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FIHM AG (SHB AG), Mitgründer, sowie IVAG starten Abmahnwelle gegen die Finanzblogger-Szene

Im Dezember 2009 hatten wir zuletzt über die SHB AG berichtet, die sich heute FIHM AG nennt. Damals ging es in dem Artikel darum, dass der Geschäftsführer der Fondsgesellschaft SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co. Businesspark Stuttgart KG, Herr Markus Schottenhammel,  auch gleichzeitig Prokurist des Initiators ist. Diese Doppelzuständigkeit lässt durchaus „Raum“ für einen Interessenkonflikt, was die Gesellschaft auf der Gesellschafterversammlung vom 17.07.2009 auch selbst eingeräumt hatte. Unser Bericht darüber ist dem Unternehmen, und speziell einigen Altgesellschaftern, offenbar sauer aufgestoßen, und seitdem sehen wir uns einer wahren Flut von Abmahnungen und Einstweiligen Verfügungen ausgesetzt. Ein Grund mehr, nun noch mal etwas genauer auf diese Themen einzugehen und zu recherchieren, weshalb es der früheren und jetzigen Unternehmensführung so extrem wichtig ist, uns ruhig zu stellen.

Bereits bei der ersten Abmahnung durch die SHB AG auf Grund unseres Artikels “SHB AG und die Ratingagenturen”, wurde die Bloggerszene und auch ein paar Redakteure namhafter Wirtschaftszeitungen auf dieses Thema aufmerksam. Die Firma SHB (jetzt FIHM) reagierte auch damals offensichtlich völlig überzogen auf einen Artikel, den wir mit freundlicher Genehmigung der Redaktion Finanztest/Stiftung Warentest zum Thema geschlossene Immobilienfonds, und die teilweise fragwürdigen Bewertungen der Produkte durch Ratingagenturen, veröffentlicht hatten. Bereits damals wurde klar, dass die Gesellschafter unbequeme und kritische Presse zu Ihrer Firma und deren Produkten offenbar nicht sehr schätzen und versuchten, durch entsprechendes, anwaltliches Vorgehen, unsere Meinungs- und Pressefreiheit zu unterbinden. Kürzlich hatte ich Kontakt mit einem der großen deutschen Dachverbände für Journalisten, auch hier interessiert man sich inzwischen sehr für diese gewagte Auslegung des Artikels 5 des Grundgesetzes.

Für unseren letzten Artikel zu diesem Thema “SHB AG räumt Interessenskonflikt in der Fondsgeschäftsführung ein”, den wir ebenfalls mit freundlicher Genehmigung des Urhebers hier veröffentlicht hatten, sollten wir insgesamt offenbar gleich fünf Abmahnungen erhalten – haltlose Versuche uns zum Schweigen zu bringen. Besonders der Altgesellschafter und Mitgründer der SHB Innovative Fondskonzepte AG , Florian Schuh, fühlt sich offensichtlich bei seinen Geschäftspraktiken gestört, bzw. möchte wohl nicht in direkten Zusammenhang mit der IVAG gebracht werden. Man versuchte, uns damals Abmahnungen der Herren Florian Schuh, seines Geschäftspartners Achim Hiller, und der durch deren AFD GmbH ins Leben gerufenen IVAG, Innovative Vertriebskonzepte AG zuzustellen, die jedoch zunächst einmal an falsche Adressaten gesandt wurden, jetzt aber dennoch Bestandteil eines Rechtsstreites vor dem Amtsgericht Starnberg waren. Nur zum Verständnis: Die AFD GmbH gehört den Herren Florian Schuh und Achim Hiller. Diese hat früher den Vertrieb der SHB Fonds maßgeblich organisiert. Heute werden über die IVAG u.a. die Fondprodukte der BVT Unternehmensgruppe vertrieben.

Die Bemühungen der SHB/FIHM-Altgesellschafter und des aktuellen Geschäftsführers, Achim Pfeffer, beschränkten sich aber nicht nur auf diesen Blog, sondern auch auf die renommierte Börsen-Community www.sharewise.com. Auch diese wurde abgemahnt und zur Löschung aller Artikel, die SHB AG (jetzt FIHM AG) betreffend, bewogen. Weitere Blogger berichteten in den letzten Wochen ebenfalls von juristischen Aktivitäten gegen sie und Löschungen Ihrer Beiträge z.B. auf wallstreet-online.de. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die gesamte Bloggerszene mundtot gemacht werden soll! Weil wir über Dinge berichtet haben, die im Zusammenhang mit den Produkten und Geschäftspraktiken der genannten Firmen zumindest hinterfragungswürdig sind. Die Reaktion des Unternehmens bestärkt uns darin, dass wir mit unseren Recherchen und der Berichterstattung offenbar ins Schwarze getroffen haben.

Am 15. Juni ließ mir Herr Florian Schuh telefonisch über eine dritte Person seine Zusage zukommen, dass man alle Rechtsmittel gegen mich fallen lassen würde, wenn ich den strittigen Artikel entfernen würde. Im Zuge einer Deeskalation bin ich dieser Bitte nachgekommen, Herr Schuh hingegen seiner Zusage nicht. Vielmehr verlangte er kurz darauf per Email nun von mir alle Artikel im Zusammenhang mit den genannten Personen, und Firmen zu entfernen und zu erklären, dass ich nie wieder etwas über diese schreiben werde. Natürlich bei entsprechend hoher Vertragsstrafe! Aus diesem Grund sehe ich mich nun veranlasst, die Ereignisse der letzten Wochen öffentlich zu machen. Es kann nicht sein, dass die Presse- und Meinungsfreiheit so mit Füßen getreten wird.

Im Falle der Einstweiligen Verfügung durch die FIHM AG berufen wir uns ebenfalls auf die Meinungs- und Pressefreiheit, und haben berechtigte Zweifel, ob das Verhalten der Beteiligten auf der Gegenseite im Sinne der deutschen Rechtsprechung ist. Denn auch hier ist der Inhalt der Anschuldigungen gegen uns höchst strittig, die ebenfalls kürzlich erhaltene Forderung auf Abgabe einer Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung der FIHM AG ist gar komplett haltlos. Weiterhin sind wir davon überzeugt, dass insbesondere das Verhalten von Herrn Florian Schuh aber in keinem Falle der Transparenz und der Förderung des Vertrauens bei den Anlegern dienlich ist. Um den derzeitigen Forderungen zur Einstellung der Berichterstattung Nachdruck zu verleihen, hat er mir bereits mehrfach mit einer Schadensersatzklage gedroht. Ich stelle mir zwangsläufig die Frage, ob die von Anlegern eingezahlten Gelder hier richtig verwendet werden…und damit meine ich nicht nur die sinnlosen Prozessführungen und Anwaltskosten, die die Anleger wohl letztendlich auch bezahlen müssen. Wahrscheinlich wäre dieses Geld in einer transparenteren Unternehmenskommunikation besser angelegt.

Bereits seit längerem befassen sich diverse Anlegerschutzportale und Anwälte mit der SHB AG (jetzt FIHM) und deren Fondsprodukten. Ebenso tauchen regelmäßig Meldungen unter der Rubrik “Grauer Kapitalmarkt” über die SHB AG (jetzt FIHM AG) in der Presse auf. Bislang ist die Firma seinen Anlegern eine umfassende Erklärung zu den seit Jahren bestehenden Vorwürfen schuldig geblieben. Es ist wohl auch nicht zu erwarten, dass diese in absehbarer Zeit erfolgen wird. Immer wieder beruft man sich öffentlich auf die guten Ratings der Ratingagenturen und geht mit diesem Gütesiegel hausieren. Die Transparenz solcher Ratings lässt aber oftmals zu wünschen übrig, und die getroffenen Aussagen sind teilweise schlichtweg nicht nachvollziehbar. Genau von dieser Problematik handelte auch unser erster Artikel über die SHB AG.

Insbesondere wäre in diesem Zusammenhang noch einmal zu prüfen, inwieweit die Zertifizierung “TÜV-geprüfte Fondsplausibilität” des TÜV Nord für den aktuellen Renditefonds 6, die sich bis zu meinem Telefonat mit dem TÜV Nord am 27.07.2010 noch immer auf der Homepage der SHB Innovative Fondskonzepte AG finden ließen, noch verwendet werden sollte, nachdem der TÜV Nord alle Ratingaktivitäten eingestellt hat, und dieses Zertifikat auch nur bis zum 17.03.2010 Gültigkeit hatte. Warum lesen Sie hier..! Vor wenigen Tagen wurden einige Verlinkungen auf der Homepage der SHB Innovative Fondskonzepte AG zu den Ratings der sechs Fonds entfernt. Nun lässt sich auf der Seite nun noch finden, dass die Produkte mal bewertet wurden, aber nicht mehr wie, nach welchen Kriterien, und vor allem zu welchem Zeitpunkt. Dem Vertrieb werden diese Ratings über die Homepage aber weiterhin zu werblichen Zwecken zur Verfügung gestellt. In meinen Augen ist auch das nicht unbedingt eine vertrauensbildende Maßnahme, Anleger sollten daher solche Zertifizierungen generell eher kritisch betrachten, und vielmehr vorrangig die Leistungsbilanzen eines Fonds in ihre Überlegungen mit einbeziehen.

Die nun gestartete Abmahnwelle ist wohl in der deutschen Bloggerszene als einzigartig zu bezeichnen. Die ersten drei Klagen gegen mich, von der IVAG sowie den Herren Hiller und Schuh, wurden vor Kurzem vom Gericht abgewiesen! Dies hat die Herren Florian Schuh und Joachim Hiller sowie die IVAG nicht davon abgehalten, mir weitere drei Abmahnungen, in neunfacher Ausfertigung, und mit ähnlichem Inhalt zukommen zu lassen. Die hier verfolgte Strategie dürfte somit klar sein, bleibt zu hoffen, dass dieser Schuss nicht nach hinten los geht!…Ich freue mich, wie bereits beim letzten Beitrag, auf angeregte Diskussionen mit unseren Lesern, allen Bloggern und der Wirtschaftspresse, und werde Sie natürlich weiter über die aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden halten…

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Volkswagen legt Streik in Mexiko bei

Gestern war es etwas unruhig bei der VW Aktie. Nach der Meldung, dass die Arbeiter im mexikanischen Werk Puebla mit einem Streik gedroht haben gerieten die beiden Aktiengattungen erneut unter Druck, konnten sich im späten Handel aber wieder deutlich erholen. Heute dann kam die Entwarnung. Die VW Konzernführung hat der Streik durch entsprechende Lohnzugeständnisse frühzeitig beigelegt. Insgesamt wurden den mexikanischen Facharbeitern 6,09 Prozent mehr Lohn zugesagt, was sicherlich nach einer ordentlichen Gehaltserhöhung klingt. . Bedenkt man aber, dass Volkswagen im laufenden Jahr dort 400.000 Fahrzeuge produzieren will, sprich ca. 100.000 Stück mehr als im Vorjahr dürfte sich die Gesamtbelastung für den Konzern relativieren..Zusätzlich zu der Erhöhung der Löhne erhalten die Arbeiter 670 Pesos jährlich in Lebensmittelgutscheinen was ungefähr 41, Euro entspricht.

Wägt man die möglichen Unkosten eines länger gehenden Streiks gegen die nun zugesagten Lohnerhöhungen ab, so dürfte nahezu sicher sein, dass es sich für Volkswagen bei der Lohnzusage um den besseren Deal handelt. Ohne die genaue Kostenstruktur in Mexiko zu kennen, kann ich mir aber verstellen, dass die Erhöhung der Löhne in einem sogenannten Billiglohnland wie Mexiko nicht wirklich ins Gewicht fallen werden. Wir rechnen heute wieder mit anziehenden Notierungen bei der Vorzugsaktie. Gestern wurden zur Eröffnung bereits die 79,- Euro Marke getestete. Kurzfristig sollten als 80,- Euro wieder erreichbar sein.

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Washington Mutual – Es darf wieder gezockt werden…

Bei der Aktie von Washington Mutual tut sich wieder einiges. Die Umsätze in der Aktie haben erneut stark zugenommen und der Aktienkurs ist erneut von unter 0,17 USD auf inzwischen über 0,20 USD geklettert. Grund für diese neue Euphorie könnte eine bislang unbeachtete Komponente des Übernahmepokers sein. Gerüchten zufolge soll die tatsächliche Übernahme durch das Investmenthaus JP Morgan noch gar nicht vollständig vollzogen worden sein. Als abschließender Termin für den Vollzug wurde hier in der Presse der 30.08.2010 genannt. Nun schöpfen Anleger neue Hoffnung, dass dieser Termin, nicht zuletzt auf Grund der erneuten und umfangreichen Prüfung der Umstände, die zur Übernahme geführt haben, erneut verschoben werden könnte. Dies würde dann wohl auch bedeuten, dass  die gesamte Übernahme durch JP Morgan noch ins wanken geraten könnte, sollte die Prüfung weitere Ungereimtheiten ergeben. Wie auch immer die Story weitergeht, eins ist sicher, langweilig dürfte es in den kommenden Wochen für WaMu Aktionäre nicht werden. Vielleicht gelingt ja letztendlich doch noch der ganz große Wurf!?!

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Hochtief – mit Leighton weiterhin gut im Geschäft

Hochtief veröffentlichte heute das Zahlenwerk zum abgelaufenen Quartal. Der Bau- und Dienstleistungskonzern ist weiter auf Wachstumskurs, und vor allem dank weiterhin guter Geschäfte seiner australischen Tochter Leighton weiterhin gut im Geschäft. Der Konzerngewinn bei Hochtief stieg im zweiten Quartal auf 54,1 Millionen Euro nach 47,7 Millionen Euro im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern legte im gleichen Zeitraum von 166,8 Millionen Euro auf 181,0 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte auf 5,078 Milliarden Euro, nach 4,771 Milliarden im Vorjahr. Damit übertraf nach Bilfinger Berger auch Hochtief bei allen Kennziffern die Schätzungen von Analysten. Es sieht bei weitem nicht so schlecht aus in der deutschen Baubranche, wie dass offenbar die meisten Analysten angenommen haben. Auch der Ausblick stimmt weiterhin. Hochtief verfügte Ende Juni über volle Auftragsbücher in Höhe von 42,519 Milliarden Euro, im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 33,129 Milliarden Euro gewesen. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde leicht angehoben. Wie bereits mehrfach in unserem kostenlosen Börsen-Newsletter geschrieben, bleibt die Aktie nicht zuletzt auch aus charttechnischer Sicht hochinteressant…

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Porsche steigert US-Absatz um 75%

Porsche scheint mit großen Schritten an die alten Erfolge anzuknüpfen. Nach der Talsohle des vergangenen Jahres sind die Absatzzahlen des Sportwagenherstellers im Juli in den USA erneut deutlich gestiegen. Insbesondere der Panamera Gran Turismo, der im Juli mit 807 verkauften Fahrzeugen den höchsten Wert seit der Markteinführung im Herbst 2009 erreichte, sowie die überarbeitete Generation des Geländewagens Cayenne trug zu diesem neuen Erfolg bei. Die Mittelmotor-Sportwagen Boxster und Cayman legten um elf Prozent auf 392 Fahrzeuge zu, beim Ur-Porsche, dem 911er, gingen die Verkäufe hingegen um neuen Prozent zurück. Die Auslieferungen an Porsche Sportwagen in Nordamerika stiegen insgesamt um 75 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 2.703 Fahrzeuge. Alles in allem also hoffnungsvolle Zahlen, die verdeutlichen, dass Porsche mit seiner Produktpalette auf dem richtigen Weg ist. Bereits gestern wurden die Absatzzahlen in Deutschland veröffentlicht. Auch hier konnte Porsche mit einem Plus von 14,3 Prozent deutlich punkten.

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Porsche macht Tesla Motors mit dem 918 Spyder Konkurrenz

Mit bis zu 500 PS Leistung, und einem Benzinverbrauch von 3 Litern (bei gemäßigter Fahrweise), sowie einem Schadstoffausstoß von nur 70 Gramm Co2/km  setzt Porsche neue Maßstäbe in der Automobiltechnik der Zukunft. Getsren wurde bekannt, dass die Studie des 918 Spyder, die bereits auf dem Genfer Automobilsalon 2010 großen Anklang gefunden hat, nun gebaut werden soll. Der Hybridflitzer soll knappe 500.000,- Euro kosten, und das zahlungskräftige Publikum dafür mit einer Beschleunigung von 3,2 Sekunden auf Tempo 100, sowie einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 320 km/h erfreuen.

Für den dafür nötigen Schub auf den Hinterrädern sorgt im 918 ein hinter den Sitzen eingebauter Mittelmotor – V8 mit 368 kW / 500 PS bei einer maximalen Drehzahl von 9.200 U/min – den Porsche auf Basis des 3,4-Liter-Triebwerks des RS Spyder entwickeln will. Zum Ökoflitzer, wird der Supersportler durch insgesamt vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 160 kW/218 PS an Vorder- und Hinterachse, die aus einer fluidgekühlten Lithium-Ionen-Batterie gespeist werden. Diese werden zum einen durch den Anschluss an die Steckdose, und zum anderen durch die Umsetzung von Bremsenergie wieder aufgeladen.

Die große Resonanz von Öffentlichkeit und der potenziellen Kunden führte nun zur Entscheidung des Porsche-Vorstands, auf Basis der Studie, ein Serienfahrzeug zu entwickeln. Der Wagen soll in Zuffenhausen von Hand gefertigt werden und im Jahr 2013 auf den Markt kommen. In den kommenden Monaten werden weitere Produktdetails des 918 Spyder festgelegt. Die Größenordnung der Serie soll im dreistelligen Bereich liegen.

Der 918 Spider könnte einen erneuten Quantensprung in der Geschichte der Porsche AG bedeuten, und dürfte auch den kürzlich an die Börse gebrachten Autobauer Tesla Motors dann ab spätestens 2013 in Bedrängnis bringen. Sollte sich das Konzept des Spiders durchsetzen, wäre es durchaus auch vorstellbar, dass dann in ferner Zukunft ein entsprechender “Volksporsche”, also ein für Normalsterbliche bezahlbares Modell, auf dieser Basis produziert werden könnten. Michael Macht sagte dazu: “Das man mit der Verbindung von Höchstleistung und effizienten Antriebskonzepten den richtigen Weg für die Marke Porsche eingeschlagen habe.”

Sollte dieser Weg weiter verfolgt werden, gehe ich davon aus, dass Porsche wieder an die altern Erfolge anknüpfen kann. Auch die neuesten Verkaufszahlen des Modells Panamera belegen wohl einmal mehr, dass der Konzern immer wieder in der Lage ist den Geschmack seiner Kunden exakt zu treffen. Inzwischen sind bereist 25.000 Exemplare des “Familien-Porsche” ausgeliefert worden. Die Porsche Aktie ist und bleibt für mich, bei Kursen unter 40,- Euro ein glasklarer Langfrist-Kauf.

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VW Zahlen – noch besser als erwartet!

Das Geschäft des Volkswagen Konzerns lief im ersten Halbjahr 2010 deutlich besser als erwartet. Das Operatives Ergebnis übertrifft mit 2,8 Mrd. EUR den schwachen Vorjahreswert um 1,6 Mrd. EUR. Das Ergebnis vor Steuern fällt mit 2,6 (0,8) Mrd. EUR deutlich höher aus. Die Umsatzerlöse des Konzerns liegen mit 61,8 Mrd. EUR um 20,7 Prozent über Vorjahr. Der Cash-flow aus dem laufenden Geschäft des Automobilbereichs mit 7,3 Mrd. EUR um 0,9 Mrd. EUR besser als im Vorjahr; Sachinvestitionsquote beläuft sich auf 3,5 (5,6) Prozent. Im zweiten Quartal 2010 fließen im Rahmen der durchgeführten     Kapitalerhöhung (Gesamtvolumen 4,1 Mrd. EUR) Mittel in Höhe von 1,1 Mrd. EUR zu. Die Netto-Liquidität des Konzernbereichs Automobile mit 17,5 Mrd. EUR weiter auf hohem Niveau. Die Modelle des Volkswagen Konzerns überzeugen:    - Auslieferungen an Kunden des Konzerns übertreffen mit 3,6 Mio. Fahrzeugen den Vorjahreswert um 15,8 Prozent; weltweiter Marktanteil verbessert sich auf 11,7 (11,6) Prozent. Die Nachfrage nach Konzernmodellen in China, Westeuropa, Nord- und Südamerika unverändert hoch. Quelle: dpa-AFX

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BP-Chef, Tony Hayard tritt zurück

Der BP-Chef, Tony Hayard erklärte heute seinen Rücktritt, und der Zeitpunkt dürfte gut gewählt sein, denn BP hat heute ebenfalls die Zahlen zum zweiten Quartal vorlegen müssen. Genau genommen hat BP den Rücktritt von Hayard heute erklärt, somit dürfte auch klar sein woher der Wind weht. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier der Sündenbock für katastrophale Zahlen gleich mit geliefert werden soll. Die Kritik an dem Vorstandschefs bezüglich des mangelhaften Krisenmanagements ist in den vergangenen Tagen immer lauter geworden. Seit der Explosion der BP-Ölbohrinsel «Deepwater Horizon» am 20. April mit elf Toten wurde dem Konzern vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen die Ölpest vorzugehen.

Als Nachfolger wird bereits der Amerikaner Bob Dudley gehandelt. Wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat der Energiekonzern den größten Verlust der britischen Unternehmensgeschichte eingefahren. Falls die zugesagten 20 Milliarden Dollar für Schadensersatz in die Halbjahresbilanz einfließen, rechneten Analysten bereits im Vorfeld mit einem entsprechenden Rekordverlust. Das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit soll sich nach Zeitungsberichten auf etwa fünf Milliarden Dollar für das zweite Quartal belaufen. Die Ölpest im Golf von Mexiko, und größten Naturkatastrophe der USA

BP verbuchte im zweiten Quartal den ersten Quartalsverlust seit 1992. Wegen der unübersehbaren Kosten für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko musste der Londoner Konzern in seiner Bilanz für das zweite Quartal zunächst einen Verlust von 17,1 Milliarden Dollar verbuchen. Darin enthalten waren 32,2 Milliarden Dollar für die drohenden Verbindlichkeiten der Ölpest. Im ersten Quartal verbuchte der Konzern noch 6,1 Milliarden Dollar Gewinn. Ob dieser Betrag nun ausreichen wird um die langfristigen Kosten im Zusammenhang mit der Ölpest zu deckeln bleibt fraglich. Die nächsten Quartale werden es wohl zeigen.

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Sieben neue Bankenpleiten in den USA – Crescent Bank and Trust Company, Sterling Bank…

Am vergangenen Freitag gab die FDIC erneut sieben Bankenpleiten in den USA bekannt. Damit steigt die Zahl der vom amerikanische Einlagerungsfond abgewickelten Kreditinstitute in diesesm Jahr inzwischen auf insgesamt 103 Banken. Unter den Verlierern der Kreditkrise befand sich dieses mal auch wieder ein Institut, dass mit einer Einlage von über einer Milliarde US Dollar zu den etwas größeren gehörte. Im Bundesstaat Georgia musste die Crescent Bank and Trust Company mit Aktiva im Umfang von 1,01 Milliarden Dollar und Einlagen von 965,7 Millionen ihre pforten schließen. Die Kundeneinlagen wurden von der Renasant Bank in Tupelo übernommen.

Ebenfalls erwischt hat es nun die Sterling Bank in Florida ($ 407,9 Mio. Aktiva, $ 372,4 Mio. Einlagen), die Home Valley Bank in Oregon ($ 251,8 Mio. Aktiva, $ 229,6 Mio. Einlagen), die SouthwestUSA Bank in Nevada ($ 214 Mio. Aktiva, $ 186,7 Mio. Einlagen), die Williamsburg First National Bank in South Carolina ($ 139,3 Mio. Aktiva, $ 134,3 Mio. Einlagen), dieCommunity Security Bank in Minnesota ($ 108 Mio. Aktiva, $ 99,7 Mio. Einlagen), und dieThunder Bank in Kansas ($ 32,6 Mio. Aktiva, $ 28,5 Mio. Einlagen)

Im Krisenjahr 2009 gingen insgesamt 140 geldinstitute bankrott. Mit 103 Bankenpleiten zum Halbjahr dürfte dieser Wert also wohl im Jahr 2010 noch übertroffen werden. Zumindest theoretisch – sollte sich der Trend fortsetzen. Auch die Liste der Banken, bei denen eine Insolvenz in naher Zukunft anstehen könnte wurde noch einmal überarbeitet, und umfasst nun 775 Institute. Zuvor waren es “lediglich” 702 Banken, die auf dieser schwarzen Liste standen.

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Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch trauen sich selbst nicht mehr…

Bereits gestern war in der Presse zu lesen, dass die US-Ratingagenturen, Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch, die zuletzt stark in der Kritik standen, nun offenbar ihren eigenen Ratings wohl nicht mehr trauen. Im Vorfeld der Obama-Finanzmarktreform forderten alle drei Unternehmen ihre Kunden nun schriftlich auf, die vergebenen Bewertungen bei der Emission neuer Produkte vorerst nicht mehr zu verwenden.  Ein kleiner Passus des Reformentwurfes hatte wohl für Aufregung bei den Analysehäusern gesorgt. Demnach können Ratingagenturen künftig für ihre Bewertungen verantwortlich gemacht werden. Bisher galten die Bewertungen und Anlageurteile lediglich als Meinungsäußerungen, die von der Verfassung entsprechend geschützt sind. Nun könnten Fehleinschätzungen dazu führen, dass Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch und Co. in Zukunft gerichtlich belangt werden können. Man befindet sich nun offensichtlich in einer Zwickmühle, die auch deutliche Auswirkungen auf andere Industriezweige haben dürfte.

Beispielsweise ist es zwingend notwendig bei gewissen Neuemissionen, und der damit zusammenhängenden Registrierung bei der Börsenaufsicht SEC, ein Rating vorweisen zu können. Dieses wird nun aber, bis auf Weiteres, verwehrt. Somit ist es den Emissionshäusern derzeit nicht mehr möglich neue Produkte am Markt zu platzieren. Insbesondere trifft dieses Regelung auf Verbraucherkrediten sowie Hypotheken und Autokrediten zu. Zwar versucht man derzeit an einer Lösung dieses Problems zu arbeiten, momentan bedeutet dies aber den Stillstand in den genannten Segmenten. Standard & Poor’s versicherte, dass man eine solche Lösung finden werde, diese dürfte dann zwar gewisse Bewertungen enthalten, aber offiziell nicht mehr verwendet werden. Zwangsläufig stellt man sich nun als geneigter Leser solcher Meldungen die Frage nach der Sinnhaftigkeit oder künftigen Daseinsberechtigung solcher Institutionen..

Wir hatten ja bereits in der Vergangenheit über die Praktiken von Ratingagenturen, auch hierzulande, berichtet. Erst kürzlich gerieten die Institute wegen einer möglichen Ungleichbehandlung von amerikanischen und europäischen Interessen in die Kritik. “Heftige Diskussionen über die Arbeit der US-Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch gibt es bereits seit längerem. Waren es damals die Vorwürfe, dass man seitens dieser Institutionen einen schlechten Job gemacht, und damit die Finanzkrise erst ausgelöst hat, ist es heute eher die offensichtlichen Ungleichbehandlung von den USA und dem Rest der Welt. Insbesondere Europa hatte zuletzt stark unter den Herabstufungen einzelner Länder zu leiden. Allen voran natürlich Länder wie Griechenland, Spanien und Portugal. Was damals versäumt wurde scheinen die Ratingagenturen nun durch plötzlichen Übereifer wieder wett machen zu wollen..” (aus unserem Artikel vom 08.07.2010)

Persönlich betrachte ich dieses Vorgehen Obamas gegen die kurz zuvor noch als “Experten” geadelten Ratinghäuser, als sehr begrüßenswert im Sinne aller Verbraucher, und würde mir ein ähnlich beherztes Vorgehen auch hierzulande wünschen. Man darf also durchaus gespannt sein wie sich die Ratingbranche in den kommenden Jahren entwickeln wird. Es wird etwas passieren müssen, je eher desto besser, und der Anfang ist gemacht. Was mich auch wieder auf unseren Artikel ” Mehr Verantwortung für den Staat und seine Bürger” vom Ende des letzten Jahres bringt. Zunächst war dies ein frommer Wunsch meinerseits für dieses Jahr, der sich aber nun langsam zur Realität wandelt.. anbei noch ein Auszug des Artikels vom 30.12.2009:

“Wenn also hier ein Schritt in die richtige Richtung unternommen werden sollte, so müssen auch die Kontrollinstitutionen wie die Ratingagenturen und die BaFin stärker kontrolliert werden. Alles in allem eine ordentliche, aber keine unlösbare Aufgabe für die deutsche Politik, aber auch eine die das Thema Altersvorsorge in Deutschland dauerhaft positiv beeinflussen würde. Und so wünschen wir, das Investors Inside Team, uns für das kommende Jahr mehr staatliche Mitverantwortung und mehr Kapitalschutz für die Bürger, die mehr denn je, bezüglich ihrer Altersvorsorge auf eigenen Beinen stehen müssen. Das hat bei den Ostimmobilien nicht besonders gut geklappt…aber vielleicht kommt der Staat ja dieses Mal seiner Pflicht nach!”

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Amazon und Sandisk nachbörslich deutlich unter Druck

Mit einem satten Kursminus von 11 Prozent ging die Amazon Aktie gestern nachbörslich aus dem Handel, Trader sprachen von einem regelrechten”Schlachtfest”. Der Online Gemischtwarenhändler hatte mit einem Gewinn von 0,45 Dollar je Aktie für das abgelaufene Quartal die Erwartungen der Anleger herbe enttäuscht, Im Schnitt sind Analysten von einem Gewinn je Aktie von mindestens 0,54 Dollar ausgegangen. Insbesondere die operativen Kosten belasteten das Ergebnis bei Amazon, durch umfangreichen Marketingaktivitäten, gesenkte Preise und kostenlosen Versand. Dabei konnte Amazon seinen Umsatz im zweiten Quartal um 41 Prozent auf 6,6 Milliarden USD steigern.

Auch die  Aktien von SanDisk gerieten nachbörslich deutlich unter Druck und gaben 7,5 Prozent nach. Diese heftige Kursreaktion war aber in erster Linie wohl auf die Mitteilung zurückzuführen, dass Firmengründer und CEO Eli Harari zum Jahresende sein Amt aufgeben und aus dem unternehmen ausscheiden wird. Operativ konnte Sandisk einmal mehr überzeugen. Der Flash-Datenspeicherhersteller  hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal um deutliche 390 Prozent gesteigert und damit die Wall-Street-Schätzungen übertreffen können.

Die Abschläge bei beiden Unternehmen erscheinen ein wenig heftig, somit könnte sich kurzfristig eventuell eine kleine Rebound-Spekulation lohnen.. Erst einmal sollte aber der heutige Handelsverlauf an den Börsen abgewartet werden. In Europa dürfte heute alles im Zeichen des Banken Stresstests stehen…

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Dialog Semiconductor starke Zahlen, schwacher Ausblick

Das Halbleiter-Unternehmen Dialog Semiconductor konnte erwartungsgemäß im zweiten Quartal 2010 einen kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg verbuchen. So wuchsen die Erlöse um 52,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 68,5 Millionen US-Dollar, die Vorab-Schätzungen hatten bei 69 Millionen Dollar gelegen.

Dar Ertrag des unternehmens konnte somit ebenfalls kräftig von 3,9 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal auf 12,0 Millionen US-Dollar im aktuellen Berichtszeitraum verdreifacht werden. Der Gewinn kletterte von 3,3 Millionen US-Dollar auf 11,2 Millionen US-Dollar bzw. von 7 US-Cent je Aktie auf 19 US-Cent je Aktie.

Der Ausblick auf die kommenden Quartale wurde ebenfalls gleich mitgeliefert..Dialaog Semiconductor geht von einer weiter starke Nachfrage für seine Produkte aus, was wohl nicht zuletzt der Kooperation mit Apple zu verdanken ist,  und erwartet für das dritte Quartal einen Umsatz zwischen 72 und 77 Millionen US-Dollar was nur noch einer sehr moderaten Steigerung entsprechen würde. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2010 wurde bestätigt, wenn auch darauf verwiesen wurde, dass eine mögliche Angebotsknappheit bei Foundry- und Back-End-Prozessen den Umsatz und die Gewinne in naher Zukunft belasten könnte..

Alles in allem fielen die Zahlen somit so aus wie es von den meisten Marktteilnehmern erwartet worden ist. Die Phantasie könnte aber nun erst einmal raus sein aus der Aktie von Dialog Semiconductor. Wir rechnen nun eher mit nachgebenden Kursen, als mit weiteren Kurssteigerungen. Lesen Sie dazu auch unseren gestrigen Artikel! Besonders der Ausblick dürfte eher enttäuscht haben. Die Texas Instruments und IBM Zahlen sollten den Technologie Sektor ebenfalls heute belasten..

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