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FIHM AG (SHB AG), Mitgründer, sowie IVAG starten Abmahnwelle gegen die Finanzblogger-Szene

Im Dezember 2009 hatten wir zuletzt über die SHB AG berichtet, die sich heute FIHM AG nennt. Damals ging es in dem Artikel darum, dass der Geschäftsführer der Fondsgesellschaft SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co. Businesspark Stuttgart KG, Herr Markus Schottenhammel,  auch gleichzeitig Prokurist des Initiators ist. Diese Doppelzuständigkeit lässt durchaus „Raum“ für einen Interessenkonflikt, was die Gesellschaft auf der Gesellschafterversammlung vom 17.07.2009 auch selbst eingeräumt hatte. Unser Bericht darüber ist dem Unternehmen, und speziell einigen Altgesellschaftern, offenbar sauer aufgestoßen, und seitdem sehen wir uns einer wahren Flut von Abmahnungen und Einstweiligen Verfügungen ausgesetzt. Ein Grund mehr, nun noch mal etwas genauer auf diese Themen einzugehen und zu recherchieren, weshalb es der früheren und jetzigen Unternehmensführung so extrem wichtig ist, uns ruhig zu stellen.

Bereits bei der ersten Abmahnung durch die SHB AG auf Grund unseres Artikels “SHB AG und die Ratingagenturen”, wurde die Bloggerszene und auch ein paar Redakteure namhafter Wirtschaftszeitungen auf dieses Thema aufmerksam. Die Firma SHB (jetzt FIHM) reagierte auch damals offensichtlich völlig überzogen auf einen Artikel, den wir mit freundlicher Genehmigung der Redaktion Finanztest/Stiftung Warentest zum Thema geschlossene Immobilienfonds, und die teilweise fragwürdigen Bewertungen der Produkte durch Ratingagenturen, veröffentlicht hatten. Bereits damals wurde klar, dass die Gesellschafter unbequeme und kritische Presse zu Ihrer Firma und deren Produkten offenbar nicht sehr schätzen und versuchten, durch entsprechendes, anwaltliches Vorgehen, unsere Meinungs- und Pressefreiheit zu unterbinden. Kürzlich hatte ich Kontakt mit einem der großen deutschen Dachverbände für Journalisten, auch hier interessiert man sich inzwischen sehr für diese gewagte Auslegung des Artikels 5 des Grundgesetzes.

Für unseren letzten Artikel zu diesem Thema “SHB AG räumt Interessenskonflikt in der Fondsgeschäftsführung ein”, den wir ebenfalls mit freundlicher Genehmigung des Urhebers hier veröffentlicht hatten, sollten wir insgesamt offenbar gleich fünf Abmahnungen erhalten – haltlose Versuche uns zum Schweigen zu bringen. Besonders der Altgesellschafter und Mitgründer der SHB Innovative Fondskonzepte AG , Florian Schuh, fühlt sich offensichtlich bei seinen Geschäftspraktiken gestört, bzw. möchte wohl nicht in direkten Zusammenhang mit der IVAG gebracht werden. Man versuchte, uns damals Abmahnungen der Herren Florian Schuh, seines Geschäftspartners Achim Hiller, und der durch deren AFD GmbH ins Leben gerufenen IVAG, Innovative Vertriebskonzepte AG zuzustellen, die jedoch zunächst einmal an falsche Adressaten gesandt wurden, jetzt aber dennoch Bestandteil eines Rechtsstreites vor dem Amtsgericht Starnberg waren. Nur zum Verständnis: Die AFD GmbH gehört den Herren Florian Schuh und Achim Hiller. Diese hat früher den Vertrieb der SHB Fonds maßgeblich organisiert. Heute werden über die IVAG u.a. die Fondprodukte der BVT Unternehmensgruppe vertrieben.

Die Bemühungen der SHB/FIHM-Altgesellschafter und des aktuellen Geschäftsführers, Achim Pfeffer, beschränkten sich aber nicht nur auf diesen Blog, sondern auch auf die renommierte Börsen-Community www.sharewise.com. Auch diese wurde abgemahnt und zur Löschung aller Artikel, die SHB AG (jetzt FIHM AG) betreffend, bewogen. Weitere Blogger berichteten in den letzten Wochen ebenfalls von juristischen Aktivitäten gegen sie und Löschungen Ihrer Beiträge z.B. auf wallstreet-online.de. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die gesamte Bloggerszene mundtot gemacht werden soll! Weil wir über Dinge berichtet haben, die im Zusammenhang mit den Produkten und Geschäftspraktiken der genannten Firmen zumindest hinterfragungswürdig sind. Die Reaktion des Unternehmens bestärkt uns darin, dass wir mit unseren Recherchen und der Berichterstattung offenbar ins Schwarze getroffen haben.

Am 15. Juni ließ mir Herr Florian Schuh telefonisch über eine dritte Person seine Zusage zukommen, dass man alle Rechtsmittel gegen mich fallen lassen würde, wenn ich den strittigen Artikel entfernen würde. Im Zuge einer Deeskalation bin ich dieser Bitte nachgekommen, Herr Schuh hingegen seiner Zusage nicht. Vielmehr verlangte er kurz darauf per Email nun von mir alle Artikel im Zusammenhang mit den genannten Personen, und Firmen zu entfernen und zu erklären, dass ich nie wieder etwas über diese schreiben werde. Natürlich bei entsprechend hoher Vertragsstrafe! Aus diesem Grund sehe ich mich nun veranlasst, die Ereignisse der letzten Wochen öffentlich zu machen. Es kann nicht sein, dass die Presse- und Meinungsfreiheit so mit Füßen getreten wird.

Im Falle der Einstweiligen Verfügung durch die FIHM AG berufen wir uns ebenfalls auf die Meinungs- und Pressefreiheit, und haben berechtigte Zweifel, ob das Verhalten der Beteiligten auf der Gegenseite im Sinne der deutschen Rechtsprechung ist. Denn auch hier ist der Inhalt der Anschuldigungen gegen uns höchst strittig, die ebenfalls kürzlich erhaltene Forderung auf Abgabe einer Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung der FIHM AG ist gar komplett haltlos. Weiterhin sind wir davon überzeugt, dass insbesondere das Verhalten von Herrn Florian Schuh aber in keinem Falle der Transparenz und der Förderung des Vertrauens bei den Anlegern dienlich ist. Um den derzeitigen Forderungen zur Einstellung der Berichterstattung Nachdruck zu verleihen, hat er mir bereits mehrfach mit einer Schadensersatzklage gedroht. Ich stelle mir zwangsläufig die Frage, ob die von Anlegern eingezahlten Gelder hier richtig verwendet werden…und damit meine ich nicht nur die sinnlosen Prozessführungen und Anwaltskosten, die die Anleger wohl letztendlich auch bezahlen müssen. Wahrscheinlich wäre dieses Geld in einer transparenteren Unternehmenskommunikation besser angelegt.

Bereits seit längerem befassen sich diverse Anlegerschutzportale und Anwälte mit der SHB AG (jetzt FIHM) und deren Fondsprodukten. Ebenso tauchen regelmäßig Meldungen unter der Rubrik “Grauer Kapitalmarkt” über die SHB AG (jetzt FIHM AG) in der Presse auf. Bislang ist die Firma seinen Anlegern eine umfassende Erklärung zu den seit Jahren bestehenden Vorwürfen schuldig geblieben. Es ist wohl auch nicht zu erwarten, dass diese in absehbarer Zeit erfolgen wird. Immer wieder beruft man sich öffentlich auf die guten Ratings der Ratingagenturen und geht mit diesem Gütesiegel hausieren. Die Transparenz solcher Ratings lässt aber oftmals zu wünschen übrig, und die getroffenen Aussagen sind teilweise schlichtweg nicht nachvollziehbar. Genau von dieser Problematik handelte auch unser erster Artikel über die SHB AG.

Insbesondere wäre in diesem Zusammenhang noch einmal zu prüfen, inwieweit die Zertifizierung “TÜV-geprüfte Fondsplausibilität” des TÜV Nord für den aktuellen Renditefonds 6, die sich bis zu meinem Telefonat mit dem TÜV Nord am 27.07.2010 noch immer auf der Homepage der SHB Innovative Fondskonzepte AG finden ließen, noch verwendet werden sollte, nachdem der TÜV Nord alle Ratingaktivitäten eingestellt hat, und dieses Zertifikat auch nur bis zum 17.03.2010 Gültigkeit hatte. Warum lesen Sie hier..! Vor wenigen Tagen wurden einige Verlinkungen auf der Homepage der SHB Innovative Fondskonzepte AG zu den Ratings der sechs Fonds entfernt. Nun lässt sich auf der Seite nun noch finden, dass die Produkte mal bewertet wurden, aber nicht mehr wie, nach welchen Kriterien, und vor allem zu welchem Zeitpunkt. Dem Vertrieb werden diese Ratings über die Homepage aber weiterhin zu werblichen Zwecken zur Verfügung gestellt. In meinen Augen ist auch das nicht unbedingt eine vertrauensbildende Maßnahme, Anleger sollten daher solche Zertifizierungen generell eher kritisch betrachten, und vielmehr vorrangig die Leistungsbilanzen eines Fonds in ihre Überlegungen mit einbeziehen.

Die nun gestartete Abmahnwelle ist wohl in der deutschen Bloggerszene als einzigartig zu bezeichnen. Die ersten drei Klagen gegen mich, von der IVAG sowie den Herren Hiller und Schuh, wurden vor Kurzem vom Gericht abgewiesen! Dies hat die Herren Florian Schuh und Joachim Hiller sowie die IVAG nicht davon abgehalten, mir weitere drei Abmahnungen, in neunfacher Ausfertigung, und mit ähnlichem Inhalt zukommen zu lassen. Die hier verfolgte Strategie dürfte somit klar sein, bleibt zu hoffen, dass dieser Schuss nicht nach hinten los geht!…Ich freue mich, wie bereits beim letzten Beitrag, auf angeregte Diskussionen mit unseren Lesern, allen Bloggern und der Wirtschaftspresse, und werde Sie natürlich weiter über die aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden halten…

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Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch trauen sich selbst nicht mehr…

Bereits gestern war in der Presse zu lesen, dass die US-Ratingagenturen, Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch, die zuletzt stark in der Kritik standen, nun offenbar ihren eigenen Ratings wohl nicht mehr trauen. Im Vorfeld der Obama-Finanzmarktreform forderten alle drei Unternehmen ihre Kunden nun schriftlich auf, die vergebenen Bewertungen bei der Emission neuer Produkte vorerst nicht mehr zu verwenden.  Ein kleiner Passus des Reformentwurfes hatte wohl für Aufregung bei den Analysehäusern gesorgt. Demnach können Ratingagenturen künftig für ihre Bewertungen verantwortlich gemacht werden. Bisher galten die Bewertungen und Anlageurteile lediglich als Meinungsäußerungen, die von der Verfassung entsprechend geschützt sind. Nun könnten Fehleinschätzungen dazu führen, dass Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch und Co. in Zukunft gerichtlich belangt werden können. Man befindet sich nun offensichtlich in einer Zwickmühle, die auch deutliche Auswirkungen auf andere Industriezweige haben dürfte.

Beispielsweise ist es zwingend notwendig bei gewissen Neuemissionen, und der damit zusammenhängenden Registrierung bei der Börsenaufsicht SEC, ein Rating vorweisen zu können. Dieses wird nun aber, bis auf Weiteres, verwehrt. Somit ist es den Emissionshäusern derzeit nicht mehr möglich neue Produkte am Markt zu platzieren. Insbesondere trifft dieses Regelung auf Verbraucherkrediten sowie Hypotheken und Autokrediten zu. Zwar versucht man derzeit an einer Lösung dieses Problems zu arbeiten, momentan bedeutet dies aber den Stillstand in den genannten Segmenten. Standard & Poor’s versicherte, dass man eine solche Lösung finden werde, diese dürfte dann zwar gewisse Bewertungen enthalten, aber offiziell nicht mehr verwendet werden. Zwangsläufig stellt man sich nun als geneigter Leser solcher Meldungen die Frage nach der Sinnhaftigkeit oder künftigen Daseinsberechtigung solcher Institutionen..

Wir hatten ja bereits in der Vergangenheit über die Praktiken von Ratingagenturen, auch hierzulande, berichtet. Erst kürzlich gerieten die Institute wegen einer möglichen Ungleichbehandlung von amerikanischen und europäischen Interessen in die Kritik. “Heftige Diskussionen über die Arbeit der US-Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch gibt es bereits seit längerem. Waren es damals die Vorwürfe, dass man seitens dieser Institutionen einen schlechten Job gemacht, und damit die Finanzkrise erst ausgelöst hat, ist es heute eher die offensichtlichen Ungleichbehandlung von den USA und dem Rest der Welt. Insbesondere Europa hatte zuletzt stark unter den Herabstufungen einzelner Länder zu leiden. Allen voran natürlich Länder wie Griechenland, Spanien und Portugal. Was damals versäumt wurde scheinen die Ratingagenturen nun durch plötzlichen Übereifer wieder wett machen zu wollen..” (aus unserem Artikel vom 08.07.2010)

Persönlich betrachte ich dieses Vorgehen Obamas gegen die kurz zuvor noch als “Experten” geadelten Ratinghäuser, als sehr begrüßenswert im Sinne aller Verbraucher, und würde mir ein ähnlich beherztes Vorgehen auch hierzulande wünschen. Man darf also durchaus gespannt sein wie sich die Ratingbranche in den kommenden Jahren entwickeln wird. Es wird etwas passieren müssen, je eher desto besser, und der Anfang ist gemacht. Was mich auch wieder auf unseren Artikel ” Mehr Verantwortung für den Staat und seine Bürger” vom Ende des letzten Jahres bringt. Zunächst war dies ein frommer Wunsch meinerseits für dieses Jahr, der sich aber nun langsam zur Realität wandelt.. anbei noch ein Auszug des Artikels vom 30.12.2009:

“Wenn also hier ein Schritt in die richtige Richtung unternommen werden sollte, so müssen auch die Kontrollinstitutionen wie die Ratingagenturen und die BaFin stärker kontrolliert werden. Alles in allem eine ordentliche, aber keine unlösbare Aufgabe für die deutsche Politik, aber auch eine die das Thema Altersvorsorge in Deutschland dauerhaft positiv beeinflussen würde. Und so wünschen wir, das Investors Inside Team, uns für das kommende Jahr mehr staatliche Mitverantwortung und mehr Kapitalschutz für die Bürger, die mehr denn je, bezüglich ihrer Altersvorsorge auf eigenen Beinen stehen müssen. Das hat bei den Ostimmobilien nicht besonders gut geklappt…aber vielleicht kommt der Staat ja dieses Mal seiner Pflicht nach!”

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Rückblicke auf die Krise..

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Deutschland gegen Argentinien…die Tore….weils so schön war!

Weils so schön war…ich habs mir schon dreimal angesehen :-)

Deutschland ist wieder da! Mit diesem fulminanten 4:0 Sieg gegen Argentinien dürften sich die Jungs für die nächste Runde Respekt verschafft haben. Spanien, weiterhin recht müde unterwegs, und stolperte gestern mehr ins Viertelfinale als alles andere. Wir sollte eigentlich keine großen Schwierigkeiten haben nun auch das Endspiel zu erreichen. Man soll ja nicht übermütig werden, das ist auch an der Börse meistens fatal, aber hier bin ich mir doch inzwischen sehr sicher…Geiles Spiel Jungs!

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Ein Zeichen, ein Zeichen…???

Wer den Film “Das Leben des Bryan” bereits gesehen hat der wird wissen, an welche Szene ich jetzt gerade gedacht habe…der vermeintliche Messias verliert einen Schuh und alle Jünger tun darauf hin dasselbe und ziehen einen Schuh aus. Ich hatte bereits in den vergangenen Tagen geschrieben, dass ich noch auf ein Zeichen warte..vorher möchte ich aber noch klar stellen, dass es nicht ein solches Zeichen wie eben beschrieben ist, und ich sicherlich nicht der Messias für geschundene Börsenseelen bin :-) Dennoch es sieht so aus als ob ich heute mein Zeichen bekommen soll. Die vorhin veröffentlichten US-Einzelhandelsdaten waren ein echter Rückschlag für eine konsumgetriebene Nation wie die Vereinigten Staaten. Japan lässt mal vorsichtig anklingen, dass man sich am Rande eines Staatsbankrottes befindet, und alles was der Markt macht ist ein kleiner Rücksetzer, der ungefähr eine Stunde dauerte.

Es ist ja nicht so, dass wir nicht wüssten, dass Japan sich bereits seit 20 Jahren in einer tiefen Rezession befindet, und dass das Haushaltsdefizit inzwischen gigantische Ausmaße angenommen hat. Aber die Nachricht an sich, zusammen mit der Konsumflaute Amerikas hätte die Märkte, bei der allgemein nervösen Haltung der Anleger, doch heute nochmal ordentlich durchschütteln können. Fast scheint es so dass die Anleger der schlechten Nachrichten überdrüssig geworden sind, und diese nun konsequent ignorieren. Das ist ein zumindest ein kleines Zeichen…Der S&P 500 befindet sich inzwischen wieder über der wichtigen Marke von 1.080 Punkten. Wenn der Dow Jones mir heute noch den Gefallen tut sich über 10.200 Punkte zu bewegen, fange ich ernsthaft an zu glauben, dass wir vielleicht vorerst das Schlimmste überstanden haben.

Natürlich muss auch der Euro weiter mitspielen..die Korrelation zwischen der europäischen Leitwährung und verschiedenen Indizes scheint immer noch existent zu sein, wenn gleich diese Abhängigkeit nun etwas nachzulassen scheint. Es hätte mich auch wirklich schwer verwundert wenn Dow Jones und Co. sich dauerhaft von dem kleinen Euro beeinflussen lassen…Wie auch immer, bei der Nachrichtenlage, ein solcher Intraday Rebound verheißt erst einmal weiter steigende Kurse…wenn diese Indexstände heute gehalten werden können, natürlich! Wir beenden diese Woche mal wieder sehr erfolgreich, und haben einmal mehr gutes Timing bewiesen…es lebe das Swing-Trading! Ich wünsche allen Lesern auf diesem Wege einen schönen Wochenausklang, eine tolle Weltmeisterschaft, und natürlich ein erfolgreiches Auftakt-Spiel der deutschen Fussball-Nationalmannschaft am Sonntag!

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Warum ich niemals Telekom Aktien kaufen würde..

Heute war es mal wieder soweit die Deutsche Telekom hat erneut ihre geballte Kompetenz unter Beweis gestellt! Es ist nun bereits das dritte Jahr in Folge, in dem ich versuche meinen Internet- und Telefonanschluss zum deutschen Marktführer um zuziehen. Leider bin ich aber auch dieses mal an der Unfähigkeit der dort zuständigen Mitarbeiter gescheitert. Hintergrund war, dass ich ganz regulär bei meinem alten Anbieter gekündigt, und zum heutigen Tag eine Übernahme der bestehenden Leitungen durch die Telekom beantragt habe, was mir auch schriftlich bestätigt wurde. Der Grund meines Wechsels liegt nicht etwa in irgend einer Unzufriedenheit meinem alten Anbieter begründet sondern schlicht an der Tatsache das man bei der Telekom für einen ähnlichen monatlichen Betrag noch das schicke Fernsehen auf Abruf mit dazu bekommt – wenn man es bekommt. Letztendlich hat mich also das überaus schlechte deutsche Fernsehprogramm dazu bewegt, weil ich nicht mehr meine kostbare Zeit mit sinnfreien Soaps und Gameshows verschwenden wollte.

Soweit zu meinen Beweggründen… Im Vorfeld meines erneuten Wechselversuches hatte ich mich bereits mit mehreren Freunden über die Zufriedenheit bezüglich Ihres T-Home Paketes unterhalten, und eigentlich auch durchweg ein positives Feedback bekommen. Die Zeiten der DDR Mentalität von Telekom Mitarbeitern seien vorbei und der Service inzwischen deutlich besser geworden, war das Fazit. Letztendlich überzeugte mich aber eigentlich wie gesagt das Angebot die von mir gewünschten Sendungen jederzeit abrufen zu können. Trotz meiner persönlichen Erfahrungen aus den vergangenen Jahren in denen ich bereits erfolglos und mit ähnlichem Ergebnis versucht hatte einen Wechsel zu einem bestimmten Termin zur Telekom zu veranlassen, versuchte ich es also nun erneut. Wie Sie sich vorstellen können ist es für mich aus beruflichen Gründen nicht tragbar einen oder mehrere Tage auf einen Internetanschluss zu verzichten. Ich war mir aber auch sicher, dass der koordinierte Wechsel zu einem bestimmten Termin keine Raketenwissenschaft sein sollte…

Weit gefehlt! Die Telekom lieferte wieder mal nicht wie versprochen und ich muss jetzt ganz schnell bei meinem alten Provider um Gnade bitten und reumütig zurückkehren, damit ich nicht ab morgen ohne Telefon und Internetanschluss dasitze. Ich hoffe das klappt jetzt noch! Dies war dann sicherlich auch mein letzter Versuch zu wechseln und bringt mich immer wieder sehr verärgert zu dem Ergebnis, dass sich eben doch nichts geändert hat bei der deutschen Telekom. Ich gehe mal davon aus, dass ich mit den gemachten Erfahrungen kein Einzelfall bin, langfristig wird sich diese Schlamperei rächen. Der Aktienkurs zeigt seit dem Börsengang der “Volksaktie” nahezu konstant nach unten. Anleger die darauf hoffen, dass die Kurse aus den Jahren 1999/2000 jemals wieder erreicht werden können einem nur Leid tun. Es hat sich seitdem eben nichts wirklich geändert…warum sollte diese Aktie dann steigen? Und warum sollte man eine Aktie die seit fast 10 Jahren fällt kaufen? Sollten Sie morgen also nichts von mir lesen wissen Sie was passiert ist…Lieber Rene Obermann ,das musste jetzt einfach mal raus!

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Citigroup vertippt, Frankfurt kaputt, na doll!!

In der vergangenen Woche durften Anleger keine schwachen Nerven haben. besonders am Donnerstag als die US Börsen verrückt gespielt haben und auch ich ungläubig vor meinen Monitoren gesessen bin. Was war das für ein Schock im ersten Moment. Die Gedanken fangen an zu rasen…meine ersten Überlegungen waren Griechenland pleite, Terroranschlag in den USA oder Kriegserklärung der USA gegen Iran…Nichts von alle dem ist es Gott sei Dank gewesen! Dennoch, nachdem am folgenden Tag so langsam die unterschiedlichsten Gerüchte bezüglich eines Computerfehlers oder auch des menschlichen Versagens eines Citigroup Händlers durchgesickert sind hat mich das nicht minder nervös gemacht. Für alle die es noch nicht wissen..er soll sich vertippt haben :-) statt 16 Millionen mal eben 16 Milliarden ins System eingegeben.

Bei den Milliardenbeträgen mit denen seit Beginn der Krise um sich geschmissen wird kann einem so ein kleiner Fehler schon mal unterlaufen ;-) Dies zeigt vielleicht auch wie schnell man sich an große Summen gewöhnen kann und das es eben kein physisches Geld mehr ist, sondern nur noch bloße Zahlen die permanent um die Welt rauschen. Unserer Finanzwelt ist extrem anfällig geworden und kein Computersystem oder Mensch unfehlbar. Es ist also nicht ausgeschlossen das so etwas wieder vorkommen wird. Erst gestern Abend musste der gesamte Handel in Frankfurt wegen eines technischen Fehlers ausgesetzt werden…Dies sollte man wohl immer im Hinterkopf behalten!

Das Problem für den Anleger ist nur, wie soll man sich diesbezüglich verhalten. ich möchte nicht wissen wie viele Menschen am Donnerstag durch ausgelöste Stopp Loss einen großen teil Ihres Kapitals oder zumindest der Gewinne erlitten haben. Diese Menschen können einem nur Leid tun weil Sie Opfer des Systems geworden sind und niemand wird Ihnen helfen, bzw. den Schaden ersetzen. Sollte sich herausstellen, dass die Ursache tatsächlich bei der Citigroup zu finden ist, dürfte die Bank in den kommenden Wochen wohl mit ein paar ordentlichen Klagen konfrontiert werden. Sollten Sie also diese Aktie kaufen wollen kann ich nur raten bis zur endgültigen Klärung dieser Ereignisse die Finger davon zu lassen. Grundsätzlich halte ich persönlich die Citigroup immer noch für den großen Wackelkandidaten unter den US Banken…

Aber nun kurz zu den Märkten: Die kommende Börsenwoche dürfte mal wieder ganz im Zeichen Griechenlands und des Euros stehen. Wie ich ja bereits zu Handelsbeginn am Freitag geschrieben habe sollte man weiter Vorsicht walten lassen. Ich habe mich persönlich wirklich schwer über die Eröffnung des Dax über der Marke von 5.800 Punkten gewundert und Ihnen geschrieben. dass das nicht gut gehen kann. Ich hatte Recht und ich hoffe Sie haben auf mich gehört. Der Dax ist dann am Nachmittag wie erwartet weiter abgetaucht wie wir wissen. Nun stellt sich die Frage ob die Korrektur langsam ein Ende finden kann, oder ob es weiter nach unten geht.

Die neuen Kursziele hatte ich ja mit 5.500 bis 5.600 Punkten bereits anvisiert! Das heißt der Dax sollte nun noch etwas nachgeben, eventuell aber nicht mehr soweit wie ursprünglich gedacht. Ich habe mir das ganze Szenario noch einmal näher angesehen…Ausgehend von der Überlegung, dass der Dow Jones noch einmal die 10.000 Punkte testen könnte sowie der S&P 500 noch einmal die 1080 Punkte was den jeweiligen Unterstützungen aus der Februar Korrektur entsprechen würde, könnte also der Dax bei 5600 Punkten durchaus einen Boden bilden. Natürlich sind gerade sehr viele Emotionen im Markt und dies darf man nicht unterschätzen. Sicher ist dieses Szenario also nicht, dennoch kann ich Ihnen verraten, dass ich bereits gestern wieder zaghaft in einige Aktien eingestiegen bin.

Welche dies sind werde ich Ihnen natürlich bald verraten! Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, aber ich bin mir der Verantwortung meiner Leser gegenüber durchaus bewusst und möchte vermeiden, dass in einer wirklich unsicheren Situation Aktien gekauft werden nur weil ich das tue. Eventuell bin ich mit meinen Trades deutlich zu früh dran und möchte nicht, dass Sie den gleichen Fehler begehen. Aufmerksame Investors Inside Leser dürfte aber ahnen um welche Aktien es sich handelt..Sobald ich ein klareres Bild davon habe was passieren wird sind Sie liebe Newsletter Leser die Ersten die dann wieder einen genauen Blick in mein Depot werfen dürfen. Warten Sie noch ein paar Tage ab. Sollte der Markt wieder drehen und in die dritte und entscheidende Phase der Hausse übergehen bleibt noch genug Zeit auf dem Weg nach oben viel Geld zu verdienen.

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ProSieben und Hugo Boss… ist die Gier wieder da?

…wird heute offiziell vom Handelsblatt verkündet, und bezogen auf die beiden dabei im Artikel erwähnten Aktien Hugo Boss und ProSiebenSAT1 dürften die Verfasser auch recht haben. “Spiel nicht mit den Schmuddelkindern” lautet die Massage. Beide Unternehmen sind immer noch große finanzielle Probleme und einer extrem hohen Schuldenlast. Viel schlimmer noch sie befinden sich im Besitz eines Finanzinvestors der plant einen Gewinn aus dem baldigen Verkauf oder Teilverkäufen am Unternehmen zu machen. Nicht selten bleibt dann nach Abschluss der Transaktion nicht viel mehr übrig als eine nahezu leere Hülle des Unternehmens. Im Volksmund werden solche Leute auch Heuschrecken genannt. Ungeachtet dessen schmeißen Anleger momentan reihenweise Ihr sauer verdientes Geld in die Aktien dieser Unternehmen. Nun, es dürfte klar sein das diese Investitionen früher oder später ins wanken geraten werden. Fundamental begründet sind sie wohl eher nicht.

Das die Gier an den Märkten zurück ist kann ich so nicht bestätigen. Viel mehr beobachtet man immer noch Zurückhaltung was man unter anderem an den dünnen Umsätzen erkennen kann. Gier wird dann zu sehen sein wenn der Dax auch die nächste Marke nach oben genommen hat und somit die Pessimisten wieder in Aktien investieren lässt. Dann werden die die etwas mutiger waren und bereits vor Monaten eingestiegen sind teilweise denken, dass sie unverwundbar sind. Sie werden leichtsinnig und vergessen Ihre selbst auferlegten Regeln und machen Fehler. Dann wenn alle wieder von der Wahnsinnsrallye reden, und man in der Bildzeitung entsprechende Schlagzeilen auf Seite eins findet… dann kehrt die Gier zurück! Und wie immer folgt darauf die Angst und die Panik. Es ist der ewige Kreislauf der Börse, ähnlich wie Ebbe und Flut.

Das gilt auch für die beiden Aktien von Hugo Boss und ProSieben, nur wahrscheinlich deutlich früher als beim Gesamtmarkt. Man sollte nicht vergessen dass auch die Angst seltsame Blüten treibt. Noch immer gibt es deutlich unterbewertete Unternehmen im Markt deren Aktien sich seit den Tiefstständen  kaum bewegt haben. Noch immer liegen die Perlen auf dem Grabbeltisch. Machen Sie nicht den Fehler einem überkauften Trend hinterher zu laufen, sondern konzentrieren Sie sich auf die Perlen von morgen…Die Gier ist noch lange nicht zurück!

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Über die Gier, das Chaos und viel Geld…

Welche Voraussetzungen braucht man, um Day-Trader zu werden? Das ist eine Frage, mit der sich jochen Steffend kürzlich beschäftigt hat und die Ihm in dieser oder anderer Form immer wieder gestellt wird. Natürlich ist sie so einfach kaum zu beantworten. Die Erfordernisse sind höchst individuell. Auch das, was die verschiedenen Menschen sich unter dem Begriff „Trader“ vorstellen, unterscheidet sich bereits.

Zwischen Schein und Sein
Das erste Problem ist, dass die Vorstellungen der Fragenden oft meilenweit von jedweder Realität entfernt sind. Nun gehöre ich nicht zu den Börsianern, die das Leben eines Traders in schillernden Farben beschreiben, denn das ist Unsinn.

Yacht und Südsee
Ich kann mich noch gut erinnern, als ich nach den ersten Erfolgen langfristiger Investitionen ermutigt den Entschluss fasste, mich dem kurzfristigen Traden zu widmen. Zu dem Zeitpunkt, war ich mir vollkommen sicher: Es würde ein, höchstens zwei Jahre dauern – wenn überhaupt – bis ich auf einer Jacht durch die Südsee schippern würde und jeden Tag mit ein oder zwei Trades mein ansonsten ausschweifendes Leben finanzieren würde…

Es gab sogar eine Zeit, in der es zu funktionieren schien (vor dem Jahr 2000). Doch wenn ich nun nach so vielen Jahren auf meine Traderkarriere zurückblicke, muss ich leider feststellen, dass die Realität sich kaum weiter von meinem damaligen Traum hätte entfernen können.

Zeit – viel Zeit
Statt Südsee und Luftschlössern blieben unzählige Stunden harter Arbeit. Ich habe zeitweise jeden Tag, jedes Wochenende, ohne Urlaub, 12 bis 16 Stunden am Tag vor den Monitoren gesessen. Das alles nur, um dieser Börse endlich ihre Geheimnisse abzuringen. Das ging über Jahre – bei mir waren es in dieser extremen Form in etwas fünf Jahre.

Und das ist die erste Voraussetzung: Zeit – sehr viel Zeit. Rechnen Sie mit durchschnittlich fünf Jahren Zeit bei täglicher Beschäftigung.

Geld – viel Geld
Und damit kommt das nächste Problem: Wovon lebt man in dieser Zeit, zumal man oft gerade am Anfang noch Verluste erleiden wird. Diese müssen auch finanziert werden. Ich habe letztens noch einmal nachgerechnet, wie viel mich die (autodidaktische) Ausbildung zum Trader eigentlich gekostet hat. Wenn ich die Kosten für Lebensunterhalt, die anfänglichen Verluste und sonstigen Ausgaben zusammenrechne, komme ich auf einen Betrag von 120.000 DM, also ca. 60.000 Euro. Gut, das entspricht in etwa den Kosten eines kompletten Studiums (je nach Studiengang und Stadt).

Geduld und Durchhaltevermögen
Tatsächlich gelingt es aber nur wenigen Menschen, mehrere Jahre ohne Erfolgserlebnisse durchzuhalten. Ich vermute, man muss schon einer gewissen Form des Börsenwahnsinns verfallen sein, um immer und immer wieder neue Methoden und Herangehensweisen, neue Börsen, neue Indikatoren, neue charttechnische Modelle und neue Theorien auszuprobieren, bis man in dem großen Fundus an Börsenmüll die Dinge gefunden hat, die funktionieren. Tatsächlich gibt es wahrscheinlich kaum einen anderen Beruf, bei dem man noch mehr Misserfolge erleiden muss, um zur Meisterschaft zu gelangen. Wenn ich heute überlege, welchen abstrusen Ideen und seltsamen Thesen ich gefolgt bin. Aber gut, das gehört wohl dazu.

Charakterliche Stärke
Und wenn Sie all diese Hürden überwunden haben (oft schon früher), erscheint das große Börsenduo, das letzten Endes die Spreu der Trader vom Weizen trennen: Gier und Angst. Korrekter muss es heißen Gier und Selbstüberschätzung und Angst und Misstrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Nach all den Tief- und Rückschlägen, nachdem viel Geld verloren wurde und die Börse sich immer wieder weigert, Regelmäßigkeiten aufzuweisen, erstarren viele Trader-Anwärter in Angst. Angst vor dem nächsten Trade, Angst vor dem Verlust und noch schlimmer, die Angst davor, dass ein Gewinn wieder ins Minus läuft.

Diese Angst veranlasst die arme Traderseele, zu schnell auszusteigen, wenn es gegen sie läuft. Es verhindert, dass Gewinne laufen gelassen werden (sprich sie werden schnell realisiert, damit sie nicht wieder in sich zusammenbrechen). Diese Angst verhindert, dass Trades eingegangen werden, die lukrativ sind, weil man nach einer nicht existenten Sicherheit sucht. Diese Angst und das daraus resultierende Misstrauen in die eigenen Fähigkeiten kann aus einem guten Trader ein Traderwrack machen – unfähig zu handeln.

Die Gier
Doch noch diffiziler agiert die Gier. Wenn sich dann irgendwann Gewinne einstellen, werden viele Trader übermütig. Zunächst sind es die kleinen gierigen Euphorien. Nach einer guten Woche will man mit dem einen letzten Trade nun richtig absahnen. Das sind natürlich meistens die Trades, die vollkommen in die Hose gehen und den Wochengewinn wieder vernichten. Wie oft ist es die Gier, die verursacht, dass man nach einer guten Phase das Risiko hoch- und die Schutzmechanismen runterfährt? Es gibt Trader, die seit vielen Jahren immer über Wochen gute Gewinne machen, um dann durchzudrehen. In wenigen Tagen wird daraufhin die Arbeit von Wochen, zum Teil sogar Monaten zunichte gemacht.

Gier im Endstadium
Aber das ist noch nicht die schlimmste Form der Gier. Diese schlimmste Gier entsteht meist spät in der Karriere. Dann nämlich wenn es wirklich gut läuft. Es entsteht ein schleichender Prozess, der zu Arroganz und Überheblichkeit führt. Doch diese Charaktermischung hat eine fatale Folge: Sie führt dazu, dass die Betroffenen die Bodenhaftung verlieren. Und ohne Bodenhaftung ist die Katastrophe vorprogrammiert. In solchen Momenten werden die wirklich großen Fehler gemacht, die tatsächlich ein ganzes Traderleben vernichten können. Ich habe in meinem Umkreis leider bereits mehrere solcher Fälle miterleben müssen. Zwar kommen die meisten wieder auf die Füße, aber in seltenen Fällen ist es anschließend mit dem Traden ganz vorbei.

Vorzeichen
Ich finde es übrigens hoch interessant, dass gerade bei den schreibenden Kollegen dieses völlige Abdriften oft schon Wochen vorher am Schreibstil zu erkennen ist. Also wenn Sie bei Börsenbriefautoren oder Analysten das Gefühl haben, dass da nun jemand wirklich jeden Kontakt zur Wirklichkeit verliert und den Eindruck vermittelt, ihm könne nun nichts mehr passieren, er habe die endgültige Börsenweisheit mit Löffeln gefressen – machen Sie sich sehr schnell davon!

Übrigens sind, wie wir in den letzten beiden Jahren schmerzhaft erfahren durften, offensichtlich auch Top-Manager von Banken nicht davor gefeit, dieser Schwäche zu erliegen…Die Gier und die damit zusammenhängende Selbstüberschätzung zu überwinden, erfordert die Fähigkeit, sich immer wieder in Allem in Frage zu stellen. Eine Fähigkeit, die zu den überlebenswichtigsten an den Börsen gehört.

Das Chaos
Wenn sie all diese Schritte gegangen sind, bleibt am Ende nur noch eins übrig: Es ist das unlösbare Problem des Berufs „Trader“. Hinter all den Schleiern, den Geschichten und den Mythen stellen Sie zum Schluss fest, dass Börse immer eine chaotische Komponente hat. Börse ist also letztendlich also nie wirklich fassbar und entzieht sie sich damit auf immer der Sicherheit.

Wir Menschen haben allerdings eine Schwäche für Sicherheiten. Wir brauchen sie, um zu entspannen, um uns zu erholen. Wenn Sie lange Jahre einem anderen Beruf nachgehen, werden Sie irgendwann die Abläufe kennen. Alles ist Ihnen vertraut. Das gibt ein Gefühl der Sicherheit und Souveränität.

Die Börsen sind jedoch immer anders. Andauernd tauchen neue Themen auf, mit denen Sie sich noch nie vorher beschäftigt haben (wer von uns hat sich jemals zuvor mit der Wirtschaft Griechenlands auseinandergesetzt?). Trader ist demnach ein Job, der bis ins hohe Alter Unruhe ins alltägliche Leben bringt. Kein Wunder, dass die Finanzbranche zu den Branchen gehört, in denen die meisten Burn Outs entstehen.

Die letzte, langfristige Voraussetzung ist demnach, die Fähigkeit sich unverzagt immer wieder dem Chaos Tag für Tag aufs Neue zu stellen und jeglichen Neuerungen offen gegenüberzustehen.

Fazit
Interessant ist dabei folgendes: Wenn ich die Fragenden mit diesen Antworten konfrontiere, denke ich immer, dass sie eigentlich ernüchtert reagieren müssten. Man müsste doch angesichts dieser Erfordernisse und Gefahren den Wunsch Trader zu werden zumindest hinterfragen, wenn nicht sogar verwerfen. Aber das passiert nicht – eher das genaue Gegenteil.

Hin und wieder vermute ich, dass es damit zusammenhängt, dass wir gelangweilten Industriestaaten-Menschen einfach im Leben endlich mal eine richtige Herausforderung suchen. Etwas, dass uns an unsere Grenzen bringen kann. Und keine Frage, da ist die Börse sicherlich ein geeignetes Medium.

Wenn Sie es übrigens geschafft haben, erwartet sie etwas, das den ganzen Aufwand wirklich lohnenswert erscheinen lässt: Es gibt keinen anderen Job, in dem Sie freier und unabhängiger sind, denn als eigenverantwortlicher Trader…von Jochen Steffens, www.stockstreet.de

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“markets climb the wall of worry”

Mit einem kräftigen Aufwärtsschwung haben die US Indizes die vergangene, kurze Börsenwoche beendet. Nachdem es zunächst einmal nach leichten Gewinnmitnahmen ausgesehen hatte konnten sich sowohl der Dow Jones als auch Nasdaq und S&P 500 zum Handelsende mit positiven Vorzeichen in die Osterfeiertage verabschieden. Dies dürfte nun gerade den Dow Jones Index in eine komfortable Ausgangslage für einen Ausbruch über die psychologisch so wichtige Marke von 11.000 Punkten gebracht haben. Der letzte der großen drei US Indizes dürfte also bereits in der kommenden Woche auch wieder neue Höchststände erreichen. Wahrscheinlich dürfte diese Marke sogar bereits am Montag getestet werden, denn in den USA ist im Gegensatz zu Europa am Montag kein Feiertag und somit dürfte der Aktienhandel dort um 15:30 Uhr unserer Zeit die neue Woche positiv einläuten.

Grund für meinen Optimismus sind mehrere Gründe. Zum einen hatte der Markt, bedingt durch den Feiertag Karfreitag, noch keine Gelegenheit die überraschend guten Arbeitsmarktdaten so richtig zu verarbeiten, und die konnten sich dieses mal wirklich sehen lassen. Überraschenderweise wurden demnach im Monat März insgesamt 162.000 neue Arbeitsplätze in den USA geschaffen. Dies war der größte Zugewinn an Arbeitsplätzen seit Beginn der Krise. Auch die Tatsache, dass diese neu geschaffenen Stellen überwiegende aus privaten Unternehmen stammt gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Wirtschaft in den USA wieder anfängt zu funktionieren. Sowohl die Kreditvergabe für Investitionen und Arbeitsplätze als auch das operative Geschäft an sich!

Um so spannender dürften dann auch am Dienstag die Aussagen von Fed Chef Ben Bernanke sein. Hier dürften Marktbeobachter besonders darauf achten ob Bernanke irgendwelche versteckten Aussagen über einen baldigen Richtungswechsel bei den Konjunkturmaßnahmen treffen wird. ich kann mir aber nicht wirklich vorstellen, dass hier sofort beim ersten Anflug von Besserung wieder an den Zinsschrauben gedreht werden wird. Sollte sich der Trend am Arbeitsmarkt allerdings bestätigen könnte dies eventuell doch in diesem Jahr noch geschehen. Weitere Konjunkturdaten in der kommenden Woche sind die Veröffentlichung des ISM Einkaufsmanager-Index am Montag und die neuesten Daten vom US Immobilienmarkt (Verkauf bestehender Eigenheime) Ansonsten bleibt die Woche von konjunktureller Seite eher ruhig.

Alles andere als langweilig dürfte dies dann aber in der darauf folgenden Woche werden! Die US Berichtssaison starten wieder am 12.April. Wie immer wird der Aluminiumkonzern Alcoa den Zahlenreigen eröffnen. So langsam dürften wir uns bei den Zahlenwerken nun wieder dem normalen Bereich nähern, sprich vergleiche mit den Zahlen des Vorjahres fallen wieder etwas realistischer aus und die Gewinnsteigerungen bewegen sich in einem moderaten Bereich. Die Erwartungen der Analysten sind inzwischen schon wieder etwas runter geschraubt worden. Durchschnittlich wird nun von einem Gewinnwachstum auf Jahresbasis von ca. 36 Prozent ausgegangen. Auch dieses mal könnten also die positiven Überraschungen der US Berichtssaison überwiegen..

Ein weiterer Punkt der mich persönlich immer noch optimistisch für eine Fortführung der aktuellen Rallye stimmt, ist der zunehmende Pessimismus bei der Mehrzahl der Marktteilnehmer. Noch immer sind die Umsätze an den Börsen verhältnismäßig gering, noch immer trauen sich einige Marktteilnehmer nicht wieder in den Markt oder warten auf den nächsten starken Rücksetzer. So lange dies so ist werden die Märkte wohl weiter steigen. Erst wenn alle wieder in Aktien investiert sein wollen, weil Sie bereits dreiviertel der Rallye verpasst haben, werden die Indizes wahrscheinlich wieder nach unten drehen. Wie Ken Fischer, die Investmentlegende aus den USA in einem Interview kürzlich gesagt hat, handelt es sich hier um ein immer wiederkehrendes Phänomen an den Börsen.

Nach Auffassung Fishers befinden wir uns gerade in der Übergangsphase der Stufe eins zur Stufe zwei eines Bullenmarktes der möglicherweise noch einige Jahre Laufen kann, und erst in der Endphase der Stufe drei dann wohl wieder zusammenbrechen wird um einen neuen Zyklus an der Börse einzuleiten. Der erste Schock ist vorbei und so langsam werden Anleger wieder Vertrauen in die Assetklasse der Aktien, sprich Unternehmensbeteiligungen gewinnen. Fisher beschreibt dieses Phänomen des zögerlichen Anlegerverhaltens der breiten Masse mit “markets climb the wall of worry” Frei übersetzt heißt dies das die Märkte am liebsten an einer Wand aus Angst hoch klettern, und das trifft es wohl auf den Punkt.

Dies ist eine bereits sehr alte Theorie die auf den Ergebnissen der “Verhaltensforschung” von Mark Hulbert basiert. Seit 1980 beobachtet Hulbert dabei die Performance und aktuelle Markteinschätzung von über 160 US Börsenbriefen. Letztendlich leitet Hulbert dann anhand der Performance des einzelnen Börsenbriefes und deren Prognosen einen Indikator ab. Diese bilden dann, zusammen mit allen anderen Börsenbriefen einen – meistens antizyklischen – Stimmungs-Indikator. Grob gesagt ist dies eine einfache Darstellung massenpsychologischer Phänomene, die aber für die Börse extrem aussagekräftig ist. Auch hierzulande kann man dies anhand einzelner Börsenbriefe sehr schön beobachten.

Was wird nicht alles herauf beschworen… der Weltuntergang ist da meistens noch die harmloseste Variante. Sogar ein konkretes Datum für die totale Vernichtung Ihres Papiergeldes war kürzlich zu lesen – unglaublich! (Für diejenigen unter Ihnen die so etwas interessiert, es soll der 23.04.2010 sein. Den würde ich mir schon jetzt rot im Kalender anstreichen, vielleicht mit der Bemerkung ” Mein Geld ist futsch” oder “nicht vergessen. Papiergeld muss ins Altpapier” Es ist teilweise wirklich unglaublich wie hier versucht wird mit der Angst der Menschen auf eine extrem plumpe Art Geld zu verdienen. Und ich möchte auch gar nicht wissen wir hoch der Prozentsatz derjenigen ist die darauf rein fallen!

Kurzum, ich empfehle Ihnen, machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken! Ein Börsenbrief kann eine Hilfestellung dabei sein, muss es aber nicht. Bleiben Sie besonnen und agieren Sie kontrolliert an den internationalen Aktienmärkten, dann bleibt Ihnen in jeder Börsenphase das Schlimmste erspart. Erkennen Sie die Chancen und minimieren Sie die Risiken. Auch mein Newsletter soll nur ein Gedankenanstoß sein und hat keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, aber die Performance der letzten Jahre gibt mir Recht das ich mit meinen Überlegungen in den überwiegenden Fällen  sehr richtig liege. Und genau das motiviert mich immer wieder Ihnen zu zeigen, dass man an der Börse sehr wohl Geld verdienen kann..

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Centrotherm – bleiben Sie optimistisch!

Ich bin mal wieder fasziniert wie die Presse heute die Veröffentlichung der endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 von Centrotherm deutet. Zahlen, die im Vorfeld eigentlich schon klar waren und – zumindest aus meiner Sicht – keinerlei große Überraschungen beinhalten werden hier als News verkauft und mit einem negativen Unterton belegt, und das in fast allen Medien. Man stellt sich an dieser Stelle zwangsläufig die Frage ob man etwas verpasst hat oder vielleicht doch noch nicht ganz wach ist wenn man die Nachrichten um das Unternehmen offensichtlich mit ganz anderen Augen sieht als der Rest der Welt. An meiner Sichtweise hat sich aber auch nach dem dritten Kaffee heute nichts geändert und somit habe ich mich spontan entschlossen meinen Senf auch noch dazu zu geben.

Allem voran erst einmal..die Centrotherm Zahlen waren nicht schlecht! Verglichen mit dem Rest der Branche waren diese sogar sehr gut. Natürlich muss man bedingt durch die Krise hier leichte Abstriche machen und ein besseres Ergebnis als im Vorjahr war hier realistisch betrachtet auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte Centrotherm dem Umsatz um satte 36 Prozent auf 509 Millionen Euro steigern. Der Gewinn schrumpfte leicht um 17,4 Prozent bedingt durch planmäßige Abschreibungen. der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wurde sogar von 57,5 auf 58,6 Millionen leicht gesteigert!

Das Unternehmen erzielt inzwischen rund 90 Prozent seiner Umsätze im Ausland und ist international hervorragend aufgestellt. Besonders in den Boom Regionen Asiens ist Centrotherm mit einem Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von über 70 Prozent stark vertreten. Nun will das Unternehmen verstärkt in die aufstrebenden Regionen Indien und den nahen Osten expandieren. Hier dürfte für den Anlagenbauer weiterhin massives Marktpotenzial schlummern. Bereits gestern hat die Aktie mit dem Überwinden des Widerstands bei 34.50 Euro den weiteren Weg aufgezeigt. Diese Marke sollte heute noch einmal getestet werden bevor es dann weiter rauf geht. Schlimmstenfalls geht der heutige Kursrutsch bis zur nächsten Unterstützung bei 33,- Euro.

Im Gegensatz zu der heute publizierten weitläufigen Meinung bleibe ich bei meiner Einschätzung das es sich bei der Centrotherm Aktie um eines der attraktivsten Investments des weltweiten Solarsektors handelt…Bei anhaltend freundlichem Börsenumfeld sollte der Ausbruch nach oben in Kürze gelingen…Bleiben Sie optimistisch, und lassen Sie sich nicht von der öffentlichen Meinungsmache beeinflussen!

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Investors Inside im Interview

Der schweizer Bloggerkollege Rico Willi von financeblog.ch hat mich kürzlich zum Interview “geladen” und veröffentlicht ab jetzt unter der Rubrik financeINTRO in regelmäßigen Abständen Interviews mit Blogbetreibern deutschsprachiger Blogs aus der Finanzbranche. Den Anfang dieser sicherlich spannenden und unterhaltsamen Serie durfte nun ich machen, was mich natürlich besonders gefreut hat. Ich finde die Idee super, die Blogger deren Beiträge so viele interessierte Leser jeden Tag lesen, mal etwas genauer vorzustellen und somit jedem ein “Gesicht” zu geben. Und ich freue mich natürlich ganz besonders darüber auch mal den ein oder anderen Kollegen im Interview erleben zu können, und zu erfahren was die Menschen jeden Tag wieder antreibt zu schreiben und teilweise viel Zeit zu investieren.

Hier nun ein paar Auszüge aus dem Interview mit mir..

Warum bloggst du?

Börse ist Leidenschaft, meine Leidenschaft! Es macht mir einfach Spaß über wichtige Themen zu berichten und auch einmal kritisch zu hinterfragen was uns die Presse immer wieder glauben machen will. Ein kritischer Blick verbunden mit der Fähigkeit Situationen und Marktgeschehnisse richtig einschätzen zu können machen den Blog Investors Inside wohl so erfolgreich. Meine Leser schätzen das was ich hier tue sehr und haben teilweise bereits eine Menge Geld damit verdient. Dieses positive Feedback treibt mich jeden Tag wieder an.

Der Blog soll aber auch eine Anleitung sein, meine Leser davor zu bewahren Fehler die ich früher selber alle gemacht habe auch zu machen. Seit Januar habe ich das Angebot noch um einen kostenlosen Newsletter erweitert den ich regelmäßig an die interessierten Leser verschicke. Hier gibt es dann zusätzliche Informationen, genauere Analysen und geldwerte Vorteile.

Wie kam es zu diesem Blog?

Anfangs war es eigentlich nur mal ein „Ausprobieren“ wie ein Blog funktioniert, wie man die Menschen da draußen erreichen kann. Damals hatte ich nicht vor täglich zu schreiben. Als dann aber die Resonanz auf mein Tun immer größer wurde motivierte mich das natürlich entsprechend weiter zu machen.

Worum geht’s in diesem Blog?

In meinem Blog geht es darum etwas ab von der weitläufigen Meinung der Presse oder Analysten gewisse Themen aus der Finanzbranche auch einmal anders zu beleuchten. Natürlich nicht nur, aber es geht auch darum meinen Lesern zu vermitteln das es Zeiten gibt in denen es gut ist investiert zu sein, aber auch Zeiten in denen man lieber nicht investiert sein sollte. Das ist eigentlich das ganze Geheimnis…der Gewinn entsteht in den „guten Zeiten“, die meisten verlieren diesen aber wieder in den „schlechten Zeiten“. Wenn man es schafft das weitestgehend zu verhindern gehört man zu den Gewinnern an der Börse. Und natürlich muss man die „richtigen“ Aktien kaufen…

Beschreibe das Blog mit drei „tags“

Verliere niemals Geld! :-)

…Bereits gestern wurde das vollständige Interview mit mir veröffentlicht. Wer gerne mal hinter die Kulissen schaun möchte kann das also hier nun tun!

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