Fukushima – Kein Ende der Katastrophe in Sicht!

Alles noch viel schlimmer als gedacht. Die Japankrise ist eine echte Bewährungsprobe für den Staat, das Volk und die Umwelt. Immer deutlich kristallisiert sich heraus, dass es hier eben doch nicht um eine vorübergehende Krise handelt, sondern sich die japanische Geschichte wohl nun in eine Zeit vor- und nach der Krise unterteilt. Ähnlich wie der elfte September der die Welt veränderte könnte dies also nun ein trauriger Startschuss für ein neues Zeitalter sein. Volkswirtschaftlich betrachtet wird das Beben und der Tsunami voraussichtlich die mit Abstand teuerste Naturkatastrophe aller Zeiten. Die japanische Regierung schätzt die erwarteten direkten Kosten auf umgerechnet bis zu 220 Milliarden Euro. Wie wir alle wissen sind aber auch solche Schätzungen dann rückblickend betrachtet meistens Schall und Rauch und müssen deutlich nach oben korrigiert werden.

Zur Finanzierung des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben wird Japans Regierung, nach Einschätzung der regierenden Demokratischen Partei, nicht um deutliche Steuererhöhungen herum kommen. Die japanische Regierung arbeitet derzeit mit Hochdruck an einem ersten Sonderhaushalt über umgerechnet rund 33 Milliarden Euro zur Finanzierung der Folgeschäden. Japan ist eine wohlhabende und leistungsstarke Nation. Ich gehe davon aus das der finanzielle Teil in den Griff zu bekommen ist, wobei ich mir nicht vorstellen kann, das dort weiterhin an der Nullzins Politik festgehalten werden kann.

Schlimmer sind wohl die direkten und indirekten Auswirkungen der Schäden in den Atomkraftwerken Fukushima. Nach Einschätzung des Kraftwerksbetreibers Tepco werden die Probleme frühesten im Herbst gelöst sein. Das Abkühlen der Reaktoren und der Brennstäbe sei innerhalb der nächsten drei Monate geplant, danach werde das Herunterfahren der Anlagen weitere drei bis sechs Monate dauern. Auch das könnten wieder zu optimistische Prognosen sein…zwangsläufig stellt man sich die Frage wie viel radioaktive Strahlung in diesem langen Zeitraum austreten wird, und ob der Plan überhaupt gelingen kann. Sollte es zu weiteren Beben in der Region kommen, was wir alle nicht hoffen wollen, ist wohl auch das wieder Makulatur. Derzeit ist also wohl nicht angedacht wie in Tschernobyl, die gesamte Anlage zu begraben und eine finale Lösung anzustreben.

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  1. BMW, VW, Porsche, Daimler – Autobauer vor Korrektur? | Investors Inside Says:

    [...] einmal mehr verdeutlichen. Die Auswirkungen auf die Produktion in den kommenden Monaten durch die Ereignisse in Japan, sowie der hohe Euro der sich ebenfalls negativ auswirken dürfte, sollen in die Anlageentscheidung [...]

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