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Posted on 04 March 2010
In die Zusammensetzung des TecDax und MDax kommt mal wieder etwas Bewegung. Die Singulus AG, die erst im September des letzten Jahres den Index mangels Marktkapitalisierung verlassen musste, kehrt überraschend zurück und verdrängt damit den Laserspezialisten Rofin Sinar. Dessen Handelsumsätze, so wurde von Marktteilnehmern spekuliert, seien zuletzt zu schwach gewesen, um einen Verbleib im TecDax zu sichern. Für manche Beobachter ist die schnelle Rückkehr in den TecDax sicherlich eine Überraschung. Der Aktie sollte es weiter gut tun, vorbörslich kann die Singulus Aktie bereits leicht zulegen.
Im SDax stehen ebenfalls ein paar Veränderungen an die eine gewisse Tragweite haben könnten. So muss die einst so erfolgreiche Arques Beteiligungs AG ihren Platz räumen, ebenso wie Altenheimbetreiber Curanum. Dafür kommt Handyschalenhersteller Balda zurück, womit wohl vor einem halben Jahr noch keiner gerechnet hatte. Damals lautete eher die Frage nach dem Zeitpunkt der Insolvenz des Unterenehmens. Inzwischen ist bei Balda aber viel positives passiert und der Turnarround geht offensichtlich weiter. Ebenfalls neu in den SDax aufgenommen wird nun der Zeitarbeits-Spezialist Amadeus Fire.
Ausser für die genannten Aktien sollte der heutige Handelstag relativ ruhig verlaufen. Zwar waren die Vorgaben aus den USA nicht so gut wie erhofft und die asiatischen Märkte tendierten ebenfalls negativ, dennoch sollten sich die heutigen Abschläge in Grenzen halten. Vor den am Freitag anstehenden US Arbeitsmarktdaten ist aber eher mit leichten Gewinnmitnahmen zu rechnen. Sollten diese aber mal überraschend gut ausfallen ist mit einer weiteren Rally zu rechnen. Der Rückgang der US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing im Februar mit deutlich vermindertem Tempo fortgesetzt. Demnach gab die Beschäftigtenzahl im Privatsektor um 20.000 nach. Für Januar wurde der Rückgang von vorläufig 22.000 auf 60.000 nach oben korrigiert. Diese Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht.

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Posted on 01 March 2010
Die kommende Börsenwoche sollte weiter etwas Beruhigung bringen. Die Berichtssaison im Dax neigt sich dem Ende zu und auch von konjunktureller Seite dürfte es nach diesere Woche dann allmählich etwas ruhiger werden. Diese Woche dürfte noch einmal die Veröffentlichung des sogenannten “Beige Book” die volle Aufmerksamkeit der Anleger genießen. Die Vorgaben aus Australien und Asien sind sehr positiv. Besonders exportstarke Titel konnten hier profitieren. Rohstofftitel profitieren ebenfalls da mit einem längeren Produktionsausfall in der Region um Chile zu rechnen ist. Alles in allem dürfte also der Wochenauftackt positiv sein. Die Nachrichtenlage um die drohende Griechenland Pleite bleibt vorerst undurchsichtig wenn auch von Marktbeobachtern hier nicht mit weiteren Negativmeldungen zu rechnen ist.
Das südosteuropäische Land kann offenbar im Kampf gegen die Staatspleite nicht auf ein Rettungspaket der reichen Euro-Partner hoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel schloss am Sonntag Milliardenhilfen aus Deutschland ausdrücklich aus. In der ARD-Sendung ´Bericht aus Berlin´ räumte sie ein: ´Der Euro ist in seiner sicherlich schwierigsten Phase seit seinem Bestehen.´ Ungeachtet anhaltender Medien-Spekulationen über ein mögliches Rettungspaket für Griechenland im Umfang von bis zu 30 Milliarden Euro unter französisch-deutscher Führung sagte Merkel: ´Wir können Griechenland im Augenblick dadurch am besten helfen, dass wir deutlich machen: Griechenland soll seine Hausaufgaben machen.´ Merkel trifft sich am Freitag in Berlin mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou.

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Posted on 02 February 2010
Wie zu erwarten war kann die Münchener Rück heute mit hervorragenden Zahlen überzeugen. Der Gewinn des weltweit größte Rückversicherungsgesellschaft legte im Zeitraum von Oktober bis Dezember auf 780 Millionen Euro verglichen mit 110 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die von Bloomberg befragten Analysten hatten im Schnitt mit 585 Millionen Euro gerechnet, die Bandbreite der Schätzungen reichte von 507 bis 727 Millionen Euro. Das Unternehmen will die Dividende wegen dieses guten Ergebnisses nun auf 5,75 Euro je Aktie erhöhen. Wie bereits berichtet sind die Investorenlegende Warren Buffett und den Vermögensverwalter Blackrock Inc., inzwischen mit einer nennenswerten beteiligung bei den Münchnern engagiert. Buffet hält ebenso ein größeres Aktienpaket an der Swiss Re. Wir erwarten das auch der Kurs der Schweizer Rück heute ordentlich von diesen Zahlen profitieren kann. Bereits gestern konnte sich die Aktie wieder deutlich erholen.
Noch ein paar Kennzahlen zur Münchener Rück: Die Einnahmen der Münchener Rück aus Bruttoprämien stiegen im Gesamtjahr 2009 auf 41,4 Milliarden Euro gegenüber 37,8 Milliarden Euro 2008. Für das Gesamtjahr 2009 weist die Gesellschaft einen Gewinn von 2,56 Mrd. Euro aus, gegenüber 1,58 Mrd. Euro im Jahr zuvor. Der Rückversicherungsbranche kam 2009 die Kurserholung an den globalen Aktienmärkten zugute. Auch die Hurrikansaison 2009 löste weniger Schadensfälle aus als im Jahr zuvor. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate liegt das Kursplus des Rückversicheres nur bei bescheidenen 13,2 Prozent. Die angestrebte Rendite von 15 Prozent auf das Risikokapital ist leicht übertroffen worden. Das Kapitalanlageergebnis stieg um gut ein Drittel auf 7,9 Milliarden Euro. Hier sollte also noch genügend Luft nach oben sein…

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Posted on 26 January 2010
Der US Markt hat dann gestern gegen Handelsschluss doch wieder geschwächelt. Auch die gewohnt guten Zahlen von Apple sowie die besser als erwarteten Quartalsergebnisse von Texas Instruments konnten daran erst einmal nichts ändern. Viel schwerwiegender dürften aber die Vorgaben aus Asien, insbesondere Japan für den heutigen Handel sein. Die Ratingagentur S&P hat den Ratingausblick Japans auf “negativ” gesenkt. S&P geht davon aus, dass die Staatsschuld in Japan am Ende des laufenden Fiskaljahres (per 31. März 2010) bei 100% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen wird. Dies sei eines der höchsten Niveaus aller bewerteten Staaten, erklärte S&P und wenn es denn so eintreffen sollte, sicherlich eine Zahl fernab jeglicher Vernunft. Darüber hinaus ließen die Pläne der regierenden Demokratischen Partei (DPJ) auf ein langsameres Tempo bei der fiskalischen Konsolidierung schließen als bisher erwartet. Der Nikkei-225-Index ging auf einem Fünf-Wochen-Tief mit minus 1,78 Prozent auf 10.325,28 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste TOPIX verlor 1,95 Prozent auf 916,40 Zähler. Händlern zufolge belastete auch der stärkere Yen die Exportwerte, nachdem China die Mindestreserve-Anforderungen für Banken angehoben hatte.

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Posted on 19 January 2010
Die starke Performance der Delticom-Aktie hat durch die am Morgen veröffentlichten glänzenden Jahreszahlen eine eindrucksvolle fundamentale Begründung erhalten. Der SDax-Titel könnte nun aufs Neue sein Rekordhoch ins Visier nehmen. Am späten Montagabend lieferte das Unternehmen aber erst einmal seine Jahreszahlen für 2009 ab. Danach kletterte der Umsatz von 259 Millionen auf 310 Millionen Euro. Am 4. Januar hatte Delticom noch von einem Jahresumsatz von 300 Millionen Euro berichtet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im Vorjahresvergleich um 70 Prozent auf 28 Millionen Euro gestiegen. Mit einer Rendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) von über neun Prozent übertraf Delticom zudem das für 2009 in Aussicht gestellte Renditeziel von sieben Prozent deutlich.
“Die extremen winterlichen Straßenverhältnisse in vielen Ländern Europas sorgten bei Delticom zum Jahresende hin zu den höchsten Absatzzahlen der Unternehmensgeschichte”, streicht das Unternehmen in seiner Pflichtmitteilung heraus. Vor allem die Abwrackprämie, aber auch das äußerst kalte Winterwetter hatten im vergangenen Jahr Umsatz und Ergebnis beflügelt. Diese Aussagen lassen zumindest den Schluss zu das dies bei anderen Autoreifen-Herstellern ebenso positive Einmaleffekte hinterlassen haben könnte. Möglicherweise kann diese Meldung also heute auch der Conti Aktie helfen sich endlich aus der engen Tradingrange in dem sich die Aktei seit der Kapitalmaßnahme befindet herauszulösen. Spannend könnte in den Zusammenhang auch eine Spekulation mit den Bezugsrechten, (WKN A1CRRC) für kurzfristig orientierte Anleger sein.

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Posted on 15 January 2010
Die Intel Aktie, bzw. die heutige Nachricht über den Gewinnanstieg zum Vorjahresvergleich um satte 875 Prozent trifft genau das, was wir in der Jahresprognose beschrieben haben. Die Gewinnsteigerung klingt nicht so gut weil Intel so wahnsinnig gute Umsätze und Gewinne gemacht hat, sondern weil die Ergebnisse des Vorjahres so katastrophal schlecht ausgefallen sind, und nun zum direkten Vergleich herangezogen werden. Teilweise werden im Jahresvergleich exorbitante Verbesserungen der Umsatz- oder Gewinndaten einzelner Unternehmen veröffentlicht werden, und damit die Börsen weiter antreiben. Obwohl sich dieser Effekt bei der Intel Aktie halbwegs in Grenzen hält.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 55 Cent. Analysten hatten im Schnitt nur mit 30 Cent gerechnet. Der Umsatz verbesserte sich um 28 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar. Auch das laufende erste Quartal wird mit einer Umsatzerwartung von 9,3 auf 10,1 Milliarden Euro offenbar besser als erwartet. Nachbörslich kann der Chiphersteller lediglich um nur ein Prozent zulegen. Lassen Sie sich also nicht von solchen Headlines wie oben irritieren oder gar zu einem voreiligen Kauf verleiten, sondern prüfen Sie die Fakten. Intel hat ein, für diese Zeiten, Top Ergebnis vorgelegt ohne Frage. Mit einem Quartalsgewinn von 2,3 Milliarden Dollar übertrifft Intel die Analystenerwartungen bei weitem. Beim Ausblick setzt der Chipgigant auf die Windows-7-Migration in den Unternehmen.

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Posted on 12 January 2010
Der Aluminiumkonzern Alcoa durfte gestern nachbörslich mal wieder die Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal vorlegen und eröffnete damit offiziell die US Berichtssaison. Nicht gerade berauschend und schlechter als erwartet, kann man wohl als Fazit für die Unternehmensdaten auf den ersten Blick festhalten. Alle Märkte außer Luftfahrt, Bau und Gasturbinen hätten weiter angezogen, ließ das Unternehmen wissen. Doch belastet durch Sonderfaktoren musste der weltgrößte Aluminiumhersteller erneut einen Verlust ausweisen, und schließt damit das vergangene Jahr mit insgesamt drei Verlustquartalen ab.
Zwar lag der Umsatz im Schlussquartal mit 5,4 Milliarden Dollar immer noch deutlich unter den Werten aus der Boomzeit. Gegenüber dem dritten Quartal konnten die Erlöse aber immerhin um 18 Prozent zulegen. Das Tagesgeschäft erholte sich somit leicht. Im Jahresvergleich ergab sich ein Umsatzrückgang von 4,4 Prozent. Unterm Strich rutschte der Konzern erneut in die roten Zahlen und verbuchte im vierten Quartal einen Verlust von 277 Millionen Dollar oder 0,28 Dollar je Aktie. Branchenkenner waren im Schnitt von einem Gewinn je Aktie von 0,06 Dollar ausgegangen. Die Aktie rutschte nachbörslich 5,4 Prozent in die Tiefe. Besonders negativ stieß Analysten wie Anlegern zudem auf, dass Alcoa keinen Ausblick auf das soeben begonnene Geschäftsjahr 2010 liefern wollte.

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Posted on 04 January 2010
Es geht wieder los, und ich freue mich auf wieder spannendere Tage
Die Feiertage sind ja immer ganz schön, und es ist gut auch mal wieder etwas zur Ruhe zu kommen. Die Action hat mir dann aber doch etwas gefehlt. Gestern habe ich , wie immer zwischen den Jahren, meinen Schreibtisch mal wieder aufgeräumt und entmistet. Unglaublich was da so alles anfällt. Besonders die so interessanten Berichte aus diversen Zeitungen über Märkte und Aktien, an denen ich immer wieder hängen geblieben bin haben dann dafür gesorgt das das Aufräumen meines Schreibtisches zur Tagesaufgabe wurden. Letztendlich habe ich mich entscheiden all diese Berichte zu ignorieren und ebenfalls dem Mülleimer zu überlassen, denn nichts ist so alt und unaktuell wie alte Börsennachrichten. Ein paar Aktien sind dann natürlich doch noch im Gedächtnis hängen geblieben die ich mir auf verschiedensten Gründen noch einmal etwas genauer anschauen werde.
Wie auch immer, ich habe gestern Abend dann noch wie versprochen meinen ersten Newsletter mit der aktuellen Jahresprognose für das kommende Börsenjahr verschickt. Soviel sei vorab verraten…es wird mal wieder ein extrem spannendes und vielleicht sehr entscheidendes Börsenjahr werden. Die erste Woche des neuen Jahres wird aber wohl in jedem Falle erst einmal positiv verlaufen. Ich erwarte einen freundlichen Start in die neue Handelswoche mit weiter moderat steigenden Kursen. Ich wünsche allen Investors Inside Lesern ein gesundes und erfolgreiches Frohes Neues Jahr. Einige befinden sich wohl noch im Skiurlaub und werden den Handel erst in der kommenden Woche wieder so richtig aufnehmen… Für Interessierte die sich jetzt noch für den kostenlosen Newsletter anmelden wollen mache ich auch gerne noch einmal einen “Nachversand”. Also einfach hier kostenlos anmelden…

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Posted on 18 December 2009
Eigentlich waren die Vorgaben aus den USA nicht besonders gut. Die US Indizes zeigten gestern im Vorfeld des heutigen großen Verfallstages deutliche Schwäche. Was uns anhand der vorangegangenen Performance nicht wirklich verwundert hat. Die Bären versuchen hier noch einmal das Ruder rum zu reißen bevor sie wieder teuer eindecken müssen. Ob ihnen dies allerdings gelingen wird ist fraglich. Die US Futures signalisieren vorbörslich wieder deutliche stärke und konnten sogar ins Plus drehen. Dies dürfte auch an den hervorragenden Zahlen von Oracle und Nike gelegen haben die gestern nach Börsenschluss in den USA veröffentlicht wurden.
Der US-Softwarehersteller Oracle hat im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn stärker gesteigert als erwartet. Der Nettogewinn wuchs in den drei Monaten bis Ende November um 12 Prozent auf 1,5 Milliarden US-Dollar, wie der Konkurrent von SAP späten am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss in Redwood Shores (Kalifornien) mitteilte. Der Umsatz kletterte um 4 Prozent auf 5,9 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie legte sogar um 15 Prozent auf 0,29 US-Dollar zu. Den Aktionären will Oracle eine Quartalsdividende von 0,05 Dollar je Aktie zahlen. Die Börse quittierte die Nachrichten mit Wohlwollen: Die Oracle-Aktie stieg im nachbörslichen New Yorker Handel um 3,85 Prozent auf zuletzt 23,76 Dollar.
Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat wegen der branchenweiten Absatzkrise im zweiten Geschäftsquartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang erlitten. Der Überschuss sei in der den drei Monaten bis Ende November um 4 Prozent auf 375 Millionen US-Dollar gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Daraus ergibt sich ein von 0,80 auf 0,76 Dollar gefallener Gewinn je Aktie. Die Erlöse schrumpften ebenfalls um vier Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar. Mit den Kennziffern übertraf Nike jedoch die durchschnittliche Erwartung der Analysten.

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Posted on 17 December 2009
Gestern noch eitel Sonnenschein und heute schon wieder gedrückte Stimmung, das ist Börse von Feinsten. Nicht nur das am Freitag noch der dreifache Hexensabbat auf die Anleger wartet sondern auch erneute Unsicherheiten um die Citigroup sowie die Äusserungen von Donald Tsang, dem Chef der Hong Kong Money Authority belasten heute die Börsen in Asien. Die Vorgaben für den Europäischen Handel sind damit wieder etwas schlechter für den heutigen Tag und die Gewinner von gestern schon wieder die Verlierer von heute – die Bankenwerte. Immobilienwerte standen ebenfalls auf der Verkaufsliste der Anleger. Aber zunächst einmal zu den wichtigen Meldungen des Tages…
Die Fed lässt den Leitzins wie erwartet unverändert und damit bleibt Geld weiterhin billig. Was in diesem Zusammenhang etwas verwunderlich ist ist die aktuelle Stärke des US Dollar. Das passt eigentlich nicht so recht ins Gesamtbild. Genau bei dieser Zinspolitik sieht aber Donald Tsang, dem Chef der Hong Kong Money Authority das große Problem und eine extreme Blasenbildung der Börsen in Hong Kong sowie die nächste Immobilienblase in der Region. Die Rallye auf dem Aktienmarkt wurde hauptsächlich durch den Zustrom von angeheiztem Kapital mit hoher Risikoneigung durch Anleger getragen, sagte Tsang. Die Immobilienpreise in Hongkong haben in den letzten 10 Monate mit einem Plus von 29 Prozent nur die Richtung nach oben gezeigt und der Hang Seng Index legte in diesem Jahr bereits um 50 Prozent zu. Dennoch ließ die HKMA den Leitzins ebenfalls unverändert bei 0,5 Prozent.
Die US-Regierung hat einen geplanten Verkauf von Citigroup-Anteilen wegen des niedrigen Aktienpreises abgeblasen. Nachdem die Bank bei einer Kapitalerhöhung nur 3,15 Dollar pro Aktie erzielen konnte, beschloss das Finanzministerium, seine Anteile lieber noch zu behalten. Dennoch droht der Bank immer noch eine saftige Schadensersatzklage aus Abu Dhabi. Das Emirat sieht sich von der Citigroup falsch beraten und will den entstandenen Schaden nun ersetzt haben. Der Staatsfonds des Emirats kaufte damals Wandelanleihen für 7,5 Milliarden Dollar. Diese Anleihen sollen zwischen März 2010 und September 2011 in Aktien zu Kursen zwischen 31,83 und 37,24 Dollar umgetauscht werden. Der Akteinkurs der Citigroup notiert zur Zeit allerdings nur noch bei einem Zehntel dieses Betrages..
Diese Nachrichten kommen nicht unbedingt zur besten Zeit. Für die Citi weil man in Kürze eine Kapitalerhöhung durchführen wollte um die Staatskredite in Höhe von 20 Milliarden US Dollar schnellstmöglich zurück zu zahlen. Und für die Anleger im Allgemeinen weil der starke Dollar und die befürchtete Blase in Hong Kong die Anleger wieder deutlich verunsichert haben könnten. Der morgige Verfallstag könnte somit einigermaßen turbulent werden..