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SGL Carbon – Kursziel 8,10 Euro?

Die Aktie des Graphit- und Carbonfaser-Spezialisten SGL Carbon gab bereits am Freitag erneut kräftig nach, nachdem das Unternehmen nicht nur schwache Zahlen präsentiert hatte, sondern auch die Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr zuletzt deutlich gesenkt wurde. Zum Jahresbeginn sind die Wiesbadener nun kräftig in die roten Zahlen gerutscht, was vom Markt teilweise sogar befürchtet wurde, in der Deutlichkeit aber dann doch etwas überraschte.

Grund für den deutlichen Rückgang beim Umsatz und Gewinn sei laut Unternehmensangaben die weiterhin sehr dürftige Nachfrage nach Carbonprodukten aus der Windenergiebranche, ebenso wie das Debakel um den Großraumflieger “Dreamliner” von Boeing. Aber auch im Stahlgeschäft dürfte es im Moment wohl alles andere als rund laufen. Der Konzern stellt unter anderem auch Grafitelektroden für Stahlhochöfen und Kathoden für die Aluminiumschmelze her. Die Stahl- und Aluminiumnachfrage ist weltweit aber eher rückläufig, ebenso wie die Preise für Stahlprodukte, was sich zusätzlich nicht unbedingt positiv auf dieses Geschäftszweig von SGL Carbon auswirken dürfte.

Vorstandschef Robert Koehler setzt nun im zweiten Halbjahr verstärkt darauf dass das Auftragsvolumen des US-Flugzeugherstellers Boeing deutlich zunehmen wird, nachdem die technischen Schwierigkeiten beim Dreamliner behoben wurden. Ob das tatsächlich der Fall sein wird kann aber keinesfalls als sicher angesehen werden. Ebenso wird wohl die Schwäche der Windenergie-Branche auch in der zweiten Jahreshälfte weiter anhalten und auch die Erholung im Stahlsektor lässt weiterhin auf sich warten.

Die Analysten verschiedener Bankhäuser haben nun ihre Kursziele für die SGL Carbon Aktie noch einmal überarbeitet und sehen den Kurs der Aktie in nächster Zeit teilweise deutlich tiefer. Die brutalste Abstufung hat aber wohl JP Morgan nun vorgenommen – die Analysten des US Investmenthauses sehen den Kurs nun in Richtung 8,10 Euro fallen!

Auch wenn ich schon lange der Meinung bin das die SGL Aktie deutlich zu hoch an der Börse bewertet wird, und dies ja auch mehrfach hier geschrieben habe, halte ich diese Einschätzung nun doch für etwas zu pessimistisch…Alleine die strategische Beteiligung der bekannten Großinvestoren sollte einen solchen Kursrutsch wohl schon verhindern können, da ich davon ausgehen würde, dass VW, BMW ebenso wie Susanne Klatten dann ihren Anteil auf dem deutlich ermäßigten Niveau weiter aufstocken werden. Dennoch sieht der Chart inzwischen übel aus, und ein weiteres Abrutschen der Aktie unter die wichtige Unterstützung bei 25,- Euro hätte wohl einen direkten Absturz in Richtung der 20,- Euro Marke zur Folge.

SGL Carbon bleibt unter langfristigen Gesichtspunkten ein hochinteressantes Unternehmen. Mit der Zahlenvorlage zum ersten Quartal dürfte allerdings klar geworden sein dass auch hier die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Die Bewertung de Unternehmens ist auch auf diesem reduzierten Niveau aus meiner Sicht immer noch viel zu ambitioniert, zumal spätestens seit Freitag klar sein dürfte dass die Vorschusslorbeeren nicht gerechtfertigt waren. Die SGL Carbon Aktie bleibt weiterhin auf meiner Watchlist – mehr aber auch nicht!

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Alcoa beruhigt Monsanto beflügelt K+S, Apollo patzt erneut und Metro dreht..!

Die Berichtssaison ist eröffnet! Während ich die Zahlen von Alcoa eher als gemischt empfinden würde sieht der Markt dies offenbar etwas optimistischer. Das Positive zuerst: Der Aluminium Konzern ist wieder zurück in den schwarzen Zahlen. Firmenlenker Klaus Kleinfeld erwartet für das nun laufende Geschäftsjahr eine weitere Belebung der Nachfrage nach Aluminium  um knapp sieben Prozent, was einer leichten Steigerung des Wertes von sechs Prozent aus dem letzten Jahr entspricht. Dennoch blieben die Preise für Aluminium und Aluminium-Produkte weiterhin unter Druck. Dies hatte insgesamt einen Umsatzrückgang bei Alcoa zufolge. Lediglich das vierte Quartal konnte mit einem Gewinn von 241 Millionen Dollar positiv abgeschlossen werden.  Zum diesem Gewinn trug auch der Verkauf eines Wasserkraftwerks bei, der allein 161 Millionen Dollar in die Bilanz spülte. Operativ betrachtet verbleibt also nur ein kleiner Gewinn von 80 Millionen Dollar, der nicht zuletzt durch das laufende Sparprogramm bei dem Konzern ermöglicht wurde. Der Umsatz ging um zwei Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar zurück.

Ebenfalls über die Zahlen des letzten Quartals berichtete gestern der Agrarkonzern Monsanto. Der weltgrößte Saatguthersteller hat mit seinen Zahlen die Markterwartungen deutlich geschlagen. Der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal um satte 20 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn verdreifachte sich in dem Zeitraum auf 339 Millionen Dollar. Etwas profitieren konnte von dieser Entwicklung auch die K+S Aktie, die gestern entgegen des allgemein schwächeren Marktes endlich mal wieder etwas Stärke gezeigt hat. Auch aus charttechnischer Sicht befindet sich der Titel nun erneut in einer sehr interessanten Ausgangslage. Allerdings bleibt der Druck der Verkäufer weiterhin hoch. Leichte Entwarnung kann hier erst wieder bei Kursen oberhalb von 34,50 Euro gegeben werden.

Für Aktionäre der Apollo Group war gestern mal wieder kein guter Tag. Auch mit den jüngsten Quartalszahlen wird klar dass sich die gesamte Ausbildungs Branche in den USA weiterhin im Wandel befindet. Dies ließ sich auch in den Zahlen zum abgelaufenen Quartal nicht verbergen. Das Unternehmen reduzierte einmal mehr seinen Ausblick und nahm die Umsatzprognose nun nach zuvor 525 bis 575 Millionen Dollar auf 500 bis 550 Millionen Dollar zurück. Die Aktie gibt nachbörslich deutlich nach und nähert sich damit einem neuen Jahrestief. Ebenso wie der Mitbewerber ITT Education Service stellen aber beide Aktien aus meiner persönlichen Sicht und zu gegebener Zeit eine interessante Rebound Spekulation dar. Beide Werte verbleiben auf meiner Watchlist.

Metro Chart Ausbruch

Die Aktie des Tages war gestern aber aus meiner Sicht ganz klar die des Metro Konzerns. Die Aktie ist nun aus dem seit Anfang Oktober bestehenden Abwärtstrend ausgebrochen und konnte gestern das letzte signifikante Hoch bei 23,08 Euro überwinden. Damit dürfte die Bodenbildung bei der Aktie nun höchstwahrscheinlich abgeschlossen sein, weitere Kursgewinne bis in den Bereich um die 24,- Euro sind kurzfristig möglich. Kann auch diese Marke dann überwunden werden, winken deutlich höhere Kurse. Ein erneuter Rücksetzer auf Tagesschlussbasis unter 23,- Euro wäre hingegen negativ zu werten und würde eine Fortführung der monatelangen Seitwärtsbewegung erwarten lassen. So oder so – die Entscheidung über den weiteren Weg der Metro Aktie steht in den kommenden Tagen an.

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HP, Dell, Sony, Apple, Nokia, Samsung, Research in Motion – Die Welt hat sich verändert

Eine erneute Schockwelle hat gestern die Walls Street erreicht…Computerriese Hewlett Packard (HP) teilte gestern mit, dass riesige Abschreibungen fällig werden, da man in den Bilanzen der Konzerntochter Autonomy Unregelmäßigkeiten gefunden habe. Somit muss nun wohl ein nennenswerter Teil (8,8 Milliarden Dollar) des damaligen Kaufpreises für Autonomy abgeschrieben werden. Unterm Strich machte der Computer-Konzern dadurch einen Verlust von 6,9 Milliarden Dollar. HP hatte das britische Softwarehaus erst im Jahr 2011 für 10 Milliarden Dollar erworben, die Bilanzen wurden aber von den Vorbesitzern mutmaßlich kräftig manipuliert. Die HP Aktie sackte nach dieser Meldung noch einmal kräftig um knappe 12 Prozent ab und notiert aktuell nur noch bei 11,71 Dollar, nachdem Anleger noch am Jahresanfang bereit gewesen sind 25,- Dollar oder mehr für einen Anteilsschein zu bezahlen. Im Jahr 2011 vor dem Autonomy-Kauf waren es gar noch um die 45,- Dollar. Damit ist HP aber keinesfalls alleine auf der großen High-Tech Verlierer Liste…!

 Sieht man sich beispielsweise den Dell Chart des letzten Jahres an, bekommt man feuchte Augen, ebenso wie bei Sony oder anderen Branchenvertretern der Computerindustrie. Die Welt hat sich verändert !! Wer nun glaubt das dies eine zwischenzeitliche Erscheinung ist, die der Markt schon bald wieder korrigieren wird, der könnte irren. Denn egal ob Nokia, Sony, HP oder RIMM alle haben das gleiche Problem. Das Smartphone und die Tablets haben das Nutzerverhalten der Menschen verändert, die genannten Firmen allesamt diesen Trend verschlafen. Menschen wollen mobil sein, sich ihr Büro  in die Jackentasche stecken, und von jedem Ort aus arbeiten können. Sonys Playstation wird das reichhaltige Spieleangebot für Smartphones nun ebenso durch die kleinen Helfer ersetzt wie der Desktop Computer oder das gemeine Handy mit dem man eben “nur” telefonieren kann. Einige der zuvor genannten Unternehmen versuchen zwar nun das Versäumte wieder gut zu machen und entsprechende Geräte auf den Markt zu bringen, ob diese Bemühungen aber von Erfolg gekrönt sein werden muss noch abgewartet werden.

Von Nokia gibt es in den letzten Tagen immer wieder hoffnungsvolle Meldungen über die Verkaufszahlen der neuen Lumia Handy Generation. Angeblich ist das Gerät in vielen Shops bereits ausverkauft und ein echter Kassenschlager. Das kommende Weihnachtsgeschäft dürfte somit für das finnische Unternehmen wohl das bedeutendste der Firmengeschichte werden…Denn, gelingt es nicht das neue Flaggschiff, Lumia 920 in ausreichender Zahl an den Mann/die Frau zu bringen ist der Versuch im Smartphone Markt wieder Fuß zu fassen wohl endgültig gescheitert. In einer sehr ähnlichen Situation befindet sich RIMM. Research in Motion setzte mit dem Blackberry 10 voll und ganz auf Altbewährtes in neuer Form. Das Smartphone für Geschäftsleute. Und auch hier mehren sich die Zeichen dass die eingeschlagene Richtung nun wieder passen könnte.

 

Auch die Aktienkurse beider Unternehmen deuten wieder auf bessere Zeiten hin. Sowohl die Nokia Aktie als auch die von Research in Motion sind aus dieser Perspektive wieder hochspannend. Beiden Unternehmen traue ich grundsätzlich eine Wende zum Besseren zu, während ich die Entwicklung bei HP, Dell und Konsorten auch in den kommenden Quartalen eher skeptisch, aber nicht hoffnungslos beobachte. Um sich den veränderten Marktbedingungen anzupassen wird zum Beispiel bei Dell das Servicegeschäft für Firmenkunden und leistungsstarken Rechen- und Speichersystemen ausgebaut. Im jüngsten Quartalsbericht bildete dieser Bereich einen der wenigen Lichtblicke. Ebenso wie HP wird sich Dell somit wohl künftig eher auf das Cloud Computing konzentrieren. Denn auch hier ist eine echter neuer Wachstumsmarkt entstanden. Zum richtigen Zeitpunkt kann sich somit auch eine Investition in Dell und HP Aktien wieder lohnen.

Die großen Gewinner der Entwicklung weg von klassischen Computern und hin zu mobilen Endgeräten sind aber im Moment marktbeherrschende Unternehmen wie Apple und Samsung. Trendsetter Apple sitzt inzwischen auf einem hohen Cash Polster und besitzt einen enormen Marktanteil. Aber auch Konkurrent Samsung holt mit seiner Galaxy Reihe weiter auf. Noch ist der Markt sicherlich groß genug um ihn überwiegend unter zwei starken Unternehmen und ein paar “kleineren” aufzuteilen. Sollte es einem der beiden Anwärter, Nokia oder RIMM, gelingen einen echten Treffer zu landen werden die Karten vielleicht in ein paar Jahren wieder komplett neu gemischt.

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DAX immer noch stark – K+S, VW, E.ON Leoni, Wacker Chemie und Rheinmetall im Fokus

Die kommende Woche dürfte mal wieder eine der spannendsten des Jahres zu werden. Ich bleibe verhalten optimistisch das wir eine kurzzeitige Wende zum Besseren sehen könnten, und bin entsprechend positioniert. Einige Setups, über die ich teilweise auch hier berichtet habe, finde ich bereits jetzt unter mittelfristigen Gesichtspunkten hochspannend. Hier ein kurzes Trading Update zu den wichtigsten Werten: Kali und SalzLeoni und Rheinmetall sollten langsam einen Boden gefunden haben, ebenso wie die Aktie des Spezialchemie Unternehmens Wacker Chemie. Auch wenn es hier zuletzt doch noch einmal unter die Marke von 42,- Euro ging ändert dies nichts an meiner grundsätzlichen Haltung zu dem Unternehmen und den langfristigen Perspektiven. Die Autobauer VW und Porsche haben sich in den letzten Tagen hervorragend geschlagen. Weitere Rekorde konnten verkündet werden. Ich gehe nicht davon aus, das in diesem Jahr hier noch etwas “anbrennt”. Die Jahreszahlen werden erneut spitze, was sich auch im Aktienkurs wiederspiegeln wird.

Die Aktien von HeidelbergCement sind in der letzten Woche noch einmal kräftig unter die Räder gekommen. ThyssenKrupp wird die Berichtssaison in der nun kommenden Woche traditionell abschließen und wahrscheinlich noch einmal Druck auf den Stahlsektor ausüben, denn ich rechne hier noch mit weiteren Belastungen aus den katastrophalen Führungsfehlern der Vergangenheit. Die Aktien bleiben auf der Watchlist, der Zeitpunkt für einen Einstieg ist aber aus meiner Sicht noch nicht gekommen. Ich hoffe Sie konnten auch von meiner rechtzeitigen Warnung vor den E.ON und RWE Zahlen profitieren, ebenso wie meiner eher skeptischen Haltung bei der Salzgitter Aktie. Insbesondere die schlechte Performance der beiden Energieversorger hat natürlich in der letzten Woche, aufgrund ihrer hohen Gewichtung, auch deutliche Spuren im Dax hinterlassen! Ich halte diese heftige Reaktion bei der E.ON Aktie inzwischen ehrlich gesagt aber für deutlich übertrieben….

 

 

Der DAX zeigte sich in den letzten Wochen vergleichsweise Robust gegenüber seinem amerikanischen Kollegen, dem S&P 500. Wenn sie diesen Chart mit dem > hier < vergleichen werden Sie feststellen dass es im Moment einen grundsätzlichen Unterschied zwischen den beiden Märkten gibt. Dennoch wird sich auch der DAX einem weiteren Negativtrend bei den US Indizes nicht dauerhaft entziehen können. Einen ersten Vorgeschmack darauf was passieren könnten haben wir bereits gegen Ende der letzten Handelswoche erhalten. Der DAX hat die seit Mitte September abwärts gerichtete Trading Range nach unten verlassen! Ein weiterer Rücksetzer beim Dax wäre nun sehr gefährlich. Die wesentliche Unterstützung für den DAX verläuft aktuell bei 6.880 Punkten. Diese sollte auf keinen Fall deutlich unterschritten werden!

Gelingt hingegen ein Sprung zurück in die aktuelle Trading Range, hellt sich das Bild wieder deutlich auf. Dazu ist zunächst lediglich ein kleiner Bounce über 7.020 Punkte notwendig. Für den Montag rechne ich mit einer solchen Bewegung. Die Marke von 6.965 Punkten, die ich Ihnen in unserem letzten Newsletter als Ziel der Abwärtsbewegung genannt habe, wäre damit abgearbeitet worden. Eine Gegenbewegung könnte nun starten. Auch wenn ich davon ausgehe, dass der DAX zunächst etwas um die 7.000er Marke “rumeiern” wird, bevor diese Entscheidung endgültig fällt….Natürlich dann am Nachmittag in den USA. Noch bin ich zuversichtlich dass wir einen starken Jahresausklang bei DAX sehen können! Gelingt die Wende in dieser Woche dann sind Kurse von knapp 7.400 Punkten im Dax bis zum Jahreswechsel wieder möglich, mehr wohl aber nicht !

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Metro – düsterer Ausblick als Vorgeschmack auf die Quartalszahlen?

Metro Chef Olaf Koch hat in seinem jüngsten Interview in der “Bild am Sonntag” nicht gerade ein glückliches Händchen bewiesen. Nach seiner momentanen Einschätzung drückt die Euro Krise weiterhin deutlich auf die Kauflaune der Verbraucher, was deutliche Auswirkungen auf das Geschäft von Metro haben sollte. Ob diese Worte schon mal eine Vorbereitung auf die kommenden Quartalszahlen sein sollen? Viel Gutes hatten die Anleger wohl offenbar sowieso nicht mehr erwartet wenn man sich den Jahreschart der Metro Aktie ansieht. Zwar konnte sich der Titel zuletzt etwas erholen, die Grundtendenz bleibt aber weiterhin negativ. Ich hatte mich ja in den vergangenen Monaten bereits mehrfach zu meinen persönlichen Erwartungen für die Entwicklung des Aktienkurses geäussert. Kurse unter 20,- Euro sind zu erwarten war mein persönliches Fazit. Mit einem satten Minus von teilweise über sechs Prozent rauscht die Aktie nun der genannten Marke entgegen. Sollte diese unterschritten werden droht ein weiterer Kursrutsch.

Hinzu kommt noch dass man wohl davon ausgehen kann dass die Metro Aktie demnächst nicht mehr im DAX gelistet sein wird, was dann zusätzlichen Druck auf den Aktienkurs ausüben wird. Indexfonds und Großanleger werden sich wohl bereits im Vorfeld der endgültigen Entscheidung von Ihren Beständen verabschieden. Insgesamt bleibt somit festzuhalten dass die Aussichten für die Metro Aktie weiterhin eher negativ sind. Das eingeleitete Restrukturierungsprogramm wird irgendwann seine Wirkung entfalten, in den kommenden beiden Quartalen ist aber wohl noch nicht mit positiven Effekten zu rechnen. Kurzum die Aktie ist weiterhin auf meiner Beobachtungsliste, ein kurzer Rebound ist grundsätzlich jederzeit möglich, das nächste Kursziel liegt aber aus meiner Sicht nun bei 18,80 Euro. In jedem Falle würde ich die Vorlage der Quartalszahlen abwarten!

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Gold glänzt wieder! – Kommt nun QE3 ?

Schlechte Konjunkturdaten aus den USA, anhaltend beunruhigende Nachrichten aus Europa, sowie ein deutlich eingetrübter chinesischer Einkaufsmanager Index schickten die Börsen am Freitag auf Talfahrt. Damit geht zunächst einmal eine weitere, sehr unerfreuliche Börsenwoche zu Ende, die auch für die kommenden Tagen grundsätzlich nicht viel Gutes erwarten lässt. Warum ausgerechnet der DAX dabei der größte Verlierer in Europa war bleibt aber auch für mich bislang noch ungeklärt. Unabhängig davon wurde unser Kursziel bei 6.172 Punkten nun erreicht. Die anschließende Trendbeschleunigung bis auf 6.008 Punkte in der Spitze war allerdings so nicht “geplant”. Das Szenario eines wieder drehenden Marktes knapp unterhalb der so wichtigen 200-Tage-Linie hat sich somit vorerst nicht bewahrheitet. Die Nachrichtenlage bleibt einfach zu erdrückend und übermächtig um wieder einen normalen Markt zuzulassen. Letztlich entwickelt sich die Vertrauenskrise der Anleger damit immer mehr zur selbsterfüllenden Prophezeihung.

Auch wenn es nicht ungewöhnlich wäre dass wir in den nächsten Handelstagen eine entsprechende Gegenbewegung sehen, die alleine schon aus rein technischer Betrachtung deutlich überfällig ist, muss man nun sehr vorsichtig und deutlich skeptischer werden. Nicht selten folgt auf einen Tag mit solch wasserfallartigen Verkäufen zwar zumindest eine kurzfristige Trendwende, eine Garantie für ein solches Szenario wird man aber in einem inzwischen von Angst regiertem Markt wohl nicht bekommen. Am Montag könnte es zunächst noch einmal sehr ungemütlich werden. Mit dem Unterschreiten der 200-Tage-Linie befinden wir uns nun auch laut der allgemein gültigen Definition wieder in einem Bärenmarkt, der aus Sicht der Pessimisten nun gerade erst anfängt sich richtig zu entwickeln.

Das viele beschriebene Szenario einer “Double Dip Rezession” rückt somit täglich mit großen Schritten immer näher. Auch der Dow Jones ist seit Freitag wieder bei seinen Tiefständen aus dem Dezember des letzten Jahres angekommen. Die Politik ist offensichtlich inzwischen machtlos, oder nicht in der Lage die Bedrohung, die da auf uns alle zukommt, entsprechend ihrer möglichen und sehr dramatischen Auswirkungen für die Zukunft ganzer Generationen, zu erkennen oder dem entschlossen entgegen zu treten. Die Forderungen nach Eurobonds werden immer lauter, und auch hierzulande gibt es politische Kräfte die diesen Schritt befürworten. Nach meinem Dafürhalten hätte eine Vergemeinschaftung der europäischen Schulden für Deutschland geradezu suizidalen Charakter. Vorbei wäre es mit der letzten Möglichkeit eines Ausstiegs oder der Rückabwicklung dieser Währungsunion. Dann sitzen wir für alle Zeiten mit in einem Boot das aus allen Planken leckt, und würden – weltwirtschaftlich betrachtet – in absehbarer Zeit wohl auch zusammen unter gehen.

Der Dax ist mit dem Kursrutsch vom Freitag in eine Trendbeschleunigung über gegangen, die sogar die untere Begrenzung des seit März gültigen Abwärtstrend ohne nennenswerte Gegenwehr durchschlagen hat. Wie oben bereits beschrieben fiel dieser Kursbewegung auch die 200-Tage-Linie zum Opfer, die sich bei 6.218 Punkten befindet. Das aus meiner Sicht wahrscheinlichste Szenario ist nun ein Test dieser Marke von unten. Auch dieser könnte im ersten Anlauf scheitern, möglicherweise aber beim Zweiten gelingen. Auch der S&P 500 markierte am Freitag vorerst ein neues Tief und hat nun somit durchaus noch das “Potenzial” bis 1.250 Punkte zu fallen. Die Marke bei 1.292 Punkten stellt eigentlich eine starke Unterstützung dar, wurde nun aber gebrochen. Normalerweise werden solch wichtige Marken nicht im ersten Anlauf genommen, bzw. zumindest noch einmal getestet, ähnlich wie im DAX die 200-Tage-Linie. Die Kursbewegungen beider Indizes am Freitag deuten auf eine kurzfristige Übertreibung hin, die zumindest aus technischer Sicht durch eine entsprechende Gegenbewegung abgebaut werden sollte. Und so werden wir sehr bald sehen ob der Freitag den Höhepunkt eines vorläufigen Stimmungstiefs an den Börsen markiert hat, oder eben nicht.

Der weitere Weg wird aber auch davon abhängen welches politische Ereignis wann auf die Märkte einwirken wird. Am Mittwoch könnten die Ausagen EZB zum weiteren geldpolitischen Kurs in der Eurozone etwas Linderung bringen. Spekulationen über eine direkte Unterstützungen der europäischen Banken durch den IWF sind ebenfalls ein möglicher Katalysator. Das Hauptaugenmerk der Börsianer liegt aber wohl am Donnerstag auf der Anhörung des FED Chefs Ben Bernanke vor dem Ausschuss des US Kongress. Mit dem fallenden Aktienmarkt sehen Fachleute nun auch die letzte Voraussetzung für weitere Stützungsmaßnahmen der FED erfüllt. Grundsätzlich ist der Blick vieler Akteure in den Abgrund in Richtung 5.800 Punkte gerichtet denn viele Marktteilnehmer sind short engagiert. Eine Intervention der Notenbanken könnte uns im DAX aber sehr schnell auch wieder an den oberen Rand des Trendkanals bei ca 6.350 Punkten führen, und die breite Masse erneut eines Besseren belehren. Das wäre dann wieder einmal der Weg des maximalen Scherzes für die Mehrheit der Anleger…

Es gibt erste Zeichen die diese These bestätigen, oder zumindest belegen dass andere Marktteilnehmer ebenso denken. Eine einzige Anlageklasse glänzte am Freitag und machte einen Riesensatz nach oben nachdem die Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht wurden. Der Goldpreis, und mit ihm fast alle Minenaktien, sprangen regelrecht nach oben. Warum? Die wahrscheinlichste Erklärung ist eben genau die dass sofort darauf gesetzt wurde das die FED nun praktisch gezwungen sein wird ihr QE3 Programm zu starten, was insbesondere auch dem Goldpreis zu Gute kommen würde. Sehen Sie sich die Charts der namhaften Goldminenaktien einmal etwas genauer an!

Die US Wirtschaft braucht offensichtlich eine weitere Stimulation, und wird sie auch bekommen wenn es erforderlich ist. Zumindest waren dies immer Ben Bernakes Worte. Der Zeitpunkt dafür könnte günstiger nicht sein, denn auch US Präsident Barack Obama kann es sich nicht leisten mit einer weiter schwächenden Wirtschaft, hohen Arbeitslosenzahlen und einer abstürzenden Börse in den Endspurt seines Wahlkampfes zu ziehen. Aus diesem Blickwinkel betrachtet sehe ich persönlich keinen sinnvolleren Zeitpunkt nun mit einer konzertierten Aktion der Notenbanken bereits im Vorfeld der griechischen Wahlen einer massiven Bedrohung entgegen zu wirken. Ich sage damit ausdrücklich nicht dass diese Spekulation bereits in der kommenden Woche wahr werden muss, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist nun wieder deutlich gestiegen. Sollte ich mit dieser Annahme aber Recht behalten war die starke Aufwärtsbewegung bei Gold am Freitag nur der Anfang einer Trendwende. Und natürlich werden dann auch die Aktienmärkte wieder massiv anspringen! Ich hoffe Sie haben unsere letzten Newsletter aufmerksam verfolgt, in denen ich Ihnen Aktien wie Barrick Gold und andere Minenaktien zur Beobachtung ans Herz gelegt hatte.

Am Ende bleibt aber, neben all diesen Gedanken zum aktuellen Marktgeschehen die Erkenntnis dass man sich – manchmal auch entgegen seiner eigentlichen Überzeugung – gegen weitere willkürliche Abstütze am Aktienmarkt schützen muss, ob man will oder nicht. Verluste sind schwer zu nehmen, dass weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber irgendwann kommt der Punkt an dem man die Karten vom Tisch nehmen muss um später wieder mitspielen zu können, wenn sich die Rahmenbedingungen aufgehellt haben. Kapitalerhalt ist und bleibt die oberste Pflicht eines jeden Traders. Sollten wir also keine technische Gegenreaktion, wie oben beschrieben, sehen, und keine Notenbankaktionen bis zur Wahl in Griechenland, steht zu befürchten dass die Indizes tatsächlich bis zum Wahltermin weiter fallen werden. Und niemand weiß was danach passiert…Das spricht zwar gegen jede Logik, wenn man sich die Aktienkurse und die Bewertung einzelner Unternehmen bereits heute ansieht, aber die Börse neigt bekanntlich zur Übertreibung.

Mir bleibt abschließend also nur Ihnen eine erfolgreiche Börsenwoche zu wünschen und stets gute Entscheidungen! Achten Sie auf Ihr Risiko Management, und denken Sie mal über Goldminen Aktien, die in US Dollar notieren, nach!

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Gastkommentar: Windkraft 2012 – erfolgreich mit der richtigen Management-Strategie

„Auf die richtigen Management-Strategien kommt es an“, reflektieren Analysten der Energie-Branche die Jahrestagung der European Wind Energy Association (EWEA) 2012, die in Kopenhagen stattgefunden hatte und mit Ablauf der 16. Kalenderwoche erfolgreich endete. 450 Aussteller mit Schwerpunkt Elektro- und Erneuerbare Energien waren vor Ort präsent und belebten einen regen Informationsaustausch.

Was man kann, das weiß man in dieser Branche sehr gut: Beispiel Jütland. Dort hat Siemens Wind Power nach Übernahme des Windkraftspezialisten Bonus Energy eine hochmoderne Fertigung aufgebaut, wo Windräder verschiedenster Leistungsklassen hergestellt werden. Aber auch Sorge macht sich breit. Um nicht ein ähnliches Schicksal zu erleiden wie die angezählte europäische Solarindustrie, müsse sich die Windenergiebranche am Riemen reißen, kommentieren Experten und Manager.

„Wir müssen massiv in Innovation und Industrialisierung investieren“, bringt Felix Ferlemann, Chef von Siemens Wind Power, im Rahmen EWEA-Jahrestagung auf den Punkt. EWEA ist das stärkste Windenergienetzwerk und die anerkannte Stimme der Windindustrie. EWEA fördert aktiv die Windenergie in Europa und weltweit. Der Fokus richtet sich auf die Bereiche Lobbyismus und Politik sowie die zielorientierte und interessensgeleitete Zusammenarbeit mit den Mitgliedern. Darüber hinaus produziert und verbreitet EWEA zahlreiche Informationen – wie Pressemitteilungen, Berichte, wissenschaftliche Analysen, Stellungnahmen, Statistiken, Kommunikationsstrategien – alle dazu bestimmt, die Interessen der Windindustrie zu stärken und sicherzustellen, dass Medien, Politiker und die Öffentlichkeit sich der Leistungen und des Potentials der Windindustrie bewusst werden.

Die Mitglieder von EWEA sind Hersteller, die 98 % des Weltwindenergiemarktes repräsentieren, Zulieferer, Forschungsinstitute, nationale Wind- und erneuerbare Energieverbände, Entwickler, Elektrizitätsversorger, Finanz- und Versicherungsgesellschaften sowie Berater. Die vereinte Stärke von über 650 Mitgliedern aus mehr als 50 Ländern macht EWEA zum weltweit größten erneuerbaren Energieverband. Das EWEA hat seinen Sitz im “Renewable Energy House” in Brüssel und ist Gründungsmitglied des “European Renewable Energy Council (EREC)”, der die 6 Hauptindustrien und Forschungsverbände im Bereich erneuerbare Energien unter einem Dach vereint.

Die Management-Formel lautet: weitere Spezialisierung unter gleichzeitiger Kostenreduzierung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und die Konkurrenz aus Asien auf Distanz zu halten. Geht das überhaupt?

Felix Ferlemann, Siemens Wind Power, sieht das jedenfalls so: „Die Implementierung einer klaren Plattformstrategie für unsere Produkte, stärkere Modularisierung und Standardisierung bringen uns dem Ziel näher.“ Ferlemann selbst kommt aus der Autoindustrie und möchte diese Erfahrungen in die Branche der Erneuerbaren Energien einspeisen. Auch bei der Volkswagen AG und anderen großen Autoherstellern habe man gedacht, „die Zitrone sei ausgepresst“, mehr ließe sich nicht herausholen: „Und siehe da, es ging doch noch mehr“, resümiert Ferlemann. Durch Kostensenkung und Ausbau des Service könnte der zunehmend aggressiver auftretenden Konkurrenz aus Asien, vor allem aus China, die Stirn geboten werden.

Die Finanzierungsfragen für die Projekte hat Patrick Champlain, der als Analyst für ein auf Wind spezialisiertes Londoner Beratungsunternehmen tätig ist, im Auge: Die Branche spürt einerseits Rückenwind, weil es bis 2020 in der EU fix vereinbarte Ziele gibt, den Anteil der erneuerbaren Energien zur Eindämmung des Klimawandels zu heben. Andererseits gibt es auch verstärkt Gegenwind. Das Umfeld hat sich im Vergleich zum Vorjahr rasant schnell geändert, deshalb ist für Champlain klar: „Die Sparprogramme, die in Europa gefahren werden, gefährden den Ausbau der erneuerbaren Energien.“ Zur Subventionspolitik hat der Analyst auch noch etwas nachzutragen: die Unsicherheit der Subventionsvergabepraxis. „Das ist Gift für das Geschäft“, kommentiert Champlain. „Selbst für die Windenergie kann das gefährlich werden, obwohl sie noch am wenigsten auf Subventionen von staatlicher Seite angewiesen ist.“

Zur richtigen Managementstrategie gehört auch Controlling und bewusstes Personalkostenmanagement mit den Instrumenten, die der Markt bietet: Kurzzeit-Arbeit ist beispielsweise kein Tabu, wenn der mittelständische Betrieb Auftragsrückgänge hinnehmen oder zeitweise verkraften muss. Arbeitszeit-Konten und familienorientierte Mitarbeiterführung kann sowohl dem Betrieb, als auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei deren Planung entgegen kommen.

Die richtige Managementstrategie ist freilich nur die eine Seite der Medaille, ein klares Konzept und ein handlungsfähiges Kompetenzzentrum für die Erneuerbaren Energien, fordert die Wirtschaft von der Politik. Am 02. Mai 2012 soll dies im Rahmen der Expertenrunde im Amt der Bundeskanzlerin angesprochen werden. Wirtschaftsverbände wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordern insbesondere aufgrund der Verwerfungen in der Solar-Branche, in der Regierung müssten jetzt die Kompetenzen zur Energiewende an einer Stelle, einem Kompetenzzentrum, organisatorisch gebündelt werden. Ein „Energieministerium“, das diese Rolle übernehmen könnte, kann sich Bundeskanzlerin Dr. Merkel aber erst vorstellen, wenn alle Atomreaktoren abgeschaltet sind und sich die Aufsicht sowie der Betrieb von Kernkraftwerken nicht mehr auf unterschiedliche Ressorts, untergeordnete Behörden, verteilt. Auch hierbei wird die Schwachstelle der Energiewende nur zu offensichtlich erkennbar.

Derweil stellt die Branche sich neu auf: neben Siemens Wind Power ist Alstom und General Electric (GE) und Areva Wind zu benennen.

Mit Blick auf die Konkurrenz aus Asien ist der europäischen Wind-Energie Branche bewusst: „Wir müssen massiv in Innovation und Industrialisierung investieren!“ Die Verwerfungen und Turbulenzen in der Solar-Branche schrecken die EU-Unternehmen auf, das Management will unbedingt strategische Fehler vermeiden. Allen Branchenkennern ist dabei bewusst, dass auch in der Windenergie-Technik das Ringen um die weltweite Vormachtstellung bereits begonnen hat.

China hat Interesse an dem dänischen Branchenprimus Vestas: Die chinesischen Hersteller Goldwind und Sinovel, die sich auf Platz 2 und 3 der globalen Rangliste in dieser Branche bereits etabliert haben, planen aktuell die Übernahme von Vestas. Vestas ist Marktführer der Branche und Platz 1 auf dem Weltmarkt, fragt sich freilich nur, wie lange noch?

Der Ausblick für 2012 ist positiv und dürfte die Innovationen in der Wind-Energie Branche weiter beflügeln, kommen doch global rund 46.000 Megawatt (MW) an Leistung neu hinzu. Global Wind Energy Council prognostiziert für 2013 einen leichten Rückgang bei Neuprojekten um 0,4 % auf 45.800 MW. Für 2014 schaut es allen Prognosen nach bereits schon jetzt sehr gut aus, die Weichenstellungen in dieser Branche stehen auf Wachstum. Ein Gastkommetar von Sandro Valecchi

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Wacker Chemie – rauf oder weiter runter?

Eigentlich bin ich in gewisser Weise ein Fan der Wacker Chemie Aktie. Ich habe mir kürzlich sogar die Mühe gemacht den 274 Seiten umfassenden Geschäftsbericht des Jahres 2011 etwas genauer zu studieren, und mein Fazit bleibt das selbe wie in den Jahren zuvor. Wacker ist ein hochinteressantes Unternehmen mit einer breiten Produktpalette, in einem Markt der auf lange Sicht nahezu sichere Renditen verspricht. Die Polisilizium Sparte möchte ich hier allerdings etwas ausklammern. Wir alle wissen wie es um die Solarbranche bestellt ist. Weiterhin fallende Preise und entsprechende Wertminderungen bei der Tochter Silitronic sind die Folge. Die Polysiliziumsparte von Wacker Chemie erwirtschaftete im Jahr 2011 mit 545,6 Mio. Euro den mit Anstand größten Beitrag zum EBIT. Ein Ende dieser Entwicklung ist im Moment wohl auch nicht absehbar, und so bleibt ein fader Beigeschmack bei der Betrachtung der ansonsten sehr Erfolg versprechenden Konzernsparten.

Heute hat die Aktie ein neues vorläufiges Tief zur Eröffnung ausgebildet. Mit dem Rutsch unter die Marke von 57,- Euro war der Titel somit nur noch einen Hauch von einem erneuten Verkaufssignal, und damit einhergehenden deutlichen Kursverlusten, entfernt. Inzwischen hat sich die Aktie zwar wieder stabilisiert und notiert nahe der Marke von 58,- Euro, jedoch sind die Umsätze in der Aktie inzwischen so dünn, dass ein Swing in die Gegenrichtung weiterhin jederzeit möglich ist. So richtig überzeugt scheint also momentan niemand davon zu sein dass wir bald wieder höhere Kurse sehen werde. Auch die Analsten haben sich zuletzt mehrfach eher negativ zu der Aktie geäussert und ihre Kursziele deutlich zurück genommen. Wir haben bereits am 16.März darauf hingewiesen dass die Aktie sehr wahrscheinlich dahin fallen wird wo sie heute steht.

Angesichts der heutigen breiten Erholung des Marktes ist die “Gegenbewegung” der Wacker Aktie von einem knappen Prozent, nach einem Kursverlust von über 30 Prozent alleine in den letzten 3 Monaten, ebenfalls eher schwach einzustufen. Es spricht also aus meiner Sicht einiges dafür, dass wir demnächst erneut fallende Kurse sehen werden, wenn das Börsenumfeld sich weiter eintrüben sollte. Auch charttechnischer Sicht sind dann Kurse von 52,10, 50,20 oder gar 48,30 Euro denkbar.

Sollte der Markt hingegen nun nachhaltig wieder nach oben drehen stehen die Chancen nicht schlecht, dass zumindest die 60,- Euro Marke zurückerobert werden kann. Erst ein Überwinden des Widerstandes bei 61,50 Euro und anschließend 66,60 Euro würde das Chartbild aber wieder etwas freundlicher aussehen lassen. Für die Aktie spricht im Moment eine völlig überverkaufte Situation und die Möglichkeit eines kurzfristigen Kaufsignals im MACD. Sehen Sie sich den Chart an und Sie wissen was ich meine. Allerdings gebe ich zu bedenken dass wir eine ähnliche Situation bereits Ende März hatten worauf hin die Aktie noch einmal um 15,- Euro abgetaucht ist.

Zusammenfassend bleibt bei mir die Erkenntnis dass es aus dem charttechnischen Blickwinkel schon lange keinen so interessanten Zeitpunkt mehr gegeben hat auf eine Rückkehr der Aktie zu setzen. Mit dem heutigen Jahrestief bei 56,87 Euro haben wir auch das Tief aus dem Dezember letzten Jahres wieder erreicht. Die Bildung eines Doppelbodens ist hier also möglich. Der MACD könnte spätestens demnächst auf “Kaufen” springen. Aus technischer Sicht wären als kurzfristig Kurse über 60,- Euro möglich. Die Risiken bei der Aktie bleiben aber weiterhin hoch. Und ein echter Rebound der Wacker Chemie Aktie wird wahrscheinlich erst einsetzen wenn sich der Gesamtmarkt wieder deutlich nach oben bewegt. Die Solarbranche bleibt anfällig für Pleiten, Wacker könnte somit auch unter Umständen Zahlungsausfälle in den kommenden Monaten verbuchen müssen. Dennoch ist und bleibt die Aktie eine der interessantesten im Spezialchemie-Sektor und sollte täglich beobachtet werden!

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Wunschanalyse EADS N.V.

 


Firmenlogo EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) N.V.

EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) N.V. (WKN 938 914, ISIN: NL0000235190, Marktkapitalisierung: ca. 24,58 Mrd. )

Für die EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) N.V. beginnt die Erntezeit, das wurde auch letzte Woche durch den Vorschlag einer wesentlichen Dividendenerhöhung kund getan. Nach der schwierigen Entwicklungszeit des Airbus A380 folgt nun ein Aufschwung in der Flugzeugindustrie, der im Allgemeinen rund sieben Jahre dauert. Sieben fette Jahre!

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Wunschanalyse SIFY Technologies Ltd.

 


Logo der SIFY Technologies Ltd.

Sie haben abgestimmt und so beschäftigt sich die heutige sharewise Wunschanalyse nun ausführlich mit der Aktie der indischen SIFY Technologies Ltd. SIFY Technologies Ltd. Sagt Ihnen nichts? Nun, vielleicht ist Ihnen das Unternehmen besser bekannt, wenn ich seinen früheren Namen erwähne: Satyam Infoway. Und genau da sind wir schon bei dem Hauptproblem dieser Aktie, denn Anfang des Jahres 2009 wurde ein Bilanzskandal bei der ehemaligen Muttergesellschaft Satyam Computer Services aufgedeckt und aufgrund dieses Bilanzskandals wird die Aktie der SIFY Technologies Ltd. bis heute mit einer gewissen Skepsis von Investoren betrachtet. Darum möchten wir dieses Unternehmen heute mal vollkommen unvoreingenommen analysieren und schauen, ob diese Skepsis der Investoren gerechtfertigt ist oder nicht und folglich ob die Aktie ein Investment wert ist. Legen wir daher sofort los!

 

1.) Fundamentale Analyse

SIFY Technologies Ltd. – Unternehmensprofil

Die SIFY Technologies Ltd. ist ein integrierter eCommerce-, Internet- und Netzwerk-Dienstleister in Indien, der seinen Kunden eine ganze Reihe von verschiedenen Online-Dienstleistungen zur Verfügung stellt, angefangen vom normalen Internetzugang bis hin zum Cloud Computing. Das Unternehmen unterteilt dabei sein Geschäft in die vier Geschäftsbereiche Corporate Networks/Data Services, Internetzugang für Privatkunden, Online Portal Services & Content sowie andere Services. Dabei beschäftigt sich der Geschäftsbereich Corporate Networks/Data Services mit dem (sicheren) Internetzugang von Unternehmen sowie der Beratung bei der Erstellung und dem Hosting von Unternehmenswebseiten.  Der Geschäftsbereich Internetzugang von Privatkunden beschäftigt sich mit dem Internetzugang für Privatpersonen von zu Hause aus oder via Internetcafes, der Geschäftsbereich Online Portal Services & Content mit der Bereitstellung von Inhalten sowie dem Betrieb eines Online Portals unter www.sify.com. Zu guter Letzt der Geschäftsbereich andere Services mit der Entwicklung einer E-Learning Software. Dabei gehören die Tochtergesellschaften SIFY Software Ltd, SIFY Technologies (Singapore) Pte. Ltd und SIFY International Inc. zu 100% zum SIFY Technologies Ltd. Konzern. Großaktionär und CEO des Unternehmens ist dabei bereits seit Juni 2006 der indische Geschäftsmann Raju Vegesna, der einst das Unternehmen Serverworks gründete und so zum Milliardär wurde. Zuletzt gelang es Raju Vegesna, ein zweites Unternehmen mit dem Namen ServerEngines an Emulex zu verkaufen, so dass er sich inzwischen voll und ganz auf die SIFY Technologies Ltd. konzentrieren kann. Dass er dies erfolgreich kann, zeigt die Tatsache, dass es ihm als CEO des Unternehmens gelang, im Geschäftsjahr 2006/2007 erstmals in der Geschichte der SIFY Technologies Ltd. einen Nettogewinn zu erzielen. Aktuell steht jedoch weniger die Optimierung des Gewinns als vielmehr die weitere Expansion des Unternehmens im Vordergrund, zumal die indische Regierung angekündigt hat, viel Geld in den Ausbau der Internet-Infrastruktur des Landes investieren zu wollen. Dabei setzt die indische Regierung voll auf das Thema Breitband-Internet und will mit massiven Investitionen in die Internet-Infrastruktur erreichen, dass Indien die Erfolgsgeschichte Chinas im Internetbereich wiederholen kann. Read the full story

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Wunschanalyse nVidia Corp.

 


Firmenlogo nVidia Corp.

Die High-End Grafikkarten der Spielecomputer und Spielekonsolen kommen von nVidia. Die Spieleindustrie hat eine Reihe von neuen Versionen auf den Markt gebracht und Spieler rüsten ihre PCs auf. nVidia dürfte davon profitieren, wie auch vom anhaltenden Boom bei Netbooks, Smartphones und Touchpads, für die ein spezieller Graphikchip entwickelt wurde. Nach dem Quartalsergebnis heute Abend nach US-Börsenschluss (gegen 22.10 Uhr) wissen wir mehr.

 

INTERAKTIVES KINO IN ECHTZEIT AUF IHREM PC

In diesen Tagen ist die neue Version von “Call of Duty: Modern Warfare” auf den Markt gekommen. Nein, Ihr Autor hat keine Kriegsspiele auf seinem Computer und kann sich mit solchen Spielen auch nicht anfreunden. Doch wenn Sie sich wünschen, dass ich mir nVidia näher anschaue, wann muss ich Ihnen von den graphischen Möglichkeiten der modernen Spiele berichten. Und wenn Sie, so wie ich, auf CNBC die Werbung für “Call of Duty” sehen, dann können Sie die Szenen von einer aufwändigen Hollywood-Produktion kaum unterscheiden.

Da steuern Sie als Spieler einen Helikopter und die gesamte Landschaft um sie herum wird entsprechend ihren Flugbefehlen perspektivisch mit einer Detailgenauigkeit angezeigt, die an einen Kinofilm erinnert. Nicht ohne Grund sind Spielecomputer heute die High-End Geräte, die meist individuell zusammengestellt werden. Und neben dem Prozessor ist vor allem eines wichtig: die Grafikkarte.

nVidia ist Marktführer in diesem Bereich. Intel versucht schon seit Jahren mit seinen “On Board”-Grafikchips den Markt zu erobern, schafft dies jedoch nur im unteren Preissegment, wo weder die Leistung noch der Stromverbrauch kritisch ist. Sobald es anspruchsvoll wird ruft Intel bei nVidia an und lizensiert sich deren Produkte. Alleine kriegt der Weltkonzern Intel keine wettbewerbsfähigen Grafikchips im High-End Bereich hin.

So ist es für nVidia letztlich egal, ob die eigenen Chips verkauft werden oder ob Intel über bessere Verkaufskanäle verfügt – am Ende landen die Lizenzgebühren auch von den Intel-Verkäufen bei nVidia. Was für nVidia jedoch wichtig ist, sind neue Spiele, die nach High-End Grafikkarten rufen.

Sei es also “Call of Duty” oder aber “Need for Speed”, ein extrem realistisches Autorennen, oder aber die Bundesliga, die mit unseren echten Spielern sehr realitätsnah abgebildet wird, der Spielespaß wird um so ergreifender, je realitätsnäher die Grafik ist. Und je mehr aufwendige Spiele auf den Markt kommen, desto mehr Spieler holen sich High-End Rechner mit Grafikkarten von nVidia.

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Wunschanalyse Société Générale S.A.

Société Générale S.A. (WKN 873 403, ISIN FR0000130809, Marktkapitalisierung: ca. 13,9 Mrd. €)

Logo der Société Générale S.A.
Logo der Société Générale S.A.

Sie haben abgestimmt und so beschäftigt sich die heutige sharewise Wunschanalyse nun ausführlich mit der Aktie der (angeschlagenen) französischen Großbank Société Générale S.A. Auf vielfachen Wunsch werde ich dabei auch ein klein wenig auf andere europäische Großbanken eingehen, wobei ich Sie um Verständnis bitte, dass an dieser Stelle nicht alle europäischen Großbanken bis ins kleinste Detail analysiert werden können. Insofern werde ich in diesen turbulenten Zeiten nicht bis ins kleinste Detail gehen können, sondern natürlich nur ein wenig an der Oberfläche kratzen können. Doch auch dies wird Ihnen verdeutlichen, wo denn aktuell die Gefahren der einzelnen Banken zu suchen sind und ob diese die Existenz dieser Banken bedrohen können. Los gehts!

 

1.) Fundamentale Analyse

Société Générale S.A. – Unternehmensgeschichte

Die heutige Société Générale S.A. (ursprünglicher Name: Société Générale pour favoriser le développement du commerce et de l’industrie en France, zu deutsch: Allgemeine Gesellschaft zur Förderung der Entwicklung des Handels und der Industrie in Frankreich) wurde am 4. Mai 1864 gegründet, um die Entwicklung von Handel und Industrie in Frankreich zu fördern. In den ersten Jahren expandierte die Bank schnell und so verfügte sie bereits im Jahr 1870 über 15 Niederlassungen in Paris sowie 32 Niederlassungen in den französischen Provinzen. Seit dem Jahr 1871 verfügte die Société Générale dann sogar über ein eigenes Büro in London. Trotz einer langen Wirtschaftskrise in Frankreich zwischen 1871 und 1893 wuchs die Société Générale moderat weiter und verfügte im Jahr 1889 bereits über 148 Zweigstellen. Damit demonstrierte das neue Geldinstitut, dass es auch wirtschaftlich schwierigen Zeiten überstehen konnte. Die Société Générale konzentrierte sich bei ihren Geschäften in erster Linie auf den französischen sowie den russischen Markt und war dabei so erfolgreich, dass man zwischen 1921 und 1928 am Rivalen Crédit Lyonnais vorbeiziehen konnte. In der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg stagnierte dann erstmals auch das Wachstumstempo der Société Générale, so dass die Zahl der Niederlassungen im Jahr 1939 in etwa auf dem Niveau des Jahres 1922 verharrte. Der Zweite Weltkrieg sowie die anschließende deutsche Besatzung bremsten die Société Générale darüber hinaus weiter in ihrem Wachstum, wobei es der Bank trotz allem auch während dieser Zeit gelang, in neue Märkte wie den afrikanischen Markt sowie in die USA zu expandieren.

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