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Kein Geld für Griechenland?

Die kommende Börsenwoche sollte weiter etwas Beruhigung bringen. Die Berichtssaison im Dax neigt sich dem Ende zu und auch von konjunktureller Seite dürfte es nach diesere Woche dann allmählich etwas ruhiger werden. Diese Woche dürfte noch einmal die Veröffentlichung des sogenannten “Beige Book” die volle Aufmerksamkeit der Anleger genießen. Die Vorgaben aus Australien und Asien sind sehr positiv. Besonders exportstarke Titel konnten hier profitieren. Rohstofftitel profitieren ebenfalls da mit einem längeren Produktionsausfall in der Region um Chile zu rechnen ist. Alles in allem dürfte also der Wochenauftackt positiv sein. Die Nachrichtenlage um die drohende Griechenland Pleite bleibt vorerst undurchsichtig wenn auch von Marktbeobachtern hier nicht mit weiteren Negativmeldungen zu rechnen ist.

Das südosteuropäische Land kann offenbar im Kampf gegen die Staatspleite nicht auf ein Rettungspaket der reichen Euro-Partner hoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel schloss am Sonntag Milliardenhilfen aus Deutschland ausdrücklich aus. In der ARD-Sendung ´Bericht aus Berlin´ räumte sie ein: ´Der Euro ist in seiner sicherlich schwierigsten Phase seit seinem Bestehen.´ Ungeachtet anhaltender Medien-Spekulationen über ein mögliches Rettungspaket für Griechenland im Umfang von bis zu 30 Milliarden Euro unter französisch-deutscher Führung sagte Merkel: ´Wir können Griechenland im Augenblick dadurch am besten helfen, dass wir deutlich machen: Griechenland soll seine Hausaufgaben machen.´ Merkel trifft sich am Freitag in Berlin mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou.

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Die Fed foppt die Märkte

Das Zinsgespenst ist seit gestern wieder überraschend an den internationalen Börsen aufgetaucht. Die amerikanische Notenbank hat am Donnerstagabend den Diskontsatz erhöht und diese Nachricht kam trotz der letzten Ankündigungen Ben Bernankes für die Märkte ein wenig überraschend. Der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Fed unmittelbar Geld leihen können, steigt also ab heute von 0,5 auf 0,75 Prozent. Der Notenbankchef betonte aber das eine Erhöhung des eigentlichen Leitzinses in absehbarer Zeit zu befürchten sei, Dennoch sehen Marktbeobachter dies als ersten, und logischen Schritt in diese Richtung. Die erste Zinsanhebung seit Beginn der Krise im Jahr 2007 hat auch Ihre Spuren an den asiatischen Börsen hinterlassen. Nikkei und Hang Seng notieren zum Handelsende über zwei Prozent im Minus.

Die Notenbank begründete den Schritt aber in erster Linie mit einer Verbesserung der Lage an den Finanzmärkten was auch nachvollziehbar ist. Es sei nicht zu erwarten, dass sich dadurch auch die Kreditkosten für Haushalte und Unternehmen erhöhten hieß es weiter. Man werde im Laufe der Zeit entscheiden, ob der Abstand zwischen dem Diskontsatz und dem Schlüsselzins, der Fed Funds Rate, mehr ausgeweitet werden müsse. Vor Ausbruch der Finanzkrise 2007 hatte der Diskontsatz üblicherweise einen vollen Prozentpunkt über der Federal Funds Rate gelegen. Alles in allem also kein wirklicher Grund sich als Anleger in dieser Phase des neu gewonnenen Optimismus ernsthafte Sorgen zu machen. Dieser Erhöhung kann also auch durchaus als positives Signal einer weiteren Stabilisierung der Finanzmärkte gesehen werden..

Nein, die Zinserhöhungsangst ist lächerlich. Das Einzige, was in Sicht ist, ist die Anhörung von Fed-Präsident Ben Bernanke vor dem amerikanischen Kongress, die am 24. Februar beginnt. Weil die Politik der gesamten Institution misstraut – den einen tut sie zu wenig, den anderen viel zu viel -, signalisiert Bernanke Aktivität und Wachsamkeit, ohne wirklich etwas zu unternehmen. Man könnte auch sagen: Er spielt ihnen etwas vor.Von strafferer Geldpolitik kann keine Rede sein. Das gilt wohlgemerkt nicht nur für die Fed. Wennn die People’s Bank of China unter Fanfarenklang den Mindestreservesatz erhöht, die Europäische Zentralbank den zwölf- und sechsmonatigen Kredit auf Eis legt und die Bank of England mit Wertpapierkäufen pausiert, dann ist das keine Zinswende, sondern nur eine langsame Rücknahme der Überschussliquidität im Bankensystem.

Die Gefahr ist inzwischen nicht mehr, dass die Notenbanken damit zu früh beginnen. Sondern dass sie sich zu lange Zeit lassen und ihre technischen Fertigkeiten überschätzen. Die Fed beispielsweise will die gesamte Liquidität mithilfe des Einlagenzinses und Reverse-Repo-Geschäften aufsaugen. Der Grundgedanke: Statt das Geld zu verleihen, parken es die Kreditinstitute lieber hübsch verzinst bei der Notenbank. Der Diskontsatz spielt in der Geldpolitik keine große Rolle. Mit einem ausstehenden Kreditvolumen von 17,1 Mrd. $ ist er vernachlässigbar. Die Futures in den USA signalisieren heute genau das – nach anfänglichen Unsicherheiten dürften die Märkte dann bald wieder zum normalen Tagesgeschäft übergehen. Wir befinden uns in einer Erholungsphase! Wie weit diese gehen kann, oder ob sogar wieder an die alten Höchststände angeknüpft werden kann sei dahingestellt. In keinem Falle aber ist dies die Zeit nun erneut panisch und unüberlegt Aktien in den Markt zu schmeißen!

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Rettung für Griechenland?

Die deutsche Bundesregierung bereitet offenbar ein Rettungspaket für den angeschlagenen Nachbarn Griechenland vor. Nach Informationen der “Financial Times Deutschland” seien dabei sowohl bilaterale Hilfen als auch ein international abgestimmtes Vorgehen auf EU-Ebene im Gespräch. Über Details wolle Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Spitze der Unionsfraktion am Mittwoch informieren. Wegen der Schuldenkrise Griechenlands befürchte man “eine größere Verwerfung als bei der Krise der Hypo Real Estate”, hieß es in Koalitionskreisen. Angestrebt sei eine europäische Lösung. Allerdings werde auch ein Alleingang Deutschlands nicht ausgeschlossen.

Der stellvertretende Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag, Michael Meister, bestätigte, dass in Berlin an einem Rettungspaket gearbeitet wird. “Oberste Priorität für die Union hat ein stabiler Euro”, sagte Meister der Wirtschaftszeitung. Es gebe allerdings keinen Automatismus, dem Mittelmeerstaat beizuspringen. “Wenn Griechenland Hilfen erhält, dann nur unter strengen Auflagen und wenn die griechische Regierung den Staat tiefgreifend reformiert”, so Meister.

Da Staatshilfen für Griechenland wie etwa Kredite aber auch vom Bundestag abgesegnet werden müssten, wolle Schäuble die Abgeordneten offenbar frühzeitig für die Rettungsaktion gewinnen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte, eine Entscheidung sei bisher nicht gefallen. Der Euro konnte daraufhin gegenüber dem US-Dollar deutlich zulegen und kletterte über die Marke von 1,38 Dollar.

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Bank of America, Wells Fargo und Morgan Stanley

Das sieht alles nicht mehr ganz so gut aus für eine Fortsetzung der Rally. Immer mehr warnende Zeichen sollten die Anleger so langsam etwas nervöser werden lassen. nach den bereits schlechten Zahlen der Citigroup konnten auch die anderen Vertreter Ihrer Zunft, Bank of America, Wells Fargo und Morgan Stanley nicht mehr so recht überzeugen. Dazu kommen noch die Wahlschlappe der Demokraten in Massachussets die den Präsidenten der Vereinigten Staaten,  Barack Obama und sein Kabinett nun in ernsthafte Bedrängnis bringen. Denn durch den Verlust der Wahl steht Obamas Gesundheitsreform und die Reform des Bankenwesens nun auf der Kippe. Schlimmstenfalls ist diese Regierung ab heute nur noch einen Schattenregierung die nicht mehr viel entscheiden darf. Zumindest wird ab heute der Gegenwind der Republikaner deutlich stärker in die Gesichter der Demokraten blasen, was für Reformen nicht unbedingt die beste Voraussetzung ist.

Doch nun zu den Banken: Am frühen Nachmittag berichtete die Bank, dass sie im vierten Quartal 2009 einen Nettoverlust von 194 Millionen Dollar erlitten hatte, inklusive der Rückzahlungen an die US-Regierung sogar 5,2 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem etwas niedrigeren Verlust gerechnet. Auch bei Morgan Stanley und Wells Fargo konnten die Anleger nicht mehr überzeugen. Die Zahlen der beiden amerikanischen Banken waren zwar nicht an sich “schlecht”, beide Firmen wiesen Gewinne aus, und kamen den Prognosen recht nahe. Es fehlte jedoch die überragende positive Überraschung, weswegen die Börse eher pikiert reagierte. Alle drei Titel verloren bereits vorbörslich deutlich an Boden konnten sich aber zu Handelsbeginn schon wieder erholen.

Die Nachrichtenlage an der Konjunkturfront ist ebenfalls in den letzten Handelstagen deutlich schlechter geworden. Spekulationen auf konjunkturdämpfende Maßnahmen in China haben am Mittwoch die Rohstoffmärkte belastet. Vor allem die Notierungen für Öl und der Basismetalle gerieten unter Druck. Die chinesischen Behörden hätten einige große Banken angewiesen, für den Rest des Monats keine Kredite mehr zu vergeben, hieß es am Mittwoch in Medienberichten und aus Bankenkreisen. Damit solle eine Überhitzung der Konjunktur vermieden werden, nachdem die Banken zu Jahresbeginn immer mehr Kredite vergeben hätten. Börsianer sahen darin einen weiteren Hinweis für eine Straffung der Geldpolitik. Die für Donnerstag erwarteten chinesischen Konjunkturdaten, unter anderem zum Bruttoinlandsprodukt und zur Industrieproduktion, müssten nun besonders gut sein, um den Markt zu beruhigen.

Charttechnisch bewegen sich nahezu alle Indizes momentan deutlich auf die letzten Unterstützungszonen zu. Sollten diese nicht halten dürfte es weiter abwärts gehen. Dann wäre auch das Szenario einer deutlicheren Korrektur wieder im Gespräch. Noch gibt es allerdings keine Veranlassung hektisch zu werden, wenn man auch über eine Reduktion der Depotpositionen nachdenken sollte. Wir haben unsere Investitionsquote inzwischen deutlich verringert und gehen davon aus das man in den kommenden Tagen die einzelnen Positionen wieder ein Stückchen günstiger aufbauen kann. Besonders der Solarsektor dürfte auch weiterhin unter den schlechten Nachrichten leiden. Es empfiehlt sich also zu warten bis die neuen Kürzungspläne für die Subventionen voll eingepreist sind bevor man sich hier neu engagiert. Bleiben Sie also weiterhin sehr vorsichtig. Momentan sind einfach zu viele Variable im Markt die man nur schwer einschätzen kann..

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No we can´t… Obamaland ist abgebrannt…

Seltsame Dinge gehen vor jenseits und diesseits des Atlantiks! Barack Obama steht mehr denn je in der Kritik und das Ansehen des amtierenden US Präsidenten scheint stark angekratzt. Auch seine Hilfsmaßnahmen in Haiti können nicht darüber hinweg täuschen das die Probleme im eigenen Land so extrem groß sind und die Hindernisse in den eigenen Reihen dem charismatischen US Präsidenten allmählich über den Kopf wachsen könnten. Er wird von Parteikollegen inzwischen genau so kritisiert wie von den Republikanern, die Bezahlbarkeit seiner Pläne zur Gesundheitsreform und die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit bei den Banken, den Verursachern der Krise, dürften Obama nun auf eine weitere harte Probe stellen. Die immer noch steigende Arbeitslosigkeit in der Wirtschaftsnation Nummer Eins sorgt ebenso für weiteren Unmut wie die faktische Pleite des Bundesstaates Kalifornien in dem inzwischen Wertmarken zur Bezahlung von Gütern ausgegeben werden müssen. Ein Jahr nach seinem Amtsantritt lautet das Fazit also eher: No we can`t!

Etwas ungerecht mag das schon erscheinen, nachdem Obama von seinem Vorgänger George W. Bush unter Beihilfe von Alan Greenspan den Karren so tief in den Dreck gefahren haben, dass die Behebung dieser Probleme als schier unlösbar angesehen werden musste. Dennoch haben die Amerikaner all ihre Hoffnungen in diesen neuen Präsidenten gesetzt, wurden aber bisher enttäuscht. Aber auch ein Barack Obama kann nicht zaubern, das sollte allen Beteiligten inzwischen klar geworden sein. Auch wenn sich die Republikaner nun gerne auf die Fahne schreiben wollen, dass unter ihrer Führung wohl alles anders gelaufen wäre. Und da haben sie wohl auch recht, ich bin mir sicher das es noch viel schlimmer gekommen wäre, wäre Obama nicht auf der Bühne erscheinen..

Doch noch einmal zurück zu Kalifornien…Staatspleite! Für die meisten Menschen klingt das nach dem Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung. Ein zahlungsunfähiger Staat hat kein Geld mehr für Feuerwehrleute und Polizisten, Lehrer und Krankenschwestern. Es fließt kein Strom, um Straßenbahnen anzutreiben. Nachts bleiben die Straßenlaternen aus. Wer an Staatspleiten denkt, der denkt an die Bilder der Weltwirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre: an lange Schlangen vor öffentlichen Gebäuden, Banken und Geschäften. An Unruhen auf den Straßen. Dann fallen einem womöglich die Bilder der jüngsten Krawalle in Griechenland ein. Und auf einmal ist das Unvorstellbare real. Auch unsere direkten Nachbarn Spanien und Italien könnten ebenso betroffen sein wie Portugal, und so wird klar das das Thema nicht nur ganz weit weg existiert sondern direkt vor unserer Haustür.

Eine Staatspleite bleibt selten nur eine Angelegenheit, die auf den jeweiligen Staat begrenzt ist. Sie trifft auch die Partnerländer, Deutschland zum Beispiel. Sie könnte das Ende des Euro bedeuten, ein Währungschaos in Europa anrichten und die politische Stabilität des Kontinents gefährden. Menschen könnten zu abertausende auf die Straßen gehen, protestieren und randalieren, vielleicht sogar plündern. Griechenland hat gezeigt das hier nur ein Funke fehlt der dann das Pulverfass Europa zum explodieren bringen kann. Ebenso ist die Situation in den USA, fällt Kalifornien fallen auch noch weitere Bundesstaaten…

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Mehr Verantwortung für den Staat und seine Bürger

Die öffentliche Diskussion um zweifelhafte Beratungsmethoden deutscher Banken zieht immer weitere Kreise. Während die BaFin auf Grund des allgemeinen Drucks seitens der Presse gerade versucht wieder einmal Ihrem Image gerecht zu werden, in dem man ankündigt das man der die Bankberatung in Deutschland ernsthafter prüfen müsse, gehen die Grünen bereits einen Schritt weiter und fordert eine generelle Zulassungspflicht für alle Initiatoren von Anlegeprodukten.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat nun im Bundestag einen Antrag auf Ausbau des Wertpapierdienstleistungsrechts zu einem ganzheitlichen Kapitalanlagerecht gestellt. Sie fordert ein einheitliches Schutzniveau unabhängig vom Anlageprodukt oder Vertriebsweg. Für die Initiatoren soll es nach dem Willen der Fraktion eine Zulassungspflicht geben. Die Bafin solle die Verkaufsprospekte nicht nur formell, sondern auch auf Schlüssigkeit und Widerspruchsfreiheit prüfen.

Die Stiftung Warentest hatte kürzlich einen Anleger mit 30.000 Euro Anlagebedarf und vergleichsweise hohem Sicherheitsstandard losgeschickt – mit erschütterndem Ergebnis, und damit den ganzen Presserummel ausgelöst. Die SPD lehnte sich nun am weitesten aus dem Fenster: Sie wollte einen TÜV für Anlageprodukte. Bisher müssen die Banken einzig und allein über die Risiken einer bestimmten Geldanlage aufklären. Bei komplizierten Produkten wie etwa Optionsscheinen müssen Sie zudem die “Termingeschäftsfähigkeit” nachweisen – durch eine Erklärung. Das ist alles. Oftmals weiß der Kunde aber gar nicht was genau er da unterschreibt.

Wir hatten, ebenfalls kürzlich über den Fall des SHB Renditefonds 6 berichtet der in der letzten Ausgabe (12/2009) der Finanztest durch erstaunlich gute Ratings der einschlägigen Ratingagenturen dieses Landes aufgefallen ist. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass es – sagen wir mal vorsichtig – einige Unwägbarkeiten für Anleger bei diesem Produkt gibt. Einer unserer geschätzten Leser, Dr. Petereins hat hier noch einmal genauer nachgerechnet… Grundsätzlich sind wir der Meinung das auch solche Anlageprodukte in Zukunft viel strenger kontrolliert werden müssen um den Verbraucher am Ende der Laufzeit vor bösen Überraschungen zu schützen.

Ähnliches gilt natürlich auch für Investmentfonds. vergangene Woche musste der BVI kleinlaut einräumen, dass die Zahl der Fondsanleger insgesamt 2009 zurückgegangen sei – erstmals seit 2003. Nur noch 15 Millionen Anleger besäßen Investmentfonds, hieß es. Auch das ist kein wunder angesichts der gerben Verkuste die Anleger in der letzten Krise hinnehmen mussten. Die Branche steht ebenfalls unter Beobachtung. Das Verhältnis zwischen Anlegern und Fondsanbietern ist gestört. Laut einer Umfrage der Ratingagentur Feri räumen inzwischen 70 Prozent der Fondsgesellschaften ein, dass sie das Vertrauen der Anleger nicht zurückgewonnen hätten und fast 80 Prozent der befragten Bürger halten Fondsberater für weniger glaubwürdig als Politiker.

Auch hier liegt die Ursache für diesen Vertrauensverlust in erster Linie an der undurchsichtigen Prospektierung solcher Fonds. Wer zum Beispiel einen Geldmarktfonds gekauft hatte, der fand plötzlich hoch riskante ABS-Papiere in diesem Fonds. Geldmarktfonds wurden mit einem Plus an Rendite verkauft, ohne zu sagen, dass dies auch mit einem höheren Risiko verbunden ist. Auch bei den offenen Immobilienfonds die in diesem Jahr wegen starker Mittelabflüsse teilweise vorübergehend schließen mussten dürfte sich die Stimmung so schnell nicht bessern.

Eine Möglichkeit, Fonds attraktiver zu machen, wären sinkende Gebühren. Doch danach sieht es zurzeit nicht aus. Stattdessen wird derzeit gar über neue Abgaben diskutiert. Mehrere Anbieter haben erfolgsabhängige Gebühren eingeführt oder denken darüber nach. Der Anteil aktiv gemanagter Aktienfonds mit erfolgsabhängigen Gebühren hierzulande ist inzwischen von neun Prozent 2002 auf 17 Prozent gestiegen. Die Werteinbußen 2008 hatten Anleger also allein zu tragen, und nun wenn es wieder aufwärts gehe, verlange die Branche eine Erfolgsbeteiligung, das kling wie blanker Hohn.

Anlegerschützer fordern einen Malus für schlechte Wertentwicklung – ähnlich wie in den USA. Dort müssen Fondsgesellschaften ihre Gebühren senken, wenn sie den Vergleichsindex verfehlen. Das würde viele Fondsgesellschaften in Deutschland schmerzlich treffen. Denn laut Schätzungen schneiden 75 Prozent der aktiv verwalteten Fonds schlechter ab als der MSCI World. Schlimmer noch: Von mehreren Fonds, die der BVI (bei einer Sparrate von 100 Euro im Monat) verglichen hat, konnten in den vergangenen zehn Jahren nur 15 Prozent ein Plus erwirtschaften.

Wir begrüßen diesen Vorschlag der Grünen, sowie den der SPD, die bereits längst überfällig waren. Bislang konnte theoretisch und leider auch praktisch jeder halb gebildete Autoverkäufer (der Vergleich sei mir verziehen) einen Fonds initiieren, und das meistens noch zu Konditionen die letztendlich nur den Initiatoren selber vermögend gemacht haben. Beispiele dafür das Anleger hier Ihre Geld oder gar Ihr gesamtes Vermögen verloren haben gibt es zu Hauff. Ob die BaFin allerdings das Kontrollorgan ist das hier Besserung versprechen kann darf stark bezweifelt werden. Zu oft hat sich diese Kontrollbehörde durch Nachlässigkeit diskreditiert und im Krisenfall als zahnloser Tiger erwiesen.

Wenn also hier ein Schritt in die richtige Richtung unternommen werden sollte, so müssen auch die Kontrollinstitutionen wie die Ratingagenturen und die BaFin stärker kontrolliert werden. Alles in allem eine ordentliche, aber keine unlösbare Aufgabe für die deutsche Politik, aber auch eine die das Thema Altersvorsorge in Deutschland dauerhaft positiv beeinflussen würde. Und so wünschen wir, das Investors Inside Team, uns für das kommende Jahr mehr staatliche Mitverantwortung und mehr Kapitalschutz für die Bürger, die mehr denn je bezüglich ihrer Altersvorsorge auf eigenen Beinen stehen müssen. Das hat bei den Ostimmobilien nicht besonders gut geklappt…aber vielleicht kommt der Staat ja dieses Mal seiner Pflicht nach!

Wir raten nach wie vor allen Anlegern sich aktiv und regelmäßig selber um Ihr Vermögen zu kümmern, denn nur dann wird Ihre Rendite nicht regelmäßig durch überflüssige Verwaltungskosten und Management-Gebühren geschmälert. Oder suchen Sie sich eine unabhängige Vermögensverwaltung, mit einer entsprechend langfristig erfolgreichen Anlagestrategie, die auch in Krisenzeiten eine ordentliche Performance aufweist. Das Jahr 2010 wird wohl nicht minder turbulent als die vergangenen 12 Monate. Kümmern Sie sich aktiv um Ihr Geld denn Sie haben es sich hart verdient, und es soll sich im Laufe der Jahre vermehren, und nicht in die Tasche irgendwelcher Fondsmanager wandern. Ganz sicher hilft Ihnen dabei auch der ein oder andere Tipp aus diesem Blog und dem kostenlosen Investors Inside Newsletter…

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FDP fordert mehr Schutz für Anleger

Die Verbraucher müssten von den Banken eindeutig über die Risiken eines Anlageprodukts informiert werden, fordern die Liberalen. Schwarz-Gelb werde das Verbraucherinformationsgesetz daher novellieren, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Verbraucherschutz im Deutschen Bundestag, Hans-Michael Goldmann (FDP), dem Handelsblatt. Dabei gehe es nicht nur darum, das Gesetz wie vereinbart zu evaluieren, wie es der Koalitionsvertrag vorsieht. „Wir sehen einen Ausdehnungsbedarf – gerade auf den Finanzbereich“, sagte Goldmann. Die Grünen verlangen zudem eine Auskunftspflicht der Unternehmen.

Morgen treffen sich die Bankenverbände sowie die Verbraucherschutzorganisationen mit Verbraucherschutzministerin Aigner zu einem Runden Tisch. Bereits im Sommer hatte es ein solches Treffen gegeben. Die Ministerin setzte bislang vor allem auf freiwillige Regeln der Banken. Anfang der Woche hatte die Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest veröffentlicht, dass die Beratung von Banken bei Anlageprodukten bestenfalls ausreichend ist. Auch zu lesen unter Volksstimme.de Nach dem Runden Tisch wollen Aigner und der Finanztest-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen gemeinsam vor die Presse treten.

„Als Verbraucherpolitiker sehen wir die Banken als Vertrauenseinrichtungen“, sagte der Ausschussvorsitzende Goldmann. Er kritisierte, dass die von der Großen Koalition noch beschlossene Protokollpflicht von Beratungsgesprächen von den Banken immer noch kritisiert werde. „Banken müssen für zufriedene Kunden sorgen“, sagte Goldmann. „So wie es für jedes Produkt ein Rückgaberecht gibt, wenn es nicht funktioniert, so muss es auch bei Anlageprodukten entsprechende Kriterien geben.“ Zugleich sieht Goldmann eine Bereitschaft der Kunden, für eine gute Beratung auch ein Honorar zu zahlen. „Ich glaube, die Honorarberatung wird kommen“, sagte er. Handelsblatt

Natürlich bleibt hier zu Wünschen das die Politik dem Vertrauen der Bürger Rechnung trägt und schnellstmöglich eine tragfähige Lösung für mehr Transparenz und Sicherheit für die Anleger geschaffen wird. Zu hoffen bleibt dann auch das sich diese neuen Regelungen auch auf andere Branche auswirken wird. Besonders langfristige Anlageprodukte wie Lebensversicherungen und geschlossenen Fonds sollten hier in Zukunft besser überwacht werden. Die Gesetzliche Regelung für die Höhe einer Provision bezogen auf die Höhe der Anlagesumme und vor allem der erbrachten Leistung des Vermittlers wäre dann nur ein weiterer und logischer Schritt. Auf Bild.de gibt es auch den passenden Videobeitrag heirzu.

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Ist der Solidaritätszuschlag verfassungswidrig?

Das niedersächsische Finanzgericht erklärte den Steuer-Zuschlag am Mittwoch als verfassunsgwidrig und verwies die Klage eines leitenden Angestellten gegen den “Soli” deswegen am Mittwoch zur Klärung an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

Das tragende Motiv für die Einführung des Solidaritätszuschlags seien die Kosten für die deutsche Einheit gewesen, betonte die Senatsvorsitzende Georgia Gascard. „Dabei handelt es sich aber um einen langfristigen Bedarf, der nicht durch die Erhebung einer Ergänzungsabgabe gedeckt werden durfte.“ Der 37-Jährige klagt gegen die Rechtmäßigkeit des Soli im Jahr 2007. Der Mann musste damals rund 1000 Euro Solizuschlag zahlen und will die Aufhebung seines Steuerbescheides erreichen.

Der Solidaritätszuschlag wurde kurz nach der deutschen Wiedervereinigung eingeführt. Die seit Juli 1991 zunächst für nur ein Jahr erhobene Steuer von 3,75 Prozent auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer sollte den wirtschaftlichen Aufbau in den neuen Ländern finanzieren. Um Lücken im Bundeshaushalt zu stopfen, führte die damalige schwarz-gelbe Koalition den Zuschlag 1995 aber wieder ein – diesmal unbefristet und mit einem Satz von 7,5 Prozent. Seit 1998 liegt der „Soli“ bundesweit einheitlich bei 5,5 Prozent.

Der “Soli”

Der Solidaritätszuschlag wurde kurz nach der deutschen Wiedervereinigung eingeführt. Die seit Juli 1991 zunächst für nur ein Jahr erhobene Steuer von 3,75 Prozent auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer sollte den wirtschaftlichen Aufbau in den neuen Ländern finanzieren. Um Lücken im Bundeshaushalt zu stopfen, führte die damalige schwarz-gelbe Koalition den Zuschlag 1995 aber wieder ein – diesmal unbefristet und mit einem Satz von 7,5 Prozent. Seit 1998 liegt der “Soli” bundesweit einheitlich bei 5,5 Prozent.

Der Zuschlag spülte bisher gut 185 Mrd. Euro in die Kassen des Finanzministers, 2008 waren es nach Angaben des Ministeriums 13,1 Milliarden. Für dieses Jahr gehen die Steuerschätzer von Einnahmen in Höhe von etwa zwölf Mrd. Euro aus, die allein dem Bund zustehen. Kritiker bemängeln, dass die Einnahmen nicht zweckgebunden, sondern für unterschiedliche Aufgaben verwendet werden. Handelsblatt

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AIG Chef Benmosche stellt die US Regierung auf die Probe

Immer neue Blüten treibt der Hochmut der Firmenchefs in den USA. Nachdem wir nun alle gelernt haben das staatlich gestützte Banken und Investmenthäuser in den Vereinigten Staaten von Amerika und nur Gottes Werk verrichten, droht heute der AIG Chef, Robert Benmosche wegen der staatlichen Eingriffe auf die Bonuszahlungen solcher Unternehmen laut über seinen Rücktritt nach. Eigentlich sollten die Angestellten einer Firma die nur durch massive Staatshilfen überleben konnte froh sein überhaupt noch einen Arbeitsplatz zu haben. Nicht so in den Führungsetagen mancher Großkonzerne..

Der amtierende Vorstandschef Robert Benmosche denkt nach Informationen des “Wall Street Journal” darüber nach, nach nur drei Monaten seinen Posten aufzugeben. Der 65-jährige frühere Metlife-Chef sei frustriert über die Eingriffe Washingtons, insbesondere bei der Managementvergütung. Benmosche ist bereits der fünfte AIG-Chef seit 2005. Auf Grund der massiven Stützungsmassnahmen des Konzerns in Höhe von insgesamt 180 Milliarden USD hatte sich der von Barck Obama abgesandte Kenneth Feinberg dafür ausgesprochen das sowohl die Bezahlung der Mitarbeiter eingeschränkt werden müsse, als auch insbesondere die Managerboni bis auf weiteres drastisch gekürzt werden müssen.

Das rigide Vorgehen sorgt dafür, dass zahlreiche Manager den Konzern verlassen. Seit September 2008 beläuft sich die Zahl der Abgänge auf mehr als 40. Einer der Profiteure ist Ex-AIG-Chef Maurice “Hank” Greenberg, der 13 Manager für sein eigenes Versicherungsunternehmen rekrutierte. Die Abwanderung von Führungskräften bringe den Konzern in eine unmögliche Lage protestierte nun Benmosche. Ihm selbst dürfte es nicht um sein eigenes Geld gehen. Er selbst verdient immer noch die stolze Summe von  10,5 Mio Dollar jährlich. Rund 3 Mio. $ davon werden bar bezahlt, 4 Mio. $ in Aktien, und 3,5 Mio. $ entfallen auf einen langfristigen Bonus. Sein Vorgänger Liddy arbeitete noch für magere 1 Mio. $ im Jahr.

Nun kann man ja durchaus mitfühlen mit den armen Bankern und Vorständen dieser gescholtenen Unternehmen, aber auch wenn Benmosche seine Drohung wahr machen sollte ist der Kurs der Regierung sicherlich im Sinne der Steuerzahler mehr als angebracht und sollte auch genau so konsequent wie angekündigt umgesetzt werden. Schwäche zu zeigen wäre sicherlich in diesem Falle fatal und würde den Grundstein für neue Exzesse an den Kapitalmärkten legen. Da der Amerikaner ja eher immer etwas forscher vorgeht wird es also durchaus spannend sein zu beobachten ob er dies auch im eigenen Lande bereit ist zu tun…

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Die EZB und die britische Notenbank erfüllen die Erwartungen des Marktes

Die EZB lässt den Leitzins unverändert! Die Europäische Zentralbank hat den Mindestbietungssatz für die Refinanzierungsgeschäfte mit Geschäftsbanken auf dem Rekordtief von 1,00% belassen. Weitere Maßnahmen im Rahmen der “erhöhten Kreditversorgung” der Geschäftsbanken sind die Zuteilung von Refinanzierungsgeschäften mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr, eine stark erweiterte Liste von Wertpapieren, die in den Repo-Operationen als Sicherheiten zugelassen sind, sowie der Ankauf gedeckter Bankschuldverschreibungen (Covered Bonds) für bis zu 60 Mrd EUR.

Beobachter erwarten angesichts fehlender Anzeichen für einen zunehmenden Inflationsdruck und auch wegen Zweifeln an der Nachhaltigkeit der gegenwärtigen Konjunkturerholung, dass die EZB an dieser Politik bis auf weiteres festhalten wird. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte rechnen außerdem damit, dass die Notenbank ihren Hauptrefinanzierungssatz wenigstens bis Mitte 2010 stabil halten wird. Trichet dürfte also auch in den nun folgenden Pressekonferenz das derzeitige Zinsniveau erneut als “angemessen” bezeichnen und zugleich eine Fortführung der unkonventionellen Maßnahmen signalisieren.

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