Archive | Morningcall

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Oder doch nur ein Strohfeuer?..

Die Indizes zeigen sich weiterhin unentschlossen. Nach dem starken Rebound im Dax gestern wurden in den USA die Eröffnungsgewinne bis zum Handelsende nahezu wieder vollständig abverkauft. Lediglich die überwiegenden Käufe in der letzten Handelsstunde konnten verhindern, dass die US Indizes erneut im Minus schließen. Der wichtigste Impuls im gestrigen US Handel kam vom ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor, der zwar den sechsten Monat in Folge gestiegen ist, aber signalisierte, dass das Wachstum nun deutlich an Fahrt verloren hat. In Asien konnte man heute somit ebenfalls wieder Gewinnmitnahmen sehen. Die Gewinner von gestern standen bereits heute wieder auf der Verkaufsliste. Der starken Yen belastete erneut die japanischen  Exportwerten. In Hongkong ging es zeitgleich mit dem Hang-Seng-Index um 1,2 Prozent auf 19.840 Punkte abwärts. In China notiert der Shanghai-Composite im frühen Handel 0,3 Prozent niedriger. Der MSCI Asia Pacific Index gab ebenfalls um 1,2 Prozent auf 112,67 Punkte nach.

Alles in allem also nicht unbedingt die Fortführung unseres Wunsch-Szenarios. Der Rebound an den Börsen lässt also weiterhin auf sich warten. Auch wenn hier noch nichts verloren ist bleibt Vorsicht weiterhin die oberste Devise. StoppLoss-Orders sind zwar in solchen Szenarien ebenfalls gefährlich, weil man unglücklich ausgestoppt werden kann, lassen einen Trader aber etwas entspannter mit Kursturbulenzen umgehen…Positiv für weiter steigende Aktienkurse stimmt mich auch der Verlauf des Goldpreises, den wir so erwartet hatten. bereits in unserem Bericht von vor drei Wochen haben wir bei Kursen von 1.265,- Dollar je Feinunze die These vertreten, dass es nicht gesund ist wenn 38% der Goldvorräte dieser Welt in spekulativen Händen sind. Sollten die Börsen nun doch noch nach oben ausbrechen werden wir bei Gold auch noch deutlich tiefere Kurse sehen, wenn die Börsen allerdings weiter falle sollten sind hier auch neue Höchststände möglich. Mittelfristig wird sich wohl die derzeitige Blase bei dem Edelmetall wieder auflösen müssen.

Alle Depotwerte konnten gestern bereits wieder ordentlich zulegen, und man konnte mal wieder sehr schön sehen, welche Dynamik aufkommen kann, wenn die Indizes wieder nach oben drehen. Der Markt ist immer noch deutlich überverkauft. Die Unterstützung im S&P 500 bei 1.020 Punkten hat knapp gehalten, ebenso wie die 5.900 Punkte im Dax. Die Unterstützung liegt hier derzeit bei ca. 5.815 Punkten, ein nachhaltiger Ausbruch nach oben könnte ab 5.955 Punkten erfolgen. Wir bleiben unserer Strategie vorerst treu und werden heute eventuell die Positionen weiter aufstocken, wenn sich günstige Gelegenheiten ergeben sollten. Diese Woche sollte eine Entscheidung bringen..dir wir dann natürlich in beide Richtungen konsequent umsetzen werden.

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Zittern vor den US Arbeitsmarktdaten..Euro Rally

Heute dürfte der Dax erst einmal zu einer leichten Erholung ansetzen. Die Abverkäufe dieser Woche haben gestern vorerst etwas an Dynamik verloren. Dennoch bleibt der heutige Handelstag wohl der entscheidende dieser Woche. Die Anleger fürchten sich vor dem US Arbeitsmarktbericht, der heute veröffentlicht wird. Fallen diese Zahlen erneut schlecht aus, oder zumindest schlechter aus , als dies die Fachleute erwarten, ist mit einem erneuten Kursrutsch zu rechnen. Fast macht es schon den Eindruck als ob die Bären sich in den letzten Handelstagen darauf vorbereitet haben, indem sie den S&P 500 schon einmal in die Richtung der 1.000 Punkte Marke befördern, um ihn dann darunter zu drücken. Zunächst gibt der Handelsverlauf an den US Börsen gestern aber Hoffnung, dass dieses Szenario heute nicht eintreten wird. Zwar tendierten die US Indizes erneut schwach, konnten sich aber im weiteren Verlauf wieder einigermaßen berappeln und notieren aktuell nur leicht unter den Schlussständen von vorgestern.

Um 14.30 Uhr wird heute in den USA der monatliche Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, der von den Märkten als einer der wichtigsten Konjunkturindikatoren wahrgenommen wird. Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der Jobs in den USA um 110.000 Stellen. Bereits bei der letzten Veröffentlichung hatten die Daten zum US Jobmarkt für fallende Kurse gesorgt. Bereits am Dienstag haben Zahlen vom US Arbeitsmarkt die Börsen kräftig belastet und den Dollar auf Talfahrt geschickt. Der leidgeprüfte Euro erholte sich darauf hin kräftig. Sogar die Marke von 1,25 wurde gestern wieder überschritten. Sollte es also heute wieder zu enttäuschenden Daten aus den USA kommen, wird mein Short-Squeeze-Szenario für den Euro wieder aktuell. Generell wären mir aber gute Daten lieber, weil ein Abrutschen unter die 1.000 Punkte im S&P meine Jahresprognose auf den Prüfstand stellen würde. Ich bleibe immer noch optimistisch, dass die Indizes spätestens am Dienstag nachhaltig drehen werden. Es ist also durchaus in den nächsten beiden Handelstagen weiterhin Vorsicht angebracht. Der Montag könnte sich dann als guter Kaufzeitpunkt erweisen..oder auch heute schon, je nachdem wie der Tag verläuft..

Besondere Erwähnung sollte heute die Aktie von HeidelberCement finden, die sich inzwischen schon fast wieder auf einem lächerlichen Kursniveau befindet. Die Kurse der letzten Tiefststände vom März wurden inzwischen auch erreicht und wir haben unsere Position entsprechend gestern ausgebaut. Gestern wurde ebenfalls bekannt, dass Insider nun auf diesem Niveau kräftig zugegriffen haben, und offenbar die Zukunft Ihres Unternehmens deutlich besser einschätzen, als dies der Markt zur Zeit tut. Nach wie vor gehört die Aktie des Baustoffherstellers zu unseren Favoriten im Dax. Die aktuellen Kurse dürften eine gute Einstiegsgelegenheit darstellen. Ebenso ist die Aktie von Klöckner&Co. inzwischen wieder auf einem sehr interessanten Niveau angekommen. Kurse unter 14,80 Euro haben wir nun wie im Newsletter geschrieben zum Kauf genutzt. Die nächste Unterstützung liegt bei 13,60 Euro, sollte aber nicht mehr erreicht werden.

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Der DAX im WM Fieber, Nächstes Ziel 6.150 Punkte

Die Theorie, dass große sportliche Ereignisse sich auch positiv auf die Börsen auswirken können scheint sich heute einmal mehr zu bewahrheiten. Mit einem fulminanten Auftakt sorgte die deutsche Nationalmannschaft wieder für wahre Begeisterung. Der 4:0 Sieg über Australien ist an sich schon toll, vor allem aber die konstante Leistung der 11 Jungs über 90 Minuten ein deutliches Zeichen dafür, dass diese junge Mannschaft “wirklich will” !! Die Zeiten in denen in die Jahre gekommene, und hoffnungslos über bezahlte, Fußballprofis minimalistischen Zweckfußball gespielt haben, sind offenbar vorbei. Diese Mannschaft will wirklich siegen habe ich mir gestern beim Spiel gedacht. Und genau dass ist es wohl auch was heute den Dax antreibt, und genau dass ist das Zeichen, auf das ich gewartet habe. Sie werden dass vielleicht lächerlich finden und sagen was hat denn bitte die WM mit der Börse zu tun…

Natürlich hatten wir bereits sehr gute Vorgaben aus den USA und Asien, und sicherlich steigen die Börsen auch deswegen heute weiter. Aber gerade für uns Europäer, oder zumindest die Deutschen, die wir in den vergangenen Wochen, von der Weltöffentlichkeit auf Grund unserer schwächelnden Währung, und der Probleme unsere Nachbarn, nur noch müde belächelt worden sind, ist dieser Sieg Balsam für die Seele. Die Deutschen können wieder zeigen, dass sie trotz aller politischen Unwägbarkeiten wieder jemand sind. Auch für Angela und Co. dürfte diese Entwicklung sehr willkommen sein. Bereits im alten Rom erkannte man, dass “Brot und Spiele” hervorragend geeignet sind um das Volk ruhig zu stellen oder von politisch schwierigen Themen abzulenken . Die Spiele haben wir nun, nur das mit dem Brot wird offenbar schwierig…

Bei aller Euphorie für den gestrigen Sieg sei mir als eigentlichem Fußballlaien die Bemerkung gestattet, dass der 4:0 Effekt wahrscheinlich nur eine kurze Halbwertzeit haben wird. Ich erwarte aber mit jedem weiteren Spiel der Deutschen Nationalmannschaft, in dieser Qualität, durchaus in den nächsten Wochen auch weitere Kursschübe an der Börse. Vielleicht können wir Börsianer uns ja jetzt mal wieder etwas entspannen, und die WM sogar doppelt genießen…je nachdem wie lange die Jogi Löw Jungs im Turnier bleiben. Was ich ansonsten noch für die kommende Woche erwarte, hatte ich ja bereits in der Sonntagsausgabe unseres Börsen-Newsletters geschrieben. Das neue Ziel im Dax ist nun die Marke von 6.150 Punkten. kann diese wieder nachhaltig überwunden werden, sehen wir wohl bald neue Höchsstände.

Zumindest wäre dann der übergeordnete Aufwärtstrend endgültig wieder erreicht und die Gefahr eines erneuten schnellen Abtauchens vorerst gebannt. Beim Dow Jones und dem S&P 500 verhält sich die charttechnische Situation ähnlich. Die von mir in der vergangenen Woche genannten Ziele wurden sauber abgearbeitet. Nun sollten also auch weitere Eindeckungskäufe dazu führen, das die amerikanischen Indizes weiter ansteigen. In den einzelnen Aktien zeigt sich ein ähnliches Bild. Viele der von mir beobachteten Aktien befinden sich heute nun in den Bereichen der letzten Höchststände und warten nur noch auf ein Signal, dass sie darüber führen wird. Bei ein paar wenigen ist dies bereits erfolgt!

Nach wie vor gilt aber, wenn die Indizes oder auch die Aktien diese nun vorherrschenden Hindernisse nicht überwinden können, wird die nächste Bewegung wohl wieder an den unteren Rand des Seitwärtskanals der letzten Wochen führen. Dann kann auch der Dax noch einmal in Richtung 5.700 Punkte abfallen. Wir befinden uns also aktuell mal wieder in einer sehr entscheidenden Börsenwoche. Ich rechne weiter mit dem positiven Szenario der steigenden Kurse, auch in Hinblick auf die WM, und die Erholung des Euro…Lassen Sie Ihre Gewinne laufen, und ziehen Sie die Stopps entsprechend vorsichtig nach!

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BP, Sippenhaft für Halliburton, Transocean, Anadarco, Cameron, Dryships

Energiewerte gehörten gestern durch die Bank zu den großen Verlierern an der WallStreet! Die Aktie von BP gab erneut 15 Prozent ab nachdem nun wohl klar wurde, dass die Ölpest im Golf von Mexiko von dem Unternehmen nicht in den Griff zu bekommen ist. Die USA hat nun Ermittlungen gegen das Unternehmen eingeleitet und droht British Petrol mit einer Milliardenklage. Nach dem sich die Kosten für die Versuche das Bohrlauch, aus dem jeden Tag tausende Liter Rohöl strömen, zu schließen inzwischen ebenfalls schon im Milliardenbereich bewegen dürfte eine Klage dem Unternehmen weiter schwer zusetzen. Ich denke mal die Chancen stehen nicht schlecht für die USA diese Klage zu gewinnen. Aber was hilft dies der auf Jahrzehnte zerstörten Natur an den Küstenregionen am Golf? Letztendlich kann mit dem erstrittenen Geld der Schaden dann wohl nur optisch etwas kaschiert werden..

Verantwortlich für den späten Kurssturz an den US Börsen waren dann massive Verkäufe im Energiesektor. Besonders hart traf dies die Unternehmen Halliburton, Transocean, Anadarco, Cameron, Dryships die jeweils zweistellig abgeben mussten. Alles was nur im entferntesten mit Ölbohrungen, dem dafür nötigen Equipment oder Dienstleistungen bei Öl- und Gasbohrungen zu tun hat wurde gestern massiv verkauft. Eigentlich eine solide Branche sollte man meinen…wie sich hier mal wieder bestätigt gibt es an der Börse keine sicheren Investments auf denen man jahrelang sitzen kann ohne diese zu beobachten. Ich persönlich halte die Sippenhaft für die genannten Unternehmen für übertrieben und irrational. Deswegen werde ich mir einzelne Titel aus der Branche heute einmal näher ansehen, bzw. diese genauer analysieren…

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Der Euro bestimmt die Richtung

Wie gewonnen, so zerronnen dürfte wohl das knappe Fazit aus dem gestrigen Maßnamenspaket der europäischen Regierungen sein. Der Euro zu dessen Schutze dieses einmalige und umfangreiche Rettungspaket beschlossen wurde will oder kann wohl nicht gerettet werden. Nachdem die europäische Leitwährung gestern kräftig zulegen konnte sah es zunächst einmal wieder gut aus. Europa konnte sich, wenn auch nur kurz, stark und entschlossen präsentieren. Auch in Amerika sorgte dies für Begeisterung die Börsen legten eine fulminante Erholungsrally hin, wichtige Trends konnten wieder aufgenommen werden und fast könnte man als Anleger den Eindruck gewinnen, dass jetzt alles wieder gut ist. Weit gefehlt, würde ich sagen. Am deutlichsten versinnbildlicht wohl die Erfolglosigkeit der getroffenen Maßnahmen der heutige Euro Kurs. Gestern in der Spitze noch bei 1,31 und heute bereits wieder nahe des Tiefs vor dem europäischen Rettungspaket bei 1,27.

Dabei wurden sogar Tabus gebrochen, die noch vor kurzem undenkbar gewesen wären. Die EZB kauft nun verstärkt Staatsanleihen von Euro-Ländern auf. Zwar betonte Jean Claude Trichet, dass die Entscheidung der EZB dahingehend aus freien Stücken getroffen wurde, so richtig glauben will man ihm das aber nicht. Auch unserer Regierung steht das Wasser offenbar nun bis zum Hals, die Wahlen in Nordrhein Westfalen zeichnen ein deutliches Bild über die Zufriedenheit bezüglich des Führungsstils von Angela Merkel und Guido Westerwelle. In den Medien ist heute zu lesen, dass unsere Regierung keine Ahnung davon hat wie teuer die Eurokrise nun tatsächlich für den Steuerzahler wird. Von möglichen Verschleierungstaktiken unserer Kanzlerin über schon lange bekannte Missstände ist da die rede… alles nicht unbedingt vertrauensbildende Umstände.

Kurzum, wir sind noch lange nicht über den Berg. Die Futures haben heute Nacht kräftig nachgegeben.Es dürfte sich also zunächst Ernüchterung breit machen über die Machtlosigkeit gegen die Spekulationen und den erneuten Vertrauensverlust der Anleger. Gestern schrieb ich im Newsletter, dass bei Rücksetzern wieder ausgewählte Titel gekauft werden könnten, heute haben wir bereits einen ersten deutlichen Rücksetzer. Allerdings bin ich nicht mehr so ganz davon überzeugt, dass es sinnvoll ist bereits jetzt wieder verstärkt in die Märkte einzusteigen. Weitere Investitionen werde ich momentan direkt vom aktuellen Eurokurs abhängig machen. Sollte dieser weiter abrutschen werden auch die am Freitag gekauften Positionen wieder aufgelöst. Erst bei einer nachhaltigen Erholung über die Marke von 1,30 kann man eventuell davon sprechen das der Euroraum die Krise zumindest wieder im Griff hat..Bleiben Sie also weiterhin sehr vorsichtig!

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Intel und ASML beflügeln die Märkte

Während der gestrige Tag noch von den schwächer als erwarteten Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa geprägt war dürften die neueste Nachrichten von Intel und ASML heute wiedermal für richtig gute Stimmung sorgen. Besonders der weltgrößte Chiphersteller konnte mal wieder mit ganz starken Quartalszahlen glänzen und dürfte den gesamten Technologiesektor heute unterstützen. Intel hatte nach Börsenschluss bei Umsatz und Ergebnis die Markterwartungen übertroffen und das beste erste Quartal seiner Geschichte gemeldet. Intel berichtete gestern Abend nach US Börsenschluss über das abgelaufene erste Quartal und konnte einen Gewinn von 0,43 Dollar pro Aktie ausweisen. Damit übertrifft der Chiphersteller die Erwartungen von Wall Street um 5 Cent. Der Umsatz liegt mit 10,3 Milliarden Dollar ebenso über den Konsensschätzungen der Analysten von 9,83 Milliarden Dollar.

Der niederländische Hersteller von Halbleiterproduktionsanlagen ASML hat seinen Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2009 ebenfalls deutlich steigern können. Die Netto-Erlöse ist von 184 Millionen Euro vor einem Jahr auf 742 Millionen Euro gestiegen. Der Überschuss beläuft sich auf 107 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 117 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Firmenchef Eric Meurice erwartet nun einen Auftragseingang von 1,0 Milliarde was bei einer geplanten Gewinnmarge von 42 Prozent ordentliche Gewinne abwerfen dürfte.

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Dax Kursziel 6000 und jetzt?

Heute dürften die Indizes in Europa mit weiteren Aufschlägen auf die gestrigen US Vorgaben reagieren. Nach einer anfänglichen Seitwärtsbewegung entschieden sich der Dow und Co. dann doch noch bis zum Handelsschluss deutlich ins Plus zu drehen. dabei waren die Tagesgewinne bei Dow Nasdaq und S&P mit jeweils 0, 40 Prozent nicht besonders üppig. Aber…der S&P 500 befindet sich somit wieder an der alles entscheidenden Marke von 1.150 Punkten und konnte gestern sogar darüber schließen. Das ist ein weiteres bullishes Zeichen. Die Futures heute deuten ebenfalls weiter steigende Kurse an. Sollte also ein Ausbruch nach oben gelingen können wäre der Weg erst einmal wieder frei für neue Höchststände und eine kleine Rally. Wie weit diese dann führen kann ist derzeit noch nicht abzusehen. Sicher ist nur, dass damit dann sämtliche Weltuntergangsszenarien die noch im Januar/Februar die Runde gemacht haben erst einmal nicht eingetroffen sind.

Dennoch, wir befinden uns sowohl im Nasdaq als auch im Dax und dem S&P 500 im Bereich der letzten Höchststände. Hier muss sich nun entscheiden wie es weiter geht. Geht man von einem länger anhaltendem Seitwärtstrend aus müssten die Indizes nun eigentlich wieder nach unten drehen. Freitag nächste Woche ist mal wieder großer Verfallstag für Futures und Optionen oder auch der Tag der liebevoll Hexensabbat genannt wird. Bis dahin kann also die aktuelle Bewegung durchaus noch gehen, wenn ich auch im Vorfeld dieses Tages noch mit ein paar Turbulenzen in einzelnen Aktien rechne. Spannend dürfte nun auch der Handel mit Derivaten werden. Die Spekulation im Euro scheint sich allmählich wieder aufzulösen. Gerade hier könnte also nochmal ordentlich Bewegung reinkommen bis zum nächsten Freitag.

Die mögliche Pleite Griechenlands hat nur kurz belastet. Die Börsen gehen schnell wieder zur Normalität über. Dies ist zwar erfreulich aus Sicht eines Anlegers oder Traders aber auch gefährlich für das weltwirtschaftliche System. Was ich damit sagen will, ist das man bei aller Euphorie in solchen Zeiten in denen wir leben immer auch eine Exitstrategie haben sollte wenn die Stimmung mal wieder kippt. Ich persönlich glaube nicht an solche Szenarien oder gar ein Double Dip, aber Staatspleiten oder ähnlich schlechte Nachrichten werden in den kommenden Monaten oder Jahren wohl die Wegbegleiter eines jeden Börsianers bleiben. Dessen sollte man sich immer bewusst sein und sein Money Managemment darauf abstimmen. Achten Sie also weiterhin auf Ihre Stopps!

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Citigroup, Washinton Mutual

Zwar haben die US Indizes gestern nicht unbedingt überzeugen können, dennoch spricht vieles für weiter steigende Kurse. Das US Haushaltsdefizit sieht weiterhin nicht gut aus, die Märkte reagierten nur kurzzeitig auf die Veröffentlichung und fingen sich danach wieder umgehend. das ist grundsätzlich ein bullishes Zeichen. besonders die Finanztitel in den USA konnten gestern wieder zulegen. Darunter waren auch mal wieder die Totgesagten, Fannie Mae und Freddie Mac, Ambac und AIG. Besondere Aufmerksamkeit dürfte weiterhin die Citigroup bekommen , denn heute wurde bekannt das die weitere Entschuldung des Unternehmens voran kommt. Man plane den Verkauf der Immobilientochter Citi Property Investors und legt zusätzlich noch zwei weiter Anleihen auf. Diese Maßnahme bringen dem Unternehmen dann ca 5,5 Milliarden Dollar, was aber angesichts der Schulden bei Vatter Staat in Höhe von 45 Milliarden Dollar aber nur ein weiterer Tropfen auf den heißen Stein sein dürfte. Dennoch die Citigroup Aktie ist aus charttechnischer Sicht wieder interessant geworden.

Etwas anders sieht es da bei der Washington Mutual Aktie aus. Die Spekulation um eine hohe Abfindung für die Altaktionäre geht weiter. Die Aktie verlor gestern noch einmal über 13% im US Handel. Der Ausverkauf ist allerdings (bis jetzt) ausgeblieben. In Deutschland sind die Titel vorbörslich bereits unter 0,30 Euro gerutscht. Ich rechne eher mit weiteren Kursverlusten, dennoch ist es jederzeit auch möglich das die Aktie wieder steigt. Man sollte sich bewusst sein das die Profis hier aber schon wieder Kasse gemacht haben oder gerade machen. Die Vermutung das der Kurs nun noch ein bis zweimal hochgezogen wird um dann wieder abzuverkaufen liegt nahe. Wer mitspielen will soll dies tun , aber bitte nur mit Geld das wirklich übrig ist. Ab 0,20 bis 0,25 Euro kann man also eventuell mal ein Tänzchen wagen wenn man die Nerven dazu hat.

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Singulus, Balda, Amadeus rein, Rofin Sinar, Arques, Curanum raus

In die Zusammensetzung des TecDax und MDax kommt mal wieder etwas Bewegung. Die Singulus AG, die erst im September des letzten Jahres den Index mangels Marktkapitalisierung verlassen musste, kehrt überraschend zurück und verdrängt damit den Laserspezialisten Rofin Sinar. Dessen Handelsumsätze, so wurde von Marktteilnehmern spekuliert, seien zuletzt zu schwach gewesen, um einen Verbleib im TecDax zu sichern. Für manche Beobachter ist die schnelle Rückkehr in den TecDax sicherlich eine Überraschung. Der Aktie sollte es weiter gut tun, vorbörslich kann die Singulus Aktie bereits leicht zulegen.

Im SDax stehen ebenfalls ein paar Veränderungen an die eine gewisse Tragweite haben könnten. So muss die einst so erfolgreiche Arques Beteiligungs AG ihren Platz räumen, ebenso wie Altenheimbetreiber Curanum. Dafür kommt Handyschalenhersteller Balda zurück, womit wohl vor einem halben Jahr noch keiner gerechnet hatte. Damals lautete eher die Frage nach dem Zeitpunkt der Insolvenz des Unterenehmens. Inzwischen ist bei Balda aber viel positives passiert und der Turnarround geht offensichtlich weiter. Ebenfalls neu in den SDax aufgenommen wird nun der Zeitarbeits-Spezialist Amadeus Fire.

Ausser für die genannten Aktien sollte der heutige Handelstag relativ ruhig verlaufen. Zwar waren die Vorgaben aus den USA nicht so gut wie erhofft und die asiatischen Märkte tendierten ebenfalls negativ, dennoch sollten sich die heutigen Abschläge in Grenzen halten. Vor den am Freitag anstehenden US Arbeitsmarktdaten ist aber eher mit leichten Gewinnmitnahmen zu rechnen. Sollten diese aber mal überraschend gut ausfallen ist mit einer weiteren Rally zu rechnen. Der Rückgang der US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing im Februar mit deutlich vermindertem Tempo fortgesetzt. Demnach gab die Beschäftigtenzahl im Privatsektor um 20.000 nach. Für Januar wurde der Rückgang von vorläufig 22.000 auf 60.000 nach oben korrigiert. Diese Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht.

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Kein Geld für Griechenland?

Die kommende Börsenwoche sollte weiter etwas Beruhigung bringen. Die Berichtssaison im Dax neigt sich dem Ende zu und auch von konjunktureller Seite dürfte es nach diesere Woche dann allmählich etwas ruhiger werden. Diese Woche dürfte noch einmal die Veröffentlichung des sogenannten “Beige Book” die volle Aufmerksamkeit der Anleger genießen. Die Vorgaben aus Australien und Asien sind sehr positiv. Besonders exportstarke Titel konnten hier profitieren. Rohstofftitel profitieren ebenfalls da mit einem längeren Produktionsausfall in der Region um Chile zu rechnen ist. Alles in allem dürfte also der Wochenauftackt positiv sein. Die Nachrichtenlage um die drohende Griechenland Pleite bleibt vorerst undurchsichtig wenn auch von Marktbeobachtern hier nicht mit weiteren Negativmeldungen zu rechnen ist.

Das südosteuropäische Land kann offenbar im Kampf gegen die Staatspleite nicht auf ein Rettungspaket der reichen Euro-Partner hoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel schloss am Sonntag Milliardenhilfen aus Deutschland ausdrücklich aus. In der ARD-Sendung ´Bericht aus Berlin´ räumte sie ein: ´Der Euro ist in seiner sicherlich schwierigsten Phase seit seinem Bestehen.´ Ungeachtet anhaltender Medien-Spekulationen über ein mögliches Rettungspaket für Griechenland im Umfang von bis zu 30 Milliarden Euro unter französisch-deutscher Führung sagte Merkel: ´Wir können Griechenland im Augenblick dadurch am besten helfen, dass wir deutlich machen: Griechenland soll seine Hausaufgaben machen.´ Merkel trifft sich am Freitag in Berlin mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou.

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Rückversicherer Münchener Rück mit Gewinnsprung… und Swiss Re?

Wie zu erwarten war kann die Münchener Rück heute mit hervorragenden Zahlen überzeugen. Der Gewinn des weltweit größte Rückversicherungsgesellschaft legte im Zeitraum von Oktober bis Dezember auf 780 Millionen Euro verglichen mit 110 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die von Bloomberg befragten Analysten hatten im Schnitt mit 585 Millionen Euro gerechnet, die Bandbreite der Schätzungen reichte von 507 bis 727 Millionen Euro. Das Unternehmen will die Dividende wegen dieses guten Ergebnisses nun auf 5,75 Euro je Aktie erhöhen. Wie bereits berichtet sind die Investorenlegende Warren Buffett und den Vermögensverwalter Blackrock Inc., inzwischen mit einer nennenswerten beteiligung bei den Münchnern engagiert. Buffet hält ebenso ein größeres Aktienpaket an der Swiss Re. Wir erwarten das auch der Kurs der Schweizer Rück heute ordentlich von diesen Zahlen profitieren kann. Bereits gestern konnte sich die Aktie wieder deutlich erholen.

Noch ein paar Kennzahlen zur Münchener Rück: Die Einnahmen der Münchener Rück aus Bruttoprämien stiegen im Gesamtjahr 2009 auf 41,4 Milliarden Euro gegenüber 37,8 Milliarden Euro 2008. Für das Gesamtjahr 2009 weist die Gesellschaft einen Gewinn von 2,56 Mrd. Euro aus, gegenüber 1,58 Mrd. Euro im Jahr zuvor. Der Rückversicherungsbranche kam 2009 die Kurserholung an den globalen Aktienmärkten zugute. Auch die Hurrikansaison 2009 löste weniger Schadensfälle aus als im Jahr zuvor. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate liegt das Kursplus des Rückversicheres nur bei bescheidenen 13,2 Prozent. Die angestrebte Rendite von 15 Prozent auf das Risikokapital ist leicht übertroffen worden. Das Kapitalanlageergebnis stieg um gut ein Drittel auf 7,9 Milliarden Euro. Hier sollte also noch genügend Luft nach oben sein…

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Ratingagentur S&P stuft Japan auf “negativ”!

Der US Markt hat dann gestern gegen Handelsschluss doch wieder geschwächelt. Auch die gewohnt guten Zahlen von Apple sowie die besser als erwarteten Quartalsergebnisse von Texas Instruments konnten daran erst einmal nichts ändern. Viel schwerwiegender dürften aber die Vorgaben aus Asien, insbesondere Japan für den heutigen Handel sein. Die Ratingagentur S&P hat den Ratingausblick Japans auf “negativ” gesenkt. S&P geht davon aus, dass die Staatsschuld in Japan am Ende des laufenden Fiskaljahres (per 31. März 2010) bei 100% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen wird. Dies sei eines der höchsten Niveaus aller bewerteten Staaten, erklärte S&P und wenn es denn so eintreffen sollte, sicherlich eine Zahl fernab jeglicher Vernunft. Darüber hinaus ließen die Pläne der regierenden Demokratischen Partei (DPJ) auf ein langsameres Tempo bei der fiskalischen Konsolidierung schließen als bisher erwartet. Der Nikkei-225-Index ging auf einem Fünf-Wochen-Tief mit minus 1,78 Prozent auf 10.325,28 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste TOPIX verlor 1,95 Prozent auf 916,40 Zähler. Händlern zufolge belastete auch der stärkere Yen die Exportwerte, nachdem China die Mindestreserve-Anforderungen für Banken angehoben hatte.

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