Archive | Devisen Währungen

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Ausbruch beim Euro. Wohin geht der Goldpreis?

Der Euro hat in den letzten Tagen wieder ordentlich Boden gut gemacht, und eine nahezu perfekte inverse SKS ( Schulter-Kopf-Schulter)  Formation ausgebildet. Vor einigen Tagen haben wir im Newsletter darüber berichtet, dass dies passieren könnte, und es anschließend dann zu einem kleinen Short-Squeeze bei der europäischen Leitwährung kommen sollte. Diese Formation dürfte heute also mit dem Überschreiten der Marke von 1,27 bestätigt worden sein. Somit hat der Euro sich nun aus seinem seit Wochen gültigem Abwärtstrendkanal gelöst. Das nächste Kursziel ist nun vorerst fast schon zwangsläufig wieder die runde Marke von 1,30. Bei weiterer Stärke sollte danach dann auch die 1,36 wieder erreicht werden können.

Etwas faszinierend ist in dem Zusammenhang die Entwicklung des Goldpreises in den letzten Tagen. Zwar gab der Preis des Edelmetalls zwischenzeitlich mehrfach nach und fiel deutlich unter die 1.200,-  Dollar Marke, konnte sich aber immer wieder stabilisieren. Der stärkere Euro und der damit automatisch schwächere Dollar sollte sich eigentlich auch im Goldpreis wiederfinden. Irgend etwas stimmt also momentan nicht. Zwar sind bereits seit längerem offensichtlich gewisse Zusammenhänge an den Finanzmärkten außer Kraft gesetzt, und man sollte sich auch gar nicht mehr über solche Phänomene wundern, aber dennoch bin ich der Meinung, dass der Goldpreis fast schon zwingend in den kommenden Tagen oder Wochen seine Reise in Richtung 1.000,- Dollar je Feinunze antreten sollte.

Natürlich hängt die künftige Entwicklung des Goldpreises früher oder später wieder mit den Aktien und Devisenmärkten zusammen. Dies kann aber gelegentlich auch erst mit einem gewissen Zeitversatz eintreten. Die Unsicherheiten bei den Anlegern sind immer noch sehr groß, somit gehe ich davon aus, dass auch immer noch fleißig physisches Gold in die Depots konservativer und sicherheitsorientierter Anleger wandert. Die Beobachtung der aktuellen Rally an den Aktienmärkten und Devisenmärkten, sowie den Preis des Goldes dürfte also durchaus sehr spannend sein.!

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Trading Update VW, Porsche, Continental, HeidelbergCement

Die 100 noch bis zum Jahreshoch fehlenden Punkte im Dax, haben wir heute morgen bereits fast gesehen. Damit lief die von uns erwartete Bewegung deutlich schneller ab als “geplant”. Um so verständlicher ist es aber auch, dass diese Gewinne erst einmal nicht gehalten werden können, und der Dax zumindest bis auf 6.300 Punkte noch einmal konsolidiert. Gleiches gilt auch für den Euro, der heute, nach der Nachricht, dass China seine Währung nun doch aufwerten will, bereits vorbörslich deutlich zulegen konnte. Auch hier ist eine Intraday Korrektur bis auf die Marke von 1,24 durchaus als gesund zu bezeichnen. Sollten also diese Ziele heute kurzfristig “abgearbeitet” werden, dann stehen die Chancen für einen weiteren Anstieg im Tagesverlauf nicht schlecht. Grundsätzlich aber gilt, die Luft wird nun dünner. Ziehen Sie Ihre Stopps entsprechend nach!

Besonders für den Euro halten wir nach wie vor das von uns mehrfach im Newsletter beschriebene Szenario damit für sehr wahrscheinlich. Ein Anstieg über 1,25 könnte eine kurzfristig sehr dynamische Bewegung nach oben auslösen. Mittelfristig dürfte aber die europäische Leitwährung wieder ein ganzes Stück tiefer notieren, als dies heute der Fall ist. Zunächst muss aber erst einmal abgewartet werden, wie die USA, und vor allem der Dollar, diese Vorgaben aus China heute verarbeiten werden. Größere Kursschwankungen bei nahezu allen wichtigen Devisenpaaren sollten heute nicht weiter verwundern..

Unser Musterdepot sieht weiterhin sehr erfreulich aus. Alle Werte sind ordentlich im Plus und tendieren weiter positiv. Besonders erfreulich sind die charttechnischen Ausbrüche in nahezu allen Aktien nach oben. Heute ist mal wieder ein guter Tag für die deutschen Autobauer. Die VW-Aktie ist heute über das alte Hoch bei 76,- Euro ausgebrochen und bewegt sich nun auf das alte Jahreshoch bei 82,40 Euro zu. Bei Porsche konnte heute, dank positiver Nachrichten, ebenfalls der Widerstand bei ca. 35,70 Euro sehr dynamisch nach oben durchstoßen werden. Dabei wurde nun auch die 200 Tage Linie wieder überwunden. Bei weiter positivem Verlauf des Gesamtmarktes rechnen wir hier kurzfristig wieder mit Kursen über 40,- Euro.

Die Continental Aktie befindet sich ja bereits seit längerem wieder im Aufwind. Mit dem Überschreiten der 44,- Euro Marke wurde ein weiteres Kaufsignal ausgelöst. kann nun auch das alte Jahreshoch bei 46,72 Euro demnächst überwunden werden, ist der Weg nach oben frei. Kursziele von 54,- Euro von führenden Analysten halten wir für realistisch. Die Aktie von HeidelbergCement ist heute nun offiziell in den Dax aufgenommen worden, und ersetzt die Salzgitter AG. Am Freitag haben wir in der Schlussauktion noch eine Order über drei Millionen Aktien gesehen, sprich wie erwartet steigt damit das Interesse sehr großer Fonds an der Aktie, bzw. Indexfonds müssen zwangsweise investieren. Dennoch haben wir unsere Position heute, nahe der oberen Begrenzung des aktuellen Seitwärtskanals, wieder aufgelöst. Nach dem Kursverlauf der letzten Tage sieht der Chart nicht mehr überzeugend aus. Ein Abverkauf der heutigen Nachricht über die Dax Aufnahme könnte folgen. Wir warten hier erst einmal mit einem Rücksetzer um dann wieder einzusteigen.

Ein Update zu unseren anderen Depotpositionen folgt in Kürze..Mal schaun wie es in der kommenden Woche weiter geht..

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Der Euro bald wieder bei 1,25?

Das Musterdepot befindet sich weiterhin ordentlich im Plus. Die wenigsten Anleger haben wohl in dieser Woche mit steigenden Kursen gerechnet, da der morgige große Verfallstag offenbar für große Unsicherheit gesorgt hat. Wir hatten ja bereits im Newsletter darauf hingewiesen, dass dieser Hexensabbat auch durchaus positive Auswirkungen haben kann. Man darf nicht vergessen, dass gerade die Zeit zwischen dem letzten Verfallstag für Optionen und dem jetzigen, geprägt war von den schlechten Nachrichten aus dem Euro Raum. Der Euro hat in der Zeit ordentlich an Wert verloren, und markierte sogar zwischenzeitlich ein neues Mehrjahres-Tief. Inzwischen hat sich sowohl die Europäische Leitwährung wieder deutlich erholt, als auch die Aktienmärkte. Allen voran zeigte der Dax eine extreme Stärke im Vergleich zu anderen europäischen Aktien-Indizes.

Es gibt also weiterhin einige Faktoren, die mich für optimistisch stimmen, das kurzfristig weitere Kurssteigerungen möglich sind. Im Euro finden momentan weiterhin Eindeckungskäufe statt, die im Optimalfall den Wechselkurs zum Dollar bis auf 1,25 treiben könnten. Spätestens hier dürfte ein großer Teil der Spekulanten nervös werden, und somit eventuell sogar einen kräftigen Short Squeeze auslösen, der den Euro dann noch etwas stärker machen könnte. Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht zuletzt um unser Wunschszenario handelt. Die Erholung des Euro könnte in diesem Falle sogar kurzzeitig bis 1,30 führen. Danach dürfte der Euro wieder nachgeben, und mittelfristig auch da landen wo er momentan hingehört.

All diese Spekulationen setzen aber weiterhin voraus, dass keines der EU Länder pleite geht, oder gar Spanien nun noch in eine ernsthafte Schieflage gerät. Dennoch kann man dem Markt weiterhin attestieren, dass er sich inzwischen relativ robust gegen schlechte Nachrichten erwiesen hat, und das ist zum einen natürlich gut für unsere Investitionen, zum anderen aber auch gefährlich. Momentan sollte man also alles laufen lassen und sich über die Gewinne freuen. Sichern Sie Ihr Depot ab, aber achten Sie darauf die Stopps nicht mehr zu eng zu setzen. Die Tagesschwankungen könnten ansonsten dazu führen, dass Ihre Positionen unglücklich ausgestoppt werden. Heute sind einige Aktien charttechnisch ausgebrochen, es sollte also möglich sein in den kommenden Tagen vernünftige Stopps an den bisherigen Widerständen zu setzen.

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Trading Update Klöckner, Conti, HeidelCement, Porsche und VW

Die Börsen bleiben extrem volatil. Auch gestern wieder wurde, in den USA, zum Handelsschluss weiter abverkauft, nachdem der Euro erneut unter die Marke von 1,20 gefallen war. Nach wie vor ist es leider so, dass sich die Indizes wohl offenbar nur noch an dem aktuellen Kurs der europäischen Leitwährung orientieren. Leider scheint diese Korrelation auch erst einmal so beibehalten zu werden. In diesem Moment testet der Euro erneut die 1,20 nachdem er bei der Eröffnung noch bei 1,205 gelegen hatte. Ich halte es für einigermaßen übertrieben dem Euro soviel Gewicht beizumessen, aber man kann sich als Trader dieser Tatsache nicht verschließen. Wie bereits geschrieben rechne ich mittelfristig mit noch tieferen Kursen im Euro, dann allerdings nicht auf Grund irgendeiner Krise in Europa, sondern vielmehr um wieder ein gesundes Verhältnis zu anderen Währungen hergestellt zu haben. Zwischendurch sollte aber noch einmal eine kräftige Erholung beim Euro einsetzen, und das ist genau die Situation auf die wir spekulieren..

Ich hatte gestern im Newsletter bereits erwähnt, dass die gesamte Situation an den Börsen momentan sehr stark auf der Kippe steht, und ich auf ein entscheidendes Signal warte. Zum US Börsenbeginn sah es kurzzeitig so aus, als ob dieses Signal nun bald kommen könnte. Der Dow Jones überwand die wichtige Marke von 10.000 Punkten , fiel aber im Anschluss wieder deutlich darunter. Ähnlich verhielt sich die Entwicklung im Dax. Die 6.000 Punkte Marke scheint momentan einen extrem starken Widerstand darzustellen. Diesen zu überwinden bleibt das Ziel, aber auch dann ist noch lange nichts entschieden. Erst wenn der Deutsche Leitindex wieder über 6.150 Punkten notiert, kann man zaghaft von einer Entspannung der Situation sprechen. Für Dow Jones und S&P 500 hieße dies, dass die 10.200 Punkte sowie 1.080 Punkte wieder überschritten werden müssten.

Ungeachtet dieser Situation tut sich aber wiedermal eine Menge Neues bei unseren Depotpositionen. An dieser Stelle noch einmal ein Hinweis an unsere Leser: Im Newsletter haben wir ja bereits darauf hingewiesen, dass wir sozusagen jederzeit bereit sind das ganze Depot wieder aufzulösen, wenn weitere Turbulenzen zu erwarten sind. Wie sich zeigt, ist es in solchen Börsenphasen um so wichtiger sich Qualitätsaktien ins Depot zu legen. Nahezu alle Werte sind heute erneut schön im Plus, und das nicht ohne Grund..

Bei Klöckner & Co. dominiert weiterhin die allgemein schlechte Stimmung in der Stahlbranche, dennoch konnte sich die Aktie inzwischen von den Tiefständen bei 13,50 Euro lösen und notiert wieder etwas freundlicher. Nach dem unglaublichen Abverkauf, der letzten Wochen bei dieser Aktie besteht aber wohl noch kein Grund zum Jubeln. Der Chef des Unternehmens, Gisbert Rühl scheint aber weiterhin ebenso davon überzeugt zu sein wie ich, dass es sich hier nur um eine vorübergehende Phase handelt, und kauft inzwischen schon fast täglich Aktien seines eigenen Unternehmens zu diesen Schnäppchen-Kursen. Ich kann nur noch einmal betonen, dass es schlichtweg falsch ist, einen Stahlhändler wie Klöckner in einen Topf mit Salzgitter, ThyssenKrupp & Co. zu werfen..und auch bei den beiden genannten sehe ich inzwischen eine gewisse Übertreibung nach unten..

Bei Continental und Heidelberg habe ich noch einmal die Kurse von 36,50 bzw. 41,50 zum Einstieg genutzt. Manche mögen mich inzwischen für etwas stur halten, aber ich bleibe dabei, dass diese beiden Unternehmen zu den nächsten Top Aktien mit entsprechender Performance gehören werden. Bei Continental sorgen heute positive Aussagen von Firmenchef Elmar Degenhart für freundliche Kurse. Man hält bei Conti nun eine Umsatzsteigerung von über 10 Prozent für möglich. HeidelbergCement wurde nun erwartungsgemäß in die erste Börsenliga aufgenommen, den DAX. dadurch dürfte sich nun auch das Interesse von internationalen Investoren und Indexfonds an dem Unternehmen deutlich erhöhen. Dass dies dann auch noch in einer Phase geschieht, in der die Aktie durch die letzten Turbulenzen unterbewertet erscheint, war ein glasklares Kaufargument.

Ebenso verhält sich aus meiner Sicht die Situation bei Porsche! Viele Anleger sind inzwischen sehr skeptisch bei der weiteren Entwicklung des Sportwagenbauers, und auch die letzten Absatzzahlen aus den USA lassen einen Porsche-Fan nicht gerade frohlocken. Dazu kommen noch die Meldungen der möglichen Milliardenklagen von Anlegern wegen der geplatzten VW Übernahmen….Dennoch bin ich der Überzeugung, dass Porsche nicht nur überleben wird, sondern zu neuem Glanz erstrahlen kann. Das ist natürlich eine eher mittel- bis langfristige Sichtweise. Der Verlust der Eigenständigkeit durch die VW Übernahme war einerseits bitter für das Image, andererseits bietet diese neue Kooperation auch einige Synergien, von denen sowohl der Mutterkonzern, als auch Porsche langfristig profitieren dürften. Die Planung der neuen Baureihen halte ich für durchaus intelligent, den Kurs der Aktie für eindeutig zu tief! Porsche ist also gestern ebenfalls wieder in unser Depot gewandert!

Was mich natürlich gleich zum Mutterkonzern, der Volkswagen AG bringt! VW, ist und bleibt meine erste Wahl im internationalen Automobilsektor. Leider sind letzte Woche die Stücke die ich zu 64,80 Euro gekauft hatte, per StoppLoss, aus dem Depot geflogen, was mich ein wenig geärgert hat, aber konsequenter Weise notwendig war. Die Indizes sahen einfach nicht mehr gut aus, vor ein paar Tagen Ich habe aber nach den jüngsten Nachrichten von VW, in Verbindung mit der durchaus vorhandenen China-Phantasie, nach dem kleinen Rücksetzer für 68,62 Euro, wieder gekauft. Sollten die Börsen sich beruhigen, bin ich fest davon überzeugt, dass wir Kurse unter 70,- Euro bald nicht mehr sehen werden. Goldman Sachs ist weiter sehr optimistisch für die Zukunft der Wolfsburger, und traut der Aktie nahezu eine Verdoppelung zu. Das dürfte aber noch ein wenig dauern, Kurse um 90,- Euro halte ich noch in diesem Jahr für möglich.

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Euro – noch weiter runter?

Nach dem erneuten Rücksetzer an den US Börsen könnte sich der Markt zwar heute etwas fangen, es ist aber dennoch weiter deutliche Vorsicht angebracht. Grundsätzlich sprechen ein paar Punkte dafür, dass die Märkte nun wieder nach oben drehen könnten. Allen voran die Charttechnik…Dow Jones und S&P 500 nähern sich wieder Ihren letzten Tiefstständen, im Optimalfall erfolgt also an diesen Marken nun ein erneuter Richtungswechsel, was dann langfristig auch den Boden in diesem Bereichen festigen sollte. Für den S&P 500 heißt dies konkret, dass die beiden Zwischentiefs vom 05. Februar und 25. Mai  bei ca. 1.040 Punkten nun eine solide Unterstützung für die Märkte sein könnten. Im  Dow Jones wurde ebenfalls an den beiden genannten Tagen eine Unterstützung zwischen 9.760 und 9.800 Punkten markiert. Es empfiehlt sich also durchaus in den kommenden Tagen abzuwarten, ob diese Unterstützungen halten werden..

Sollten diese genannten Marken unterschritten werden, dann sieht es erst einmal nicht gut aus mit der weiteren Erholung an den internationalen Finanzmärkten. Ich gehe immer noch davon aus, dass wir uns vor einer starken dritten Phase der aktuellen Hausse befinden, die aber durch die Euro-Problematik jäh gestört worden ist. Sollten sich also in naher Zukunft nicht mehr irgendwelche Politiker zu Wort melden, deren Länder nicht einmal in der europäischen Währungsunion sind, und für weiteren und unnötigen Wirbel sorgen, besteht durchaus die Chance auf eine Stabilisierung des Euro. Mittelfristig dürfte die europäische Leitwährung im Vergleich zum Dollar wieder zulegen, denn die Probleme in den USA sind vergleichsweise größer. Den Amerikanern hingegen sind die europäischen Probleme ein willkommenes Geschenk um von den eigenen weiter abzulenken.

Wir befinden uns also aktuell einmal mehr in einer sehr spannenden Phase, in der der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar immer noch den Ton anzugeben scheint. Erst wenn bei den Devisen wieder etwas Ruhe einkehrt, werden sich auch die Indizes wirklich stabilisieren. Etwas besser sieht es dann schon wieder aus, wenn der Dow Jones wieder über der Marke von 10.000 Punkten, der S&P über 1.080 und der Dax über 6.000 Punkten stehen. Eine wirkliche Aussagekraft hat aber auch das nicht! Wie schnell es wieder nach unten gehen kann haben wir am Freitag einmal mehr eindrucksvoll sehen können…wir werden wohl einen sehr volatilen Sommer an den Börsen sehen. Die Anleger bleiben hoch nervös! Achten Sie auf die genannten Marken und unbedingt weiterhin auf den Euro, der wird die künftige Richtung ankündigen..

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Mein Unwort des Jahres – “Wachstumsbeschleunigungsgesetz”

Alles folgt dem Euro! Leider stimmt diese These immer noch, und so muss dem Wechselkurs von EUR/USD weiterhin besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das erneute Abtauchen unter die wichtige Marke von 1,20 hat dann wohl auch einige Marktteilnehmer auf den falschen Fuß erwischt. Alle Versuche wieder über diese Marke zu kommen sind bislang gescheitert, und so steht zumindest einmal zu befürchten, dass nun auch noch ein weiteres Abrutschen der europäischen Leitwährung folgen könnte. Die Gründe dafür sind unklar, denn persönlich halte ich die Entwicklung des Euro inzwischen für sehr übertrieben und eher panisch als sachlich belegt. Verständlich ist allerdings, dass sich der Rest der Welt offenbar ernsthafte Gedanken über das hektische Agieren unserer Politiker macht, und somit weiterhin skeptisch den Entwicklungen in Europa gegenübersteht.

Ich finde es ebenso beunruhigend welche Entscheidungen hierzulande getroffen werden. Zum einen sind da die Alleingänge in Sachen Leerverkäufe, die zwar gut gemeint sind aber gar nichts bringen werden, wenn man das Thema vorher einmal zu Ende gedacht hätte. Dennoch hat dieser wilde Aktionismus der Börse nicht gut getan und viele Milliarden vernichtet, bzw. nicht zuletzt zum Absturz des Euro beigetragen. Dann wäre da noch unser tolles Sparpaket, dass ebenfalls überwiegend an den falschen Stellen ansetzt, und auf dem besten Wege ist die Ursache für soziale Unruhen in Deutschland zu werden. Viel ungerechter hätte das Paket wohl nicht ausfallen können. Die sozial schwachen Bürger machen den Anfang, die Verursacher der Krise, die Banken sollen dann erst 2012 zur Kasse gebeten werden??? Ist das wirklich Euer Ernst..???

Für mich eindeutig an erster Stelle für die Wahl zum Unwort des Jahres steht der Begriff  “Wachstumsbeschleunigungsgesetz” Ein Gesetz, das nicht nur überflüssig ist, sondern auch keinerlei Wachstum für das deutsche Volk bedeutet. Ganz im Gegenteil, hier profitieren ausschließlich ein paar Randgruppen dieser Gesellschaft, denen es weitaus besser geht als sie uns das immer glauben machen wollen. Das dieser Gesetzesentwurf im Zuge des Sparpaketes nicht zurückgenommen wird, war mit relativ hoher Sicherheit ein großer Fehler unserer regierenden Koalition, und wird den beiden Parteien aller Voraussicht nach bei den kommenden Wahlen das Genick brechen. Bei soviel sozialer Ungerechtigkeit dürfte es klar sein wen die Menschen dieses Landes in Zukunft wählen, wenn sie die Wahlen nicht völlig boykottieren..

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Berg und Talfahrt beim Euro

Wie schnell eine Erholung der Märkte ablaufen kann durfte man heute einmal mehr beobachten. Durchweg gute Konjunkturdaten verhalfen dem Dax und Co. wieder in positiveres Terrain. Vor allem die neuen Daten aus Amerika lassen dabei weiterhin auf eine konjunkturelle Erholung hoffen. Heute war es einmal mehr der viel beachtete ISM Index, der positiv überraschen konnte. Zwar lag der Einkaufsmanager-Index mit 59,7 Punkten nur leicht über den Erwartungen, dennoch aber immer noch sehr deutlich über der Expansionsschwelle von 50,0 Punkten.

Vielleicht noch wichtiger waren aber heute noch zwei andere Meldungen die in jedem Falle Beachtung finden sollten. Immer mehr positive Nachrichten vom US Immobiliensektor lassen Anlegerherzen wieder etwas höher schlagen, So wurde heute verkündet, dass die US Bauausgaben im April auf satte 869 Milliarden US- Dollar angestiegen, und damit auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2000. Um realistisch zu bleiben, dies hing wohl nicht zuletzt mit den US Förderprogrammen für die Bauwirtschaft zusammen, die aber nun Ende April wieder ausgelaufen sind. Dennoch es bleiben diese Zahlen zumindest ermutigend für die weiter Entwicklung des Immobilienmarktes in den USA. Aus Dubai und China kamen dagegen eher unschöne Nachrichten vom Immobilienmarkt..

Kanada erhöhte heute als erstes Land unter den G7-Staaten die Zinsen. Die Bank of Canada hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,5 Prozent rauf gesetzt. Damit signalisieren die Kanadier, dass Ihre Wirtschaft inzwischen wieder so stark gewachsen ist, dass ein Zinsschritt gerechtfertigt sei und die Zeiten der Stimulierung der Wirtschaft bald vorbei sein könnten. Im Gegensatz zu anderen Nationen haben die Kanadier einen Weg gefunden Ihr Bankenwesen entsprechend neu aufzustellen und teilweise scharf zu regulieren.

Der Euro startete nach diesen erfreulichen Nachrichten wieder zu einer kleinen Intraday-Rallye und notierte kurze Zeit später wieder über der so wichtigen Marke von 1,23. Diese Erholung könnte heute entscheidend für die weitere Entwicklung der europäischen Leitwährung in den kommenden Tagen sein. Insgesamt wurden nun dreimal die Tiefststände bei 1,21 und ein bisschen was getestet. Entschuldigen Sie meine saloppe Ausdrucksweise, aber die paar Cents hin und her sind bei dem Kursverlauf der letzten Wochen eher unerheblich…

Die spannende Frage dürfte nun sein, wie Märkte in den USA heute schließen werden, bzw. wo der Euro heute gegen 22:00 Uhr stehen wird. Noch immer sind sehr große Short Positionen im Markt, einige davon dürfte es aber heute bereits rausgewürfelt haben. Ebenso ist aber auch wie in den letzten Tagen zu erwarten, dass der Euro über Nacht wieder nachgeben wird. Entscheidend ist dann wie die asiatischen Märkte, die heute allesamt schwächer tendiert haben, diese Nachrichten werten werden. Der Dow Jones verteidigte heute erneut die Marke von 10.000 Punkten, der S&P 500 konnte sich ebenfalls wieder über der wichtigen Marke von 1.080 Punkten etablieren. Es sieht also gar nicht mal so schlecht aus, die Sorgen vom Freitag scheinen erst einmal verflogen zu sein….Wie bereits heute im Newsletter beschrieben, neigen Börsianer irgendwann dazu schlechte Nachrichten einfach nicht mehr wahrzunehmen, und sich auf die guten Daten zu stürzen wenn ein gewisser Sättigungsgrad erreicht wurde.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

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Der Euro bestimmt weiterhin die Richtung

Und wiedermal Euro-Panik an den Börsen! Der Wechselkurs zum Dollar ist heute Nacht, nach gemischten Vorgaben aus Asien, erneut unter die Marke von 1,22 abgesackt, und dürfte heute im Verlauf des Tages wohl auch die 1,21 noch testen wollen.  Das hat mittlerweile schon etwas Faszinierendes, wie innerhalb kürzester Zeit die positive Stimmung in erneute Panik umschwenken kann. Auslöser dieses erneuten Kursrutsches war unter anderem offenbar der heute veröffentlichte Einkaufsmanager-Index aus China. Bereits zum zweiten Mal in Folge ist der Wert des Index nun gefallen, und sofort wird der Wachstumsmotor dieser Welt in Frage gestellt. Ich halte diesen leichten Einbruch eher für mehr als verständlich angesichts der konjunkturellen Lage, ganz im Gegenteil, der Rückgang ist daran gemessen eigentlich eher noch sehr bescheiden ausgefallen…

Bereits am Freitag brachte auch die Ratingagentur Fitch deutliche Unruhe in die Erholung der Aktienmärkte, indem Spaniens Bonitätsrating nach unten genommen wurde. Da half dann auch die Zusage, dass man seitens Fitch das Rating nun für ein Jahr nicht mehr verändern wolle, eher wenig. Die US Aktienmärkte gaben darauf hin zum Wochenausklang noch einmal kräftig nach. Schwerwiegender für den Kurs des Euro dürfte aber wohl die heute aufgekommenen Sorgen um ein Bonitätsrisiko Frankreichs und Italiens sein. Frankreichs Haushaltsminister Francois Baroin hatte am Sonntag die Beibehaltung des aktuellen Ratings als “Herausforderung” bezeichnet. Wie nervös die Märkte auf solche Äusserungen momentan reagieren kann man heute mal wieder direkt am Eurokurs ablesen. Mich würde es nun auch nicht mehr wundern, wenn nun auch Deutschland bald an der Reihe wäre…Vielleicht sollten sich europäische Politiker mit Ihren Aussagen momentan einfach mal etwas zurückhalten, dann müssten wir ein paar Milliarden weniger ausgeben um die Situation zu stabilisieren.

Aber, bei aller Unruhe sollte man nicht vergessen, dass die Investition in Sachwerte, in Form von Unternehmensbeteiligungen in ausgewählte Titel, sprich Aktien, eine der besten Möglichkeiten ist von solchen Entwicklungen langfristig zu profitieren. Es ist also nicht ratsam sich von der allgemeinen Panik anstecken zu lassen und die zuletzt erworbenen Qualitätsaktien nun wieder unlimitiert in den Markt zu werfen. Denn aus konjunktureller Sicht sieht es deutlich besser aus als uns dies die Medien in den letzten Wochen glauben machen wollen. Erst heute konnte wieder ein ordentlicher Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen in Deutschland verzeichnet werden. 80% aller amerikanischen Unternehmen haben zuletzt bessere Zahlen geliefert als dies von Analysten erwartet worden ist, in Deutschland liest sich diese Bilanz ähnlich gut. Es gilt also weiterhin, nach aussichtsreichen Titeln Ausschau zu halten und zu gegebener Zeit zu investieren…

Die Situation an den Märkten ist natürlich alles andere als beruhigend, vor allem die Feststellung, dass die Stimmung jederzeit extrem kippen kann macht ein effektives Trading gerade etwas schwer. Der Euro hält die Märkte weiterhin fest im Griff, und so lange dies so ist werden die extremen Schwankungen an den Börsen nicht aufhören. Normalerweise kehrt aber auch irgendwann ein gewisser “Sättigungsgrad” an schlechten Nachrichten ein. Spätestens mit der nächsten Berichtssaison rechne ich wieder mit einer Beruhigung der Situation. Dann könnten sich erstmals auch die positiven Aspekte einer Euro Schwäche in den Bilanzen der deutschen und europäischen Exporttitel niederschlagen. Wer seine Nerven schonen will, und noch nicht investiert ist, bleibt aber lieber noch etwas an der Seitenlinie bis es soweit ist. Für alle aktiven Trader bleibt Vorsicht in Form einer StoppLoss-Strategie oberstes Gebot.

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Wunschanalyse Euro

Herzlich Willkommen zur Wunschanalyse von Sharewise in Zusammenarbeit mit Stephan Heibel vom Heibel-Ticker.de Börsenbrief (www.heibel-ticker.de). Unsere Mitglieder haben sich diese Woche eine Analyse des Euro gewünscht.

Euromünzen

1.) Fundamentale Analyse

Was ist der Euro?

Nun, diese Frage ist sehr einfach zu beantworten! Der Euro (€) ist die offizielle Währung  der Europäischen Union (EU) und fungiert somit als gemeinsame Währung in derzeit 22 europäischen Staaten, von denen 16 der EU angehören. Damit ist der Euro nach dem US-Dollar ($) und noch vor dem japanischen Yen (¥) die zweitwichtigste Währung der Welt. Am 1. Januar 1999 wurde der Euro als Buchgeld und am 1. Januar 2002 schließlich erstmals als Bargeld eingeführt und löste damit die nationalen Währungen der Euroländer als gesetzliches Zahlungsmittel ab. Die Euromünzen  werden von jedem der 16 Staaten der Eurozone, sowie von 3 weiteren Staaten, mit jeweils landesspezifischer Rückseite, geprägt. Die Eurobanknoten hingegen unterscheiden sich europaweit nur durch verschiedene Buchstaben der Seriennummer.

Die Geschichte des Euro

Der Ursprung des Euros als einheitliche Währung der Europäischen Union ist in erster Linie der Geschichte der Europäischen Union zu suchen. So plante der damalige luxemburgische Premierminister Pierre Werner in seinem sogenannten “Werner Plan” zusammen mit Experten eine Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) mit einer einheitlichen Währung. Dieser Plan wurde jedoch nie umgesetzt und stattdessen im Jahr 1972 der Europäische Wechselkursverbund und schließlich im Jahr 1979 das Europäische Währungssystem (EWS) gegründet. Dieses EWS sollte allzu starke Schwankungen der nationalen Währungen untereinander verhindern und gründete zu diesem Zweck eine Europäische Währungseinheit namens ECU, eine Verrechnungseinheit, die man heute als den Vorläufer des Euros bezeichnen könnte. Ab dem Jahr 1988 erarbeitete der Ausschuss zur Prüfung der Wirtschafts- und Währungsunion unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden der Europäischen Kommission, Jaques Delors, den sogenannten “Delors Bericht”, der die Schaffung einer Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion in drei Schritten vorsah.

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Der Euro bestimmt die Richtung

Wie gewonnen, so zerronnen dürfte wohl das knappe Fazit aus dem gestrigen Maßnamenspaket der europäischen Regierungen sein. Der Euro zu dessen Schutze dieses einmalige und umfangreiche Rettungspaket beschlossen wurde will oder kann wohl nicht gerettet werden. Nachdem die europäische Leitwährung gestern kräftig zulegen konnte sah es zunächst einmal wieder gut aus. Europa konnte sich, wenn auch nur kurz, stark und entschlossen präsentieren. Auch in Amerika sorgte dies für Begeisterung die Börsen legten eine fulminante Erholungsrally hin, wichtige Trends konnten wieder aufgenommen werden und fast könnte man als Anleger den Eindruck gewinnen, dass jetzt alles wieder gut ist. Weit gefehlt, würde ich sagen. Am deutlichsten versinnbildlicht wohl die Erfolglosigkeit der getroffenen Maßnahmen der heutige Euro Kurs. Gestern in der Spitze noch bei 1,31 und heute bereits wieder nahe des Tiefs vor dem europäischen Rettungspaket bei 1,27.

Dabei wurden sogar Tabus gebrochen, die noch vor kurzem undenkbar gewesen wären. Die EZB kauft nun verstärkt Staatsanleihen von Euro-Ländern auf. Zwar betonte Jean Claude Trichet, dass die Entscheidung der EZB dahingehend aus freien Stücken getroffen wurde, so richtig glauben will man ihm das aber nicht. Auch unserer Regierung steht das Wasser offenbar nun bis zum Hals, die Wahlen in Nordrhein Westfalen zeichnen ein deutliches Bild über die Zufriedenheit bezüglich des Führungsstils von Angela Merkel und Guido Westerwelle. In den Medien ist heute zu lesen, dass unsere Regierung keine Ahnung davon hat wie teuer die Eurokrise nun tatsächlich für den Steuerzahler wird. Von möglichen Verschleierungstaktiken unserer Kanzlerin über schon lange bekannte Missstände ist da die rede… alles nicht unbedingt vertrauensbildende Umstände.

Kurzum, wir sind noch lange nicht über den Berg. Die Futures haben heute Nacht kräftig nachgegeben.Es dürfte sich also zunächst Ernüchterung breit machen über die Machtlosigkeit gegen die Spekulationen und den erneuten Vertrauensverlust der Anleger. Gestern schrieb ich im Newsletter, dass bei Rücksetzern wieder ausgewählte Titel gekauft werden könnten, heute haben wir bereits einen ersten deutlichen Rücksetzer. Allerdings bin ich nicht mehr so ganz davon überzeugt, dass es sinnvoll ist bereits jetzt wieder verstärkt in die Märkte einzusteigen. Weitere Investitionen werde ich momentan direkt vom aktuellen Eurokurs abhängig machen. Sollte dieser weiter abrutschen werden auch die am Freitag gekauften Positionen wieder aufgelöst. Erst bei einer nachhaltigen Erholung über die Marke von 1,30 kann man eventuell davon sprechen das der Euroraum die Krise zumindest wieder im Griff hat..Bleiben Sie also weiterhin sehr vorsichtig!

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Der Euro im freien Fall

In der vergangenen Woche schrieb ich…”Was waren das doch für tolle Zeiten als die gute alte Deutsche Mark noch etwas wert war. Es gab Lire, Pesos, Drachmen, Schilling, Francs…, jedes Land hatte seine eigene Währung und gab es irgendwo Probleme, dann konnte die heiße Luft entweichen indem man eine Währung des betroffenen Landes auf- oder abgewertet hat. Heute haben wir uns selber dieser Möglichkeit beraubt, und das ist jetzt die Quittung dafür. Ach, Du schöne alte D-Mark, komm bitte wieder zurück!” Die Problematik bei einer wiederkehrenden D-Mark ist aber wohl, dass im Moment niemand so genau sagen kann was diese dann wert sein dürfte. Die Wahrscheinlichkeit eines Umtauschkurses von 1,95 und ein paar Zerdrückten zum Euro sehe ich als relativ gering an. Die Befürchtung eines weiteren extremen Kaufkraftverlustes, ähnlich wie bei der Euro Einführung hingegen als sehr hoch.

Die öffentlichen Diskussionen um einen Rückschritt zur alten, und gut bewährten D- Mark werden immer intensiver. Heute konnte man wiedermal schöne Berichte um eine sogenannte D-Mark 2.0 oder einen nordischen Euro lesen. Die Möglichkeit einer baldigen Währungsreform wird nun offen diskutiert. Das ist zwar irgendwie verständlich, aber wenig hilfreich in der jetzigen Situation und beängstigend für die Bürger. Die Meinungsmache der Presse sorgt für Panik bei den Verbrauchern und Anlegern, Newsletter mit Horrorszenarien haben wieder einmal Hochkonjunktur und versuchen die Anlagenot Ihrer Leser für sich zu nutzen. Gold stieg zuletzt deutlich an, der Euro hingegen scheint ins Bodenlose fallen zu wollen.

Persönlich halte ich den Euro in seiner jetzigen Form für gescheitert…wie oben schon erwähnt war bereits der mit der Einführung des Euro einhergehende Kaufkraftverlust für uns Deutsche ein herber Schlag. Man wollte zu viel in zu kurzer Zeit und hat auch die schwachen Länder in die Union aufgenommen ohne sich offensichtlich des Risikos und der gesamten Tragweite dieser Entscheidung bewusst zu sein. Sich dies einzugestehen ist eine Sache, aber dies dann öffentlich zuzugeben eine ganz andere. Wir werden einen neuen Euro brauchen, der stärker ist als der alte, und dies geht wohl dann auch unter Umständen einher mit dem Ausschluss einiger Mitgliedsländer. Vielleicht zaubert aber auch irgend ein Politiker eine völlig Neue Währung aus dem Hut und möchte sich damit unsterblich machen…

Ansonsten wird wohl folgendes passieren müssen. Ähnlich wie in dem oben beschriebenen Szenario als es noch die verschiedenen Währungen in Europa gab könnte heute innerhalb der Währungsunion ein Ausgleich nur mittels Inflation geschehen. Das heißt, man müsste in den starken Ländern die Inflation so in die Höhe treiben das die schwachen Länder davon profitieren. Inflationsraten von 10 Prozent oder mehr jährlich in Deutschland wären damit wohl sehr wahrscheinlich. Sicherlich ist dies aber kein Szenario was der deutsche oder französische Verbraucher sich wünschen kann. Aufstände und Unruhen würde ich dann auch hierzulande nicht mehr ausschließen..

Mein Fazit bleibt, selbst wenn keines der Mitgliedsländer bankrott geht und selbst wenn wir Europäer diese Krise irgendwie überstehen werden dürfte man inzwischen erkannt haben, dass der Euro viel zu anfällig ist und sich in Krisenzeiten so nicht bewährt hat. Es muss etwas Neues her und es muss sich deutlich etwas ändern im Euroraum. Die Regulierung der Finanzmärkte ist und bleibt da sicherlich ein wichtiges Thema. Das hemmungslose wirtschaften der Politiker mit unseren Steuergeldern ist aber ein noch entscheidenderer Punkt für ein dauerhaftes Gelingen. Jedem Bürger ist klar, dass er dauerhaft nicht mehr Geld ausgeben kann als er einnimmt. Nur bei den Politikern scheint dieses “Anti-Verschuldungs-Gen” irgendwie zu fehlen. Jahrzehnte lange Misswirtschaft wird sich früher oder später rächen..heute bei den Griechen und übermorgen vielleicht bei uns…

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Der Euro ist in Gefahr!

Die EU-Kommission sorgt sich einem Medienbericht zufolge um die Währungsunion. Die unterschiedliche Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsländer und die daraus folgenden Ungleichgewichte “geben Anlass zu ernster Besorgnis für die Eurozone als Ganzes, zitiert das Nachrichtenmagazin “Spiegel” aus einer Vorlage der Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen für die Finanzminister der Euro-Gruppe. Die Experten des designierten finnischen Währungskommissars Olli Rehn fürchteten, dass die unterschiedliche Entwicklung in den Mitgliedstaaten “das Vertrauen in den Euro schwächt und den Zusammenhalt der Währungsunion gefährdet”.

Besondere Sorge bereite den Brüsseler Beamten der Zustand jener Länder, die in der Vergangenheit enorme Defizite in ihren Leistungsbilanzen auftürmten, weil sie dank niedriger Zinsen jahrelang auf Pump lebten. Jetzt litten diese Staaten, vor allem Spanien, Griechenland und Irland, unter ausufernden Staatsdefiziten. “Die Kombination aus nachlassender Wettbewerbsfähigkeit und exzessiver Anhäufung von Staatsschulden sind in diesem Zusammenhang beunruhigend”, heiße es in der Expertise.

Als Ausweg aus der Misere schlügen die EU-Beamten den betroffenen Ländern vor, ihre Haushalte zu sanieren und Reformen auf den Weg zu bringen. Die Lohnabschlüsse müssten auf die gesunkene Produktivität und den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit Rücksicht nehmen: Die Arbeitnehmer sollen sich also mit geringen Tarifabschlüssen bescheiden. Die Kommissionsbeamten empfehlen den Defizitländern eine Strategie, mit der sich Deutschland in den vergangenen Jahren aus der Wachstumsschwäche befreit hat. Doch auch die Bundesregierung komme in dem Papier nicht ohne Ermahnung davon: Deutschland und andere vergleichsweise erfolgreiche Staaten wie Österreich und die Niederlande müssten gegen die chronische Schwäche ihrer Inlandsnachfrage vorgehen.

Die Experten rieten deshalb zu mehr Wettbewerb im Dienstleistungssektor, Steuerreformen und die Beseitigung von Kredithürden. Die Kommissionsbeamten mahnten zur Eile. Je später die Länder die Maßnahmen umsetzten, desto höher fielen die sozialen Kosten aus. Aus Sicht der Kommission hätten die Euro-Länder keine Wahl: Die Anpassungen seien “überlebenswichtig für das langfristige Funktionieren der Währungsunion.”

Ökonom Nouriel Roubini hält allerdings Spanien ohnehin für das noch größere Problem, da es die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone sei und mit hoher Arbeitslosigkeit und schwachen Banken zu kämpfen habe. In Spanien liegt die Arbeitslosenrate bei 19 Prozent. Die Eurozone existiert vermutlich nicht mehr lange. “Unter dem Strich könnten wir das Aufbrechen der Währungsunion erleben, auch wenn das noch nicht in einem oder zwei Jahren passiert”, sagt der Professor, Vortragender an der Stern School of Business an der New York University, in einem Interview am Rande des World Economic Forum in Davos…

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