Auf dieser Seite werden Chattechnische Signale, Indikatoren und sonstige kaufentscheidende Oszillatoren beschrieben, nach denen ich mich zumindest teilweise richte, die mir aber oftmals die Kauf- oder Verkaufsentscheidung leichter machen.Allerdings möchte ich auch nicht zu sehr ins Detail gehen und werde nur die Indikatoren beschreiben die ich für mein “täglich Brot” auch wirklich nutze.Einer der wichtigsten Indikatoren für das tägliche Trading ist wohl der MACD.
Der MACD
MACD (Moving-Average-Convergence-Divergence) der MACD ist einer der am häufigsten verwendeten Trendfolgeindikatoren. Er bildet Signale für überkaufte oder überverkaufte Marktsituationen und Trendwechsel ab. Es handelt sich zwar um einen der wichtigsten Indikatoren, eine alleinige Interpretation des Indikators um verlässliche Signale zu erhalten empfehle ich jedoch niemandem.
Wie schon in der u.a. Abbildung zu erkennen sollte man noch zwei bis drei andere Indikatoren in die Entscheidung mit einbeziehen. Der MACD errechnet sich, indem man vom gleitenden Durchschnitt der 12 Tage den gleitenden Durchschnitt der 26 Tage abzieht. Diese Differenz bildet die MACD-Linie (hier rot). Von dieser MACD-Linie wird ein gleitender Durchschnitt von 9 Tagen als Signallinie verwendet (hier blau).
Ein Signal ergibt sich, wenn die Signallinie den MACD schneidet. Hierbei unterscheidet man zwischen Kauf-und Verkaufssignalen. Bevor Ihr jetzt mit dem rechnen beginnt: Fast alle gängigen Onlinebroker haben kostenlose Standardprogramme mit deren Hilfe Ihr die Indikatoren in Kombination mit dem gerade untersuchten Basiswert abrufen können. Siehe hier!
Praktische Anwendung:
Ein Kaufsignal wird generiert, wenn der Indikator (die MACD-Linie, rot) seine Signallinie (den gleitenden Durchschnitt, blau) überschreitet. Verstärkt wird das Signal, wenn die 0-Linie von unten nach oben durchbrochen wird, und der Indikator vom negativen in den positiven Bereich wechselt.
Im dem oben abgebildetem Chart der Allianz-Aktie ist dies prima erkennbar. Ein durchbrechen des MACD mit seiner Signallinie von oben nach unten ist somit entsprechend als Verkaufssignal zu interpretieren. Anfang August findet sich übrigens auch ein Fehlsignal, als gutes Beispiel dafür das der MACD sich manchmal aber auch täuschen kann.
Desshalb ist es auch wichtig, Divergenzen, also Unstimmigkeiten zum tatsächlichen Kursverlauf, auszumachen. Vollzieht der Indikator Hoch-oder Tiefpunkte des Basiswerts nicht mehr im selben Ausmaß mit entstehen Unstimmigkeiten. Hier sollte man, der eingeschlagenen Richtung des MACD auf jeden Fall Glauben zu schenken. Die Erfahrung zeigt: In 9 von 10 Fällen folgt der Kursverlauf dieser Richtung und das ist auf jeden Fall an der Börse eine sehr gute Quote!!
Der RSI-Index
um kurzfristige Signale des MACD zu besser einschätzen zu können, gibt es verschiedene Indikatoren, die zusammen mit dem MACD angewandt werden können. Ein weiterer wichtiger Indikator ist der RSI-Index.Der RSI-Index bildet die innere Stärke innerhalb einer bestimmten Anzahl von Tagen oder eines beliebigen Zeitabschnittes ab. Im RSI-Index wird das Verhältnis zwischen den Auf- und Abwärtsbewegungen der jeweiligen Tageskurse dargestellt. Der Indikator kann zwischen Null und 100 schwanken. Der Wert Null zeigt das der Wert ausschließlich gefallen ist. Der Wert 100 hingegen bedeutet, dass der Wert fast ausschließlich gestiegen ist. Somit ist er überkauft und deutet auf eine baldige Gegenreaktion hin. Ein Kauf- oder Verkaufssignal wird normalerweise erst dann erzeugt, wenn der RSI Indikator den jeweiligen Extrembereich verlässt. Im Chart der Allianz-Aktie ergibt sich somit eigentlich ein perfektes Bild für sinkende Kurse. Der MACD hat einen positiven Schnittpunkt hinter sich, und bewegt sich auf die 0-Linie zu. Auch der RSI-Index hat ein Schwächesignal angezeigt.
Der zuletzt ausgebildete Abwärtszacken bedeutet, dass die Aktie schlechter lief als der DAX. Generell ein klares Signal, oder?
Leider nicht! Wenn man das Verhalten der Indikatoren bei der zuvor erfolgten Aufwärtsbewegung betrachtet. Denn die dortigen Schnittpunkte wurden viel stärker von der Kursentwicklung interpretiert als im umgekehrten.
Obwohl also zwei sehr stark beachtete Indikatoren deutliche Signale von sich gegeben haben, ist die Reaktion der Aktie eher überschaubar. Das deutet zumindest darauf hin, das es sich bei der laufenden Korrekturbewegung nur um eine kleinere Reaktionsbewegung auf den zuletzt erfolgten Anstieg handelt, und nach deren Beendigung ein weiterer Anstieg bevor steht.







