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Die Korrektur ist da! DAX in Richtung 7.175 und S&P 500 runter bis auf 1.460 Punkte?

Heute melde ich mich aus gegebenem Anlass, und weil ich einige Emails besorgter Leser bekommen habe, mal wieder zu Wort, auch wenn ich grundsätzlich den nun endlich angekommenen Frühling genieße…Anfang diesen Monats habe ich Ihnen ja in der Investors Inside Newsletter Ausgabe und auch hier im Blog folgendes Fazit mit auf den Weg gegeben: “Die Frage ist nun also ob man noch versuchen sollte den letzten Euro aus der aktuellen Situation an den Märkten heraus zu pressen, oder aber lieber einen Schritt zurücktreten sollte? Denn die Risiken werden spätestens am Mitte des nun laufenden Monats aus saisonaler Betrachtung wieder zunehmen. Zudem startet nun die Berichtssaison für das erste Quartal des laufenden Jahres, die traditionell wieder etwas mehr Volatilität in die Märkte bringt….” An dieser grundsätzlichen Einschätzung hat sich auch nichts geändert, bzw. die strukturelle Schwäche bei den meisten Aktien bestätigt diese Theorie.

Inzwischen hat die von mir erwartete Korrektur bei einzelnen Aktien und ganzen Sektoren nun kräftig Fahrt aufgenommen. Die US Indizes und auch der Dax notieren aber immer noch auf gefährlich hohem Niveau, während einzelne Titel sogar neue Tiefstände ausgebildet haben. Rohstoffe bleiben weiterhin unter Druck, ebenso wie die Edelmetalle, aber auch der Stahlsektor scheint seinen Boden noch (lange) nicht gefunden zu haben. Insgesamt sehen konjunktursensitive Branchen gerade alles andere als gut aus. Das Motto an den Börsen heißt damit ganz eindeutig wieder “Risk Off”. Die deutlichen Warnzeichen sind seit Wochen eigentlich nicht zu übersehen, weswegen ich ja auch erst einmal an die Seitenlinie getreten bin und es hier im Blog momentan etwas ruhiger zugeht.

Die spannende Frage an dieser Stelle ist also ob die Aktien bereits teilweise das vorweg genommen haben was bei den Indizes demnächst zu erwarten ist, oder ob man davon ausgehen sollte dass die aktuelle Schwäche bald ihr Ende findet und auch die Aktien dann zu einer neuen Rally ansetzten werden. Ich persönlich halte die erste Variante für deutlich wahrscheinlicher! Und während ich das hier gerade schreibe rutscht der Dax in einem erneuten Schwächeanfall unter die Marke von 7.500 Punkten und damit unter die Nackenlinie einer möglichen SKS Formation mit einem rechnerischen Kursziel im DAX bei ca. 7175 Punkten.

DAX Chart vor Korrektur

Dieses erste Kursziel für den deutschen Leitindex macht in dreifacher Hinsicht Sinn, denn zum einem liegt um die 7.200 Punkte eine noch offene Kurslücke, die noch geschlossen werden sollte… und zum anderen verläuft knapp darunter der seit September 2011 bestehende Aufwärtstrend, der bei erfolgreichem Test eine solide Basis für einen weiteren Anstieg bieten könnte. Das Verlaufshoch aus dem Februar 2012 wäre eine weitere wichtige Marke die eine charttechnische Unterstützung bieten könnte. Ob der hier grün eingezeichnete Trend  im weiteren Verlauf dieses Sommers allerdings gehalten werden kann bleibt allerdings noch abzuwarten. Darüber zu spekulieren was in eine paar Wochen passieren könnte ist in Zeiten wie diesen reine Kaffesatzleserei. Kurzfristig halte ich das oben geschilderte Szenario aber für durchaus wahrscheinlich, denn die Situation beim S&P 500 sieht nun ähnlich kritisch aus:

S&P 500 Trendkanal

Das heißt, die Korrektur  könnte gerade erst begonnen haben, auch wenn einzelne Aktien bereits wieder “ganz unten” sind. Eine weiterführende Korrektur in den USA, bzw. das Verlassen des aktuellen Aufwärtstrends beim S&P 500 nach unten, würde sicherlich auch die europäischen Indizes noch einmal kräftig rutschen lassen. Aktien die ohnehin schon wieder einen Großteil der Zuwächse in diesem Jahr abgeben mussten, könnten dann sogar noch einmal neue Tiefststände ausbilden. Es ist also weiterhin nicht die Zeit für Heldentaten indem man sich gegen den offensichtlich erschöpften Markt stellt. Bleiben Sie also auch weiterhin geduldig und warten Sie auf die richtige Gelegenheit!

Ich hoffe somit Sie sind meinem Rat von vor zwei Wochen gefolgt und haben Ihre Positionen entsprechend verkleinert, eng abgesichert oder gar ganz abgebaut. Natürlich hat meine Sichtweise auf die aktuelle Situation an den Börsen keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, wie immer geht es nur um das Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Sollte es aber demnächst zu einer echten Korrektur an den Märkten kommen halte ich persönlich noch einmal Dax Stände zwischen 6.200 und 6.000 Punkten im Sommer für möglich. In den USA könnte man dann wohl von einer Korrektur des S&P 500 bis auf ca. 1.400 Punkte ausgehen. In diesem Sinne, bleiben Sie gelassen und genießen Sie den endlich eingetroffenen Sommer bis sich wieder die richtigen Gelegenheiten ergeben. Ich halte Sie auf dem Laufenden…!

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Rebound-Aktien im Fokus – Dialog, Apple, Klöckner sowie Gold- und Silberminen

Dialog im Apple-Sog

Die Dialog Aktie zeigt – entgegen meiner Annahme – in den letzten tagen wieder deutliche Schwäche, was aber in erster Linie mit dem Kursverlauf der Apple Aktie zusammenhängen dürfte. Grundsätzlich handelt es sich hier um ein sehr solide aufgestelltes Unternehmen mit zuletzt hervorragenden Bilanzen. Ich bleibe bei meiner Einschätzung dass wir hier im laufenden Jahr noch deutlich höhere Kurse sehen werden. Aus charttechnischer Sicht dürfte der Abverkauf nun auf diesem Niveau langsam wieder sein Ende finden und die nächste Aufwärtsbewegung starten. Entwarnung kann aber erst gegeben werden wenn die Dialog Aktie den seit September 2012 bestehenden Abwärtstrend nach oben verlässt, was erst bei Kursen über 15,- Euro der Fall ist. Für mich eine klare Halteposition! Mehr dazu hier…

Apple – Gap Close und (noch) kein Bounce

Die Apple Aktie hat nun das Gap bei 420,- Dollar mustergültig geschlossen. Im Anschluss wieder nach oben gedreht, allerdings konnten die Gewinne nicht gehalten werden. Zur Handelseröffnung gestern wurde eigentlich ein neues Kaufsignal getriggert dass aber umgehend wieder abverkauft wurde, was mich in meiner Meinung, dass der Aktienkurs momentan manipuliert wird, erneut bestätigt hat. So gesehen bleibt es weiterhin schwierig hier den richtigen Einstiegszeitpunkt zu finden. Ich bin nun mit einer ersten Position zu 420,- Dollar wieder dabei, die ich aber auch umgehend wieder auflösen werden, wenn diese Marke nachhaltig unterschritten wird. Denn dann soll wahrscheinlich auch die runde Marke von 400,- Dollar oder gar 385,- Dollar noch getestet werden! (Apple Charts) Weiterhin bleibt die (gewollt) negative Nachrichtenlage hier der Kurstreiber, was sich wohl auch erst ändern wird wenn Apple endlich mit einem neuen und vor allem innovativem Produkt an die Öffentlichkeit geht oder das große Füllhorn über den Aktionären ausschüttet.

Klöckner – Knauf Phantasie entweicht

Hier im Blog gab es zuletzt interessante Diskussionen darüber ob der Anstieg der Aktie gerechtfertigt, oder auch fundamental untermauert ist. Aus meiner persönlichen Sicht ist hier viel heiße Luft im Aktienkurs, die noch entweichen muss bevor wir einen soliden Anstieg sehen werden. Denn die gestern abgelieferten Zahlen können es sicherlich nicht gewesen sein, obwohl die Aktie erstaunlich gut darauf reagiert hat. Insgesamt war das Zahlenwerk enttäuschend, was aber bleibt ist die Spekulation auf eine Übernahme, oder zumindest darauf dass die Knauf Holding hier weitere Anteilsscheine kauft. Nachdem ich nicht beurteilen kann wann und ob Knauf hier weiter nachlegt, halte ich mich lieber an die harten Fakten und versuche nicht zu raten was im Hintergrund gespielt wird oder nicht. Der heutige Rücksetzer unter dünnen Umsätzen deutet allerdings darauf hin, dass hier eventuell jemand verhindern will dass der Aktienkurs zu schnell steigt, was wiederum für eine weiter Aufstockung der Knauf Anteile sprechen würde. Fazit: Hier kann man mitspielen wenn man das Risiko konsequent begrenzt. Bei 9,53 Euro wartet zudem noch eine offene Kürslücke auf Schließung!

Gold- und Silberminen

Abschließend möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass es sich nun wieder lohnen könnte den Blick etwas genauer auf die Minenaktien zur richten. Gestern war der erste Tag seit langem an dem die Aktien aus diesem Sektor wieder nennenswerte Stärke gezeigt haben. Natürlich bleibt auch hier zunächst abzuwarten ob sich dieses Signal heute nun bestätigt, denn wir haben in den vergangenen Monaten schon zu oft erlebt, dass sich eine solche Bewegung umgehend wieder in Rauch auflöst. Sollten die Blue Chips aus dem Sektor nun aber weiter nach oben drehen stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Abverkauf hier nun endlich sein Ende gefunden hat. Ich habe mir gestern die Charts verschiedener Gold- und Silberminen mal etwas genauer angesehen und komme zu dem Ergebnis, dass es zumindest aus charttechnischer Sicht durchaus Sinn machen würde, wenn der Sektor jetzt wieder nach oben dreht. Beobachten und ggf. erste Positionen eröffnen..!

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Die beste Strategie und das beste Timing für den Handel mit binären Optionen

Nachdem ich in den letzten Wochen sehr viele Anfragen zum Thema binäre Optionen, bzw. der richtigen  oder effektivsten Strategie bekommen habe, möchte ich auf dieses Thema noch einmal etwas genauer eingehen. Grundsätzlich sollte man den Handel von binären, oder 60 Sekunden Optionen, eher als Finanzwette betrachten, die gegen den Anbieter solcher Optionen eingegangen wird. Das ist insofern wichtig zu verstehen, da der Anbieter natürlich daran interessiert ist die eingegangene Wette gegen Sie zu gewinnen. Was aber auf keinen Fall heißen soll das es sich hierbei um unseriöse Methoden handelt, oder Sie keine Chance hätten dagegen zu halten! Es geht also darum das Risiko beim Handeln möglichst zu minimieren, damit Sie als Gewinner aus dem jeweiligen Trade hervorgehen. Und da gibt es durchaus ein paar Verhaltensregeln die es zu beachten gilt und tatsächlich sehr hohe Renditen ermöglichen…!

Einige dieser grundsätzlichen Regeln hatte ich ja bereits in einem Artikel im vergangenen Jahr hier veröffentlicht. Die grundsätzliche Funktionsweise von binären Optionen haben ich ebenfalls schon erklärt. Die “10 goldenen Regeln” haben nach wie vor Gültigkeit, bzw. haben sich für mich bewährt. Heute möchte ich noch etwas tiefer in die Materie einsteigen.  Grundsätzlich gilt, je liquider der jeweilige Markt ist in dem ich mich bewege, desto kontrollierbarer ist auch das Risiko, und entsprechend hoch die Wahrscheinlichkeit für einen satten Gewinn. Das heißt, beschränken Sie sich auf die Instrumente von denen man weiß das die Umsätze, während Sie handeln, permanent hoch sind. Und beachten Sie dabei die internationalen Handelszeiten, denn nicht jeder hochliquide Wert wird zu jeder Tages- und Nachtzeit auch gleichhoch gehandelt. Berücksichtigt man diese einfachen Gegebenheiten dann läuft man nicht Gefahr dass sich der Kurs des jeweiligen Instrumentes kurz vor Ablauf der Option plötzlich in die falsche Richtung läuft. Auch hier ist also das richtige Timing ganz entscheidend für Ihren Erfolg!



Das richtige Timing für den Handel von binären Optionen auf Aktien:

Achten Sie immer drauf an welcher Börse der jeweilige Wert hauptsächlich gehandelt wird. In der Regel werden Aktien nur sechs bis acht Stunden täglich an der jeweiligen Heimatbörse gehandelt. Somit gilt als optimale Zeit um US Aktien zu handeln die Stunden zwischen 9:30 Uhr und 16:00 Uhr Ortszeit, was hierzulande einem Handelsfenster zwischen 15:30 Uhr und 22:00 Uhr entspricht. Sollten Sie also beispielsweise eine Spekulation auf die Apple Aktie eingehen, so ist es aus meiner Erfahrung nicht ratsam dies schon in den frühen Stunden hier in Europa zu riskieren, da die Umsätze schlicht und ergreifend zu gering, und damit die Kursschwankungen zu hoch sind. Gleiches gilt natürlich auch für asiatische Aktien. Hier ist der Trade noch weniger kontrollierbar, weswegen ich hier ganz auf Trades mit asiatischen Werten verzichte.

Das beste Timing für einen Trade auf Währungspaare/Devisen:

Ganz anders stellt sich die Situation im Forex Markt dar. Dieser Markt ist zu jeder Zeit hoch liquide, ausser am Wochenende. Auch hier ist es aber wichtig die Trades möglichst so zu legen dass sie in den “Überschneidungsphasen” stattfinden, denn dann sind die Umsätze besonders hoch. So wird z.B. in den frühen Morgenstunden in Deutschland, also zwischen 7:00 und 10:00 Uhr, sowohl in Asien noch sehr aktiv gehandelt, während in Europa die meisten Trader bereits ihre ersten Positionen eröffnen. Das schafft zusätzliches Volumen und mehr Stabilität. Gleiches gilt hier auch für das Zeitfenster zwischen der Handelseröffnung in New York, gegen 14:00 Uhr und dem Handelsende in Europa um ca. 17:00 Uhr. Hier  überlappen sich die Handelszeiträume und schaffen somit ein etwas solidere Basis für profitable Trades.

Darüber hinaus sollten Trader bedenken, dass die lokalen Währungen in den gerade aktiven Zeitzonen am häufigsten gehandelt werden. So wird etwa der Euro  gegen den US-Dollar am häufigsten gehandelt, wenn die Börsen in Frankfurt und New York gleichzeitig geöffnet haben, während eine Spekulation auf das Währungspaar JPY/USD eher erst in den späten Handelsstunden in den USA sinnvoll ist. usw…

Die richtige Strategie für den Handel  mit Rohstoffen:

Für den Handel mit Rohstoffen gilt im Prinzip ähnliches wie bei Devisen. Die Auswahl der meisten Broker für binäre Optionen ist hier aber ohnehin sehr begrenzt. Grundsätzlich gelten für den Handel mit den gängigsten Rohstoffen wie Gold, Silber, Öl und Kupfer etwas andere Zeitfenster wie für Devisen. Allerdings wird Rohöl im Prinzip weltweit und ständig ge- und verkauft, ebenso wie Gold. Für die Edelmetalle sind vor allem die Börsen in London und die Vereinigten Staaten wichtig. Zudem spielen gerade beim Goldpreis oftmals die US Konjunkturdaten, die in der Regel zwischen 14:30 Uhr und 17:00 Uhr veröffentlicht werden, eine gewichtige Rolle. Ich beschränke mich hier auf den Handel der beiden liquidesten Märkte Öl und Gold und handle grundsätzlich nur zu US Börsenzeiten.

Die beste Strategie für die Spekulation mit binären Optionen auf Indizes:

Fast schon selbsterklärend nach den oberen Kapiteln ist natürlich auch der letzte Absatz. Beim Trading auf die künftige Entwicklung von Indizes macht es nur Sinn den jeweiligen Index auch zu den “Öffnungszeiten” zu handeln. Das Angebot der zu handelnden Indizes ist beispielsweise bei dem Marktführer Anyoption sehr umfangreich. Hier kann man rund um die Uhr den jeweiligen asiatischen, europäischen und amerikanischen Index handeln. Ebenso wie natürlich spezielle Länder und Regionen wie bspw. Brasilien, Russland, Australien, Indien usw., was durchaus Sinn machen kann, wenn man auf verschiedene Ereignisse in diesen Ländern setzen möchte. Auch in diesen Fällen gilt es aber natürlich sich vorher über die aktuellen Handelszeiten zu informieren und diese möglichst optimal in die Trading Strategie zu integrieren.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesen weiterführenden Erklärungen das Thema “Handel mit binären Optionen” insgesamt, und die speziellen Gegebenheiten in einzelnen Märkten etwas näher bringen. Die beste Strategie ist aber am Ende nur so gut wie der Broker bei dem Sie diese umsetzen werden. Auch hier gilt Liquidität ist alles, und deswegen würde ich persönlich den Handel dieser Optionen nur beim weltweiten Marktführer Anyoption eingehen. Hier erhält man zudem deutschsprachige Unterstützung, was nicht überall der Fall ist. Der für mich aber wichtigste Punkt ist die problemlose Auszahlung der Gewinne und die unkomplizierte Zahlungsabwicklung. Bei Anyoption kann man den Handel mit binären Optionen auch erst einmal mit einem kostenlosen Demokonto ganz bequem ausprobieren, bevor man richtig loslegt… Ich wünsche Ihnen weiterhin erfolgreiche Trades mit binären Optionen.

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Alles wird immer teurer – steuern Sie rechtzeitig dagegen!

Das Jahr neigt sich langsam wieder einmal dem Ende zu und wie jedes Jahr gilt auch in diesem die laufenden Kosten für das kommende Jahr wieder zu überprüfen. Vieles hat sich getan und vieles hat sich erneut verändert – aus Verbrauchersicht mal wieder zum Negativen. Ein Blick auf die Preise an den Zapfsäulen verrät, das insbesondere die Energiepreise in diesem Jahr erneut deutlich zugelegt haben. Der Liter Diesel kostete gestern an meiner Tankstelle des Vertrauens sagenhafte 1,52 Euro. Autofahren in Deutschland ist somit zum echten Luxus geworden.

Nachdem gerade bei den Energiepreisen aber keine Wende zum Positiven abzusehen ist, bleibt einem als Verbrauchen nichts anderes übrig als die steigenden Kosten für Energie wie Strom, Gas, ebenso wie die des Internetanschlusses etc. regelmäßig zu überprüfen. Weiteres Einsparpotenzial gibt es regelmäßig auch im Versicherungsbereich. So kann beispielsweise ein Wechsel der privaten Krankenversicherung eine jährliche Ersparnis von über 3.000,- Euro bringen, oder der Wechsel des Gasanbieters satte 1.500,- Euro jährlich. Mit diesen gesparten Beträgen lässt sich dann auch ein weiterer Anstieg der Preise an den Tankstellen etwas entspannter betrachten.

Bei einigen Themen ist es wichtig dass gewisse Termine und Fristen eingehalten werden. Deswegen habe ich mir in meinem Kalender einen jährlich wiederkehrenden Termin gelegt, der mich daran erinnert rechtzeitig mit der Überprüfung meiner laufenden Kosten zu beginnen – und der war heute! Bei der Überprüfung meiner jährlichen Gaskosten konnte ich bereits vor 2 Jahren knapp 1.500,- Euro jährlich einsparen, im letzten Jahr noch einmal 200,- Euro. Mal sehen was dieses Mal möglich ist. Für den Fall dass Sie daran interessiert sind Ihre Kosten zu überprüfen und ggf. deutlich zu senken, habe ich Ihnen, liebe Investors Inside Leser, hier mal die besten Links zum Thema zusammengestellt. Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Sparen!

Gasanbieter vergleichen:  www.tarifcheck24.com/gaspreise/vergleich/

Stromanbieter vergleichen: www.eprimo.de/strompreise

private Krankenversicherung vergleichen: vergleiche-deine-versicherung.de

Internet/DSL Verträge vergleichen: www.toptarif.de/dsl

Noch ein Hinweis zum Schluss: Gute Tarife zeichnen sich durch kurze Vertragslaufzeiten, überschaubare Kündigungs­fristen, einen soliden Anbieter und umfangreiche Preis­garantien aus. Bei Tarifen mit eingeschränkten Preisgarantien, welche in der Regel Änderungen bei staatlichen Steuern und Abgaben nicht abdecken, sollte zumindest die EEG-Umlage für 2013 bereits im Preis enthalten sein. Anbieter wie Teldafax oder auch Flexstrom (siehe >hier<) sollten wohl eher gemieden werden. Nicht immer ist das billigste Angebot auch das beste!

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Rohstoffe bleiben heiß…!

Unsere Rohstoffstudie war ein voller Erfolg und ich hoffe Sie konnten den enormen Anstieg der letzten Tage, gerade in diesem Sektor, für sich nutzen. An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich für die zahlreichen Neuanmeldungen zu unserem kostenlosen Newsletter bei Ihnen bedanken…. Kursgewinne von teilweise über 30 Prozent innerhalb von nur acht Handelstagen waren hier mit nahezu allen von mir vorgestellten Titeln möglich. Der gesamte Rohstoff-Sektor ist und bleibt auch in den kommenden Wochen heiß. Sie sollten also nicht den Fehler machen hier Ihre Gewinne zu früh vom Tisch zu nehmen, auch wenn eine entsprechende Depotabsicherung natürlich wichtig ist. Vergessen Sie bitte auch nicht die Möglichkeiten die sich hier nun demnächst durch die geplanten Infrastruktur Projekte in China ergeben! Wer noch nicht darüber nachgedacht hat sollte sich ebenfalls die Goldminenaktien noch einmal ansehen. Barrick Gold halte ich persönlich z.B., unter langfristigen Gesichtspunkten, immer noch für ein echtes Schnäppchen auf dem derzeitigen Niveau und ein MUSS in jedem Depot… Gerade im Hinblick auf die nun zu erwartende deutlich steigende Inflation, durch die getroffenen Maßnahmen der Notenbanken!

Natürlich wird auch dieser Anstieg der Indizes aber nicht immer in diesem Tempo weiter gehen können, das sollte jedem Anleger klar sein. Ich rechne nun damit dass nach der ersten Euphorie  auch mal wieder eine Phase der Ernüchterung eintritt. Montag ist und war tendenziell der schwächste Tag der letzten Handelswochen. Sprich die Kurse werden erst einmal leicht konsolidieren, was auch durchaus gesund ist. Wann genau, und ob überhaupt, dann eine echte Konsolidierung folgen wird weiß ich natürlich auch nicht. Wie immer ist die Börse ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Am Freitag steht einmal mehr der Hexensabbat auf dem Programm. Der großer Verfallstag für Futures und Optionen. Nach dem starken Anstieg der letzten Woche sollten immer noch einige Shorties kräftig unter Wasser sein und ihre verbliebenen Positionen höchstwahrscheinlich in den kommenden Tagen noch eindecken müssen. Dieser Umstand könnte den Kaufdruck somit noch ein paar Tage oben halten. Zudem fließt nun allmählich immer mehr frisches Geld  aus den Anleihemärkten in die Aktienmärkte. Dieser Trend sollte sich ebenfalls in den kommenden Wochen noch beschleunigen, was wiederum die Aktienmärkte in gewisser Weise nach unten absichert.

Aber Vorsicht: Die zweite Hälfte des September ist saisonal betrachtet eher schwach. Auch wenn der “Horrormonat” September sich bislang von seiner besten Seite gezeigt hat, ist es nicht ausgeschlossen dass wir trotz der Maßnahmen der Notenbanken bei einigen Unternehmen noch einmal schwächere Kurse sehen werden. Der Grund dürfte dann teilweise auch in den schwächer erwarteten Unternehmensdaten zum dritten Quartal liegen. In einigen Branchen werden sich die Auswirkungen der Euro Krise aus dem zweiten Quartal weiter fortgesetzt haben, in anderen Branchen wiederum scheint die Trendwende bereits vollzogen. Es ist also äusserst entscheidend mit welchen Aktien im Depot man die kommenden Wochen handelt.

Eine mögliche Konsolidierung kann sich dann bis Mitte/Ende Oktober durchziehen, was ausdrücklich nicht heißen soll dass wir zwingend noch einmal einen echten Einbruch der Kurse in dieser Phase erleben werden. Viel mehr könnte ich mir unter den gegebenen Umständen eine zähe Seitwärstbewegung auf hohem Niveau vorstellen, bevor wir dann noch einen starken Jahresendspurt erleben. Wer also den gesamten Anstieg seit Juli verpasst hat (obwohl ich mir nicht vorstellen kann dass Investors Inside Leser dabei sind ..) wird sich zwangsläufig in den kommenden 4 bis 5 Wochen überlegen müssen wie er von der nun kommenden Börsenphase noch profitieren kann. Ich arbeite bereits an einigen neuen Aktien Analysen, die ich unseren Newsletter Abonnenten und Bloglesern in den kommenden Tagen und Wochen, und zu gegebener Zeit, vorstellen werde…!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen zunächst einmal einen gelungenen Start in die kommende Handelswoche und stets die richtigen Entscheidungen.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

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Binäre Optionen – Mit nur 100,- Dollar einfach mal anfangen…

In den letzten Wochen habe ich immer wieder mal Fragen zum Thema binären Optionen erhalten und möchte diese nun gerne auch möglichst verständlich beantworten. Wer es noch nicht kennt… Binäre Optionen sind extrem kurzlaufende Optionen mit denen spekulativ orientierte Trader die Möglichkeit haben in wenigen Minuten Erträge bis zu 75 Prozent auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Dazu müssen Sie lediglich vorhersagen ob beispielsweise der Goldpreis, der DAX oder der S&P 500 am Ende einer jeweiligen Handelsstunde höher oder tiefer steht als zum Abgabezeitpunkt ihrer Option. Weitere Optionen auf alle gängigen Indizes sowie Währungspaare und Rohstoffe ebenso wie auf Einzelaktien sind natürlich ebenso unkompliziert möglich.

Die Laufzeiten der Optionen betragen wahlweise 60 Sekunden, 15 Minuten, 30 Minuten, 1 Stunde oder aber bis zum Ende des jeweiligen Handelstages, je nach Anbieter, Mit einem Einsatz ab 25,- Euro kann man sofort loslegen. Die Mindesteinzahlung beträgt 100,- Dollar was ich für einen überschaubaren Betrag halte um sich einfach mal mit einer neuen Art des Tradings zu beschäftigen. Ich selbst habe den Handel von Binären Optionen vor ca. 2 Jahren mit einer Einzahlung von 300,- Dollar begonnen. Inzwischen hat sich hier ein nettes Sümmchen angesammelt das es mir ermöglicht die “Goodies” des Lebens wie z.B. einen Urlaub oder ähnliches zu bestreiten. Und das ganz entspannt nebenher..!

Ich persönlich sehe den Handel mit Binären Optionen  eher als eine schöne Möglichkeit sich die Zeit zu vertreiben wenn es beim Trading mal nicht so spannend ist. Oder aber um auf Werte und Indizes zu setzen die sonst nicht wirklich handelbar sind. So konnte man beispielsweise bei anyoption bereits vor dem facebook Börsengang mit Binären Optionen darauf setzen wo der Ausgabepreis der Aktien beim Börsengang liegen würde. Oder aber der Volatilitätsindes VIX lässt sich hier handeln. Gerade diese Option finde ich in Börsenphasen wie diesen extrem spannend. Denn der VIX ist ansonsten nur sehr schwer handelbar. Leider wird diese Option nicht immer angeboten, was ich an dieser Stelle gerne noch als Verbesserungsvorschlag an anyoption schicken möchte. Momentan finde ich auch den Handel mit Goldoptionen sehr spannend




Wenn Sie sich für den Handel mit Binären Optionen interessieren würde ich Ihnen unbedingt den Marktführer anyoption empfehlen. Hier kann mit sehr kleinen Beträgen, ab 25,- Euro gehandelt werden, ohne Transaktionskosten. Der Gewinn von bis zu 75 Prozent wird innerhalb von Sekunden gebucht, sodass unmittelbar nach Ablauf der Transaktion bereits wieder eine neue Option eingegangen werden kann. Im Falle das man falsch liegt erhält man noch 15 Prozent des eingesetzten Kapitals zurück, was ich fair finde denn klassische Optionen verfallen dagegen komplett wertlos. Für Interessenten dieser neuen Handelsmethode habe ich hier noch einmal die genaue Funktionsweise dargestellt. Probieren Sie es einfach mal aus, Schon ab 100,- Dollar Einmal-Einzahlung sind Sie dabei, und es macht wirklich Spaß!

Los geht´s !

Bevor Sie loslegen empfehle ich Ihnen noch die Lektüre meiner 10 goldenen Regeln für den Handel mit binären Optionen. Hier habe ich mal meine Erfahrungswerte für Sie gesammelt wie der Handel aus meiner Sicht am besten und profitabelsten funktioniert! Viel Spaß damit!

 

 

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Euro, Gold im Fokus – Kommt der First of Month Jumper Trade?

Nach dem etwas müden Handelstag gestern dürfte heute im Laufe des Tages deutlich mehr Stimmung auf dem Börsenparkett aufkommen. Der Post Labor Day Tag ist traditionell ein positiver Börsentag an dem S&P, Dow Jones und Co. in ca. 85 Prozent aller Fälle mit grünen Vorzeichen aus dem Handel gegangen sind. Der Rest der Woche ist hingegen etwas durchwachsen. Viele Marktteilnehmer in den USA sind jetzt aus dem Urlaub zurück und werden in den kommenden Tagen wieder in das Marktgeschehen eingreifen. Hinzu kommt noch dass heute für die US Amerikaner sozusagen der erste des Monats ist, also der erste Handelstag an den Börsen. Auch der Monatserste ist in den überwiegenden Fällen ein starker Tag an dem nicht selten deutliche Kursbewegungen nach oben passieren. Der sogenannte “First of Month Jumper Trade” an dem sich Fonds und institutionelle Investoren neu positionieren.

Und da wären dann noch die FED Treasury Operations zu erwähnen. Heute gibt es gleich zwei POMO Kauf Operationen der Federal Reserve Bank was äusserst ungewöhnlich ist. Insgesamt werden dabei bis zu 7 Milliarden Dollar umgesetzt, was den Markt zusätzlich unterstützen sollte. Die Vorzeichen aus Asien hingegen waren heute leicht negativ und auch bei uns in Europa wird es wie üblich zum Handelsbeginn mal wieder zu leichten Gewinnmitnahmen kommen. Grundsätzlich ist aber heute – aller Voraussicht nach-  aus oben genannten Gründen, mit keinen allzu großen negativen Überraschungen zu rechnen.

Von der Nachrichtenseite hingegen merkt man nun ganz eindeutig dass die politische Sommerpause endgültig vorbei ist. Wir werden uns also wieder daran gewöhnen müssen dass es verstärkt zu heftigen Intraday Kursausschlägen kommen kann. Heute hat Moody´s beispielsweise mal wieder beschlossen den Ausblick für die Eurozone auf “negative” zu setzen. Ein weiterer wesentlicher Belastungsfaktor sind die weiterhin sehr dünnen Börsenumsätze, die gerade bei umsatzschwachen Aktien immer wieder zu starken Verzerrungen in die ein- oder andere Richtung führen können. Grundsätzlich bleibt die Mehrzahl der Anleger aber weiterhin bis zur EZB Sitzung am Donnerstag, und der anschließenden Rede von Mario Draghi, in Deckung.

Die Gewinner sind vorbörslich der Euro, der über 1,26  notiert und sich einigermaßen unbeeindruckt von der Moody´s Herabstufung zeigt, ebenso wie der Goldpreis der über das verlängerte Wochenende noch einmal kräftig zulegen konnte und inzwischen an der runden Marke von 1.700,- Dollar nagt. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreichen Handelstag!

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Ist Gold in 2012 ein gutes Investment? – Ein paar harte Fakten…

Der Goldpreis pendelt seit Wochen in einer engen Trading-Range  und kann sich offensichtlich nicht so recht entscheiden in welche er diese nun verlassen will. Auch die Goldminenaktien bleiben weiterhin sehr schwach, bzw. geraten zusehends unter Druck. Die Rede von Ben Bernanke gestern hat der Preis des Edelmetalls erneut kurzzeitig unter Druck gebracht. Zwar hält sich die FED weiterhin auf Abruf bereit um gegebenenfalls in die Märkte einzugreifen, konkrete Maßnahmen seien aber momentan nicht geplant hieß es in dem Protokoll der halbjährlichen Sitzung. Das Ausbleiben eines weiteren QE3 Programms bleibt somit der größte “Belastungsfaktor” für den Goldpreis. Fachleute sind sich inzwischen aber einig dass es nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte wann Bernanke erneut seinen großen Geldbeutel öffnet. Bis dahin sollte man sich aber als Anleger mit den harten Fakten beschäftigen und keine vorschnellen Anlageentscheidungen treffen…Ein Gastkommentar von Sandro Valecchi

Zeit für eine Zwischenbilanz:  Goldpreis 2012: Spekulation oder Asset-Wert?

Nach dem ersten Halbjahr 2012  kann eine erste Zwischenbilanz gezogen werden, was das Goldpreisfixing und die weitere Wertentwicklung angeht. Im Handelsverlauf vom 11.07.2012 konnte für die Unze ein Tageshoch von 1.583,30 USD festgestellt werden, damit deutlich über dem 52 Wochentiefpreis von 1.479,50 USD einerseits, anderseits aber auch sehr weit entfernt vom 52 Wochen-Hoch in Höhe von 1.920,25 USD.
Die Analysen in Europa und den USA reagieren uneinheitlich. Die Verbreitung von alternativen Investmentprodukten wie Gold-ETF, die starke weltweite Nachfrage nach Goldbarren und die negativen Auswirkungen der steigenden Kosten sollen mit ursächlich für die Abwärtsbewegung im Edelmetallsektor sein. Einige Analysten setzten auf saisonale Trends, die oft zu einer Rallye bei Gold und Goldaktien von Mitte des Sommers bis in den Herbst führten, aber auch dies ist eher eine auf vergangenen Werten beruhende Spekulation – mehr nicht!

Laut einer Prognose anhand von Daten der Bank of America – Merrill Lynch (BofAML) ist der Goldpreis in den letzten 11 Jahren im Spätsommer im Schnitt um 14,5% gestiegen, während der S&P/TSX Gold Index sich mit einem durchschnittlichen Plus von 24,5% sogar noch besser entwickelte. Zur Begründung wiesen die Banker darauf hin, dass der wichtigste Faktor bei diesen alljährlichen Rallyes das Wiedererstarken der Schmucknachfrage in Indien und Asien sei, die aufgrund der Hochzeits- und Feiertagssaison entsteht.

Dagegen spricht in diesem Jahr allerdings dass in Indien ein Streit der schmuckverarbeitenden Industrie mit dem Staat wegen zu hoher Abgaben auf Golderwerb herrscht. In China setzt sich inzwischen ein anderer Anlagetrend durch. Chinesische Investoren fokussieren sich momentan eher auf Investments in US-Dollar. Der Goldkauf ist bei chinesischen Anlegern nicht mehr erste Wahl – Tendenz eher abwartend. Bei dieser Einschätzung ist jedoch auch zu beachten, dass das zweite Quartal in China traditionell eher schwach ausfällt. Die Ermittlung zugunsten eines langfristigen Trends, die chinesische Investoren wieder dazu bewegen sollte, ihr Geld in Gold anzulegen, ist somit rein spekulativ.

Noch im Mai 2012 hatte World Gold Council prognostiziert, dass China im laufenden Jahr beim Verbrauch die Schwelle von 1.000 Tonnen Gold überschreiten werde. Im Vorjahr 2011 lag der Verbrauch noch bei rund 770 Tonnen. Inzwischen hat sich der Optimismus gelegt. Die magische, erhoffte Schwelle von 1.000 Tonnen ist in weite Ferne gerückt, der Verbrauch von Gold in diesem Geschäftsjahr wird auf bestenfalls 870 Tonnen für das Reich der Mitte eingeschätzt. Tatsächlich halten sich die Wachstumsraten sowohl in der chinesischen Schmuckindustrie als auch bei Investoren von Goldbarren und Münzen in Grenzen. Erwartet wird, dass die Schmuckbranche 2012 in China etwa 550 Tonnen Gold nachfragen wird, immerhin ein Plus von 7,7 %. 2011 lag das Wachstum noch bei 13 %. Noch deutlicher fällt die Verlangsamung des Wachstums bei den Barren und Münzen ins aus. Hier betrug das Plus im Vorjahr 38 %. Für 2012 wird nun mit einem Anstieg um 24 % gerechnet (320 Tonnen).

Im Zentrum der Spekulation um die weitere Goldpreisentwicklung steht die Prognose von BofAML. Gold sei noch immer ein gutes Investment und BofAML halte deshalb an der (eigenen) Preisprognose auf Sicht von 12 Monaten von 2.000 USD pro Unze fest. Bislang lag der Durchschnittsgoldpreis 2012 bei 1.650 USD, wobei die Preisschwankung von 1,540 bis 1,784 USD je Unze reichte. Die Prognose für den durchschnittlichen Goldpreis im Jahr 2012 senkte die BofAML allerdings um 2% auf 1.710 USD pro Unze, während man den durchschnittlich für 2014 erwarteten Goldpreis um 5% auf 1.650 USD je Unze herauf setzte.

Die Realitäten sehen allerdings ganz anders aus, warnen viele Analysen in Europa und sehen einen Seitwärtstrend beim Gold. Hierfür gibt es mehrere gewichtige Gründe wie Kostendruck, Konkurrenz und Wettbewerb, das Marktniveau und der Verkaufsdruck der Banken:

Risikofaktor Kostendruck
Die industrielle Förderung von Gold ist teuer und muss refinanziert werden. Viele Minenbetreibergesellschaften und Bergbaufirmen haben in der letzten Zeit unter steigenden Kosten (Cash-Kosten) zu leiden, um ihre Minen zu errichten und die Förderung wirtschaftlich zu betreiben. Auch das hat dazu geführt, dass die Aktien dieses Sektors zuletzt stark unter Druck standen. Viele Investmentgesellschaften und Banken sind im Wege der Vorfinanzierung eingestiegen, der Kostendruck und die Renditeerwartungen sind demnach hoch. Goldcorp, der zweitgrößte Goldproduzent in Kanada, hat seine Produktionsprognose für das laufende Jahr senken müssen. Operative Probleme gibt es in den Minen Red Lake (Ontario) und Penasquito (Mexiko). Der Konzern geht nun nur noch von einem Goldausstoß von 2,35 bis 2,45 Mio. Unzen in diesem Jahr aus. Bislang hatte man bei Goldcorp mit einer Produktion von rund 2.6 Mio. Unzen des gelben Metalls gerechnet. Im zweiten Quartal ging der Ausstoß bereits leicht von 597.100 Unzen Gold im gleichen Zeitraum 2011 auf nun noch 578.600 Unzen zurück.

Risikofaktor Konkurrenz und Wettbewerb
Beide Faktoren drücken den Preis für Gold, denn nur Bergbaufirmen, die über eine relativ fixe Kostenstruktur und entsprechend Liquidität verfügen, müssen nicht unter Wert verkaufen, um in diesem Geschäft zu überleben. Einige Unternehmen bieten einen direkten Hebel auf den Goldpreis an;  Investoren und Anleger könnten den operativen und Investitionsrisiken eines Minenbetreibers ausgesetzt sein. Viele Anleger bevorzugen andere Assets, es gibt derzeit wieder einen starken Trend zu Immobilien und hochwertigen Kunstobjekten, Gold ist schon längst nicht mehr erste Wahl. Andere Geschäftsfelder, beispielsweise der neue Erdgas-Boom durch Fracking (Schiefergasförderung), sind für viele institutionelle Anleger und Großinvestoren im Moment wesentlich interessanter.

Risikofaktor Marktniveau und wichtige Marktindikatoren (Marktbewegungen) 
Diese sollten unbedingt beachtet werden. Dazu gehören auch die offiziellen Bestände der großen Edelmetall-ETFs (Exchange Traded Funds). Die Bestands-Veränderungen zu den Vorwochen legen beispielsweise den Schluss nahe, dass der Kursrückgang bei Gold und Silber in den letzten Tagen nicht von einer sinkenden physischen Goldnachfrage begleitet wurde, andern Entscheidungen Trusts und Vermögensverwaltungen war. Indikatoren können die Mittelzuflüsse in die Edelmetall-ETFs innerhalb eines bestimmten Zeitraumes sein.

Auch die Beobachtung des Markumfeldes ist wichtig. Viele Analysten warnen vor anhaltendem Gegenwind für weiteres Wachstum, da das Umfeld für zyklische Assets, darunter auch Industriemetalle, weiterhin schwierig bleibe. Das führt dazu, dass die BofAML davon ausgeht, dass die Buntmetallpreise im dritten Quartal fallen werden. Die Analysten gehen beispielsweise beim Kupferpreis von einem Rückgang auf 6.500 USD pro Tonne bzw. 2,94 USD pro Pfund aus.

Vorsicht ist geboten, wenn wichtige Indikatoren wie (mutmaßliche) Nachfrage und Marktsättigung gegeneinander ausgespielt werden.  Die anhaltende Krise der Eurozone könne angeblich dazu führen, dass die Nachfrage nach Gold bei Investoren und Zentralbanken weiter ansteigen würde. Von einer Marktsättigung ist hingegen fast nie der Rede. Viele Banken haben jedoch zwischenzeitlich ihre Goldbestände aufgestockt und eine Sättigung ist objektiv eingetreten. Zwar habe die Zentralbank Kasachstans jetzt ihre Absicht bekanntgegeben, in diesem Jahr 24,5 Tonnen Gold kaufen zu wollen, um den Anteil an den Währungsreserven von 15 auf 20% anzuheben. Dies hat allerdings keine Auswirkungen auf das Goldpreisfixing, weil die Regierung in Kasachstan bereits erklärt hat, nur Gold aus eigener, heimischer Förderung aufzukaufen. Interessenten für Gold sollten daher solche Nachrichten ganz genau überprüfen.

Auch das Marktniveau in China als den bedeutendsten Wettbewerber im Goldmarkt lässt sich nur schwer einschätzen. Im ersten Quartal hat sich der Verbrauch dort zwar von 232 Tonnen auf 255 Tonnen Gold erhöht. Wenn man die Schätzungen der Analysten zugrunde legt, wird sich dies jedoch nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen lassen.

Trotz der Finanzkrise ist die weltweite Nachfrage nach Gold im ersten Quartal 2012 gesunken. Die Goldverkäufe seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 % auf 1.097,6 Tonnen zurückgegangen, teilte der Branchenverband World Gold Council (WGC) mit. Demnach gab es den Rückgang trotz Nachfrage in China und Indien. Generell überwog die rückläufige Nachfrage bei Zentralbanken, Schmuckherstellern und Industrie einen Anstieg bei Investitionen in Gold, das in Krisenzeiten als „Fluchtwährung“ dient. Der durchschnittliche Goldpreis zog laut WGC im ersten Quartal um 22 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Weltweit wurde in den ersten drei Monaten des Jahres Gold in einem geschätzten Wert von 59,7 Milliarden Dollar (46,8 Milliarden Euro) verkauft.

Risikofaktor Verkaufsdruck der Banken und das Verhalten der Fonds
Es geht um sogenannte Leerverkäufe. Leerverkauf (Blankoverkauf, engl. short sale) ist ein Begriff aus dem Bank- und Finanzwesen, der den Verkauf von Waren oder Finanzinstrumenten (insbesondere Devisen, Wertpapiere) beschreibt, über die der Verkäufer zum Verkaufszeitpunkt NICHT verfügt. Um seine künftige Lieferverpflichtung erfüllen zu können, muss er sich bis zum Erfüllungszeitpunkt durch den Kauf der Waren oder Finanzinstrumente eindecken. Ein Trader sagte verärgert, die Federal Reserve (Fed) treibt ein böses Spiel mit ihren Leerverkäufen. Die Fed treibe damit den Goldpreis rauf oder runter, in dem sie das Knöpfchen im richtigen Moment drückt.

Eine Legaldefinition des Begriffs Leerverkauf gibt es nicht. Zivilrechtlich unterliegen Leerverkäufe dem Kaufvertragsrecht, das die Möglichkeit eines Leerverkaufs auch nach deutschem Recht zulässt. Selbst am Kassamarkt ausgeführte Leerverkäufe sind laut der Gesetzesbegründung zur Börsengesetznovelle 1989 grundsätzlich den Börsentermingeschäften zuzuordnen. Grund ist, dass einem Bankkunden bei einem Leerverkauf ein Marktpreisrisiko entsteht, das für ein Börsentermingeschäft typisch ist. Kein Börsentermingeschäft liegt vor, wenn der Leerverkäufer aus einem anderen Termingeschäft einen zukünftigen Lieferanspruch auf die leer verkaufte Wertpapiergattung hat und sich die Papiere bis dahin leiht, da dann das für ein Termingeschäft übliche Risiko nicht entsteht. Der Anleger muss sich beim Goldkauf darüber im Klaren sein, das sich das Preisfixing kurzfristig und erheblich ändern kann, ohne das der Anleger irgendetwas gegen – ihm unsichtbare – Leerverkäufe unternehmen kann.

Skeptischer sind aktuell auch die Hedge-Fonds – sie haben ihre Wetten auf einen höheren Goldpreis reduziert. Das Edelmetall hat den Großteil der diesjährigen Kursgewinne wieder abgegeben, nachdem sich abzeichnete, dass die Weltwirtschaft wohl das erneute Abrutschen in die Rezession vermeiden kann.Damit entsteht ein Verkaufs- und Vertriebsdruck bei den Banken. „Angesichts der Tatsache, dass die nordamerikanischen Edelmetallproduzenten am unteren Ende des Sechsjahreswerts des Verhältnisses von Kurs zu Netto-Asset-Wert gehandelt werden, erscheinen die Aktien des Sektors unterbewertet“, vermelden einige Banken, um das Goldgeschäft weiter anzuheizen. „Neue Käufer sollen auf den Goldmarkt kommen“, meint BofAML, mit dem Wunsch zu einer „multiplen Neubewertung des Sektors.“

Nach Meinung der Analysten in den USA sollte Gold auch beim derzeit hohen Preisniveau gekauft werden, nach Ansicht der Experten und Marktbeobachter in Europa sollten die Korrekturen beim Goldpreis genutzt werden, meint Robert Hartmann (Pro-Aurum). Das ist kein Wertungswiderspruch. Gold -Korrekturen gehören zum Bullenmarkt. In dem nun schon seit 11 Jahren andauernden Bullenmarkt hat es in jedem Jahr Korrekturen gegeben. Diese haben sich teils sogar im zweistelligen Bereich bewegt, bis auch schon 30 % in US-Dollar.

Fazit: Sollte man einen Einstieg in Gold nutzen wollen, dürfen weitere, eigene liquide Mittel nicht fehlen, um das Verlustrisiko eines übereilten Verkaufs zu vermeiden. Niemand kann mit Gewissheit sagen, wo das untere Limit beim Goldpreis liegen dürfte. Gold verleitet sehr leicht zur übertriebenen Euphorie, weshalb eine objektive Rekapitulation der Preisentwicklung des Goldes in den letzten 12 Monaten erforderlich und geboten ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass das gelbe Edelmetall weiterhin in seinem Seitwärtstrend gefangen bleibt, ist allerdings aus Sicht vieler unabhängiger Analysten in Europa sehr hoch.

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Streit um „Seltene Erden“ bremst US-und EU-Konjunktur und wird militärisch relevant

Der Dauerstreit um die Vorkommen und vor allem um die Marktzugänge zu den für die Industrie besonders wichtigen Rohstoffe der Gruppe der “Seltenen Erden” (kurz: REEs – rare earth elements), in dem China eine Schlüsselrolle übernimmt und den Marktzugang strikt reguliert, kann die schwächelnde Weltkonjunktur in den kommenden Monaten spürbar negativ beeinflussen. Der größte Seltene-Erden-Produzent in China, Baotou Steel Rare-Earth, konnte im vergangenen Jahr nicht nur seinen Gewinn mehr als vervierfachen: in der Lobby des Staatsbetriebes rankt unübersehbar die Losung: „Der Nahe Osten hat Öl, aber China hat Seltene Erden“, Zitat vom Chinas großem Wirtschaftsreformer Deng Xiaoping.

„Seltenen Erden“ (kurz: REEs = rare earth elements) ist ein begehrter, notweniger Rohstoff für die Hightech-Industrie des 21. Jahrhunderts. Um die Bedeutung von “Seltenen Erden” zu begreifen, sollte man sich zunächst vergegenwärtigen, wo “Seltenen Erden” eine technologische Schlüsselfunktion haben und www.investorsinside.de blickt ins Detail:

Seltene Erden-Magnesium-Legierungen sind ziemlich stark und leicht, weshalb sie ideal für Flugzeug-und Raumfahrtindustrie eignen. Die Stealth-Technologie und super-leise Rotorblätter der neusten Helicopter-Generation sind ohne REEs nicht zu produzieren. REEs eignen sich außerdem zum Bau von Permanentmagneten mit super-magnetischen Eigenschaften. Dies ist besonderes interessant für die Rüstungsindustrie (Stichwort: Permanentmagnete).

  • Der  Kampfpanzer M1A2 von General Dynamics und das Aegis SPY-1 Radar von Lockheed Martin funktionieren mit Samarium-Kobalt (SmCo) Permanentmagneten. Hybrid Electric Drive Ship Programme für die DDG-51 Klasse der Lenkflugkörper Zerstörer operieren mit Neodym-Eisen-Born (NdFeB) Magneten (Permanentmagnet-Motoren).
  • Aber auch deutsche Windkraftanlagen-Hersteller sind betroffen: Um Windkraftanlagen effizient steuern zu können, werden häufig Neodym-Eisen-Born (NdFeB) Magnete verwendet, um Stillstände der Systems zu verhindern. Moderne Windenergieanlagen benötigen oft bis zu 1.000 kg Neodym, um effizient arbeiten zu können.
  • Die Entwicklung von Hybrid-Kraftfahrzeugen wird beeinträchtigt:  Der Elektromotor in einem Toyota Prius erfordert 10-15 kg Lanthan für die Nickel-Metallhydrid-(NiMH)-Batterie und 1-2 kg für Neodym-Permanentmagneten, ein Mercedes S400 Hybrid benötigt über 0,5 kg Neodym.

Im Focus steht hier die militärische Industrie. „Seltene Erden“ eignen sich als Brennstoffe in Bomben und für nukleare Anwendungen, einschließlich der militärischen Verteidigung, also der Abschirmung vor nuklearer sowie thermischer Strahlung; REEs braucht die „moderne Armee des 21. Jahrhunderts” für Laser, einschließlich Laser-Entfernungsmesser, Laser-Führungs- sowie Laser-Kommunikationssysteme, Sonar- und Ortungssysteme und für viele andere Verwendungen im Bereich der Navigationssysteme. Dennoch hat die Markt- und Zugangsbeschränkung zu den Vorkommen der „Seltenen Erden“ auch erhebliche, unmittelbare Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und damit die Weltkonjunktur.

Die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und Japan haben bereits reagiert und den Streit um die künstlich herbeigeführte Verknappung dieser Rohstoffe durch einseitige Handelsbeschränkungen und Restriktionen vor die Welthandelsorganisation (WTO) gebracht. Die EU habe ein Schlichtungsverfahren zu den Exportbeschränkungen Chinas bei der WTO beantragt, erklärte die EU-Kommission in einem ersten Statement. China hat diese Klage bereits scharf kritisiert und die Anschuldigungen zurückgewiesen. Jetzt droht zwischen China und seinen wichtigsten Wirtschaftspartnern ein Handelskrieg um die seltenen Rohstoffe.

In China wurde jetzt ein Industrieverband für die Förderung und Verarbeitung von REEs gegründet in dem 155 Mitglieder, davon 13 große Unternehmen wie Aluminium Corporation of China, Batou Steel Rare Earth und China Minmetals Corporation, ihre Interessen – unter der Ägide der regierendenden Staatspartei in Peking – bündeln. „Wir haben die Gründung des neuen Verbandes jetzt beschleunigt, damit er sich um den Handelsstreit bei der WTO kümmern kann“, erklärt Generalsekretär Lin Donglu. Die chinesische Regierung will sich mit dieser Option absichern und sich damit im Dauerstreit bei der Welthandelsorganisation im Hintergrund halten. China, der wichtigste Lieferant von REEs, hortet diese begehrten Bodenschätze und verwendet „Seltene Erden“ seit etwa 30 Jahren auch zur Düngung von Böden und zur Fütterung von Nutztieren. Nutzpflanzen sollen deutlich höhere Erträge erbringen, Nutztiere weisen ein schnelleres Wachstum und eine besserer Futterverwertung auf. Dadurch sind die Preise in den vergangenen Jahren um 130 % gestiegen und überdies sichert sich Peking in Afrika weitere Zugänge zu den Minen. Die großen Minenfirmen in China sind Staatseigene Betriebe.

Militärische Analysen sehen den Grund für eine Verschärfung des Streits um REEs mit China in einem Waffengeschäft der USA mit Taiwan im Umfang von 6,4 Milliarden US-Dollar. Im Online-Forum der regierenden, Chinesischen Kommunistischen Partei, wurde das Verbot des Verkaufs von Seltenen Erden (REEs) an US-Unternehmen als Sanktionsmaßnahme gefordert.

Die Verteuerung dieser Produkte könnte auch für eine Exportnation wie Deutschland zum Problem werden. Die Palette der Anwendungen, in denen sie derzeit verwendet werden, ist außerordentlich breit, von den gewöhnlichen Bauteilen und Komponenten (Kfz-Katalysatoren, Erdöl-Crack-Katalysatoren, Feuersteinen, Glas und keramische Pigmente, Poliermittel), bis hin zu hoch spezialisierten Systemen (nuklearen Miniatur-Batterien, Supraleitern, leistungsstarke Miniatur-Magnete und Laser-Systeme). Das Ende des Booms der Weltkonjunktur hatte zum Jahresende 2011 auch Deutschland erreicht. Preis-, Saison- und kalenderbereinigt schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2011 um 0,2 % zum Vorquartal. Der Grund dafür: der schwächelnde Außenhandel.

Welche Alternativen stehen kurzfristig zur Verfügung, um zu verhindern, dass eine Preisexplosion für alle Produkte, die „Seltene Erden“ als Baustein oder Bestandteil notwendigerweise haben, zu verhindern?

Die EU stuft im Rahmen ihrer “Rohstoffinitiative“ die Verfügbarkeit von REEs 14 Rohstoffe als besonders „kritische Metalle“ ein. Diese seien, so die Arbeitsgruppe der EU-Kommission, „besonders wichtig in ihrer Nutzung und selten in ihrer Verfügbarkeit.“ Darin enthalten ist die Gruppe der „Seltenen Erden.“ Deutschland setzt auf strategische Rohstoffpartnerschaften, um sich den Marktzugang zu den „Seltenen Erden“ perspektivisch sichern zu können. Experten haben Zweifel an der Effektivität dieses Schrittes: nur der Marktzugang wird damit gewährleistet, es besteht allerdings keine Möglichkeit der Einflussnahme auf die Preisentwicklung, die im Endeffekt Deutsche Produkte erheblich verteuern kann.

Eine andere Lösung setzt auf die Wiedereröffnung von stillgelegten Minen. In den Vereinigten Staaten setzt man auf die Wiedereröffnung der Mine Mountain Pass in Kalifornien (Molycorp Minerals) und in Australien soll eine neue „Seltene Erden-Mine“ am Mt. Weld in Australien (Lynas) in Betrieb genommen werden. Molycorp Minerals Möglichkeiten sind allerdings begrenzt. Bis in die 1980er Jahre war die Molycorp Minerals Mountain Pass Mine in Süd-Kalifornien der weltweit führende Produzent von REEs. 1998 wurde nach der behördlichen Kontrolle einer Abwasserleitung die Mine geschlossen, zudem waren auf dem Weltmarkt wegen des Preisdumpings der chinesischen Hersteller eine Fortführung des Abbaus in der Mountain Pass Mine seinerzeit unwirtschaftlich. Dies hat sich jetzt aufgrund der aktuellen Ereignisse und der globalen Verschärfung in der Auseinandersetzung um die überaus wichtige Ressource REEs wieder geändert, aber: selbst bei voller Produktionsgeschwindigkeit, fehlt dem Mountain Pass Mine bedeutende Vorkommen an den Elementen der Gruppe der sogenannten “schweren seltenen Erden”, die zunehmend gefragt sind. Sogenannte „Leichte Seltene Erden“ (wie Cer) sind reichlich vorhanden, aber die „schweren seltenen Erden“ (wie Europium) werden immer schwerer zu finden. Deshalb kann Molycorp Minerals am Mountain Pass nur in einem begrenzten Umfang fördern.

Mit der Förderung allein ist es aber noch nicht getan. Den richtigen Marktwert für die wertvollen Metalle erzielt man erst nach mehreren Verarbeitungsstufen und Raffination. Im Gegensatz zu normalen Mining-Prozessen produziert der Bergbau bei der Förderung „Seltener Erden“ radioaktiver Abfälle! Der Umgang mit diesem Abfall erfordert in den westlichen Industriestaaten stets teure Überwachung, Sicherungs- und Klimaschutzmaßnahmen, ein klarer Wettbewerbsnachteil gegenüber China. Intensiv geprüft wird deshalb aktuell der Abbau von REEs am Lemhi Pass in Nord-IdahoDiamond Creek im Northern Idaho und Bokan Berg im südlichen Alaska. Zwar gibt es weltweit nahezu überall Vorkommen „Seltener Erden“ es braucht allerdings in der Regel eine Zeitspanne von 10 bis 15 Jahren ab dem Zeitpunkt der Entdeckung, bis eine effektive Förderkapazität erreicht ist. Sandro Valecchi

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Gastkommentar: SAUDI ARAMCO und die neuen Rohstoff-Supermächte

Rohstoffanalysten diskutieren aktuell den Grund für das anhaltend hohe Niveau des Ölpreises, der zunehmend Transportkosten und die Produktion von Gütern in den Industriestaaten verteuert. Eine Entspannung beim Rohölpreis ist nicht in Sicht. Der Internationale Währungsfond (IWF) bezeichnet den hohen Ölpreis als “neue Bedrohung” für den derzeitigen Wirtschaftsaufschwung. Viele Analysten suchen nach stark vereinfachte Antworten und sehen ihre Begründung für den hohen Ölpreis im Spannungsfeld Nah-Ost, insbesondere beim Iran-Embargo und dessen Auswirkungen sowie in der allgemeinen Spekulationen (verbunden mit Ängsten) um Ölreserven und Lieferengpässe.  Andere Analysten beklagen fehlendes, aussagekräftiges Zahlenmaterial. Einigermaßen verlässliche Schätzungen zu Angebot und Nachfrage gibt es nur für die in der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC, Organization of the Petroleum Exporting Countries) zusammengeschlossenen Produzenten: danach sollen die Ausfuhren der OPEC-Staaten aktuell auf einem Vierjahreshoch von 31 Mio. Barrel pro Tag liegen. Der Bedarf für Lieferungen aus Ländern wie Saudi-Arabien, Kuwait oder Nigeria wird auf etwa 30 Mio. Barrel täglich geschätzt. Diese Argumente sind jedoch wenig griffig und stets sehr vage.

Wichtig ist es, die globalen Marktbewegungen und den internationalen Wettbewerb (soweit dieser überhaupt noch besteht) insgesamt im Auge zu behalten zu bewerten, um zu verstehen, was da genau im Detail vorgeht: Tatsache ist, das der hohe Ölpreis den Energiegroßmächten geradezu in die Hände spielt: „Wenn Öl teuer ist, ist es für die Staatskonzerne einfach, profitabel zu arbeiten“, kommentierte BP-Chefvolkswirt Christof Rühl. Daher haben sie, die neuen, selbstbewussten Rohstoff-Mächte, kein Interesse, private Konzerne an der Exploration und Förderung ihrer nationalen Vorkommen zu beteiligen.

„Meine einzige Mission ist es, Ihnen zu versichern, dass es keinen Angebotsengpass gibt“, kommentiert der Öl-Minister Ali al-Naimi in Doha die Einschätzung aus Saudi-Arabien, der zugleich Präsident von SAUDI ARAMCO, der größten Erdölfördergesellschaft der Welt, ist: „Bei erhöhtem Bedarf könne Saudi Arabien den Output um im Monat April täglich 9,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl nachbessern und auf bis zu 12,5 Millionen Barrel erhöhen.“ARAMCO (vormals Arabian-American Oil Company) wurde 1944 gegründet und war bis Mitte der 1970er Jahre im Besitz von vier US-amerikanischen Erdölkonzernen. Zwischen 1972 und 1980 wurde ARAMCO von der Regierung in Saudi-Arabien verstaatlicht und im Jahr 1988 in das Staatsunternehmen SAUDI ARAMCO umbenannt. SAUDI ARAMCO verfügt zwar über eine WKN 3034 (ISIN: SAXXXARAMCOX), ist allerdings nicht börsennotiert.

SAUDI ARAMCO, das wertvollste Unternehmen der Welt, fördert jährlich etwa viermal so viel wie ExxonMobil und soll auf landesweit auf eine Total-Reserve von bis zu 35 Mrd. Tonnen Erdöl (geschätzt) zurückgreifen können. „Wir managen die weltweit größten, nachgewiesenen Erdölreserven von 260,1 Milliarden Barrel und der weltweit, viertgrößte Gas-Reserve im Volumen von rund 279 Billionen Kubikfuß“, bilanziert der Staatskonzern auf seiner aktuellen Homepage 2012. Anfang 2008 gab SAUDI ARAMCO bekannt, sich von 25 % der Anteile an der Rabigh Refining and PetroRabigh zu trennen, und diese als Tochterunternehmen an die Börse gehen zu lassen. Kurz darauf begann die Zeichnungsfrist für Aktien derRabigh Refining and PetroRabigh, eines Gemeinschaftsunternehmens Aramcos mit Sumitomo Chemicals (Japan).

SAUDI ARAMCO mit Sitz in Dhahran gehört mit dem Ghawar-Explorationsgebiet das größte Ölfeld der Welt. Allerdings sind die Zahlen, die von SAUDI ARAMCO und den Staaten der Arabischen Halbinsel kommen, nicht frei von Widersprüchen und uneinheitlich, angefangen von den Angaben zur Reserve und den Förderkapazitäten. Die Verfechter der Peak-Oil-Theorie, wie Herr Valecchi von P-Power ENERGY AG, gehen davon aus, dass auch das Ghawar-Ölfeld sein Fördermaximum bereits erreicht, überschritten und schon begonnen habe, jährlich etwa 8 % weniger Rohöl zu produzieren. Insoweit relativiert sich die Aussage von SAUDI ARAMCO, wenn von einer „Erhöhung der Förderkapazitäten“ gesprochen wird, zumal der weltweite Bedarf bis ins aktuelle Geschäftsjähr 2012 global immer weiter angestiegen ist (vor allem bedingt durch China und den Bedarf für Indien).

Immer stärkere Konkurrenz durch Staatsfirmen greift in den Wettbewerb ein und verdrängt oder reglementiert die privatwirtschaftliche Öl-Industrie, wird damit zum Preistreiber. „Die West-Konzerne stecken bereits in einer Identitätskrise“, konstatiert Fatih Birol, Chefökonom der Internationalen Energieagentur (IEA). „Die meisten ihrer Reserven gehen zurück. Und auch wenn es noch riesige Quellen gibt, so befinden sich diese vor allem in Ländern, zu denen die Unternehmen keinen Zugang haben.“ Die Formel „Verstaatlichung“ dirigiert die Märkte, insbesondere der Iran, Venezuela, Russland, China und das mit Abstand ölreichste Land der Welt, Saudi-Arabien.

Die Staatsgesellschaft SAUDI ARAMCO wetteifert mit einem geschätzten Wert von 800 Milliarden Dollar mit dem Rivalen PetroChina, den größten chinesische Ölkonzern, um den Rang als teuersten Unternehmenswert der Welt. PetroChina (WKN: A0M4YQ  ISIN: CNE1000003W8) ist eine Tochtergesellschaft der staatlichen China National Petroleum Corp. (CNPC) und reiht sich damit in die Riege der globalen Staatskonzerne ein, mit dem Unterschied, dass PetroChina an der Börse gehandelt wird. Das Reich der Mitte will seine strategischen Ölreserven aufstocken und engagiert sich vor allem in Afrika, insbesondere Angola und im Sudan. PetroChina hat mehr als 5 Milliarden US-Dollar im Ausland investiert, die Hälfte davon im Sudan. Nahe der sudanesischen Hauptstadt Khartum wurde eine 1.600 Km lange Pipeline zum Roten Meer sowie eine Raffinerie mit einer Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen gebaut. Peking ist der wichtigste ausländische Investor im Sudan. Das afrikanische Land liefert schätzungsweise 8 % der chinesischen Ölimporte und wurde durch FESTPREISKLAUSELN im wahrsten Sinne des Wortes „genebelt“: China hat seine Geschäftspartner in Afrika von Anfang an einen Vertrag unterschreiben lassen, in dem der Ölpreis nicht nach dem aktuellem Marktwert fixiert wird, sondern als Festpreis mit ca. 1/3 des aktuellen Rohöl-Handelspreises – spottbillig – verbindlich vereinbart wurde. Die Investitionen, die China bei seinen afrikanischen Partner tätigt, muss Afrika hingegen zu den üblichen Marktpreisen auf 100%igem Niveau bezahlen, selbstverständlich mit Öllieferungen nach China. Für morgen, 27.03.2012, werden die Quartalszahlen von PetroChina mit guten Resultaten erwartet.

Der russische Staats- und Energiekonzern Gasprom hat sich beim Explorationsgebiet Sachalin I und II geht auf Konfrontationskurs mit Shell und ExxonMobil. Vor der russischen Pazifikinsel Sachalin liegen eine der größten, bisher nicht erschlossenen Öl- und Gasvorkommen der Welt. Beim Förderprojekt Sachalin II, das mittlerweile vom russischen Gasprom beherrscht wird, hatte lange Zeit Shell die unternehmerische Führung – mit katastrophalem Resultat: Die Arbeiten liegen Monate hinter Plan, die Kosten mehrere Milliarden Dollar höher als veranschlagt. Die Bohrinsel «Kolskaja» der russischen Ölfirma Arktikmorneftegazrazvedka, die zum Staatskonzern Gazprom gehört, ist im Dezember 2011 vor Sachalin gesunken und hat dabei offenbar Dutzende von Arbeitern in den Tod gerissen. Beim Sachalin I – Projekt von ExxonMobil hingegen stimmen derweil die Rahmenbedingungen.

Auch in Kasachstan (Regierung Nasarbajew) dirigiert der Staatskonzern. Es geht um das Erdölfeld Kaschagan, einen der wichtigsten Funde der vergangenen Jahre weltweit. Fünf der sechs ausländischen Konzerne, die dort in Kooperation fördern wollen, sind zu weit reichenden Zugeständnissen gegenüber den Kasachen bereit – und wer nicht dem Staatskonzern zustimmt, der kann gehen. Das Kaschagan-Ölfeld soll 9-16 Milliarden Barrel förderfähiges Öl enthalten (zum Vergleich: 16 Mrd. Barrel repräsentieren nur etwa 2 Jahre des US-amerikanischen Erdölverbrauchs auf dem gegenwärtigen Niveau).

Saudi-Arabien ist bestrebt, künftig die Ölexporte in die USA vermehrt auszubauen und zuletzt stillgelegte Ölfelder mit neuster Technik und neusten Methoden wieder zu reaktivieren, berichtete die „Financial Times“ unter Bezugnahme auf Regierungsquellen.

Fazit: Die Divergenz im Zahlenmaterial spielt für den hohen Ölpreis tatsächlich keine wesentliche Rolle. Ob eine gemeinsame, verlässliche Datengrundlage fehlt, ist sekundär. Die Preisfindung ist allein Sache der neuen Rohstoff-Supermächte. Sandro Valecchi

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DAX im Niemandsland – Die Woche der Entscheidung!

Ja, liebe Leser, das war wieder einmal eine echt anstrengende Woche, auch für mich! Ich habe ja erwartet, dass wir im Hinblick auf das nahende Quartalsende noch einmal etwas mehr Volatilität sehen könnten, aber der Abverkauf gegen Mitte der Woche war dann zwischenzeitlich doch etwas besorgniserregend. Und einmal mehr führten Nachrichten in Verbindung mit dem Hochfrequenzhandel der Banken zu einem sehr volatilem Markt. Allen voran standen die Aussagen von Ian Ashby, dem Leiter der Eisenerzsparte von BHP Billiton, am Rande einer Rohstoffkonferenz im australischen Pearth, im Fokus der Anleger. Viel mehr die unterschiedliche Deutung seiner Worte, bezüglich des künftig zu erwartenden Absatzes von Eisenerz in China, brachte weltweit Rohstoffwerte kräftig unter Druck. Letztlich stellte sich dann aber wohl heraus dass die Verkaufspanik unbegründet war und die Branche insgesamt sehr zuversichtlich in die Zukunft blickt. Verrückte Welt!

Wie ich Ihnen in der letzten Woche geschrieben haben kann man seit einigen Tagen eine Sektorrotation beobachten die das Kapital raus aus Anleihen und Gold rein in den Aktienmarkt führt. Auf der anderen Seite waren es insbesondere die zyklischen Autobauer und Zulieferer bei denen eine Schwäche nahezu vorprogrammiert erschien. Dennoch lautete mein Fazit am Ende des letzten Newsletters”…institutionelle Investoren werden die nun kurzfristig zu erwartenden Schwäche im Atomobilsektor dankbar nutzen um sich gegen Quartalsende hier endlich zu positionieren, nachdem diese lange dazu verdonnert waren den steigenden Kursen von der Seitenlineie aus zuzusehen. ” Gleiches gilt wohl auch für ausgesuchte zyklische Titel wie Stahlwerte etc. Die Chancen stehen nicht schlecht dass genau diese Aktien nun noch einmal deutlich anziehen werden.

Lange Zeit sah es allerdings nicht danach aus als sollte ich mit dieser Annahme Recht behalten. Erst am Freitag abend in der letzten Handelsstunde ist der Knoten dann endlich geplatzt. Wieder einmal war dies der Weg des maximalen Schmerzes für die Anleger! So ist sie halt unsere heißgeliebte und manchmal auch gehasste Börse ;-) Wer in dieser Woche nervös geworden ist, und sich von einem Teil seiner Positionen getrennt hat, hat somit mein vollstes Verständnis. Letztlich ist im Zweifelsfalle immer die vorsichtigere Variante zu wählen um das Kapital zu schützen. Wer das getan hat kann somit trotzdem stolz auf sich sein, weil er konsequent gewesen ist. Auch bei mir gab es einiger Veränderungen. Die spekulativen Positionen habe ich deutlich reduziert und dafür aber die ein oder andere “solide” Aktie wieder ins Depot genommen, aber dazu später mehr…

Der Dax hat sich also mit einem Wochenminus von 2,3 Prozent zunächst deutlich von dem geplanten Ziel entfernt. Dieses hatte ich mit dem Widereintritt in den steilen Aufwärtstrend der letzten Wochen definiert. Hierzu hätte der Deutsche Leitindex aber noch die Marke von 7.230 Punkte überschreiten müssen. Vorerst hat sich der Markt also entschieden die Widerstandszone zwischen 6.965 und 7.100 Punkten doch nicht so leichtfüssig überschreiten zu wollen wie es zunächst aussah. Nun muss abgewartet werden ob es in der kommenden Woche gelingen kann die Richtung erneut zu wechseln. Die Chancen stehen nach dem starken Freitag nicht schlecht, aber natürlich muss auch die Möglichkeit eines erneuten Scheiterns an der Widerstandszone nun in Betracht gezogen werden. Grundsätzlich räume ich aber der Variante eines starken Quartalsabschlusses immer noch eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit ein. Kritisch wird es erst unterhalb der Marke von 6.840 Punkten im Dax, spätestens hier muss man dann mit einem grundsätzlichen Trendwechsel rechnen.

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Gastkommetar: Der Kampf um die Seltenen Erden hat begonnen

Seltene Erden sind ein begehrter, wichtiger Rohstoff für die Hightech-Industrie des 21. Jahrhunderts, der vor allen Dingen in China mit einer geschätzten Lager-Reserve von ca. 36 Mio. Tonnen vorkommt, gefolgt von Russland mit ca. 19 Mio. t, den USA mit etwa 13 Mio. t, Australien mit ca. 5,4 Mio. t und die anderen globalen Staaten zusammen mit etwa 22 Mio. t. Die Seltenen Erden bilden den Oberbegriff für eine Gruppe von 17 Metallen bzw. chemischen Elementen, die zur 3. Gruppe des Periodensystems (außer Actiniums) und die Lanthanoide gehören, darunter Lanthan, Europium und Neodym. Meist kommen sie am selben Standort, im selben Gestein, vor. Sie werden in kleinen Mengen verwendet, sind aber unverzichtbar unter anderem für die Herstellung von Computern und Computer-Monitoren, DVD-Spielern, leistungsstarken Akkus, Hybrid-Autos, Halbleitern, Handys, Windturbinen, Rüstungsgütern und Raketen. Autozulieferer nutzen Seltene Erden bei der Herstellung von Elektromotoren. Die größten Verbraucher dieser Rohstoffe sind China, Japan und die USA, die eine starke Technologiebranche haben. Wegen der zunehmenden Bedeutung der Umwelttechnologien wird auch künftig mit einem weiter steigenden Bedarf gerechnet.

Im Jahr 2008 wurden in China  120.000 Tonnen der seltenen Rohstoffe gefördert, was immerhin etwa 97 % der weltweiten Fördermenge entspricht. China exportierte gut 30.000 Tonnen, senkt aber seit 2005 seine Exporte Seltener Erden, was zu einer künstlichen Verknappung des weltweiten Angebotes führt. Peking reguliert die Ausfuhr streng und brachte zuletzt mehrere Minen unter staatliche Kontrolle. Die Preise für die begehrten Rohstoffe stiegen infolge einer künstlich herbeigeführten Verknappung an den internationalen Rohstoffmärkten daraufhin weiterhin stark an. Auch in diesem Jahr ist die Ausfuhr von nur rund 30.000 Tonnen seltener Erden erlaubt.

Im Rahmen ihrer “Rohstoffinitiative“ stufte die Europäische Kommission kürzlich rund 14 Rohstoffe als besonders „kritische Metalle“ ein. Diese seien, so die Arbeitsgruppe der Kommission, besonders wichtig in ihrer Nutzung und selten in ihrer Verfügbarkeit. Darin enthalten ist die Gruppe der „Seltenen Erden.“ Gadolinium ist das einzige Element, das ferromagnetisch ist. Lanthan verliert als Supraleiter bei sehr niedrigen Temperaturen jeglichen Widerstand gegenüber dem Stromfluss. Diese Merkmale sind unverzichtbar für die Herstellung von Metalllegierungen, Spezialgläsern und Supraleitern.

Jetzt rächen sich die jahrelange Nachlässigkeiten der EU und anderer Industriestaaten, sich in jüngster Vergangenheit nicht um die Erschließung von Rohstoffmärkten in einem ausreichenden Umfang gekümmert zu haben. China hatte hierbei eine andere, offensive Expansionspolitik verfolgt und insbesondere in Afrika neue strategische Kooperationen geschlossen. Zwar sind aktuell weltweit neue Projekte in der Entwicklung, dennoch bleibt China die marktbeherrschende Stellung bei „Seltenen Erden“ bis auf weiteres vorbehalten. Vor Kurzem wurde bereits in Malaysia eine Mine genehmigt, die bis zu 22.000 Tonnen Seltene Erden jährlich produzieren soll. Weitere Projekte sollen jetzt in den Vereinigten Staaten folgen, wie z.B. die Wiedereröffnung der Mine Mountain Pass in Kalifornien, sowie in Australien die Mine Mt. Weld.

Die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und Japan haben jetzt ebenfalls auf politischem Wege reagiert und den Streit um die künstlich herbeigeführte Verknappung dieser Rohstoffe durch einseitige Handelsbeschränkungen und Restriktionen vor die Welthandelsorganisation (WTO) gebracht. Auch gegen Benachteiligungen bei den für die Stahlindustrie wichtigen Metallen Wolfrum und Molybdän geht die EU bei der WTO vor. Die EU habe ein Schlichtungsverfahren zu den Exportbeschränkungen Chinas bei der WTO beantragt, erklärte die EU-Kommission in einem ersten Statement. China hat diese Klage bereits scharf kritisiert und die Anschuldigungen zurückgewiesen. Jetzt droht zwischen China, selbst WTO-Mitglied und seinen wichtigsten Wirtschaftspartnern ein Handelskrieg um die seltenen Rohstoffe.  China, der wichtigste Lieferant, hortet diese begehrten Bodenschätze und verwendet diese seit etwa 30 Jahren auch zur Düngung von Böden und zur Fütterung von Nutztieren, während diese dringend benötigten Stoffe teilweise nur schleppend ihren Weg in den westlichen Wirtschaftskreislauf finden.

Der US-amerikanische Geological Survey (USGS) schätzt die weltweiten Reserven aller Seltene Erden-Oxide, die wirtschaftlich genutzt werden könnten, auf ca. 99.000.000 Tonnen. Vom Wortlaut „Seltene Erden“ sollte man sich nicht irritieren lassen: Thulium, das seltenste aller Elemente aus der Gruppe der Seltenen Erden, ist bei weitem noch nicht so rar wie Gold oder Platin. Als Anlageform sind Seltene Erden nur mit großen Einschränkungen zu empfehlen. Weder die einzelnen Elemente der Gruppe Seltene Erden, noch die Gruppe selbst, werden als Rohstoff oder als Derivate (Futures, Optionen, Zertifikate) an internationalen Börsen gehandelt. Ein Investor kann demnach nur in Form von Aktienbeteiligungen an Bergbau-Unternehmen, die diese Metalle explorieren oder fördern, investieren. Die Zahl der ernstzunehmenden Anbieter ist noch überschaubar, einige davon könnten als Langfristinvestment sehr interessant sein. Man sollte aber immer bedenken dass dieser Sektor jederzeit durch politische Nachrichten beeinflusst werden kann – im Positiven wie im Negativen! Sandro Valecchi

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