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Die Woche der Entscheidung – Commerzbank, K+S, RWE, ThyssenKrupp, Merck und die Deutsche Post im Fokus

Auch in der letzten Börsenwoche konnten sich die Indizes noch nicht zu einer längst überfälligen Korrektur oder zumindest einer Konsolidierung hinreißen lassen. Die möglichen Gründe für diese unnatürliche Stärke des Dax hatte ich Ihnen ja bereits > hier < genannt…und somit dürfte es auch nur noch eine Frage der Zeit sein wann der aktuelle Anstieg beendet oder zumindest vorübergehend unterbrochen wird. Grundsätzlich besteht nun aus rein charttechnischer Sicht noch leichtes Aufwärtspotenziel von ca. 1,5 Prozent im S&P 500 bis auf ca. 1.658 Punkte, ebenso wie im DAX bis in den Bereich um die 8.405 Punkte. Selbstverständlich sind diese Marken nicht in Stein gemeißelt, stellen aber aus meiner Sicht wichtige Wegmarken dar, die nur noch schwerlich überwunden werden sollten.

Die Berichtssaison nähert sich nun allmählich ihrem Ende ebenso wie die Berichterstattung zu wesentlichen Konjunkturdaten und so wird es spannend sein zu beobachten wieviel Kraft die Bullen tatsächlich noch in den Lenden haben. Denn ohne neue Impulse dürfte es – bei den weiterhin eher dünnen Umsätzen – schwer werden die Indizes noch weiter anzutreiben. Jüngsten Umfragen zufolge wird diese Hausse nämlich nicht etwa von den großen Adressen getragen sondern viel mehr von den Privatanlegern die sich aufgrund historisch niedriger Zinsen in anderen Anlageklassen nun in Aktien flüchten. Alleine dieser Umstand birgt aber aus meiner Sicht nicht unerhebliches Gefahrenpotenzial, denn genau diese Anleger fliehen nicht selten wieder panikartig aus dem Markt wenn es dann mal nicht mehr so selbstverständlich rund läuft wie in den letzten Wochen…

Auf Unternehmensebene präsentieren nun die letzten Unternehmen aus dem DAX ihre Zahlen für das letzte Quartal. Laut den meisten Analysteneinschätzungen dürfte der Salz- und Düngemittelhersteller K+S dabei ein solides aber nicht berauschendes Gewinnwachstum präsentieren. Große Kurssprünge erwarte ich hier allerdings nicht , denn insgesamt bleibt der Sektor wohl auch weiterhin eher schwächer als erwartet. Merck dürfte stark in das Jahr 2013 gestartet sein und sollte solide Zahlen abliefern, während die Quartalszahlen des Energieriesen RWE keine großen (positiven) Überraschungen bereit halten dürften, wird das Ergebnis von ThyssenKrupp weiter von der anhaltenden Konzernumstrukturierung und den Verhandlungsergebnissen beim Verkauf der zwei amerikanischen Stahlwerke beeinflusst sein. Man sollte sich also gerade bei Deutschlands größtem Stahlkonzern im Vorfeld der Veröffentlichung wohl noch etwas zurückhalten…! Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass die Berichtssaison nun eher unspektakulär ihr Ende finden wird.

Der Aufreger der Woche kommt einmal mehr von Deutschlands zweitgrößtem Bankhaus: Die Commerzbank startet nach Informationen des Handelsblatts voraussichtlich Anfang dieser Woche ihre 2,5 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung. Das Bankhaus zeigte sich im Vorfeld zuversichtlich dass alle Aktien auch Abnehmer finden werden. Denn die neuen Papiere sollen mit einem satten Abschlag von 35 Prozent auf den aktuellen Aktienkurs ausgegeben werden, was natürlich zu einer weiteren Verwässerung der Altanteile führen wird. Der Preis für die neuen Aktien könnte somit im Bereich um die 7,- Euro liegen. Um einen Erlös von 2,5 Milliarden Euro zu erzielen muss die CoBa dann also mindestens 350 Millionen neue Aktien ausgeben.

Für die Altaktionäre scheint all dies ein nie enden wollender Albtraum zu sein, denn damit fällt die Verwässerung ihrer Anteile noch deutlicher aus als ohnehin schon befürchtet. Stärkere Schwankungen des Aktienkurses sind hier somit wohl auch in dieser Woche einzukalkulieren. Möglicherweise wird nach der dann abgeschlossenen Transaktion nun endlich ein Boden bei der Aktie gefunden und ein Einstieg für langfristig orientierte Investoren irgendwann wieder interessant sein….Schaun wir mal! Die Commerzbank will durch die Kapitalerhöhung die stillen Einlagen des Staates und der Allianz ablösen und sich wieder unabhängiger machen. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde  von Martin Blessing deutliche Besserung in nahezu allen Bereichen versprochen.

Fazit: Es verspricht nicht nur für gebeutelte CoBa-Aktionäre eine spannende Woche zu werden…Ich gehe weiterhin davon aus dass der starke Anstieg der letzten Wochen und die damit deutlich überkaufte Situation im Dax bald korrigiert wird. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten, einen entsprechenden Kursrutsch oder aber die langsame Korrektur über eine Seitwärtsbewegung mit eher täglich leicht bröselnden Kursen. Die Zeit der deutlichen Kursausschläge nach oben dürfte nun aber allmählich zu Ende gehen und damit kurzfristig das Risiko überproportional zunehmen! …Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche und die richtigen Entscheidungen!

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Der DAX und die nie enden wollende Börsenrally…!

Die letzten Tage an der Börse hatten schon etwas faszinierendes…Nachdem gestern nun auch im DAX ein neues All-Time-High verbucht werden konnte, kannte auch die mediale Berichterstattung nahezu keine Grenzen der Euphorie mehr. Fast auf allen Kanälen gab es Sonderberichterstattungen in denen orakelt wurde warum die Börsen derzeit so stark sind. Selbstverständlich musste dabei in erster Linie die nie enden wollende Flut an frischer Liquidität durch die Notenbanken als Argument Nummer 1 herhalten. Aber auch deutliche Mittelzuflüssen von Pensionsfonds und große institutionellen Adressen wurden als Ursache für den jüngsten Anstieg des deutschen Leitindex immer wieder angeführt…Aktien sind alternativlos weil Anleihen und andere Anlageklassen keine Rendite mehr abwerfen war gestern mehrfach zu hören und zu lesen. Immer wenn an den Finanzmärkten Euphorie auszubrechen droht, sollte man grundsätzlich etwas vorsichtiger werden…

Die Fragen die man sich nun also aufmerksamere Beobachter stellen kann, sind somit aus meiner persönlichen Warte relativ naheliegend … Welchen Grund könnte es haben wenn die Notenbanken diesmal offensichtlich ohne einen triftigen Grund die Zinsen senken und sogar weitere Maßnahmen versprechen, die bis hin zum Negativzins gehen können? Könnte es sein, dass hier im Hintergrund schon wieder die nächste Krise schwelt, erneut große europäische Banken in Schieflage sind oder gar ganze Staaten? Wäre es möglich das diese Maßnahmen im Vorfeld der Bundestagswahlen in Deutschland ergriffen werden um bis dahin die heile Börsenwelt aufrecht zu erhalten? Oder, sind das lediglich klar erkennbare Auswüchse des internationalen Abwertungswettlaufes der namhaften Währungen dieser Welt?

Ich kann Ihnen keine der oben stehenden Fragen beantworten…dennoch ist der Kursanstieg des DAX alles andere als natürlich und sollte mit einer gewissen Skepsis betrachtet werden. Ich kann mich jedenfalls nicht entsinnen so etwas schon einmal zuvor gesehen zu haben während die Konjunktur-Inikatoren gleichzeitig in die entgegengesetzte Richtung weisen. Nun mag es ja sein dass sich hier wirklich große Adresse positionieren, was für mich allerdings alles andere als ein Kaufargument wäre. Genau diese Adressen waren es nämlich die die gesamte Rally zuvor größtenteils verschlafen haben und genau dieselben Adressen haben in den letzten beiden Abwärtsbewegungen einen Großteil ihrer Aktiendepots zu Tiefständen wieder aufgelöst. Über die Qualität dieser Engagements lässt sich also durchaus streiten.

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Für meinen Geschmack fehlt jetzt noch die finale Phase in der wir auf dem Titelblatt der BILD Zeitung o.ä. zum Kaufen von Aktien aufgefordert werden, oder aber irrwitzige DAX Kursziele ausgerufen werden. Spätestens dann sollte man die Karten wieder vom Tisch nehmen und erst einmal abwarten ob diese Rally noch weitere Substanz hat. Im Moment ist der Markt – gerade in Deutschland – gnadenlos überkauft. Dieser ungesunde Zustand muss früher oder später abgebaut werden indem entweder die Aktienkurse wieder anfangen zu fallen, oder aber der Markt entsprechend lange seitwärst läuft, um diese Situation über die Zeitschiene zu korrigieren. Auf der anderen Seite enden Phasen wie diese nicht von heute auf morgen, und es braucht seine Zeit bis sich ein Richtungswechsel einstellt. Dieser kann dann aber letztlich auch sehr heftig ausfallen wenn den Bullen irgendwann die Kraft fehlen sollte den Index noch weiter anzutreiben.

Zu bedenken ist an dieser Stelle vielleicht auch, dass der DAX ein Performance-Index ist in dem die erzielten Dividenden einen großen Teil der Zugewinne ausmachen. Kürzlich habe ich dazu in einem Kommentar hier geschrieben: “Aktuell notiert der DAX bei rund 7.800 Punkten. Wenn man den DAX aufteilt, sind die Aktienkurse für 4.200 Punkte verantwortlich und die Dividenden für 3.600 Punkte. Da die 30 DAX-Unternehmen in diesem Jahr den Rekordwert von 27,6 Mrd. Euro ausschütten, sorgt das für einen deutlichen Kursanstieg. Selbst wenn die Aktienkurse der 30 DAX-Unternehmen stagnieren, würden die Dividenden dafür sorgen, dass der DAX spätestens 2014 ein neues Allzeithoch erreicht.”

Die Berichtssaison nähert sich nun aber bereits wieder ihrem Ende. Da die großen Dividenden-Stars fast alle schon über Ihre Geschäfte berichtet haben dürften somit von dieser Seite keine allzu großen Impulse mehr zu erwarten sein. Somit sollten auch die Dividenden nun allmählich entsprechend ihrer Höhe im DAX Kurs eingepreist sein. Sollte der DAX allerdings nach der Berichtssaison trotzdem weiter ansteigen, muss man dieses Signal wohl sehr ernst nehmen und mit engen Stopps erneut auf den fahrenden Zug aufspringen.

Seit heute gewinne ich nun aber eher den Eindruck, dass es das nun bald gewesen sein könnte, da auch die Kurstreiber der letzten Tage den heutigen Anstieg nicht mehr wirklich nachvollziehen. An der Wallstreet haben genau diese Aktien die teilweise kräftigen Kursgewinne des Vortages bereits wieder abgegeben! Andere Unternehmen wiederum, die schlechte Zahlen abgeliefert haben, fallen noch nicht entsprechend, was wohl eher dem starken Marktumfeld geschuldet ist und am ersten wirklich schlechten Börsentag in naher Zukunft wohl eingepreist werden dürfte. Die Risiken einer Korrektur nehmen also  aus meiner Sicht wieder deutlich zu…

Aus charttechnischer Sicht wäre zumindest eine Abwärtsbewegung bis in den Bereich des alten Alltime-Highs bei DAX wünschenswert und gesund. Geht es dann noch einmal deutlich darunter, muss die Situation wohl völlig neu bewertet werden, denn dann würde mit dieser Kursbewegung auch der aktuelle Aufwärtstrend unterschritten..!

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Europa Krise reloaded – US Indizes bleiben aber zunächst auf Kurs

Nachdem auch ich mir mal ein paar Tage Auszeit über Ostern gegönnt habe möchte ich Ihnen dennoch heute noch kurz ein Update als Vorbereitung auf die kommenden Börsenwoche schicken… Nicht nur dass wir uns im Moment mit einem nie enden wollenden Winter rumschlagen müssen, auch an der Börse ist die Stimmung inzwischen wieder sehr frostig geworden. So kippten in Europa sämtliche Stimmungsindikatoren wieder in den eher pessimistischen Bereich, nachdem noch eine Woche zuvor die Euphorie keine Grenzen mehr zu haben schien. Wen verwundert das angesichts der neu aufkeimenden Euro Krise und des nach wie vor schon fast dilettantisch anmutenden Vorgehens so mancher Politiker? Europa hat eine neue Glaubens- und Vertrauenskrise, und die ist tiefer denn je…!

Die Ereignisse rund um die Rettung Zyperns habe ich ja in der letzten Woche im Blog schon ausführlich > hier < nach dem ersten Wurf der verunglückten Rettungsaktion, und noch einmal > hier < nach dem zweiten Anlauf kommentiert. Der angerichtete Schaden schlägt sich derzeit nicht nur in einem Verfall des EUR/USD Wechselkurses nieder, sondern leider auch in einigen Aktienkursen, die inzwischen deutlich nachgegeben haben. Dabei ist die Korrektur im DAX selber noch verhältnismäßig glimpflich ausgefallen. Realistisch betrachtet dürfte die letzte Woche aber in so manchem Depot bereits jetzt tiefe Spuren hinterlassen haben.

Da ist sie also nun – die langersehnte Korrektur an den Märkten, auf die viele Marktteilnehmer gewartet haben, um sich endlich auch positionieren zu können. Aber entgegen der Erwartung dass ein solcher Rücksetzer nun Freude verbreiten würde, regiert sofort wieder die Angst an den Märkten. Ausländische Investoren ziehen nach den Äusserungen Dijsselbloems ihr Kapital aus Europa ab, Anleiheauktionen europäischer Länder geraten erneut ins Stocken und nicht einmal Gold kann von dieser Entwicklung profitieren. Das ist insofern bemerkenswert weil Gold “normalerweise” bei einer Verschärfung der Euro Krise entsprechend nach oben reagiert.  Diese Schwäche sollte also nicht unterschätzt werden! Das Schlimmste aber ist wohl die Erkenntnis dass selbst Bares auf den europäischen Konten nun nicht mehr sicher sein könnte. Es scheint also mal wieder kein Loch zu geben in dem man sich als Kapitalanleger in den kommenden Wochen und Monaten verkriechen kann!

Die Verunsicherung nach der Zwangsenteignung der Sparer in Zypern ist verständlicherweise groß, zumal auch die Nachrichten aus Frankreich, Italien und Nordkorea vom Wochenende nicht gerade zur Beruhigung der Gemüter beitragen. Natürlich dauerte es auch nicht lange bis Gerüchte die Runde machten, dass auch bei uns in Deutschland ein ähnliches Vorgehen zur Bewältigung der europäischen Schuldenkrise nun zumindest möglich, wenn nicht gar wahrscheinlicher oder sogar geplant ist. Ich persönlich gehe zwar nicht davon aus dass wir in naher Zukunft schon an diesen Punkt kommen werden, dennoch möchte ich eine Enteignung der Sparer auch in Deutschland jetzt grundsätzlich nicht mehr ausschließen. Spätestens wenn ein solcher Schritt erneut in einem der Peripherieländer auftauchen sollte, muss man die Konsequenzen daraus wohl umgehend ziehen!

S&P 500 Chart langfristig

Ungeachtet der Kurskapriolen in Europa schlagen sich die US Indizes weiterhin wacker. Erst am Freitag wurde mit dem endgültigen Überschreiten der Marke von 1566 Punkten im S&P 500 ein neues Kaufsignal generiert, was darauf hindeutet dass wir in dieser Woche einen starken Auftakt erleben könnten, der dann hoffentlich auch das Zeug dazu hat hierzulande neue Impulse zu setzen. Mit dem heute erwarteten “First of Month Jumper” wäre ein endgültiger Ausbruch des S&P 500 möglich und zugleich ein starkes Signal. Die Zypern Krise sollte dann kurzzeitig wieder etwas in den Hintergrund treten. Untermauert wird diese positive Entwicklung in den USA weiterhin von sich stetig verbessernden Konjnkturdaten. Insbesondere die deutliche Erholung im Immobiliensektor lassen hier die US-Anlegerherzen höher schlagen. Das mögliche Ziel aus der aktuellen Kursbewegung bei S&P 500liegt nun bei 1589 Punkten.

S&P 500 Trendkanal

Wie man deutlich in dem oben stehenden Chart sehen kann befindet sich der S&P 500 immer noch in einer mustergültigen Aufwärtsbewegung die aus fünf Wellen besteht. Wo die fünfte Welle nun enden wird kann noch nicht gesagt werden, dass im Anschluss an die fünfte Welle eine stärkere Korrektur zu erwarten ist gilt aber als sehr wahrscheinlich! Der Markt ist klassisch überkauft, und auch wenn ein solcher Zustand länger anhalten kann als gedacht, wird sich sich die überkaufte Situation früher oder später in einem weiteren Kursrutsch entladen. Eine Eskalation in Nordkorea könnte beispielsweise der Auslöser einer solchen Korrektur sein.

Für den Moment aber macht die FED aber weiterhin brav ihren Job und flutet den Markt bis auf Weiteres mit frischem Geld. Ein Faktor den man nicht unterschätzen sollte, und der sich auch weiterhin stabilisierend auf die US Indizes auswirken wird. Wie bereits im März wird auch im April fast täglich eine POMO Buy Aktion der Notenbank stattfinden.Verkaufsauktionen sind im kommenden Monat nicht geplant. Mehr dazu finden Sie hier. Auch die saisonalen Faktoren sprechen eher dafür dass das Börsenumfeld im April eher noch freundlich bleiben dürfte.

Aber…die Bärenquote in den USA hat inzwischen aber geradezu dramatisch abgenommen, was wieder zur Vorsicht mahnen sollte. Denn das mögliche Überscheiten der Höchststände geht natürlich einher mit einer endgültigen Kapitulation der noch verbliebenen Short-Seller, die spätestens hier Ihre unter Wasser stehenden Positionen auflösen werden. Wie wir alle wissen, passiert an solchen Punkten nicht selten dann das womit keiner gerechnet hat… Mein bevorzugtes Szenario für die kommenden Tage ist somit: Der Markt simuliert einen Ausbruch nach oben, fischt alle Bären ab um dann kurze Zeit später in genau die entgegengesetzte Richtung abzutauschen. Das Bullenlager dass dieses neuen Kaufsignal zum Einstieg genutzt hat wäre dann am Ende auch ernsthaft in Bedrängnis. Das nachhaltige Überschreiten der alten Hochstände im ersten Anlauf würde mich also überraschen. Es gilt also in dieser Woche sehr genau zu beobachten wie sich die Indizes verhalten werden und entsprechende Rückschlüsse daraus zu ziehen.

Die Frage ist nun also ob man noch versuchen sollte den letzten Euro aus der aktuellen Situation an den Märkten heraus zu pressen oder aber mal einen Schritt zurücktreten sollte? Denn die Risiken werden spätestens am Mitte des nun laufenden Monats aus saisonaler Betrachtung wieder zunehmen. Zudem startet nun die Berichtssaison für das erste Quartal des laufenden Jahres, die traditionell wieder etwas mehr Volatilität in die Märkte bringt….Die grundsätzliche Überlegung in den kommenden Monaten lieber einen Teil des Kapitals im amerikanischen Sektor zu platzieren scheint mir dennoch durchaus sinnvoll zu sein, um zum einen das Euro-Risiko etwas raus zu nehmen und zum anderen an der möglichen und nachhaltigenTrendwende in den USA entsprechend zu partizipieren. Der nette Nebenaspekt dabei wäre natürlich dass in Aktien investiertes Geld generell nicht zur Tilgung europäischer Schulden herangezogen werden kann…!

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche!

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Der Schuldenschnitt in Zypern wird die Welt verändern…

Ich hatte bereits am Freitag damit begonnen einen Artikel mit dem schönen Titel: “Die Ruhe vor dem Sturm” zu verfassen, doch leider war es mir nicht möglich diesen noch fertig zu stellen, da zu viele unerledigte Dinge auf meinem Schreibtisch auf Bearbeitung gewartet haben. Hinzu kamen noch massive technische Probleme mit meinem Handelscomputer, den ich nun kurzerhand aus meinem Büro verbannt habe. Ein Neuer musste her und die Einrichtung hat mich fast das ganze Wochenende beschäftigt. Heute möchte ich mich aber dennoch kurz zu den denkwürdigen Ereignissen des Wochenendes melden. Denn, die europäische Finanzkrise ist zurück, und das in einer ganz neuen Qualität!

Die gute Nachricht zuerst – Zypern wurde gerettet. Die Eurogruppe hat in einer Nacht-und-Nebel-Aktion beschlossen die Sparer Zyperns durch eine Zwangsabgabe von 9,9 Prozent auf Guthaben von über 100.000,- Euro zu beteiligen. Sparer die weniger als 100.000,- Euro besitzen kommen mit einer Abgabe von 6,75 Prozent davon. Insgesamt sollen mit dieser ungewöhnlichen Maßnahme 5,8 Milliarden Euro zusammenkommen, die das Land vor dem Zusammenbruch bewahren sollen. Die Alternative dazu wäre ein Kollaps des Bankensystems gewesen der die Sparvermögen eventuell bis zum Totalverlust reduziert hätte und die Eurozone, insbesondere Griechenland , erneut ins Wanken gebracht hätte. Soviel sei zur Entschuldigung gesagt…grundsätzlich kann man diesen Schritt also durchaus nachvollziehen, weil die Alternative dazu noch viel schlimmer gewesen wäre.

Die Art und Weise wie hier vorgegangen wird darf dem aufmerksamen Beobachter aber dennoch Kopfzerbrechen bereiten. Auch wenn dieser Vorgang aus meiner Sicht schlichter Geldraub ist, versuchen die Verantwortlichen dem Ganzen nun verschämt einen etwas freundlich klingendernen Stempel aufzudrücken. Von einer “Solidaritätsgebühr” ist die Rede…ähnlich wie bei uns im Übrigen die “übergangsmäßige” Abgabe nach der Wiedervereinigung, die wir bis heute nicht mehr losgeworden sind (In diesem Punkt würde ich Rainer Brüderle also aktuell Recht geben!). Manche würden es auch als Schuldenschnitt oder Währungsreform bezeichnen, doch diese beiden Worte sind böse und dürfen aus verschiedenen politischen Gründen nicht benutzt werden.

Trotzdem dürfte dieser Vorgang immer mehr Bürgern die Augen dafür öffnen, auf welchem Weg sich die EU und die Eurozone inzwischen befinden. Wir haben eine neue Stufe der Krise erreicht, in der sogar die Ärmsten an den zuvor gemachten Fehlern, die wiederum Dritte verursacht haben, beteiligt werden. Soziale Gerechtigkeit sieht wohl anders aus! Letztlich hilft es aber nicht darüber zu lamentieren, weil man es eh nicht ändern kann. Was man allerdings machen kann ist nun den Blick wieder etwas zu schärfen für das was noch vor uns liegen könnte…

Die Enteignung zyprischer Sparer, die am Wochenende mittels einer Zwangsabgabe an der Rettung des maroden Bankensystems beteiligt worden sind, dürfte nicht ohne Folgen für alle anderen europäischen Sparer bleiben. Das ist aus meiner Sicht nicht nur ein Vertrauensbruch sondern dürfte eines ganz deutlich machen… Die systemische Absicherung für Bankgläubiger in ganz Europa ist künftig wohl eher begrenzt oder gar nicht mehr existent. Auch der sogenannte Einlagensicherungsfonds ist vielleicht das Papier nicht Wert auf dem er niedergeschrieben wurde, wenn es mal richtig eng wird. Die direkte Folge: Sachwerte sind seit heute attraktiver denn je!

Ich gehe davon aus dass sich dieses Bewusstsein nun allmählich auch in den Köpfen der Anleger durchsetzen wird, die bislang fest davon ausgegangen sind, dass sie von solchen Eskapaden verschont bleiben werden. Auch Großanleger werden sich nach den jüngsten Ereignissen sehr gut überlegen ob ihre Geld in Europa wirklich noch sicher ist. Entsprechende Mittelabflüsse, und damit wohl auch ein fallender Euro sind in den nächsten tagen zu erwarten. Wer davon profitieren will findet beispielsweise auf der Seite forextotal.de das nötige Handwerkszeug dazu. Denn, dieser Rechts- und Tabubruch, hat das Potential das Vertrauen in die Institutionen und Banken in der Eurozone weiter deutlich zu schwächen und ist aus meiner Sicht sehr kontraproduktiv…Die Alternative einen kleinen Staat wie Zypern tatsächlich mal pleite gehen zu lassen hätte am Ende vielleicht sogar einen kleineren Schaden angerichtet. Wer weiß das schon? Zudem wäre mal ein Exempel statuiert worden, dass endgültig klar gemacht hätte wo Europa steht und das korrupte Staaten in dieser Gemeinschaft nichts verloren haben. Diese Chance wurde aber leider erneut vertan.

Die Ereignisse vom Wochenende werden die Welt erneut verändern, vielleicht zunächst nur langsam und schleichend, aber der Schuldenschnitt in Zypern wird seine Spuren hinterlassen. Ab heute sind Anleger wieder vermehrt auf der Suche nach vermeintlicher Sicherheit, die es aber wohl nicht mehr geben wird. Dennoch, gibt es auch Profiteuere dieser Entwicklung… Gold könnte bald wieder glänzen und Aktien bleiben weiterhin alternativlos. Wohingegen Anleihen und Sparguthaben weiterhin die schlechteste aller Alternativen sind. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass das frei verfügbare Geld in irgend einer Form angelegt werden muss, damit man es ihnen nicht wegnehmen kann! Denken Sie mal (rechtzeitig) darüber nach…

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DAX 8.000 oder 7.400 Punkte im Visier?

Die Unsicherheit dürfte auch in der kommenden Woche weiter anhalten… Nachdem der amerikanische Aktienmarkt das Inkrafttreten der automatischen Ausgabenkürzungen (Sequester) erstaunlich gelassen zur Kenntnis genommen hat, konnten sich die Aktienkurse im späten Handel wieder etwas erholen. Dennoch schweben nach wie vor die politischen Unsicherheiten aus Italien über den Märkten. Eine Regierungsbildung in der drittgrößten Wirtschaftsnation der Eurozone gestaltet sich weiterhin schwierig. Der heimliche Wahlsieger und ehemalige Komiker Beppe Grillo flirtet bereits öffentlich mit einem Austritt seines Landes aus der Eurozone und der Wiedereinführung der Lira. Kurz nachdem er einen Schuldenschnitt für sein Land verlangt hatte soll nun eine Volksabstimmung über den Verbleib Italiens in der Währungsunion entscheiden. Zudem prophezeit der Grillo bereits jetzt den Zusammenbruch des gesamten Systems. Seine Protestbewegung “Fünf Sterne” hatte bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus 25,5 Prozent der Stimmen errungen.

Nicht das wir nicht an markige Sprüche aus Italien gewöhnt wären, aber in dieser Form sind solche Aussagen doch zumindest geeignet dafür weitere Verwirrung und Verunsicherung unter den Anlegern zu sorgen. Es ist somit aus heutige Sicht schwer abschätzbar wie der Markt darauf am Montag oder den kommenden Tagen reagieren wird. Der italienische Leitindex MIB 40 steht zudem aus charttechnischer Sicht an einem sehr interessanten Punkt, an dem eine größere Kurbewegung in die ein- oder andere Richtung zu erwarten ist. Fällt der Index nun aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend nach unten durch dürfte das nicht ohne Folgen für die anderen europäischen Indizes sein.

Zudem hat Barack Obama mit seiner Unterschrift unter den Sequester nun wohl einigen Anlegern, die bis zuletzt gehofft hatten dass es in letzter Sekunde doch noch eine Lösung geben könnte, den letzten Wind aus den Segeln genommen. Kurzum, die kommende Woche wird nicht weniger spannend als die letzte, und die Volatilität wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin zunehmen. Das heißt aber nicht zwingend, dass man nun mit einem Absturz rechnen muss. Letztlich erfordert diese Situation aber unbedingt unsere erhöhte Aufmerksamkeit. Denn, das eigentlich faszinierende ist an dieser Stellen dass es unglaublich viele Aktien gibt die noch nahe ihren Tiefständen notieren, während die Indizes überwiegend bereits neue Hochs ausgebildet haben.

Man stellt sich also zwangsläufig die Frage ob diese schwachen Aktien nun bald bouncen werden oder aber die bislang starken Aktien bald auch deutlich nachgeben. Gefühlt befinden wir uns bei der Betrachtung einzelner Aktien bereits seit einigen Tagen in einer ausgedehnten Korrektur, sieht man sich beispielsweise den gesamten Rohstoff-Sektor an. Dennoch gibt es auch Anzeichen dafür das der ungebremste Strom an Liquidität einfach alles platt walzt was sich ihm in den Weg stellt. Die FED hat in dieser Woche noch einmal versichert “alles zu tun” um die gesteckten Ziele auch zu erreichen und weiterhin kräftig Geld in den Markt zu pumpen, falls notwendig. “Never fight the FED” heißt eine Börsenweisheit, die uns ermahnt diesen Faktor keinesfalls zu ignorieren.

Was macht man jetzt aus einer solchen Situation? Ich habe mein Depot bereits Anfang letzter Woche auf ein gesundes Maß zusammengestutzt und warte nun auf ein neues und vor allem klares Signal. In Phasen wie diesen ist es einfach nicht klug zu hoffen oder zu raten was passieren könnte, denn es ist schlicht nicht absehbar. Grundsätzlich gehe ich davon aus dass sich das italienische Schreckgespenst wieder verziehen wird, oder zumindest der übliche Gewöhnungseffekt irgendwann einsetzt. Politische Ereignisse haben erfahrungsgemäß eben nur eine bedingte Halbwertszeit. Andererseits ist eine Korrektur in absehbarer Zeit grundsätzlich zu erwarten und wäre auch gesund. Aber, wie wir alles wissen kann der Markt zuvor in eine Übertreibungsphase übergehen, bevor er seinen wahren Charakter zeigt. Die Kursverluste in einzelnen Sektoren sind in jedem Fall ein erstes Warnzeichen und sollten ernst genommen werden!

Die richtige Strategie kann also aus meiner Sicht nur lauten dass man sich momentan nur sehr kurzfristig engagiert und/oder die Risikokontrolle im Depot entsprechend sorgfältig plant und umsetzt. In jedem Falle muss man nun etwas vorsichtiger werden bis Mr Market sich entschieden hat wohin er tatsächlich laufen will. Sollten die Indizes nun weiter  nach oben laufen, muss man entsprechend schnell reagieren. Denn dann könnte noch einiges drin sein, bevor wir die erste wirkliche Korrektur des Jahres zu sehen bekommen. Im umgekehrten Fall ist es ratsam schnell und konsequent wieder auszusteigen und auf ein besseres Setup zu warten. Ich kann Ihnen also in dieser Woche keinen wirklichen Rat geben, sondern Ihnen lediglich mitteilen wie ich mich verhalten werde. Zu einzelnen Aktien werde ich wie gewohnt ein paar interessante Artikel und neue Einschätzungen in den kommenden Tagen hier auf www.investorsinside.de veröffentlichen, die Sie interessieren dürften…Spätestens mit der nächsten Ausgabe unseres kostenlosen Börsenbriefes sollte die Sicht auf die kommenden Monate dann wieder etwas klarer werden.

Bis dahin wünsche ich Ihnen gute Entscheidungen und erfolgreiche Trades!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

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DAX – kommt die letzte Abwärtswelle noch, oder nicht? Ein paar Gedanken zum Markt…

Der Dax hat die Korrektur, die von so vielen Marktteilnehmern ersehnt wurde, nun endlich eingeleitet. In den letzten Handelstagen hat der Index etwas Luft abgelassen, um die zuvor überkaufte Lage zu korrigieren. Auslöser waren wieder einmal – wie könnte es anders sein – neue Sorgen über ein mögliches Wiederaufflammen der Euro Krise. Das ohnehin schon angeschlagene Spanien kämpft mit einem Swarzgeld-Skandal der Regierung Rajoy, und in Italien droht Silvio Berlusconi weiterhin mit seiner Rückkehr an die Spitze seines Landes. Keine guten Vorzeichen für die künftige Stabilität und Glaubwürdigkeit der Währungsunion, würde ich mal behaupten…!

Ohne aber weiter auf das politische Wirrwarr in Europa eingehen zu wollen, möchte ich mich heute eher darauf konzentrieren zu überlegen wo diese Bewegung des Deutschen Leitindex nun ihre Ende finden könnte. Denn, das dürfte dann wohl die ultimative Kaufgelegenheit für alle Nachzügler sein, die bislang noch nicht im Aktienmarkt engagiert waren. Zumindest kurzfristig sollte dann ein entsprechend deutlicher Kursanstieg folgen.

Die meisten Marktteilnehmer oder professionelle Investoren erwarten nun eine typische Pullback Bewegung, die sich in der Regel in 5 Akten abspielt. Vier davon haben wir auch schon (mindestens!) gesehen. Somit würde nur noch die fünfte Welle fehlen, die in der Regel  auch die kräftigste der Bewegungen ist. Soweit zur Theorie, die in den überwiegenden Fällen auch Bestand hat. Diese gilt nach meinem Beobachtungen aber meistens eher in stark fallenden Märkten und nicht zwingend in haussierenden oder in einer Hausse konsolidierende Märkten! Die spannende Frage ist also wie immer…haben wir es mit einer Konsolidierung, oder eine echte Korrektur an den Märkten zu tun?

DAX 8.2.13

Selbstverständlich ist es nicht auszuschließen, dass genau dieses oben beschriebene Szenario so eintreten wird, denn es macht auch aus charttechnischer Sicht durchaus Sinn. Eine weiter Korrektur sollte dann bis in den Bereich um die 7,440 Punkte (das letzte Hoch aus Okt/Nov 2012) , oder zumindest noch unter die 7.500er Marke führen. Damit wäre eine mustergültige Korrektur sozusagen abgearbeitet, und die Kurse könnten wieder steigen. Bingo!

Aber so platt, einfach und berechenbar ist Börse eben meistens nicht, auch wenn ich persönlich der Charttechnik eine besondere Daseinsberechtigung attestieren würde. Zu bedenken ist meiner Meinung nach Folgendes: Die erste Abwärstbewegung im DAX war eher technisch bedingt, um das noch offene Gap, das zum Jahreswechsel gerissen wurde zu schließen (seihe oben). Das war also grundsätzlich ein positives  Zeichen um ein solides Fundament für einen weiteren Anstieg zu legen!

Die zweite Welle nach unten war Herrn Berlusconi geschuldet, der offensichtlich wieder in der Lage ist das Volk für sich zu gewinnen, und in den aktuellen Umfragen nur noch 4 Prozent hinter seinem Kollegen liegt. Was ein Wahlsieg von BungaBunga für Europa bedeuten würde muss ich wohl nicht erläutern. In jedem Falle befürchtet der Markt nun eine ziemlich unruhige Zeit während der gesamten Wahlperiode in Italien – und das wohl zu recht.

Kurzum für mich waren dies zwei völlig voneinander unabhängige Ereignisse die zu dem Kursrutsch im DAX geführt haben. Aus meiner persönlichen Warte besteht hier somit auch (noch) kein Grund zur nachhaltigen Beunruhigung, zumal die Performance einzelner Aktien genau das Gegenteil von dem widerspiegelt, was wir im Index gesehen haben. Teilweise konnten Aktien sogar sehr stark steigende Kurse in dieser Marktphase verzeichnen!

DAX Pullback

Der gestrige Spike nach oben und der anschließende Rutsch zurück auf die Trendline könnten somit bereits die Bewegung 4 und 5 des Pullback dargestellt haben. Sieht man sich beispielsweise die beiden Indizes unserer Nachbarländer, den IBEX und CAC an, dann zeichnet sich dort ein ähnliches Bild ab. Alle fünf Wellen sind durch, auch wenn diese atypisch und verzerrt verlaufen. Nur im italienischen Index ticken die Uhren etwas anders- Hier sehen wir bereits sieben Wellen, was verdeutlicht wie unsicher die Anleger vor den Wahlen in Italien sind. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Grundsätzlich könnten wir uns aber nun bereits wieder in der Aufwärtsbewegung beim DAX befinden, und keiner hat´s gemerkt!

Selbstverständlich ist mir völlig bewusst, dass ich mit dieser Sichtweise der Dinge momentan relativ alleine dastehe! Und natürlich haben diese Betrachtungen auch keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, aber ich halte es für möglich das dieses Mal eben doch alles anders ist. Der Tief des letzten Spike bei 7.563 Punkten ist nun die entscheidende Marke auf der Unterseite, der nicht mehr unterschritten werden sollte. Nach oben hin wäre ein Überschreiten des Höchstpunktes von Welle 4 bei 7.657 Punkten entsprechend bullish zu werten. Die Entscheidung dürfte unmittelbar bevorstehen!….Mein Rat an Sie ist an dieser Stelle ist also: Lassen Sie sich nicht von den Prognosen der Analysten und Börsengurus verunsichern, denn es ist eben nicht immer alles so klar und offensichtlich wie es scheint. Beobachten Sie genau und traden Sie das was Sie sehen!

Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich für diese Woche von Ihnen und wünsche ich Ihnen ein ruhiges und erholsames Wochenende sowie stets die richtigen Entscheidungen.

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DAX 8.000 wir kommen – Google, Apple, Nokia, K+S und Research in Motion im Fokus

Erneut liegt eine durchaus bewegte, aber auch sehr erfolgreiche, Handelswoche hinter uns. Der S&P 500 hat sich damit weiterhin für das von mir im letzten Newsletter noch einmal geschilderte positive Szenario entschieden. Das Erreichen des genannten Kurslevels von 1.525 Punkten wird nun immer wahrscheinlicher. Allerdings befinden wir uns meiner Meinung anch immer noch in der dritten Welle einer Aufwärtsbewegung die demnächst durch die vierte Abwärtswelle – zumindest kurzzeitig – unterbrochen werden sollte. Im Anschluss kann dann das Ziel bei 1.525 Punkten endgültig in Angriff genommen werden. Eine (wahrscheinlich eher leichte) Konsolidierung vor dem finalen Anstieg ist also nach meinen Beobachtungen grundsätzlich noch zu erwarten. Diese kann dann von den Nachzüglern unter den Anleger noch einmal genutzt werden um weitere Positionen aufzubauen. Hier noch einmal der Chart von letzter Woche:

S&P Chart Analyse 130113

 

In der nun kommenden Woche nähert sich die US Berichtssaison nun schon wieder Ihrem Höhepunkt. Mit IBM Google, Apple, Cellgene, Halliburton und Starbucks stehen einige sehr wichtige Unternehmensdaten auf der Agenda, die durchaus das Potenzial haben den Markt nachhaltig in die ein- oder andere Richtung zu bewegen. Bislang wurde die Hausse, wie Sie wissen, nicht von allen Sektoren getragen. Während sich beispielsweise die Finanzwerte, über die ich letzte Woche berichtet habe, nahezu alle hervorragend geschlagen haben, gab es durchaus ein paar Sektoren, die immer noch deutliche Schwäche zeigen. Allen voran wäre hier wohl der Technologiesektor zu erwähnen, aber auch Telekommunikation, Biotechnologie und Rohstoffe gehörten zu den schwächsten Sektoren der letzten Wochen, während sich Industriewerte, Gas und Energie im Allgemeinen sowie der Einzelhandel und das Baugewerbe weiterhin hervorragend entwickelt haben.

Bildschirmfoto 2013-01-20 um 11.46.56

Insbesondere die Quartalszahlen von Google und Apple werden in der kommenden Woche somit Signalwirkung für den Technologiesektor haben. Bei beiden Unternehmen befürchten die Anleger nun schlechtere Ergebnisse als dies von Fachleuten ursprünglich vorausgesagt wurde. Besonderes Augenmerk werden Anleger, selbst im Falle besserer Ergebnisse, auch dem Ausblick auf die kommende Quartal schenken. Nur wenn beide Ergebnisse überzeugen, werden wir wohl im Anschluss eine deutliche Erholungsrally bei beiden Werten sehen. Und natürlich wird dies dann auch den gesamten Technologie-Sektor und den Gesamtmarkt weiter beflügeln..!

Bei dem aktuellen Lieblingswert der Deutschen,  Nokia stehen am Donnerstag Zahlen zur Veröffentlichung an. Die Eckdaten für das vierte Quartal wurden zwar schon vorab veröffentlicht, was auch zu dem starken Anstieg bei der Aktie geführt hat. Mit den detaillierten Zahlen dürften Anleger allerdings noch einmal etwas genauer hinsehen, wie es um das Unternehmen tatsächlich bestellt ist. Im Schnitt gehen die Analysten nun von einem Gewinn in Höhe von fünf Cent je Aktie aus. Der Umsatz soll rund 8,1 Milliarden Euro betragen haben. Die finalen Verkaufszahlen der neuen Lumia Modelle und damit auch der Ausblick auf Künftiges, werden auch hier aber eine ganz entscheidende Rolle spielen.

Weiterhin im Rally Modus befindet sich auch die Aktie des Blackberry Hersteller Research in Motion. Mit dem Überschreiten der wichtigen Hürde bei 15,- Dollar wurde nun ein starkes Kaufsignal ausgelöst. Grund hierfür waren erste Testberichte im Internet über das neue Betriebssystem und das Design der neuen BB 10 Modelle, die es offenbar durchaus mit den Produkten von Samsung und Apple aufnehmen können. Bei der RIMM Aktie gilt es zudem weiterhin zu bedenken dass diese eine der am meisten leerverkauften Aktien an der Wall Street war, und somit auch weiteres Short Squeeze Potenzial besitzt! Die offizielle Markteinführung des neuen Blackberry 10 ist für den 30. Januar 2013 geplant. Spätestens an diesem Tag wird der Markt dann wohl darüber entscheiden ob die aktuelle Rally auch weiterhin Bestand haben wird. Investors Inside Leser sitzen hier nun auf einem satten Gewinn von 128 Prozent seit dem 28. September und können diesem Termin wohl einigermaßen gelassen entgegen sehen…

Reserach in Motion Chart RIM

 

Fazit: Insbesondere am letzten Handelstag der Woche konnten die US Indizes aus charttechnischer Sicht noch einmal einen echten “Schluck aus der Pulle” nehmen, was ich umso bullisher werten würde, da wir am kommenden Montag mit dem Martin Luther Kings Day einen Feiertag an den US Börsen haben. Normalerweise ist vor solchen verlängerten Wochenenden eher mit erhöhtem Verkaufsdruck zu rechnen. Zudem war am Freitag erneut Verfallstag für Futures und Optionen! Es ist also davon auszugehen dass hier nun weitere Short Positionen in größerem Umfang, vor dieser vielleicht entscheidenden Woche eingedeckt wurden. Die Nachricht der Woche war am Freitag das die Republikaner im US-Abgeordnetenhaus in der nun kommenden Woche die Schuldengrenze des Landes kurzfristig erhöhen wollen. Das lies die Kurse erneutsteigen und legt nun den Grundstein für eine weiterhin mögliche Rally im Dax, in Richtung der runden 8.000 Punkte Marke… Auch wenn ein kurzzeitiger Rücksetzer an den Börsen nun immer wahrscheinlicher wird, wie oben beschrieben.

Es ist aber auch dann weiterhin ganz entscheidend in welchen Sektoren man zur Zeit investiert ist. Mit einigen Aktien war in den letzten Wochen einfach kein Geld zu verdienen. Ich habe im Blog in den letzten Tagen unter anderem über E.ONThyssenKrupp und Metro dazu berichtet. Andere Aktie wie beispielsweise die von Hochtief, die ich hier vor wenigen Wochen vorgestellt habe, oder auch Daimler befinden sich weiterhin im Vorwärtsgang. Heute möchte ich Sie noch kurz auf meinen Artikel zur Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S aufmerksam machen. Hier zeichnet sich gerade eventeull eine Trendwende ab! Bei der Wacker Chemie Aktie halte ich ebenfalls an dem von mir geschilderten Szenario weiterhin fest.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche und stets die richtigen Entscheidungen.

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Die Woche der Finanzaktien: Bank of America, JP Morgan, Goldman Sachs, Citigroup, Capital One, Morgan Stanley

In der zurückliegenden Handelswoche hat der Markt den vorangegangenen starken Anstieg seit Dezember erwartungsgemäß weiter konsolidiert. Lediglich die Bankenwerte sowie auch die deutschen Autobauer konnten sich diesem Trend weitestgehend entziehen. Aber auch in den anderen Branchen fielen die Korrekturen bislang noch vergleichsweise harmlos aus, sodass keineswegs von einer Korrektur die Rede sein kann. Viel mehr ist die aktuelle Bewegung als durchaus gesunder Rücksetzer in einem ansonsten weiterhin bullishem Umfeld zu sehen. Jegliche Bemühungen der Bären wieder Kontrolle über diesen Markt zu bekommen sind bislang kläglich gescheitert.

Der S&P 500 befindet sich weiterhin in einem robusten Aufwärtstrend dessen Muster ich als typische 5-Wellen-Hausse sehen würde, die ich Ihnen hier noch einmal (blau) eingezeichnet habe. Demnach sollte und die laufenden Konsolidierung noch einmal bis in den Bereich um die 1.450 Punkte zurück führen und damit die vierte Welle dieser Bewegung vollenden. Im Anschluss sollten die Kurse wieder steigen und vielleicht sogar ein neues Hoch ausbilden. Erstes Ziel für dieses Szenario wäre dann die Marke bei 1.486 Punkten. Gelingt also der nachhaltige Sprung über das letzte Hoch bei ca 1.475 Punkten, wäre dies als sehr bullishes Signal zu werten. Dann halte ich auch das Erreichen der im letzten Newsletter genannten 1.525 Punkte im S&P 500 für sehr wahrscheinlich.

S&P Chart Analyse 130113
Natürlich soll auch das negative Szenario nicht ausser Acht gelassen werden - wie immer! Fällt die aktuelle Konsolidierung doch stärker aus als erwartet, (orange Linie) und scheitert der Index dann im Anschluss an der hier genannten 1.450 Punkte Marke, so droht ein weiterer Rücksetzer, der sogar dazu führen könnte, dass sich hier nun eine erneute Topbildung in Form einer Schulter-Kopf-Schulter Formation abzeichnet. Diesem Szenario würde ich allerdings unter den gegebenen Umständen eine Wahrscheinlichkeit von unter 30 Prozent einräumen! Denn, in der kommenden Woche werden nahezu alle namhaften US Finanzwerte Ihre Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentieren.

Bank of America, JP Morgan, Goldman Sachs, Citigroup, Capital One und Morgan Stanley dürften auf ein sehr erfolgreiches Quartal zurückblicken und die gute Stimmung im Finanzsektor weiter auf hohem Niveau halten. In der letzten Woche hat bereits Wells Fargo mit dem besten Unternehmensergebnis seit dem Bestehen des Unternehmens einen leichten Vorgeschmack darauf gegeben welche Größenordnung an Unternehmensgewinnen uns in der US Finanzindustrie bevor stehen könnten. Die Börsen sind im letzten Quartal hervorragend gelaufen und die Gewinne bei den Banken werden dies wohl auch widerspiegeln. Von dieser Seite sollte der Markt also eigentlich kräftige Unterstützung erfahren. Ebenso wie die für die nächste Woche geplanten Liquiditätsspritzen der FED! An jedem Tag der neuen Woche pumpt die Federeal Reserve Bank in Form der sogenannten POMO Aktionen frisches Geld in dem Markt!

Lediglich saisonal betrachtet befinden wir uns auch in der nun kommenden Woche eher in einem schwächeren Umfeld. In den letzten Jahrzehnten hat die nun anlaufende Woche, in der wir neben vielen Unternehmensdaten auch noch den Verfallstag am Freitag erleben werden, in den überwiegenden Fällen schwächere Ergebnisse produziert. Allerdings sollte man weiterhin davon ausgehen dass sich damit die Konsolidierungsbewegung lediglich noch etwas weiter fortsetzen wird, bevor die Indizes dann wieder Fahrt aufnehmen. Einzelne Sektoren, wie oben beschrieben, werden aller Voraussicht nach dabei sogar deutlich gegen den allgemeinen Trend positiv tendieren. Die Commerzbank würde ich allerdings nach den jüngsten Gerüchten um eine weitere Kapitalerhöhung erst einmal ausklammern.

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2013 – Neues Spiel neues Glück, oder…nach der Krise ist vor der Krise!

Zunächst einmal wünsche ich allen Investors Inside Lesern ein glückliches und zufriedenes Neues Jahr! Ich hoffe Sie konnten die Feiertage genießen und haben sich ein wenig erholt, bevor es nun in ein weiteres, spannendes und vielleicht sehr entscheidendes Börsenjahr geht. Das erfolgreiche aber auch sehr anspruchsvolle Handelsjahr 2012 liegt nun endgültig hinter uns. Und ich kann sagen ich bin durchaus zufrieden mit dem erreichten Ergebnis, zumal die politischen Verwerfungen in 2012 doch teilweise einen Höhepunkt ungeahnten Ausmaßes erreicht hatten… Dennoch wäre es aus meiner Sicht fatal sich nun auf diesen Lorbeeren auszuruhen und davon auszugehen dass wir den schlimmsten Teil der Krise wirklich schon hinter uns haben. Es kann keinesfalls von einer echten Entspannung der allgemeinen Lage in Europa, oder auch den USA, gesprochen werden. Auch die jüngsten Ereignisse in den USA haben einmal mehr gezeigt wie fragil diese (Finanz)-Welt geworden ist.

Der heute erneut sehr freundlichen Börseneröffnung sollten Anleger somit grundsätzlich mit einer gesunden Skepsis begebenen. Zwar ist es durchaus zu begrüßen das kurzfristig ein Kompromiss im Haushaltsstreit gefunden wurde, das einer Weltmacht unwürdige Gerangel um die Macht im Staate hinterlässt aber einen faden Beigeschmack – und das nicht nur beim amerikanischen Volk. Die vorübergehende Lösung, die faktisch erst nach dem Sturz der USA von der Fiskalklippe gefunden werden konnte, greift zu kurz und wird uns schon bald wieder eingeholt haben. Eine entsprechende “Sell the News” Reaktion der Märkte in den kommenden Handelstagen, ist daher grundsätzlich einzuplanen. Das soll nicht heißen das diese auch zwingend kommen muss, bevor der DAX beispielsweise die 8.000 Punkte Marke noch von unten getestet hat, aber die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Korrektur an den Märkten hat sich nun aus meiner Sicht nun wieder deutlich erhöht.

Zudem stehen wir nun unmittelbar vor der wohl spannendsten Quartals Berichtssaison der letzten Jahre. Am kommenden Dienstag, den 08. Januar 2013, wird Alcoa traditionell die Berichtssaison zum vierten Quartal des letzten Jahres – und damit für viele Konzerne auch das letzte des Geschäftsjahres – einleiten. Bereits die Ergebnisse des dritten Quartals haben in einigen Sektoren gezeigt, dass wir eine weitaus weniger stabile Situation vorliegen haben als allgemein angenommen. Andere Bereiche konnten hingegen sogar positiv überraschen. Genau diese Gewinner des Jahres gilt es auch in dem nun beginnenden Jahr wieder ausfindig zu machen und die Verlierer möglichst nicht im Depot zu haben. Ebenso wichtig wird es sein den richtigen Zeitpunkt für den Verkauf der Positionen zu ermitteln, die sich in unseren Depots bereits kräftig im Gewinn befinden. Wie gewohnt werde ich Ihnen dabei auch im kommenden Jahr behilflich sein.

Ich persönlich erwarte somit ein weiteres spannendes Jahr, in dem sich erst noch entscheiden muss, ob es der Eurozone gelingen kann die aktuelle Krise wirklich nachhaltig zu bewältigen. Spanien bleibt ein Wackelkandidat aus Frankreich droht Ungemach und der dauerhafte Verbleib Griechenlands in der Eurozone ist – aus meiner persönlichen Sicht – keinesfalls sicher. All diese Faktoren haben nach wie vor das Zeug dazu die Märkte nachhaltig zu erschüttern, auch wenn die Märkte parallel dazu immer weiter mit Liquidität geflutet werden. Bundeskanzlerin Merkel hat die Nation in ihrer Neujahresansprache schon mal vorsorglich auf härtere Zeiten eingeschworen – und das wohl nicht ohne Grund!

Auch im Jahr 2013 bleiben somit Stockpicking und das richtige Timing die beiden wesentlichen Erfolgsfaktoren für einen erfolgreichen Abschluss eines neuen Börsenjahres in 12 Monaten. Ich wünsche Ihnen zunächst einmal einen guten Start heute und ein glückliches Händchen bei der Auswahl Ihrer Favoriten für das Jahr 2013. Einige meiner persönlichen Lieblinge werde ich Ihnen wie gewohnt in den kommenden Wochen hier auf Investors Inside vorstellen.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

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DAX- Kursziel 7.400 erreicht – Jetzt kommt die Jahresendrally, wenn…!

Der DAX ist nun “planmäßig” in Richtung der 7.400 Punkte Marke marschiert. Ich erinnere an dieser Stelle auch noch einmal gerne an den Artikel vom…, den Sie > hier < nachlesen können. Auslöser für diese Bewegung waren die neuesten Daten aus China. Hinzu kam noch die Hoffnung auf eine baldige Lösung der amerikanischen “Fiscal Cliff” und natürlich der Beantwortung der Frage wie es denn nun dauerhaft mit Griechenland in der Eurozone weiter gehen wird. Allerdings gebe ich mich im Punkt Griechenland keinen große Illusionen mehr hin. Das Ende dieser traurigen europäischen Episode bleibt offen, eine echte Lösung scheint nicht in Sicht. Zumindest hatten die Verantwortlichen nun mal einen kleinen kreativen Schub in Sachen Anleihen-Rückkauf…!

Wie auch immer, die aktuelle Situation ist und bleibt hauptsächlich geprägt durch die politischen Probleme in den USA und nicht denen in Europa – zumindest für den Moment! Im Streit um den künftigen US Haushalt wird inzwischen jeder noch so kleine Hinweis auf eine Lösung auf die Goldwaage gelegt. So auch gestern, als sowohl Obama als auch sein Kontrahent John Boehner Zuversicht versprühten dass man bis Weihnachten eine Lösung gefunden haben will. Prompt drehten die zuvor schwächelnden Märkte steil nach oben  und sorgten somit heute für ein entsprechend freundliches Börsenumfeld, dass auch den DAX wieder an die obere Begrenzung des Trendkanals geführt hat.

Nun kommt also wohl der eigentlich spannende Teil auf uns zu. Die Frage, die es in den kommenden Tagen nun zu beantworten gilt, ist ob wir eine Jahresendrally bekommen werden. Hierzu muss der Dax die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs nun beenden. Um dieses Ziel zu erreichen ist also unbedingt ein weiterer Anstieg über die Marke des letzten Hochs bei 7.438 Punkte notwendig. Die nächste wichtige Marke liegt bereits knapp darüber bei 7.447 Punkten. Erst wenn diese beiden Hürden genommen wurden kann man wohl von einer Entspannung der Lage ausgehen. Dann besteht eine gute Möglichkeit dass der seit Anfang Juni bestehende Aufwärtstrend im DAX wieder aufgenommen wird. die nächsten Kursziele liegen dann aus charttechnischer Sicht bei 7.478, 7.528 und  7.600 Punkten. Gelingt es hingegen nicht die obere Begrenzung des aktuellen Seitwärtstrends zu überwinden droht ein erneuter Rückfall in Richtung der unteren Begrenzung bei ca. 6.930 Punkten.

Beantwortet wird diese Frage, ob wir eine Jahresendrally sehen werden oder nicht, aber in den USA. Hierzu kann ein Blick auf den Chart helfen, allerdings sei hier noch erwähnt dass sich dieses Bild in einem nachrichtengetriebenen Markt wie diesem auch jederzeit wieder gravierend ändern kann:

Ein ähnliches, wenn auch nicht ganz so dynamisches Bild sehen wir im S&P 500. Mit der heute zu erwartenden Kursbewegung wäre der kurzfristige Abwärtstrend erneut verlassen worden. Erst ein weiterer Anstieg des Index über die Marke von 1.435 Punkte eröffnet letztlich wieder neuen Spielraum nach oben. Auch hier gilt, scheitert der Index an dieser wichtigen Marke, besteht das Risiko eines erneuten Abtauchens in tiefere Regionen. Wie wichtig die aktuelle Phase für die Märkte ist verdeutlicht das langfristige Bild des S&P 500…

Deutlich ist der seit Oktober 2011 bestehende Aufwärtstrend zu erkennen, der nun mit dem Überwinden der Marke von 1.412 Punkten wieder zurückerobert werden kann. Vorbörslich deuten die Indikatoren auf eine Börseneröffnung in den USA über dieser wichtigen Marke hin. Das wäre ein starkes Signal für die Märkte auf eine mögliche Trendwende. Ein Anstieg bis auf 1.435 Punkte wäre damit sehr wahrscheinlich, bevor dann dort die eigentliche Entscheidung fällt. Heute ist also mal wieder ein ganz entscheidender Tag für die weitere Entwicklung der Indizes! Achten Sie auf die genannten Marken!

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Cyber Monday – Apple, Nokia und Research in Motion weiterhin im Fokus

Bedingt durch die Handelspause der US Indizes am Donnerstag und den sogenannten Black Friday am Freitag, war das Börsengeschehen zuletzt nur bedingt aussagekräftig. Heute ist somit wieder der erste richtige Handelstag, der umso spannender sein dürfte. Grundsätzlich gehe ich davon aus das die positive Tendenz an den Aktienmärkten uns auch in dieser Woche erhalten bleibt, wenn nicht wieder irgendwelche politischen Störfeuer dazwischen kommen. Weiterhin beherrschen sowohl die Diskussion in den USA über die Fiskalklippe als auch die Beratungen in Europa über den nächsten Schuldenschnitt für Griechenland die Medien. In beiden Fällen rechen ich nicht mit einer kurzfristigen Lösung. Die politische Zitterpartie dürfte somit mindestens noch bis Mitte Dezember anhalten. Auf der positiven Seite haben wir in dieser Woche jeden Tag eine sogenannte POMO Buy Aktion der US Notenbank FED, die den Markt gut unterstützen sollte.

Wie (fast) immer werden wird die Woche aber erst einmal etwas schwächer beginnen, um die Nachrichten vom Wochenende zu verarbeiten, bevor sich dann die wahre Richtung zeigt. Am heutigen Cyber Monday sind zudem alle Augen auf den US Einzelhandel gerichtet. Die Verkaufszahlen am Black Friday fielen nicht so stark aus wie es die Fachleute erwartet hatten. Mit 11,2 Milliarden Dollar waren die Ausgaben der shoppingwilligen Amerikaner um 1,8 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Allerdings wurde dieser Minderumsatz durch das Online Geschäft locker kompensiert. Insgesamt konnten die Online Verkäufe um 26 Prozent auf über eine Milliarde Euro gesteigert werden. Im Fokus der Anleger und der amerikanischen Konsumenten stehen dabei in dieser Holiday Saison die Hersteller von Unterhaltungselektronik, Smartphones , Tablets und Co. Wie jüngste Umfragen gezeigt haben wünschen sich die meisten Kinder und auch Erwachsenen in den USA Produkte aus diesem Bereich zum Weihnachtsfest. Ganz oben auf der Wunschliste der Amerikaner stehen Apples iPad, iPod Touch, iPad mini und auch das iPhone. Aber auch andere Anbieter können bei den Käufern mit überzeugenden Produkten punkten…!

So wurde am Freitag bekannt dass beispielsweise Nokia mit seinem neuen Lumia 920 einen echten Verkaufsschlager gelandet hat. Nach bisher noch unbestätigten Meldungen sollen seit der Markteinführung Anfang November bereits 2,5 Millionen Einheiten dieses Gerätes bestellt worden sein. Im Vorquartal wurden von allen Nokia Geräten gerade einmal 2,9 Millionen Einheiten bestellt. Die Nokia Aktie reagierte auf diese Meldungen entsprechend positiv. Dennoch stößt die Aktie nun an erste ernst zu nehmende Hürden, die es noch zu überwinden gilt (siehe Chart oben), bevor man von einem nachhaltigen Turnarround bei der Aktie sprechen kann. Ob dies im ersten Anlauf gelingen kann bleibt aus meiner Sicht zunächst fraglich, denn auch im späten US Handel ist die Aktie an der hier deutlich sichtbaren Hürde gescheitert. Bricht die Nokia Aktie aber letztlich über 2,80 Euro aus, dann wäre ein weiterer Anstieg bis auf 3,10 und später 4,17 Euro theoretisch denkbar.

In Vorfreude auf eine ähnliche Entwicklung beim Blackberry Hersteller Research in Motion, sobald der neue Blackberry 10 ab Februar an den Markt kommt, stieg die Aktie der Kanadier sogar noch deutlicher und beendete den Handel am Freitag mit einem deutliche Plus von 14 Prozent, bei 11,70 Dollar. Damit liegen wir mit unserem Depotwert RIMM nun schon fast 75 Prozent vorne…Die Apple Aktie sprang im späten Handel ebenfalls wieder an, verbuchte aber zunächst nu einen kleinen Gewinn. Das könnte sich allerdings in der kommenden Woche ändern! Denn, wie oben schon angedeutet stehen die Produkte des Marktführers weiterhin ganz oben auf der Wunschliste, was sich auch in den Verkaufszahlen widerspiegeln wird. Lesen Sie dazu mehr > hier < ! Jüngsten Schätzungen zufolge ist das kleine iPad wahrscheinlich der Renner bei den Kids und wäre damit ein weiters Produkt aus dem Hause Apple dass die gewohnt hohen Wachstumsraten des Konzerns auch in Zukunft sichert.

Ich hatte Sie ja darauf hingewiesen dass insbesondere die Apple Aktie für den Kursrutsch in den letzten Wochen verantwortlich gewesen sein dürfte. Nun sehe ich eine sehr gute Chance dafür, dass sich diese Situation genau umkehren wird. Gelingt nun ein weiterer Anstieg der Aktie über die Hürde und das noch offene Gap bei 580,- Dollar dürften Anschlusskäufe und Shorteindeckungen folgen. Dies wird dann auch die US Indizes unterstützen, bzw. weiter steigen lassen. Die Ausgangslage für die kommende Woche ist also gar nicht mal so schlecht. Entscheidend wird sein wie die Verlaufszahlen im Einzelhandel am Wochenende ausgefallen sind, und ob es gelingen kann den S&P 500 wieder über die wichtige Marke von 1.435 Punkten zu buxieren. Denn dann würde sich das Bild wieder deutlich aufhellen und eine kräftige Jahresendrally wäre wieder im Bereich des Möglichen. Zum Vergrößern des Chart mit allen relevanten Marken bitte klicken.

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DAX immer noch stark – K+S, VW, E.ON Leoni, Wacker Chemie und Rheinmetall im Fokus

Die kommende Woche dürfte mal wieder eine der spannendsten des Jahres zu werden. Ich bleibe verhalten optimistisch das wir eine kurzzeitige Wende zum Besseren sehen könnten, und bin entsprechend positioniert. Einige Setups, über die ich teilweise auch hier berichtet habe, finde ich bereits jetzt unter mittelfristigen Gesichtspunkten hochspannend. Hier ein kurzes Trading Update zu den wichtigsten Werten: Kali und SalzLeoni und Rheinmetall sollten langsam einen Boden gefunden haben, ebenso wie die Aktie des Spezialchemie Unternehmens Wacker Chemie. Auch wenn es hier zuletzt doch noch einmal unter die Marke von 42,- Euro ging ändert dies nichts an meiner grundsätzlichen Haltung zu dem Unternehmen und den langfristigen Perspektiven. Die Autobauer VW und Porsche haben sich in den letzten Tagen hervorragend geschlagen. Weitere Rekorde konnten verkündet werden. Ich gehe nicht davon aus, das in diesem Jahr hier noch etwas “anbrennt”. Die Jahreszahlen werden erneut spitze, was sich auch im Aktienkurs wiederspiegeln wird.

Die Aktien von HeidelbergCement sind in der letzten Woche noch einmal kräftig unter die Räder gekommen. ThyssenKrupp wird die Berichtssaison in der nun kommenden Woche traditionell abschließen und wahrscheinlich noch einmal Druck auf den Stahlsektor ausüben, denn ich rechne hier noch mit weiteren Belastungen aus den katastrophalen Führungsfehlern der Vergangenheit. Die Aktien bleiben auf der Watchlist, der Zeitpunkt für einen Einstieg ist aber aus meiner Sicht noch nicht gekommen. Ich hoffe Sie konnten auch von meiner rechtzeitigen Warnung vor den E.ON und RWE Zahlen profitieren, ebenso wie meiner eher skeptischen Haltung bei der Salzgitter Aktie. Insbesondere die schlechte Performance der beiden Energieversorger hat natürlich in der letzten Woche, aufgrund ihrer hohen Gewichtung, auch deutliche Spuren im Dax hinterlassen! Ich halte diese heftige Reaktion bei der E.ON Aktie inzwischen ehrlich gesagt aber für deutlich übertrieben….

 

 

Der DAX zeigte sich in den letzten Wochen vergleichsweise Robust gegenüber seinem amerikanischen Kollegen, dem S&P 500. Wenn sie diesen Chart mit dem > hier < vergleichen werden Sie feststellen dass es im Moment einen grundsätzlichen Unterschied zwischen den beiden Märkten gibt. Dennoch wird sich auch der DAX einem weiteren Negativtrend bei den US Indizes nicht dauerhaft entziehen können. Einen ersten Vorgeschmack darauf was passieren könnten haben wir bereits gegen Ende der letzten Handelswoche erhalten. Der DAX hat die seit Mitte September abwärts gerichtete Trading Range nach unten verlassen! Ein weiterer Rücksetzer beim Dax wäre nun sehr gefährlich. Die wesentliche Unterstützung für den DAX verläuft aktuell bei 6.880 Punkten. Diese sollte auf keinen Fall deutlich unterschritten werden!

Gelingt hingegen ein Sprung zurück in die aktuelle Trading Range, hellt sich das Bild wieder deutlich auf. Dazu ist zunächst lediglich ein kleiner Bounce über 7.020 Punkte notwendig. Für den Montag rechne ich mit einer solchen Bewegung. Die Marke von 6.965 Punkten, die ich Ihnen in unserem letzten Newsletter als Ziel der Abwärtsbewegung genannt habe, wäre damit abgearbeitet worden. Eine Gegenbewegung könnte nun starten. Auch wenn ich davon ausgehe, dass der DAX zunächst etwas um die 7.000er Marke “rumeiern” wird, bevor diese Entscheidung endgültig fällt….Natürlich dann am Nachmittag in den USA. Noch bin ich zuversichtlich dass wir einen starken Jahresausklang bei DAX sehen können! Gelingt die Wende in dieser Woche dann sind Kurse von knapp 7.400 Punkten im Dax bis zum Jahreswechsel wieder möglich, mehr wohl aber nicht !

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