Wichtige Trading Regeln

1. Verliere niemals Geld!

…hört sich banal an ist aber wohl die wichtigste Regel überhaupt.
Ein präzises Risk-Management ist für den erfolgreichen Trader unerlässlich. Das heißt das oberstes Ziel eines Traders sind nicht die dicken Gewinne sondern der Kapitalerhalt!

Jetzt fragen sich einige sicherlich warum sollte ich mich an die Börse wagen um mein Kapital zu erhalten, dann kann ich ja auch meine Geld auf dem Sparbuch parken. Richtig! Das könnten Sie tun, aber wie wir alle wissen deckt diese Anlagestrategie im Normalfall nicht einmal die Inflationsraten und außerdem macht es lange nicht soviel Spaß wie das Traden.

Spaß beiseite man kann mit Trading richtig viel Geld verdienen wenn man sich an ein paar einfache Regeln hält. Und genau diese Regeln werde ich Ihnen hier aufzeigen. Befolgen Sie diese und Sie werden viel Freude beim Traden haben.

2. Vergiss niemals die erste Regel!

3. Maximal 2% des gesamten aktuellen Depots riskieren!

unter aktivem Risk-Management verstehe ich zum Beispiel die strikte Verlust-Kontrolle jeder einzelnen Trading Position auf maximal 2% des aktuell investierten Aktienkapitals.

Viele Trader gehen mit diesen Zahlen eher etwas lockerer um und sind auch bereit mal 10% oder sogar 20% hinten zu liegen, weil sie von Ihrer Strategie überzeugt sind. Das kann auch klappen ist aber sehr risikoreich und man riskiert im Extremfall ein Fünftel seines Arbeitskapitals oder mehr.

Ein etwas entspannterer Weg, und vor allem nachweislich erfolgversprechender ist eine konsequente Risikokontrolle. Regel Nummer Eins ist die wichtigste von allen Regeln, und sollte immer möglichst erreicht werden. Wenn ein Trade aber gegen einen läuft – und das wird öfter vorkommen – dann muss man den Verlust unbedingt rechtzeitig begrenzen.

Ein Beispiel. wenn Sie 10.000 Euro in fünf verschiedene Positionen a 2.000,- Euro investiert haben, sollte nach Regel Nummer Zwei, jede einzelne Position spätestes bei einem Verlust von 200,- Euro glattgestellt werden. Die 200,- Euro bedeuten zwar bezogen auf die fünf einzelnen Positionen jeweils ein maximales Verlustrisiko von 10%, (was völlig ausreichend sein müsste, ansonsten hat der Trader sich geirrt!) jedoch bezogen auf die gesamte Investitionssumme “nur” 2%. Ein Verlust von 2% in einem Depot kann schnell wieder ausgeglichen werden, einer von 20% oder mehr nicht!

D.h. selbst im ungünstigsten Falle das alle fünf Positionen mit eine Verlust von insgesamt 1000,- Euro, (5 x 200,-) was 10% der Gesamtsumme von 10.000,- Euro entspricht, ausgestoppt werden, kann dieser Verlust noch mit einem überschaubaren Gewinn von 11% über alles wieder ausgeglichen werden. Bei 20% Verlust benötigt man schon 25% Gewinn was weitaus schwieriger ist!

4. Setze immer einen Stopp-Loss! Die Stopp-Loss-Order  ist ein hervorragendes Instrument wenn sie richtig eingesetzt wird. Aus meiner Sicht geht es gar nicht mal in erste Linie um die Absicherung der Position sondern vielmehr um Selbstkontrolle. Der Mensch neigt dazu zu lange zu warten und zu hoffen! Hoffnung hat an der Börse leider nichts verloren! Die Stopp-Loss  Order, konsequent gesetzt, verhindert das wir uns selber belügen und unserer Strategie untreu werden. Ich setze sofort nach Kauf einer Aktie einen Stopp-Loss den ich auch in gewissen Abständen nachziehe – niemals aber runter setze! Auch diese Funktion kann man übrigens bei einem guten Online-Broker automatisieren und den so genannten Trailing-Stopp einsetzen. Ein einmal im System eingegebener Stopp der sich mit steigenden Kursen automatisch selber nachzieht.

5. Mache wenigstens immer einen kleinen Gewinn! Ziel und Zweck das erfolgreichen Tradings ist ja nicht nur der Kapitalerhalt sondern in erster Linie das Erzielen von Gewinnen, wenn möglich insbesondere das Erzielen großer Gewinne! Nicht unterschätzen sollte man als Trader die positive Wirkung von kleinen Gewinnen, die aber konstant zum Tagesablauf gehören sollten. Ich habe mir angewöhnt immer mal wieder kleiner Tages-Trading-Positionen einzugehen um einfach jeden Tag eine kleine „Belohnung“ für mein Tun zu bekommen.. Hier freue ich mich dann auch über einen kleinen Gewinn von 100 Euro wenn ich die in 10 Minuten verdient habe, und nehme diese Gewinne teilweise konsequent mit. Ansonsten trade ich normalerweise eher im Wochen oder sogar Monatsbereich (Swing-Trading). Mein Ziel ist es also pro Trade mindestens 5% verdient zu haben um die Kosten zu decken und ein immer wieder mal ein kleines Erfolgserlebnis zu verspüren. Tatsächlich bin ich natürlich auf weitaus höhere Gewinne aus, was mir meistens auch gelingt.

Wem es gelingt konstant einen kleinen Gewinn zu erzielen oder dies zumindest in über 50% der Trades schafft, der wird mit seinen Trading Strategien erfolgreich sein und schlägt auf jeden Fall schon mal die wichtigste Trading Regel Nummer Eins.

6. Verfolge immer deine Strategie!

Eine eigene Strategie ist wirklich wichtig! Ich kenne genügend Trader die permanent in irgendwelchen Foren rumhängen, und nach dem ultimativen Daytrade suchen, die noch schnell auf irgendwelche Penny-Stocks aufspringen weil diese an dem Tag ja schon 30-50% Gewinn gemacht haben und das natürlich immer so weitergeht….

Oder diejenigen die sich komplett auf eine momentan heiße Branche wie z.B. Rohstoffe stürzen und damit Haus und Hof riskieren. Kann klappen ist aber in 80% der Fälle zum Scheitern verurteilt! Irgend jemand an der Börse ist immer schlauer und will nur an Ihr Geld.

Und meistens laufen all diese schönen Kursverläufe von solchen “heißen” Aktien nach einem gewissen Schema ab, welches “Pump and Dump” genannt wird. Ein steiler Anstieg, tolle Meldungen, ein noch steilerer Anstieg, dann ein heftiger Rücksetzer, noch einer und noch einer bis der Kurs dann teilweise wieder bis zu 80 – 90 % unter dem Einstiegskurs der breiten Masse liegt – und Feierabend! Diese Aktie wird nie wieder hochkommen und diente auch nur einem Zweck – einer handvoll Leuten auf dieser Welt die Taschen zu füllen – mit Ihrem Geld!

Ein Trader sollte nicht irgendwelchen Hot-Stocks hinterher hecheln, sich auf die Meinung irgendwelcher Börsengurus verlassen, und schon gar nicht auf Geheimtipps hören. Ein guter Trader hat seine eigene Meinung und seine ganz persönliche Strategie!

Wie diese Strategie im Einzelnen aussieht muss jeder für sich selber entscheiden, aber jeder Trader sollte eine haben und diese ständig optimieren!

7. Gewinne laufen lassen!

Ebenso wichtig wie die Verluste zu begrenzen ist es einen Gewinntrade nicht zu frühzeitig abzuwürgen. Eine Aktie bei der man 20 – 30% im Gewinn liegt muss (noch) nicht verkauft werden, wenn die Tendenz grundsätzlich in die richtige Richtung läuft. Genau an diesem Punkt entscheidet sich manchmal ob man einen schönen Gewinn oder einen sehr schönen Gewinn erzielt hat.

Der Spagat besteht aber darin nicht zu gierig zu werden, und letztendlich sogar die schönen Buchgewinne wieder ab zu geben. Hier empfiehlt es sich wirklich konsequent die Stopp-Loss Marke nachzuziehen. Ich mache das wirklich teilweise täglich!

8. Lege dein Gewinnziel von Anfang an fest. Das Trading Target!

Eine Sache die der Trader auch von Anfang an machen sollte, genau wie das direkte platzieren eines Stopp-Loss Order nach Kauf einer Aktie, ist das Festlegen des Trading-Targets, des Gewinnziels.

Bevor man eine Position eingeht legt man sich eine Strategie zurecht warum diese Aktie gekauft wird und bis zu welchem Kursziel Potential besteht. Die Begründungen jedes Einzelnen hierfür mögen individuell sein, haben aber in jedem Fall ihre Berechtigung.

Wenn das Ziel erreicht wird wird verkauft, konsequent! Alternativ kann natürlich der Stopp-Loss so knapp an das Kursziel gesetzt werden, dass man auf der sicheren Seite ist um Regel Nummer 7. gerecht zu werden. Aus meiner heutigen Sichtweise ist dies eine der wichtigsten Regeln beim Trading.

Sich ein Ziel zu setzen und dies bei Erreichen auch zu realisieren, Gewinne zu sichern, und nicht zu gierig zu werden. Probiert Sie es aus! Sie werden mehr Erfolg und eine größere Befriedigung beim Traden erfahren.

9.  Rechne immer mit dem Unberechenbaren

soll heißen, das selbst die beste Strategie nichts hilft wenn der Markt gegen einen läuft oder irgendwelche unvorhergesehenen Ereignisse eintreten. Da hilft alles nichts, die Positionen müssen auch notfalls mit herben Verlusten noch glattgestellt werden, auch wenn es schmerzt, um Schlimmeres zu verhindern.

Dies ist sicherlich eine der schwersten Lektionen die man an der Börse lernen muss. Niemand gesteht sich gerne ein einen Fehler gemacht zu haben und dabei auch noch einen Teil seines wertvollen Kapitals vernichtet zu haben. Aber auch diese Lektion gehört dazu und ist für jeden Profitrader das tägliche Brot. Lieber rechtzeitig aussteigen und vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt die selbe Aktie erneut deutlich günstiger kaufen, als auf eine baldige Erholung zu hoffen. Hoffnung hat an der Börse generell , wie bereits etwas weiter oben erwähnt, nicht verloren!

Der nette Nebenaspekt ist ja dann oft auch, das man später die Panik kaufen kann und dies deutlich die Performance verbessert!

10. Kaufe die Panik

Der Turbo für jedes Depot wenn man genügend Mut aufbringt und wenigstens ungefähr den richtigen Zeitpunkt erwischt. Es gab schon immer in der Geschichte der Börse Phasen in denen Anleger und auch große Adressen Ihre Aktien letztendlich entnervt zu jedem Preis auf den Markt geschmissen haben. Dieser finale Ausverkauf war dann auch immer das Ende der jeweiligen Baisse, und läutete eine längere Zeit der steigenden Kurse ein. Anleger die genügend Mut aufbrachten gingen stets als klare Gewinner aus solchen Börsenphasen hervor, manche wurden mit dieser Strategie sogar steinreich.

Wenn man theoretisch immer nur in solchen Phasen kauft und nahe am Höchstpunkt verkauft, um dann auch mal einige Monate oder gar Jahre Pause von der Börse zu machen, und auf den nächsten Tiefpunkt zu warten wird man sicherlich eine Mega Performance machen. Die Geschichte beweist es! Dies ist ein weiterer wichtiger Punkt zum Abschluss: Man muss nicht immer investiert sein!

..was allerdings für einen Börsensüchtigen wie mich die allerschwerste Übung ist..!!

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