Archive | Aktien Analysen

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Trading Update ProSieben, Aixtron, Commerzbank, Asien Bamboo, Rheinmetall, Veolia

Die Aixtron Aktie hat erneut eine bewegte Woche hinter sich. Zunächst sah es so aus, als ob der Ausbruch bereits in der abgelaufenen Woche erfolgen sollte. Unter hohen Umsätzen ist die Aktie des LED Anlagebauers bis zur entscheidenden Marke bei 12,10 Euro angestiegen und über das letzte Hoch ausgebrochen. Leider musste auch die Aixtron Aktie dann bedingt durch den Abverkauf am Freitag erneut Abschläge hinnehmen. Wie ich Ihnen ja bereits geschrieben habe liegt bei ca. 12,50 Euro eine entscheidende Marke die es zu überwinden gilt. Die Nachrichten aus der Branche waren zuletzt nicht so erfreulich, dennoch sehe ich bei der Aktie weiteres Nachholpotenzial. Die Einschätzung bleibt unverändert, ich spekuliere weiter auf den Ausbruch mit anschließendem Gap Close bei 13,60 Euro und eventuell 17, 30 Euro im späteren Jahresverlauf.

Einen ähnlichen Kursverlauf hat die Aktie des Bambus Produzenten Asian Bamboo. Im Vormittagshandel war die Aktie auf dem besten Wege nach oben auszubrechen, konnte die zuvor erzielten Gewinne dann aber nicht halten. Fundamental halte ich den Titel immer noch für außerordentlich interessant. Die Aktie sollte in den nächsten Tagen genau beobachtet werden. Gelingt es die Hürde bei 16,30 Euro zu nehmen dürften hier schnell deutlich höhere Kurse drin sein. Die Aktie ist aufgrund ihrer eher dünnen Umsätze eher als spekulativ einzustufen.

Veolia Environnement gefällt mir persönlich jeden Tag besser. Selbst in dem sehr schwachem Umfeld am Freitag hat sich die Aktie verhältnismäßig gut geschlagen. Größere Abschläge scheinen an schwachen Börsentagen nun der Vergangenheit anzugehören. Hier sind nun wieder größere Käufer dran die den Kurs weiter nach oben treiben sollten. Einfach dabei bleiben und mit etwas Geduld auf einen Rebound setzten. Die nächsten Kursziele liegen bei 10,36 und 11.90 Euro.

Sehr gut gefällt mir nach wie vor die Aktie von Rheinmetall. Hier sehe ich noch ganz erhebliches Nachholpotenzial im Fall eines weiteren Anstiegs der Börsen. Gelingt nun der Sprung über die Marke bei 45,- Euro erneut dürfte auch die 200-Tage Linie, die inzwischen bei ca. 45,70 Euro verläuft, schnell geknackt werden. Kurse unter 50,- Euro könnten dann sehr schnell der Vergangenheit angehören. Rheinmetall bleibt für mich einer der ganz großen Favoriten bei denen sich auch ein “später” Einstieg heute durchaus noch lohnen sollte. Und dass bei sehr überschaubarem Risiko.

Zur Commerzbank Aktie hatte ich ja am Freitag im Blog noch etwas geschrieben. Leider ist das geplante Szenario nicht ganz aufgegangen, da es nicht gelang bis zur  Xetra Schlussauktion wieder über der Marke von mindestens 2,06 Euro zu schließen – wenn auch nur knapp! Im Blog habe ich am Morgen geschrieben: “Zum Handelsschluss sollte die Aktie über der Widerstandzone zwischen 2,06 und  2,12 Euro notieren, somit wäre aus charttechnischer Betrachtung der Bodenbildungsprozess dann abgeschlossen.” Diese Aussage ist nach wie vor gültig. Die genannten Zielzone kann am Montag durchaus schnell wieder erreicht werden, vorausgesetzt es gibt keine weiteren Störfeuer aus Griechenland. Rücksetzer werde ich immer wieder zum Einstieg bzw. Aufstockung meiner Position nutzen.

Ebenfalls stark präsentierte sich die ProSieben Aktie, die neu in meinem Depot ist. Den Abverkauf hat die Aktie völlig unbeschadet überstanden. Neben einer positiven Studie von Goldman Sachs, die den Titel kürzlich mit einem Kursziel von 23,90 eingestuft haben, profitiert die Aktie des Münchener Medienkonzerns weiterhin von dem freundlichen Umfeld für Medienaktien. Fachleute rechnen in diesem Jahr mit weiterhin hohen Werbeeinnahmen aufgrund der brummenden Konjunktur in Deutschland. Ich halte diese Annahme für durchaus begründet. Pro Sieben konnte bislang in  konjunkturell starken Zeiten immer deutlich profitieren. Wer möchte sieht sich nochmal den Chart der letzten Erholung nach der Lehman Pleite in den Jahren 2009 und 2010 zum Vergleich an.

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Der Markt hat immer Recht – DAX 8.500 und die Angst vor der launischen Diva

Einzelne Aktienkurse sind auch in der vergangenen Woche bis zum Freitag kräftig weiter gestiegen, auch wenn die Indizes zum ersten Mal seit acht Wochen etwas schwächer tendiert haben. Ausgelöst durch neue Unsicherheiten bezüglich einer abschließenden Lösung in Griechenland gingen die Märkte am Freitag zum ersten mal seit langer Zeit wieder auf Tauchstation. Nachdem zunächst alles danach aussah, dass man sich nun auf die Umsetzung des geforderten Sparpaketes geeinigt habe, kam plötzlich erneute Gegenwehr der Opposition in Griechenland auf, die einen kurzfristigen Abschluss zunächst verhindert hat. Man kann es den Griechen wirklich nicht übel nehmen, das Land steht vor einer Zerreißprobe, und es geht um nicht weniger als die Zukunft des gesamten Landes. Allen Beteiligten dürfte inzwischen klar sein das all die geplanten Maßnahmen dauerhaft nicht zielführend sein können. Das Volk in Griechenland geht auf die Straße – und das wohl zu Recht! Es dürfte in den kommenden Wochen verstärkt zu Krawallen kommen. Griechenland bleibt auch nach einer möglichen Einigung ein Unruheherd in den kommenden Wochen und Monaten. Aber ich will nicht schon wieder davon anfangen, meine Meinung zu dem Thema kenne Sie ja schon.

Seit Jahresanfang spielt der Markt also in freudiger Erwartung des Ereignisses “Griechenland-Rettung” nun schon Hausse und steigt, ohne ein leichtes Anzeichen von Schwäche unaufhörlich in die Höhe. Bis es dann am Freitag zu dieser leichten Korrektur an den Märkten gekommen ist… Liest man nun die heutigen Schlagzeilen verschiedenster Medien, scheinen sofort wieder einige Marktteilnehmer und Journalisten in die alten Panikmuster zu verfallen, die den Markt im vergangenen Jahr in ungeahnte Tiefen stürzen ließen. Es ist schon erstaunlich wie weit der DAX inzwischen gestiegen ist, und wie wenig von dieser gravierend neuen Situation in den Köpfen der Menschen angekommen ist! Gemessen an dem vorangegangenen Anstieg war das “kleine” Minus von 1,4 Prozent noch nicht das was ich als wirkliche Korrektur bezeichnen würde. Dennoch, muss man natürlich wachsam bleiben, und darf sich von einem steigenden Markt niemals einlullen lassen!

Die launische Diva Börse hat die unangenehme Eigenschaft immer genau dann exzentrisch zu werden wenn die wenigsten damit rechnen. Nachdem also die breite Masse nach wie vor von einem Rücksetzer an den Börsen ausgeht rechne ich eher nicht mit einem solchen Ereignis in naher Zukunft. Genauso schnell wie die schlechte Stimmung gekommen ist kann sie dann aber auch wieder verschwinden. Fakt ist zunächst einmal, dass sich die Verluste, auf der anderen Seite des Atlantiks, sehr in Grenzen gehalten haben. Dow Jones und Co. sind immer noch auf dem Weg neue Allzeithochs zu generieren, alle Indizes befinden sich in einem intakten Aufwärtstrend. In den USA haben uns die Märkte im späten US Handel am Freitag bereits wieder signalisiert, dass der Anstieg ab Montag wieder weiter gehen könnte. Hier ist also weiterhin alles offen:

Es spricht aber auch sonst vieles dagegen, das wir nun eine echte Trendwende sehen werden. Der Markt hat angefangen sich wieder auf die fundamentale Bewertung von Aktien zu besinnen. Auch an der gerade laufenden Berichtssaison sehen wir wieder eine Normalisierung des Anlegerverhaltens. Kurssprünge bei guten Zahlen und Kurseinbrüche bei schlechten, die Welt scheint also zumindest diesbezüglich wieder in Ordnung zu sein. Gold und Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien. Die alten Korrelationen, die zuletzt außer Kraft gesetzt waren, scheinen so langsam wieder zu funktionieren. Die Anzeichen das wir uns nun wieder in einem normalen Markt befinden sind weiterhin deutlich, und sollten keinesfalls ignoriert werden. Immer noch laufen die meisten institutionellen Investoren dieser Entwicklung aber hinterher, auch wenn man in den letzten Tagen bereits eine deutliche Zunahme der Umsätze in einzelnen Aktien registrieren konnte.

Auch die Analysten-Gilde versucht mit Ihren Ratings momentan eher mit dem Markt Schritt zu halten, als umgekehrt. Kurzum die Rally wird immer noch nicht von der breiten Masse getragen. Und gerade dies ist wohl auch einer der wesentlichen Gründe dafür, dass diese Rally noch viel weiter führen könnte als viele Beobachter sich dies momentan vorstellen wollen. Die meisten Anleger sehen nach wie vor eher neidisch zu wie die anderen Geld verdienen. Gefangen in alten Denkmustern warten sie immer noch auf den Absturz, der auch ihnen dann einen Einstieg zu deutlich günstigeren Kursen ermöglicht. Die Kurse indes klettern immer weiter an der Mauer der Angst empor, und zwingen andere auch irgendwann einzusteigen um den Anstieg nicht vollends zu verpassen. Börsenumsätze nehmen wieder zu bis sie letztlich die alten Rekordstände erreicht haben, usw. Aus dem psychologischen Blickwinkel betrachtet könnten wir gerade mal irgendwo im ersten Drittel dieser Bewegung stehen.

Ich kann ihnen natürlich auch nicht mit Gewissheit sagen wo genau wir uns nun in welchem Zyklus der aktuellen Bewegung befinden, aber es spricht einiges dafür dass wir das Schlimmste dieser Krise bereits hinter uns haben. Was nicht heißen soll dass diese Krise irgendwann nicht doch noch einmal geballt, oder in anderer Form, auf uns zurück kommen wird. Bis dahin können aber noch Jahre vergehen. Die Politik, allem voran unsere Kanzlerin, hat nun endlich Flagge gezeigt, und die richtigen und notwendigen Schritte eingeleitet. Auch die momentan demonstrierte Härte und Unnachgiebigkeit bei den griechischen Forderungen ist ganz in meinem persönlichen Sinne, und der wohl einzig richtige Weg dieser Thematik zu begegnen, auch wenn es letztlich wiedermal die Falschen trifft.

Die Notenbanken ihrerseits haben sich nun ganz klar und offen zu einer expansiven Geldpolitik bekannt, die für den Aktienmarkt als äußerst günstig zu bezeichnen ist. Bereits Ende dieses Monats sollen die Banken in Europa über eine weitere Billion Euro verfügen können, um diese dann nach und nach in den Geldkreislauf zu bringen. Noch nie zuvor stand dann soviel Liquidität zu Verfügung die investiert werden muss. Die Federal Reserve Bank in den USA ihrerseits macht auch kein Hehl mehr daraus das in diesem Jahr noch mit einem weiteren Quantitative Easing Programm QE3 zu rechnen ist. Die gesamte dadurch freiwerdende Liquidität muss letztlich, auf die verschiedenen Anlageklassen verteilt, ihren Weg in die Finanzmärkte finden, und wird stützend wirken. Nicht auf einmal aber stetig, und der Aktienmarkt hat nach meiner Auffassung die beste Ausgangslage um davon kräftig zu profitieren.

Es spricht also vieles dafür dass wir ein gutes Börsenjahr 2012 vor uns haben, auch wenn die Aktienkurse natürlich nun nicht wie an der Schnur gezogen bis zum Jahresende steigen werden. Wie Sie ja wissen rechen ich noch einmal mit einem deutlicheren Rücksetzer in diesem Jahr. Die Frage wird sein wann die erste richtige Korrektur zu erwarten ist, ob in der kommenden Woche, erst gegen Ende März oder im Sommer. Mittelfristig dürften die Umsätze weiter zulegen und die Aktien wohl fundamental vernünftige Niveaus erreicht haben. Es gibt noch unendlich viele Werte bei denen dies noch nicht der Fall ist. Halten Sie also weiterhin nach ausgewählten Aktien Ausschau die noch nicht so stark gelaufen, und immer noch günstig bewertet sind.

Insgesamt sind die 30 Dax-Konzerne heute im Schnitt um 20 Prozent billiger als im Mittel der vergangenen 50 Jahre. Anders ausgedrückt: Um so viel zu kosten wie im langjährigen Durchschnitt, müsste der Dax noch um weitere 25 Prozent steigen. Er stünde dann ungefähr bei 8500 Punkten. Ein Kursziel dass ich bis zum Jahresende für nicht ganz unwahrscheinlich halte, wenn sich der ein oder andere Belastungsfaktor bis dahin verflüchtigt. Meine längerfristige Sicht ist dann folgende: Erst wenn alle Mitspieler wieder an Bord sind wird unsere Diva mit hoher Wahrscheinlichkeit entscheiden mal wieder richtig zickig zu sein. Aber eben erst dann! Kurzfristig betrachtet müssen wir also die kommende Börsenwoche überstehen, diese kann durchaus noch einmal turbulent werden. Mittelfristig bin ich weiterhin sehr positiv gestimmt. In diesem Sinne wünsche ich ihnen für die kommenden Wochen erst einmal die richtigen Entscheidungen und weiterhin hohe Renditen.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

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Wunschanalyse Total S.A.



Logo der Total S.A.
Sie haben abgestimmt und sich eine Analyse der Aktie des französischen Mineralölkonzerns Total S.A. gewünscht. Schauen wir uns also heute gemeinsam die Aktie des französischen Mineralölkonzerns Total S.A. an!

 

1.) Fundamentale Analyse

Total S.A. – kleines Unternehmensprofil

Die Total S.A. ist ein französischer Mineralölkonzern mit Hauptsitz im französischen Courbevoie. Mit einem Umsatzvolumen von mittlerweile fast 200 Mrd. Euro sowie einem Nettogewinn (Net Income) in Höhe von inzwischen weit über 10 Mrd. Euro ist die Total S.A. derzeit das viertgrößte Mineralölunternehmen und somit insgesamt eines der zehn größten Industrieunternehmen der Welt. Da ist es sicherlich wenig überraschend, dass der Konzern, der aktuell knapp 100.000 Mitarbeiter in insgesamt 130 Ländern auf der Welt beschäftigt, zugleich auch das größte Industrieunternehmen Frankreichs darstellt. Die Total S.A. fördert derzeit Öl und Gas in mehr als 30 Ländern der Welt. Die Aktie der Total S.A. ist folgerichtig auch ein Schwergewicht im französischen Auswahlindex CAC-40 und wird sowohl an der Euronext Paris als auch an der New York Stock Exchange gehandelt. Read the full story

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Commerzbank Aktie mit Gap Close – jetzt kann es rauf gehen…!

Neue Nachrichten aus Griechenland beeinflussen heute erneut die Märkte. Hatte man gestern noch den Eindruck dass es sowieso niemanden mehr so richtig interessieren würde wie die Verhandlungen in Griechenland ausgehen, so stellte sich dieses Bild bereits heute wieder etwas anders dar. Nachdem auch heute Nacht keine finale Lösung erzielt werden konnte, wollen sich die EU Finanzminister nun am kommenden Mittwoch erneut zusammen setzten. Vorher wurden dem angeschlagenen Mittelmeerstaat noch ein paar “Hausaufgaben” mit auf den Weg gegeben. Diese sollen nun bis zum nächsten Treffen zügig umgesetzt werden. Erst dann werden weitere Milliarden nach Athen fließen, hieß es seitens der verantwortlichen Personen. Kurzum, jetzt ist Schluss mit Lustig, man setzt den Griechen die Pistole auf die Brust. Der Markt nimmt diese Wende nicht sehr amüsiert auf, da nun weiterhin viele Fragen offen sind.

Die Commerzbank Aktie gehörte deswegen heute zur Börseneröffnung erneut zu den schwächsten Werten, ebenso wie andere Bankenwerte in Europa. Mit einem satten Minus von zwischenzeitlich über zehn Prozent dürften die meisten Marktteilnehmer wohl nicht mehr gerechnet haben, nachdem ja nun die schlimmsten Nachrichten hinter dem Geldinstitut liegen sollten. Ich würde den Kursrutsch auch nicht überbewerten, denn letztlich wurde nur das Gap bei 1,953 Euro heute geschlossen das der starke Anstieg am 08.02.12 hinterlassen hatte. Wie wir auch wissen sind solche Kurslücken nicht “gesund” und sollten stets geschlossen werden. Dies ist heute geschehen, und das ist in jedem Falle positiv zu sehen, auch wenn die Bewegung an sich nicht unbedingt nervenschonend verlaufen ist und man sich sofort wieder an die panikartigen Zeiten des vergangenen Jahres erinnert fühlt…

Für mich persönlich war dies der richtige Zeitpunkt meine Position nun weiter zu erhöhen. Ich habe bereits am 08.02 nach Handelsschluss eine entsprechende Order in das System eingegeben, da ich dieses Szenario für sehr wahrscheinlich gehalten habe. Nun sind die sogenannten Zittrigen wieder raus gespült worden, und es kann weiter nach oben gehen. Für diejenigen die es heute erwischt hat ist das natürlich erst einmal ärgerlich, auch wenn die meisten wohl mit Gewinn ausgestoppt wurden. Aber so ist die Börse, und so wird sie immer sein. Wer diese Regeln nicht nur verstanden sondern auch verinnerlicht hat, der wird langfristig zu den Gewinnern solcher Situationen gehören. Heute wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit der eigentliche Boden für die Commerzbank Aktie bereitet. Zum Handelsschluss sollte die Aktie über der Widerstandzone zwischen 2,06 und  2,12 Euro notieren, somit wäre aus charttechnischer Betrachtung der Bodenbildungsprozess dann abgeschlossen.

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Rheinmetall, Klöckner, Salzgitter – Stahlaktien sind auf dem Sprung !

Ein kurzes Trading Update zu den Aktien von Rheinmetall, Klöckner & Co. und Salzgitter…Stahlwerte insgesamt sind heute wieder deutlich gefragt. Sogar die Klöckner & Co. Aktie macht sich erneut auf, um den harten Widerstand bei 12,- Euro nun endlich hinter sich zu lassen. Und es sieht nicht schlecht aus, dass dies nun auch endlich gelingen kann. Aus rein charttechnischer Betrachtung hat sich das Bild bei allen drei Aktien weiter deutlich verbessert. Die Klöckner Aktie hat bereits das letzte Hoch überwunden und steuert, wie viele andere Titel in diesen Tagen, auf die 200-Tage Linie zu, die es nun zu überwinden gilt. Diese verläuft bei der Aktie des Stahlhändlers aktuell bei ca. 13,50 Euro. Gelingt nun der weitere Anstieg über diese Marke wäre der Weg frei in Richtung 14,- oder sogar knapp 16,- Euro.

Eine nahezu identische Situation finden wir bei Rheinmetall vor. Letzte Woche schrieb ich Ihnen zu den Stahlaktien unter anderem: “Bei der Rheinmetall Aktie hingegen sollten in den nächsten Tagen noch weitere Kurssteigerungen möglich sein. Die Aktie ist noch nicht ansatzweise richtig angesprungen. Gelingt es nun die Hürde bei 42,- Euro zu überwinden dann sollte der Anstieg bis zur 200-Tage-Linie möglich sein. Diese verläuft derzeit bei ca.47,- Euro. Rheinmetall gehörte zu den stärksten Aktien in der abgelaufenen Woche.” Nach einem kleinen Rücksetzer in den Bereich um die 44,- Euro zeigt sich die Aktie des Stahl- und Rüstungskonzerns nun wieder deutlich stärker. Bei 45,50 Euro liegt das letzte Hoch, dieses wurde heute bereits getestet. Gelingt der Ausbruch dürften schnell Kurse um die 50,- Euro drin sein.

Den Rücksetzer bei Salzgitter auf 46,- Euro habe ich ebenfalls wieder genutzt um meine zuvor verkaufte Position zurück zu kaufen. Hier deuten sich immer mehr an dass der Widerstand um die 48,- Euro Marke doch demnächst überschritten werden könnte. Die Zielzone würde dann im Bereich um die 55,- Euro liegen. Hier sehen auch die meisten Analysten das kurzfristige Kursziel für den Stahlwert. Das wären dann knapp 20 Prozent seit Rückkauf. Bei der Salzgitter Aktie tauchen in den letzten Tagen immer wieder größere Käufe auf, die darauf hin deuten das sich auch institutionelle Investoren hier wieder stärker engagieren. Alles in allem bleibt der Stahlsektor weiterhin sehr interessant, auch wenn man natürlich zunehmend vorsichtiger agieren sollte. So lange der Markt keine ernsthaften Anzeichen von Schwäche zeigt, bleiben alle drei Aktien aber auch auf diesem Niveau kaufenswert.

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Gastkommentar – Profitieren vom steigenden Öl-Preis: BP, ExxonMobil, ConocoPhillips, Shell

Rund 73 Milliarden Euro verdienten im Jahr 2011 die „großen 3“ (Big Three) der Energie- und Mineralölbranche: BP, Exxon Mobil und Shell.

Vom Hauptsitz in London vermeldet BP für das vergangene Geschäftsjahr einem überraschend hohen Profit  und überraschte damit einige Analysten und Marktbeobachter. Der in der Branche als Vergleichsgröße übliche Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten lag bei 23,9 Mrd. Dollar (18,18 Mrd. Euro). Selbst 2009, im Jahr vor dem Unglück im Golf von Mexiko, hatte BP nicht soviel Gewinn gemacht wie 2011. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Verlust von 4,9 Mrd. Dollar eingefahren.

Mit der auf Shareholder Value akzentuierten Unternehmensführung „Wert statt Volumen“ setzt der neuen Konzernchef, CEO Robert Dudley, der infolge der Ereignisse der Öl-Havarie im Golf von Mexiko seit 01.10.2010 Tony Hayward ablöste auf konsequente Konsolidierung des angeschlagenen Konzerns. Shareholder Value kann begrifflich als Marktwert des Eigenkapitals definiert werden und entspricht (vereinfacht) dem Unternehmenswert sowie dem davon abhängigen Wert der Anteile. Aus dem Kurswert der entsprechenden Aktie multipliziert mit der Anzahl der gehaltenen Wertpapiere besteht der Vermögenswert (Value), den ein Anteilseigner (Shareholder) einer Aktiengesellschaft besitzt. Eine auf Shareholder Value angelegte Unternehmenspolitik wird demnach versuchen, den Kurswert der Aktien und damit den Marktwert des Gesamtunternehmens zu erhöhen. Umfassend wird darunter nicht allein eine kurzfristige Steigerung des Börsenkurses, sondern eine langfristige Optimierung der Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität verstanden. Heute wird das Shareholder-Value-Prinzip weltweit von Unternehmen angewandt.

Weltweit erwirtschaftete BP im Jahr 2009 einen Konzernumsatz von 239 Milliarde n USD und beschäftigte 80.300 Menschen. Weltweit werden täglich 83 Millionen Barrel Öl-Äquivalent gefördert. Davon fördert BP täglich 4 Millionen Barrel (circa 57 % Erdöl und etwa 43 % Erdgas). Das Unternehmen integriert rund 22.400 Tankstellen im Konzern und bedient täglich 13 Millionen Kunden.

In Europa ist die BP Europa SE (vor dem 01.01.2010 in Deutschland: Deutsche BP AG) mit ihrem inländischen Tankstellennetz und im Schmierstoffmarkt führend, wobei sie unter den Marken Aral (Tankstellen, Schmierstoffe) sowie Castrol (Schmierstoffe) auftritt. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Hamburg. Für das Geschäftsjahr 2010 verbuchte die BP Europa SE in Deutschland einen Jahresumsatz von mehr als 44 Milliarden Euro (knapp 32 Milliarden Euro ohne Energiesteuer). In Deutschland sind mehr als 5.100 Menschen für BP tätig.

CEO Dudley kündigte nunmehr an, erstmals seit der Umweltkatastrophe die Dividende wieder anzuheben. Sie steige im vierten Quartal 2011 um 14 % auf 0,8 US-Dollar. Nach dem Untergang der Förderplattform Deepwater Horizon hatte BP die Dividende zunächst ganz aussetzen müssen und war in große Turbulenzen geraten, musste sich der Forderung nach einer Konzern-Zerschlagung erwehren . Der Untergang der Deepwater Horizon führte zur schlimmsten Ölkatastrophe der Weltgeschichte. 11 Menschen sowie Tausende von Tieren starben, rund 5 Millionen Liter Rohöl flossen fast 90 Tage unkontrolliert ins Meer.

Fazit: Die Unternehmensprognosen für das Geschäftsjahr 2012 hätten sich im Großen und Ganzen mit den Erwartungen gedeckt. BP gehe davon aus, dass die Produktion aller Voraussicht nach in etwa auf Vorjahresniveau liegen dürfte. Von den für 2012 eingeplanten Investitionen von 22 Milliarden USD seien 16 bis 17 Milliarden USD für den Upstream-Bereich und rund 4,5 Mrd. USD für das Downstream-Geschäft vorgesehen. Insgesamt soll bis 2013 der Verkauf von Unternehmensteilen rund 38 Mrd. USD dem Konzern auf dem Weg der Konsolidierung einbringen. Bis 2014 will CEO Dudley so die liquiden Mittel um 50 % steigern. Die BP-Aktie werde wahrscheinlich bei einem 2012-KGV von 7,6 und einem 2013-KGV von 7,0 gehandelt. Das Kursziel der Aktie sehe man bei 5,00 GBP.

Für Analysten ist allerdings klar: BP verdankt seiner überraschend positive Bilanz den deutlich angezogenen Preise für Rohöl, Erdgas und andere Raffinerie-Produkte. Vom hohen Ölpreis-Niveau profitieren ebenfalls die Wettbewerber Exxon Mobil, Conoco Phillips und das britische Unternehmen Shell. Diese Energie-Giganten und globale Mineralölkonzerne hatten bereits in den vergangenen Tagen ihre Milliardengewinne vermeldet.

Exxon Mobil wird für das vierte Quartal des vergangenen Jahres eine Dividende von 0,47 USD je Aktie ausschütten. Außerdem hat der Ölkonzern im Schlussquartal eigene Aktien im Wert von 5 Milliarden USD zurückgekauft. Für 2012 erwarten Analysten eine erneute Steigerung der Dividende sowie eine Fortführung der Aktienrückkäufe. Die Exxon Mobil Corporation ist ein US-amerikanischer Mineralölkonzern, der 1999 durch den Zusammenschluss von Exxon (Standard Oil of New Jersey) und Mobil Oil (Standard Oil Company of New York) entstanden ist. Exxon Mobil gilt als ein direkter Nachfolger der legendären Standard Oil Company.

Die Strategie des Aktienrückkaufs (engl. share buyback) wird bei börsennotierten Gesellschaften wie folgt bewerkstelligt: Die Gesellschaft errichtet an der Börse eine sogenannte „zweite Linie“, wo die Aktionäre ihre Wertpapiere andienen können, anstatt sie auf dem normalen Börsenmarkt zu handeln. Die Gesellschaft ist die einzige Kaufberechtigte dieser zweiten Linie, sie ist aber nicht verpflichtet, auch tatsächlich zu kaufen; die Ausübung der Kaufoption wird davon abhängen, ob genügend Aktien angedient werden. Dieser Aktienrückkauf ist daher nicht mit dem Kauf eigener Aktien zu verwechseln, der im Gegensatz zum Aktienrückkauf keine Veränderung des Grundkapitals bewirkt. Tendenziell wird der Rückkauf von Aktien in Analystenkreisen in der jüngeren Vergangenheit meist positiv bewertet, da hier ein Rückfluss von Kapital an die Kapitalgeber angenommen wurde, der nach Ansicht vieler Kommentatoren steuerlich günstiger behandelt wurde als eine normale Dividendenzahlung. Für eine sachgerechte Bewertung ist aber auch maßgeblich, was mit den zurückgekauften Aktien geschieht.

Exxon Mobil hatte im vierten Quartal 2011 einen Nettogewinn von 9,40 Mrd. USD ausgewiesen und damit die optimistischsten Prognosen der Analysten von 9,85 Milliarden USD verfehlt. Im Vorjahreszeitraum sind noch 10,33 Mrd. USD realisiert worden. Die Exxon Mobil Aktie rangiert derzeit auf einem Kursziel von 81,00 bis 85,00 USD.

Die Frostwelle in Europa hat die Ölpreise und insbesondere die Heizölpreise kräftig nach oben getrieben, hinzu kommt die Sorge um den schwelenden Konflikt mit dem Iran, der Situation in Syrien, die Fragen der Währungsstabilität im Euro-Raum, die das hohe Niveau der Rohöl-Leitsorte Brent weiter befeuern. Analysten sind besorgt, dass eine militärische Eskalation (Iran) die Ölweltmarktpreise um weitere 20 bis 30 % hochtreiben könnten. Sandro Valecchi

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HeidelbergCement – Gute Zahlen dank Sparprogramm

HeidelCement hat heute die Zahlen für das Schlussquartal 2011 vorgelegt, und konnte die Analysten positiv überraschen. Vor allem dank der weiterhin guten Nachfrage in den Schwellenländern hat der Baustoffkonzern mehr verdient als im Jahr zuvor. Die Wachstumsmärkte hätten sich weiterhin positiv entwickelt, berichtete der Konzern heute. Insbesondere in den Industriestaaten wie Nordamerikas und Europas setze sich die Erholung weiter fort. Zudem profitierte das Unternehmen im letzten Quartal von den eingeleiteten  Kosteneinsparungen und einem ungewöhnlich milden Winter, hieß es in der Pressemeldung.

Der Umsatz kletterte somit von Oktober bis Dezember um 14 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Der Absatz bei Zement stieg um 15 Prozent auf 22,4 Millionen Tonnen. Neben einer starken Nachfrage in den klassischen Schwellenländern profitierte HeidelbergCement auch von einer Erholung Afrika. Der operative Gewinn vor Abschreibungen ist nach vorläufigen Zahlen um knapp sieben Prozent auf 639 Millionen Euro gestiegen. Analysten waren im Schnitt von nur 564 Millionen Euro nach 598 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum ausgegangen. Nach Abschreibungen stand im operativen Geschäft am Ende ein Gewinn von 410 Millionen Euro, was einem Plus von 6,9 Prozenten entspricht.

Während der milde Winter wohl eher ein Einmaileffekt bleibt wird es spannend sein, bei der Vorlage der endgültigen Zahlen am 15.März, zu erfahren wie sich die Kosteneinsparungen hier tatsächlich ausgewirkt haben. Laut Konzernangaben macht dieser Posten einen wesentlichen Teil der erzielten Gewinne aus, was ich persönlich nicht unbedingt als guten Indikator für die Effizienz des operativen Geschäftes werten würde. Auch der fehlende Ausblick auf das laufende Gesamtjahr ist eher negativ. Dennoch, die HeidelbergCement Aktie kann heute vorbörslich kräftig zulegen und dürfte wohl die 40,-Euro Marke zumindest kurz testen. Im weiteren Verlauf würde ich eher davon ausgehen dass die Aktie heute schwächer tendiert.

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Commerzbank und Deutsche Bank – Es riecht nach Ausbruch !

Es war mal wieder ein ereignisreicher Börsentag gestern. Die Richtung weist weiterhin klar nach oben, auch wenn es zunächst  so aussah als ob der Markt nun doch einmal etwas korrigieren will. Mit der US Börseneröffnung kam, wie schon in den letzten Tagen, erneut Stärke auf. Nicht nur dass die Eröffnungs-Gaps relativ schnell wieder geschlossen wurden, sondern viel mehr die Tatsache, dass insbesondere der S&P ein neues Hoch markiert hat, stimmen mich hier positiv. Fed Chef Ben Bernanke hat auch gestern wieder deutlich gemacht dass der eingeschlagene Weg, den Markt weiterhin nahezu unbegrenzter Liquidität zu versorgen, bestehen bleibt. Das dürfte dann auch der Auslöser für die starke zweite Tageshälfte in den USA gewesen sein. Die Vorgaben in Asien sind somit ebenfalls freundlich, ebenso tendiert die europäische Leitwährung weiterhin stabiler. Die Vorgaben für heute sind also erneut äußerst günstig für die Bullen.

Bankaktien waren gestern im frühen Handel zunächst unter Druck, konnten sich dann aber ebenfalls deutlich erholen. Die Deutsche Bank gewann heute 0,89 Prozent, die Commerzbank Aktie konnte um 3,22 Prozent zulegen. Bei der Commerzbank zeigt sich nun eine sehr interessante Konstellation. Das letzte Hoch vom Freitag , dass es nun zu überwinden gilt lag bei 1,97 Euro. Mit einem Schlusskurs von 1.953 Euro brachten sich die Bullen nun, unter relativ hohen Umsätzen, wieder in Stellung für den ultimativen Ausbruch. Natürlich setzt der Markt hier ganz klar auf einen positiven Ausgang der Gespräche in Griechenland. Gelingt es nun das letzte Hoch zu überwinden, gerät wieder die entscheidende Marke bei 2,12 Euro in den Fokus der Anleger. Inzwischen verläuft hier auch die 200-Tage Linie! Kann die Aktie auch diese Zone hinter sich zu lassen, wäre eine übergeordnete Bodenbildung mit einem prozyklischen Kaufsignal abgeschlossen. Der heutige Handelstag könnte also ein ganz entscheidender für Commerzbank Aktionäre sein…

Die Aktie der Deutschen Bank ist ebenfalls in einer sehr entscheidenden Phase. Ein Ausbruch über die Marke von 34,25 Euro würden die nächsten Kursziele bei 35,90 Euro und 39,40 Euro aktivieren. Auch bei dem deutschen Branchenprimus wird mit einem heutigen Schlusskurs knapp unter der 34,- Euro Marke offensichtlich auf einen ansatzweise positivem Ausgang der griechischen Tragödie spekuliert…Hinzu kommt noch die heutige Meldung, dass Die Deutsche Bank als Sieger aus einem Rechtsstreit in den USA wegen mit Hypothekenkrediten besicherten Wertpapieren hervorgegangen ist. Ein US-Gericht wies zwei von der französisch-belgischen Bank Dexia vorgebrachte Klagen zurück. Damit dürften sich auch für die anderen noch offenen Verfahren die Chancen auf einen positiven Ausgang für die Deutsche Bank deutlich verbessert haben.

Bei der Commerzbank dürfte zusätzlich die Nachricht dass man nun die in Schieflage geratene Tochter Eurohypo abwickeln will für gute Stimmung sorgen. Der gwerbliche Immobilienfinanzierer soll dabei um mehr als die Hälfte auf ein Volumen von nur noch 25 bis 30 Milliarden Euro eingedampft werden. Der verbleibende kleine Kern könnte dann vollständig im Konzern aufgehen. Ich habe kurzfristig beide Positionen deutlich aufgestockt. Wie ich Ihnen schon Ende letzten Jahres in unserem Börsen Newsletter geschrieben habe, sollte 2012 das Jahr der Bankaktien werden. Jetzt könnte der richtige Zeitpunkt für eine entsprechende Spekulation  – zumindest kurzfristig – gekommen sein. Aus charttechnischer Sicht haben beide Titel noch deutlich “Luft” nach oben.

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Gastkommentar – Gazprom kontra Netz- und Preisstabilität ?

„Eine anormale Situation“ kommentierte Alexander Medwedew, Vizechef von Gazprom einerseits mit Blick auf den extremen Wintereinbruch, andererseits unter Bezugnahme auf die Kürzungen der Erdgas-Lieferungen nach Europa. Nach Angaben der EU-Kommission wurden die Lieferungen an Polen, die Slowakei, Österreich, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Italien und Deutschland kurzfristig um bis zu 30 % gekürzt.

Für den deutschen Markt kann dies problematisch werden, denn Deutschland befindet sich inmitten einer „Energiewende“ und gerät zunehmend in Abhängigkeiten anderer Interessen und vor allem anderer Staaten, insbesondere von Erdgaslieferungen aus Russland. Der Ausbau der erneuerbaren Energien gestaltet sich ebenso zeitaufwendig, wie zudem auch kostenintensiv. In der Reflexion von Effizienzausbeute und Verwertung der erneuerbaren Energien scheint die WINDKRAFT für den Standort Deutschland wesentlich sinnvoller und wirtschaftlicher zu sein, als die SOLARSTROMGEWINNUNG. Bekanntlich wird in den Fachbereichen der Wirtschaftspolitik mit dem Ressort Umwelt aktuell um den richtigen Weg gerungen und die Förderung der Photovoltaik sukzessive heruntergefahren.

Deutschland hatte mit dem außerordentlich milden Winter bis Ende Januar 2012 bislang großes Glück gehabt, die Stromnetze nicht überbeanspruchen zu müssen. Dennoch vermelden die wirtschaftsstarken Bundesländer in Süddeutschland, allen voran Baden-Württemberg, spürbare Engpässe in der Stromversorgung. Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Abschaltung von Atomkraftwerken in Süddeutschland wird für die Netzbetreiber immer schwieriger zu managen. Besorgniserregend haben sich die Anzahl der Eingriffe, die notwendig sind, um die Netzstabilität aufrecht zu erhalten im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppelt. Aus Österreich musste bereits zum wiederholten Mal Strom zugekauft und ins deutsche Netz eingespeist werden, obwohl dieser besonders milde Winter die deutschen Netze nicht zu fordert, wie sonst üblicherweise zur kalten Jahreszeit. Doch nun herrscht arktischer Frost in Europa mit Rekord-Minus-Temparaturen.

Auch in Norddeutschland ist die Diskussion um die Versorgungssicherheit mit Strom bei einer der größten Unternehmen, der Aluminiumhütte, wegen der Netzprobleme wieder aufgeflammt, berichtet P-Power ENERGY AG. So steht Deutschland weiterhin vor dem Problem,

  • Netzstabilität und möglichst auch Preisstabilität zu gewährleisten.

Um die Netzstabilität zu gewährleisten, setzt Deutschland auf die Verstromung von Kohle und Gas (Erdgas, Biogas, Klärgas, Deponiegas). Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, dass in Deutschland bis zum Jahr 2020 etwa 6 Milliarden m3 Biomethan pro Jahr erzeugt werden. Dies entspricht der Kapazität von rund 1200 bis 1800 Biomethananlagen. Deshalb ist Deutschland weiterhin darauf angewiesen, Gas zur Verstromung in großem Umfange zu importieren. Mit Stand 2009 entfielen 17,6 % auf Steinkohle, 25,6% auf Braunkohle, 3,7% auf übrige feste Brennstoffe, 1,3% auf Heizöl, 11,9% auf Gase, 9,7% auf Wind- und Wasserkraft und 30,2% auf Kernenergie für die nationale Stromerzeugung. Kritikpunkt: Stromgewinnung aus Wasserkraft ist seit dem Jahr 2000 stark rückläufig und vernachlässigt worden.

Auch die Preisstabilität stellt sich als äußert problematisch dar. Gas, Erdöl wird ebenso wie Steinkohle in Dollar gehandelt. Die Preise für die Verbraucher im Inland (Euro-Raum) sind nicht allein Reflex der Angebots- und Nachfragebedingungen auf dem Weltenergiemarkt, sondern werden in erheblichem Umfang auch von der Entwicklung des Wechselkurses mitbestimmt. Ein starker Euro verringert den Importpreis, ein schwacher Euro erhöht ihn. Wechselkursschwankungen werden also ausschließlich von den Verbrauchern im Euro-Raum getragen.

Diese Regel war lange Zeit für Deutschland und die Verbraucher in der Euro-Zone von großem Vorteil; denn seit 2001 gewann der Euro gegenüber dem Dollar um mehr als 35 % an Wert. Der Anstieg des Erdölpreises seit 2001 in Dollar – von 25 auf 97 $/Barrel – fiel im Euro-Raum folglich um 35 % geringer aus – von 28 € auf 66 €/Barrel. Dieser Effekt lässt –ins Gegenteil verkehrt –aktuell seine negativen Auswirkungen spüren. Demnach lässt sich keine Preisstabilität mehr gewährleisten, das sollte man ehrlicher weise zugeben und die Verbraucher spüren dies ja mit jeder neuen Rechnung auch.

Daran ändert auch der Einstieg des russischen Gasanbieters Gazprom in das deutsche Endkundengeschäft nichts. Gazprom setzt auf stetigen Expansionskurs. Die Londoner Gazprom Marketing & Trading hat den hessischen Strom- und Telekommunikationsanbieter Envacom Service GmbH übernommen, wie es aus gut unterrichten Kreisen heißt. Ein Sprecher von Gazprom Germania bestätigte gegenüber den Medien die Übernahme, ohne Details zu nennen. Envacom aus Walluf bei Wiesbaden hat nach eigenen Angaben rund 500.000 Kunden, großenteils im Energievertrieb. Gas bietet das Unternehmen nach den Worten eines Sprechers derzeit nicht an.

Die Gazprom Germania GmbH ist ein Tochterunternehmen der Gazprom Export des russischen Gasversorgers Gazprom mit Sitz in Berlin. Sie vermarktet Erdgas aus Russland und Zentralasien in Deutschland und Westeuropa. Gazprom Germania geht auf eine Kooperation zwischen der ehemaligen V/O Zarubezhgaz (heutige Gazprom) und der Wintershall AG im Jahre 1990 hervor. Gazprom Germania ist mit 49,98 % an der Wingas GmbH & Co. KG beteiligt. Die übrigen 50,02 % hält die Wintershall AG. Gazprom Germania hat zur Erdgasvermarktung am 28. Juni 1993 die ZMB GmbH gegründet. Die ZMB hatte 2007 einen Umsatz von 1.774 Millionen Euro (2006 – 1.764 Millionen Euro) und hat Erdgas in einer Größenordnung von 16,0 Milliarden Kubikmeter vermarktet. Mit Wirkung vom 1. Januar 2009 ist die ZMB GmbH mit der Gazprom Germania GmbH verschmolzen worden. Gazprom erklärt es als Ziel, das Unternehmen innerhalb der nächsten Jahre zum führenden Konzern weltweit auszubauen und so wurden in der Vergangenheit schon Beteiligungen im Öl- und auch Strombereich gekauft.

Gazprom befindet sich häufig in der Kritik, da in der Unternehmenspolitik eine Konzentration der Energiewirtschaft gesehen wird. In einem aktuellen deutschen TV-Bericht kommen bereits heute gut 38% der Gasimporte aus Russland, ein Anstieg von 35% in nur 8 Jahren, mit Optionen für Beteiligungs- und Sonderrechte (Netz), was sich natürlich negativ auf den Wettbewerb oder sogar wettbewerbsverzerrend auswirkt. Preisrabatte für Deutschland gab es freilich nicht. Der Erdölpreis ist nach wie vor Leitpreis für viele andere Energieprodukte, so auch für Gas. Bei Erdgas folgt die Preisentwicklung aus den vertraglichen Vereinbarungen mit den wichtigsten Lieferländern, in denen die Bindung an den Ölpreis bislang üblich ist. Zudem wurde auf den politischen Aspekt verwiesen: Russische Energiepolitik ist zugleich Sicherheits- und Machtpolitik.

Analysten beobachten mit Aufmerksamkeit die Entwicklung der Gazprom-Aktie. Derzeit liegt die Nachfrage nach Gas von Gazprom um etwa 50 % über dem erwarteten Stand. Gegenüber dem Winterbeginn ist die Nachfrage in der letzten Dezemberwoche um 25 % angestiegen. In der ersten Februar-Woche kam es zu einem nächsten Sprung um weitere 25 %. Billiges Erdgas von Gazprom wird es allerdings nicht mehr geben: No cheaper gas to Lithuania from Gazprom – vermeldet Baltic States news & analytics. Sandro Valecchi

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Facebook Börsengang – Noch schnell Kasse machen ?

Noch eine Gedanke zu dem geplanten Börsengang von facebook, der in aller Munde ist. Marc Zuckerberg und die investierten Banken fädeln das Vorhaben nun mit Hochdruck äußerst geschickt ein. Noch in diesem Frühjahr soll der Börsengang aller Börsengänge damit perfekt gemacht werden. Ich will nun gar nicht auf die datenschutzrechtlichen Bedenken eingehen, die ein Unternehmen in dieser Größenordnung durchaus mit sich bringt. Viel mehr habe ich mir ein paar Gedanken zum Wert dieses Unternehmens heute und in Zukunft gemacht, und komme für mich persönlich dabei zu einem klaren Fazit.

Fakt ist, es werden lediglich 5 Prozent des Unternehmens zum Kauf für Privatinvestoren angeboten, die restlichen 95% der Aktien verbleiben bei den Altaktionären. Mit der “deutlich reduzierten” Marktkapitalisierung von 50 Milliarden USD wird facebook aber in diversen Indizes enthalten sein müssen und somit auch viele institutionelle Anleger anlocken, die diese Indizes in Ihren Portfolios abbilden müssen. Durch diese künstliche Verknappung (5 Prozent Free Float) kann es also durchaus sein, dass der Aktienkurs, trotz dieses ambitionierten Niveaus, nach dem Börsengang erst einmal durch die Decke geht.

Die Zielmarke von 100 Millionen Euro Marktwert für den Internet Pionier wäre damit durchaus kurzfristig erreichbar, also eine Verdoppelung des Aktienkurses innerhalb kurzer Zeit. Es würde mich aber auch nicht wundern wenn dann später “aufgrund des großen Anlegerinteresses”, der Freefloat erhöht wird. Die Altaktionäre laden weiter teuer ab, und der Aktienkurs landet letztlich da wo der von Groupon und LinkedIn auch gelandet ist.

Ich halte diesen Börsengang persönlich für ein gutes Beispiel menschlichen Größenwahns. Eine Marktkapitalisierung von 100 Milliarden Dollar wäre mehr als die der drei größten herstellenden Weltkonzerne im DAX zusammen, und die produzieren und vertreiben nachweislich seit Jahrzehnten hervorragende Produkte. Ob Facebook hingegen einer solchen Bewertung gerecht werden kann muss sich in den kommenden Jahren erst noch zeigen. Die Plattform hat nach eigenen Angaben aktuell weltweit 845 Millionen Nutzer, in Deutschland sind es geschätzte 20 Millionen. Eine Monetarisierung dieses enormen Potenzials ist aber, zumindest nach meinen Beobachtungen, bislang nur bedingt erfolgreich verlaufen. Firmengründer Zuckerberg gelobte kürzlich Besserung und will sein unternehmen nun zu einem profitablen Konzern ausbauen. Es gibt auch hierzulande mit StudiVZ ein gutes Beispiel dafür dass Soziale Netzwerke ordentliche Wachstumsraten aufweisen, es sich aber dauerhaft schwierig gestaltet dieses Potenzial auch effektiv zu nutzen.

Zuletzt sind die Zuwachsraten, ebenso wie die Verweildauer der User auf der Seite, eher rückläufig gewesen, bzw. haben auf hohem Niveau stagniert. Es könnte also sein dass das Soziale Netzwerk bereits seinen Zenit erreicht hat. Ich persönlich sehe die Zukunft der Sozialen Netzwerke nicht in der allumfassenden Mutter aller Netzwerke, sondern viel mehr in kleineren sozialen Gruppierungen die themenspezifische Austauschplattformen mit Leben befüllen. Diese können dann auch mehrere Millionen Nutzer haben, und wesentlich gezielter monetarisiert werden. Wir werden sehen ob ich mit dieser Prognose recht behalte..

Fazit: Wer unbedingt dabei sein will sollte versuchen bei der IPO-Zuteilung Aktien zu bekommen. Das kann klappen, auch wenn die Chance sehr gering ist, und man sicherlich nur eine sehr Aktienzahl zugebilligt bekommt. Ich lasse grundsätzlich die Finger von der Facebook Aktie, da ich die angestrebte Bewertung des Unternehmens nicht ansatzweise nachvollziehen kann, und somit offensichtlich einen entscheidenden Punkt bei der Berechnung nicht verstanden habe.

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Trading Update Veolia, Gigaset, TUI, Klöckner, Aixtron, Rheinmetall

Die Situation bei den Automobilwerten, VW und Porsche sowie  TUI und Lufthansa bleibt unverändert gut, auch wenn ich bei TUI nun etwas vorsichtiger bin und Teilgewinne realisiert habe. In der Einladung zu Hauptversammlung steht geschrieben, dass der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar 6,9 Prozent mehr Umsatz gemacht, und das operative Ergebnis gesteigert hat, Tui wird aber im Geschäftsjahr 2010/11 einen Verlust von 0,01 Euro je Aktie ausweisen nach 0,30 Gewinn im Jahr zuvor. Das wird wahrscheinlich nicht gut ankommen, auch wenn der Überschuss zum Abbau von Verbindlichkeiten verwendet wurde, die sich deutlich von 2.287 Millionen Euro auf 817 Millionen Euro reduziert haben. Auch die heutige Meldung über den möglichen Verkauf des Hapag Lloyd Anteils dürften im Kurs bereits enthalten sein.

Ebenso habe ich im kurzfristigen spekulativen Bereich ein paar Änderungen vorgenommen, die Sie hier nachlesen können. Insbesondere unser Trading Tipp Gigaset ist erwähnenswert. Die Aktie ist seit unserer Empfehlung vor einer Woche bereits 37 Prozent im Plus. Alerdings könnte hier nun die Luft erst einmal raus sein. Eng absichern, oder Gewinne erst einmal mitnehmen um später erneut einzusteigen, halte ich nicht für die schlechteset Strategie.

Aufgegangen ist auch unserer Rebound Spekulation auf den französichen Wasserversorger und Müllentsorger  Veolia Environnement. Der Ausbruch über die Marke von 8,70 Euro ist nun endlich gelungen. Die Aktie konnte, unter weiter deutlich steigenden Umsätzen, in der letzten Woche kräftig zulegen. Wie bereits geschrieben halte ich Kurse von 10,- Euro kurzfristig für möglich, langfristig wesentlich mehr. Mein Trading Ziel bleibt erst einmal bei 12,- Euro.

Die Klöckner & Co. Aktie hat erwartungsgemäß bis fast auf 10,40 Euro durchkorrigiert. Meine Nachkauforder bei 10,45 Euro wurde leider knapp nicht ausgeführt. Anschließend ging es wieder steil bergauf für die Aktie des Stahlhändlers. Inzwischen stehen die Chancen nicht schlecht dass nun die 12,- Euro Marke in der kommenden Woche erneut in Angriff genommen wird. Kann diese endlich überwunden werden, dürfte auch wieder verstärktes Interesse institutioneller Investoren für die Aktie aufkommen.

Letzte Woche schrieb ich zu Stahlaktien unter anderem: Bei der Rheinmetall Aktie hingegen sollten in den nächsten Tagen noch weitere Kurssteigerungen möglich sein. Die Aktie ist noch nicht ansatzweise richtig angesprungen. Gelingt es nun die Hürde bei 42,- Euro zu überwinden dann sollte der Anstieg bis zur 200-Tage-Linie möglich sein. Diese verläuft derzeit bei ca.47,- Euro. Rheinmetall gehörte zu den stärksten Aktien in der abgelaufenen Woche.

Nach einem kurzen Ausflug gen Süden hat sich die Aixtron Aktie nun wieder gefangen. Die 11,- Euro Marke wurde zurückerobert, und somit bleibt die alte Unterstützung bei 10,80 Euro weiterhin aktiv.  Ziel ist und bleibt die Hürde bei 12,50 Euro, die überwunden werden muss. Gelingt dies, sind deutlich höhere Kurse zu erwarten. Mit dem Überschreiten der 12,50 Euro würde dann, mit hoher Wahrscheinlichkeit, auch das Gap bei 13,60 Euro geschlossen werden. Ich setze weiterhin auf einen kräftigen Rebound der Aixtron Aktie mit Gap-Close bei 13,60 und 17,30 Euro, in diesem Jahr. Noch immer sehe ich hier die Entwicklung einer der schönsten Untertassen der letzten Jahre…


Weitere Einschätzungen zu der Aktie von Kali und Salz ebenso wie zu den beiden Aktien der Energieversorger E.ON und RWE können Sie wie gewohnt in unserem BörsenBlog lesen. Ebenso wie meine persönliche Meinung zur Q-Cells Aktie, und die aktuellen Trading Updates zu den Bankenaktien, Commerzbank und Deutsche Bank. Hier gehts zu den Artikeln…!

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Dax Ausbruch – Wann erwachen die Bären wieder?

Wir befinden uns inzwischen in Woche sieben der aktuellen Rally, und der Markt  zeigt immer noch keinerlei Anzeichen von Schwäche. Ganz im Gegenteil, der Dow Jones markierte gestern ein neues Drei-Jahres-Hoch, nachdem die US Arbeitsmarktdaten deutlich besser ausgefallen sind als dies vom Markt erwartet wurde. Insbesondere die auf 8,3 Prozent gesunkene Arbeitslosenrate lässt vermuten dass die USA allmählich das Tal der Tränen durchschritten haben könnten. Und genau diese Vermutung wurde gestern an den Börsen auch kräftig gefeiert. Ein endgültiger Beweis für diese These steht aber noch aus. Wie ich Ihnen bereits in den letzten Ausgabe unseres Newsletters geschrieben habe, ist und bleibt es es aber trotz aller Begeisterung, die oberste Pflicht eines jeden Anlegers sich gegen eventuell Rückschläge abzusichern. Die Party geht offenbar weiter bis die Musik irgendwann aufhört zu spielen, und dann sollte man nicht der letzte sein der diese Party wieder verlässt.

In Europa scheint sich die allgemeine Stimmung am Aktienmarkt nun ebenfalls deutlich gebessert zu haben. Die großen Anleiheverkäufe der Club Med Länder verliefen bislang überwiegend sehr erfreulich, auch wenn hier sicherlich von politischer Seite etwas nachgeholfen wurde. Sorge hingegen bereitet nun Portugal. Die Bedenken dass neben Griechenland nun auch Portugal nicht mehr in der Lage sein könnte längerfristig auf eigenen finanzpolitischen Füßen zu stehen, äusserten sich in der abgelaufenen Woche durch Renditen 2-jähriger portugiesischer Staatsanleihen, mit einer Verzinsung von satten 18 Prozent. Portugal ist zwar bis 2014 durchfinanziert, dennoch sollte man wohl ein Auge darauf haben ob hier nicht der nächste Brandherd entsteht. Bis dahin sollten wir uns aber erst einmal der aktuellen Situation widmen, und uns auf dem Anstieg der Börsen konzentrieren um diesen möglichst effektiv auszuschöpfen.

Der Markt will anscheinend einfach nur noch nach oben. Es ist wieder mal der Weg des maximalen Schmerzes für alle die noch nicht investiert sind, die Rally nicht rechtzeitig erkannt haben, oder sich gar auf der Short Seite positioniert haben. Unsere Zielzone wurde somit nun überschritten. Wie weit die aktuelle Bewegung noch tragen kann lässt sich nicht mehr seriös prognostizieren. Aber solange dieser Trend nicht nachhaltig gebrochen wird ist es besser sich nicht dagegen zu stellen, und die Bewegung einfach als gegeben zu akzeptieren. Auch ich bin zwischenzeitlich mit einem ein paar Positionen wieder ausgestiegen und haben Teilgewinne gesichert. Aus heutiger Sicht vielleicht zu früh. Deshalb habe ich mich in der abgelaufenen Woche darauf konzentriert meinen Investitionsgrad wieder etwas zu erhöhen, und in Aktien einzusteigen, die noch gar nicht oder wenig gelaufen sind…Schauen Sie sich mal die Aktien von Metro, K+S, Deutsche Börse, usw. an.

Fazit: Der DAX liegt nach wie vor in einem stabilen Aufwärtstrend, so dass dieser grundsätzlich gute Chancen hat noch bis auf 6.850 Punkte anzusteigen. Positiv sieht auch der Euro Stoxx 50 aus, für den ein weiterer Anstieg bis 2.550 Punkte möglich wäre. Bis auf die Arbeitsmarktdaten vom Freitag lieferten die US Konjunkturdaten zuletzt ein eher gemischtes Bild, wenn auch mit grundsätzlich positiver Tendenz. Wie heißt es doch so schön “Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer” Noch immer schwebt auch das Damoklesschwert Griechenland über den Märkten, dass sollte zu keinem Zeitpunkt vergessen werden…Grundsätzlich bleibt der Markt damit also in einer Bias zwischen den wirtschaftlichen Rahmendaten und den Gegebenheiten am Aktienmarkt, und wird weiterhin getrieben durch die von den Zentralbanken zur Verfügung gestellten üppigen Liquidität.

Für den Moment ist die Wahrscheinlichkeit für ein erneutes deutliches Abtauchen der Märkte in meinem Augen genau so hoch wie ein weiterer Anstieg. Denn die Bären befinden sich in einer Art Angststarre die sich, beim Erwachen dieser zotteligen Kuscheltiere, dann in einer weiteren und extremen Aufwärtsbewegung entladen könnte. Wie wir bereits am Freitag gesehen haben kann eine solche Bewegung dann sehr schnell gehen. In die Gegenrichtung allerdings auch, wie wir aus schmerzlicher Erfahrung des letzten Jahres wissen. Am Montag und Mittwoch wurden nun erneut ausgelöst durch starke Kursbewegungen zwei neue Gaps im S&P 500 hinterlassen die wahrscheinlich noch geschlossen werden müssen. Zumindest hat der Markt in den letzten Monaten konsequent darauf geachtet das solche Kurslücken im Chart nicht übermäßig lange verbleiben.

Für den Anfang der Woche kann ich mir durchaus vorstellen dass es nochmal ein paar Dips gibt, die man dann kurzfristig kaufen kann, wenn sie etwas heftiger ausfallen. Bitte vergessen Sie aber nicht diese Positionen sofort eng abzusichern. Der Markt muss auch mal wieder etwas Luft ablassen, und das wird er! Die Frage ist nur wann? Ein kurzfristiger Rücksetzer im Dax könnte noch einmal zu einem Retest der 6.600er Marke führen oder zurück in die Zielzone zwischen 6.400 und 6.500 Punkten (siehe Chart oben!) Im S&P 500 ist gar der Retest der 1.300er Marke vorstellbar.

In der kommenden Woche muss sich also nun zeigen ob wir uns langsam dem Finale nähern, in dem die Shorties entnervt aufgeben, und somit dem Schub in Richtung 6.850 Punkte oder mehr auslösen, oder ob die Märkte nun im Zuge der Unsicherheit um Griechenlands Schuldenschnitte auch mal wieder nachgeben werden. Die Entscheidung über die Höhe des HairCut, oder gar den Verbleib des Landes in der Eurozone, sollte jetzt immer mehr in den Fokus der Anleger rücken. Der Ausgang der griechischen Tragödie ist nach wie vor ungewiss, denn so langsam platzt einigen Beteiligten der Kragen in diesem Milliardenpoker. Die Worte des Eurogruppen-Chefs Jean-Claude Juncker am Wochenende waren mehr als deutlich…! Alleine schon aus diesem Grunde ist es, trotz aller Freude über steigende Kurse am Aktienmarkt, nicht ratsam sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Versuchen Sie einen ausgewogenen Mittelweg zu finden, der manche Chance auslässt, aber immer noch viel Spaß mit den bestehenden Positionen bereitet.

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