Archive | Politik

-->

Ich habe noch Hoffnung für Standard & Poor’s, Fitch, Moody’s & Co.

Die öffentlichen Berichterstattungen, über die Funktion und Sinnhaftigkeit von Ratingagenturen nehmen immer weiter zu. Erst kürzlich war wieder ein Bericht in auf boerse.ARD.de zu lesen, nach dem immer mehr Unternehmen in Deutschland in Zukunft ganz auf ein Rating der bekannten Ratingagenturen verzichten wollen. Namhafte deutsche Unternehmen emittieren zur Zeit Anleihen ohne Rating, im ersten Halbjahr entschieden sich bereits 18 Unternehmen für diesen Schritt und sammelten so laut Angaben der Unicredit knapp sieben Milliarden Euro ein. Offenbar sprechen Namen wie Stada, Thomas Cook und Solarworld für sich, und benötigen keinen zusätzlichen Ritterschlag von Standard & Poor’s, Fitch oder Moody’s.

Immer vorausgesetzt, dass das betreffende Unternehmen über einen entsprechenden Ruf, und vor allem eine hohe Transparenz verfügt, scheint es also so zu sein, dass Anleger auch ohne ein entsprechendes Rating reihenweise bereit sind Ihr Geld in ein Unternehmen zu investieren. Dies gilt natürlich in erster Linie für Privatinvestoren, da es den Institutionellen meistens untersagt ist ohne entsprechendes Rating zu investieren. So gesehen haben also Ratingagenturen auch weiterhin Ihre Daseinsberechtigung. Für die Unternehmen die Ihre Anleihen ohne Rating emittieren hat das Ganze aber einen entscheidenden Vorteil. Sie sparen sich die hohen Gebühren einer solchen Zertifizierung, was eventuell auch zusätzliches Vertrauen bei den Privatanlegern erzeugt.

Nicht zuletzt durch die Erfahrungen der letzten Jahre, in denen auch gerade den Ratingagenturen die Mitschuld an der Finanzkrise gegeben wurde zeigen, dass sich die Branche im Umbruch befindet, bzw. umdenken muss. Auch wir hatten bereits mehrfach über die geänderte Situation im Zusammenhang mit den großen drei Ratingagenturen berichtet, und hegen die Hoffnung, dass man aus den jüngsten Ereignissen gelernt hat. Ratingagenturen sind weiterhin wichtig und wir brauchen sie, allerdings nur dann wenn sie etwas genauer hinschauen als dies in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. Es muss neues Vertrauen geschaffen werden, auch untereinander, und vor allem dem eigenen Urteil gegenüber.

Es sollten aber auch Alternativen geschaffen werden, die es möglich machen dass auch die Ratingagenturen sich untereinander besser kontrollieren. Die Monopolstellung der drei Agenturen Standard & Poor’s, Fitch und Moody’s sollte langfristig aufgelöst werden. Den Ansatz für eine europäische und asiatische Alternative sehe ich durchaus sehr positiv bin aber gespannt wie weit diese Pläne verfolgt werden. Auch die Überlegungen landeseigene Ratingaktivitäten lokaler Anbieter unter eine stärkere Kontrolle zu stellen ist im Sinne der Anleger und der damit verbundenen Transparenz sicherlich zu begrüßen.

Die Politik hat erkannt, dass sie an der Gestaltung dieser Themen im Sinne des Anlegerschutzes aktiv teilhaben muss, und das nicht zuletzt in ihrem eigenen Interesse. Diskussionen über die Rente mit 67 oder ähnliches müssten heute wohl nicht geführt werden, wenn man damals vor 20 Jahren angefangen hätte den Bürger nicht nur zu mehr Eigenverantwortung bezüglich einer Altersvorsorge zu erziehen, sondern ihn in erster Linie davor geschützt hätte Fehler zu begehen die genau diese Selbstvorsorge gefährden. Das leidige Thema der Ost- oder Schrottimmobilien oder diverser pleite gegangener Investmentfonds und Abschreibungsmodelle sind da nur ein paar Beispiele…

Ansätze für eine Verbesserung der Situation gibt es genug, ob diese Krise nun zu diesbezüglich nennenswerten Ergebnissen für die Anleger führen wird, und ob die Politiker den Mut haben werden, dies dafür notwendigen und teilweise unpopulären Entscheidungen zu treffen muss abgewartet werden. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt…

Posted in PolitikComments (0)

-->

FIHM AG (SHB AG), Mitgründer, sowie IVAG starten Abmahnwelle gegen die Finanzblogger-Szene

Im Dezember 2009 hatten wir zuletzt über die SHB AG berichtet, die sich heute FIHM AG nennt. Damals ging es in dem Artikel darum, dass der Geschäftsführer der Fondsgesellschaft SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co. Businesspark Stuttgart KG, Herr Markus Schottenhammel,  auch gleichzeitig Prokurist des Initiators ist. Diese Doppelzuständigkeit lässt durchaus „Raum“ für einen Interessenkonflikt, was die Gesellschaft auf der Gesellschafterversammlung vom 17.07.2009 auch selbst eingeräumt hatte. Unser Bericht darüber ist dem Unternehmen, und speziell einigen Altgesellschaftern, offenbar sauer aufgestoßen, und seitdem sehen wir uns einer wahren Flut von Abmahnungen und Einstweiligen Verfügungen ausgesetzt. Ein Grund mehr, nun noch mal etwas genauer auf diese Themen einzugehen und zu recherchieren, weshalb es der früheren und jetzigen Unternehmensführung so extrem wichtig ist, uns ruhig zu stellen.

Bereits bei der ersten Abmahnung durch die SHB AG auf Grund unseres Artikels “SHB AG und die Ratingagenturen”, wurde die Bloggerszene und auch ein paar Redakteure namhafter Wirtschaftszeitungen auf dieses Thema aufmerksam. Die Firma SHB (jetzt FIHM) reagierte auch damals offensichtlich völlig überzogen auf einen Artikel, den wir mit freundlicher Genehmigung der Redaktion Finanztest/Stiftung Warentest zum Thema geschlossene Immobilienfonds, und die teilweise fragwürdigen Bewertungen der Produkte durch Ratingagenturen, veröffentlicht hatten. Bereits damals wurde klar, dass die Gesellschafter unbequeme und kritische Presse zu Ihrer Firma und deren Produkten offenbar nicht sehr schätzen und versuchten, durch entsprechendes, anwaltliches Vorgehen, unsere Meinungs- und Pressefreiheit zu unterbinden. Kürzlich hatte ich Kontakt mit einem der großen deutschen Dachverbände für Journalisten, auch hier interessiert man sich inzwischen sehr für diese gewagte Auslegung des Artikels 5 des Grundgesetzes.

Für unseren letzten Artikel zu diesem Thema “SHB AG räumt Interessenskonflikt in der Fondsgeschäftsführung ein”, den wir ebenfalls mit freundlicher Genehmigung des Urhebers hier veröffentlicht hatten, sollten wir insgesamt offenbar gleich fünf Abmahnungen erhalten – haltlose Versuche uns zum Schweigen zu bringen. Besonders der Altgesellschafter und Mitgründer der SHB Innovative Fondskonzepte AG , Florian Schuh, fühlt sich offensichtlich bei seinen Geschäftspraktiken gestört, bzw. möchte wohl nicht in direkten Zusammenhang mit der IVAG gebracht werden. Man versuchte, uns damals Abmahnungen der Herren Florian Schuh, seines Geschäftspartners Achim Hiller, und der durch deren AFD GmbH ins Leben gerufenen IVAG, Innovative Vertriebskonzepte AG zuzustellen, die jedoch zunächst einmal an falsche Adressaten gesandt wurden, jetzt aber dennoch Bestandteil eines Rechtsstreites vor dem Amtsgericht Starnberg waren. Nur zum Verständnis: Die AFD GmbH gehört den Herren Florian Schuh und Achim Hiller. Diese hat früher den Vertrieb der SHB Fonds maßgeblich organisiert. Heute werden über die IVAG u.a. die Fondprodukte der BVT Unternehmensgruppe vertrieben.

Die Bemühungen der SHB/FIHM-Altgesellschafter und des aktuellen Geschäftsführers, Achim Pfeffer, beschränkten sich aber nicht nur auf diesen Blog, sondern auch auf die renommierte Börsen-Community www.sharewise.com. Auch diese wurde abgemahnt und zur Löschung aller Artikel, die SHB AG (jetzt FIHM AG) betreffend, bewogen. Weitere Blogger berichteten in den letzten Wochen ebenfalls von juristischen Aktivitäten gegen sie und Löschungen Ihrer Beiträge z.B. auf wallstreet-online.de. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die gesamte Bloggerszene mundtot gemacht werden soll! Weil wir über Dinge berichtet haben, die im Zusammenhang mit den Produkten und Geschäftspraktiken der genannten Firmen zumindest hinterfragungswürdig sind. Die Reaktion des Unternehmens bestärkt uns darin, dass wir mit unseren Recherchen und der Berichterstattung offenbar ins Schwarze getroffen haben.

Am 15. Juni ließ mir Herr Florian Schuh telefonisch über eine dritte Person seine Zusage zukommen, dass man alle Rechtsmittel gegen mich fallen lassen würde, wenn ich den strittigen Artikel entfernen würde. Im Zuge einer Deeskalation bin ich dieser Bitte nachgekommen, Herr Schuh hingegen seiner Zusage nicht. Vielmehr verlangte er kurz darauf per Email nun von mir alle Artikel im Zusammenhang mit den genannten Personen, und Firmen zu entfernen und zu erklären, dass ich nie wieder etwas über diese schreiben werde. Natürlich bei entsprechend hoher Vertragsstrafe! Aus diesem Grund sehe ich mich nun veranlasst, die Ereignisse der letzten Wochen öffentlich zu machen. Es kann nicht sein, dass die Presse- und Meinungsfreiheit so mit Füßen getreten wird.

Im Falle der Einstweiligen Verfügung durch die FIHM AG berufen wir uns ebenfalls auf die Meinungs- und Pressefreiheit, und haben berechtigte Zweifel, ob das Verhalten der Beteiligten auf der Gegenseite im Sinne der deutschen Rechtsprechung ist. Denn auch hier ist der Inhalt der Anschuldigungen gegen uns höchst strittig, die ebenfalls kürzlich erhaltene Forderung auf Abgabe einer Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung der FIHM AG ist gar komplett haltlos. Weiterhin sind wir davon überzeugt, dass insbesondere das Verhalten von Herrn Florian Schuh aber in keinem Falle der Transparenz und der Förderung des Vertrauens bei den Anlegern dienlich ist. Um den derzeitigen Forderungen zur Einstellung der Berichterstattung Nachdruck zu verleihen, hat er mir bereits mehrfach mit einer Schadensersatzklage gedroht. Ich stelle mir zwangsläufig die Frage, ob die von Anlegern eingezahlten Gelder hier richtig verwendet werden…und damit meine ich nicht nur die sinnlosen Prozessführungen und Anwaltskosten, die die Anleger wohl letztendlich auch bezahlen müssen. Wahrscheinlich wäre dieses Geld in einer transparenteren Unternehmenskommunikation besser angelegt.

Bereits seit längerem befassen sich diverse Anlegerschutzportale und Anwälte mit der SHB AG (jetzt FIHM) und deren Fondsprodukten. Ebenso tauchen regelmäßig Meldungen unter der Rubrik “Grauer Kapitalmarkt” über die SHB AG (jetzt FIHM AG) in der Presse auf. Bislang ist die Firma seinen Anlegern eine umfassende Erklärung zu den seit Jahren bestehenden Vorwürfen schuldig geblieben. Es ist wohl auch nicht zu erwarten, dass diese in absehbarer Zeit erfolgen wird. Immer wieder beruft man sich öffentlich auf die guten Ratings der Ratingagenturen und geht mit diesem Gütesiegel hausieren. Die Transparenz solcher Ratings lässt aber oftmals zu wünschen übrig, und die getroffenen Aussagen sind teilweise schlichtweg nicht nachvollziehbar. Genau von dieser Problematik handelte auch unser erster Artikel über die SHB AG.

Insbesondere wäre in diesem Zusammenhang noch einmal zu prüfen, inwieweit die Zertifizierung “TÜV-geprüfte Fondsplausibilität” des TÜV Nord für den aktuellen Renditefonds 6, die sich bis zu meinem Telefonat mit dem TÜV Nord am 27.07.2010 noch immer auf der Homepage der SHB Innovative Fondskonzepte AG finden ließen, noch verwendet werden sollte, nachdem der TÜV Nord alle Ratingaktivitäten eingestellt hat, und dieses Zertifikat auch nur bis zum 17.03.2010 Gültigkeit hatte. Warum lesen Sie hier..! Vor wenigen Tagen wurden einige Verlinkungen auf der Homepage der SHB Innovative Fondskonzepte AG zu den Ratings der sechs Fonds entfernt. Nun lässt sich auf der Seite nun noch finden, dass die Produkte mal bewertet wurden, aber nicht mehr wie, nach welchen Kriterien, und vor allem zu welchem Zeitpunkt. Dem Vertrieb werden diese Ratings über die Homepage aber weiterhin zu werblichen Zwecken zur Verfügung gestellt. In meinen Augen ist auch das nicht unbedingt eine vertrauensbildende Maßnahme, Anleger sollten daher solche Zertifizierungen generell eher kritisch betrachten, und vielmehr vorrangig die Leistungsbilanzen eines Fonds in ihre Überlegungen mit einbeziehen.

Die nun gestartete Abmahnwelle ist wohl in der deutschen Bloggerszene als einzigartig zu bezeichnen. Die ersten drei Klagen gegen mich, von der IVAG sowie den Herren Hiller und Schuh, wurden vor Kurzem vom Gericht abgewiesen! Dies hat die Herren Florian Schuh und Joachim Hiller sowie die IVAG nicht davon abgehalten, mir weitere drei Abmahnungen, in neunfacher Ausfertigung, und mit ähnlichem Inhalt zukommen zu lassen. Die hier verfolgte Strategie dürfte somit klar sein, bleibt zu hoffen, dass dieser Schuss nicht nach hinten los geht!…Ich freue mich, wie bereits beim letzten Beitrag, auf angeregte Diskussionen mit unseren Lesern, allen Bloggern und der Wirtschaftspresse, und werde Sie natürlich weiter über die aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden halten…

Posted in Immobilien, News, Politik, TagebuchComments (7)

-->

Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch trauen sich selbst nicht mehr…

Bereits gestern war in der Presse zu lesen, dass die US-Ratingagenturen, Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch, die zuletzt stark in der Kritik standen, nun offenbar ihren eigenen Ratings wohl nicht mehr trauen. Im Vorfeld der Obama-Finanzmarktreform forderten alle drei Unternehmen ihre Kunden nun schriftlich auf, die vergebenen Bewertungen bei der Emission neuer Produkte vorerst nicht mehr zu verwenden.  Ein kleiner Passus des Reformentwurfes hatte wohl für Aufregung bei den Analysehäusern gesorgt. Demnach können Ratingagenturen künftig für ihre Bewertungen verantwortlich gemacht werden. Bisher galten die Bewertungen und Anlageurteile lediglich als Meinungsäußerungen, die von der Verfassung entsprechend geschützt sind. Nun könnten Fehleinschätzungen dazu führen, dass Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch und Co. in Zukunft gerichtlich belangt werden können. Man befindet sich nun offensichtlich in einer Zwickmühle, die auch deutliche Auswirkungen auf andere Industriezweige haben dürfte.

Beispielsweise ist es zwingend notwendig bei gewissen Neuemissionen, und der damit zusammenhängenden Registrierung bei der Börsenaufsicht SEC, ein Rating vorweisen zu können. Dieses wird nun aber, bis auf Weiteres, verwehrt. Somit ist es den Emissionshäusern derzeit nicht mehr möglich neue Produkte am Markt zu platzieren. Insbesondere trifft dieses Regelung auf Verbraucherkrediten sowie Hypotheken und Autokrediten zu. Zwar versucht man derzeit an einer Lösung dieses Problems zu arbeiten, momentan bedeutet dies aber den Stillstand in den genannten Segmenten. Standard & Poor’s versicherte, dass man eine solche Lösung finden werde, diese dürfte dann zwar gewisse Bewertungen enthalten, aber offiziell nicht mehr verwendet werden. Zwangsläufig stellt man sich nun als geneigter Leser solcher Meldungen die Frage nach der Sinnhaftigkeit oder künftigen Daseinsberechtigung solcher Institutionen..

Wir hatten ja bereits in der Vergangenheit über die Praktiken von Ratingagenturen, auch hierzulande, berichtet. Erst kürzlich gerieten die Institute wegen einer möglichen Ungleichbehandlung von amerikanischen und europäischen Interessen in die Kritik. “Heftige Diskussionen über die Arbeit der US-Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch gibt es bereits seit längerem. Waren es damals die Vorwürfe, dass man seitens dieser Institutionen einen schlechten Job gemacht, und damit die Finanzkrise erst ausgelöst hat, ist es heute eher die offensichtlichen Ungleichbehandlung von den USA und dem Rest der Welt. Insbesondere Europa hatte zuletzt stark unter den Herabstufungen einzelner Länder zu leiden. Allen voran natürlich Länder wie Griechenland, Spanien und Portugal. Was damals versäumt wurde scheinen die Ratingagenturen nun durch plötzlichen Übereifer wieder wett machen zu wollen..” (aus unserem Artikel vom 08.07.2010)

Persönlich betrachte ich dieses Vorgehen Obamas gegen die kurz zuvor noch als “Experten” geadelten Ratinghäuser, als sehr begrüßenswert im Sinne aller Verbraucher, und würde mir ein ähnlich beherztes Vorgehen auch hierzulande wünschen. Man darf also durchaus gespannt sein wie sich die Ratingbranche in den kommenden Jahren entwickeln wird. Es wird etwas passieren müssen, je eher desto besser, und der Anfang ist gemacht. Was mich auch wieder auf unseren Artikel ” Mehr Verantwortung für den Staat und seine Bürger” vom Ende des letzten Jahres bringt. Zunächst war dies ein frommer Wunsch meinerseits für dieses Jahr, der sich aber nun langsam zur Realität wandelt.. anbei noch ein Auszug des Artikels vom 30.12.2009:

“Wenn also hier ein Schritt in die richtige Richtung unternommen werden sollte, so müssen auch die Kontrollinstitutionen wie die Ratingagenturen und die BaFin stärker kontrolliert werden. Alles in allem eine ordentliche, aber keine unlösbare Aufgabe für die deutsche Politik, aber auch eine die das Thema Altersvorsorge in Deutschland dauerhaft positiv beeinflussen würde. Und so wünschen wir, das Investors Inside Team, uns für das kommende Jahr mehr staatliche Mitverantwortung und mehr Kapitalschutz für die Bürger, die mehr denn je, bezüglich ihrer Altersvorsorge auf eigenen Beinen stehen müssen. Das hat bei den Ostimmobilien nicht besonders gut geklappt…aber vielleicht kommt der Staat ja dieses Mal seiner Pflicht nach!”

Posted in News, Politik, TagebuchComments (1)

-->

Mein Unwort des Jahres – “Wachstumsbeschleunigungsgesetz”

Alles folgt dem Euro! Leider stimmt diese These immer noch, und so muss dem Wechselkurs von EUR/USD weiterhin besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das erneute Abtauchen unter die wichtige Marke von 1,20 hat dann wohl auch einige Marktteilnehmer auf den falschen Fuß erwischt. Alle Versuche wieder über diese Marke zu kommen sind bislang gescheitert, und so steht zumindest einmal zu befürchten, dass nun auch noch ein weiteres Abrutschen der europäischen Leitwährung folgen könnte. Die Gründe dafür sind unklar, denn persönlich halte ich die Entwicklung des Euro inzwischen für sehr übertrieben und eher panisch als sachlich belegt. Verständlich ist allerdings, dass sich der Rest der Welt offenbar ernsthafte Gedanken über das hektische Agieren unserer Politiker macht, und somit weiterhin skeptisch den Entwicklungen in Europa gegenübersteht.

Ich finde es ebenso beunruhigend welche Entscheidungen hierzulande getroffen werden. Zum einen sind da die Alleingänge in Sachen Leerverkäufe, die zwar gut gemeint sind aber gar nichts bringen werden, wenn man das Thema vorher einmal zu Ende gedacht hätte. Dennoch hat dieser wilde Aktionismus der Börse nicht gut getan und viele Milliarden vernichtet, bzw. nicht zuletzt zum Absturz des Euro beigetragen. Dann wäre da noch unser tolles Sparpaket, dass ebenfalls überwiegend an den falschen Stellen ansetzt, und auf dem besten Wege ist die Ursache für soziale Unruhen in Deutschland zu werden. Viel ungerechter hätte das Paket wohl nicht ausfallen können. Die sozial schwachen Bürger machen den Anfang, die Verursacher der Krise, die Banken sollen dann erst 2012 zur Kasse gebeten werden??? Ist das wirklich Euer Ernst..???

Für mich eindeutig an erster Stelle für die Wahl zum Unwort des Jahres steht der Begriff  “Wachstumsbeschleunigungsgesetz” Ein Gesetz, das nicht nur überflüssig ist, sondern auch keinerlei Wachstum für das deutsche Volk bedeutet. Ganz im Gegenteil, hier profitieren ausschließlich ein paar Randgruppen dieser Gesellschaft, denen es weitaus besser geht als sie uns das immer glauben machen wollen. Das dieser Gesetzesentwurf im Zuge des Sparpaketes nicht zurückgenommen wird, war mit relativ hoher Sicherheit ein großer Fehler unserer regierenden Koalition, und wird den beiden Parteien aller Voraussicht nach bei den kommenden Wahlen das Genick brechen. Bei soviel sozialer Ungerechtigkeit dürfte es klar sein wen die Menschen dieses Landes in Zukunft wählen, wenn sie die Wahlen nicht völlig boykottieren..

Posted in Börsen Newsletter, Devisen Währungen, PolitikComments (1)

-->

Endlich mal ein vernünftiger Vorschlag aus Brüssel..

Michel Barnier will Europas Banken zur Kasse bitten. “Es ist nicht akzeptabel, dass die Steuerzahler die hohen Rettungskosten im Bankensektor tragen müssen”, wettert der für Finanzmarktregulierung zuständige EU-Kommissar. In allen EU-Staaten müssten nationale Rettungsfonds gegründet werden, die von den Banken mit Zwangsabgaben finanziert werden sollen. Diese Botschaft will der Franzose heute in Brüssel verkünden. “Wir müssen sicherstellen, dass der Finanzsektor künftig für Bankenkrisen zahlt”, heißt es in einem Papier Barniers, das dem Handelsblatt vorliegt.

Damit rennt Michel Barnier in den von der Finanzkrise schwer getroffenen EU-Staaten offene Türen ein. Vor allem in Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Belgien und Deutschland hat die Bankenkrise die öffentlichen Haushalte gewaltig belastet. Allein der deutsche Fiskus musste seit Ausbruch der Finanzkrise knapp 100 Milliarden Euro für die Stützung der Geldinstitute ausgeben. Deutschland und andere Staaten planen deshalb jetzt Bankenabgaben, Schweden hat sie sogar schon eingeführt.

Die EU-Staaten haben ihre Pläne bislang allerdings nicht auf europäischer Ebene koordiniert, und das bereitet dem zuständigen EU-Kommissar Sorgen. Die Brüsseler Behörde will verhindern, dass die Banken je nach EU-Staat unterschiedlich stark belastet werden. “Es besteht das Risiko von Wettbewerbsverzerrungen zwischen den nationalen Bankenmärkten”, heißt es in Barniers Papier. Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Regierungen nicht vernünftig zusammenarbeiten, wenn ein grenzüberschreitendes Institut in Schieflage gerät. Die EU-Kommission will deshalb europäische Mindeststandards für Bankenabgaben und Rettungsfonds setzen.

Wie unterschiedlich die EU-Staaten das Problem der Bankenrettung anpacken, zeigt schon ein Blick auf Deutschland und Frankreich. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte im März vorgeschlagen, dass die Banken jährlich 1,2 Mrd. Euro in einen Risikofonds außerhalb des Haushalts einzahlen. Seine französische Amtskollegin Christine Lagarde plant ebenfalls eine Bankenabgabe. Sie soll in Frankreich allerdings nicht in einen Bankenrettungsfonds, sondern direkt in den Staatshaushalt fließen. Quelle: Die ZEIT

Posted in News, PolitikComments (0)

-->

Finanzmarktregulierung: Es tut sich was!!

Karlsruhe (dpa) – Wer Finanzprodukte verkauft und dabei Provisionen verschweigt, muss dem Kunden Schadenersatz zahlen. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe gab mit diesem veröffentlichten Urteil in acht Fällen Klägern recht, die auf Anraten ihrer Bank Anteile eines Medienfonds erworben hatten.

Was das Geldinstitut nicht sagte: Für den Verkauf der Anteile strich es eine Provision von 8,25 Prozent auf das eingezahlte Geld ein. Die Bank habe einen Interessenkonflikt verschwiegen und ihre Beratungspflicht «schuldhaft verletzt», begründete das Gericht sein Urteil.

Der Fonds war zudem als «Garantiefonds» bezeichnet worden – tatsächlich drohte den Kunden im schlimmsten Fall ein Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals. Die Kunden, die zwischen 25 000 und 50 000 Euro eingesetzt hatten, waren vor Gericht gezogen, nachdem sich der Fonds negativ entwickelt hatte.

Zuvor gaben bereits die Landgerichte in Baden-Baden, Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe den Klagen statt. Berufungen der Bank blieben jeweils erfolglos. Der Bundesgerichtshof hatte 2006 bei Aktienfonds bereits ähnlich entschieden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Quelle: finanztreff.de

Sollte dieses Modell nun Schule machen, wovon man bei einer höchstrichterlichen Entscheidung wohl ausgehen kann, dürfte es nun auch für die Fondsbranche wohl noch schwieriger werden ihre Produkte an den Mann/die Frau zu bringen. Eine Offenlegung der Provisionen ist sicherlich nicht im Interesse der Initiatoren. Auch bisher versteckte Provisionen müssen in Zukunft wohl transparent dargelegt werden. Die Luft für so manchen Anbieter wird damit immer dünner…

Posted in Immobilien, News, PolitikComments (1)

-->

Der Euro im freien Fall

In der vergangenen Woche schrieb ich…”Was waren das doch für tolle Zeiten als die gute alte Deutsche Mark noch etwas wert war. Es gab Lire, Pesos, Drachmen, Schilling, Francs…, jedes Land hatte seine eigene Währung und gab es irgendwo Probleme, dann konnte die heiße Luft entweichen indem man eine Währung des betroffenen Landes auf- oder abgewertet hat. Heute haben wir uns selber dieser Möglichkeit beraubt, und das ist jetzt die Quittung dafür. Ach, Du schöne alte D-Mark, komm bitte wieder zurück!” Die Problematik bei einer wiederkehrenden D-Mark ist aber wohl, dass im Moment niemand so genau sagen kann was diese dann wert sein dürfte. Die Wahrscheinlichkeit eines Umtauschkurses von 1,95 und ein paar Zerdrückten zum Euro sehe ich als relativ gering an. Die Befürchtung eines weiteren extremen Kaufkraftverlustes, ähnlich wie bei der Euro Einführung hingegen als sehr hoch.

Die öffentlichen Diskussionen um einen Rückschritt zur alten, und gut bewährten D- Mark werden immer intensiver. Heute konnte man wiedermal schöne Berichte um eine sogenannte D-Mark 2.0 oder einen nordischen Euro lesen. Die Möglichkeit einer baldigen Währungsreform wird nun offen diskutiert. Das ist zwar irgendwie verständlich, aber wenig hilfreich in der jetzigen Situation und beängstigend für die Bürger. Die Meinungsmache der Presse sorgt für Panik bei den Verbrauchern und Anlegern, Newsletter mit Horrorszenarien haben wieder einmal Hochkonjunktur und versuchen die Anlagenot Ihrer Leser für sich zu nutzen. Gold stieg zuletzt deutlich an, der Euro hingegen scheint ins Bodenlose fallen zu wollen.

Persönlich halte ich den Euro in seiner jetzigen Form für gescheitert…wie oben schon erwähnt war bereits der mit der Einführung des Euro einhergehende Kaufkraftverlust für uns Deutsche ein herber Schlag. Man wollte zu viel in zu kurzer Zeit und hat auch die schwachen Länder in die Union aufgenommen ohne sich offensichtlich des Risikos und der gesamten Tragweite dieser Entscheidung bewusst zu sein. Sich dies einzugestehen ist eine Sache, aber dies dann öffentlich zuzugeben eine ganz andere. Wir werden einen neuen Euro brauchen, der stärker ist als der alte, und dies geht wohl dann auch unter Umständen einher mit dem Ausschluss einiger Mitgliedsländer. Vielleicht zaubert aber auch irgend ein Politiker eine völlig Neue Währung aus dem Hut und möchte sich damit unsterblich machen…

Ansonsten wird wohl folgendes passieren müssen. Ähnlich wie in dem oben beschriebenen Szenario als es noch die verschiedenen Währungen in Europa gab könnte heute innerhalb der Währungsunion ein Ausgleich nur mittels Inflation geschehen. Das heißt, man müsste in den starken Ländern die Inflation so in die Höhe treiben das die schwachen Länder davon profitieren. Inflationsraten von 10 Prozent oder mehr jährlich in Deutschland wären damit wohl sehr wahrscheinlich. Sicherlich ist dies aber kein Szenario was der deutsche oder französische Verbraucher sich wünschen kann. Aufstände und Unruhen würde ich dann auch hierzulande nicht mehr ausschließen..

Mein Fazit bleibt, selbst wenn keines der Mitgliedsländer bankrott geht und selbst wenn wir Europäer diese Krise irgendwie überstehen werden dürfte man inzwischen erkannt haben, dass der Euro viel zu anfällig ist und sich in Krisenzeiten so nicht bewährt hat. Es muss etwas Neues her und es muss sich deutlich etwas ändern im Euroraum. Die Regulierung der Finanzmärkte ist und bleibt da sicherlich ein wichtiges Thema. Das hemmungslose wirtschaften der Politiker mit unseren Steuergeldern ist aber ein noch entscheidenderer Punkt für ein dauerhaftes Gelingen. Jedem Bürger ist klar, dass er dauerhaft nicht mehr Geld ausgeben kann als er einnimmt. Nur bei den Politikern scheint dieses “Anti-Verschuldungs-Gen” irgendwie zu fehlen. Jahrzehnte lange Misswirtschaft wird sich früher oder später rächen..heute bei den Griechen und übermorgen vielleicht bei uns…

Posted in Devisen Währungen, PolitikComments (1)

-->

Indizes vor der Entscheidung

Wer hätte das gedacht, Obama hats geschafft! Trotz des heftigen Widerstands, teilweise auch aus den eigenen Reihen, ist es dem amtierenden US Präsidenten gelungen, die viel umstrittene Gesundheitsreform auf den Weg zu bringen. Heute Nacht hat das US Repräsentantenhaus dem insgesamt 2500 Milliarden Dollar teurem Projekt zugestimmt. Der Vorsprung der nötig war um diesen Entwurf auf den Weg zu bringen war allerdings hauchdünn und die Proteste in der Bevölkerung teilweise groß. Dennoch es ist ein historischer Sieg über die Republikaner und die verkrusteten Strukturen des Landes, über die Willkür der Versicherungskonzerne und über die Gier der Menschen denen der Profit wichtiger ist als das Leben ihrer Mitbürger. Yes we can! – war gestern wieder laut und deutlich zu hören. Amerika hat einen neuen Präsidenten, einen starken Präsidenten der im Dienste seines Volkes bereit ist alles zu riskieren. Was will man als Bürger mehr.

Was bedeutet dies nun für die USA und die Märkte? Nach diesem den tiefgreifenden Umbau sollen 32 Millionen  Amerikaner zusätzlich eine Krankenversicherung erhalten, die bislang keinen Versicherungsschutz haben. Es soll eine allgemeine Versicherungspflicht eingeführt werden. Gewisse bisherige Praktiken von Versicherungskonzernen sollen verboten werden, hierzu gehört besipielsweise die Ablehnung von Kunden wegen bestehender Vorerkrankungen. Insgesamt soll damit in den nächsten Jahren die Zahl der Versicherten auf über 95% der amerikanischen Bevölkerung steigen. Für einige Versicherungskonzerne dürfte dies einen herben Rückschlag bedeuten, für andere auch wieder eine große Chance in einem neu entstandenen Markt. Heute sollte man sich diese Branche etwas genauer anschauen!

Dass Barack Obama diesen Entwurf im Repräsentantenhaus durchgebracht hat grenzt an ein kleines Wunder. Nach der Wahlschlappe in Massachusetts hatte die Mehrheit der Bevölkerung – sicherlich nicht ganz zu Unrecht – befürchtet das der US Präsident von nun an ein Schattenkabinett führen müsse, nachdem die absolute Mehrheit verloren ging. Das ihm dies durch hohen persönlichen Einsatz, und viel Überzeugungsarbeit nun doch noch gelungen ist dürfte auch die politische Position des Präsidenten wieder stärken. Auch sein zweites großes Projekt der Bankenregulierung rückt nun somit wieder mehr in den Fokus der Märkte..

Am Freitag sind die US Indizes nach einem volatilen Handel ohne größere Abschläge aus dem Handel gegangen. Im Gegensatz zum Dax, der die 6.000 Punkte Marke nicht verteidigen konnte und heute weiter nachgibt stehen die Chancen für einen weiteren Anstieg der US Indizes nicht schlecht. Ich bin mir aber noch nicht sicher wie die Nachrichten vom Wochenende nun verarbeitet werden. Diese Handelswoche dürfte für den weiteren Verlauf an den Börsen sehr entscheidend werden. Während also einige Börsenbriefe nun schon wieder nach einer heftigen Korrektur im Dax rufen kann es durchaus sein, dass es sich nur um eine kleine Verschnaufpause auf dem weiteren Weg nach oben handelt. Lassen Sie sich also noch nicht nervös machen, hier ist noch alles drin… aber beachten Sie bitte konsequent Ihre StoppLoss-Strategie..

Posted in Börsen Newsletter, Marktbericht, PolitikComments (1)

-->

Lanxess, Linde, BMW und Phoenix Solar

Die kommende Woche dürfte zunächst einmal freundlich starten. Die Vorgaben aus den USA waren ordentlich auch wenn es nicht gelang die alte Höchstmarke im S&P 500 von 1.150 Punkten zu überwinden. Dennoch bleibe ich optimistisch das dies in den kommenden Handelstagen geschafft werden kann. Natürlich wäre das Überwinden dieser Marke als sehr bullish zu werten und dürfte Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt haben, weiter unter Druck bringen. Denn am Freitag ist mal wieder Hexensabbat! Ich gehe davon aus das dann hier noch einige Anleger bis dahin Ihre Positionen glatt stellen müssten.

Spekulanten die nach dem extrem schwachen Januar/Februar vielleicht sogar auf einen Double Dip gesetzt hatten oder zumindest auf die Pleite Griechenlands spekuliert haben und damit einhergehende Erschütterungen im Euroraum wurden zunächst einmal enttäuscht. Auch der Verfall des Euro konnte bis auf Weiteres gestoppt werden. Hier, und bei anderen Währungen wie bspw. dem britischen Pfund und japanischem Yen könnte es aber bis zum Freitag noch zu dem ein oder anderen unerwartetem Ausschlag kommen. Natürlich sollte man aber auch immer das zweite mögliche Szenario im Auge behalten. das hieße das es weder der dax schafft die 6.000 Punkte nachhaltig zu überwinden, noch der S&P 500 die 1.150 Punkte. Dies hätte dann wohl zur Folge das die Indizes erst einmal wieder nachgeben und zurück in den Seitwärtskanal abtauchen.

Was bringt die neue Woche? Zunächst die neuesten Daten von Lanxess, Linde, und BMW die allesamt spannend sein dürften. Die Zahlen von Laxes könnten Aufschluss darüber geben wie es inzwischen um die Chemiebranche bestellt ist. bei Linde wartet man immer noch sehnsüchtig auf einen Ausblick für das laufende Jahr und BMW muss zeigen das die Bayern ähnlich gut durch die Krise kommen wie VW oder Audi. Dann werden die Deutsche Bank und die Deutsche Post ihre endgültigen Zahlen, und vor allem die Manager Boni veröffentlichen müssen. Dies könnte auch weiterhin für Gesprächsstoff sorgen, wobei sich die deutschen Branchenkollegen ja verglichen mit den amerikanischen Pendants noch einigermaßen zurückhalten. Nichts desto trotz bleibt die Diskussion und über die Sinnhaftigkeit und Verantwortung den Anlegern und Steuerzahlern gegenüber diesbezüglich wohl noch eine Weile aktuell. Und das ist gut so!

Am Dienstag wird erneut der ZEW Konjunkturindex veröffentlicht der wieder etwas nachgegeben haben könne. Auf Grund der starken Schneefälle und dem ungewöhnlich langem Winter könnten ebenfalls der PhillyFed Index sowie der New- York Fed Industrieindex etwas gelitten haben. Ebenfalls am Dienstag wird die Zinsentscheidung der FED erwartet. Eine Leitzinsanhebung der amerikanischen Notenbank ist nach wie vor nicht zu erwarten. Dennoch gilt wie immer besonderes Augenmerk auf die genauen Worte Ben Bernankes bezüglich einer möglichen, baldigen, eventuellen oder sonstwas Änderung der Zinspolitik.

Eine interessante Meldung gab es kürzlich zu der viel umstrittenen Kürzung der Solarförderung für Freiflächen, die ja bereits im Juli in Kraft treten sollte. Nun hat sich die schwarzgelbe Koalition darauf geeinigt das die neuen Richtlinien erst im Oktober in Kraft treten sollen. Diese dreimonatige Verlängerung könnte noch einmal für einen kräftigen Auftragsschub in der deutschen Solarbranche sorgen. Allen voran sehen wir hier die Phoenix Solar AG als deutlichen Profiteur dieser Entwicklung. Bereits im letzten Quartal des abgelaufenen Jahres kam man seitens Phönix Solar nicht mehr der Nachfrage hinterher.

Es könnte also mal wieder eine durchaus spannende Woche für die Solarbranche werden. Zwar ändert sich für manche Unternehmen langfristig nicht allzu viel, dennoch gibt dies den Unternehmen drei Monate länger Zeit Ihre Kostenstruktur auf die neuen Gegebenheiten anzupassen. Ich bin gespannt wie die Solarbranche sich in dieser Woche entwickeln wird..

Posted in Börsen Newsletter, Politik, Solarnews, WochenausblickComments (0)

-->

Kein Geld für Griechenland?

Die kommende Börsenwoche sollte weiter etwas Beruhigung bringen. Die Berichtssaison im Dax neigt sich dem Ende zu und auch von konjunktureller Seite dürfte es nach diesere Woche dann allmählich etwas ruhiger werden. Diese Woche dürfte noch einmal die Veröffentlichung des sogenannten “Beige Book” die volle Aufmerksamkeit der Anleger genießen. Die Vorgaben aus Australien und Asien sind sehr positiv. Besonders exportstarke Titel konnten hier profitieren. Rohstofftitel profitieren ebenfalls da mit einem längeren Produktionsausfall in der Region um Chile zu rechnen ist. Alles in allem dürfte also der Wochenauftackt positiv sein. Die Nachrichtenlage um die drohende Griechenland Pleite bleibt vorerst undurchsichtig wenn auch von Marktbeobachtern hier nicht mit weiteren Negativmeldungen zu rechnen ist.

Das südosteuropäische Land kann offenbar im Kampf gegen die Staatspleite nicht auf ein Rettungspaket der reichen Euro-Partner hoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel schloss am Sonntag Milliardenhilfen aus Deutschland ausdrücklich aus. In der ARD-Sendung ´Bericht aus Berlin´ räumte sie ein: ´Der Euro ist in seiner sicherlich schwierigsten Phase seit seinem Bestehen.´ Ungeachtet anhaltender Medien-Spekulationen über ein mögliches Rettungspaket für Griechenland im Umfang von bis zu 30 Milliarden Euro unter französisch-deutscher Führung sagte Merkel: ´Wir können Griechenland im Augenblick dadurch am besten helfen, dass wir deutlich machen: Griechenland soll seine Hausaufgaben machen.´ Merkel trifft sich am Freitag in Berlin mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou.

Posted in Morningcall, PolitikComments (0)

-->

Die Fed foppt die Märkte

Das Zinsgespenst ist seit gestern wieder überraschend an den internationalen Börsen aufgetaucht. Die amerikanische Notenbank hat am Donnerstagabend den Diskontsatz erhöht und diese Nachricht kam trotz der letzten Ankündigungen Ben Bernankes für die Märkte ein wenig überraschend. Der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Fed unmittelbar Geld leihen können, steigt also ab heute von 0,5 auf 0,75 Prozent. Der Notenbankchef betonte aber das eine Erhöhung des eigentlichen Leitzinses in absehbarer Zeit zu befürchten sei, Dennoch sehen Marktbeobachter dies als ersten, und logischen Schritt in diese Richtung. Die erste Zinsanhebung seit Beginn der Krise im Jahr 2007 hat auch Ihre Spuren an den asiatischen Börsen hinterlassen. Nikkei und Hang Seng notieren zum Handelsende über zwei Prozent im Minus.

Die Notenbank begründete den Schritt aber in erster Linie mit einer Verbesserung der Lage an den Finanzmärkten was auch nachvollziehbar ist. Es sei nicht zu erwarten, dass sich dadurch auch die Kreditkosten für Haushalte und Unternehmen erhöhten hieß es weiter. Man werde im Laufe der Zeit entscheiden, ob der Abstand zwischen dem Diskontsatz und dem Schlüsselzins, der Fed Funds Rate, mehr ausgeweitet werden müsse. Vor Ausbruch der Finanzkrise 2007 hatte der Diskontsatz üblicherweise einen vollen Prozentpunkt über der Federal Funds Rate gelegen. Alles in allem also kein wirklicher Grund sich als Anleger in dieser Phase des neu gewonnenen Optimismus ernsthafte Sorgen zu machen. Dieser Erhöhung kann also auch durchaus als positives Signal einer weiteren Stabilisierung der Finanzmärkte gesehen werden..

Nein, die Zinserhöhungsangst ist lächerlich. Das Einzige, was in Sicht ist, ist die Anhörung von Fed-Präsident Ben Bernanke vor dem amerikanischen Kongress, die am 24. Februar beginnt. Weil die Politik der gesamten Institution misstraut – den einen tut sie zu wenig, den anderen viel zu viel -, signalisiert Bernanke Aktivität und Wachsamkeit, ohne wirklich etwas zu unternehmen. Man könnte auch sagen: Er spielt ihnen etwas vor.Von strafferer Geldpolitik kann keine Rede sein. Das gilt wohlgemerkt nicht nur für die Fed. Wennn die People’s Bank of China unter Fanfarenklang den Mindestreservesatz erhöht, die Europäische Zentralbank den zwölf- und sechsmonatigen Kredit auf Eis legt und die Bank of England mit Wertpapierkäufen pausiert, dann ist das keine Zinswende, sondern nur eine langsame Rücknahme der Überschussliquidität im Bankensystem.

Die Gefahr ist inzwischen nicht mehr, dass die Notenbanken damit zu früh beginnen. Sondern dass sie sich zu lange Zeit lassen und ihre technischen Fertigkeiten überschätzen. Die Fed beispielsweise will die gesamte Liquidität mithilfe des Einlagenzinses und Reverse-Repo-Geschäften aufsaugen. Der Grundgedanke: Statt das Geld zu verleihen, parken es die Kreditinstitute lieber hübsch verzinst bei der Notenbank. Der Diskontsatz spielt in der Geldpolitik keine große Rolle. Mit einem ausstehenden Kreditvolumen von 17,1 Mrd. $ ist er vernachlässigbar. Die Futures in den USA signalisieren heute genau das – nach anfänglichen Unsicherheiten dürften die Märkte dann bald wieder zum normalen Tagesgeschäft übergehen. Wir befinden uns in einer Erholungsphase! Wie weit diese gehen kann, oder ob sogar wieder an die alten Höchststände angeknüpft werden kann sei dahingestellt. In keinem Falle aber ist dies die Zeit nun erneut panisch und unüberlegt Aktien in den Markt zu schmeißen!

Posted in Börsen Newsletter, PolitikComments (0)

-->

Rettung für Griechenland?

Die deutsche Bundesregierung bereitet offenbar ein Rettungspaket für den angeschlagenen Nachbarn Griechenland vor. Nach Informationen der “Financial Times Deutschland” seien dabei sowohl bilaterale Hilfen als auch ein international abgestimmtes Vorgehen auf EU-Ebene im Gespräch. Über Details wolle Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Spitze der Unionsfraktion am Mittwoch informieren. Wegen der Schuldenkrise Griechenlands befürchte man “eine größere Verwerfung als bei der Krise der Hypo Real Estate”, hieß es in Koalitionskreisen. Angestrebt sei eine europäische Lösung. Allerdings werde auch ein Alleingang Deutschlands nicht ausgeschlossen.

Der stellvertretende Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag, Michael Meister, bestätigte, dass in Berlin an einem Rettungspaket gearbeitet wird. “Oberste Priorität für die Union hat ein stabiler Euro”, sagte Meister der Wirtschaftszeitung. Es gebe allerdings keinen Automatismus, dem Mittelmeerstaat beizuspringen. “Wenn Griechenland Hilfen erhält, dann nur unter strengen Auflagen und wenn die griechische Regierung den Staat tiefgreifend reformiert”, so Meister.

Da Staatshilfen für Griechenland wie etwa Kredite aber auch vom Bundestag abgesegnet werden müssten, wolle Schäuble die Abgeordneten offenbar frühzeitig für die Rettungsaktion gewinnen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte, eine Entscheidung sei bisher nicht gefallen. Der Euro konnte daraufhin gegenüber dem US-Dollar deutlich zulegen und kletterte über die Marke von 1,38 Dollar.

Posted in PolitikComments (0)

  • Popular
  • Latest
  • Kommentare
  • RSS
  • Newsletter
  • Melden Sie sich jetzt für den Investors Inside Newsletter an.

    Ihr Name
    Ihre Email
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Bloggeramt.de
Blog Top Liste - by TopBlogs.de
Schweizer Blog Verzeichnis
Directory of Finance/Business Blogs
Blog Verzeichnis und Blog Webkatalog

frisch gebloggt
Add to Technorati Favorites


Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits