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Phoenix Solar – wieder gut im Geschäft

Die Zahlen waren besser als erwartet…mit einem um 17,5 Prozent gestiegenem Umsatz auf 473 Millionen Euro meldete sich das Solarunternehmen aus Sulzenmoos heute zurück an die Spitze der deutschen Solarwerte. Anders als die Branchenkollegen konnte Phoenix Solar seinen Umsatz im abgelaufenen vierten Quartal deutlich ankurbeln. Insgesamt wurde nach der Schwäche am Jahresanfang 2009 im letzten Quartal fast die Hälfte des gesamten Jahresumsatzes generiert. Das EBIT brach aufgrund der eingebrochenen Verkaufspreise und Abwertungen von Vorratsbeständen dagegen um über 60 Prozent auf 12,2 Millionen Euro ein. Der Überschuss sank in gleichem Maße auf 8,6 Millionen Euro. Insgesamt sind die vorgelegten vorläufigen Zahlen aber besser ausgefallen als von Analysten im Vorfeld erwartet.

Für das nun laufende Geschäftsjahr sieht Vorstand Andreas Hänel deutlich bessere Zeiten kommen. Zwar werde man die Förderungskürzungen der Bundesregierung, gerade im Bezug auf Agrarflächen weiterhin spüren, dennoch geht man bei Phoenix Solar davon aus das die Expansionsstrategie ins Ausland dies mehr als kompensieren dürfte. Eine genaue Prognose für das laufende Jahr will der Vorstand aber erst geben, wenn das endgültige Ergebnis der geplanten Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland vorliegt.

Überzeugen kann das Unternehmen ebenfalls durch den derzeit hohen Auftragsbestand von 296 Millionen Euro. Noch vor einem Jahr hatte Phoenix lediglich Bestellungen über 112 Millionen Euro vorliegen. Teilweise war die Nachfrage sogar so groß, dass Phoenix Solar  Lieferschwierigkeiten bekam. Die verkauften Modulmengen stiegen auf über 200 Megawatt – was einem Wachstum von 70 Prozent entspricht. Der weltweite Solarmarkt legte hingegen lediglich um knapp 20 Prozent zu..Das Anlegermagazin der Aktionär hat das Papier von Phoenix Solar heute erneut zum Kauf empfohlen..Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt aktuell bei ca. 40,- Euro je Aktie.

Allerdings sollte man als besonnener Anleger vor einem Kauf heute bedenken das in den USA gestern die Solarwerte wiedermal sehr schwach tendiert haben und der Markt ebenfalls heute Schwäche zeigt. das heute morgen entstandene Eröffnungs-Gap bei 27,50 Euro könnte also durchaus noch geschlossen werden. Dies dürfte dann wieder einen guten Einstiegszeitpunkt darstellen.Wir haben eine entsprechende Order im Markt platziert..

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Rally bei Solon?

Mit einem Kursplus von bis zu 20% gehört die Solon Aktie heute zu den Top-Performern im deutschen Aktienhandel. Das angeschlagene Berliner Solarunternehmen Solon kann einem Zeitungsbericht zufolge auf eine Bürgschaft des Staates hoffen. Nach Informationen der Berliner Morgenpost aus dem Umfeld des Berliner Senats hat der Bürgschaftsausschuss des Deutschlandfonds bereits zugestimmt. Nun müsse der Lenkungsausschuss noch entscheiden. Die Vereinbarung soll in der kommenden Woche unterschrieben und dann auch verkündet werden.

Solon hat im vergangenen Jahr tiefrote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 195 Millionen Euro eingefahren. Derzeit verhandelt das Unternehmen mit seinen Banken über eine Umschuldung für kurzfristige Kredite von rund 200 Millionen Euro.  Das KGV für 2011 wird immer noch mit 47 angegeben. Im Falle das die Bürgschaft erfolgreich platziert werden kann sieht es operativ aber immer noch nicht deutlich besser aus bei dem Solarunternehmen. Angesichts der heute doch eher schwachen Umsätze in der Aktie gehen wir nicht davon aus das dieses Kursplus gehalten werden kann.

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Roth und Rau- Gemischtes Zahlenwerk

Die lange Auftragsflaute im vergangenen Jahr hat das Ergebnis des Solarzulieferers Roth&Rau belastet und zu einem Gewinneinbruch geführt. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sank um rund 45 Prozent auf 16,1 Millionen Euro, wie die im TecDax notierte Gesellschaft am Freitag mitteilte. Damit traf das Unternehmen die Erwartungen von Analysten. Der Umsatz ging um knapp 30 Prozent auf 197,9 Millionen Euro zurück und lag damit in etwa auf Höhe der im November gesenkten Prognose. Dennoch besteht auf Grund des starken vierten Quartals durchaus Grund zur Hoffnung das sich die Auftragslage nun dauerhaft bessern wird.

Das Schlussviertel habe die schwache Auftragsentwicklung der ersten neun Monate fast vollständig kompensiert, teilte die im TecDax notierte Gesellschaft am Freitag in Hohenstein-Ernstthal mit. Im Orderbuch standen Ende Dezember Bestellungen über 204,7 Millionen Euro – das waren lediglich 3,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die ersten Wochen des neuen Jahres zeigten eine weiter freundlichere Branchenentwicklung, sagte Unternehmenschef Dietmar Roth. Die Nachfrage ziehe wieder spürbar an. “Vor allem aus Asien erwarten wir in den kommenden Monaten weitere Auftragseingänge.” Eine konkrete Prognose kündigte der Vorstand für den 31. März an.

Unsere Wunschanalyse für diesen Wert folgt in Kürze….

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Chartcheck Phönix Solar, SMA Solar, Roth und Rau, Centrotherm

Obwohl die Aktien der chinesischen Branchenkollegen Yingli, Suntech,Trina Solar und LDK sich allmählich wieder etwas zu fangen scheinen geht der Ausverkauf in der deutschen Solarlandschaft weiter. Auch der amerikanische Branchenprimus FirstSolar kann nicht recht überzeugen und ist jederzeit weiterhin anfällig für einen Kursrutsch unter die charttechnisch so wichtige Marke von 100,- Dollar je Aktie. In unserem ersten teil des Chartchecks haben wir über die weiteren Aussichten von Solarworld, Q-Cells, Conergy und Solon berichtet die allesamt vor schwierigen Zeiten stehen dürften.

Im nun hier folgenden zweiten Teil des Chartchecks geht es um die, unserer Meinung nach, momentan etwas aussichtsreicheren Kandidaten der deutschen Solarbranche. Allen voran unserem Favoriten unter den Anlagenbauern, der Centrotherm AG. Erst gestern konnte das Unternehmen wieder einen Großauftrag für die Errichtung einer Fertigungsstrecke in Katar bekannt geben. Unanhängig von den Margen der Solarzellen,- wafer, Silizium oder den Einspeisevergütungen hat die Centrotherm ihr Unternehmen zum Marktführer im Bereich Anlagenbau zur Fertigung der eben genannten Produkte gemacht. Die Internationale Ausrichtung und die Kompetenz werden hier auch weiterhin dazu beitragen das das Unternehmen ordentliche Gewinne abwirft. nachdem heute noch eimal die wichtige Marke von 30,,- Euro getestet wurde sehen wir nun weiteres Potenzial bis zunächst 35,- Euro, später 38,- Euro bei der Aktie. Nach unten dürfte der Kurs bei spätestens 27,50 Euro abgesichert sein.

Der Mitbewerber Roth und Rau wirkt hingegen weiter angeschlagen. Das Unterschreiten der 25,- Euro Marke könnte weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 21,- Euro eröffnen. Fundamental erscheint die Roth und Rau Aktie im direkten Vergleich mit Centrotherm relativ teuer, dennoch sehen wir auch hier ab einem Niveau von ca 22,50 Euro bereits erste gute Kaufchancen für längerfristig orientierte Anleger. Ähnlich wie bei Centrotherm ist Roth und Rau unabhängig von Siliziumpreisen etc. und die Aktie dürfte sich bei einem Rebound der Branche kräftige erholen können.

Phönix Solar und SMA Solar gehören für uns inzwischen zu den Top-Pics aus dem Sektor. dennoch bleibt das Umfeld extrem anfällig für schlechte Nachrichten. Die Aktie von SMA Solar dürfte bei 70,- Euro einen guten Boden ausgebildet haben und nicht mehr darunter fallen. Sollte dies doch passieren drohen auch hier weitere Abschläge bis ca. 55,- Euro. Wir gehen aber eher von wieder steigenden Notierungen aus. Derzeit notiert die SMA Solar Aktie bei 77,- Euro. erst ein erneutes Überwinden der 90,- Euro Marke würde aber ein neues und klares Kaufsignal generieren. Auch hier ist also mit weiterhin volatilem Handel zu rechnen..

Auch bei Phönix Solar ist von einem Trendwendesignal derzeit noch nichts zu sehen, nachdem eine Zwischenerholung Mitte Februar mit einem Verlaufshoch bei 31,89 Euro an der Widerstandsmarke bei 31,85 Euro gescheitert ist. Dennoch halten wir das Risiko nach unten nun für überschaubar. der Bereich zwischen 27,- und 28,- Euro scheint eine ordentliche Unterstützung zu bieten. Sollte es der Aktie gelingen die 30,- Euro Marke zurück zu erobern verbessert sich das Chartbild wieder deutlich. Die nächste echte Hürde wartet dann bei 34,50 Euro.

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Chartcheck Solarworld, Q-Cells, Solon, Conergy

Inzwischen reiben sich einige Anleger wohl verwundert die Augen bei der Betrachtung der Charts von Solarworld, Q-Cells, Solon und auch Roth und Rau. Wie tief diese Aktien noch fallen werden kann wohl niemand so richtig beurteilen. dennoch möchten wir Ihnen hier eine kurze Einschätzung zur Charttechnik, bzw. den künftigen Kursentwicklungen  der Aktien nicht vorenthalten.

Zunächst einmal zu Conergy, dem Zockerwert unter den deutschen Solartiteln: Wir hatten ja bereits vor kurzem die Wunschanalyse zu Conergy von sharewise.com hier veröffentlicht. Das Fazit der Analyse von Sascha Huber lautete spekulativ halten mit Kursziel einem Euro. Auch wenn wir diese Meinung dieses mal nicht ganz geteilt haben, besteht durchaus Grund zur Hoffnung das auch die Conergy Aktie im Zuge eines allgemeinen Rebounds in der Solarbranche in der Lage sein könnte dieses Kursziel zu erreichen. Zunächst gehen wir aber von weiter nachgebenden Notierungen aus die auch noch in den Bereich um die 0,50 Euro führen könnten. Der MACD hat gerade ein neues Verkaufssignal generiert. Für spekulative Naturen kann sich also zu einem späteren Zeitpunkt eine gute Trading Chance bieten.

Ähnlich übel sieht es bei der Solon Aktie aus, die weiterhin stetig verliert. Einige Börsenbriefe sind hier short mit einem erklärten Kursziel von einem Euro. Das halten wir für etwas übertrieben, dennoch ist der Chart und die fundamentalen Daten klar negativ. Das erste Kursziel von Equinet wurde heute erreicht. Weitere Abschläge in Richtung 4,- Euro dürften aber auch ein Abrutschen Richtung 3,65 Euro bzw. schlimmsten Falls 2,80 Euro zur Folge haben. Erst wenn die Solon Aktie wieder die Marke von 5,40 Euro nachhaltig überwinden kann ist auch ein weiterer Rebound mit Kursziel 7,50 Euro wieder möglich.

Frustriert dürften inzwischen alle Solarworld Anleger sein, die in der Annahme hier in eine Qualitätsaktie und den deutschen Marktführer investiert zu haben nun jeden Tag zusehen müssen wie der Kurs weiter fällt. Die Aktie verliert fast vier Prozent und kostet nur noch 9,37 Euro. Sowohl Privatanleger als auch viele Profis werfen ihre Aktien aus Angst vor weiter fallenden Kursen auf den Markt. Auch wenn die Aktie inzwischen überverkauft erscheint würden wir derzeit nicht zum Kauf der Solarworld Aktie raten. Selbst die gestrige Nachricht über einen Großauftrag aus Katar konnte den Surz nicht ansatzweise bremsen. Kurse um die 8,- Euro Marke sind inzwischen vorstellbar, eventuell sogar 7,60 Euro. Hier sollte der Abverkauf dann spätestens sein Ende finden.

Die Q-Cells Aktie hat es inzwischen mit am härtesten erwischt. Ca. 6,50 Euro kostet eine Aktie heute noch, nachdem es bis vor kurzem noch fast das Doppelte gewesen ist. Allerdings muss man dazu sagen das auch die Nachrichtenlage um die Q-Cells AG und die Fundamentaldaten dazu beigetragen haben hier allzu viel Optimismus wieder “abzubauen”. Im direkten Vergleich zu Solarworld dürften den Q-Cells Aktionären wohl weniger lustige Zeiten ins Haus stehen. Wir rechnen hier noch mit einem weiter negativen Kursverlauf in Richtung 5,50 oder gar 5,- Euro. Lesen Sie hierzu bitte weiter in unserem zweiten Teil des Chartchecks für die deutschen Solarwerte..

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Centrotherm erhält Großauftrag aus Katar

Die Centrotherm AG meldet sich heute eindrucksvoll zurück. Mit einem Aufschlag von 6% gehört der Anlagenbauer zu den Gewinnern des heutigen Tages, während die Titel von Solarworld, Q-Cells und Solon weiter deutlich abgeben müssen. Grund für die heutige Kursrally bei der Centrotherm Aktie ist nach den charttechnischen Gegebenheiten die Meldung über einen Großauftrag aus dem Emirat Katar für die Solarindustrie im Gesamtwert von 500 Millionen Dollar. Das Emirat Katar plant eine Siliziumproduktionsanlage aufzubauen, die Fertingungslinie dafür soll von Centrotherm kommen. Der Photovoltaik-Spezialist aus Blaubeuren liefert Technologie und Equipment zur Produktion von hochreinem Silizium und übernimmt Engineering- und Projekt-Services bis hin zum Ramp Up. Neben Reaktoren und Konvertern kommt die im letzen Jahr vorgestellte Abgasrückgewinnungsanlage (Vent Gas Recovery) zum Einsatz.

“Wir freuen uns, die Qatar Solar Technologies in einem so wegweisenden Projekt zu unterstützen”, sagt Robert M. Hartung, Vorstandssprecher der centrotherm photovoltaics AG. “Die Entscheidung des Kunden für centrotherm photovoltaics bestätigt unsere Leistungsfähigkeit im Siliziumbereich und untermauert unsere Strategie, uns entlang der gesamten photovoltaischen Wertschöpfungskette zu positionieren.” Den Auftrag erhielt die centrotherm SiTec GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, in der centrotherm photovoltaics seit 2008 die Silizium-Kompetenz des Konzerns bündelt. Die Produkte der Centrotherm AG bleiben somit weiterhin erste Wahl…dieser Umstand dürfte sich für das Unternehmen auch weiterhin langfristig deutlich auszahlen!

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Centrotherm – Analystenchaos

Die Centrotherm Aktie wird weiter unter minimalen Umsätzen nach unten gedrückt! Zahlreiche Analystenmeinungen bestätigen der Aktie jedoch enormes Kusrpotenzial, bis uaf ein paar wenige Ausnahmen. Für fragwürdig halten wir persönlich die jüngste Einschätzung zur Centrotherm Aktie der HSBC die Ihr Kursziel nun mit 14,- Euro angibt und dabei auf die schwachen Zahlen für 2009 und eine deutlich verfehlte Markterwartung beziehen. Man stellt sich hier zwangsläufig die Frage ob wir den selben Jahresbericht gelesen haben!?! “So hätten die Ergebnisse die Markterwartungen unter anderem aufgrund höherer Kosten bei Silizium und Dünnschicht deutlich verfehlt.” was bitte hat ein Anlagebauer mit Siliziumpreisen am Hut? Geballte Kompetenz!

Auch der Goodmode Trader, den wir im Übrigen sehr schätzen, vergisst bei seinen inzwischen fast täglichen Chartanalysen zu dem Wert auch mal auf einen wichtigen Widerstand bzw. eine Unterstützung bei aktuell 27,20 Euro hin zu weisen. Diese Marke wurde heute erfolgreich getestet!Natürlich ist der Kursverlauf der Aktie momentan alles andere als erfreulich, es sei denn man ist hier short gegangen. Dennoch sind wir nach wie vor der Meinung das die momentan teilweise bestehende Panik nichts mit den fundamentalen Daten des Unternehmens zu tun hat. Die Kursziele der Kollegen von der Citigroup und Berenberg Bank mit 45,- bzw. 42,- Euro sowie die der Commerzbank mit 46,- Euro halten wir da doch für deutlich realistischer. Wie auch immer die Aktie ist momentan angezählt aber auch jederzeit gut für einen schnellen Rebound gut. Wir haben unsere Position heute noch einmal aufgestockt. Lesen Sie dazu auch bitte das Interview das heute im AKTIONÄR erschienen ist…

Große Veränderungen belasten die Solarbranche. Commerzbank-Analyst Robert Schramm sagt, wie schlimm es wirklich wird und wieso er langfristig dennoch an den Sonnensektor glaubt. Der Ausverkauf im Solarsektor ist im vollen Gange. Aufgrund der EEG-Novelle – Solarworld-Chef Frank Asbeck spricht sogar von der Zerstörung großer Teile der Branche – freuen sich derzeit nur Anleger, die sich auf der Short-Seite positioniert haben. DER AKTIONÄR hat Commerzbank-Analyst Robert Schramm zur aktuellen Lage befragt.

Herr Schramm, wie dramatisch sind die EEG-Veränderungen für den deutschen Solarsektor wirklich?
Robert Schramm: Die Höhe der Vergütungseinschneidung und das Tempo, in dem das umgesetzt wird, waren für den Kapitalmarkt und die Firmen negativ überraschend. Das wird den Markt aber nicht zerstören. Wir haben weiterhin ein Umfeld, in welchem der Markt in Deutschland 2,5 oder 3,0 Gigawatt groß sein kann.

Welche Firmen sind die größten Verlierer des neuen Umfeldes?
Für Solarhersteller wie Solon, Solarworld oder Q-Cells, die stark am Heimatmarkt hängen – Solarworld setzt etwa zwei Drittel seiner Module in Deutschland ab – wird es in den nächsten Jahren hart werden. Solarworld hat eine Premiumstrategie und verkauft die teuersten Module der Welt. Dieser Ansatz kommt nun besonders unter Druck. Solarworld wird dennoch auch nach den Förderkürzungen noch eine positive Marge erzielen können. Während Solarworld seine Preise fast so stark wie die Vergütungsreduzierung senken werden muss, kann es sein, dass asiatische Hersteller mit kleineren Preissenkungen auskommen werden. Grundsätzlich haben es Solarmodulhersteller mit niedriger Kostenbasis derzeit leichter.

Welche der deutschen Solarplayer sind gut positioniert?
Am besten werden Händler, Projektierer und Solarmaschinenbauer mit der Kürzung der Einspeisevergütung zurecht kommen. Unsere Favoriten sind Phoenix Solar, Centrotherm oder SMA  Solar und derzeit weniger die Produzenten.

Wie geht es mittelfristig mit dem Sektor weiter, und was sollten Anleger beachten?
Wir glauben, dass das Wachstum auch künftig extrem stark sein wird. Die USA, Frankreich, Italien sowie Asien werden Wachstumstreiber und die deutsche Marktschwäche überkompensieren. Für Anleger ist es wichtig geworden, Selektion zu betreiben….Aus fundamentaler Sicht bleibt die Aktie interessant: Als technologisch führender und in Asien stark vertretener Solarmaschinenbauer dürfte sich Centrotherm auch auf lange Sicht durchsetzen. Die Aktie bleibt auf der Watchlist.

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Solarworld – ähnlich schlecht wie Q-Cells und Solon?

Ganz im Gegensatz zu Centrotherm waren die Solarworld Zahlen erwartungsgemäß nicht so berauschend. Auch hier drückt der weitere Preisverfall in der Solarbranche kräftig auf die Margen und konnte dnicht durch einen entsprechenden Umsatzanstieg abgefedert werden.Das Photovoltaik-Unternehmen hat somit im vergangenen Jahr stärker unter dem heftigen Preisverfall in der Branche gelitten als erwartet. Trotz eines starken Schlussquartals sank der operative Gewinn (Ebit) um ein Drittel auf 151,8 Mill. Euro, wie die im TecDax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Bonn mitteilte. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen von Analysten deutlich. Der Überschuss brach sogar um 60 Prozent auf 59 Mill. Euro ein. Dafür machte der Vorstand auch negative Steuereffekte verantwortlich.

Dennoch schlug sich Solarworld immer noch deutlich besser als viele andere Firmen der Branche, die angesichts der dramatischen Veränderungen des Solarmarktes tief in die roten Zahlen gerutscht waren. Den Umsatz steigerte Solarworld um gut zwölf Prozent auf 1,01 Mrd. Euro, wie das Unternehmen bereits Anfang Januar mitgeteilt hatte. Für das laufenden Jahr gab der Vorstand das Ziel aus, das Umsatzniveau von einer Milliarde Euro nachhaltig zu übertreffen. Zur erwarteten Profitabilität machte Solarworld keine Angaben. Die liquiden Mittel bezifferte der Solarworld-Vorstand mit 936 Millionen Euro. Man kann also zumindest sagen das das Zahlenwerk von Solarworld geringfügig besser ausgefallen ist als bei der Konkurrenz, diese dennoch aber alles andere als ein Grund zum Jubeln sind…

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Centrotherm gewohnt stark!

Gestern hatten wohl die wenigsten noch an gute Zahlen bei der Centrotherm Aktie geglaubt. Heute morgen dann kamen die offziellen Vorab zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr des Anlagenbauers, und die konnten sich sehen lassen. Der auf die Solarindustrie spezialisierten Anlagenbauer Centrotherm ist nach eigenen Angaben vielversprechend in das neue Geschäftsjahr gestartet und will seinen Wachstumskurs fortsetzen. Für 2010 sei mit einem Umsatz von 550 bis 580 Millionen Euro zu rechnen, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag mit. 2009 hatte Centrotherm Erlöse in Höhe von 509,1 Millionen Euro erzielt und damit das unter Ende seiner eigenen Prognosespanne erreicht.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich von 57,5 Millionen auf 58,6 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) sank unter anderem wegen Abschreibungen und des steigenden Preisdrucks in der Branche von 43,5 Millionen auf 37,2 Millionen Euro. Das Unternehmen hatte zum Jahresende einen Auftragsbestand von 790 Mio. Euro. Im Rahmen der laufenden Überprüfung des Auftragsbuchs wurden Aufträge im Volumen von rund 100 Mio. Euro aus dem Auftragsbuch genommen. Darunter war unter anderem ein Auftrag aus dem Dünnschichtbereich, das Projekt wurde kundenseitig verschoben. Das Unternehmen startet optimistisch ins neue Geschäftsjahr: centrotherm photovoltaics ist im Equipmentbereich bis weit in das Jahr 2010 ausgelastet.

Centrotherm Photovoltaics profitiert zudem von einer starken Position in den asiatischen Märkten. So begleitete das Unternehmen beispielsweise den weltgrößten Schiffsbauer Hyundai Heavy Industries beim Einstieg in den Photovoltaik-Markt. Die insgesamt verbesserte Marktentwicklung spiegelt sich insbesondere im Auftragseingang bei Einzelequipment im Bereich Solarzelle&Wafer wider: Nachdem im vierten Quartal vom Auftragseingang in Höhe von insgesamt 117 Mio. Euro rund 70 Mio. Euro auf Einzelequipment entfielen, kamen in den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres Aufträge mit einem Volumen von rund 63 Mio. Euro hinzu. Darüber hinaus wurden weitere Großaufträge gewonnen, die gemäß der vorsichtigen Auftragsbuchpolitik erst dann als Auftragseingang verbucht werden, wenn entsprechende Sicherheiten vorliegen…

Wie bereits gestern berichtet halten wir den jüngsten Kursverlauf der Aktie für extrem überzogen. Spekulationen ob hier Shortseller am Werke sind oder es einfach an den derzeit schwachen Umsätzen in der Aktie liegt machen die Runde. Letztendlich ist das aus fundamentaler Sicht aber egal und die Aktie dürfte sehr bald in die Gegenbewegung über gehen. Zwar musste auch Centrotherm beim Gewinn etwas zurückstecken, dies sollte aber nur eine leichte und vorübergehende Schwäche sein.

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Phönix Solar, Centrotherm, Q-Cells, SMA Solar, Roth und Rau

Weiterhin herrscht extreme Unruhe in der Solarbranche und das offensichtlich weltweit. Die an den amerikanischen Börsen gelisteten Werte gaben gestern noch einmal nach. Zwar hielt sich der erneute Verlust bei den chinesischen Solarunternehmen in Grenzen, der amerikanische Branchenprimus First Solar wurde aber erneut mit minus 6,46 Prozent abgestraft. Dies ist unserer Auffassung nach aber relativ zu sehen, das sich die Überbewertung die bereits seit Jahren in dieser Aktie besteht nun allmählich einfach abbaut.

Ein etwas anderes Bild zeigt sich in der deutschen Solarwirtschaft..Phoenix Solar (- 3,2 Prozent auf 29,14 Euro) und allen voran Centrotherm (- 5,7 Prozent auf 33,82 Euro) wurden gestern erneut deutlich, und nach unserer Auffassung zu Unrecht abgestraft, wohin gegen die Unternehmen die an der jüngsten Entscheidung unserer Bundesregierung die Subventionen um 16% zu kürzen am meisten leiden dürften, verhältnismäßig glimpflich davon gekommen sind. Verkehrte Welt an den Börsen. Gerade bei Centrotherm die immer noch unter dünnen Umsätzen leidet halten wir diese Entwicklung für eine krasse Fehleinschätzung der Verkäufer.

Solarworld (- 1,2 Prozent auf 11,08 Euro) gab etwas nach. Der Solarzellenhersteller Q-Cells (+ 1,4 Prozent auf 7,84 Euro) fuhr im vierten Quartal aufgrund von Abschreibungen 411 Millionen Euro Verlust ein. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) weitete sich der Fehlbetrag von 164 auf 270 Millionen Euro aus. Im Gesamtjahr summiert sich das Minus auf 1,356 Milliarden Euro. Davon gingen nach eigenen Angaben 952 Millionen Euro auf das Konto von Buchverlusten und Abschreibungen auf Beteiligungen. Der Umsatz schrumpfte 2009 von 1,25 Milliarden auf 801 Millionen Euro. Im Schlußquartal flossen 251 Millionen Euro durch die Bücher. Die Q-Cells Aktie konnte trotzdem zulegen!??

Einen Lichtblick gab es dann doch noch am gestrigen Handesltag! Im vergangenen Jahr steigerte SMA Solar (- 0,2 Prozent auf 85,62 Euro) den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 167 auf 228 Millionen Euro. Der Anbieter von Solar-Wechselrichtern hatte im Vorfeld 195 bis 225 Millionen Euro prognostiziert. Der Umsatz kletterte von 682 auf 934 Millionen Euro. Die eigene Prognose lag bei 850 bis 900 Millionen Euro. Die EBIT-Marge sank von 24,6 auf 24,4 Prozent. Im laufenden Jahr sollen 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro umgesetzt werden. Der erhöhte Kostendruck werden die EBIT-Marge auf 20 bis 23 Prozent sinken lassen, warnte SMA Solar. Alles in allem waren dies aber sehr vernünftige Zahlen die überzeugen konnten.

Zusammen mit Phönix Solar dürfte die SMA Solar eine der interessanteste Titel aus dem Solarsektor in den kommenden Monaten bleiben. Ebenso wie die Centrotherm Aktie die wohl eher wegen der schwachen Nachfrageseite kleidet als das der Kursverfall fundamental begründet wäre. Die Aktie von Roth und Rau musste gestern ebenfalls deutlich abgeben und notiert inzwischen wieder nahe der Marke von 25,- Euro. Im direkten Vergleich mit Centrotherm, – soweit dieser gestattet ist – könnte die Roth und Rau Aktie aber noch bis knapp über 20,- Euro nachgeben wenn der Gesamtsektor schwach bleibt. Bei Centrotherm dürfte nun die richtige zeit für ein Investment gekommen sein..

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