investiert werden. Die Vermietungsabteilung gibt an das viele Mieter nicht gewonnen werden können, weil die Flächen technisch und optisch nicht mehr dem Stand der Zeit entsprechen, das Gebäude ist mittlerweile 20 Jahre alt. Umfassende Renovierungen stehen also auch noch an, der Instandhaltungsrückstau soll nach Aussagen im Geschäftsbericht nicht vorauszusehen gewesen sein?
Für mich stellt sich jetzt folgende Frage: Wenn die Ratensparer die tatsächliche Situation kennen würden, würden Sie dann Ihre Raten noch einzahlen?
Wenn die Ratensparer sich heute entscheiden würden Ihre Zahlungen einzustellen, weil Sie vielleicht nach sorgfältiger Abwägung zum Ergebnis gekommen das die Chance Ihr Geld zurück zu bekommen nur marginal ist, geschweige denn die versprochene Aussicht auf eine Rendite geradezu grotesk wirkt und das der anfängliche Geschäftsplan in kaum einem Punkt eingehalten wurde, dann könnte die Gesellschaft tatsächlich heute schon überschuldet und insolvent sein.
Das ist der Grund weshalb von Seiten der SHB AG alles unternommen wird das diese Tatsachen den eigenen Anlegern nicht bekannt bzw. nicht deutlich werden, ich stelle die Frage in den Raum ob die Geschäftsleitung damit wirklich im Sinne der Anleger handelt. Die SHB AG, mit einem Börsenwert von um die 10 Mio. wäre vermutlich nicht in der Lage eine solche Pleite aufzufangen oder die Gesellschaft zu stützen, so wie das andere Initiatoren wie z.B. ein Herr Doblinger bei den DOBA Fonds macht. Die Gesellschafter müssten erhebliches Kapital aufwenden.
Es gibt also einen guten Grund weshalb die SHB AG nicht will das diese Fakten an die Öffentlichkeit kommen, deshalb wird mit Anwälten versucht alles zu unterdrücken was an die Öffentlichkeit kommt, bewusste Desinformation, Bilanzkosmetik, Behauptung von Rechtsgutachten welche die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung bestätigen und mit Behauptungen und Beteuerungen welche sich immer wieder gegenseitig widersprechen.
Z.B. Wird den Gesellschaftern zum Thema Ausschüttungs-Strategie eine Erläuterung zum TOP6 der Gesellschafterversammlung 2008 präsentiert. Dort heißt es auf Seite 1 in der Präambel, zur bisherigen Strategie der Geschäftsführung, unter anderem, das immer so gehandelt wurde,
Zitat:
\”….das trotz der nicht durch Gewinne gedeckten Auszahlungen/Gutschriften der Kapitalerhalt am Ende der Laufzeit -unter realistischen Prämissen- gesichert ist.\”
Wie das rechnerisch gehen soll ist nicht erläutert.
Es stellt sich die Frage, warum letztes Jahr vom damaligen Vorstandsvorsitzenden Horst Baron, dem Vorhalt des Anlegerschützers Gerlach, das Auszahlungen aus der Substanz geleistet werden ohne das diese durch Gewinne gedeckt sind so vehement widersprochen wurde?
Im nächsten Absatz steht,
\”…Für den Kapitalerhalt Ihrer Beteiligung hat die Schlussrendite – insbesondere für die Ansparer – eine besondere Bedeutung\”
Wohl war, interessant wäre aber für die Anleger \”welche\” Bedeutung genau damit gemeint ist.
Es wird ferner im Geschäftsbericht erläutert das es ein Rechtsgutachten geben soll, in welchem angeblich steht, dass die Geschäftsführung immer richtig und im Sinne des Gesellschaftsvertrages und der Anleger gehandelt haben soll, veröffentlicht wurde dieses Gutachten bisher nicht. Ich persönlich würde von einer Geschäftsführung erwarten das diese einen Plan vorlegt wie sich die Gesellschaft und mein Investment in den nächsten Jahren entwickeln wird, im Vergleich zum Geschäftsplan, das was in jedem Investmentfonds völlig normal ist, ein laufendes und prüfungsfähiges Reporting.
Jeder kann jetzt selbst seine Schlussfolgerungen ziehen. In jedem Fall haben die Initiatoren, Florian Schuh, Joachim Hiller und Horst Baron zu verantworten was heute das Ergebnis ist. Für Fragen oder Diskussionen stehe ich gerne zur Verfügung.
January 13th, 2010 at 10:40 am
Die seit der Finanzkrise in der Kritik stehenden Rating-Agenturen sollen schärferen Regeln unterworfen werden. In besonders schweren Fällen müssen sie mit Bußgeldern von bis zu einer Million Euro rechnen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen, bestätigten Regierungskreise in Berlin. Die schwarz-gelbe Regierung setzt damit EU-Vorgaben um. Diese zielen auf mehr Transparenz bei den Rating-Agenturen und die Vermeidung von Interessenkonflikten.
Rating-Agenturen, die die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Finanzprodukten sowie von Staatsschuldnern bewerten, sollen in Folge der Krise effektiv beaufsichtigt werden. Sie sind wegen ihrer Bewertungen umstrittener Finanzkonstrukte in Zusammenhang mit der US- Immobilienkrise in die Kritik geraten. Die Politik warf den Bewertungsgesellschaften vor, zu spät reagiert zu haben. Na, das lässt zumindest hoffen das auch im Bereich der geschlossenen Immobilienfonds bald etwas zum Schutze der Verbraucher getan wird…
May 27th, 2010 at 6:35 pm
@ Peter
“Für mich stellt sich jetzt folgende Frage: Wenn die Ratensparer die tatsächliche Situation kennen würden, würden Sie dann Ihre Raten noch einzahlen?”
—> wäre das rechtlich so einfach möglich, die Zahlungen einzustellen ?
Gruß
Corry
May 27th, 2010 at 10:28 pm
@ Corry,
ich glaube nicht das die Ratensparer weiter einzahlen würden wenn man Ihnen die Wahrheit sagen würde.
Ob sie müssen oder nicht, ist eine gute Frage. Die SHB steht auf dem Standpunkt sie müssen, die SHB spricht sogar davon, das dieses Konzept “insolvenzfest” ist, d.h. im Insolvenzfall der InsO Verwalter die Ratensparer auf Einzahlung verklagen könnte. Ich würde behaupten, das sich die Geschäftsführung der SHB auf hinterhältige Art und Weise Beschlüsse erschlichen hat und alle Beschlüsse nur ein Interesse vertreten haben, das der Initiatoren, an den Plan gehalten hat sich niemand. Wie das aber die Gerichte sehen ist fraglich, der gesunde Menschenverstand würde mir sagen das es doch nicht sein kann das man jemanden zwingen kann in etwas einzuzahlen wo jeder weiß das diese Einzahlung so gut wie weg ist, nur weil ich vor vielen Jahren einem Prospekt geglaubt habe.
Wenn alle Ratensparer aufhören würden einzuzahlen, könnte das dazu führen, das die Gesellschaft insolvent werden würde, dann ist aber auch der Schaden eingetreten der die Staatsanwaltschaft auf den Plan ruft und die Herren Schuh, Hiller und Baron zur Kasse bitten könnte. Selbst bei Madoff wurden die Anleger teilweise aus dessen Vermögen entschädigt, braucht er ja auch nicht mehr weil er für mehrere hundert Jahre im Knast sitzt.
Derzeit aber gibt es gar keinen Schaden, weil es die Ratensparer nicht wissen und schön brav weiter einzahlen. Die Staatsanwaltschaft interessiert sich nicht, weil kein Schaden eingetreten ist, die Presse interessiert sich nicht, also wird es auch nicht publik. Es sei denn jemand erzählt es den Anlegern, also ALLEN ANLEGERN
June 11th, 2010 at 8:59 pm
Meine Freundin wurde dieses Carré Göttingen
SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co
Einkaufszentrum Carré Göttingen KG 2004 angedreht, mit der Begründung “Sparen für das Alter”
Sie hat es 2 Jahre später gekündigt, aber bisher kein Geld bekommen. Der Anwalt von ihr rührt sich auch nicht.
Fazit: Finger weg von der SHB!!!
June 11th, 2010 at 9:04 pm
Hier mal ein paar Infos
http://www.anlegerschutzauskunft.de/newsticker/SHB/DA0816A_SHB.pdf
June 11th, 2010 at 9:10 pm
Hier mal ein Bericht von Finanztest
http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/SHB-Innovative-Fondskonzepte-Anlage-in-SHB-Immobilienfonds-ist-riskant-1615015-2615015/
http://www.stalys.de/index.htm
June 28th, 2010 at 12:47 pm
ich habe noch einen Artikel vom Manager Magezin zu den Ratings vom TÜV zu den SHB Fonds gefunden..
http://www.manager-magazin.de/finanzen/geldanlage/0,2828,645018-2,00.html
July 3rd, 2010 at 8:19 am
SHB liefert als VGF-Mitglied eine unbrauchbare Leistungsbilanz 2005 ab
Leider fehlen fast alle Angaben, die der Verbandsstandard vorsieht
21.09.2006
Initiator. Die SHB Innovative Fondskonzepte AG mit Sitz in Oberhaching bei München wurde 2001 gegründet. Vorstände sind Horst Baron, Achim Wilhelm-Wittschier und Hans-Joachim Janisch-Freiherr von Malsen-Ponickau. Zum Unternehmen gehören weitere vier Gesellschaften, die unter anderem die Fonds- und die Objektverwaltung übernehmen. Die SHB AG beschäftigte Ende des Berichtsjahres 22 Angestellte und ist seit ihrer Gründung ein Mitglied des jetzigen VGF.
Platzierung. Seit Unternehmensgründung hat die SHB vier Immobilienfonds aufgelegt. Drei davon werden bereits in der 2005er Leistungsbilanz dargestellt, deren Aussagekraft aber unter anderem deshalb extrem eingeschränkt ist, weil nur eines der Angebote bereits vor dem Berichtsjahr geschlossen war. Die beiden anderen waren erst 2005 beziehungsweise 2006 vollständig platziert worden. Problematisch ist die Ermittlung des gesamten Investitionsvolumens. Während die Leistungsbilanz als Summe für die drei dargestellten Fonds rund 522 Millionen Euro ausweist, ergibt eine eigene Rechnung aus den Positionen Eigenkapital, Agio, Fremdkapital und – soweit vorgesehen – stille Beteiligungen einen Wert von 685 Millionen Euro. Die SHB-Homepage schließlich weist für diese drei Fonds ein Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 756 Millionen Euro aus. Soweit Vergleiche möglich sind, erfolgen sie unter einer Toleranzgrenze von plus / minus fünf Prozent.
Ausschüttungen. Ausweislich der Leistungsbilanz hat erst der älteste Fonds aus dem Jahr 2001 Ausschüttungen erbracht. Diese wurden in Höhe von sieben Prozent für das Berichtsjahr auch eingehalten. Kumulierte Auszahlungen werden leider nicht dargestellt.
Steuerliches Ergebnis. Mit den kumulierten negativen steuerlichen Ergebnissen liegt jeweils ein Fonds unter, über beziehungsweise im Plan.
Fehlende Kennzahlen. Der sehr ausführliche VGF-Standard sieht die Angabe von so wesentlichen Kennzahlen wie beispielsweise Einnahmen, Ausgaben, Überschüsse, Tilgungen oder Liquiditätsreserven vor. Leider folgt das Verbandsmitglied SHB mit seiner 2005er Leistungsbilanz den Vorgaben in keinem dieser Punkte.
Exits. Bisher wurden noch keine Fonds aufgelöst.
Dokumentation. Die Leistungsbilanz 2005 der SHB ist in dieser Form unbrauchbar. Dabei hätte das Verbandsmitglied leicht ein aussagekräftiges Exemplar erstellen können, wenn es sich nur an die VGF-Vorgaben gehalten hätte. Von Unternehmensseite wurde ins Feld geführt, dass die “innovativenFondskonzepte” mit den verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten und den teilweise ursprünglich vorgesehenen Nachkäufen von Fondsobjekten es verhindern würden, die Standards umfänglich einzuhalten. Das kann insoweit nicht überzeugen, als in den Verkaufsprospekten sehr wohl Prognoserechnungen mit entsprechenden Kennzahlen abgebildet werden. Anderenfalls würde sich die Frage stellen, ob derart komplexe Fondsprodukte mit ihren zahlreichen Beteiligungsvarianten überhaupt als Publikumsfonds für die Zielgruppe der SHB geeignet sind, wenn sie sich tatsächlich nicht vollständig und allgemeinverständlich in einer Leistungsbilanz dokumentieren ließen.
fondstelegramm-Meinung. Aufgrund der äußerst kurzen Historie einerseits und dem Mangel an Kennzahlen andererseits ist eine Beurteilung der SHB-Fonds nicht möglich. Fest steht jedoch, dass die Glaubwürdigkeit sowohl des Verbands als auch der betroffenen Mitglieder darunter leidet, wenn die Standards ohne stichhaltige Begründung nicht so weit wie möglich eingehalten werden.
Wieder ein junger Initiator, der das Thema Leistungsbilanz anscheinend noch nicht ernst genug genommen hat. Das ist kein Ruhmesblatt für den VGF und sein Mitglied SHB.
July 3rd, 2010 at 8:30 am
SHB liefert als VGF-Mitglied eine unbrauchbare Leistungsbilanz 2005 ab
Leider fehlen fast alle Angaben, die der Verbandsstandard vorsieht
21.09.2006
Initiator. Die SHB Innovative Fondskonzepte AG mit Sitz in Oberhaching bei München wurde 2001 gegründet. Vorstände sind Horst Baron, Achim Wilhelm-Wittschier und Hans-Joachim Janisch-Freiherr von Malsen-Ponickau. Zum Unternehmen gehören weitere vier Gesellschaften, die unter anderem die Fonds- und die Objektverwaltung übernehmen. Die SHB AG beschäftigte Ende des Berichtsjahres 22 Angestellte und ist seit ihrer Gründung ein Mitglied des jetzigen VGF.
Platzierung. Seit Unternehmensgründung hat die SHB vier Immobilienfonds aufgelegt. Drei davon werden bereits in der 2005er Leistungsbilanz dargestellt, deren Aussagekraft aber unter anderem deshalb extrem eingeschränkt ist, weil nur eines der Angebote bereits vor dem Berichtsjahr geschlossen war. Die beiden anderen waren erst 2005 beziehungsweise 2006 vollständig platziert worden. Problematisch ist die Ermittlung des gesamten Investitionsvolumens. Während die Leistungsbilanz als Summe für die drei dargestellten Fonds rund 522 Millionen Euro ausweist, ergibt eine eigene Rechnung aus den Positionen Eigenkapital, Agio, Fremdkapital und – soweit vorgesehen – stille Beteiligungen einen Wert von 685 Millionen Euro. Die SHB-Homepage schließlich weist für diese drei Fonds ein Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 756 Millionen Euro aus. Soweit Vergleiche möglich sind, erfolgen sie unter einer Toleranzgrenze von plus / minus fünf Prozent.
Ausschüttungen. Ausweislich der Leistungsbilanz hat erst der älteste Fonds aus dem Jahr 2001 Ausschüttungen erbracht. Diese wurden in Höhe von sieben Prozent für das Berichtsjahr auch eingehalten. Kumulierte Auszahlungen werden leider nicht dargestellt.
Steuerliches Ergebnis. Mit den kumulierten negativen steuerlichen Ergebnissen liegt jeweils ein Fonds unter, über beziehungsweise im Plan.
Fehlende Kennzahlen. Der sehr ausführliche VGF-Standard sieht die Angabe von so wesentlichen Kennzahlen wie beispielsweise Einnahmen, Ausgaben, Überschüsse, Tilgungen oder Liquiditätsreserven vor. Leider folgt das Verbandsmitglied SHB mit seiner 2005er Leistungsbilanz den Vorgaben in keinem dieser Punkte.
Exits. Bisher wurden noch keine Fonds aufgelöst.
Dokumentation. Die Leistungsbilanz 2005 der SHB ist in dieser Form unbrauchbar. Dabei hätte das Verbandsmitglied leicht ein aussagekräftiges Exemplar erstellen können, wenn es sich nur an die VGF-Vorgaben gehalten hätte. Von Unternehmensseite wurde ins Feld geführt, dass die “innovativenFondskonzepte” mit den verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten und den teilweise ursprünglich vorgesehenen Nachkäufen von Fondsobjekten es verhindern würden, die Standards umfänglich einzuhalten. Das kann insoweit nicht überzeugen, als in den Verkaufsprospekten sehr wohl Prognoserechnungen mit entsprechenden Kennzahlen abgebildet werden. Anderenfalls würde sich die Frage stellen, ob derart komplexe Fondsprodukte mit ihren zahlreichen Beteiligungsvarianten überhaupt als Publikumsfonds für die Zielgruppe der SHB geeignet sind, wenn sie sich tatsächlich nicht vollständig und allgemeinverständlich in einer Leistungsbilanz dokumentieren ließen.
fondstelegramm-Meinung. Aufgrund der äußerst kurzen Historie einerseits und dem Mangel an Kennzahlen andererseits ist eine Beurteilung der SHB-Fonds nicht möglich. Fest steht jedoch, dass die Glaubwürdigkeit sowohl des Verbands als auch der betroffenen Mitglieder darunter leidet, wenn die Standards ohne stichhaltige Begründung nicht so weit wie möglich eingehalten werden.
Wieder ein junger Initiator, der das Thema Leistungsbilanz anscheinend noch nicht ernst genug genommen hat. Das ist kein Ruhmesblatt für den VGF und sein Mitglied SHB.
http://www.akte-heinz-gerlach.info/29-06-10-fihm-heinz-gerlachs-restrukturierungs-beratung-folgt-der-doppelhaken/comment-page-1/#comment-2349