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Solar-Party bei FirstSolar, Suntech, Trina, Yingli und LDK Solar, was machen Solarworld und Co.?

US Solaraktien legten gestern eine saftige Rally hin. Allen voran die amerikanische First Solar, deren Aktienkurs um stolze 45 Prozent zulegen konnte. Grund für diesen Kurssprung war die nach oben angepasste Prognose des größten Solarmodulherstellers der USA. So rechnet man bei FirstSolar nun für das laufende Jahr mit einem Gewinn je Aktie zwischen 4,0 und 4,5 Dollar, ohne Sonderposten. Die durchschnittliche Analystenschätzung beläuft sich aktuell noch auf ca. 3,50 Dollar je Aktie. Somit liegt die neue Prognose deutlich über den Erwartungen und wurde gestern in den Aktienkurs eingearbeitet. Auch für die kommenden beiden Geschäftsjahre zeigte sich das Unternehmen optimistischer als die Experten und erwartet höhere Erträge als bislang kalkuliert. Man darf gespannt sein ob die gesteckten Ziele auch tatsächlich erreicht werden können…?

Die restliche Solarbranche, insbesondere die chinesischen Solarwerte wie Trina Solar, Yingli, LDK und Suntech konnten ebenfalls kräftig zulegen. Zum einen beflügelten hier die Aussagen von FirstSolar die Aktienkurse, in der Annahme dass auch chinesische Hersteller nun wieder besseren Zeiten entgegen gehen, und zum anderen machten mal wieder Gerüchte die Runde das Investment-Legende Warren Buffet sich für die kürzlich in die Pleite gegangene Suntech Power interessieren würde.

Ich persönlich halte nicht viel von solchen Spekulationen und glaube auch nicht daran dass sich Buffet wirklich für Suntech interessiert. Viel mehr dürfte eines seiner Tochterunternehmen – wenn an den Gerüchten überhaupt etwas dran ist – wohl eher Interesse an den wenigen profitablen Geschäftsbereichen, die nicht mit Schulden überladen sind, haben. Das hieße aber dann wohl auch das der Rest des Unternehmens nach der Filetierung in die Abwicklungsabteilung geschickt wird. Der Aktionär des Unternehmens geht wie immer leer aus…! Kein Grund also die Suntech Aktie zu kaufen, die gestern um satte 29 Prozent zulegen konnte.

Spekulationen auf Gerüchte bleiben ein gewagtes Spiel, insbesondere wenn es sich dabei um eine so angeschlagene Branche wie die Solarindustrie handelt. Die deutschen “Solarwerte” wie SMA Solar oder auch Wacker Chemie konnten von dem Umfeld gestern ebenfalls kräftig profitieren, andere werden diese Entwicklung heute höchstwahrscheinlich noch nachholen. Woher der plötzliche Optimistmus bei FirstSolar kommt ist für mich persönlich noch ein Rätsel und so recht daran glauben kann ich nicht.

Ich prognostiziere somit mal wieder eine kurze Party mit einem längerem Kater danach, wie die letzten fünf Male auch! Für alle Glücksritter die sich nun erneut in die Aktien dieser Branche locken lassen, gilt…Wer schnell genug ist hat gute Chancen auf schnelle Gewinne, sollte aber die Party rechtzeitig wieder verlassen. Und das gilt auch für die deutschen Branchenvertreter!

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SMA Solar verkraftet die Solarkrise besser als erwartet, aber…!

Heute hat der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 vorgelegt, die auf den ersten Blick ungefähr so ausgefallen sind wie es erwartet wurde. Trotz der anhaltenden Flaute in der gesamten Solarindustrie gelang es dem Unternehmen die zuvor abgegebene Umsatzprognose zu erfüllen, wovon sicherlich nicht jeder Marktbeobachter ausgegangen ist. Das Jahr 2012 war insgesamt geprägt von weltweiten Überkapazitäten im Solarmarkt sowie verschärftem Wettbewerb und zunehmendem Preisdruck, hieß es in der Meldung.

Dennoch weisen die heute vorgelegten Zahlen durchaus ein paar Highlights auf, die man nicht übersehen sollte… Auch unter diesen ambitionierten Bedingungen gelang es dem Unternehmen einen positiven Free Cashflow zu erzielen. Die erneut gesteigerte Eigenkapitalquote von 61,8 Prozent ist weiterhin beeindruckend und verdeutlicht dass das Unternehmen auch unter schwierigen Bedingungen in der Lage ist sich rechtzeitig umzuorganisieren und flexibel auf die Marktgegebenheiten zu reagieren.

Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz am oberen Ende der Prognose in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr konnten noch 1,7 Milliarden Euro umgesetzt werden. Das operative Ergebnis ging von 240,3 Millionen Euro in 2011 auf nunmehr 102 Millionen Euro zurück. Damit lag die EBIT-Marge bei 7,0 Prozent und somit deutlich unter dem Vorjahr (2011: 14,3 %). Die Nettoliquidität des Unternehmens ging leicht von 473 auf 446 Millionen Euro zurück. Der SMA Vorstand bestätigt die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Jahr 2013, rechnet aber auch 2013 mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld. Der Umsatz soll dann nur noch zwischen 0,9 Mrd. Euro bis 1,3 Mrd. Euro betragen.

Man darf gespannt sein wie der Aktienkurs heute auf diese Zahlen reagieren wird. Nicht vergessen sollte man dass die Firma derzeit mit nur noch knapp 690 Millionen Euro an der Börse bewertet wird. Vor knapp einem Jahr war diese Kennzahl,  und damit natürlich auch der Aktienkurs, noch doppelt so hoch….Ich gehe davon aus dass sowohl die Solarindustrie als auch die SMA Solar Aktie bald die Talsohle durchschritten haben dürfte. Das Unternehmen hat aus meiner Sicht mit den heutigen Zahlen einmal mehr bewiesen dass es überlebensfähig ist, und am Ende sogar zu den großen Gewinnern gehören könnte. Allerdings wird das wohl noch ein wenig dauern..!

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Trading Update Apple, Dialog, SMA Solar Wacker Chemie und … Peugeot!

Trotz meines immer noch angeschlagenen Gesundheitszustandes möchte ich mich heute doch kurz zu einigen Aktien zu Wort melden, bzw. Ihnen ein kurzes Update zu den kürzlich eingegangenen Trading Positionen schreiben… Die närrische und damit auch sehr ruhige Börsenphase ist nun endlich wieder vorbei, was man gestern bereits an den deutlich gestiegenen Handelsumsätzen sehen konnte. Somit hatten wir seit gestern wieder “echte” Kurse, wenn auch an der ein oder anderen Stelle noch leicht verkatert. Die Aktien, die ich Ihnen in der letzten Woche zur Beobachtung ans Herz gelegt habe, sind allesamt kräftig durchgestartet.

Bei Apple habe ich bereits am Montag ein Drittel der Gesamtposition verkauft und die kurzfristige Trading-Position vorübergehend aufgelöst. Immerhin ein Kursgewinn von knapp 8 Prozent. Bereits jetzt kann man schon wieder darüber nachdenken wo hier die nächste sinnvolle Marke für einen Wiedereinstieg liegen könnte. Eine genaue Einschätzung dazu kann ich aber erst frühestens heute Nachmittag treffen. Diese werde ich dann ggf. über den Investors Inside Live Ticker veröffentlichen.

Wie erwartet ist die Wacker Chemie Aktie nach oben ausgebrochen. Auslöser war die Nachricht über die Aufhebung der Kurzarbeit in der Polisilizium Sparte, woraufhin die Wacker Aktie das letzte Hoch sogar noch leicht übertreffen konnte. Hier muss nun abgewartet werden ob die Aktie bereits jetzt wirklich weiter ansteigen kann, denn aus charttechnischer Sicht hat sich nun ein klarer Trendkanal etabliert an deren oberen Rand die Aktie nun wieder nach unten drehen könnte. Gesund wäre ein weiterer Rücksetzer nach dem starken Anstieg allemal. Teilgewinnmitnahmen erscheinen an dieser Stelle also durchaus sinnvoll zu sein.

Die SMA Solar Aktie ist ebenfalls kräftig angesprungen, wie ich das erwartet hatte. Mit dem gestrigen Anstieg von 10 Prozent hat sich auch das charttechnische Bild wieder deutlich aufgehellt. Die Nachricht die zu dem Anstieg bei der Aktie geführt hat war ein Interview mit dem Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon, der  - nach zuletzt eher pessimistischen Prognosen – nun davon ausgeht dass dieses Jahr wieder schwarze Zahlen bei SMA geschrieben werden könnten. Insgesamt hat sich die Stimmung für Solaraktien in den letzten Wochen weiter deutlich aufgehellt, sodass man mit ausgewählten Aktien weiterhin durchaus auf ein Comeback setzen kann. SMA Solar bleibt dabei einer meiner ganz großen Favoriten. Kurse unter 20,- Euro dürften sich im Nachhinein als gute Kaufgelegenheit erweisen. Gelingt nun ein weiterer Anstieg über die Hürde bei 21,75 Euro dann winkt eine Rückkehr auf das Niveau vom Jahr 2012,  deutlich über 25,- Euro.

Ebenso spannend wie bei den beiden Werten oben ist die charttechnische Situation bei der Dialog Semiconductor Aktie. Hier wurde zuletzt mit dem Kursrutsch auf 12,15 Euro der untere Rand eines insgesamt abwärts gerichteten Trendkanals mustergültig erreicht, bevor die Aktie dann umgehend wieder nach oben gedreht ist. Im Anschluss hat die Aktie dann den kurzfristigen steigen Abwärtstrend durchbrochen und sollte nun allmählich wieder in Richtung der oberen Begrenzung des übergeordneten Trendkanals laufen. Das Ziel bleibt dabei zunächst die runde Marke von 15,- Euro. Achten Sie auf den kleinen Widerstandsbereich zwischen 13,18 und 13,25 Euro – wird dieser überschritten sollte das dann das Kaufsignal für die hier beschriebenen Kursbewegung sein. Smart Money kauft hier bereits seit Tagen kräftig ein!

Abschließend noch ein kleines Schmankerl, wie der Bayer zu sagen pflegt. Sie erinnern sich bestimmt noch an die Peugeot Aktie, die noch im Dezember zu Kursen unter 4,50 Euro niemand (ausser mir und ein paar Investors Inside Lesern) haben wollte. Gestern ist die Aktie nun, nach der Bekanntgabe der Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr, über die 200-Tage Linie bei 6,30 Euro ausgebrochen. Ein Kursgewinn von fast 45 Prozent seit unserem Einstieg. Das nächste Kursziel liegt damit weiterhin bei 7,30 Euro.

Einige Anleger dürften sich auch gestern, angesichts eines gemeldeten Rekordverlustes in Höhe von 5 Milliarden Euro, etwas verwundert die Augen gerieben haben, als die Aktie erneut um 7,29 Prozent zulegen konnte. Es ist aber genau so wie ich schon im Dezember vermutet hatte. Die Stimmung bei der Aktie war so grottenschlecht dass selbst die kleinste nicht-so-schlechte Nachricht für ein Kursfeuerwerk sorgt. Gestern “glänzte” Peugeot mit einem niedriger als erwartet ausgefallenen operativen Fehlbetrag. Demnach war am Markt mit einem Verlust vor Zinsen, Steuern und Einmaleffekten von 647 Millionen Euro gerechnet worden. Tatsächlich aber lag dieser Verlust “nur” bei bei 576 Millionen Euro. Langfristig orientierte Anleger bleiben unbedingt dabei!

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Kann Solarworld die Schulden nicht mehr begleichen?

Die Krise der Solarbranche bringt nun offenbar auch das ehemalige deutsche Vorzeigeunternehmen Solarworld schwer in finanzielle  Bedrängnis. Gestern Abend kündigte das Unternehmen an, dass angesichts der wettbewerbswidrigen Marktbedingungen “gravierende Einschnitte bei den Verbindlichkeiten der Gesellschaft”notwendig sind” Insbesondere sollen die ausgegeben Anleihen und Schuldscheindarlehen davon betroffen sein. Laut dem Vorstand komme man bei eine externe Prüfung der Unternehmensplanung für die kommenden Jahre auf folgendes Ergebnis. Zum Stichtag 30. September 2012 wies der Finanzbericht von Solarworld Gesamtschulden in Höhe von 1,04 Milliarden Euro aus. Darunter 543 Millionen in Anleihen und 354,2 Millionen Euro in Schuldscheinen. Die nun folgenden Maßnahmen betreffen also wohl die große Mehrzahl der Gläubiger.

Details über konkrete Maßnahmen gab es bei dieser Ankündigung jedoch nicht. Dennoch kann man wohl davon ausgehen dass diese Meldung heute bei der gesamten deutschen Solarlandschaft ihre Spuren hinterlassen wird. Firmenboss Frank Asbeck macht weiterhin die Dumping Politik der Chinesen für sie Probleme seines Konzerns verantwortlich – womit er ja wahrscheinlich auch recht hat. Das hilft den Anlegern die seit Jahren auf ein Comeback bei dem Konzern warten aber herzlich wenig… Die Solarworld Aktie fiel nachbörslich bereits um knapp 5 Prozent heute vorbörslich ist die Aktie weiter deutlich unter Druck. Wenn Sie mich fragen hört sich das gar nicht gut an, ist aber letztlich genau das was ich u.a. > hier < erwartet habe und früher oder später so kommen musste. Ich hatte zuletzt mehrfach u.a. >  hier < gewarnt als die Euphorie bei dem Titel mal wieder am größten war. Jetzt heißt es wohl erst einmal “Anschnallen”!

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Vorsicht bei Solarworld, Centrotherm und Co.!

Nach dem starken Jahresauftakt haben einige Anleger am Montag erst einmal Kasse gemacht. Im gesamten Tagesverlauf war die breite Schwäche des Marktes somit unübersehbar, was für mich ein erstes Warnsignal darstellt. Gegen Handelsende konnten sich zwar die meisten Aktien etwas erholen, die vorbörslichen Notierungen lassen aber bereits darauf schließen das diese Bewegung nun weiter anhalten könnte. Mit den Handelstag gestern dürfte nun eine Phase der Konsolidierung an den Märkten begonnen haben, um die überkaufte Situation an den Märkten allmählich wieder abzubauen. Lediglich die starken Bankenwerte, ebenso wie die weiterhin euphorische Stimmung bei den Solarwerten konnten somit gestern verhindern dass DAX und Co noch weiter nachgegeben haben. Insbesondere Solarwerte gehörten gestern an der Wall Street aber erneut zu den großen Verlierern.

Bildschirmfoto 2013-01-08 um 08.07.51

Damit könnte auch die Hausse bei Solarworld und Co. schon wieder jäh beendet werden, bevor sie eigentlich richtig begonnen hat. Ich habe Ihnen heute mal exemplarisch den Chart von Suntech Power  mitgebracht. Die Verluste bei anderen Solarwerten waren zwar nicht ganz so dramatisch, die charttechnische Kehrtwende aber nicht minder beeindruckend. Dem ist nicht viel hinzu zu fügen. Für Solar Anleger heißt es damit heute wohl einmal mehr – volle Deckung! Kein schlechter Zeitpunkt um auch mal wieder über Gewinnmitnahmen in dem Sektor nachzudenken. Ich bin seit gestern Abend aus meinen “Solar-Investments” wieder raus und warte erst einmal geduldig ab. Ganz nebenbei gesagt halte ich nicht viel von dem “Warren Buffet Effekt”, der meiner Meinung nach völlig falsch gedeutet wurde…! Dennoch war es schön einen Teil dieser neuen Euphorie mitgenommen zu haben.

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Wacker Chemie – back on track!

Heute meldet sich ebenfalls die Wacker Chemie Aktie zurück was mir eine kurze Analyse “wert” ist. Ich hatte ja bereits kürzlich > hier < über Auffälligkeiten bei der Aktie berichtet. Dabei war insbesondere der ungewöhnliche Handelsumsatz bei der Xetra Schlussauktion am 30.11.2012 bemerkenswert, der für mich das Signal zum Einstieg gewesen ist. Am 12. Dezember ist die Wacker Aktie dann endgültig nach oben ausgebrochen. Nach dieser Bestätigung > hier < habe ich die Position entsprechend ausgebaut. Die mutigen Leser unseres Blogs müssten somit heute bereits auf kräftigen Gewinnen sitzen. Damals war ein Einstieg um die 42,- Euro möglich. Heute notiert der Titel bei 54,- Euro, und damit knapp 28 Prozent höher.

Wacker Chemie Chart Bodenbildung

Das ganze Ausmaß der vorangegangenen Kurskatastrophe bei Wacker Chemie wird im längerfristigen Chart deutlich… Um Sie aber nicht allzu sehr zu verwirren, bzw. Ihnen die aus meiner Sicht richtige Perspektive zu präsentieren, habe ich mich hier für den Ausschnitt der letzten 12 Monate entscheiden. Wie man deutlich sehen kann, war es kein besonders gutes Jahr für Wacker Chemie Aktionäre…dennoch scheint der Turnarround nun endgültig gelungen zu sein. Heute konnte die 200-Tage-Linie, die bei ca. 53,- Euro verläuft, wieder erfolgreich zurückerobert werden. Die Aktie nähert sich nun mit großen Schritten dem Widerstand bei ca. 56,87 Euro, den es letztlich zu überwinden gilt. Erst an dieser Marke wird sich entscheiden ob bei Wacker Chemie im Jahr 2013 wieder deutlich höhere Kurse möglich sind. Gelingt also in den kommenden Tagen der weitere Anstieg über die Marke von knapp 57,- Euro, sind Kurse um die 65,- Euro in Kürze sehr wahrscheinlich.

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Ja Solar, Yingli, LDK, Trina Solar, Suntech und Co. – Der Beginn einer neuen Rally?

Mit Aktien der chinesische Solarbranche darf wieder gezockt werden. Gestern konnten nahezu alle Aktien der chinesischen Hersteller von Solarzellen und – Modulen an den US Börsen kräftig zulegen. Grund für den neuen Optimismus waren besser als erwartet ausgefallene Zahlenwerke bei Ja Solar und Yingli Green Energy. Der chinesische Solartechnikkonzern JA Solar Holdings Co. Ltd.  gab bereits gestern Abend seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal bekannt. Dabei wurde der Verlust im letzten Quartal nur geringfügig verringert was die Erwartungen eigentlich enttäuschte. Die Umsätze lagen über den Erwartungen des Marktes. JA Solar verzeichnete im dritten Quartal einen stagnierenden Absatz von 418 MW. Erwartet wurde hingegen lediglich ein Absatz von 370 MW. Der Umsatz belief sich auf 1,6 Mrd. Yuan (260,9 Mio. USD), ein Rückgang von 9,2 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal.

Mitstreiter Yingli Green Energie gab ebenfalls die Ergebnisse für das dritte Quartal bekannt. Der Verlust wurde in dem genannten Zeitraum noch einmal ausgeweitet. Der Umsatz lag bei umgerechnet 355,9 Mio. US-Dollar, nach 667,7 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 154 Mio. US-Dollar bzw. 97 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 29 Mio. US-Dollar bzw. 18 Cents je Aktie im Vorjahr. Analysten hatten einen Umsatz von 353,2 Mio Dollar und einen Verlust je Aktie in Höhe von 63 Cents. Angeblich war es aber der “positive” Ausblick des Unternehmens, der die Anleger wieder veranlasst hat in den chinesischen Solarsektor zu investieren.

Ich weiß ja nicht was an den gelieferten Zahlenwerken gut sein soll, aber der Markt sah dies gestern wohl etwas anders. Die Aktie von Yingli stieg um 13,3 Prozent, Ja Solar legte um 7,7 Prozent zu. Andere Aktien aus dem Sektor wie z.B. LDK Solar (plus 10,3 Prozent) oder Suntech (plus 3,5 Prozent) und Trina Solar gar mit einem satten Plus von über 20 Prozent profitierten ebenfalls von dieser Entwicklung. Ob es sich bei der Kursbewegung wieder mal nur um eine Eintagsfliege handelt, oder diesen Käufen heute auch weitere Anschlusskäufe folgen werden, kann ich beim besten Willen nicht beurteilen. Selbst wenn hier wieder vorübergehendes Kaufinteresse aufkommen sollte, werde ich in diesem Sektor nicht mehr investieren. Denn an eine nachhaltige Wende bei chinesischen Solarfirmen glaube ich persönlich schon lange nicht mehr, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Für kurzfristig orientierte Zocker könnte es sich hingegen lohnen diese Branche nun wieder etwas intensiver zu beobachten..

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Machtwechsel in China – Hoffnung für Trina Solar, Suntech, LDK, Yingli und Solarworld?

Die letzten beiden Tage waren  war mal wieder nicht die der Solarwerte, wie schon so oft in letzter Zeit. Der deutsche Branchenprimus Solarworld ist nun auch, nach erneut enttäuschenden Zahlen, auf dem besten Weg zum Pennystock zu werden und auch bei den konkurrierenden Unternehmen aus China sieht es nicht viel besser aus. Inzwischen notieren viele Aktien der einstigen Highflyer aus China unter einem Dollar, andere wiederum sind zielstrebig auf dem Weg in diese unterirdischen Kursregionen. Besonders schlimm traf es in dieser Woche erneut die Aktien von Trina Solar, Yingli Green, Suntech Power, LDK Solar, JaSolar, aber auch Canadian Solar und ReneSola. Der Auslöser könnte die bereits am Montag deutlich reduzierte Prognose von Trina Solar gewesen sein. Man weiß es nicht genau, aber das spielt auch eine eher untergeordnete Rolle. Denn grundsätzlich bin ich persönlich schon lange der Meinung dass diese Branche systematisch kaputt gemacht wurde und keine echten Überlebenschance mehr hat. Zu lange hat man nichts getan, zu lange um jeden Preis versucht Marktanteile zu gewinnen. Der Untergang ist nun wohl nur noch eine Frage der Zeit…

Es dürfte inzwischen wirklich jedem Anleger klar geworden sein, dass die genannten Unternehmen große Probleme mit Überkapazitäten haben. Der dauerhafte und sehr extreme Preisverfallen der hergestellten Produkte ist zwar gut für die Abnehmer aber weniger gut für die herstellenden Unternehmen. Da auch klar sein dürfte das sich diese Faktoren nicht mal so eben ändern lassen ist eine Pleitewelle für die notwendige Marktbereinigung aus meiner Sicht unausweichlich. Bislang scheint die chinesische Regierung sich aber noch vehement dagegen stemmt und stützt die nahezu bankrotten Unternehmen des Reiches weiterhin mit Krediten, wohl wissend das diese wohl nie zurück gezahlt werden. Erst wenn hier ein umdenken stattfindet können ein paar der oben genannten Unternehmen vielleicht überleben. Mit dem Machtwechsel in China besteht nun zumindest die Hoffnung auf Veränderung. Ob Reformen dieser Art allerdings möglich sein werden muss noch abgewartet werden.

Bis es soweit ist sollten Anleger wohl weiterhin einen großen Bogen um klassische Solarwerte machen. Auch auf diesem Niveau sind die Aktien aus meiner Sicht inzwischen brandgefährlich. Eine Pleitewelle kann jederzeit kommen, faktisch sind viele der genannten Unternehmen sowieso schon bankrott. Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist somit sehr wahrscheinlich. Egal wie das große Spiel um Marktanteile am Ende ausgehen wird – es wird keine Gewinner geben! Man kann nur hoffen dass alle Beteiligten aus den Ereignissen der letzten Jahre gelernt haben, denn ich sehe da schon die nächste Branche in Gefahr….(!) Mal schaun ob die neue Regierung in China etwas mehr Weitsicht beweisen wird. Für Solarworld Aktionäre könnte heute erst einmal eine Premiere auf dem Programm stehen. Das einstige deutsche Vorzeigeunternehmen notiert bereits wenige Cents über der 1,- Euro Marke und wird möglicherweise nun auch zum Pennystock! Das ist irgendwie traurig und wäre wohl vermeidbar gewesen..!

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Solarworld – wie lange noch?

Es ist und bleibt ein Fass ohne Boden! Der deutsche Branchenprimus Solarworld hat heute seinen Zahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt. Um es kurz zu machen, unterm Strich stand ein kräftiger Verlust in Höhe von 68,7 Millionen Euro nach “nur” 11 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz sackte weiter deutlich auf 128,8 Millionen Euro ab, was einem Rückgang um 41 Prozent entspricht.. Das EBIT lag bei einem Minus von knapp 46 Millionen Euro nach einem Plus von 19,2 Millionen Euro vor einem Jahr. Konzernchef Frank Asbeck erwartet auch für das Gesamtjahr nun “deutlich” weniger Umsatz und Gewinn, bzw einen hohe operativen Verlust. Zwar will der Konzernchef nun weiter gegensteuern indem er auf die Kostenbremse tritt, ob dieses Sparprogramm allerdings die nötigen Verbesserungen bringen wird um operativ wieder auf eine schwarze Null zu kommen, darf aber zumindest bezweifelt werden. Der Weg des einstigen Highflyers scheint damit weiterhin vorgezeichnet zu sein. Ich persönlich lasse auf jeden Fall weiterhin die Finger von der Aktie!

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SMA Solar kappt Prognose, erst 2014 wieder profitabel?

Heute hat es auch den ehemaligen Börsen Highflyer SMA Solar erwischt. Kein Unternehmen dass nur ansatzweise mit der Solarindustrie verknüpft ist kann sich offensichtlich dem negativen Trend entziehen. So nun auch geschehen bei dem Weltmarktführer für Wechselrichter, SMA Solar. Das Unternehmen kappte seine Prognose und erwartet für das Gesamtjahr jetzt nur noch ein in etwa ausgeglichenes Ergebnis. Auch ein Verlust scheint offenbar möglich zu sein. Der Nachfragerückgang, insbesondere in Europa sowie der immer weiter zunehmende Preisdruck in der Branche lasten schwer auf der Bilanz des Solarunternehmens. Der Umsatz wird  im laufenden Jahr auf 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro zurück gehen, hieß es in der Pressemitteilung. Für das kommende Jahr wird gar nur noch einUmsatz in Höhe von 0,9 bis 1,3 Milliarden Euro erwartet.

SMA Solar wird sich nun im Zuge einer Restrukturierung und weiteren Kostensenkung schrittweise von insgesamt 450 Mitarbeitern trennen. Gleichzeitig werden insgesamt 600 Zeitarbeitsverträge wohl nicht mehr verlängert. Zum Schluss der Presseerklärung gab es dann noch ein paar aufbauende Worte vom Vorstandssprecher: “Wenn es uns gelingt, die Herstellungskosten zu reduzieren und den Markt für Energiemanagement- und Solar-Diesel-Hybrid-Systeme zu erschließen, werden wir ab 2014 wieder zur Profitabilität zurückkehren können”, erklärt Pierre-Pascal Urbon. Für meinen Geschmack sind das etwas zu viele “wenns”… Der Aktienkurs der SMA Solar AG brach gestern nachbörslich bereits kräftig ein. Kurse unter 20,- Euro dürften kurzfristig wohl Realität werden. Die Aktie muss man wohl unter den gegebenen Umständen in den nächsten zwei Jahren nicht im Depot haben.

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Gastkommentar: Die Solarindustrie in der Konsolidierungs-Phase

Der Gesetzentwurf zur Kürzung Einspeise-Vergütung für Solarstrom wurde heute vom Deutschen Bundesrat gestoppt und in den Vermittlungsausschuss verwiesen. Dessen ungeachtet sucht die Deutsche Solarindustrie den richtigen Weg in die Konsolidierung. Ein kurzer Überblick

BOSCH versucht aktuell seine Solarsparte unter diesen neuen Bedingungen, Kürzungen der Einspeise-Vergütungen sowie weltweite Überkapazitäten, neu auszurichten. Im Jahr 2011 sind die Erlöse nach Unternehmensangaben um knapp 10 % auf rund 800 Mio. Euro zurückgegangen. Das defizitäre Geschäftsfeld Photovoltaik sowie Firmenwertabschreibungen i. H. v. 560 Millionen in diesem Bereich haben wesentlich zum operativen Verlust von 364 Mio. Euro in der Konzernsparte Industrietechnik beigetragen. „Wenn die Preise in einem Jahr um 40 Prozent sinken, kann man das mit Kostensenkungen nicht kompensieren“, fasst Bosch-Vizechef Siegfried Dais die Problematik zusammen.

Wie sich die Umsätze der Solarstromsparte mit rund 3500 Mitarbeitern bis zum Ende dieses Jahres entwickeln werden, sei noch nicht absehbar. Von einer Bereinigung des Marktes sei derzeit noch nicht viel zu spüren, kommentiert Dais. „Auch insolvente Hersteller produzieren weiter.“ Und selbst wenn alle angeschlagenen Produzenten aufhören würden, gäbe es noch Überkapazitäten am Markt, sagte der Manager. Bisher hat Bosch nach Angaben des Geschäftsbereichs Finanzen seit dem Einstieg in die Photovoltaik im Jahr 2008 operative Verluste von 300 Millionen Euro verbucht.

Bosch sieht in seiner strategischen Ausrichtung einen mittelfristigen Erfolgseintritt. Das Bosch-Management zeigt sich davon überzeugt, dass die Bedeutung der Sonne als Energiequelle weiter wachsen wird, beispielsweise wegen der sinkenden Anlagenpreise bei gleichzeitig steigender Leistung. „Die Kosten pro Kilowattstunde werden bei Photovoltaik-Anlagen schon in wenigen Jahren niedriger sein als bei Offshore-Windkraftanlagen“, prognostizierte Dais. Zudem lasse sich durch die Kombination von Solar- und Windstrom ein Teil der Stromproduktionsschwankungen ausgleichen. Bosch positionierte sich auch zum Reizthema Subventionen. „Mittelfristig muss auch diese Sparte wirtschaftlich arbeiten“, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach.

Eine permanente Quersubventionierung könne es nicht geben. Fehrenbach zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass es im laufenden Jahr gelingen werde, durch technische Optimierung und Kostensenkungen das Ergebnis im Solargeschäft zu verbessern. In drei bis fünf Jahren, so schätzt der scheidende Bosch-Chef, könnten schwarze Zahlen erzielt werden. Welche konkreten Sparmaßnahmen in der Solarsparte geplant sind, wollte Vizechef Dais nicht sagen. Aktuell sei die Produktion von Solarzellen im Werk Arnstadt komplett ausgelastet. Der Markt bleibe aber zunächst sehr volatil!

CONERGY befindet sich derweil in einer laufenden Übernahme durch einen Konkurrenten aus China.”Es ist nicht mehr eine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann.” Die Aktien der Conergy AG sind wegen des möglichen Einstiegs eines chinesischen Konkurrenten des Hamburger Solarunternehmens am Donnerstag um bis zu 16 % auf 0,57 Euro und damit den höchsten Stand seit Februar gestiegen. Conergy war einmal Deutschlands größtes Solarunternehmen.

centrotherm photovoltaics AG hat im ersten Quartal 2012 in einem schwierigen Marktumfeld einen Auftragseingang von 255,4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 224,3 Mio. Euro) erzielt. Die Branchen- und Finanzierungssituation bleibt weiterhin angespannt und zeigte sich erneut in der Geschäftsentwicklung. Für die ersten drei Monate dieses Jahres ergab sich im Konzern ein Umsatz von 82,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 189,3 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) sank auf minus 42,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 17,7 Mio. Euro). Der Auftragsbestand betrug zum 31. März 2012 insgesamt 508,2 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 423,0 Mio. Euro). Der Lichtblick und Konsolidierungsanker: der Großauftrag von Sonelgaz zum Bau einer vollintegrierten Solarmodulfabrik in Algerien in Höhe von 227,1 Mio. Euro.

„In den Zahlen spiegeln sich die Marktturbulenzen wider, mit denen auch wir zu kämpfen haben“, sagte Dr. Thomas Riegler, Finanzvorstand der centrotherm photovoltaics AG. „Die Branche befindet sich in der bisher schwersten Krise, die Konsolidierung ist im vollen Gange. Daher arbeiten wir mit Hochdruck an der Umsetzung unseres Restrukturierungsprogramms ct focus, welches umfangreiche Maßnahmen zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung vorsieht. Das erklärte Ziel, um centrotherm auf den Weg nachhaltiger Profitabilität zurückführen, ist eine schlanke und effizienten Organisationsstruktur, sowie die strategische Ausrichtung auf die technologischen Kernkompetenzen und Produkte insbesondere im Segment Solarzelle & Modul sowie im Bereich Halbleiter. Für das erste Halbjahr 2012 gehen wir von keiner Verbesserung der aktuellen Situation aus.“

Im Segment Silizium & Wafer erzielte centrotherm photovoltaics mit dem Verkauf von Technologie und Anlagen für die Silizium -Produktion Umsätze von 37,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 29,3 Mio. Euro). Für das operative Ergebnis (EBIT) ergab sich ein Wert von minus 0,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,2 Mio. Euro). Der Auftragsbestand im 2/3 Segment lag am 31. März 2012 bei 195,5 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 176,1 Mio. Euro).Im Berichtszeitraum hat sich das Risiko verdichtet, dass es im Rahmen eines Großprojekts möglicherweise zu einem Rechtsstreit in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrages kommt.

Da der Vorstand nach bisheriger Einschätzung davon ausgeht, dass aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen hieraus für die Gesellschaft keine größeren Belastungen resultieren werden, wurden derzeit keine weiteren Rückstellungen gebildet. Im Segment Solarzelle & Modul beliefen sich die Umsatzerlöse auf 37,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 154,9 Mio. Euro). Das EBIT lag bei minus 32,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 19,3 Mio. Euro). Der Auftragsbestand im Segment betrug am Ende des ersten Quartals 306,3 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 234,6 Mio. Euro). Das Segment Dünnschichtmodul erwirtschaftete einen Umsatz von 8,1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 5,1 Mio. Euro). Das EBIT lag bei minus 10,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: minus 3,8 Mio. Euro). Das Segment verzeichnete einen Auftragsbestand von 6,4 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 12,3 Mio. Euro).

„Für das erste Halbjahr 2012 sehen wir keine Verbesserung der aktuellen Situation“, so Finanzvorstand Riegler. „Dennoch sehen wir den anhaltenden Kostendruck in der Photovoltaik-Industrie auch als Chance. Denn unsere Kunden setzen auf hocheffiziente Technologien und Produktionsanlagen, die ihnen einen Wettbewerbsvorteil ermöglichen.
Darüber hinaus sehen wir das mittel- bis langfristige Potenzial der Photovoltaik durch den weltweit steigenden Energiebedarf und die begonnene Energiewende.“

Die centrotherm photovoltaics AG mit Sitz in Blaubeuren ist weltweit führender Technologie- und Equipment-Anbieter der Photovoltaik-Industrie. Das Unternehmen stattet namhafte Solarunternehmen und Branchen-Neueinsteiger mit schlüsselfertigen („Turnkey“) Produktionslinien und Einzelanlagen für die Herstellung von Silizium, kristallinen Solarzellen und -modulen sowie Dünnschichtmodulen aus. Damit verfügt der Konzern über eine breite und fundierte Technologiebasis sowie Schlüsselequipment auf nahezu allen Stufen der Wertschöpfungskette. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte centrotherm photovoltaics einen Umsatz von rund 700 Mio. Euro. Das Unternehmen ist im TecDAX an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Sandro Valecchi

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Gastkommentar: Windkraft 2012 – erfolgreich mit der richtigen Management-Strategie

„Auf die richtigen Management-Strategien kommt es an“, reflektieren Analysten der Energie-Branche die Jahrestagung der European Wind Energy Association (EWEA) 2012, die in Kopenhagen stattgefunden hatte und mit Ablauf der 16. Kalenderwoche erfolgreich endete. 450 Aussteller mit Schwerpunkt Elektro- und Erneuerbare Energien waren vor Ort präsent und belebten einen regen Informationsaustausch.

Was man kann, das weiß man in dieser Branche sehr gut: Beispiel Jütland. Dort hat Siemens Wind Power nach Übernahme des Windkraftspezialisten Bonus Energy eine hochmoderne Fertigung aufgebaut, wo Windräder verschiedenster Leistungsklassen hergestellt werden. Aber auch Sorge macht sich breit. Um nicht ein ähnliches Schicksal zu erleiden wie die angezählte europäische Solarindustrie, müsse sich die Windenergiebranche am Riemen reißen, kommentieren Experten und Manager.

„Wir müssen massiv in Innovation und Industrialisierung investieren“, bringt Felix Ferlemann, Chef von Siemens Wind Power, im Rahmen EWEA-Jahrestagung auf den Punkt. EWEA ist das stärkste Windenergienetzwerk und die anerkannte Stimme der Windindustrie. EWEA fördert aktiv die Windenergie in Europa und weltweit. Der Fokus richtet sich auf die Bereiche Lobbyismus und Politik sowie die zielorientierte und interessensgeleitete Zusammenarbeit mit den Mitgliedern. Darüber hinaus produziert und verbreitet EWEA zahlreiche Informationen – wie Pressemitteilungen, Berichte, wissenschaftliche Analysen, Stellungnahmen, Statistiken, Kommunikationsstrategien – alle dazu bestimmt, die Interessen der Windindustrie zu stärken und sicherzustellen, dass Medien, Politiker und die Öffentlichkeit sich der Leistungen und des Potentials der Windindustrie bewusst werden.

Die Mitglieder von EWEA sind Hersteller, die 98 % des Weltwindenergiemarktes repräsentieren, Zulieferer, Forschungsinstitute, nationale Wind- und erneuerbare Energieverbände, Entwickler, Elektrizitätsversorger, Finanz- und Versicherungsgesellschaften sowie Berater. Die vereinte Stärke von über 650 Mitgliedern aus mehr als 50 Ländern macht EWEA zum weltweit größten erneuerbaren Energieverband. Das EWEA hat seinen Sitz im “Renewable Energy House” in Brüssel und ist Gründungsmitglied des “European Renewable Energy Council (EREC)”, der die 6 Hauptindustrien und Forschungsverbände im Bereich erneuerbare Energien unter einem Dach vereint.

Die Management-Formel lautet: weitere Spezialisierung unter gleichzeitiger Kostenreduzierung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und die Konkurrenz aus Asien auf Distanz zu halten. Geht das überhaupt?

Felix Ferlemann, Siemens Wind Power, sieht das jedenfalls so: „Die Implementierung einer klaren Plattformstrategie für unsere Produkte, stärkere Modularisierung und Standardisierung bringen uns dem Ziel näher.“ Ferlemann selbst kommt aus der Autoindustrie und möchte diese Erfahrungen in die Branche der Erneuerbaren Energien einspeisen. Auch bei der Volkswagen AG und anderen großen Autoherstellern habe man gedacht, „die Zitrone sei ausgepresst“, mehr ließe sich nicht herausholen: „Und siehe da, es ging doch noch mehr“, resümiert Ferlemann. Durch Kostensenkung und Ausbau des Service könnte der zunehmend aggressiver auftretenden Konkurrenz aus Asien, vor allem aus China, die Stirn geboten werden.

Die Finanzierungsfragen für die Projekte hat Patrick Champlain, der als Analyst für ein auf Wind spezialisiertes Londoner Beratungsunternehmen tätig ist, im Auge: Die Branche spürt einerseits Rückenwind, weil es bis 2020 in der EU fix vereinbarte Ziele gibt, den Anteil der erneuerbaren Energien zur Eindämmung des Klimawandels zu heben. Andererseits gibt es auch verstärkt Gegenwind. Das Umfeld hat sich im Vergleich zum Vorjahr rasant schnell geändert, deshalb ist für Champlain klar: „Die Sparprogramme, die in Europa gefahren werden, gefährden den Ausbau der erneuerbaren Energien.“ Zur Subventionspolitik hat der Analyst auch noch etwas nachzutragen: die Unsicherheit der Subventionsvergabepraxis. „Das ist Gift für das Geschäft“, kommentiert Champlain. „Selbst für die Windenergie kann das gefährlich werden, obwohl sie noch am wenigsten auf Subventionen von staatlicher Seite angewiesen ist.“

Zur richtigen Managementstrategie gehört auch Controlling und bewusstes Personalkostenmanagement mit den Instrumenten, die der Markt bietet: Kurzzeit-Arbeit ist beispielsweise kein Tabu, wenn der mittelständische Betrieb Auftragsrückgänge hinnehmen oder zeitweise verkraften muss. Arbeitszeit-Konten und familienorientierte Mitarbeiterführung kann sowohl dem Betrieb, als auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei deren Planung entgegen kommen.

Die richtige Managementstrategie ist freilich nur die eine Seite der Medaille, ein klares Konzept und ein handlungsfähiges Kompetenzzentrum für die Erneuerbaren Energien, fordert die Wirtschaft von der Politik. Am 02. Mai 2012 soll dies im Rahmen der Expertenrunde im Amt der Bundeskanzlerin angesprochen werden. Wirtschaftsverbände wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordern insbesondere aufgrund der Verwerfungen in der Solar-Branche, in der Regierung müssten jetzt die Kompetenzen zur Energiewende an einer Stelle, einem Kompetenzzentrum, organisatorisch gebündelt werden. Ein „Energieministerium“, das diese Rolle übernehmen könnte, kann sich Bundeskanzlerin Dr. Merkel aber erst vorstellen, wenn alle Atomreaktoren abgeschaltet sind und sich die Aufsicht sowie der Betrieb von Kernkraftwerken nicht mehr auf unterschiedliche Ressorts, untergeordnete Behörden, verteilt. Auch hierbei wird die Schwachstelle der Energiewende nur zu offensichtlich erkennbar.

Derweil stellt die Branche sich neu auf: neben Siemens Wind Power ist Alstom und General Electric (GE) und Areva Wind zu benennen.

Mit Blick auf die Konkurrenz aus Asien ist der europäischen Wind-Energie Branche bewusst: „Wir müssen massiv in Innovation und Industrialisierung investieren!“ Die Verwerfungen und Turbulenzen in der Solar-Branche schrecken die EU-Unternehmen auf, das Management will unbedingt strategische Fehler vermeiden. Allen Branchenkennern ist dabei bewusst, dass auch in der Windenergie-Technik das Ringen um die weltweite Vormachtstellung bereits begonnen hat.

China hat Interesse an dem dänischen Branchenprimus Vestas: Die chinesischen Hersteller Goldwind und Sinovel, die sich auf Platz 2 und 3 der globalen Rangliste in dieser Branche bereits etabliert haben, planen aktuell die Übernahme von Vestas. Vestas ist Marktführer der Branche und Platz 1 auf dem Weltmarkt, fragt sich freilich nur, wie lange noch?

Der Ausblick für 2012 ist positiv und dürfte die Innovationen in der Wind-Energie Branche weiter beflügeln, kommen doch global rund 46.000 Megawatt (MW) an Leistung neu hinzu. Global Wind Energy Council prognostiziert für 2013 einen leichten Rückgang bei Neuprojekten um 0,4 % auf 45.800 MW. Für 2014 schaut es allen Prognosen nach bereits schon jetzt sehr gut aus, die Weichenstellungen in dieser Branche stehen auf Wachstum. Ein Gastkommetar von Sandro Valecchi

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