Archive | Marktbericht

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DAX Kursziele und Unterstützungen im Blick !

Unsere letzte Newsletter Ausgabe klang wohl etwas zu optimistisch, wie ich so mancher Email entnehmen konnte. Deswegen möchte ich hier noch einmal ganz kurz darauf eingehen, damit nicht der Eindruck entsteht ich würde die Welt nun durch die rosarote Brille betrachten. Ich bin positiv für das Gesamtjahr, diese Aussage kann ich ohne Bedenken treffen, und ich würde mal behaupten das wir im Börsenjahr 2012 noch höhere Kurse oder Indexstände sehen als heute. Mittelfristig sieht mein persönliches Bild schon etwas weniger rosig aus. Ich rechne noch einmal mit einem deutlichen Rücksetzer, bevor es dann zum Jahresende stabil nach oben gehen kann. Ab dem Frühjahr und bis in den Sommer hinein sollte es wieder deutlich schwieriger werden an der Börse Geld zu verdienen. Ich hatte ja mehrfach darüber berichtet, warum ich dieser Ansicht bin…

Kurzfristig hingegen bleibe ich verhalten optimistisch. Der Trend ist intakt, und der Markt hat immer Recht. Es ist einfach nicht sinnvoll sich dagegen zu stellen, auch wenn man den plötzlichen Sinneswandel der Anleger nicht unbedingt nachvollziehen kann. “Never fight the FED” bleibt das Motto der kommenden Wochen. Solange massiv Liquidität in den Markt gespült wird stehen die Chancen für weiter steigende Aktienkurse einfach besser als für dramatisch fallende Kurse. Der DAX hat jetzt aus charttechnischer Betrachtung durchaus das Potenzial bis auf 7.000 Punkte anzusteigen. Dies war das Ausgangsniveau des vorangegangenem Absturzes im Sommer 2011. Bei dem Projektionziel von 6.830 Punkten und der Oberkante des aktuellen Trendkanals bei 6.898 Punkte liegen auf diesem Weg noch weiter Hürden, die es zu überwinden gilt.

Auch eine Korrektur, die natürlich jederzeit losgehen kann, sollte eher vernünftig und kontrolliert ablaufen, und nicht erneut Wasserfall-ähnlich. Aber ich möchte Ihnen natürlich noch die möglichen Kursziele im Falle einer nachgebenden Börse nennen, denn man soll ja immer beide Varianten im Auge behalten. Die nächsten Unterstützungen beim DAX liegen bei 6.735 Punkte und 6.682 Punkte, eine weitere Unterstützungszone findet man im Chart zwischen 6.610 und 6.570 Punkte. Bei 6.546 Punkte verläuft der Aufwärtstrend-Kanal, diese Marke sollte tunlichst nicht unterschritten werden. Ab 6.350 Punkten, muss man sich dann wieder ernsthafte Gedanken machen, unter 6.322 Punkten droht eine stärkere Korrektur, denn hier verläuft die 200-Tage-Linie. Eine weiter Unterstützungzone findet man dann erst wieder im Bereich 6.170 bis 6.200 Punkten.

Ich gehe aus heutige Sicht davon aus das wir alle genannten Kursmarken in diesem Jahr noch einmal sehen werden. Die Frage ist eben nur wann, und in welcher Reihenfolge…In diesem Sinne, Happy Trading!

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Der Markt hat immer Recht – DAX 8.500 und die Angst vor der launischen Diva

Einzelne Aktienkurse sind auch in der vergangenen Woche bis zum Freitag kräftig weiter gestiegen, auch wenn die Indizes zum ersten Mal seit acht Wochen etwas schwächer tendiert haben. Ausgelöst durch neue Unsicherheiten bezüglich einer abschließenden Lösung in Griechenland gingen die Märkte am Freitag zum ersten mal seit langer Zeit wieder auf Tauchstation. Nachdem zunächst alles danach aussah, dass man sich nun auf die Umsetzung des geforderten Sparpaketes geeinigt habe, kam plötzlich erneute Gegenwehr der Opposition in Griechenland auf, die einen kurzfristigen Abschluss zunächst verhindert hat. Man kann es den Griechen wirklich nicht übel nehmen, das Land steht vor einer Zerreißprobe, und es geht um nicht weniger als die Zukunft des gesamten Landes. Allen Beteiligten dürfte inzwischen klar sein das all die geplanten Maßnahmen dauerhaft nicht zielführend sein können. Das Volk in Griechenland geht auf die Straße – und das wohl zu Recht! Es dürfte in den kommenden Wochen verstärkt zu Krawallen kommen. Griechenland bleibt auch nach einer möglichen Einigung ein Unruheherd in den kommenden Wochen und Monaten. Aber ich will nicht schon wieder davon anfangen, meine Meinung zu dem Thema kenne Sie ja schon.

Seit Jahresanfang spielt der Markt also in freudiger Erwartung des Ereignisses “Griechenland-Rettung” nun schon Hausse und steigt, ohne ein leichtes Anzeichen von Schwäche unaufhörlich in die Höhe. Bis es dann am Freitag zu dieser leichten Korrektur an den Märkten gekommen ist… Liest man nun die heutigen Schlagzeilen verschiedenster Medien, scheinen sofort wieder einige Marktteilnehmer und Journalisten in die alten Panikmuster zu verfallen, die den Markt im vergangenen Jahr in ungeahnte Tiefen stürzen ließen. Es ist schon erstaunlich wie weit der DAX inzwischen gestiegen ist, und wie wenig von dieser gravierend neuen Situation in den Köpfen der Menschen angekommen ist! Gemessen an dem vorangegangenen Anstieg war das “kleine” Minus von 1,4 Prozent noch nicht das was ich als wirkliche Korrektur bezeichnen würde. Dennoch, muss man natürlich wachsam bleiben, und darf sich von einem steigenden Markt niemals einlullen lassen!

Die launische Diva Börse hat die unangenehme Eigenschaft immer genau dann exzentrisch zu werden wenn die wenigsten damit rechnen. Nachdem also die breite Masse nach wie vor von einem Rücksetzer an den Börsen ausgeht rechne ich eher nicht mit einem solchen Ereignis in naher Zukunft. Genauso schnell wie die schlechte Stimmung gekommen ist kann sie dann aber auch wieder verschwinden. Fakt ist zunächst einmal, dass sich die Verluste, auf der anderen Seite des Atlantiks, sehr in Grenzen gehalten haben. Dow Jones und Co. sind immer noch auf dem Weg neue Allzeithochs zu generieren, alle Indizes befinden sich in einem intakten Aufwärtstrend. In den USA haben uns die Märkte im späten US Handel am Freitag bereits wieder signalisiert, dass der Anstieg ab Montag wieder weiter gehen könnte. Hier ist also weiterhin alles offen:

Es spricht aber auch sonst vieles dagegen, das wir nun eine echte Trendwende sehen werden. Der Markt hat angefangen sich wieder auf die fundamentale Bewertung von Aktien zu besinnen. Auch an der gerade laufenden Berichtssaison sehen wir wieder eine Normalisierung des Anlegerverhaltens. Kurssprünge bei guten Zahlen und Kurseinbrüche bei schlechten, die Welt scheint also zumindest diesbezüglich wieder in Ordnung zu sein. Gold und Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien. Die alten Korrelationen, die zuletzt außer Kraft gesetzt waren, scheinen so langsam wieder zu funktionieren. Die Anzeichen das wir uns nun wieder in einem normalen Markt befinden sind weiterhin deutlich, und sollten keinesfalls ignoriert werden. Immer noch laufen die meisten institutionellen Investoren dieser Entwicklung aber hinterher, auch wenn man in den letzten Tagen bereits eine deutliche Zunahme der Umsätze in einzelnen Aktien registrieren konnte.

Auch die Analysten-Gilde versucht mit Ihren Ratings momentan eher mit dem Markt Schritt zu halten, als umgekehrt. Kurzum die Rally wird immer noch nicht von der breiten Masse getragen. Und gerade dies ist wohl auch einer der wesentlichen Gründe dafür, dass diese Rally noch viel weiter führen könnte als viele Beobachter sich dies momentan vorstellen wollen. Die meisten Anleger sehen nach wie vor eher neidisch zu wie die anderen Geld verdienen. Gefangen in alten Denkmustern warten sie immer noch auf den Absturz, der auch ihnen dann einen Einstieg zu deutlich günstigeren Kursen ermöglicht. Die Kurse indes klettern immer weiter an der Mauer der Angst empor, und zwingen andere auch irgendwann einzusteigen um den Anstieg nicht vollends zu verpassen. Börsenumsätze nehmen wieder zu bis sie letztlich die alten Rekordstände erreicht haben, usw. Aus dem psychologischen Blickwinkel betrachtet könnten wir gerade mal irgendwo im ersten Drittel dieser Bewegung stehen.

Ich kann ihnen natürlich auch nicht mit Gewissheit sagen wo genau wir uns nun in welchem Zyklus der aktuellen Bewegung befinden, aber es spricht einiges dafür dass wir das Schlimmste dieser Krise bereits hinter uns haben. Was nicht heißen soll dass diese Krise irgendwann nicht doch noch einmal geballt, oder in anderer Form, auf uns zurück kommen wird. Bis dahin können aber noch Jahre vergehen. Die Politik, allem voran unsere Kanzlerin, hat nun endlich Flagge gezeigt, und die richtigen und notwendigen Schritte eingeleitet. Auch die momentan demonstrierte Härte und Unnachgiebigkeit bei den griechischen Forderungen ist ganz in meinem persönlichen Sinne, und der wohl einzig richtige Weg dieser Thematik zu begegnen, auch wenn es letztlich wiedermal die Falschen trifft.

Die Notenbanken ihrerseits haben sich nun ganz klar und offen zu einer expansiven Geldpolitik bekannt, die für den Aktienmarkt als äußerst günstig zu bezeichnen ist. Bereits Ende dieses Monats sollen die Banken in Europa über eine weitere Billion Euro verfügen können, um diese dann nach und nach in den Geldkreislauf zu bringen. Noch nie zuvor stand dann soviel Liquidität zu Verfügung die investiert werden muss. Die Federal Reserve Bank in den USA ihrerseits macht auch kein Hehl mehr daraus das in diesem Jahr noch mit einem weiteren Quantitative Easing Programm QE3 zu rechnen ist. Die gesamte dadurch freiwerdende Liquidität muss letztlich, auf die verschiedenen Anlageklassen verteilt, ihren Weg in die Finanzmärkte finden, und wird stützend wirken. Nicht auf einmal aber stetig, und der Aktienmarkt hat nach meiner Auffassung die beste Ausgangslage um davon kräftig zu profitieren.

Es spricht also vieles dafür dass wir ein gutes Börsenjahr 2012 vor uns haben, auch wenn die Aktienkurse natürlich nun nicht wie an der Schnur gezogen bis zum Jahresende steigen werden. Wie Sie ja wissen rechen ich noch einmal mit einem deutlicheren Rücksetzer in diesem Jahr. Die Frage wird sein wann die erste richtige Korrektur zu erwarten ist, ob in der kommenden Woche, erst gegen Ende März oder im Sommer. Mittelfristig dürften die Umsätze weiter zulegen und die Aktien wohl fundamental vernünftige Niveaus erreicht haben. Es gibt noch unendlich viele Werte bei denen dies noch nicht der Fall ist. Halten Sie also weiterhin nach ausgewählten Aktien Ausschau die noch nicht so stark gelaufen, und immer noch günstig bewertet sind.

Insgesamt sind die 30 Dax-Konzerne heute im Schnitt um 20 Prozent billiger als im Mittel der vergangenen 50 Jahre. Anders ausgedrückt: Um so viel zu kosten wie im langjährigen Durchschnitt, müsste der Dax noch um weitere 25 Prozent steigen. Er stünde dann ungefähr bei 8500 Punkten. Ein Kursziel dass ich bis zum Jahresende für nicht ganz unwahrscheinlich halte, wenn sich der ein oder andere Belastungsfaktor bis dahin verflüchtigt. Meine längerfristige Sicht ist dann folgende: Erst wenn alle Mitspieler wieder an Bord sind wird unsere Diva mit hoher Wahrscheinlichkeit entscheiden mal wieder richtig zickig zu sein. Aber eben erst dann! Kurzfristig betrachtet müssen wir also die kommende Börsenwoche überstehen, diese kann durchaus noch einmal turbulent werden. Mittelfristig bin ich weiterhin sehr positiv gestimmt. In diesem Sinne wünsche ich ihnen für die kommenden Wochen erst einmal die richtigen Entscheidungen und weiterhin hohe Renditen.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

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Commerzbank und Deutsche Bank – Es riecht nach Ausbruch !

Es war mal wieder ein ereignisreicher Börsentag gestern. Die Richtung weist weiterhin klar nach oben, auch wenn es zunächst  so aussah als ob der Markt nun doch einmal etwas korrigieren will. Mit der US Börseneröffnung kam, wie schon in den letzten Tagen, erneut Stärke auf. Nicht nur dass die Eröffnungs-Gaps relativ schnell wieder geschlossen wurden, sondern viel mehr die Tatsache, dass insbesondere der S&P ein neues Hoch markiert hat, stimmen mich hier positiv. Fed Chef Ben Bernanke hat auch gestern wieder deutlich gemacht dass der eingeschlagene Weg, den Markt weiterhin nahezu unbegrenzter Liquidität zu versorgen, bestehen bleibt. Das dürfte dann auch der Auslöser für die starke zweite Tageshälfte in den USA gewesen sein. Die Vorgaben in Asien sind somit ebenfalls freundlich, ebenso tendiert die europäische Leitwährung weiterhin stabiler. Die Vorgaben für heute sind also erneut äußerst günstig für die Bullen.

Bankaktien waren gestern im frühen Handel zunächst unter Druck, konnten sich dann aber ebenfalls deutlich erholen. Die Deutsche Bank gewann heute 0,89 Prozent, die Commerzbank Aktie konnte um 3,22 Prozent zulegen. Bei der Commerzbank zeigt sich nun eine sehr interessante Konstellation. Das letzte Hoch vom Freitag , dass es nun zu überwinden gilt lag bei 1,97 Euro. Mit einem Schlusskurs von 1.953 Euro brachten sich die Bullen nun, unter relativ hohen Umsätzen, wieder in Stellung für den ultimativen Ausbruch. Natürlich setzt der Markt hier ganz klar auf einen positiven Ausgang der Gespräche in Griechenland. Gelingt es nun das letzte Hoch zu überwinden, gerät wieder die entscheidende Marke bei 2,12 Euro in den Fokus der Anleger. Inzwischen verläuft hier auch die 200-Tage Linie! Kann die Aktie auch diese Zone hinter sich zu lassen, wäre eine übergeordnete Bodenbildung mit einem prozyklischen Kaufsignal abgeschlossen. Der heutige Handelstag könnte also ein ganz entscheidender für Commerzbank Aktionäre sein…

Die Aktie der Deutschen Bank ist ebenfalls in einer sehr entscheidenden Phase. Ein Ausbruch über die Marke von 34,25 Euro würden die nächsten Kursziele bei 35,90 Euro und 39,40 Euro aktivieren. Auch bei dem deutschen Branchenprimus wird mit einem heutigen Schlusskurs knapp unter der 34,- Euro Marke offensichtlich auf einen ansatzweise positivem Ausgang der griechischen Tragödie spekuliert…Hinzu kommt noch die heutige Meldung, dass Die Deutsche Bank als Sieger aus einem Rechtsstreit in den USA wegen mit Hypothekenkrediten besicherten Wertpapieren hervorgegangen ist. Ein US-Gericht wies zwei von der französisch-belgischen Bank Dexia vorgebrachte Klagen zurück. Damit dürften sich auch für die anderen noch offenen Verfahren die Chancen auf einen positiven Ausgang für die Deutsche Bank deutlich verbessert haben.

Bei der Commerzbank dürfte zusätzlich die Nachricht dass man nun die in Schieflage geratene Tochter Eurohypo abwickeln will für gute Stimmung sorgen. Der gwerbliche Immobilienfinanzierer soll dabei um mehr als die Hälfte auf ein Volumen von nur noch 25 bis 30 Milliarden Euro eingedampft werden. Der verbleibende kleine Kern könnte dann vollständig im Konzern aufgehen. Ich habe kurzfristig beide Positionen deutlich aufgestockt. Wie ich Ihnen schon Ende letzten Jahres in unserem Börsen Newsletter geschrieben habe, sollte 2012 das Jahr der Bankaktien werden. Jetzt könnte der richtige Zeitpunkt für eine entsprechende Spekulation  – zumindest kurzfristig – gekommen sein. Aus charttechnischer Sicht haben beide Titel noch deutlich “Luft” nach oben.

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Dax Ausbruch – Wann erwachen die Bären wieder?

Wir befinden uns inzwischen in Woche sieben der aktuellen Rally, und der Markt  zeigt immer noch keinerlei Anzeichen von Schwäche. Ganz im Gegenteil, der Dow Jones markierte gestern ein neues Drei-Jahres-Hoch, nachdem die US Arbeitsmarktdaten deutlich besser ausgefallen sind als dies vom Markt erwartet wurde. Insbesondere die auf 8,3 Prozent gesunkene Arbeitslosenrate lässt vermuten dass die USA allmählich das Tal der Tränen durchschritten haben könnten. Und genau diese Vermutung wurde gestern an den Börsen auch kräftig gefeiert. Ein endgültiger Beweis für diese These steht aber noch aus. Wie ich Ihnen bereits in den letzten Ausgabe unseres Newsletters geschrieben habe, ist und bleibt es es aber trotz aller Begeisterung, die oberste Pflicht eines jeden Anlegers sich gegen eventuell Rückschläge abzusichern. Die Party geht offenbar weiter bis die Musik irgendwann aufhört zu spielen, und dann sollte man nicht der letzte sein der diese Party wieder verlässt.

In Europa scheint sich die allgemeine Stimmung am Aktienmarkt nun ebenfalls deutlich gebessert zu haben. Die großen Anleiheverkäufe der Club Med Länder verliefen bislang überwiegend sehr erfreulich, auch wenn hier sicherlich von politischer Seite etwas nachgeholfen wurde. Sorge hingegen bereitet nun Portugal. Die Bedenken dass neben Griechenland nun auch Portugal nicht mehr in der Lage sein könnte längerfristig auf eigenen finanzpolitischen Füßen zu stehen, äusserten sich in der abgelaufenen Woche durch Renditen 2-jähriger portugiesischer Staatsanleihen, mit einer Verzinsung von satten 18 Prozent. Portugal ist zwar bis 2014 durchfinanziert, dennoch sollte man wohl ein Auge darauf haben ob hier nicht der nächste Brandherd entsteht. Bis dahin sollten wir uns aber erst einmal der aktuellen Situation widmen, und uns auf dem Anstieg der Börsen konzentrieren um diesen möglichst effektiv auszuschöpfen.

Der Markt will anscheinend einfach nur noch nach oben. Es ist wieder mal der Weg des maximalen Schmerzes für alle die noch nicht investiert sind, die Rally nicht rechtzeitig erkannt haben, oder sich gar auf der Short Seite positioniert haben. Unsere Zielzone wurde somit nun überschritten. Wie weit die aktuelle Bewegung noch tragen kann lässt sich nicht mehr seriös prognostizieren. Aber solange dieser Trend nicht nachhaltig gebrochen wird ist es besser sich nicht dagegen zu stellen, und die Bewegung einfach als gegeben zu akzeptieren. Auch ich bin zwischenzeitlich mit einem ein paar Positionen wieder ausgestiegen und haben Teilgewinne gesichert. Aus heutiger Sicht vielleicht zu früh. Deshalb habe ich mich in der abgelaufenen Woche darauf konzentriert meinen Investitionsgrad wieder etwas zu erhöhen, und in Aktien einzusteigen, die noch gar nicht oder wenig gelaufen sind…Schauen Sie sich mal die Aktien von Metro, K+S, Deutsche Börse, usw. an.

Fazit: Der DAX liegt nach wie vor in einem stabilen Aufwärtstrend, so dass dieser grundsätzlich gute Chancen hat noch bis auf 6.850 Punkte anzusteigen. Positiv sieht auch der Euro Stoxx 50 aus, für den ein weiterer Anstieg bis 2.550 Punkte möglich wäre. Bis auf die Arbeitsmarktdaten vom Freitag lieferten die US Konjunkturdaten zuletzt ein eher gemischtes Bild, wenn auch mit grundsätzlich positiver Tendenz. Wie heißt es doch so schön “Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer” Noch immer schwebt auch das Damoklesschwert Griechenland über den Märkten, dass sollte zu keinem Zeitpunkt vergessen werden…Grundsätzlich bleibt der Markt damit also in einer Bias zwischen den wirtschaftlichen Rahmendaten und den Gegebenheiten am Aktienmarkt, und wird weiterhin getrieben durch die von den Zentralbanken zur Verfügung gestellten üppigen Liquidität.

Für den Moment ist die Wahrscheinlichkeit für ein erneutes deutliches Abtauchen der Märkte in meinem Augen genau so hoch wie ein weiterer Anstieg. Denn die Bären befinden sich in einer Art Angststarre die sich, beim Erwachen dieser zotteligen Kuscheltiere, dann in einer weiteren und extremen Aufwärtsbewegung entladen könnte. Wie wir bereits am Freitag gesehen haben kann eine solche Bewegung dann sehr schnell gehen. In die Gegenrichtung allerdings auch, wie wir aus schmerzlicher Erfahrung des letzten Jahres wissen. Am Montag und Mittwoch wurden nun erneut ausgelöst durch starke Kursbewegungen zwei neue Gaps im S&P 500 hinterlassen die wahrscheinlich noch geschlossen werden müssen. Zumindest hat der Markt in den letzten Monaten konsequent darauf geachtet das solche Kurslücken im Chart nicht übermäßig lange verbleiben.

Für den Anfang der Woche kann ich mir durchaus vorstellen dass es nochmal ein paar Dips gibt, die man dann kurzfristig kaufen kann, wenn sie etwas heftiger ausfallen. Bitte vergessen Sie aber nicht diese Positionen sofort eng abzusichern. Der Markt muss auch mal wieder etwas Luft ablassen, und das wird er! Die Frage ist nur wann? Ein kurzfristiger Rücksetzer im Dax könnte noch einmal zu einem Retest der 6.600er Marke führen oder zurück in die Zielzone zwischen 6.400 und 6.500 Punkten (siehe Chart oben!) Im S&P 500 ist gar der Retest der 1.300er Marke vorstellbar.

In der kommenden Woche muss sich also nun zeigen ob wir uns langsam dem Finale nähern, in dem die Shorties entnervt aufgeben, und somit dem Schub in Richtung 6.850 Punkte oder mehr auslösen, oder ob die Märkte nun im Zuge der Unsicherheit um Griechenlands Schuldenschnitte auch mal wieder nachgeben werden. Die Entscheidung über die Höhe des HairCut, oder gar den Verbleib des Landes in der Eurozone, sollte jetzt immer mehr in den Fokus der Anleger rücken. Der Ausgang der griechischen Tragödie ist nach wie vor ungewiss, denn so langsam platzt einigen Beteiligten der Kragen in diesem Milliardenpoker. Die Worte des Eurogruppen-Chefs Jean-Claude Juncker am Wochenende waren mehr als deutlich…! Alleine schon aus diesem Grunde ist es, trotz aller Freude über steigende Kurse am Aktienmarkt, nicht ratsam sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Versuchen Sie einen ausgewogenen Mittelweg zu finden, der manche Chance auslässt, aber immer noch viel Spaß mit den bestehenden Positionen bereitet.

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DAX – Wann ist die Party vorbei ?

Ich weiß ja nicht wie es Ihnen beim Lesen der Schlagzeilen in den letzten Tagen ging, aber mir wird so langsam etwas komisch zumute. Überall kann man nun von neuen tollen Kurszielen lesen, und dass sich ja nun die Börsenwelt wieder grundlegend geändert haben soll. Nicht dass ich mir das nicht auch wünschen würde, aber ich habe irgendwie einen anderen Blick auf die aktuelle Situation an den Kapitalmärkten. Im Einzelnen möchte ich hier nun gar nicht aufzählen was ich so komisch daran finde, es gibt aber neben den üblichen Verdächtigen wie Griechenland, Iran, Portugal, oder auch den jüngsten Frühindikatoren aus der Transportbranche erste Meldungen die mich heute mal wieder besonders nachdenklich gemacht haben.

Unter anderem war in der Presse kürzlich zu lesen, dass nun wieder verstärkt institutionelle Investoren, getrieben durch die verbesserten Konjunkturaussichten und die gestiegene Wertwahrnehmung, in den Markt drängen würden. Manche Medien riefen sogar schon wieder die “Lizenz zum Kaufen!” und Ähnliches aus. Unseriöse Börsenbriefe haben plötzlich die “ultimative Gelddruckmaschine” erfunden und so weiter. Soll heißen dass Anleger nun wieder verstärkt auf Aktien setzen sollten, oder? Der Investitionsgrad im Profilager habe sich inzwischen auf 73,5 Prozent erhöht, hieß es kürzlich in einer Sentix Analyse. Dieser nähere sich damit den Niveaus vom Sommer 2011 an, hieß es zur Begründung.  Hmmm, Sommer 2011, da war doch was…! Nebenbei gesagt deckt sich diese Aussage nicht unbedingt mit den tatsächlichen Börsenumsätzen der letzten Wochen.

Bemerkenswert dabei finde ich auch dass das berichtende Institut, als Urheber dieser Sentiment-Analyse, noch vor einer Woche darüber berichtet hatte dass sich insbesondere die Stimmung bei institutionellen Investoren weiter deutlich verschlechtert habe. Folgerichtig wurde auch auf eine Divergenz zwischen privaten und institutionellen Investoren hingewiesen, die durchaus das Potenzial für einen deutlichen Rücksetzer an den Börsen haben dürfte. Offensichtlich hat sich das Bild der erhobenen Sentiment-Analyse also in den letzten Tagen deutlich verändert. Was dazu geführt haben soll kann ich nicht abschließend beurteilen. Die jüngsten Maßnahmen der FED, weiterhin billiges Geld zur Verfügung zu stellen, wäre eine Erklärung. Für mich im Moment auch die einzige Erklärung für weiter steigende Kurse…

Meine persönlichen Beobachtungen gehen, unabhängig von ein paar Veränderungen im Sentiment, aber eher in eine andere Richtung. Die von uns genannten Kursziele für den DAX wurden erreicht, konnten aber nicht überschritten werden. Sowohl aus charttechnischer als auch psychologischer Sicht sehe ich auf dem aktuellen Niveau eher die Gefahr eines Rücksetzers, als die Chance auf einen weiteren deutlichen Anstieg. Ausstehende politische Ereignisse, ebenso wie eine bislang schwächer als erwartet verlaufende Berichtssaison dürften die Euphorie kurzfristig bremsen. In den einzelnen Charts der Aktien ist deutlich erkennbar dass der Wind bereits gedreht hat, oder bald kräftig drehen könnte. Denn die Charts vieler Blue Chips stehen sozusagen auf der Kippe. Theoretisch reicht inzwischen ein richtig schlechter Tag, um reihenweise Verkaufssignale zu generieren.

Es bleibt also abschließend immer noch die Frage offen ob es sich bei dem Anstieg der letzten Wochen doch nur um eine Bärenmarktrally gehandelt haben könnte? Dies kann wohl zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös ausschließen. In jedem Falle sollte man nun wohl deutlich vorsichtiger werden, und sich nicht medial locken lassen diesen Kursen noch, auf Teufel komm raus, hinterher zu rennen. Die Party könnte erst einmal vorbei sein, was natürlich nicht heißen soll das in diesem Jahr nicht noch einmal kräftig gefeiert wird. Wie in der letzten Ausgabe unseres Newsletters bereits erwähnt rechne ich spätestens im zweiten Quartal noch einmal mit einem deutlichen Rücksetzer, und anschließend mit einem starken Jahresausklang. Vorher kann es auch durchaus noch etwas nach oben gehen. Liquidität treibt eben Kurse!

In oben genannter Pressemeldung heißt es abschließend dann auch “Unter bestimmten Umständen kann ein zu hoher kurzfristiger Optimismus der Anleger ein Kontraindikator, ein Warnzeichen für eine bevorstehende Konsolidierung sein.” Und damit kommen wir wieder zum Kern der Sache. Die Stimmung ist für meinen Geschmack inzwischen wieder zu gut, um nicht bald schon in einer entsprechenden Kursbewegung zu enden. Nicht selten herrscht ein gewisses Maß an Euphorie bevor diese außerordentlich gute Stimmung dann ganz schnell wieder ins Gegenteil kippt. Das war übrigens auch im Sommer 2011 der Fall. Wir hatten den besten Januar seit 1999, was mich für das Gesamtjahr sehr positiv stimmt, kurzfristig aber ermahnt nicht zu viel zu erwarten.

Fazit: Spätestens wenn Sie wieder die ersten Schlagzeilen mit dem Tenor “Börsenrally” in der Boulevard-Presse lesen, sollten Sie gaaaaaanz vorsichtig werden! Für die zuletzt hier besprochenen Positionen hat sich das Bild inzwischen teilweise bereits deutlich verändert. Bleiben Sie also weiterhin vorsichtig und betrachten Sie die Schlagzeilen mit einer gesunden Skepsis.

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DAX – die finale Entscheidung steht noch aus !

Seit nunmehr fast sechs Wochen läuft die aktuelle Rally an den Börsen, die so harmlos als “Santa Claus Rally” angefangen hat, und eigentlich bis zum ca. 10 Januar hätte auslaufen sollen. Inzwischen hat sich diese Kursbewegung nun zu einem waschechten Bullenmarkt entwickelt, der weiterhin Bestand hat. Wir befinden uns in einem Aufwärtstrendkanal, und so lange dieser nicht verlassen wird müssen wir davon ausgehen das die Kurse weiter steigen, auch wenn die Luft bei der ein oder anderen Aktie inzwischen etwas dünn zu werden scheint. Wie ich Ihnen in der letzten Ausgabe unseres Newsletters bereits geschrieben habe ist es aber, trotz aller Begeisterung über endlich wieder steigende Kurse, die oberste Pflicht eines jeden Anlegers sich gegen eventuell Rückschläge abzusichern – auch auf die Gefahr hin eventuell unglücklich ausgestoppt zu werden… !

An dieser Stelle möchte ich noch einmal kurz auf den Chart aus unserem letzten Börsen Newsletter vom 22.01.2012 eingehen, den ich hier gerne noch einmal einstelle. Die Zielzone wurde nun erreicht, auf Schlusskursbasis konnte diese aber nicht überwunden werden. Die Umsätze sind nach wie vor eher dünn, das heißt das die Marktbewegung (noch) nicht vom großen Geld mitgetragen wird. Viel mehr ist anzunehmen dass viele institutionelle Investoren diese Rallye bislang schlicht verpasst haben, und immer noch auf einen guten Einstieg warten. Diese Theorie würde dadurch unterstrichen, dass in den letzten Tagen jede kleine Schwäche des Marktes sofort wieder gekauft wird.

Entweder wird also das Big Money nun weiter scheibchenweise einsteigen, oder man wartet auf den großen Knall. Kommt dieser nicht werden institutionelle Anleger sich irgendwann dieser Rally anschließen müssen, ob sie wollen oder nicht. Aus charttechnischer Betrachtung gibt es also genügend Aktien die immer noch extrem interessant sind und weitere Kursgewinne versprechen. Die grundsätzliche Richtung stimmt nun wieder, weil Anleger offensichtlich das Gefühl haben, dass Politiker nun wissen was zu tun ist um das Vertrauen der Märkte zurück zu gewinnen.

Potenzial für eine heftige Kursbewegung nach unten ist aber ebenfalls genügend vorhanden. Zwar wurde die überkaufte Situation in den Indizes nun wieder einigermaßen abgebaut, und somit ist der Korrektur-Druck etwas geringer, aber die aktuellen politischen Ereignisse haben allesamt das Potenzial für eine solche Bewegung. Die Wahrscheinlichkeit für ein erneutes und deutliches Abtauchen des DAX um 1.000 Punkte oder mehr ist in meinen Augen nun aber etwas gesunken, eine Korrektur um 300 bis 400 Punkte aber immer noch jederzeit möglich. Wahrscheinlich werden die Märkte aber nun zunächst in eine abwartende Seitwärtsbewegung übergehen, bis klare Signale aus Griechenland kommen.

Denn, eine mögliche Insolvenz Griechenlands ist zum jetzigen Zeitpunkt keineswegs vom Tisch, und wäre wahrscheinlich ein solches Ereignis dass einen entsprechenden Kursrutsch auslösen könnte. Die Stimmen nach einem solchen Schritt werden immer lauter, und sogar die betroffenen Kreditinstitute sind nicht mehr abgeneigt dem “Final Cut” zuzustimmen. Der Imageverlust für den Euroraum wäre dann wohl nur von kurzer Dauer, die Verwerfungen an den Kapitalmärkten wahrscheinlich auch. Griechenland hätte hingegen danach wieder eine echte Chance auf nachhaltige Restrukturierung, und der Rest Europas die Option mit einer Einmalzahlung aus dieser Ehe aus zusteigen. Die Geldschleusen der FED und der EZB sind inzwischen weit geöffnet sodass wohl das Schlimmste verhindert werden sollte. Bankhäusern wurde genügend Zeit eingeräumt sich auf einen Hair Cut oder ähnliche Szenarien vor zu bereiten…

Für das Gesamtjahr bin ich hingegen inzwischen sehr optimistisch. Nicht nur das eine alte Börsenweisheit besagt, dass der Verlauf des Januars bestimmend für das Gesamtjahr sein wird, und wir mit einem Plus von 11,2 Prozent im DAX somit sehr gut im Rennen liegen. Viel mehr die Tatsache das nun offensichtlich eine Beruhigung der Märkte, und das trotz immer wieder schlechter Nachrichten, eingekehrt ist, lässt auf wieder bessere Börsenzeiten hoffen. Dennoch kann und werden die Börsen nun nicht wie an der Schnur gezogen weiter nach oben laufen. Der Markt muss auch mal wieder etwas Luft ablassen, und das wird er. Die Frage ist nur wann? Denken Sie bitte im Jahresverlauf immer wieder mal an die beiden letzten Newsletter zum US Präsidentschaftszxklus und dem zuletzt stark eingebrochenen Baltic Dry Index. Vieles spricht für einen deutlichen Rücksetzer im zweiten Quartal dieses Jahres. Wie heißt es doch so schön: “Die Börse ist keine Einbahnstraße! ” Denken Sie bitte immer daran!

Bis dahin wünsche ich uns allen aber erst einmal weiterhin schöne Gewinne, und den Mut diese dann zum richtigen Zeitpunkt auch zu sichern!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S Ich hatte Ihnen in unserem Blog kürzlich ein paar Goldaktien vorgestellt, die Sie sich unbedingt noch einmal ansehen sollten. Denn Goldaktien gehören seit den letzten Aussagen der FED, weiterhin billiges Geld zur Verfügung zu stellen, nun wieder zu den Lieblingen an der Wallsstreet. Diese Bewegung dürfte gerade erst so richtig angefangen haben. Letztlich sind die genannten Werte auch aus charttechnischer Sicht so weit “unten” dass das Risiko entsprechend überschaubar sein sollte. Die Maßnahmen der FED werden natürlich auch die Inflation weiter befeuern. Gold bleibt somit auch im Jahr 2012, und wahrscheinlich weit darüber hinaus, noch ein beliebter Inflationsschutz.

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TradingUpdate Porsche, VW, Commerzbank, TUI, Lufthansa, Veolia

Gestern war der erste Tag seit langem an dem die WallStreet vorübergehend leichte Schwäche gezeigt hat. Letztlich konnten sich die US Indizes aber bis zum späten Abend wieder etwas fangen, und schlossen nur leicht im Minus. Nach dem starken Vortag sind ein paar Gewinnmitnahmen durchaus gesund gewesen, und (noch) kein Grund zur Beunruhigung. Insbesondere die Aussagen der FED haben das Bild für Aktienanleger grundsätzlich nun noch einmal deutlich aufgehellt. Geld bleibt weiterhin billig und somit auch die Anlage in Aktien mit die attraktivste für die kommenden zwei Jahre. Soweit erst einmal zu den theoretischen Auswirkungen der Federal Reserve Strategie bis 2014. Dennoch befinden wir uns nun inzwischen  am Tag 25 der aktuellen Aufwärtsbewegung ohne nennenswerte Rücksetzer. Grund genug also sich die aktuellen Positionen wieder einmal etwas näher anzusehen.

In unserem heutigen TradingUpdate befassen wir uns erst einmal mit den Aktien die wirklich stark gelaufen sind, da es nun unserer Meinung nach sehr sinnvoll ist die Gewinn zumindest abzusichern. Allen voran hat sich die VW Aktie weiterhin freundlich entwickelt. Unser Depotwert hat, wie am Montag in unserem Blog angekündigt, den Ausbruch über die Hürde bei 135,- Euro nun geschafft, und gestern bereits die nächste Marke bei 141,- Euro kurzzeitig überschritten. Die Nachrichtenlage bei den Wolfsburgern ist weiterhin extrem positiv, und so sollte die Aktie in dem freundlichen Börsenumfeld auch weiter profitieren können. Gelingt es nun auch die Marke von 141,- Euro auf Tagesschluss-Basis zu überschreiten, dann wäre der nächste Widerstand bei 151,- Euro das Ziel.

Im Schlepptau dieser Entwicklung konnte sich nun auch endlich die Aktie des Sportwagenbauers Porsche von dem Widerstand bei 45,- Euro lösen. Mit dem Sprung über die Marke von 47.50 Euro scheint nun der Weg für deutlich Höhere Kurse endlich frei zu sein. Untermauert wurde diese Kursbewegungen durch zuletzt gute Nachrichten über eine mögliche Einigung mit den klagenden US Fonds. Unser Kursziel bleibt weiterhin im Bereich um die 65,- Euro. Zunächst einmal muss aber ein weiterer Anstieg bis 53,- gelingen. Die 47.50 Euro sollten nun eine solide Basis darstellen.

Die Commerzbank Aktie ist und bleibt das heißeste Eisen im DAX. Der Anstieg bis auf 2,- Euro seit unserem letzten Zukauf bei 1.18 Euro hat natürlich viel Freude bereitet. Nun muss sich zeigen ob dieser auch nachhaltig ist. Noch immer schwebt das Thema Griechenland unheilvoll über den Bankaktien. Obwohl die Banken selber inzwischen eine erstaunlich gelassene Haltung zum Ausgang dieser Episode zu haben scheinen. Seit vier Tagen befinden wir uns nun in der Konsolidierungsphase des vorangegangenen Anstiegs um immerhin 85 Prozent. Das wird oft vergessen und sollte hier nochmal ausdrücklich Erwähnung finden. Die aktuelle Bewegung ist also durchaus gesund. Abschließend noch der Hinweis von meiner Seite an unsere Leser, dass solche Konsolidierungen im Schnitt genau fünft Tage dauern, bevor sich der Anstieg fortsetzt…;-)

Die TUI Aktie hat sich in den letzten Wochen ebenfalls sehr erfreulich entwickelt. Seit unserem Einstieg im Dezember liegen wir mit dieser Position nun über 50 Prozent im Plus. Das sollte es aber noch nicht gewesen sein. Die jüngsten Nachrichten über einen baldigen Führungswechsel sowie der nun Anstehende Verkauf des Hapag Lloyd Anteils sollte die Aktie noch weiter beflügeln. Denn ich gehe davon aus dass das Unternehmen nach dem Abschluss dieser beiden “Transaktionen” für die Zukunft sehr gut gerüstet sein wird. Kursziel bleibt zunächst 6,67 Euro, später 7,26 Euro. Der Stopp wurde entsprechend nachgezogen.

Auch bei der Deutschen Lufthansa ist die Bodenbildung offensichtlich abgeschlossen. Der Ausbruch aus der Wochenlagen Bodenformation scheint nun geglückt zu sein, und ich persönlich rechne mit einem weiteren Anstieg in Richtung 11,80 Euro in den kommenden Wochen.

Besonders spannend aber finde ich seit gestern wieder die Aktie von Veolia Environnement S.A. Genau wie die Commerzbank Aktie einer der ganz großen möglichen Rebound Kandidaten des Jahres 2012. Heute testet die Aktie zum zweiten Mal in kurzer Zeit das Ausbruchsniveau bei 8,70 Euro. Gelingt nun der Sprung darüber könnte auch hier die Bodenbildung abgeschlossen sein. Ich rechne in diesem Jahr noch mit Kursen von mindestens 12,- Euro. Mit einer Dividendenrendite von 9 Prozent ist Veolia immer noch einer der attraktivsten Titel in Europa, und zudem in einem nahezu krisensicheren Geschäftsfeld tätig.

Liebe Leser,…Natürlich habe auch ich keine Glaskugel auf dem Schreibtisch, und kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sehen ob sich das freundliche Börsenumfeld auch in den nächsten zwei Wochen fortsetzen wird, aber die Wahrscheinlichkeiten sprechen immer noch für die Bullen. Und solange dies so ist sehen ich in den oben genannten Aktien immer noch hervorragende Möglichkeiten an dieser Bewegung zu partizipieren. Bleiben Sie also bei Ihre Anlagestrategie, sichern Sie die Risiken konsequent ab und lassen Sie Ihre Gewinne weiter laufen. Und denken Sie immer daran, der Wind kann schlagartig auch wieder drehen!

Am Wochenende wird der zweite Teil unseres TradingUpdates mit unserem kostenlosen Aktien Newsletter verschickt. Darin beschäftigen wir uns dann unter anderem etwas näher mit der aktuellen Situation bei Klöckner & Co. Aixtron, Rheinmetall, Salzgitter, K+S und einigen Gold-Aktien. Bis dahin wünsche ich ihnen weiterhin gute und erfolgreiche Trades. Ihr Lars Röhrig

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Gewinnexplosion – Apple setzt immer noch kräftig einen drauf!

Die niemals enden wollende Erfolgsgeschichte des Apple Konzerns geht auch nach dem tragischen Tod von Steve Jobs unverändert weiter. Apple konnte seinen Umsatz erneut ganz erheblich steigern und verdoppelt den Quartalsgewinn auf Jahresbasis auf mehr als 13 Milliarden Dollar. Vor allem das neue iPhone und das iPad spülen weiterhin Milliarden in die Kassen des Technologiekonzerns. So wurden im vergangenen Quartal nicht weniger als 37 Millionen Exemplares des iPhone und 15,4 Millionen iPads verkauft. Insbesondere das hervorragende Weihnachtsgeschäft hatte Apple in neue Umsatz-Sphären gehoben.

Der Umsatz legte im Berichtszeitraum um satte 73 Prozent auf 46,33 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten im Schnitt mit rund 39 Milliarden Dollar Umsatz, und einem Gewinn je Aktie von 10,16 Dollar gerechnet. Tatsächlich belief sich der Gewinn nun aber auf 13,87 Dollar je Aktie. Die Apple-Aktie verteuerte sich nachbörslich um satte acht Prozent auf etwa 452 Dollar. Das dürfte nicht nur Technologiewerte heute beflügeln sondern einmal mehr die gesamten Börsen. Denn kein Unternehmen ist im Moment ein besserer Gradmesser für die Konsumfreude der Menschen, trotz Krise und trotz angeblich drohender Rezession…

Als Apple Aktionär muss man sich nun wohl langsam wirklich die Frage stellen wie weit diese Reise noch gehen kann. Wie viel Steigerung ist angesichts solch bombastischer Zahlenwerke in Zukunft noch drin. “The Sky is the Limit” sagt der optimistische Amerikaner, aber im Umsatz und Gewinn- Himmel ist Apple ja schon seit Jahren. Ich muss diesem Konzern meinen größten Respekt zollen. Immer wenn ich persönlich der Meinung bin dass die letzten Zahlen nicht mehr zu toppen sind setzt Apple noch einen drauf. Vielleicht schaffen Sie das ja auch noch im nächsten Quartal…

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Der DAX hat die Zielzone erreicht – wie gehts weiter?

Liebe Leser, wir befinden uns nun wohl in einer sehr entscheidenden Phase des noch jungen Börsenjahres 2012. Die von uns genannte Zielmarke von 6.400 Punkten wurde erreicht und sogar mehrfach überschritten, die 6.500er Marke konnte hingegen noch nicht erreicht werden. Die aktuelle Situation im Deutschen Leitindex ähnelt in vielerlei Hinsicht der im Oktober des vergangenen Jahres. Auch damals konnte sich der Markt von seinen Tiefsständen stolze 1.300 Punkte nach oben bewegen, und hat dabei diverse Widerstandslinien mit einer gewissen Leichtigkeit überwunden. Der MACD-Indikator stieg noch weiter an, während aber der Stochastik-Indikator bereits eine deutliche Divergenz ausgebildet hatte, ebenso wie heute! Letztlich konnte der Ausbruch Ende Oktober dann nicht gehalten werden, und es kam zum einem deutlichen Rückgang von über 1000 Punkten. Soweit zur Geschichte, wir werden in den kommenden Tagen sehen ob sich diese wiederholt…

Der DAX befindet sich nun schon seit dem 20.Dezember 2011 in einem kontinuierlichen Anstieg ohne wirklich nennenswerte Rücksetzer. Mit dem Überwinden der 6.200-Punkte-Marke wurde nun endlich die wichtige Hürde genommen. Bei ca. 6.476 Punkten befindet sich nun die Marke des 38,20 Fibonacci Retracements, ebenso wie bei 6,432 Punkten das Oktober Hoch 2011. Zusätzlich müsste der DAX bei einem weiteren Anstieg nun das Fukushima-Tief aus dem März 2011 hinter sich lassen. Widerstände sind also auf kurze Sicht genügend vorhanden. Die Zielzone von 6.432 bis 6.513 Punkten dürfte sich somit nun als harte Nuß erweisen, die es zu überwinden gilt. Wird auch diese Marke noch überschritten, käme es zu einem bedeutenden charttechnischen Kaufsignal, das den DAX theoretisch bis zur Marke bei 6850 Punkten steigen lassen könnte.

Bei den US Indizes sieht die Situation im Moment recht ähnlich aus. Der S&P 500 konnte mit dem Überwinden der 1.300er Marke nun neues Potenzial freisetzen. Allerdings wird dieser Aufschwung nach meinen Beobachtungen nicht von allen Branchen getragen, Insbesondere eine “Normalisierung” im Finanz- und Bankensektor sorgte in den letzten Tagen für freundliche Stimmung. Während sich beispielsweise der Transportsektor geradezu dramatisch negativ entwickelt hat. Ob diese erneut liquiditäts- getriebene Rally also dauerhaft Bestand haben wird bleibt in meinen Augen noch abzuwarten. In der kommenden Woche geht die US Berichtssaison in Ihre heiße Phase, größere Enttäuschungen sind bislang ausgeblieben. Das könnte im kommenden Berichtszeitraum aber schon wieder ganz anders aussehen! Lesen Sie dazu auch bitten den vorangegangenen Artikel…

Für den Moment sieht übergeordnete Trend unverändert stark aus, aber man sollte allmählich etwas vorsichtiger werden!

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Die Aktien des Tages – Commerzbank, IBM, Microsoft, Intel, ThyssenKrupp, Lufthansa und TUI

Die Bullen sind weiterhin am Drücker. Auch in Asien bleiben die Aktienmärkte nach den guten Vorgaben aus den USA freundlich. IBM, Microsoft und Intel haben heute Nacht allesamt gute bis sehr gute Zahlenwerke abgeliefert was den Markt  weiterhin unterstützen sollte. Alle genannten Aktien waren nachbörslich kräftig im Plus. Lediglich Google konnte trotz nicht von dem freundlichen Umfeld und den eigentlich passablen Zahlen profitieren, da CEO Eric Schmidt überraschend seinen Rücktritt erklärt hat, was die Aktie nachbörslich kräftig unter Druck brachte. Die Vorgaben für den heutigen Handel sind also unverändert gut, lediglich kleinere Störfeuer seitens des heute stattfindenden kleinen Verfallstages zu erwarten. In einzelnen Aktien könnte der Handel heute also noch einmal sehr volatil werden, da das Bärenlager inzwischen mächtig unter Druck stehen dürfte.

Die Aktie des Tages gestern waren natürlich die Commerzbank Aktie, mit guten Nachrichten zum Abschluss der Restrukturierung und der geplanten Rekapitalisierung. Mit einem Schlusskurs von 1,62 Euro sollte der Grundstein für einen weiteren Anstieg nun gelegt sein. Die Deutsche Bank Aktie konnte von der allgemein guten Stimmung für Bankenwerte ebenfalls kräftig profitieren und ging mit einem satten Plus von 8,43 Prozent aus dem Handel. Bankentitel bleiben gefragt und dürften auch weiterhin das größte Nachholpotenzial, aber auch das größte Rücksschlagsrisiko haben.

Beim Sportwagenbauer Porsche sorgten neue Nachrichten zu den drohenden Klagen gegen das Unternehmen für gute Stimmung. Zum einen gelang es dem Konzern noch weiteren Aufschub bei einigen Klagen aus Deutschland zu bewirken, und zum anderen beflügelte ein Bericht im “manager magazin” nach dem die Porsche SE nun wohl aktiv in Vergleichsverhandlungen mit den klagenden US Fonds eingetreten ist. Die Aussicht auf deutlich niedrigere Vergleichszahlungen beflügelten den Aktienkurs. Die Aktie dankte es mit einem Kurssprung von 8,28 Prozent, der zum Ausbruch über die wichtige Marke von 45,- Euro führte. Das Kursziel für die nächsten Tage ist nun 49,- Euro bzw. 54,- Euro in der Folge.

Die Lufthansa Aktie konnte sich ebenfalls von Ihren Tiefstständen lösen, und notiert seit gestern wieder über der wichtigen Marke von 10,- Euro. Die Fluglinie will ihr China-Engagement im Frachtbereich beenden. Um das gescheiterte Joint Venture Jade Cargo wiederzubeleben, wären 50 Mio. Euro nötig. Der Partner Shenzhen Airlines wird seinen Anteil jedoch nicht aufbringen wollen. Mit einem Kursplus von 4,89 Prozent war die Aktie der Kranich Airline  gestern drittstärkster Wert in Dax. Hier sehe ich persönlich noch deutliches Nachholpotenzial, da die Rally bislang fast gänzlich an dem Wert vorbei ging.

Die ThyssenKrupp Aktie wurde gegen Handelsende ebenfalls von einem Gerücht beflügelt, und landete somit auf Platz vier der besten DAX Werte. Der Stahlriese soll sich angeblich von Werken im Ausland trennen wollen, hieß es nach unbestätigten Berichten. Nach dem Fiasko in Brasilien kam diese Nachricht offenbar gut an. Dennoch würden wir bei der Thyssen Aktie in den nächsten Zeit etwas Vorsicht walten lassen.

Und bei TUI scheint nun nach Jahren endlich das Personalkarussell in Gang zu kommen. Michael Frenzel, der langjährige TUI Chef, der unter anderem die Beteiligung an Hapag Lloyd zu verantworten hat, will seinen Stuhl räumen. In den letzten Jahren hatte man ja schon fast den Eindruck die beiden wären miteinander verwachsen. Die Suche nach einem Nachfolger hat offenbar bereits begonnen. Ursprünglich sollte Frenzel den Reisekonzern noch bis 2014 führen. Was hinter den Kulissen gespielt wird weiß natürlich niemand so genau, aber ich würde mal behaupten dass der Abgang Frenzels wahrscheinlich nicht so ganz freiwillig ist. Der TUI Aktie hingegen sollte es mittelfristig gut tun wenn alte verkrustete Strukturen aufgebrochen werden. Allerdings ist der Titel seit unserem Einstieg bei 3,87 Euro mit über 42 Prozent Gewinn auch schon sehr gut gelaufen.

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Jetzt wird es spannend – gelingt der finale Ausbruch?

Jetzt wird es spannend! Die Meinungen über die weitere Richtung der Aktienmärkte könnten im Moment unterschiedlicher nicht sein. Während das eine Lager der Fachleute immer mehr davor warnt dass es bald zu einer deutliche Korrektur kommen müsste, scheint der Optimismus der Anleger im Moment keine Grenzen zu kennen. Auch gestern legten die US Indizes, nach den positiven Vorgaben und Nachrichten aus Europa wieder kräftig zu. Mit einem Schlussstand im S&P 500 von 1.308,04 Punkten wurde auch unsere Ziel von 1.304 Punkten nun erreicht. Somit hat der Index nun – zumindest theoretisch – Luft für einen weiteren Anstieg in Richtung 1.330 Punkte. Für den DAX gilt ähnliches Die Zielzone von 6.400 bis 6.500 Punkten könnte heute schon erreicht werden. Zumindest gehe ich von einem Test der 6.400er Punkte Marke aus. Hier wird sich nun entscheiden, ob es sich um ein klassisches Fehlsignal handelt, oder die Aktienmärkte wirklich genügend Stärke besitzen um weiter durch zu starten.

Genügend Liquidität für eine weitere Bewegung sollte durch die jüngsten Maßnahmen vorhanden sein. Fast schon kommt es einem so vor als ob es einen echten Anlagenotstand bei Anleger gibt, und deswegen die Kurse permanent steigen. Angeblich kehrt allmählich das Vertrauen in Europa zurück und somit auch das Geld ausländischer Investoren….Es gibt viele Theorien die versuchen den Anstieg an den Aktienmärkten zu erklären, letztlich gewinnt man aber den Eindruck dass alle Erklärungsversuche nur aus irgendwelchen Lehrbüchern stammen, und auch die hoch bezahlten Analysten nur im Trüben fischen. Ich mache es kurz, mir ist es egal! Ich akzeptiere und respektiere was der Markt mir sagt. Ich orientiere mich weiterhin an der Charttechnik, denn das ist der einzig verlässliche Indikator der letzten Monate gewesen. Und die Charts sagen einstimmig weiter long.

Auch wenn ich die Nachrichten natürlich nicht völlig ignorieren kann, und es gab in den letzten Tagen so einige Nachrichten die mir etwas zu denken geben. Das Bild kann sich sehr schnell wieder ändern, und dann sollte man auch entsprechend schnell reagieren. Ich möchte Ihnen in der nächsten Newsletter Ausgabe am Wochenende ein paar Gedanken zu möglichen Risikofaktoren aufzählen, möglichst ohne eine eigene Wertung mit einzubringen. Denn letztlich sollte jeder selber seine Schlussfolgerungen daraus ziehen können, oder zumindest danach wissen wo er in den nächsten Tagen und Wochen etwas genauer hinsehen muss. Für heute wünsche ich Ihnen erst einmal einen erfolgreichen Handelstag!

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Verlieren die Ratingagenturen (endlich) ihre Macht?

Gestern konnten sich die Märkte in Europa erstaunlich gut verkaufen, wenn auch weiterhin unter dünnen Umsätzen. Entgegen der Befürchtung dass die Standard & Poors Abstufung einiger Euroländer erneut negative Auswirkungen auf den Aktienmarkt haben könnte stieg der DAX kräftig um 1,25 Prozent an. Und auch heute sehen die Vorgaben erneut gut aus. Der Dax wird ca. ein Prozent höher erwartet, und die US Futures sind ebenfalls deutlich im Plus. Ich hatte es ja bereits in der Wochenendausgabe unseres Newsletters geschrieben, wenn der Markt die massiven Angriffe gewisser Ratingagenturen und der dahinter stehenden Interessen jetzt einfach ignorieren würde wäre dies ein extrem starkes Zeichen dass man unbedingt beachten sollte.

Unterstützend wirkten gestern natürlich einige Faktoren wie beispielsweise die Nachrichten aus Frankreich. Das Land hatte bei seiner gestrigen Anleiheauktion trotz Abstufung keine Probleme. Das beruhigte die Markteilnehmer zusätzlich. Nach Fitch hält nun auch Moody‘s an seinem AAA-Votum für Frankreich fest, auch wenn sich der Ausblick bald eintrüben könnte. Und nicht zuletzt wurde bekannt dass die EZB in den letzten Tagen deutlich mehr Staatsanleihen europäischer Länder gekauft hatte als üblich. Diese Maßnahme dürfte erneut Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Institution EZB, und natürlich auch den Euro bringen. Das kann man heute auch an einem deutlich erholten Euro-Kurs feststellen, der aktuell wieder bei ca 1,276 notiert.

Wir sind davon ausgegangen dass diese neuerliche Abstufung auch negative Folgen für die Bonität des Euro-Rettungsfonds EFSF haben dürfte. Prompt legte Standard & Poors gestern Abend noch einen drauf indem auch dieser abgestuft wurde. Begründet wurde dies vorrangig damit das Frankreich ja jetzt die Top Note verloren hätte – was soll man sagen? Unsere Vermutung dass es sich hierbei bereits seit Monaten um einen massiven Währungskrieg handelt wird inzwischen auch von offizieller Seite mehrfach bestätigt. Heute Nachmittag nach US Börseneröffnung, werden wir wohl sehen wie viel Macht die Ratingagenturen tatsächlich noch haben. Ich gehe inzwischen nicht mehr davon aus dass es einen deutlichen Rücksetzer an den Börsen geben wird, zumindest heute nicht!

Offenbar haben sich die Agenturen im Laufe der letzten Monate, durch Ihr offensichtlich nicht immer unabhängiges Verhalten, unglaubwürdig gemacht. Ich persönlich werde sowieso nie verstehen wie man den Institutionen, die bereits vor der Krise im Jahr 2008, der erkennbaren Entwicklung hinterher gerannt sind, und in Ihrer eigentlichen Funktion komplett versagt haben, so viel Gewicht beimessen kann. Wie auch immer, der Dax nähert sich heute der 200 Tage Linie, die es zu überwinden gilt. Der RSI zeigt immer noch eine überkaufte Situation an. Es wird also erneut ein sehr spannender, und vielleicht für die kommenden Wochen sehr entscheidender Tag werden. Ich wünsche Ihnen Happy Trading!

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