Archive | Immobilien

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Auf der Suche nach Rendite…

Immer wieder werde ich auch gefragt welche Fonds ich den aktuell im Depot habe, oder in welche Fonds man derzeit investieren sollte. Den ersten Teil der Frage muss ich aktuell mit “gar keinen” beantworten, auf den zweiten Teil habe ich aber leider keine passende Antwort. Generell gilt dass immer genau zu prüfen ist was genau im Kleingedruckten eines Fondsprospektes steht, und ob das Produkt zu meiner persönlichen Risikostruktur passt. Während wir also aktuelle in vielen Immobilienfonds beispielsweise die Situation haben das die Preise für Wohnimmobilien schon stark gestiegen sind, und ein Einstieg eher langfristig zu sehen ist, gibt es auch Kurzläufer die durchaus einiges an Potenzial bei nur kurzfristiger Bindung des Kapitals haben dürften.

Sind Immobilien jetzt teuer oder werden die Preise weiter steigen? Ist der Goldzyklus schon zu Ende? Sollte man jetzt besser in Aktien investieren, und wenn ja in welche? Selten waren Anleger wohl so unschlüssig auf der Suche nach einer halbwegs sicheren Anlage. Die Frage ist ja ob es die sichere Anlage überhaupt gibt, oder jemals gab.  Beispielsweise ist Holz grundsätzlich ein interessantes, wenn auch langweiliges Investment, das eine  durchschnittliche jährliche Rendite von 14 Prozent erwirtschaften kann. Aber auch hier gilt es auf den richtigen Anbieter zu setzen. Trinkwasser ist ebenso ein echtes Langfrist-Thema.

Premium Kapitalanlagen

Grundsätzlich können Fonds also durchaus auch für den langfristigen Vermögensaufbau interessant sein, längerfristige Planungen sind in diesen Zeiten hingegen deutlich schwieriger geworden. Kurzlaufende Spezialitäten-Fonds können hier unter Umständen Abhilfe schaffen. Der Anbieter Premium Kapitalanlagen bietet Ihnen die Möglichkeit sich kostenlos und unverbindlich über einige interessante Fondsprodukte aus den Bereichen. Gold-, Öl-, Gas-, Wasser, Wind- und Solarenergie, sowie alternativen Investments wie z.B. Edelholz oder Container zu informieren. Sie können mit einem Klick auf die Anzeige oben einfach und unkompliziert die entsprechende Informationsmappe anfordern, weitere Verpflichtungen entstehen nicht.

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Gold, Aktien, Anleihen Immobilien oder Cash?

Es ist offenbar an der Zeit sich ein paar grundlegende Gedanken zu machen. Die Aktienmärkte verzeichnen heute den zehnten Tag in Folge starke Verluste ohne nennenswerte Gegenwehr, auch wenn das Bild zum Handelsende nun wieder etwas freundlicher aussieht. Politische Lösungen sind nicht in Sicht, und genau hier liegt das allseits bekannte Problem. Wir haben eine politische Krise und nicht etwa eine Anleihen-, Kredit- oder Bankenkrise, auch wenn dies gerne von den Medien so dargestellt wird. Die ablehnende Haltung von Bundeskanzlerin Merkel bezüglich der Eurobonds ist verständlich, und eigentlich auch richtig, das Problem ist aber die mangelnde Zeit um grundlegende Dinge in der Eurozone noch verändern zu können, bevor es zu einem finanziellen Supergau kommen kann. Die Situation scheint festgefahren und unlösbar. Auch wenn man als Anleger davon überzeugt ist dass die aktuelle Situation nichts mehr mit der vernünftigen Bewertung von Unternehmen zu tun hat, ist man somit gefangen in einer politischen Abwärtsspirale deren Ausgang mehr als ungewiss ist.

Es ist somit an der Zeit sich ein paar grundlegende Gedanken zu verschiedenen Szenarien zu machen. Die vier oben erwähnten Anlageklassen verhalten sich in den verschiedensten, nun möglichen, Szenarien sehr unterschiedlich. Wir möchten Ihnen hier in Kurzform noch einmal die wesentlichsten Punkte aufzeigen. Gold, Aktien, Anleihen Immobilien oder Cash? Die Aussagen beziehen sich auf eine Studie des World Gold Council, und sind natürlich somit vorrangig auf eine mögliche Investition in das Edelmetall ausgelegt. Dennoch finden auch die anderen wesentlichen Anlageklassen hier Ihre Erwähnung, bzw. haben teilweise eine direkte Korrelation zu Gold.

Wie Gold sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat, wissen wir alle. Geprägt durch die Angst der Anleger konnte sich der Preis des Edelmetalls immer weiter in die Höhe schrauben und erreichte zuletzt mit 1.900 USD pro Feinunze ein historisches Hoch. Seitdem konsolidiert der Goldpreis auf immer noch hohem Niveau. Dieses Wissen hilft uns Anlegern allerdings wenig für eine Projektion in die Zukunft. Um künftig die richtigen Entscheidungen zu treffen welcher Sektor uns mit der höchsten Wahrscheinlichkeit durch die Wirren der aktuellen Krise bringt kann es helfen sich das Verhalten verschiedener Anlageklassen in vergangenen Krisen anzusehen. In einer kürzlich erschienenen Studie der Oxford Economics hat man versucht, das Verhalten des Edelmetalls in verschiedenen Szenarien zu prognostizieren. Hierzu wurden zunächst die verschiedenen Einflussfaktoren definiert:

  • Die Inflationsrate: Ein Anstieg der Inflation führt meistens zu einer erhöhten Nachfrage nach Sachwerten wie Gold, Immobilien und Unternehmensbeteiligungen in Form von Aktien. Dieses Szenario ist unter den momentan gegebenen Umständen sehr wahrscheinlich, zumindest mittelfristig.
  • Das globale Einkommen: Mehr Reichtum, insbesondere in den Schwellenländern könnte zu einer künftig höheren Nachfrage nach Schmuck führen. Auch dieses Szenario ist durch das ungebrochene Wachstum in Indien, China, Russland etc. sehr wahrscheinlich.
  • Der Außenwert des US-Dollar: Ein sinkender Dollarkurs dürfte zu einem höheren Goldpreis führen – zumindest in Dollar. Momentan spricht vieles dafür, dass der Dollar eher an Stärke gewinnen könnte, was sich dann wieder negativ auf den Goldpreis auswirken kann.
  • Das reale Zinsniveau: Bei steigenden Zinsen nimmt die Nachfrage nach Gold ab. Allerdings gibt es wohl erst einmal keine Gefahr von dieser Seite!
  • Die Korrelation von Gold mit dem Aktienmarkt: grundsätzlich gilt, je weniger die Entwicklung des Goldpreises mit der Entwicklung des Aktienmarktes korreliert, desto stärker ist die Diversifikationswirkung des Edelmetalls. Allerdings scheint diese Korrelationswirkung seit einiger Zeit außer Kraft zu sein…
  • Finanzkrisen und politische Risiken: Je höher die Angst der Anleger vor Instabilität des Finanzsystems ist, desto unmittelbarer wird der Goldpreis davon profitieren können. Im Umkehrschluss heißt dies natürlich auch, dass bei einer nachhaltigen Lösung der Problematik das Gegenteil passiert.
  • Politik der Zentralbanken: Eine Ausweitung der Geldmenge (QE1 und 2) durch die Zentralbanken wirkt sich positiv auf den Goldpreis aus. Dies wäre natürlich auch der Fall wenn sich die EZB am Ende doch für einen unlimitierten Ankauf europäischer Staatsanleihen entscheiden würde. Verkäufe von Goldreserven einzelner Länder oder Zentralbanken sind somit eher negativ für die Entwicklung des Goldpreises zu sehen.

Es gilt also nun nach diesem bunten Potpourri der Einflussfaktoren für die Goldpreisentwicklung heraus zu finden in welcher Phase wir uns gerade befinden, oder bald befinden werden. Grundsätzlich wird in vier verschiedene Szenarien unterteilt:

  1. Das Basis-Szenario, oder der Normalzustand: Ich glaube mit Sicherheit sagen zu können dass wir diesen Zustand bald verlassen werden, wenn dies nicht schon geschehen ist. Normalerweise definiert sich dieser gesunde Zustand einer Volkswirtschaft durch eine stabile wirtschaftliche Entwicklung mit moderaten Inflationsraten und einem normalen Verlauf des finanziellen Umfelds, geringer Arbeitslosigkeit, starkem Welthandel/Export etc.
  2. Das Deflations-Szenario: Meist ausgelöst durch einen massiven finanziellen Schock der in eine tiefe Rezession führt. Die Deflation wird begleitet von immer weiter fallenden Verbraucherpreisen, was natürlich auch für den Aktienmarkt katastrophale Folgen hat.
  3. Das Stagflations-Szenario: Der Zwitter unter den wirtschaftlichen Grundszenarien. In einer Stagflation steigen die Zinsen und die Inflationsraten ziehen deutlich an, das Wachstum hingegen geht zurück. Wahrscheinlich die schlechteste aller Alternativen!
  4. Das Inflations-Szenario: Führt zu einer Lohn-Preis-Spirale die oftmals durch zu lockere Geldpolitik zu deutlichen, evtl. zweistelligen Inflationsraten führt. Die Kaufkraft der Bürger lässt deutlich nach was wiederum zu großen sozialen Problemen bis hin zu Unruhen führen kann. Letztlich wird durch unkontrollierte Inflation dann eine tief greifende Rezession auslösen.

Bis auf das Basis Szenario sind also alle Perspektiven eher unerfreulich. Bleibt somit zu hoffen, dass es den europäischen und amerikanischen Politikern doch noch gelingen möge…Wenn nicht kann ein Blick auf die möglichen Folgen in den einzelnen Anlageklassen durchaus rechtzeitig lohnenswert sein. Allerdings möchte ich an dieser Stelle vorsorglich darauf hinweisen, dass diese “normalen” Verhaltensmuster von Gold, Aktien, Anleihen, Cash oder Immobilien keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit haben da die aktuelle Krisen durchaus das Potenzial hat für einige Überraschungen diesbezüglich zu sorgen. Wie schneiden also Gold & Co. in Krisenzeiten laut der Studie ab?

  • Im Basis-Szenario entwickelt sich Gold von allen fünf untersuchten Assetklassen – Aktien, Anleihen, Cash, Hauspreise und eben Gold – am schlechtesten. Offensichtlich ist das aber gerade nicht der Fall, bedingt durch die Lehman Krise, und die wachsende Verunsicherung, konnte der Goldpreis bis heute weiter kräftig zulegen. Aktien schneiden in einem normalen Umfeld traditionell am besten ab, gefolgt von Cash und Hauspreisen.
  • Im Deflations-Szenario sind Barbestände auf Festgeldkonten, also Cash die bevorzugte Anlageklasse, gefolgt von Anleihen. Gold belegt dann nur den dritten Platz, Von Aktien und Immobilien sollte man dann besser die Finger lassen.
  • Im Stagflations-Szenario belegt sie Investition in Gold nur noch Rang 4. Cash geht erneut als beste Anlageklasse aus dem Vergleich hervor, gefolgt von Hauspreisen und Aktien. Anleihen schneiden noch schlechter ab als Gold.
  • Im Inflations-Szenario steht Gold als absoluter Sieger da, gefolgt von Aktien und Cash! Auch Immobilienpreise profitieren überraschend nicht und landen auf Rang 4. Anleihen möchte ebenso wie in der Stagflation niemand mehr haben.

Soweit zur Theorie. Zwei Dinge sind dabei bemerkenswert: In erster Linie hat mich überrascht, dass Cash in vielen Situationen als gute Anlage gesehen wird. Bezieht man diese Aussage auf die aktuell Situation in der auch, am Ende eines langen und schmerzlichen Prozesses ,ein Währungsschnitt oder anderweitig gearteter Reset des globalen Finanzsystems stehen kann, erscheint diese Aussage doch einigermaßen gewagt zu sein. Persönlich halte ich Cash nicht unbedingt für die richtige Wahl in diesen Zeiten, da das Risiko eines Totalverlustes somit zumindest da ist. Gold hingegen verhindert genau das was uns Sparer an dieser Stelle bedroht, obwohl das Edelmetall in dieser Studie eigentlich nicht besonders gut wegkommt. Es spielt unter langfristigen Gesichtspunkten eher eine untergeordnete Rolle welchen Goldpreis man zu bezahlen hat, denn Gold erhält schlicht und ergreifend die Kaufkraft des eingesetzten Geldes am Tag des Kaufes, was man von Papiergeld nun wirklich nicht behaupten kann.

Gerade weil Gold langfristig also schlicht dazu tendiert, seinen realen Wert in etwa zu behalten, ist es durchaus sinnvoll einen Teil seines Vermögens in dieser Anlageklasse investiert zu haben. Es ist lediglich ein Wertaufbewahrungsmittel, aber in Zeiten wie diesen ist das wohl schon mehr als man verlangen kann! Im Basis-Szenario sollte der Gold-Anteil für Investoren etwa fünf Prozent betragen, in den anderen durchaus auch mehr, aber keinesfalls über 25 Prozent. Immobilien sind letztlich als Anlageklasse nur dann zu empfehlen wenn man vor hat auch selber darin zu wohnen. Als reines Investment, mit der geringsten Fungibilität aller Anlagen, oder gar als Beteiligung in einem geschlossenen Fonds, daher in meinen Augen eher ungeeignet. Anleihen bleiben ein schwieriges Thema für die kommenden Jahre. Der Vertrauensverlust ist groß und dürfte so schnell nicht aus den Köpfen der Anleger verschwinden.

Aktien sind und bleiben ein wesentlicher Bestandteil für den langfristigen Vermögensaufbau, aber eben nur zur richtigen Zeit. Diese finden wir in dem Basis Szenario, oder aber bei zunehmender Inflation. Die alles entscheidende Frage wird also in den kommenden Tagen und Wochen sein, welche Richtung die europäischen Politiker und auch die EZB einschlagen werden. Noch ist es nicht zu spät, aber es muss jetzt schnell gehen, und vor allem überzeugend sein, sonst kippt das System. Und dann muss man sich auch vorübergehend von Aktien trennen die eigentlich jetzt schon spottbillig sind!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erholsames Wochenende und stets die richtigen Entscheidungen! Und natürlich uns allen einen starken “Black Friday” in den USA, der das Blatt kurzfristig wenden könnte.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. anbei möchte ich Ihnen noch einmal kurz die Beteiligung an der von Norbert Lohrke eingereichten Petition für die Einführung eines Trennbankensystems nahelegen, und um tatkräftige Unterstützung für dieses ambitionierte Projekt bitten. Wir können alle etwas tun…

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Der Graue Kapitalmarkt wird endlich auch stärker reguliert

Endlich bewegt sich etwas in den Grauzonen der Kapitallandschaft! Der Finanzausschuss des Bundestages hatte am vergangenen Mittwoch einer stärkeren Regulierung des sogenannten Grauen Kapitalmarktes endlich zugestimmt. Somit war der Weg frei für den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagerechts, wie es so schön heißt. Heute nun wurde der Entwurf final verabschiedet.

Der Bundesrat ließ heute das Gesetz zur Regulierung des Grauen Kapitalmarkts passieren. Die bereits bekannten Pflichten für Banken und Sparkassen werden somit auf Anbieter im unregulierten Grauen Markt ausgedehnt. Anlageberater werden somit künftig verpflichtet ihre Provisionen offen zu legen, und müssen ein  Protokoll über die Beratungsgespräch führen. Dieses muss dem Anleger zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren sind Finanzberater nun dazu verpflichtet leicht verständliche Informationsblätter über die angebotenen Produkte zu erstellen, und können nicht mehr so viele Hürden im Kleingedruckten verstecken. Gerade die sogenannten “weichen Kosten” zehren oftmals die Rendite einer solchen Geldanlage, etwa bei geschlossenen Immobilienfonds, schnell auf.

Einen der wichtigsten Punkte des neuen Gesetzes finde ich aber dass Berater künftig für die Berufsausübung eine entsprechende Qualifikation vorlegen müssen. Dies dürfte insbesondere so manchem Strukturvertrieb etwas sauer aufstoßen der gerne mal seine Mitarbeiter nach eintägigen Schulungen/Vorträgen akquiriert und ohne weitere Vorbildung auf die Kundschaft loslässt. Diese Mitarbeiter müssen künftig auch eine entsprechende Berufshaftpflichtversicherung vorweisen können.

Alles in allem ein schon längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung, wenn nun auch noch die Einhaltung dieser Vorgaben vom Staat besser kontrolliert wird. Letztlich bleibt aber auch nach dieser Neuregelung immer noch der oberste Grundsatz der Eigenverantwortung. Wenn Sie also unbedingt in den grauen Kapitalmarkt investieren wollen dann prüfen Sie die Verträge auch in Zukunft genauestens auf eventuell Versteckte Kosten und vor allem Risiken.

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Die besten Hypothekenzinsen für Ihre Immobilie

Immer wieder werde ich gefragt ob in diesen unsicheren Zeiten an der Börse nicht etwa eine Immobilie oder Gold die bessere Anlage ist, heute möchte ich kurz darauf eingehen, da das Thema offenbar aktueller ist denn je. Meine Einschätzung zum Goldpreis, und Gold als Inflationsschutz habe ich ja bereits mehrfach in letzter Zeit auf unserem Blog erwähnt, deswegen konzentriere ich mich heute auf das Thema eigen Immobilienkauf. Vorab möchte ich sagen, dass eine eigen genutzte Immobilie natürlich ein ganz wesentlicher Beitrag zur Altersvorsorge ist, den man anstreben sollte sofern es die persönlichen Einkommensverhältnisse zulassen. Ich persönlich halte aber nicht viel davon eine Immobilie nur aus dem vermeintlichen Sicherheitsgedanken heraus zu erwerben. Viel mehr sollte man sich beim Kauf bewusst sein das es sich um eine Anlage handelt die man über viele Jahre hinweg halten sollte, und die auch in schlechteren Zeiten einen monatlichen Kapitaldienst erfordert.

Wesentliche weitere Punkte für eine erfolgreiche Immobilienanlage sind die Eigenkapitalquote zum Zeitpunkt des Objektkaufs und natürlich die Hypothekenzinsen. Grundsätzlich sollte man mit einem Eigenkapital das unter 30% des Anschaffungspreises liegt vorsichtig sein, da dadurch die Zinslast meistens zu hoch ist, besser wären natürlich 50 Prozent. Heute befinden wir uns aber in der glücklichen Situation, bedingt durch die Finanzkrise, dass Bauzinsen immer noch sehr günstig sind, sodass das Eigenkapital durchaus auch etwas niedriger ausfallen kann. Oftmals sind es nicht die Bankberater der Hausbank die Ihnen den günstigsten Zins bieten sondern unabhängige überregionale Anbieter die sich auf genau diese Kreditform spezialisiert haben. Vergleichen lohnt sich also und kann nicht selten am Ende Ihrer Immobilienfinanzierung einen schönen fünfstelligen Betrag ausmachen.

Eine sehr gute Aufstellung und schnellen Überblick über die aktuellen Hypothekenzinsen findet man bei Immobilien Scout 24. Hier lassen sich auch weitere nützliche Informationen wie beispielsweise ein Tilgungsrechner und allgemeine Informationen zur Baufinanzierung finden. Für alle anderen Kreditarten würde ich CHECK24 empfehlen. Letztlich sollte jeder Anleger selbst entscheiden welche persönliche Risikoneigung er hat und wie viel Geld seines Ersparten er in welche Anlageklasse stecken möchte. Aktien sind zwar das deutlich flexiblere Instrument jedoch, wie wir alle wissen, mit gewissen Risiken behaftet. Gold ist und bleibt für mich ein Geldaufbewahrungsmittel für die ganz harten Zeiten, die wir hoffentlich nicht erleben müssen. Und die Immobilie, sofern man selber darin wohnt, ist ein Ort der einem die nötige Ruhe und Geborgenheit bieten kann die man braucht um den täglichen Wirren des Lebens mit einer gewissen Gelassenheit zu begegnen…

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Vivacon – Pleitegefahr gebannt?

Eine mögliche Plei­te der Köl­ner Vi­va­con ist of­fen­bar end­gül­tig ab­ge­wen­det heißt es heute in der Immobilien Zeitung in folgendem Artikel: In den ers­ten Ja­nu­ar­wo­chen des neuen Jah­res will Vor­stand Marco Meyer die lange an­ge­kün­dig­ten, jetzt aber erst mit Ernst-&-Young-Tes­tat ver­se­he­nen Ge­schäfts­zah­len für die Jahre 2008 und 2009 vor­le­gen. Für Ende Fe­bru­ar peilt er eine or­dent­li­che Haupt­ver­samm­lung an. Und: Spä­tes­tens bis zum vier­ten Quar­tal 2011 wird die Ent­schul­dung der Vi­va­con nach Ein­schät­zung Mey­ers ge­schafft sein – trotz letz­ter Un­klar­hei­ten im Fall des Gläu­bi­gers NordLB.

Bei den Ir­ri­ta­tio­nen zwi­schen Vi­va­con und NordLB geht es un­ver­än­dert um einen von den Köl­nern re­kla­mier­ten Sa­nie­rungs­bei­trag der Lan­des­bank in Höhe von 2,45 Mio. Euro, der bis heute nicht ge­flos­sen ist. In Krei­sen der Bank ver­lau­tet dazu, eine ent­spre­chen­de Ver­ein­ba­rung habe es nie ge­ge­ben. Zwei­ter Streit­punkt ist eine von Meyer ge­wünsch­te end­gül­ti­ge Ent­las­sung sei­nes Un­ter­neh­mens aus der Schuld in einer Grö­ßen­ord­nung von gut 16 Mio. Euro. Bei die­ser geht es um einen Kre­dit, den die NordLB der Vi­va­con An­fang 2008 für den 21 Mio. Euro teu­ren Kauf einer 80%-Be­tei­li­gung am Ge­bäu­de­ver­wal­ter Cu­ra­nis, Muns­ter (Lü­ne­bur­ger Heide), ge­währt hatte.

Die Be­tei­li­gung ging Ende 2009 im Zuge der Sa­nie­rung der schwer an­ge­schla­ge­nen Vi­va­con an die von Ra­fa­el Ko­ren­ze­cher ge­führ­te Con­sus Pro­per­ty Group, Ber­lin. Bei der Ge­le­gen­heit wan­der­ten auch in vier Ob­jekt­ge­sell­schaf­ten ge­bün­del­te 736 Wohn­ein­hei­ten für mehr als 20 Mio. Euro an die Ber­li­ner. Die Schuld­über­nah­me durch Con­sus ist of­fen­bar immer noch nicht voll­zo­gen. Der In­ves­tor macht dafür die NordLB ver­ant­wort­lich. Die ge­schol­te­ne Bank schweigt dazu. Das Pro­blem für die Vi­va­con: Soll­te die Schuld­über­nah­me durch Con­sus nicht zu­stan­de kom­men, könn­te die Bank et­wai­ge For­de­run­gen wei­ter­hin an die Ur­sprungs­schuld­ne­rin Vi­va­con rich­ten.

Wenn Marco Meyer trotz die­ser Un­klar­hei­ten tes­tier­te Ge­schäfts­zah­len an­kün­digt, dann spricht das dafür, dass er sein mas­siv ge­schrumpf­tes Un­ter­neh­men für hin­rei­chend sta­bi­li­siert hält. Die Rest­schul­den, die die Vi­va­con noch bei der Post­bank und der Credit Su­is­se hat, lie­gen bei deut­lich unter 10 Mio. Euro. Soll­te die Ent­schul­dung bis Ende 2011 ge­lin­gen, hätte die bör­sen­no­tier­te Vi­va­con in Zu­sam­men­ar­beit mit 18 Gläu­bi­ger­ban­ken 540 Mio. Euro ent­schul­det.

Meyer hat die frü­he­ren Ge­schäfts­zwei­ge Port­fo­li­o­han­del, Pro­jekt­ent­wick­lung sowie Be­tei­li­gun­gen an Cu­ra­nis und Wiag im Laufe der Sa­nie­rung ab­ge­schnit­ten. Er kon­zen­triert sich aufs Ge­schäft mit Erb­bau­rech­ten. 2010 be­stell­te die Vi­va­con für 1.100 Grund­stü­cke Erb­bau­rech­te, womit der jähr­li­che Fluss an Erb­bau­zin­sen von 12 Mio. auf 15 Mio. Euro stieg. Damit feh­len nur noch rund 2 Mio. Euro bis zum bis­he­ri­gen Spit­zen­wert der Vi­va­con von gut 17 Mio. Euro. Dem Aktienkurs der Vivacon AG tut die Nachricht heute mit einem Gewinn von knapp 80 Prozent sichtlich gut.

Wir bleiben erst einmal vorsichtig skeptisch an der Seitenlinie und beobachten das Schauspiel..wer hier mitspielt sollte sich des Risikos einer Fehlspekulation a la Thielert oder Primacom bewusst sein.

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Verdacht auf Anlagebetrug beim Fondsanbieter Alternative Capital Invest

Verdacht auf Anlagebetrug beim Fondsanbieter Alternative Capital Invest! Zur Zeit häufen sich mal wieder die Nachrichten über Anlagebetrug oder verbotenen Insiderhandel. Am Freitag war überall zu lesen, dass die Staatsanwaltschaft München einen Ring von Betrügern ausgehoben hat die wertlose Aktien an ahnungslose Anleger verscherbelt haben. Das klassische Prinzip des “Pump and Dump” scheint also offenbar immer noch zu funktionieren. Wie fast immer wurden die dafür typischen Medien, wie unaufgeforderte Telefonate oder Börsenbriefe gewählt um die Anleger in die Falle zu locken. Deswegen noch einmal mein grundsätzlicher Rat an Sie aus meiner langjährigen Erfahrung. Kaufen Sie NIEMALS Anlageprodukte, egal was es ist wenn der Erstkontakt unaufgefordert passiert. Erst Recht nicht wenn Sie einfach angerufen werden, und man Ihnen unglaubwürdige Renditen verspricht!!!

Ähnlich unseriös geht es leider immer wieder bei Fondsanbietern für geschlossene Immobilienfonds zu. Auch hier werden Traumrenditen unter dem Deckmantel der vermeintlichen Sicherheit und des Inflationsschutzes verkauft, was natürlich gerade in unsicheren Zeiten wie diesen nicht selten Gehör findet. Die immer wieder verwendeten Torschlagargumente sind fast so alt wie die Finanzbranche an sich. Und immer wieder fallen tausende von Anlegern auf diese Renditeversprechen herein. Nicht selten stehen die Anleger am Ende der Laufzeit aber ohne Ihr Kapital da, die Initiatoren hingegen führen ein luxuriöses Leben von den meistens überhöhten Provisionen, und lachen sich noch viele Jahre über die Dummheit Ihrer Anleger kaputt. Wie bereits in unserem Artikel “Das-Anlegerschutz-Funktionsverbesserungsgesetz” geschrieben, hoffen wir inständig, dass unsere Politik auch hier bald Abhilfe schaffen wird.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Hanns-Uwe und Robin Lohmann wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrugs. Die beiden Herren sind die führenden Köpfe des Fondsanbieters Alternative Capital Invest der schwerpunktmäßig in Dubai investiert hat. Das Handelsblatt berichtete letzte Woche, dass auch hier mit traumhaften Renditen von 12 Prozent geworben wurde, und nun etwa 4.500 Anleger die Gesamtsumme von etwa 100 Millionen Euro in den Sand gesetzt haben. Man möge mir dieses nette Wortspiel verzeihen… Vier der insgesamt sieben Dubai-Fonds seien pleite hieß es weiter. Anleger dieser Fonds müssen nun nicht nur auf Ihre Einlagen verzichten, sondern könnten gar dazu aufgefordert werden Ihre erhaltenen Ausschüttungen wieder zurückzahlen zu müssen.

Auch hier vermuten Anwälte die die geschädigten Anleger vertreten ein illegales Schneeballsystem, wie so oft in solchen Fällen, hinter den Kulissen. Denn Lohmann soll nach seinen Recherchen Baufirmen aus Dubai damit beschwichtigt haben, dass bald wieder frisches Geld aus Deutschland käme – von einem anderen Fonds. Alternative Capital Invest bezeichnet sich auf der Homepage selber als Marktführer für dieses Segment und vermittelte, nicht zuletzt auch durch diese Aussage, über einen langen Zeitraum Kompetenz, Seriosität und Sicherheit. Auch diese Masche ist in der Branche nicht fremd, und uns bestens bekannt. Erst kürzlich haben wir über einen ähnlichen Fall berichtet. Aussagen dieser Art sollten unserer Meinung nach grundsätzlich intensiv vor einer Anlageentscheidung geprüft werden, und einen aufgeschlossener Anleger sollte hier eher aufhorchen, als sich von solchen Aussagen einlullen zu lassen…

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Das Anlegerschutz – Funktionsverbesserungsgesetz

Morgen ist es soweit! Das Kabinett will das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz verabschieden, und somit die Rechte von Privatanlegern stärken. Als eine weitere Konsequenz aus der Finanzkrise soll der Gesetzentwurf, der sich im Wesentlichen aus drei Teilbereichen zusammensetzt, künftig mehr Sicherheit bei Finanzanlagen bieten. Der wesentliche Punkt ist der Schutz von Anlegern durch Falschberatung. Die Gesetzgebung will damit erreichen, dass der Vertrieb von Finanzprodukten, der oftmals vorrangig durch die Höhe der an den Vertrieb gezahlten Provisionen sowie Eigeninteressen von Initiatoren bestimmt wurde, künftig in erster Linie den Anlegerinteressen Rechnung tragen soll.

Um künftigen Falschberatung entgegenzuwirken, soll die deutsche Finanzaufsicht nun die Möglichkeit erhalten, bei Verstößen gegen die gesetzlichen Auflagen, unter anderem durch Offenlegung von Provisionen entsprechende Ordnungswidrigkeiten zu ahnden. Hier wurde allerdings nicht klar welche Provisionshöhe noch als moralisch vertretbar angesehen werden kann. Zudem sollen alle Berater sowie die Verantwortlichen für Vertriebsvorgaben bei der BaFin registriert werden und müssen eine entsprechende Qualifikation nachweisen. Gegen auffällig gewordene Berater und Kundenbetreuer kann somit künftig ein Beratungsverbot verhängt werden..

Weiter soll ein bundesweit einheitliches Informationsblatt entworfen werden, dass die Chancen, Risiken, und vor allem die Provisions- und sonstige weichen Kosten verständlich vermittelt, sodass auch “Lischen Müller” künftig weiß was sie dort unterschreibt. Ob dieses Informationsblatt dann aber jedem Anleger vor Vertragsunterzeichnung vorgelegt werden muss, oder welche Inhalte dieses hat wurde bislang nicht veröffentlicht. Fraglich ist in dem Zusammenhang auch ob es überhaupt möglich sein kann die teilweise komplexen Finanzprodukte aus den unterschiedlichsten Branchen am Markt allumfassend und transparent darzustellen.

Die beiden weiteren Punkte, die man mit der neuen Gesetzgebung regeln will ist die künftige Kontrolle von feindlichen oder zumindest unfreundlichen Übernahmen börsennotierter Unternehmen mittels hochspekulativer Finanzinstrumente, wie es erst kürzlich bei den beiden Unternehmen Continental durch Schaeffler, und VW durch Porsche passiert ist. Auch hier müssen neue Regelungen geschaffen werden, um mehr Transparenz in den Handel mit Stimmrechten zu bekommen. Letztendlich wusste niemand im Fall VW/Porsche bis zuletzt wer welche Stimmrechte an welcher AG besitzt…was letztendlich eine Menge Menschen eine ganze Menge Geld, und manche sogar zumindest indirekt das Leben gekostet hat…

Der letzte der drei Punkte, ist die Reglementierung des Marktes für offene Immobilienfonds, bezogen auf die künftige Haltedauer der Anteilsscheine an solchen Gesellschaften. Während der Krise waren einige der Anbieter und Fondsgesellschaften in Schieflage geraten, bzw. konnten den Anlegern Ihre Einlagen nicht mehr auszahlen. Hiervon betroffen war immerhin nahezu ein Drittel aller Anbieter im Markt was ungefähr eine Kapital von 26 Milliarden Euro entspricht. Künftig will man eine Mindesthaltepflicht der Fondsanteile von zwei Jahren einführen um eine schlagartigen und für die Fondsgesellschaft existenzgefährdenden Abfluss des jeweiligen Fondsvermögens zu verhindern. Anleger die vor Ablauf dieser Frist verkaufen müssen dann mit finanziellen Einbußen rechnen. Erst nach fünf Jahren soll die Auszahlung ohne Abschlag möglich sein.

Über die Sinnhaftigkeit dieses Entwurfes kann man durchaus streiten, und ich bin nicht der Meinung, dass dies Anleger im Zuge einer allgemeinen Panik demnächst davon abhalten wird Ihre Anteile überstürzt zu verkaufen. Die hier angestrebten Fristen bringen mich zwangsläufig zum Thema geschlossene Immobilienfonds. Warum hier nicht entsprechende Regelungen getroffen wurden um Anleger künftig besser zu schützen ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. In wie weit die Beraterhaftung in der Zukunft verhindern kann dass geschlossenen Immobilienfonds durch Misswirtschaft und überhöhte Provisionsstrukturen (Beispiele dafür gibt es mehr als genug!) pleite gehen, und Anleger Ihre gesamten Spareinlagen verlieren bleibt fraglich. Man kann sich nur wünschen dass der neue Gesetzentwurf gerade in diesem Bereich noch einmal nachgebessert wird. Sicherlich wäre eine klare Regelung der Provisonshöhen und deren transparente Darstellung  hier auch ein guter Ansatz.

Ich begrüße diese Vorgehensweise der Bundesregierung natürlich grundsätzlich und ausdrücklich, und wünschen mir an dieser Stelle eine ebenso konsequente Umsetzung wie in anderen Nationen. Nicht nur die Überwachung dieser Maßnahmen sondern ebenso die konsequente Ahndung von Verstößen gegen die neuen Regelungen (insbesondere bei Falschberatung) sollte Bestandteil dieses Gesetzes sein. Denn letztendlich werden sich die besagten Berufsgruppen nur daran halten, wenn es auch entsprechende mahnende Beispiele gibt, und Freiheitsstrafen sowie Durchgriffshaftung auf das private Vermögen droht. Spannend dürfte in diesem Zusammenhang auch sein wie die BaFin dann mit den “Altlasten” umgehen wird, die Zeit der Freifahrtscheine sollte eigentlich vorbei sein! Ich bin sehr gespannt auf weitere Details und die morgigen Verhandlungen über das sogenannte Funktionsverbesserungsgesetz…

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Steht der US-Immobillienmarkt unmittelbar vor der Wende?

Am 25.08.2010 hat Jochen Steffens, in seinem Steffens Daily wieder einmal einige Ausführungen zum US Immobilienmarkt veröffentlicht, die ich absolut teile, und aus diesem Grund auch hier in Auszügen mit der freundlichen Genehmigung von www.stockstreet.deveröffentlichen möchte. Wie Herr Steffens gehe auch ich beim US-Immobilienmarkt, entgegen der Mainstreammeinung davon aus, dass wir spätestens zum Jahresende eine Stabilsierung erkennen werden…

“Gestern, gegen 16:00 Uhr, wurde gemeldet, dass die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser in den USA im Juli auf 3,83 Mio. gefallen ist. Analysten hatten im Vorfeld mit Werten zwischen 4,6 bis 4,75 Mio. gerechnet. Im Monat zuvor waren 5,26 Mio. Häuser verkauft worden. Damit wurde der Vormonatswert von 5,37 Mio. deutlich nach unten revidiert. Der Markt reagierte mit deutlichen Kursverlusten auf diese Nachrichten.

Heute kam die Nachricht, dass die Zahl der Verkäufe neuer Häuser in den USA im Juli um 12,4 % auf 276.000 zurückgegangen ist. Analysten hatten mit deutlich mehr, nämlich 300.000 bis 330.000 Hausverkäufen gerechnet. Im Monat zuvor waren 315.000 Hausverkäufe registriert worden. Damit wurde die zuvor veröffentlichte Zahl ebenfalls von 330.000 nach unten revidiert. Doch heute reagierten die Märkte kaum, warum?

Nach den Veröffentlichungen der Daten zu den US-Häuserverkäufen von gestern lesen Sie nun natürlich heute überall in den Medien die verschiedensten Horrorszenarien. Der US-Immobilienmarkt soll Auslöser für den nächsten Crash sein, die Häuserpreise sollen noch bis weit in das Jahr 2011 weiter und weiter fallen, etc. Übersehen wird dabei, dass die Hypothekenzinsen in den USA immer weiter und weiter auf ein historisches Tief nach dem andern fallen, und das führt dazu, dass die Hypothekenanträge steigen:

Interessant ist, dass nach Angaben der Mortgage Bankers Association of America (MBA) der Index zu den Hypothekenanträgen in der letzten Woche um saisonbereinigt 4,9 Prozent angestiegen ist. Dabei sind die Neuanträge zum Kauf von Häusern um 0,6 Prozent und das Volumen zur Refinanzierung von bestehenden Hypotheken um 5,7 Prozent auf den höchsten Stand seit Mai 2010 angestiegen.

Auch die Hauspreise in den USA scheinen sich zu stabilisieren. Nach der NHFA, einer Nachfolgebehörde der beiden fusionierten Behörden Office of Federal Housing Enterprise Oversight (OFHEO) und Federal Housing Finance Board (FHFB), die als Aufsichtsbehörde der beiden Hypothekengiganten Freddie Mac und Fannie Mae fungieren, liegen die Hauspreise im zweiten Quartal in den USA saisonbereinigte um 0,9 % höher als im ersten Quartal. Das war der erste Anstieg nach elf Quartalen in Folge.

Interessant ist auch, dass John Paulson, Hedgefonds-Manager und Gründer, sowie Präsident der Paulson und Co. Investmentgesellschaft, Gerüchten zufolge jetzt anfängt, in den US Immobilienmarkt zu investieren! John Paulson wurde dadurch berühmt(oder eher berüchtigt), dass er rechtzeitig vor der Subprime-Krise gegen den US-Immobilienmarkt wettete und damit 3,7 Milliarden Dollar verdiente. Wenn Paulson auf die Gegenseite wechselt und bullish für US-Immobilien wird, wird er dafür gewichtige Gründe haben.

Um an den Börsen wirklich erfolgreich zu sein, müssen Sie natürlich die Flöhe husten hören. Das heißt, Sie müssen aus der Datenlage schon sehr frühzeitig erkennen, ob eine Stabilisierung möglich ist. Dafür dürfen Sie natürlich nicht auf die Medien hören, die zumeist erst sehr viel später, und zwar erst dann wenn die Datenlage eindeutig ist, über diese Stabilisierung berichten. Aufgrund der oben genannten Datenlage und einiger anderer wirtschaftlicher Faktoren, vermute ich, dass wir auch im US-Immobilienmarkt kurz vor einer nachhaltigeren Stabilisierung stehen. Ich weiß, dass ich mit dieser Ansicht ziemlich alleine da stehe, abgesehen von Johne Paualson ( und Investors Inside natürlich ;-) ) vielleicht. Aber das ist schließlich nicht das erste Mal.

Wirklich sicher kann man sich allerdings erst sein, wenn sich die Datenlage tatsächlich deutlich und nachaltig verbessert hat. Bis dahin bleibt alles Spekulation, aber darum heißen wir ja auch Spekulanten.

Sollten sich diese beiden sicherlich gewagten Thesen, eine Stabilisierung des US-Arbeitsmarktes und eine Stabilisierung des US-Immobilienmarkts als richtig herausstellen, wird es an den Börsen zu einer Rally kommen. Sollte sich diese Stabilisierung noch verzögern, werden wir eher weiter seitwärts laufen. Allerdings müssen wir zuvor noch den kritischen September abwarten. Die hier vorgestellten Überlegungen werden wahrscheinlich erst im November (US-Arbeitsmarkt) und Dezember/Januar (US-Immobilienmarkt) relevant.”

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Anlegerschützer Heinz Gerlach ist tot

Der selbsternannte Anlegerschützer und Fondsexperte Heinz Gerlach ist tot. Er starb bereits am 10. Juli 2010, diese Tatsache wurde uns aber gestern erst bekannt. Wir hatten in der Vergangenheit mehrfach über Herrn Gerlach und seine durchaus strittigen Berwertungsmethoden berichtet. Gerlach gab verschiedene Periodika zum Thema Anlegerschutz  heraus, zuletzt den Branchendienst “Direkter Anlegerschutz”. Seit 1969 begleitete er die Kapitalmärkte mit seiner Berichterstattung.

Im Fokus seiner Berichterstattung standen besonders die Branche der geschlossene Fonds. So warnte er schon seit Anfang der 70er Jahre mit Publikationen wie „gerlach-report“ und „DFI Deutsches Finanzdienstleistungs-Informationszentrum GmbH“ vor unseriösen Anbietern.

Der gelernte Steuergehilfe aus Oberursel, der sich selbst gerne als der „älteste Anlegerschützer“ Deutschlands betitelte, beschränkte sich nicht nur aufs Schreiben und Kritisieren. Als Unternehmensberater bot Gerlach den Emissionshäusern Beratungsleistungen an. In der Finanzwelt galt der Publizist, Unternehmensberater und „Anlegerschützer“ deshalb als umstritten. Zu Gerlachs Klienten zählte auch die insolvente Falk-Gruppe, deren Chefs wegen Betrugs vor Gericht standen. Allerdings behauptet Gerlach, den Betrug mit aufgedeckt zu haben.

“Das ist die geilste Branche“, sagte Gerlach in einem Spiegelinterview im Jahre 2008, zum Beteiligungsmarkt. “Ich habe hier jeden Tag ‘Dallas’ oder ‘Denver’.”

Gerlach wäre am 9. August 65 Jahre alt geworden.

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Finanzmarktregulierung: Es tut sich was!!

Karlsruhe (dpa) – Wer Finanzprodukte verkauft und dabei Provisionen verschweigt, muss dem Kunden Schadenersatz zahlen. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe gab mit diesem veröffentlichten Urteil in acht Fällen Klägern recht, die auf Anraten ihrer Bank Anteile eines Medienfonds erworben hatten.

Was das Geldinstitut nicht sagte: Für den Verkauf der Anteile strich es eine Provision von 8,25 Prozent auf das eingezahlte Geld ein. Die Bank habe einen Interessenkonflikt verschwiegen und ihre Beratungspflicht «schuldhaft verletzt», begründete das Gericht sein Urteil.

Der Fonds war zudem als «Garantiefonds» bezeichnet worden – tatsächlich drohte den Kunden im schlimmsten Fall ein Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals. Die Kunden, die zwischen 25 000 und 50 000 Euro eingesetzt hatten, waren vor Gericht gezogen, nachdem sich der Fonds negativ entwickelt hatte.

Zuvor gaben bereits die Landgerichte in Baden-Baden, Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe den Klagen statt. Berufungen der Bank blieben jeweils erfolglos. Der Bundesgerichtshof hatte 2006 bei Aktienfonds bereits ähnlich entschieden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Quelle: finanztreff.de

Sollte dieses Modell nun Schule machen, wovon man bei einer höchstrichterlichen Entscheidung wohl ausgehen kann, dürfte es nun auch für die Fondsbranche wohl noch schwieriger werden ihre Produkte an den Mann/die Frau zu bringen. Eine Offenlegung der Provisionen ist sicherlich nicht im Interesse der Initiatoren. Auch bisher versteckte Provisionen müssen in Zukunft wohl transparent dargelegt werden. Die Luft für so manchen Anbieter wird damit immer dünner…

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Goldman Sachs – der Auslöser der nächsten Krise?

Sind die neuesten Nachrichten und Betrugsvorwürfe bei Goldman Sachs der Auslöser der nächsten Krise? Diese und viele andere Fragen im Zusammenhang mit den Ermittlungen der SEC dürften sich am Wochenende viele Anleger gestellt haben. Wie weit werden die Ermittlungen gehen? Welche Banken werden noch betroffen sein? Und wie weit dürfte dies die internationalen Finanzsysteme jetzt wieder belasten? Fragen über Fragen…Goldman Sachs ist nicht wirklich das Problem. Ob an den Vorwürfen etwas dran ist bleibt erst einmal abzuwarten. Fest steht allerdings, dass die Betrugsvorwürfe den amtierenden Präsidenten Barack Obama, bei der Durchsetzung seines zweiten großen Vorhabens, der Reform des US Bankenwesens, deutlich unterstützen dürften. Es ist für mich auch nicht weiter verwunderlich das dieses Exempel nun ausgerechnet bei der größten und wichtigsten US Investmentbank statuiert wird. Hier soll ein Zeichen gesetzt werden, dass die Wallstreet Banken in Zukunft in die Pflicht genommen werden, und das ist gut so!

Es wird noch eine ganze Weile dauern bis sich aus den Vorwürfen dann eine sinnvolle Anklage entwickeln wird, und es wird dann weitere Monate oder gar Jahre dauern bis es zu Verurteilungen oder Strafzahlungen kommen wird. Die ganze Geschichte um die Goldman Affäre ist kein Thema das die Börsen noch viel weiter ernsthaft beschäftigen sollte. Es werden weiterhin Milliarden verdient und dicke Boni gezahlt. Sollte es dann irgendwann zu einer Verurteilung kommen so kann man dies aus der Portokasse bezahlen. Das eigentliche Problem von Goldman Sachs dürfte neben dem Imageverlust nun vorrangig die Herabstufung der Bonität sein. Gemessen an der Absicherungsprämie für Credit Default Swaps haben sich die Prämien bei GS nun um satte 50% verteuert, was zur Folge hat das die Kreditwürdigkeit des Unternehmens nun unter der von Russland, Kolumbien, Italien oder Thailand liegt!

Angst machen sollten also nicht die Nachrichten um die Banken an sich, sondern viel mehr die neu aufkeimenden sehr schlechten Nachrichten aus dem Immobiliensektor dieser Banken. So sind die neuesten Berichte darüber das das Investmenthaus den nahezu Totalverlust eines Ihrer Immobilienfonds hinnehmen musste eigentlich eher ein Zeichen dafür das die Krise wieder aufleben könnte. Als Ursache der Krise ist der Wertverfall bei den US Immobilien also immer noch nicht gestoppt worden, bzw. konnte sich gar erholen. Von den damals angelegten 1,8 Milliarden Dollar in dem Fond sind heute noch schlappe 30 Millionen übrig. Eine Kapitalvernichtung von über 98 Prozent! Zwangsläufig stellt man sich die Frage wie es da wohl bei den kleineren Emissionshäusern aussehen muss, die nicht die Möglichkeit haben erst einmal gewisse “Umbuchungen” vorzunehmen.

Und die deutsche IKB Bank sitzt mal wieder mitten drin im Molloch der Geldvernichtung! Mit einem Verlust von 150 Millionen Dollar aus der Abacus-Fast-Pleite dürften die Deutschen man wieder einen ordentlichen Schluck aus der Pulle genommen haben. Insgesamt wird der Schaden auf ca. eine Milliarde Dollar beziffert. Der Spruch von “stupid german money” bewahrheitet sich einmal mehr. Oder ist bei den Herren in deutschen Führungsetagen die Gier einfach besonders groß? Man weiß es nicht… Auch beschäftigt die Immobiliensparte der Deutschen Bank die Gemüter. Hier solle es massive Probleme geben. Der Immobilienfonds “RREEF America Reit III” ist so katastrophal an Wert gefallen, dass kurzfristig mit Hilfe von Kreditgebern und Investoren ein Notfallplan erarbeitet werden musste. Was genau dies heißen mag, weiß wohl nicht mal die Deutsche Bank selber so genau..

Hintergrund für diese heftigen Kursverluste ist der am Boden liegende Markt für Gewerbeimmobilien in den USA aber auch Europa und der Rest der Welt. Die Mieteinnahmen fehlen, der Wert der Immobilien sinkt rapide, viele Büros, Läden und Fabrikhallen stehen seit Monaten leer. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” hat der “Rreef America Reit III” seinen Investoren einen Verlust von satten 65 Prozent oder auch mehr beschert. Die Deutsche Bank ist an diesem Fonds mit 10 Prozent beteiligt. US Pensionsfonds , die ebenfalls zu den Eignern gehören mussten sogar Verluste von bis zu 82 Prozent hinnehmen. Das Wallstreet-Journal schrieb in der heutigen Ausgabe, dass nun auch seitens der SEC gegen die Deutsche Bank ermittelt werden soll. Dies alles könnte sich natürlich auch hier bei uns zu einem erneuten Flächenbrand in der Finanzbranche ausweiten. Die klare Erkenntnis daraus ist, dass die Krise noch lange nicht vorbei ist, und dass erst wenn sich der Immobilienmarkt wieder erholt wirkliche Besserung in Sicht ist.

Einige kleinere Unternehmen, auch hierzulande die Ihr Geld mit Immobilienfonds verdienen werden auf der Strecke bleiben, da bin ich mir ganz sicher. Freunden und Bekannten rate ich immer noch von einer Investition in Betongold dringend ab. Zumindest in Form einer Beteiligung an einem offenen oder geschlossenen Immobilienfond. Zu undurchschaubar sind die Kostenstrukturen und die Provisionen meistens viel zu hoch.Die gesamte Branche kocht eben nur mit Wasser, und manche Initiatoren lassen sogar das noch anbrennen! Die Zeiten für Käufer von eigen genutzten Immobilien hingegen werden immer besser. Sollten Sie also planen sich demnächst ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, oder eine neue Stahlgarage anzubauen dann aber bitte nur mit einer Eigenkapitalquote von mindestens 40 bis 50 Prozent in diesen Zeiten…

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Polaroid Chef Petters muß 50 Jahre hinter Gitter

Zu Gefängnisstrafen zwischen 1 Jahr und 6 Monaten und 3 Jahren und 6 Monaten wurden die Verantwortlichen um die Falk Fonds verurteilt. Damit hat die Staatsanwaltschaft München II, unter Führung des leitenden Oberstaatsanwalts Eduard Mayer, gezeigt das die Strafverfolgungsbehörden den Kapitalanlagebetrug hart bestrafen und Wirtschaftsdelikte bei denen Anleger geschädigt werden, nicht mehr mit Bewährungsstrafen abgeurteilt werden. Vergleichweise mild erscheinen diese Strafen wenn man den Blick auf die aktuellen Urteile in Amerika richtet.

Der ehemalige Besitzer des Fotokonzerns Polaroid muss wegen Betruges für 50 Jahre ins Gefängnis, ein Gericht in St. Paul, US Bundesstaat Minnesota, befand Tom Petters für schuldig, durch ein “SCHNEEBALLSYSTEM” einen Schaden von mehr als 3,5 Milliarden US Dollar angerichtet zu haben. ( Quelle: dpa-AFX ) Persönlich halte ich ein solches Strafmaß für angemessen, bedenkt man die vielen Einzelschicksale und teilweise ruinierten Leben die dahinter stehen!

Der Betrug, der im Jahr 2008 aufgeflogen war, der damals bereits angeschlagenen Firma Polaroid den Rest gegeben und in die Insolvenz gestürzt. Petters hatte damals über seine Firma im großen Stil Geld von Anlegern eingesammelt. Dem Versprechen ordentlicher Renditen folgte aber dann nur das der ganze Betrug irgendwann aufflog. Petters hatte regelmäßig ordentliche Beträge des Geldes abgezweigt, um damit seinen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Die Lücken stopfte er durch die Einlagen von neuen Investoren.

Im direkten Vergleich ist das deutsche Strafrecht also bisher äußerst human gegenüber Anlagebetrügern gewesen, was sich allerdings angesichts der aktuellen Probleme und zunehmender Eigenverantwortung bei der Altersvorsorge nun auch geändert hat. Schneeballsysteme, die auch bei uns unzulässig und strafbar sind, liegen vor wenn Anleger regelmäßig Geld in einen Fond einbezahlen, und dieses Geld dann verwendet wird um den Anlegern hiervon eine Rendite zu bezahlen…leider keine Seltenheit in der Fondsbranche. Prüfen Sie daher genau und vor allem regelmäßig die Mittelszuflüsse und Abflüsse Ihrer Beteiligungen!

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