Archive | Aktien Analysen

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Gastkommentar Lufthansa AG auf Konsolidierungskurs

Der Beitrag „Lufthansa im Sinkflug“ ist zwar kritisch, wohl auch berechtigterweise, dennoch möchte ich gerne ins Detail gehen zu die positiven Aspekte des Lufthansa Sparprogramms „Score“ kurz herausarbeiten: Die LH AG reagiert notwendigerweise mit einem Konsolidierungspaket, um den Konzern in einer hart umkämpften Branche mit engen Margen bis 31.12.2014 wieder profitabel zu machen. Das Ziel ist die angestrebte Verbesserung des Betriebsergebnisses um 1,5 Milliarden Euro. Dem LH Management geht es um Konsolidierung und um die strategische, zukunftsfähige Ausrichtung in der Luftfahrtbranche

Nur ein Aspekt des Sparprogramm umfasst auch die Personal- und Verwaltungskosten; letztere sollen um ein Viertel sinken. Dies erklärt den avisierten Umfang des voraussichtlichen Stellenabbaus in einer Größenordnung von voraussichtlich 3.500 Stellen in der Verwaltung, die sukzessive abgebaut werden sollen. Die Personalkosten sollen sinken, indem beispielsweise Doppelfunktionen wegfallen und Tätigkeiten, die „keinen Mehrwert für den Kunden schaffen“, hieß es in einem Statement des LH-Managements. „Nur wenn wir jetzt die administrativen Funktionen neu strukturieren, können wir langfristig Arbeitsplätze erhalten und neue Arbeitsplätze schaffen“, kommentiert der LH Vorstandsvorsitzende die strategische Personalpolitik für den Konzern, der nach eigenen Angaben 115.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Der in dieser Relation zu sehende eher moderate Arbeitsplatzabbau solle möglichst sozialverträglich vonstatten gehen, teilte der LH Vorstand mit.

Kostensenkung steht vor allem auf der Agenda des Sparprogramms „Score“: „Dass wir in einem nächsten Schritt die durch Wachstum entstandene Komplexität im Konzern reduzieren müssen, ist eine logische und vorhersehbare Konsequenz“, kommentierte Vorstandsvorsitzende Christoph Franz. In den vergangenen Wochen hatte der Lufthansa-Konzern bereits die Ausgliederung von Mitarbeitern der Tochter Austrian Airlines in eine andere Gesellschaft (Tyrolean) zu deutlich schlechteren Konditionen durchgesetzt. Ab erstem Juli 2012 gilt somit für alle 2.100 Piloten und Flugbegleiter der AUA der günstigere Kollektivvertrag der Regionaltochter. Die verlustbringende Tochter British Midlands wurde verkauft. Außerdem optimiert der Konzern seine Flugrouten, die Konzerntöchter sollen stärker zusammenarbeiten. Ob es zur Gründung eines neuen Low-Cost Carriers kommt, blieb offen; das LH Management positionierte sich lediglich dahingehend, das es aktuell keine Entscheidung gebe, an den Marken etwas zu verändern.

Kostentreiber waren aus Sicht der LH AG die Verteuerung für Kerosin, die Luftverkehrssteuer in Deutschland und Österreich sowie der Emissionshandel (C02-Ausstoß). Letzterer bedingt seit 2012, das alle Flüge, die von Flughäfen innerhalb der EU starten oder auf Flughäfen in der EU landen, dem EU ETS unterliegen. Dies bedeutet zugleich, dass die C02-Emissionen dieser Flüge bis 2020 um mindestens 20% ihres Niveaus von 1990 reduziert werden müssen.

Diese Entwicklung ist dem LH Management bekannt. Die internationale Luftfahrtbranche hat sich Klimaschutzziele gegeben, die nach Angaben des Branchenverbands International Air Transport Association (IATA) über bestehende gesetzliche Vorgaben hinausgehen. Bei einem Treffen im kanadischen Montreal versprachen Vertreter von Fluglinien und Flughäfen, die Kerosin-Effizienz bis zum Jahr 2020 um jährlich 1,5 % zu erhöhen. Ab dann will die Branche auch ohne zusätzlichen C02-Ausstoß wachsen. Zur Mitte des Jahrhunderts sollen die Emissionen im Vergleich zum Bezugsjahr 2005 halbiert werden. Wie diese Klimaziele erreicht werden sollen und ob sie überhaupt umsetzbar sind, ist umstritten. Sabine Teller, Pressesprecherin des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) Berlin, hält die IATA-Ziele für ambitioniert und auch für notwendig. Sie seien „kein Lippenbekenntnis“, sondern auch eine Konsequenz des knapper werdenden Kerosins.

Die Luftfahrtbranche stehe durch die Verknappung vor der „schlichten ökonomischen Notwendigkeit, noch effizienter zu werden, um Treibstoff und Emissionen einsparen zu können“, so Teller. Von der Politik wünscht sie sich eine stärkere Unterstützung beim Klimaschutz, etwa bei der Forschung an alternativen Treibstoffen. „Dafür sollten Erlöse aus dem Emissionshandel genutzt werden“, fordert die BDF-Sprecherin. Europäische Luftlinien unterliegen dem europäischen CO2-Handel seit 2012. Teller sagt, dass mit diesen Mitteln Wettbewerbsnachteile gegenüber außereuropäischen Fluglinien, die nicht dem Emissionshandel unterliegen, vermieden werden könnten. Die Luftfahrtbranche erwartet deshalb von der Bundesregierung mit den Erlösen zum Beispiel die Entwicklung effizienterer Triebwerke zu unterstützen.

Die gestiegenen Kerosin-Kosten setzen der LH zu. Allein die Treibstoffkosten lagen dieses Jahr laut LH Management um 304 Mio. Euro höher als im Vorjahresquartal. 7,5 Milliarden Euro wurden hierzu genannt. Hier besteht ein Wettbewerbsvorteil für neue Fluggesellschaften mit Sitz auf der arabischen Halbinsel. Emirates ist einer der Hauptkonkurrenten der Lufthansa, das ist kein Geheimnis. Anderseits hat beispielsweise Emirates für alle Buchungen ab dem 01.03.2012 einen Treibstoffzuschlag eingeführt, der jetzt Flüge nach Afrika, in den Mittleren Osten oder Asien nach um etwa 70 bis 86 Euro pro Person verteuert.

Damit musste sich zugleich diese Airline vom Geschäftsmodell der sogenannten „Inkludierung der Kerosinzuschläge“ in den Flugpreis verabschieden und der Wettbewerb hat sich wieder etwas zugunsten der Lufthansa AG verlagert. Mit der Beteiligung am INSPIRE-Programm (Indian Ocean Strategic Partnership to Reduce Emissions) versucht Emirates die Treibstoffeffizienz zu verbessern. Mit zwei Testflügen von Dubai nach Brisbane und von Perth nach Dubai wurde der „perfekte Flug” getestet. Dazu gehört die Minimierung von Verspätungen am Boden, die effiziente Nutzung von Roll- und Landebahnen, die Durchführung gradliniger Steig- und Landeanflüge und eine ideale, direkte Streckenführung auf Basis existierender Wetter- und Luftraumbedingungen. Erste Erkenntnisse: eine Gesamtersparnis von über 6.250 Litern Treibstoff und mehr als 16.000 Kilogramm weniger CO2-Ausstoß.

Dem LH Management ist deshalb bewusst, mit dem Argument der Treibstoffkosten allein nicht mehr überzeugen zu können. Alternative Treibstoffe, von der Luftfahrtbranche zwar gewünscht, sind noch nicht in Serie, die Praxistests laufen noch. Der Einsatz von Biokerosin wird allerdings Bestandteil der Lufthansa Strategie zur Senkung der CO2-Emissionen. Anhand einer Vier-Säulen-Strategie arbeitet das Unternehmen daran, operative Maßnahmen am Boden und in der Luft zu optimieren, technischen Fortschritt voranzutreiben und Abläufe noch effizienter zu gestalten, um den Treibstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen zu verringern. Nach dem erfolgreichen Praxiseinsatz von biosynthetischem Treibstoff liegt bei Lufthansa nun der Fokus auf Eignung, Verfügbarkeit, Nachhaltigkeit und Zertifizierung der Rohstoffe.

Wichtige Wirtschaftsmächte wie China, Russland und Indien wehren sich heftig gegen die EU-Normen zur Emissionsbeschränkung. Auch Europas Airlines klagen nun darüber, sie müssten sich auf höhere Kosten oder Umsatzverluste einstellen. So habe Indien bereits angekündigt, dass Verkehrsrechte nicht verlängert werden. Russland habe zusätzliche Überfluggebühren angekündigt. Ein großer Teil der Flugrouten aus Europa heraus in Richtung Japan, China und Indien verlaufen über russischem Gebiet.

Die LH AG stellt sich mit „Score“ den neuen Entwicklungen in der Branche, dem Thema „Risk Sharing.“ Mit dem Prinzip des sogenannten „Risk Sharings“ verteilen die großen Luftfahrt OEM’s wie Boeing, Airbus und Embraer immer größere Teile ihrer finanziellen und technischen Entwicklungsrisiken für Neuprojekte in die Lieferantenkette hinein. Die Folge ist ein nie zuvor gesehener Strukturwandel im Luftfahrtmarkt. Sowohl für OEMs, deren Lieferantenkette als auch für die Ingenieurdienstleister in diesem Markt ist der erfolgreiche Wandel auf die neuen Anforderungen ein notwendiges Kriterium, das über die erfolgreiche weitere Existenz dieses geschlossenen Marktes entscheidet. Die neuen Risiken, die mit diesem Modell verbunden sind, sind schwer zu fassen und zu beherrschen und stellen alle Beteiligten vor wichtige, neue Herausforderungen.

Die Lufthansa AG hat jetzt als weltweit erste Fluggesellschaft da neu entwickelte Langstreckenflugzeug vom Typ Boeing 747-8 in Dienst gestellt. Das Langstreckenflugzeug zeichne sich durch geringere Lärmbelastung, weniger Treibstoffverbrauch und deutliche reduzierte CO2-Emissionen aus, teilte die Lufthansa weiter mit. Bis 2015 will die Lufthansa AG 20 dieser neuen Maschinen in ihre Flotte integrieren. Zusammengefasst sehr ich daher die richtige Managemententscheidung, die vielleicht hätte bereits etwas früher getroffen werden können oder müssen, in der Hauptsache allerdings die Lufthansa wieder profitabel machen wird. Eine meines Erachtens nach faire Bewertung der Lufthansa AG muss im Kontext zur volatilen, globalen Branchenentwicklung der Airlines gesehen werden.  Meine persönliche Einschätzung für die LH Aktie liegt daher bei „Buy“, mit der Tendenz zu „Strong Buy.“ Sandro Valecchi

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Commerzbank Aktie – im Abwärtssog der Deutschen Bank

Im Moment sieht es mal wieder gar nicht gut aus für Commerzbank Aktionäre. Seit Tagen zeigt die Aktie erneut deutliche Schwäche, mit dem Kursrutsch gestern auf knapp 1,54 Euro wurde auch das letzte Tief vom 26.04 erneut unterschritten. Es steht nun zu befürchten dass die nächste Zielmarke erneut der Tiefpunkt des Monats April bei 1,48 Euro sein wird. Fundamental hat sich bei der CoBa nichts geändert. Die zuletzt positiven Nachrichten konnten den Aktienkurs allerdings nicht in die richtige Richtung bewegen, was erst einmal kein besonders gutes Zeichen ist. Zudem leidet die Commerzbank natürlich weiterhin unter dem schlechten politischen Umfeld, und der seit Tagen bestehenden deutlichen Schwäche bei der Aktie des “großen Bruders”, der Deutschen Bank.

Wir hatten darüber berichtet dass sich die Deutsche Bank Aktie in einer aus charttechnischer Sicht sehr kritischen Situation befindet. Letztlich ist die Aktie nun wie erwartet abgetaucht, was nicht viel Gutes für die nächsten Tage erwarten lässt. Im Sog dieser Kursentwicklung leidet auch der Aktienkurs der Commerzbank Aktie erneut mit, und das obwohl der Titel bereits im Vorfeld dieser Entwicklung knapp 30 Prozent abgegeben hat. Wer hat gesagt das die Börse rational ist? Fällt die Aktie der Deutschen Bank also nun auf 28,- oder gar 26,- Euro zurück, dürfte das auch nicht ohne Folgen für die Commerzbank Notierungen bleiben, ganz unabhängig vom tatsächlichen Wert des Unternehmens.

Dieses Phänomen der Sippenhaft konnte man in den letzten Monaten des öfteren beobachten. Leider funktioniert dies aber offenbar nur in eine Richtung. Während die CoBa Aktie den vorangegangenen Anstieg der Deutschen Bank Aktie nur bedingt mitgemacht hat, wurden die schwächeren Tage immer direkt nachvollzogen. Dass die Deutsche Bank wegen eigener interner Probleme nun schwächer tendiert spielt dabei offenbar eine untergeordnete Rolle.

Insgesamt kann man auch feststellen dass das Interesse der Anleger an der Commerzbank Aktie in den letzten Tagen deutlich abgenommen hat. Anleger die auf einen Rebound gesetzt haben geben offenbar entmutigt ihre Stücke in den Markt, was ich wirklich gut verstehen kann. Inzwischen gleicht die CoBa Aktie viel mehr einer Wette auf das Ende der Krise als einer Beteiligung an einem Unternehmen. Das nachlassende Interesse könnte sich als positiver Faktor erweisen, der allmählich zu einer gewissen Beruhigung bei der Aktie führen sollte.

Ein Blick auf den Chart verrät dass die nächste Unterstützung bei der Aktie bei 1,52 Euro zu finden ist, danach bleibt die Marke von 1,45 Euro im Fokus der Anleger. Spätestens hier sollte der Aktienkurs der Commerzbank wieder drehen. Nach oben muss unbedingt die 1,60 bzw. 1,65 Euro Hürde zurück erobert werden. Zwischen diesen genannten Marken befinden wir uns weiterhin im Niemandsland.

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Wacker Chemie – Startschuss für eine Rally?

Heute wird die Wacker Chemie AG ihr Zahlenwerk für das abgelaufene erste Quartal des Jahres präsentieren. Analysten erwarten dass das Unternehmen zunächst schwach in das neue Jahr gestartet ist. Sie gehen auf Jahressicht von einem Rückgang des operativen Ergebnisses vor Zinsen Steuern und Abschreibungen um stolze 40 Prozent auf 211 Millionen Euro aus. Beim Umsatz rechnen die Fachleute mit ca. 1,17 Milliarden Euro. Der Gewinn soll in dem Zeitraum deutlich von zuvor 168 Millionen Euro auf nur noch 40 Millionen Euro geschrumpft sein. Diverse Analysten haben ihre Ratings und Kursziele für das Unternehmen zuletzt deutlich zurück genommen, und erwarten teilweise weiter sinkende Notierungen bei der Wacker Chemie Aktie.

Konzernchef Rudolf Staudigl hingegen zeigte sich zuletzt wieder deutlich optimistischer und hatte vor wenigen Tagen darauf verwiesen dass sich das Geschäft mit Polysilicium im Vergleich zum vorangegangenem Quartal deutlich erholt habe. Demnach greife die Solarindustrie wieder verstärkt zu den Rohstoffen des Unternehmens. Staudigl sieht erste Anzeichen dafür dass sich die Überkapazitäten abgebaut hätten und die Konsolidierung der Branche allmählich abgeschlossen sei. Der Absatz von hochreinem Silizium war nach Angabe des Firmenchefs im ersten Quartal um 50 Prozent höher  als im Vorjahresquartal. Alle Produktionsanlagen von Wacker Chemie laufen unter Volllast hieß es in dem Interview.

Spannend dürfte also heute sein wer am Ende Recht behalten wird. Wenn das schwächelnde Polysilizium Geschäft tatsächlich in dem Umfang angezogen hat, und die Preise nicht weiter deutlich in den Keller gegangen sind, stehen die Chancen für eine positive Überraschung heute sehr gut. Bereits gestern konnte die Wacker Chemie Aktie im Vorfeld der Zahlen kräftig anziehen. Gelingt es dem Unternehmen heute zu überzeugen dürfte das der Startschuss einer Rallye gewesen sein, die die Aktie schnell wieder in deutlich höhere Regionen führen sollte. Enttäuscht das Unternehmen allerdings erneut sehen wir wohl auch sehr schnell wieder Kurse unter 60,- Euro. Dann hätte Staudigl wohl auch eine ordentliche Portion Vertrauen verspielt…!

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BMW beflügelt, VW und Porsche kurz vor dem finalen Ausbruch ?

Nach hervorragenden Zahlen von BMW notiert der gesamte Automobilsektor heute weiterhin freundlich. Der Münchner Konzern steigerte seine Erlöse um 14 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro. Analysten hatten lediglich mit einem Umsatz in Höhe von 17,4 Milliarden Euro gerechnet. Hinzu kam noch dass der Automobilmarkt, trotz aller Skepsis diverser Fachleute, im Monat April auch in Deutschland weiter zulegen konnte. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen lag mit gut 274.000 um 3 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller  heute mitteilte…

Die Bayerischen Motorenwerke verkündeten heute – nicht ohne Stolz – das beste Firmenergebnis der Unternehmensgeschichte für das abgelaufene Quartal. Das Ebit stieg in diesem Zeitraum um 18,8 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen haben die beiden Absatzmärkte Asien und Nordamerika, mit weiter steigender Tendenz. Die BMW Aktie ist darauf hin nach oben ausgebrochen und notiert mit einem deutlichen Plus von knapp vier Prozent nahe am Jahreshoch von 74,- Euro. Gelingt nun der Ausbruch über diese Marke, die bereits zweimal zuvor getestet worden ist, dann winken nun weitere Kursgewinne bei in den Bereich um die 80,- Euro.

Fundamental betrachtet ist BMW, ebenso wie die deutschen Branchenkollegen, immer noch sehr günstig bewertet. Auch für das Gesamtjahr bleibt das Unternehmen weiter optimistisch, und geht davon aus dass man stärker als der Gesamtmarkt wachsen werde. Bei allen Marken rechnet die Konzernführung mit neuen Höchstwerten. Fachleute meinen bereits in der heutigen Prognose von BMW für das Gesamtjahr eine mögliche Erhöhung des Ausblicks in den Sommermonaten rausgehört zu haben…

Eine interessante Entwicklung finden wir heute auch bei den beiden Aktien von VW und Porsche vor. Angetrieben von den eigenen hervorragenden Porsche Geschäftszahlen und den heutigen guten Vorgaben sind auch die VW Stammaktien unter verhältnismäßig hohen Umsätzen angesprungen und nach oben ausgebrochen. Der Umsatz des Sportwagenbauers stieg im letzten Quartal um knapp ein Drittel auf 3,0 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte um 18,4 Prozent auf 528 Millionen Euro. Damit ist Porsche mit einer Umsatzrendite von 17,5 Prozent erneut der profitabelste Autobauer der Welt.

Die Porsche Aktie steht somit unmittelbar vor dem Sprung über die charttechnisch wichtige Marke von 47,- Euro, während sich die VW Vorzugsaktien ebenfalls erneut an die Hürde bei 145,- Euro herantasten. Alle drei Aktiengattungen befinden sich also unmittelbar vor dem Sprung in höhere Regionen. Ob dieser Ausbruch heute gelingen kann hängt im Wesentlichen wohl mal wieder von den US Konjunkturdaten ab. Die Chancen stehen aber nicht schlecht, denn auch gestern haben alle genannten Aktien in dem negativen Marktumfeld extreme Stärke bewiesen …unbedingt beobachten!

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HeidelCement patzt und wird abgestraft!

Die Führung der HeidelbergCement AG strotzt vor Zuversicht die in diesem Jahr gesteckten Ziele auch zu erreichen, auch wenn der Baustoffkonzern im abgelaufenen ersten Quartal einen höher als erwarteten Verlust hinnehmen musste. Der Fehlbetrag betrug 204 Millionen Euro, und fiel damit deutlich höher aus als dies von den Analysten erwartet wurde. Fachleute sind im Vorfeld davon ausgegangen dass der Fehlbetrag den des Vorjahres (Minus 161 Millionen Euro) nur leicht übersteigen sollte. Der Umsatz kletterte hingegen um acht Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Die Heidelberger profitierten in den letzten drei Monaten vor allem von einer guten Nachfrage in Asien, aber auch in Nordamerika.

Als Hauptgrund für  den Rückgang des Ergebnisses wurde von Unternehmensseite in erster Linie die deutlich gestiegenen Energiekosten angegeben. Daran dürfte sich auch in den nächsten Monaten wohl nicht viel ändern. Dennoch hat die Konzernführung die gesteckten Ziele für das Gesamtjahr erneut bestätigt. HeidelbergCement peilt für das Gesamtjahr weitere Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis an. Das Unternehmen will  an seinen Sparkurs festhalten, rechnet aber im Gegenzug mit einem weiteren Anstieg bei Rohstoff- und Energiekosten. Das Einsparziel wurde für die kommenden beiden Jahre noch einmal von 600 Millionen auf 850 Millionen Euro erhöht. Zudem plant der Konzern weitere 150 Millionen Euro im Bereich Logistik bis zum Jahr 2014 einzusparen.

Die Aktie ist heute mit einem satten Minus von 5 Prozent kräftig unter Druck. Aus charttechnischer Sicht bewegt sich die HeidelCement Aktie damit in gefährlichem Terrain. Hält die runde Marke von 40,- Euro heute nicht drohen weitere Abschläge in Richtung 36,70 und 35,- Euro. Nach dem gelieferten Zahlenwerk, und dem wenig nachvollziehbarem Optimismus der Geschäftsführung für die nächsten Quartale, würde ich persönlich dem Szenario eines weiteren Abtauchens der Aktie in den nächsten Wochen eine höhere Wahrscheinlichkeit einräumen, als einem Rebound. In jeden Falle werde ich den Titel erst einmal nur beobachten…

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Lufthansa im Sinkflug

Die Lufthansa Aktie dürfte sich nach der Vorlage der Quartalszahlen heute weiter im Sinkflug befinden. Operativ wurde im ersten Quartal 381 Millionen Euro Verlust geschrieben. Im Vorjahr war dieser Verlust noch halb so groß. Der Umsatz konnte zwar auf 6,6 Milliarden Euro gesteigert werden, und legte somit um knappe sechs Prozent zu, die hohen Kerosinpreise, die Konkurrenz aus den arabischen und asiantischen Nationen, sowie die Verlust bringende Tochter Austrian Airlines und nicht zuletzt das Nachtflugverbot zerren aber weiterhin an der Bilanz des Unternehmens. Dies dürfte auch in Zukunft so bleiben bzw. sich weiter verstärken, da beispielsweise die Effekte des Nachtflugverbotens wohl erst mit dem nächsten Quartal so richtig durchschlagen.

Die Airline hat nun bereits mit massiven Kostensenkungsmaßnahmen begonnen. Insgesamt 1,5 Milliarden Euro will man bei der Lufthansa künftig pro Jahr einsparen. Heute ließ das Unternehmen mitteilen dass man 3.500 Arbeitsplätze weltweit streichen will. Die Kosten für dieses Sanierungsprogramm werden sich allerdings wohl auch in den kommenden Bilanzen finden lassen, und das Ergebnis weiterhin belasten. Die Neuausrichtung des Lufthansa Konzerns könnte sich noch bis zum Jahr 2015 hinziehen und dementsprechend nachhallen.

Das erste Quartal gehört in der Luftfahrtbranche traditionell zu dem schwächsten des Jahres. Somit bleibt für die Kranich Airline immer noch die Hoffnung auf einen starken Sommer. Anleger hingegen, die auf einen guten Start ins neue Jahr gehofft haben, dürften enttäuscht sein. Die Aktie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Quartalen und bis zum Abschluss der Restrukturierung eher im Tiefflug bleiben…

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Metro – vor den Zahlen kaufen?

Der Metro Konzern veröffentlicht morgen die Zahlen zum abgelaufenen ersten Quartal. Fachleute gehen davon aus dass auch im letzten Quartal die Preisoffensive der Media-Saturn Märkte, ebenso wie in den Großhandelsmärkten, dazu geführt haben dass der Handelskonzern in den roten Zahlen gelandet ist. Die spannende Frage scheint somit nur noch zu sein wie hoch der tatsächliche Quartalsverlust bei Metro ausfallen wird. Die Experten erwarten dass der Konzern bei einem leicht gesteigerten Umsatz von ca. 15,6 Milliarden Euro ein von 145 Millionen auf 55 Millionen Euro geschrumpftes EBIT ausweisen wird. Der Nettoverlust nach Anteilen Dritter dürfte sich somit auf ca. 53 Millionen Euro belaufen haben.

Das erste Quartal ist traditionell eher das schwächste des Jahres, und sollte somit nicht über bewertet werden. Im vergangenen Jahr trug der Zeitraum Januar bis März lediglich sechs Prozent zum Konzernergebnis bei. Dennoch war auch die Entwicklung im ansonsten so erfolgreichen Weihnachtsquartal alles andere als zufriedenstellend für die Aktionäre. Im Gesamtjahr 2011 war der Konzerngewinn bereits um 20 Prozent auf 741 Millionen Euro gesunken. Zusätzlich belastet wurde das Vertrauen der Anleger in den Metro Konzern durch die öffentlich ausgetragenen Streitereien der Konzernführung.

Seit kurzem zeichnet nun Olaf Koch an der Konzernspritze für den weiteren Kurs des Unternehmens verantwortlich. Einsparungen in Höhe von 150 Millionen Euro, sowie einen deutlich geänderte Strategie beim Online Handel sollen den Konzern langfristig wieder auf Kurs bringen. Für 2012 kündigte der neue Chef ein EBIT auf Vorjahresniveau an. Jedoch steht zu befürchten dass nun erst einmal alle schlechten Assets des Konzerns in den ersten Quartalsberichten ausgewiesen werden. Denn ein Wechsel in der Konzernführung führt meist genau zu diesem Phänomen, damit man dann im Anschluss darauf verweisen kann wie gut sich der Konzern unter der neuen Führung entwickelt hat.

Ich gehe also eher davon aus dass wir bei Metro wirklich schlechte Daten sehen werden. Entscheidend ist nun aber der Ausblick auf die kommenden Quartale, und wie der Markt darauf reagieren wird. Der französische Konkurrent Carrefour hat kürzlich ebenfalls deutlich enttäuscht, die Aktie notiert inzwischen auf einem 10 Jahres Tief. Davon ist Metro allerdings noch etwas entfernt, es zeigt aber die mögliche Fallhöhe eines solchen Konzerns auch wenn die Aktie heute schon “billig” aussieht. Aus meiner Sicht sind die Risiken immer noch sehr hoch auch wenn sich die Aktie zuletzt etwas erholen konnte. Ich werde somit in jedem Falle erst einmal die Reaktion des Marktes auf die Quartalszahlen abwarten!

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VW, Audi und Daimler mit erneuten Rekordwerten in den USA

Die guten Nachrichten bei VW scheinen nicht abzureißen. Der Volkswagen Konzern konnte nun erneut Rekordzahlen für den Absatz von Neufahrzeugen in den USA verkünden. Mit insgesamt 37.525  abgesetzten Fahrzeugen im Monat April wurde der Absatz des Konzerns in den USA bereits zum siebten Mal in Folge um mehr als 30 Prozent gesteigert. Das ist das beste Ergebnis seit über 40 Jahren. VW findet damit in den USA nicht nur zur alten Stärke zurück, und kann erneut positiv überraschen, sondern zeigt ganz deutlich dass auch ein möglicher Absatzrückgang in China, an den ich persönlich ja nicht glaube, offensichtlich durch den US Markt kompensiert werden.

Auch die anderen Autobauer konnten ihre US Absätze erneut kräftig steigern. So verkaufte Daimler Tochter Mercedes Benz ebenfalls 30,8 Prozent mehr Autos, Audi setzte 15 Prozent mehr Fahrzeuge ab und BMW konnte 6 Prozent mehr Autos verkaufen. Porsche verkaufte vier Prozent mehr Sportwagen im letzten Monat. Insgesamt bleibt damit der Trend hin zu deutschen Premium Fahrzeugen erhalten. Lediglich Chrysler konnte mit diesen starken Verkaufszahlen mithalten. Der zum italienischen Fiat -Konzern gehörende Autobauer verkaufte mit über 141.000 Fahrzeugen 20 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Es handele sich um den besten April seit vier Jahren, erklärte der Konzern. Ford und General Motors hingegen mussten einen Absatzrückgang hinnehmen.

Es bleibt wie es ist. Deutsche Automobilhersteller sind weltweit erste Wahl. Dieser Trend sollte sich auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Die Expansion mit neuen Werken in den USA zeigt dass die Konzerne hier noch weitere Steigerungen der ohnehin schon sehr guten Zahlen erwarten. Allen voran ist und bleibt Volkswagen mit seinen beiden Töchtern Audi und Porsche hier unser Favorit für die kommenden Jahre.

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Trading Update VW, Conti, Daimler, Rheinmetall und Wacker Chemie

In der Woche vor der Wahl in Frankreich stehen aber zunächst wieder alle Zeichen auf weiter steigende Kurse. Insbesondere die teilweise hervorragenden Quartalszahlen einige Unternehmen sollten für eine gute Unterstützung des neu eingeschlagenen Trends sorgen. Echte Highlights in der abgelaufenen Woche waren die Bilanzen von Apple und Volkswagen, die einmal mehr sämtliche Markterwartungen geradezu pulverisiert haben. Mit einem satten Plus von über 12 Prozent gehörten die VW Aktien, ebenso wie die der Tochter Porsche, zu den absoluten Top Performern der letzten Woche. Bankaktien wie die Commerzbank  standen weiterhin unter Druck. Die Schuldenkrise, insbesondere die Entwicklungen in Spanien, sind für den gesamten Bankensektor weiterhin Gift. Bei der Deutschen Bank kamen zusätzlich negative Nachrichten in Form von unerwartet schlechten Quartalsergebnissen hinzu, und drückten die Aktie auf ein inzwischen aus charttechnischer Sicht bedenkliches Niveau. Wir haben im Blog darüber berichtet…!

Erfreuliches gabe es aber von nahezu allen anderen Depotwerten zu berichten. So konnte beispielsweise Continental alle Erwartungen mit den Quartalszahlen übertreffen, worauf hin der Aktie nun endlich der Ausbruch über die Hürde bei 73,- Euro gelungen ist. Der Continental-Konzern hat seinen Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zweistellig auf 8,3 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBIT) liegt mit 766 Millionen Euro deutlich über dem Wert des Vorjahreszeitraums.  Continental will auch im Gesamtjahr 2012 um mehr als fünf Prozent weiter wachsen. Die nächsten Kursziele bei 77,40 und 79,80 Euro sind nun in greifbarer Nähe. Gelingt sogar der Sprung über die 80ger Marke dann sind 85,- Euro kurzfristig drin. Zunächst einmal werden die Aktien am morgigen Montag EX-Dividende gehandelt. Sie sollten sich also nicht wundern wenn der Kurs erst einmal um die ausgeschütteten 1,50 Euro nachgibt.

Daimler konnte ebenfalls operativ weiter deutlich zulegen und überraschte somit positiv, allerdings konnte der Aktienkurs am Freitag nicht wirklich davon profitieren. Der wahre Grund dieses Kursverlaufes ist noch nicht erkennbar, aber es gibt diverse Spekulationen über die Hintergründe. Wie auch auf Investors Inside.de berichtet scheinen die Anleger etwas verunsichert über die Zusammensetzung der künftigen Aktionärsstruktur  zu sein. Hier gibt es allerdings auch deutlich positive Varianten, die der Markt offenbar noch gar nicht auf dem Radar hat. Letztlich dürfte die Aktie nachdem nun ein Großteil der Investitionskosten im ersten Quartal “verarbeitet” wurden, bald wieder kräftig durchstarten. Eine Restrukturierung der verlustreichen Bussparte ist nach Unternehmensangaben bereits in Arbeit, und sollte künftig weniger belasten.

Ebenfalls in dieser Woche berichtet haben wir über die Aktie der Wacker Chemie AG, die am Freitag einen wahren Freudensprung von über zehn Prozent hinlegen konnte, und sich damit zunächst sehr überzeugend aus der charttechnisch schwierigen Lage befreit. Die Chancen auf einen nachhaltigen Kurswechsel stehen hier jetzt nicht schlecht. Der Grund für den plötzlichen Anstieg der Aktie waren Aussagen des Firmenchefs das sich die Nachfrage nach Polysilicium in den ersten drei Monaten des Jahres nun wieder deutlich belebt habe. Insgesamt haben die Umsätze in dem zuvor schwächelnden Bereich wieder um über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum angezogen. Konzernchef Rudolf Staudigl zeigte sich sehr optimistisch für den weiteren Verlauf des Jahres, und hat die Prognose erneut bestätigt. Auch charttechnischer Betrachtung ergibt sich zudem ein optimales Bild für eine Umkehrformation, über die wir am Dienstag ebenfalls berichtet haben. Ich hoffe Sie haben sich getraut…

Zum Abschluss würde ich heute noch gerne kurz auf die Aktie von Rheinmetall eingehen. Das Unternehmen hat durchwachsene Zahlen, insbesondere im Rüstungsgeschäft, bekannt gegeben. Der Aktienkurs konnte sich am Freitag aber, nach einem anfänglichen Minus von über drei Prozent, wieder in den (fast) positiven Bereich vorarbeiten. Und das nicht ohne Grund, denn die Zahlen waren bei weitem nicht so schlecht wie es der momentane Aktienkurs simuliert. Bei der Rheinmetall Aktie ist nach wie vor etwas Geduld gefordert. Sobald Einzelheiten oder ein konkreter Plan zum Börsengang der Automobiltochter an die Öffentlichkeit dringen, wird der Aktienkurs deutlich anspringen. Hinzu kommt aus meiner Sicht noch dass insbesondere eine Firma wie Rheinmetall mit ihren Produkten, von der Umstrukturierung diverser Armeen dieser Welt, hin zu kleineren schlagkräftigen Spezialtrupps, langfristig deutlich profitieren wird. Die Zahlen sind nun raus und somit der Zeitpunkt für einen Einstieg aus meiner Sicht günstig.

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DAX – auf dem Weg zur 7000 Punkte Marke

Die Bullen sind zurück und konnten das zuvor deutlich negative Bild wieder einmal zu ihren Gunsten drehen. Mit dem Kursrutsch bis auf 6.500 Punkte scheint somit die aktuelle Korrektur, wie von uns erwartet, beendet zu sein. Jedoch sollten Anleger weiterhin vorsichtig bleiben, denn in der kommenden Woche stehen einige Termine auf dem Programm, die durchaus das Zeug dazu haben noch einmal für einen deutlichen Rücksetzer zu sorgen. Allen voran wäre hier wohl die Wahl in Frankreich zu erwähnen bei der sich, zumindest für den Moment ein Wahlsieg des Sozialisten Hollande abzeichnen. Dass dieses Ergebnis für den Reformkurs in Europa eher kontraproduktiv sein wird lässt sich bereits heute erahnen, wenn man die markigen Wahlkampfschreie des Anwärters auf das Präsidentenamt verfolgt. Es steht aus meiner Sicht zumindest zu befürchten dass Hollande, ähnlich wie sein sozialistischer Vorgänger François Mitterrand, das Land zunächst in eine tiefe Krise führt bevor es dann (vielleicht) wieder besser wird. Natürlich wäre all dies nicht ohne Konsequenzen für die Währungsunion. Es bleibt also zu hoffen dass die Franzosen sich bis zur Wahl am nächsten Wochenende doch noch eines Besseren besinnen werden.

Für den Dax hat sich das Bild in dieser Woche nach einem anfänglichen Fehlstart nun wieder deutlich aufgehellt. Die Unterstützung bei 6.500 Punkten hat erwartungsgemäß gehalten. Dem Bärenlager ist es nicht gelungen die Stimmung nachhaltig zu drehen, obwohl alle nur erdenklich guten Voraussetzungen dafür am Anfang dieser Woche vorlagen. Nun sind die Bullen wieder am Ruder. Die spannende Frage dürfte nun sein ob die aktuelle Bewegung in der kommenden Woche fortgesetzt werden kann…

Das große Bild im ein Jahreschart des Dax ist an dieser Stelle wenig aufschlussreich, bzw. etwas verwirrend, dennoch habe ich dies nun wieder einmal um die aktuell relevanten Marken erweitert. Zur Erklärung der Situation, vor allem aber der für Sie relevanten Marken, habe ich Ihnen heute den drei Monats Chart des DAX etwas vergrößert. Diese Woche muss es unbedingt gelingen die Höchststände der vorangegangenen Woche bei ca. 6810 Punkten nachhaltig zu überwinden. Dies würde dann auch den hier neu eingezeichneten Aufwärtstrend-Kanal bestätigen. Die nächsten Kursziele liegen somit bei 6.847 und später 6.929 Punkten.


Es besteht also jetzt grundsätzlich eine gute Chance dass auch die runde Marke von 7.000 Punkten erneut von unten getestet wird. Bei 6.981 Punkten liegt zudem noch ein Gap dass der letzte Kursrutsch hinterlassen hat. Dieses sollte in den kommenden Tagen unter optimalen Bedingungen noch geschlossen werden. Bei 6.913 Punkten liegt zudem noch ein Kreuzwiderstand. Über dieser Marke würde der DAX dann wieder im mittelfristigen Aufwärtstrend-Kanal notieren. Ob es gelingen kann die 7.000er Marke zu überschreiten wage ich allerdings vorerst zu bezweifeln, da abgesehen von den politischen Wirren, über dieser Marke eine ganze Reihe von deutlichen Widerständen zu finden sind. Auf der Unterseite finden sich nun Unterstützungen bei 6.650, 6.600 und natürlich das letzte Low bei 6.499 Punkten.

Abschließend bleibt somit noch zu sagen dass wir aus fundamentaler Sicht weiterhin deutliches Potenzial nach oben haben. Insbesondere die in unserem kostenlosen Börsen Newsletter beschriebenen Aktien könnten im Fall eines überraschenden Wahlausgangs in Frankreich, oder anderer externen Faktoren, noch einmal deutliches Kurspotenzial aufweisen. Zudem war die Stimmung der Anleger zum Anfang der abgelaufenen Woche so schlecht wie schon seit Monaten nicht mehr. Wie man am Beispiel der Herabstufung Spaniens durch S&P gut sehen kann neigt der Markt dazu, statt des vom Mainstream befürchteten Absturzes, in einem solchen Sentiment eher in die Gegenrichtung auszuschlagen. In vielen Aktiencharts haben sich nun frische Kaufsignale etabliert, die weitaus höhere Kurse versprechen. Dieser Umstand dürfte bei institutionellen Investoren wieder einen gewissen Kaufdruck erzeugen, und zuletzt pessimistische Privatanleger zum Nachdenken anregen.

Gegen Ende der Handelswoche könnte die Nervosität am Markt allerdings kurzzeitig wieder deutlich zunehmen. Es ist davon auszugehen dass viele Anleger ihre Gewinne vor diesem entscheidenden Wochenende erst einmal mitnehmen werden. Die Frage wird am Ende sein ob das Ereignis “Hollande” am vergangenen Montag schon vollständig eingerpeist worden ist, oder ob der Markt nach der Wahl im Falle eines Sieges des Sozialisten, noch einmal nach unten geht. Und was passiert eigentlich wenn es sich die Franzosen noch einmal anders überlegen, und doch Sarkozy gewinnt…!?!

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Daimler – erst säen dann ernten!

Die Börsen finden zu alter Stärke zurück, und das liegt wohl nicht zuletzt an den teilweise starken Unternehmenszahlen die wir in dieser Woche genießen konnten. Allen voran wären hier natürlich Apple und VW zu erwähnen. Aber auch der Stern von Daimler glänzte heute erneut. Der Stuttgarter Autobauer legte heute für das Auftacktquartal überraschend gute Zahlen auf den Tisch. Trotz diverser Belastungsfaktoren gelang es dem Konzern die Verkaufszahlen in den letzten drei Monaten deutlich zu steigern. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres legte der Gesamtumsatz des Konzerns um 9 Prozent auf 27 Milliarden Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern verbesserte sich auf 2,13 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 5 Prozent entspricht. Unter dem Strich standen 1,42 Milliarden Euro in der Bilanz, und damit 20 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Profitieren konnte Daimler insbesondere auch von der EADS Beteiligung, die dem Konzern satte 133 Millionen Euro in die Kassen spülte, 80 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Verluste hingegen fielen in der Bussparte an. Die Zahlen konnten heute an der Börse trotz eines sehr guten Umfeldes nicht für Kurssteigerungen bei der Daimler Aktie sorgen. Aktionäre zeigten sich verunsichert über den angeblichen Ausstieg des Großinvestors Abu Dhabi, der über den Staatsfond Aabar rund neun Prozent der Stimmrechte an dem Konzern hält. Daimler hingegen kommentierte diese Sorgen nicht weiter und verwies darauf dass der Unternehmensführung nichts dergleichen bekannt sei.

Letztlich ist es an der Konzernleitung nun endlich Klarheit in diesem Punkt zu schaffen, denn ohne diese “externen” Einflussfaktoren sollte der Aktienkurs nach der heutigen Meldung deutlich höher stehen. Das Unternehmen ist hervorragend aufgestellt und hat den richtigen Weg eingeschlagen. Die momentanen operativen Belastungsfaktoren sollten in den kommenden Quartalen nur noch in einem deutlich geringeren Maße finden lassen, denn die Investitionen in die neue Modellpalette und die zusätzlichen Werke werden sich auszahlen. Die Beteiligungsverhältnisse an dem Unternehmen könnten sich tatsächlich demnächst deutlich ändern, aber das wäre wohl eher sehr positiv zu werten. Lesen Sie >hier< dazu mehr..!

Als einzigen Kontraindikation sehe ich hier eigentlich nur die letzten Aussagen von Herrn Dudenhöffer, dass Daimler im kommenden Jahr so richtig aufdrehen wird…! ;-) Wer hier in den letzten Wochen mitgelesen hat weiß das ich den Aussagen des Fachmanns etwas kritisch gegenüber stehe. Zuletzt hat er einen deutlichen Einbruch des Automobilmarktes für 2012 angekündigt. Wie recht der Mann hatte sehen wir ja auch ganz deutlich in der VW Bilanz…! In diesem Sinne, man ist wohl gut beraten sich nicht in der Anlageentscheidung pro Daimler durch die Nachrichten der letzten Tage allzu sehr verunsichern zu lassen, und konsequent die ursprüngliche Strategie zu verfolgen. Operativ läuft alles nach Plan – bis auf die Bussparte, da muss Herr Zetsche wohl nochmal ran!

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Commerzbank – weiter seitwärts !

Während die Aktie der Deutschen Bank charttechnisch nun etwas angeschlagen ist sind wir über den Punkt bei der Commerzbank Aktie schon längst hinweg. Mit dem erneuten Rutsch unter die Marke von 1,80 Euro Anfang April wurde eine neues Verkaufssignal generiert, das die Aktie letztlich bis knapp unter 1,50 Euro abstürzen ließ. Das ursprüngliche Ziel eines Gap Close bei 1,62 Euro wurde damit leider weit unterschritten sodass sich nun eine neue Betrachtung der Aktie ergibt. Seit fünf Tagen läuft die Aktie in einer Trading Range zwischen 1,50 Euro und 1,60 Euro seitwärts. Der europäische Bankensektor ist insgesamt weiterhin sehr schwach und auch die Bonitätsabstufung Spaniens durch S&P heute dürfte nicht gerade zur Verbesserung der Stimmung beitragen. Die spannende Frage ist nun ob sich diese Zone nun dauerhaft als neuer Boden fungieren kann, und die Commerzbank nun endlich zum langersehnten Rebound ansetzt!?

Am 23.05. 2012 findet die diesjährige Hauptversammlung bei der Commerzbank statt. Bereits heute kann man wohl davon ausgehen dass dies kein leichter Tag für den Bankchef Martin Blessing werden wird. Nicht etwa weil der grundsätzlich eingeschlagene Kurs der Commerzbank falsch gewesen wäre sondern viel mehr die “überraschende” letzte Kapitalerhöhung hat viel zuvor mühsam erarbeitetes Vertrauen verspielt. Nun will Blessing auf der HV erneut für eine Kapitalerhöhung werben um die stille Beteiligung der Allianz zurückzahlen zu können. Damit könnten die Nerven der Anleger inzwischen etwas überstrapaziert werden, was sich auch am Aktienkurs ablesen lässt. Hinzu kommt noch dass es nicht unbedingt eine vertrauensbildende Maßnahme ist wenn ein Großaktionär zu diesem Zeitpunkt aus seinem Investment bei der Bank ausstiegen will, oder dies zumindest vorbereitet.

Viel Vertrauen verspielt wurde in den letzten Jahren auch mit der Immobilientochter des Konzerns. Die baldige Auflösung der Eurohypo kann von den Aktionären somit wohl nur begrüßt werden. Denn damit fällt ein jahrelang bestehender Hemmschuh für den Konzern nun sukzessive weg. Dennoch scheinen die Probleme der Bank angesichts einer immer noch schwelenden europäischen Schuldenkrise alles andere als gelöst zu sein. Die neu aufkeimenden Gerüchte über mögliche Zahlungsausfälle einzelner Länder werden auch in den kommenden Wochen Ihre Spuren im Aktienkurs des zweitgrößten Bankhauses Deutschlands hinterlassen. Bis zur Hauptversammlung ist wahrscheinlich sowieso nicht mehr mit großen Freudensprüngen des Aktienkurses zu rechnen.

Auf lange Sicht bin ich aber weiterhin optimistisch dass Anleger die jetzt mit dem nötigen Mut in die Aktie einstiegen irgendwann in naher Zukunft dafür entlohnt werden. Momentan besteht aber offensichtlich kein Grund zur Eile. das Szenario bleibt somit unverändert. Gelingt es den Aktienkurs wieder über 1,65 Euro zu hieven würde eine neues Kaufsignal generiert und damit Kurse von bis zu 1,75 Euro und 1,89 Euro kurzfristig möglich. Auf der Unterseite muss unbedingt auf die Unterstützung bei 1,45 Euro geachtet werden, die halten sollte, sonst droht ein weiterer Rutsch bis auf 1,35 Euro. Zusammenfassend kann man somit wohl sagen dass die Commerzbank Aktie sich im Niemandsland befindet. Ich gehe davon aus dass der Titel nun erst einmal weiter seitwärts laufen wird…

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