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Gold und Silber stürzen ab – Wie weit noch?

Der Markt zeigt wie erwartet in der abgelaufenen Woche signifikante Schwäche. Nicht nur der deutliche Rutsch des Goldpreises am Montag sowie die weiter anhaltende Schwäche bei nahezu allen Rohstoffen mahnen weiterhin zur Vorsicht, sondern auch der Kursrutsch im Dax und die charttechnisch angespannte Situation im S&P 500 sind deutliche Zeichen dafür das sich der grundsätzliche Charakter des Marktes geändert hat. Wie ja bereits in den letzten beiden Newslettern beschrieben bin ich weiterhin in einer eher abwartenden Haltung und sitze auf nahezu 100 Prozent Cash, die ich erst wieder investieren werden wenn die Signale über den tatsächlichen Werdegangs der Indizes in naher Zukunft deutlicher sind.

Am Montag brach der Goldpreis kräftig um über 8 Prozent ein, den passenden Chart dazu möchte ich Ihnen hier kurz nachliefern, die Linien habe ich bereits vor Wochen eingezeichnet. Was ich Ihnen damit verdeutlichen will ist das die Charttechnik in der heutigen Zeit eine immer größere Bedeutung beigemessen werden MUSS. Nun gibt es ja einiger Vertreter meiner Zunft die eine grundsätzlich andere Einstellung dazu haben… Im Speziellen auf den Goldpreis bezogen, sind das nicht selten auch diejenigen die immer noch behaupten das Gold – auf seine Kaufkraft bezogen – immer den gleichen Wert besitzt, und somit als Wertaufbewahrungsmittel zu betrachten ist. Das ist aus meiner Sicht aber grundfalsch. Denn, dieser Theorie zufolge  hätte man vor 10 Jahren für knapp 320,- Dollar die gleichen Güter für eine Unze Gold kaufen können wie vor knapp 2 Jahren für 1.900,- Dollar. Trotz hoher Inflation dürfte jedem vernünftig denkenden Anleger klar sein dass an dieser Rechnung etwas nicht stimmen kann.

Über die Gründe des Kursverfalls bei Gold wurde natürlich kräftig spekuliert. Als Auslöser wird unter anderem auch Zypern angegeben. Der zypriotische Goldschatz, der im Rahmen der Rettungsaktion an die EZB abgegeben werden musste, wurde verkauft, was Druck auf den Goldpreis ausgeübt haben soll. Ich halte es für wenig wahrscheinlich das hier die Ursache für den Preisverfall des Edelmetalls zu sehen ist. Viel mehr dürften hier einige Hedgefonds auf den Verkaufsknopf gedrückt haben, weil die Notenbanker in den USA begonnen haben öffentlich darüber zu diskutieren, wann die permanenten Liquiditätsspritzen der FED zurückgefahren werden könnten. Alleine der Gedanke hat offensichtlich ein paar große Adressen veranlasst sich von Ihren Goldreserven, die meistens ohnehin nur auf dem Papier bestehen, zu trennen. Der Rutsch des Goldpreises unter die wichtige Unterstützungszone zwischen 1.530,- und 1.500,- Dollar je Unze hat dann zu einer entsprechenden Stopp-Loss-Lawine geführt. That´s It!

Gold Chart 8 Jahre

Der Chart zeigt nun aus meiner Sicht mehrere interessante Dinge. Zum einen wurde ein großer Teil der vorangegangenen Überbewertung des Goldes nun (endlich!) abgebaut. Das ist schon mal ein wichtiger Punkt, denn damit wird Gold als Anlageform nun grundsätzlich wieder interessanter. Aus meiner Sicht hat sich hier nun ein Abwärtstrend etabliert der durchaus ein paar Monate bestand haben kann. Zum Jahreswechsel 2013/2014 oder aber im ersten Quartal des neuen Jahres trifft dieser dann auf den langfristigen Aufwärtstrend, was ungefähr bei 1.170,- Dollar je Unze der Fall sein kann. Zuvor wartet aber noch eine wichtige Unterstützung bei ca. 1.230,- Dollar, die schon den Boden dieser Bewegung bilden könnte.

Ich rechne aber auch damit, dass es bald noch einmal zu einer technischen Gegenreaktion beim Goldpreis nach oben kommen wird, die aber nicht mehr über die Unterstützungszone , bzw. die 1.500,- Dollar hinaus laufen kann. Der Markt wird wahrscheinlich aber versuchen den Goldpreis nun einige Wochen lang über der wichtigen Marke von 1.400,- Dollar zu halten, da diese Preisschwelle auch die kritische Marke darstellt ab der die meisten Goldproduzenten erst wirklich profitabel arbeiten. Dauerhafte Kurse unterhalb von 1.200,- Dollar je Feinunze Golf erwarte ich hingegen schon alleine deshalb nicht mehr, weil spätestens ab diesem Punkt viele Minen geschlossen werden würden und dies wiederum zu einer Verknappung bei Gold führt, was den Preis je Feinunze spätestens hier stabilisieren sollte. Bei Silber sehe ich die künftige Entwicklung grundsätzlich etwas skeptischer. Hier wäre theoretisch nun auch ein weiterer Kursrutsch unter die Haltezone zwischen 21,35 und 19,53 Dollar je Unze denkbar. Das Kursziel eines weiteren Absturzes würde dann erst bei ca. 14,50 Dollar liegen..!

Silber Chart langfristig

Ich möchte abschließend noch festhalten, dass ich grundsätzlich davon überzeugt bin dass der Gold- und Silberpreis in naher oder auch ferner Zukunft wieder deutlich höher stehen wird. Denn die Euro-Krise und auch die Situation in anderen Wirtschaftsmächten dieser Erde lassen mich weiterhin vermuten, dass der große Knall des Finanzsystems irgendwann kommen MUSS. Bis es soweit ist wird die Welt aber noch einige Male “gerettet” werden. Die Flucht in Sachwerte – wie auch Aktien – wird bis zu diesem Punkt weiter zunehmen, was auch den Goldpreis zusätzlich vor einem echten Absturz bewahren wird. Zudem spricht natürlich der internationale Abwertungswettlauf  der Währungen grundsätzlich für eine Investition in physisches Gold…Dennoch werden viele Goldanleger, die in den letzten Jahren hervorragend Geld mit Edelmetallen verdient haben, ihre Gewinne aufgrund des letzten Kursverfalls sichern und zunächst im Aktienmarkt investieren, der nun kurzfristig höhere Renditen verspricht.

Fazit: Gold und Silber bleiben also grundsätzlich interessant. Anleger die noch keine Bestände physischer Natur aufgebaut hatten werden sich über diesen Rücksetzer freuen und zum richtigen Zeitpunkt zugreifen. Wann dieser Zeitpunkt allerdings GENAU gekommen ist kann niemand so genau prognostizieren. Möglicher Weise bieten sich auch schon auf dem aktuellen Niveau wieder erste Käufe an, wenn man dieses Investment längerfristig betrachtet. Der stärkste Ausverkauf seit Jahren beim Gold, und natürlich auch Silber, hat aber erst einmal tiefe Spuren bei den Anlegern hinterlassen und den Nimbus der Edelmetalle als sicheren Hafen deutlich angekratzt. Erfahrungsgemäß ändert sich eine solche Sichtweise nicht von heute auf Morgen wieder ins Positive. Somit gehe ich von dem oben beschriebenen Szenario aus und hoffe ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen etwas bei Ihrer persönlichen Entscheidungsfindung helfen.

Abschließend bleibt dann natürlich noch die Frage nach der Entwicklung des EUR/USD Wechselkurses im kommenden Jahr um einen möglichst optimalen Einstiegszeitpunkt für ein Investment in Edelmetalle zu finden…! Ich werde Sie auf Investors Inside über die neuen Erkenntnisse dazu auf dem laufenden halten.

Für die kommende Börsenwoche wünsche ich Ihnen zunächst die richtigen Entscheidungen!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. In der kommenden Woche werde ich mich u.a. im Blog etwas intensiver mit den gefallenen Engeln Apple (die ja am Dienstag Zahlen liefern!) und der VW AG beschäftigen

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Die Korrektur ist da! DAX in Richtung 7.175 und S&P 500 runter bis auf 1.460 Punkte?

Heute melde ich mich aus gegebenem Anlass, und weil ich einige Emails besorgter Leser bekommen habe, mal wieder zu Wort, auch wenn ich grundsätzlich den nun endlich angekommenen Frühling genieße…Anfang diesen Monats habe ich Ihnen ja in der Investors Inside Newsletter Ausgabe und auch hier im Blog folgendes Fazit mit auf den Weg gegeben: “Die Frage ist nun also ob man noch versuchen sollte den letzten Euro aus der aktuellen Situation an den Märkten heraus zu pressen, oder aber lieber einen Schritt zurücktreten sollte? Denn die Risiken werden spätestens am Mitte des nun laufenden Monats aus saisonaler Betrachtung wieder zunehmen. Zudem startet nun die Berichtssaison für das erste Quartal des laufenden Jahres, die traditionell wieder etwas mehr Volatilität in die Märkte bringt….” An dieser grundsätzlichen Einschätzung hat sich auch nichts geändert, bzw. die strukturelle Schwäche bei den meisten Aktien bestätigt diese Theorie.

Inzwischen hat die von mir erwartete Korrektur bei einzelnen Aktien und ganzen Sektoren nun kräftig Fahrt aufgenommen. Die US Indizes und auch der Dax notieren aber immer noch auf gefährlich hohem Niveau, während einzelne Titel sogar neue Tiefstände ausgebildet haben. Rohstoffe bleiben weiterhin unter Druck, ebenso wie die Edelmetalle, aber auch der Stahlsektor scheint seinen Boden noch (lange) nicht gefunden zu haben. Insgesamt sehen konjunktursensitive Branchen gerade alles andere als gut aus. Das Motto an den Börsen heißt damit ganz eindeutig wieder “Risk Off”. Die deutlichen Warnzeichen sind seit Wochen eigentlich nicht zu übersehen, weswegen ich ja auch erst einmal an die Seitenlinie getreten bin und es hier im Blog momentan etwas ruhiger zugeht.

Die spannende Frage an dieser Stelle ist also ob die Aktien bereits teilweise das vorweg genommen haben was bei den Indizes demnächst zu erwarten ist, oder ob man davon ausgehen sollte dass die aktuelle Schwäche bald ihr Ende findet und auch die Aktien dann zu einer neuen Rally ansetzten werden. Ich persönlich halte die erste Variante für deutlich wahrscheinlicher! Und während ich das hier gerade schreibe rutscht der Dax in einem erneuten Schwächeanfall unter die Marke von 7.500 Punkten und damit unter die Nackenlinie einer möglichen SKS Formation mit einem rechnerischen Kursziel im DAX bei ca. 7175 Punkten.

DAX Chart vor Korrektur

Dieses erste Kursziel für den deutschen Leitindex macht in dreifacher Hinsicht Sinn, denn zum einem liegt um die 7.200 Punkte eine noch offene Kurslücke, die noch geschlossen werden sollte… und zum anderen verläuft knapp darunter der seit September 2011 bestehende Aufwärtstrend, der bei erfolgreichem Test eine solide Basis für einen weiteren Anstieg bieten könnte. Das Verlaufshoch aus dem Februar 2012 wäre eine weitere wichtige Marke die eine charttechnische Unterstützung bieten könnte. Ob der hier grün eingezeichnete Trend  im weiteren Verlauf dieses Sommers allerdings gehalten werden kann bleibt allerdings noch abzuwarten. Darüber zu spekulieren was in eine paar Wochen passieren könnte ist in Zeiten wie diesen reine Kaffesatzleserei. Kurzfristig halte ich das oben geschilderte Szenario aber für durchaus wahrscheinlich, denn die Situation beim S&P 500 sieht nun ähnlich kritisch aus:

S&P 500 Trendkanal

Das heißt, die Korrektur  könnte gerade erst begonnen haben, auch wenn einzelne Aktien bereits wieder “ganz unten” sind. Eine weiterführende Korrektur in den USA, bzw. das Verlassen des aktuellen Aufwärtstrends beim S&P 500 nach unten, würde sicherlich auch die europäischen Indizes noch einmal kräftig rutschen lassen. Aktien die ohnehin schon wieder einen Großteil der Zuwächse in diesem Jahr abgeben mussten, könnten dann sogar noch einmal neue Tiefststände ausbilden. Es ist also weiterhin nicht die Zeit für Heldentaten indem man sich gegen den offensichtlich erschöpften Markt stellt. Bleiben Sie also auch weiterhin geduldig und warten Sie auf die richtige Gelegenheit!

Ich hoffe somit Sie sind meinem Rat von vor zwei Wochen gefolgt und haben Ihre Positionen entsprechend verkleinert, eng abgesichert oder gar ganz abgebaut. Natürlich hat meine Sichtweise auf die aktuelle Situation an den Börsen keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, wie immer geht es nur um das Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Sollte es aber demnächst zu einer echten Korrektur an den Märkten kommen halte ich persönlich noch einmal Dax Stände zwischen 6.200 und 6.000 Punkten im Sommer für möglich. In den USA könnte man dann wohl von einer Korrektur des S&P 500 bis auf ca. 1.400 Punkte ausgehen. In diesem Sinne, bleiben Sie gelassen und genießen Sie den endlich eingetroffenen Sommer bis sich wieder die richtigen Gelegenheiten ergeben. Ich halte Sie auf dem Laufenden…!

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Europa Krise reloaded – US Indizes bleiben aber zunächst auf Kurs

Nachdem auch ich mir mal ein paar Tage Auszeit über Ostern gegönnt habe möchte ich Ihnen dennoch heute noch kurz ein Update als Vorbereitung auf die kommenden Börsenwoche schicken… Nicht nur dass wir uns im Moment mit einem nie enden wollenden Winter rumschlagen müssen, auch an der Börse ist die Stimmung inzwischen wieder sehr frostig geworden. So kippten in Europa sämtliche Stimmungsindikatoren wieder in den eher pessimistischen Bereich, nachdem noch eine Woche zuvor die Euphorie keine Grenzen mehr zu haben schien. Wen verwundert das angesichts der neu aufkeimenden Euro Krise und des nach wie vor schon fast dilettantisch anmutenden Vorgehens so mancher Politiker? Europa hat eine neue Glaubens- und Vertrauenskrise, und die ist tiefer denn je…!

Die Ereignisse rund um die Rettung Zyperns habe ich ja in der letzten Woche im Blog schon ausführlich > hier < nach dem ersten Wurf der verunglückten Rettungsaktion, und noch einmal > hier < nach dem zweiten Anlauf kommentiert. Der angerichtete Schaden schlägt sich derzeit nicht nur in einem Verfall des EUR/USD Wechselkurses nieder, sondern leider auch in einigen Aktienkursen, die inzwischen deutlich nachgegeben haben. Dabei ist die Korrektur im DAX selber noch verhältnismäßig glimpflich ausgefallen. Realistisch betrachtet dürfte die letzte Woche aber in so manchem Depot bereits jetzt tiefe Spuren hinterlassen haben.

Da ist sie also nun – die langersehnte Korrektur an den Märkten, auf die viele Marktteilnehmer gewartet haben, um sich endlich auch positionieren zu können. Aber entgegen der Erwartung dass ein solcher Rücksetzer nun Freude verbreiten würde, regiert sofort wieder die Angst an den Märkten. Ausländische Investoren ziehen nach den Äusserungen Dijsselbloems ihr Kapital aus Europa ab, Anleiheauktionen europäischer Länder geraten erneut ins Stocken und nicht einmal Gold kann von dieser Entwicklung profitieren. Das ist insofern bemerkenswert weil Gold “normalerweise” bei einer Verschärfung der Euro Krise entsprechend nach oben reagiert.  Diese Schwäche sollte also nicht unterschätzt werden! Das Schlimmste aber ist wohl die Erkenntnis dass selbst Bares auf den europäischen Konten nun nicht mehr sicher sein könnte. Es scheint also mal wieder kein Loch zu geben in dem man sich als Kapitalanleger in den kommenden Wochen und Monaten verkriechen kann!

Die Verunsicherung nach der Zwangsenteignung der Sparer in Zypern ist verständlicherweise groß, zumal auch die Nachrichten aus Frankreich, Italien und Nordkorea vom Wochenende nicht gerade zur Beruhigung der Gemüter beitragen. Natürlich dauerte es auch nicht lange bis Gerüchte die Runde machten, dass auch bei uns in Deutschland ein ähnliches Vorgehen zur Bewältigung der europäischen Schuldenkrise nun zumindest möglich, wenn nicht gar wahrscheinlicher oder sogar geplant ist. Ich persönlich gehe zwar nicht davon aus dass wir in naher Zukunft schon an diesen Punkt kommen werden, dennoch möchte ich eine Enteignung der Sparer auch in Deutschland jetzt grundsätzlich nicht mehr ausschließen. Spätestens wenn ein solcher Schritt erneut in einem der Peripherieländer auftauchen sollte, muss man die Konsequenzen daraus wohl umgehend ziehen!

S&P 500 Chart langfristig

Ungeachtet der Kurskapriolen in Europa schlagen sich die US Indizes weiterhin wacker. Erst am Freitag wurde mit dem endgültigen Überschreiten der Marke von 1566 Punkten im S&P 500 ein neues Kaufsignal generiert, was darauf hindeutet dass wir in dieser Woche einen starken Auftakt erleben könnten, der dann hoffentlich auch das Zeug dazu hat hierzulande neue Impulse zu setzen. Mit dem heute erwarteten “First of Month Jumper” wäre ein endgültiger Ausbruch des S&P 500 möglich und zugleich ein starkes Signal. Die Zypern Krise sollte dann kurzzeitig wieder etwas in den Hintergrund treten. Untermauert wird diese positive Entwicklung in den USA weiterhin von sich stetig verbessernden Konjnkturdaten. Insbesondere die deutliche Erholung im Immobiliensektor lassen hier die US-Anlegerherzen höher schlagen. Das mögliche Ziel aus der aktuellen Kursbewegung bei S&P 500liegt nun bei 1589 Punkten.

S&P 500 Trendkanal

Wie man deutlich in dem oben stehenden Chart sehen kann befindet sich der S&P 500 immer noch in einer mustergültigen Aufwärtsbewegung die aus fünf Wellen besteht. Wo die fünfte Welle nun enden wird kann noch nicht gesagt werden, dass im Anschluss an die fünfte Welle eine stärkere Korrektur zu erwarten ist gilt aber als sehr wahrscheinlich! Der Markt ist klassisch überkauft, und auch wenn ein solcher Zustand länger anhalten kann als gedacht, wird sich sich die überkaufte Situation früher oder später in einem weiteren Kursrutsch entladen. Eine Eskalation in Nordkorea könnte beispielsweise der Auslöser einer solchen Korrektur sein.

Für den Moment aber macht die FED aber weiterhin brav ihren Job und flutet den Markt bis auf Weiteres mit frischem Geld. Ein Faktor den man nicht unterschätzen sollte, und der sich auch weiterhin stabilisierend auf die US Indizes auswirken wird. Wie bereits im März wird auch im April fast täglich eine POMO Buy Aktion der Notenbank stattfinden.Verkaufsauktionen sind im kommenden Monat nicht geplant. Mehr dazu finden Sie hier. Auch die saisonalen Faktoren sprechen eher dafür dass das Börsenumfeld im April eher noch freundlich bleiben dürfte.

Aber…die Bärenquote in den USA hat inzwischen aber geradezu dramatisch abgenommen, was wieder zur Vorsicht mahnen sollte. Denn das mögliche Überscheiten der Höchststände geht natürlich einher mit einer endgültigen Kapitulation der noch verbliebenen Short-Seller, die spätestens hier Ihre unter Wasser stehenden Positionen auflösen werden. Wie wir alle wissen, passiert an solchen Punkten nicht selten dann das womit keiner gerechnet hat… Mein bevorzugtes Szenario für die kommenden Tage ist somit: Der Markt simuliert einen Ausbruch nach oben, fischt alle Bären ab um dann kurze Zeit später in genau die entgegengesetzte Richtung abzutauschen. Das Bullenlager dass dieses neuen Kaufsignal zum Einstieg genutzt hat wäre dann am Ende auch ernsthaft in Bedrängnis. Das nachhaltige Überschreiten der alten Hochstände im ersten Anlauf würde mich also überraschen. Es gilt also in dieser Woche sehr genau zu beobachten wie sich die Indizes verhalten werden und entsprechende Rückschlüsse daraus zu ziehen.

Die Frage ist nun also ob man noch versuchen sollte den letzten Euro aus der aktuellen Situation an den Märkten heraus zu pressen oder aber mal einen Schritt zurücktreten sollte? Denn die Risiken werden spätestens am Mitte des nun laufenden Monats aus saisonaler Betrachtung wieder zunehmen. Zudem startet nun die Berichtssaison für das erste Quartal des laufenden Jahres, die traditionell wieder etwas mehr Volatilität in die Märkte bringt….Die grundsätzliche Überlegung in den kommenden Monaten lieber einen Teil des Kapitals im amerikanischen Sektor zu platzieren scheint mir dennoch durchaus sinnvoll zu sein, um zum einen das Euro-Risiko etwas raus zu nehmen und zum anderen an der möglichen und nachhaltigenTrendwende in den USA entsprechend zu partizipieren. Der nette Nebenaspekt dabei wäre natürlich dass in Aktien investiertes Geld generell nicht zur Tilgung europäischer Schulden herangezogen werden kann…!

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche!

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DAX 8.000 oder 7.400 Punkte im Visier?

Die Unsicherheit dürfte auch in der kommenden Woche weiter anhalten… Nachdem der amerikanische Aktienmarkt das Inkrafttreten der automatischen Ausgabenkürzungen (Sequester) erstaunlich gelassen zur Kenntnis genommen hat, konnten sich die Aktienkurse im späten Handel wieder etwas erholen. Dennoch schweben nach wie vor die politischen Unsicherheiten aus Italien über den Märkten. Eine Regierungsbildung in der drittgrößten Wirtschaftsnation der Eurozone gestaltet sich weiterhin schwierig. Der heimliche Wahlsieger und ehemalige Komiker Beppe Grillo flirtet bereits öffentlich mit einem Austritt seines Landes aus der Eurozone und der Wiedereinführung der Lira. Kurz nachdem er einen Schuldenschnitt für sein Land verlangt hatte soll nun eine Volksabstimmung über den Verbleib Italiens in der Währungsunion entscheiden. Zudem prophezeit der Grillo bereits jetzt den Zusammenbruch des gesamten Systems. Seine Protestbewegung “Fünf Sterne” hatte bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus 25,5 Prozent der Stimmen errungen.

Nicht das wir nicht an markige Sprüche aus Italien gewöhnt wären, aber in dieser Form sind solche Aussagen doch zumindest geeignet dafür weitere Verwirrung und Verunsicherung unter den Anlegern zu sorgen. Es ist somit aus heutige Sicht schwer abschätzbar wie der Markt darauf am Montag oder den kommenden Tagen reagieren wird. Der italienische Leitindex MIB 40 steht zudem aus charttechnischer Sicht an einem sehr interessanten Punkt, an dem eine größere Kurbewegung in die ein- oder andere Richtung zu erwarten ist. Fällt der Index nun aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend nach unten durch dürfte das nicht ohne Folgen für die anderen europäischen Indizes sein.

Zudem hat Barack Obama mit seiner Unterschrift unter den Sequester nun wohl einigen Anlegern, die bis zuletzt gehofft hatten dass es in letzter Sekunde doch noch eine Lösung geben könnte, den letzten Wind aus den Segeln genommen. Kurzum, die kommende Woche wird nicht weniger spannend als die letzte, und die Volatilität wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin zunehmen. Das heißt aber nicht zwingend, dass man nun mit einem Absturz rechnen muss. Letztlich erfordert diese Situation aber unbedingt unsere erhöhte Aufmerksamkeit. Denn, das eigentlich faszinierende ist an dieser Stellen dass es unglaublich viele Aktien gibt die noch nahe ihren Tiefständen notieren, während die Indizes überwiegend bereits neue Hochs ausgebildet haben.

Man stellt sich also zwangsläufig die Frage ob diese schwachen Aktien nun bald bouncen werden oder aber die bislang starken Aktien bald auch deutlich nachgeben. Gefühlt befinden wir uns bei der Betrachtung einzelner Aktien bereits seit einigen Tagen in einer ausgedehnten Korrektur, sieht man sich beispielsweise den gesamten Rohstoff-Sektor an. Dennoch gibt es auch Anzeichen dafür das der ungebremste Strom an Liquidität einfach alles platt walzt was sich ihm in den Weg stellt. Die FED hat in dieser Woche noch einmal versichert “alles zu tun” um die gesteckten Ziele auch zu erreichen und weiterhin kräftig Geld in den Markt zu pumpen, falls notwendig. “Never fight the FED” heißt eine Börsenweisheit, die uns ermahnt diesen Faktor keinesfalls zu ignorieren.

Was macht man jetzt aus einer solchen Situation? Ich habe mein Depot bereits Anfang letzter Woche auf ein gesundes Maß zusammengestutzt und warte nun auf ein neues und vor allem klares Signal. In Phasen wie diesen ist es einfach nicht klug zu hoffen oder zu raten was passieren könnte, denn es ist schlicht nicht absehbar. Grundsätzlich gehe ich davon aus dass sich das italienische Schreckgespenst wieder verziehen wird, oder zumindest der übliche Gewöhnungseffekt irgendwann einsetzt. Politische Ereignisse haben erfahrungsgemäß eben nur eine bedingte Halbwertszeit. Andererseits ist eine Korrektur in absehbarer Zeit grundsätzlich zu erwarten und wäre auch gesund. Aber, wie wir alles wissen kann der Markt zuvor in eine Übertreibungsphase übergehen, bevor er seinen wahren Charakter zeigt. Die Kursverluste in einzelnen Sektoren sind in jedem Fall ein erstes Warnzeichen und sollten ernst genommen werden!

Die richtige Strategie kann also aus meiner Sicht nur lauten dass man sich momentan nur sehr kurzfristig engagiert und/oder die Risikokontrolle im Depot entsprechend sorgfältig plant und umsetzt. In jedem Falle muss man nun etwas vorsichtiger werden bis Mr Market sich entschieden hat wohin er tatsächlich laufen will. Sollten die Indizes nun weiter  nach oben laufen, muss man entsprechend schnell reagieren. Denn dann könnte noch einiges drin sein, bevor wir die erste wirkliche Korrektur des Jahres zu sehen bekommen. Im umgekehrten Fall ist es ratsam schnell und konsequent wieder auszusteigen und auf ein besseres Setup zu warten. Ich kann Ihnen also in dieser Woche keinen wirklichen Rat geben, sondern Ihnen lediglich mitteilen wie ich mich verhalten werde. Zu einzelnen Aktien werde ich wie gewohnt ein paar interessante Artikel und neue Einschätzungen in den kommenden Tagen hier auf www.investorsinside.de veröffentlichen, die Sie interessieren dürften…Spätestens mit der nächsten Ausgabe unseres kostenlosen Börsenbriefes sollte die Sicht auf die kommenden Monate dann wieder etwas klarer werden.

Bis dahin wünsche ich Ihnen gute Entscheidungen und erfolgreiche Trades!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

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Apple – jetzt oder nie!

Ich habe mich gestern sehr bewusst aus der allgemeinen Diskussion um die lange überfällige Korrektur an den Märkten rausgehalten und einfach mal gar nichts geschrieben. Wenn alle Welt auf eine Korrektur wartet, dann ist die Wahrscheinlichkeit dass wir stattdessen genau das sehen was wir gestern gesehen haben eben sehr hoch. Eine kleine Korrektur mit anschließendem Bounce und neuen Hochständen – zumindest in den USA. Eine klassische Bärenfalle also, die zunächst angedeutet hat das die Indizes nun abstürzen werden, es sich dann aber spontan doch anders überlegt hat. Somit dürften mal wieder einige Marktteilnehmer auf dem falschen Fuss erwischt worden sein.

Bildschirmfoto 2013-02-06 um 08.03.22

Sowohl im Dow Jones als auch im S&P 500 wurden gestern kurzzeitig neue Höchststände produziert, die dazu geführt haben dass die von vielen Marktteilnehmern befürchtete Top Bildung in Form einer Schulter-Kopf-Schulter Formation nun aus charttechnischer Betrachtung aufgehoben wurde. Das heißt das Ziel für den S&P 500 bleibt weiterhin das in unserem kostenlosem Börsenbrief mehrfach beschriebene Niveau um die 1.525 Punkte Marke. Besonders auffällig war hingegen gestern die Stärke des Nasdaq, der in den letzten Monaten seinen beiden Index-Kollegen permanent hinterher gehinkt ist. Hier könnte sich nun ein echter Trendwechsel abzeichnen, der nicht zuletzt durch den Bounce bei der Apple Aktie angeführt wird. Achten Sie in den kommenden Tagen somit verstärkt auf die Performance der führenden Tech-Titel an der Wall Street!

Chart Apple Aktie kurzfristig

 

Wie Sie sehen können gab es bei der Apple Aktie gestern eine Kursbewegung, die nun darauf schließen lässt dass hier eine mögliche Trendwende eingeleitet wurde (zum Vergrößeren des Chart bitte 2 x draufklicken!). Dieser starke Anstieg deutet aus meiner Sicht sehr darauf hin, dass sich hier eine abschließende W-Formation bildet, die mit dem Überschreiten der Widerstandszone um die 462,- Dollar dann abgeschlossen wäre.  Die alles entscheidende Frage ist nun also, wie es bei Apple ab heute weiter gehen wird. Denn selbst nachdem diese mögliche Formation vollendet sein sollte, wartet noch ein Riesen Gap, das es zu schließen gilt auf die Aktie. Anleger sollten somit in den nächsten Tagen verstärkt auf die Kursmarke bei 466,- Dollar achten.

Hier wird sich aller Voraussicht nach spätestens entscheiden ob die Apple Aktie nun erfolgreich einen Boden ausgebildet hat, oder erneut nach unten abtauchen wird. Gelingt der Anstieg über die Marke von 466,- Dollar, dann winkt mutigen Anlegern eine schnelle Kursbewegung bis in den Bereich um die 513,- Dollar (Gap-Close), oder zumindest bis zur Abwärtstrend-Linie, die aktuell bei ca. 498,- Dollar verläuft. Fällt der Titel hingegen bereits heute wieder ab ,muss man davon ausgehen das die Abwärtsbewegung noch eine Weile anhalten wird. Entscheidend dafür ist die Abwärtstrendlinie, die ich Ihnen > hier < in den Chart eingezeichnet habe. Diese muss heute unbedingt überwunden werden…!

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DAX 8.000 wir kommen – Google, Apple, Nokia, K+S und Research in Motion im Fokus

Erneut liegt eine durchaus bewegte, aber auch sehr erfolgreiche, Handelswoche hinter uns. Der S&P 500 hat sich damit weiterhin für das von mir im letzten Newsletter noch einmal geschilderte positive Szenario entschieden. Das Erreichen des genannten Kurslevels von 1.525 Punkten wird nun immer wahrscheinlicher. Allerdings befinden wir uns meiner Meinung anch immer noch in der dritten Welle einer Aufwärtsbewegung die demnächst durch die vierte Abwärtswelle – zumindest kurzzeitig – unterbrochen werden sollte. Im Anschluss kann dann das Ziel bei 1.525 Punkten endgültig in Angriff genommen werden. Eine (wahrscheinlich eher leichte) Konsolidierung vor dem finalen Anstieg ist also nach meinen Beobachtungen grundsätzlich noch zu erwarten. Diese kann dann von den Nachzüglern unter den Anleger noch einmal genutzt werden um weitere Positionen aufzubauen. Hier noch einmal der Chart von letzter Woche:

S&P Chart Analyse 130113

 

In der nun kommenden Woche nähert sich die US Berichtssaison nun schon wieder Ihrem Höhepunkt. Mit IBM Google, Apple, Cellgene, Halliburton und Starbucks stehen einige sehr wichtige Unternehmensdaten auf der Agenda, die durchaus das Potenzial haben den Markt nachhaltig in die ein- oder andere Richtung zu bewegen. Bislang wurde die Hausse, wie Sie wissen, nicht von allen Sektoren getragen. Während sich beispielsweise die Finanzwerte, über die ich letzte Woche berichtet habe, nahezu alle hervorragend geschlagen haben, gab es durchaus ein paar Sektoren, die immer noch deutliche Schwäche zeigen. Allen voran wäre hier wohl der Technologiesektor zu erwähnen, aber auch Telekommunikation, Biotechnologie und Rohstoffe gehörten zu den schwächsten Sektoren der letzten Wochen, während sich Industriewerte, Gas und Energie im Allgemeinen sowie der Einzelhandel und das Baugewerbe weiterhin hervorragend entwickelt haben.

Bildschirmfoto 2013-01-20 um 11.46.56

Insbesondere die Quartalszahlen von Google und Apple werden in der kommenden Woche somit Signalwirkung für den Technologiesektor haben. Bei beiden Unternehmen befürchten die Anleger nun schlechtere Ergebnisse als dies von Fachleuten ursprünglich vorausgesagt wurde. Besonderes Augenmerk werden Anleger, selbst im Falle besserer Ergebnisse, auch dem Ausblick auf die kommende Quartal schenken. Nur wenn beide Ergebnisse überzeugen, werden wir wohl im Anschluss eine deutliche Erholungsrally bei beiden Werten sehen. Und natürlich wird dies dann auch den gesamten Technologie-Sektor und den Gesamtmarkt weiter beflügeln..!

Bei dem aktuellen Lieblingswert der Deutschen,  Nokia stehen am Donnerstag Zahlen zur Veröffentlichung an. Die Eckdaten für das vierte Quartal wurden zwar schon vorab veröffentlicht, was auch zu dem starken Anstieg bei der Aktie geführt hat. Mit den detaillierten Zahlen dürften Anleger allerdings noch einmal etwas genauer hinsehen, wie es um das Unternehmen tatsächlich bestellt ist. Im Schnitt gehen die Analysten nun von einem Gewinn in Höhe von fünf Cent je Aktie aus. Der Umsatz soll rund 8,1 Milliarden Euro betragen haben. Die finalen Verkaufszahlen der neuen Lumia Modelle und damit auch der Ausblick auf Künftiges, werden auch hier aber eine ganz entscheidende Rolle spielen.

Weiterhin im Rally Modus befindet sich auch die Aktie des Blackberry Hersteller Research in Motion. Mit dem Überschreiten der wichtigen Hürde bei 15,- Dollar wurde nun ein starkes Kaufsignal ausgelöst. Grund hierfür waren erste Testberichte im Internet über das neue Betriebssystem und das Design der neuen BB 10 Modelle, die es offenbar durchaus mit den Produkten von Samsung und Apple aufnehmen können. Bei der RIMM Aktie gilt es zudem weiterhin zu bedenken dass diese eine der am meisten leerverkauften Aktien an der Wall Street war, und somit auch weiteres Short Squeeze Potenzial besitzt! Die offizielle Markteinführung des neuen Blackberry 10 ist für den 30. Januar 2013 geplant. Spätestens an diesem Tag wird der Markt dann wohl darüber entscheiden ob die aktuelle Rally auch weiterhin Bestand haben wird. Investors Inside Leser sitzen hier nun auf einem satten Gewinn von 128 Prozent seit dem 28. September und können diesem Termin wohl einigermaßen gelassen entgegen sehen…

Reserach in Motion Chart RIM

 

Fazit: Insbesondere am letzten Handelstag der Woche konnten die US Indizes aus charttechnischer Sicht noch einmal einen echten “Schluck aus der Pulle” nehmen, was ich umso bullisher werten würde, da wir am kommenden Montag mit dem Martin Luther Kings Day einen Feiertag an den US Börsen haben. Normalerweise ist vor solchen verlängerten Wochenenden eher mit erhöhtem Verkaufsdruck zu rechnen. Zudem war am Freitag erneut Verfallstag für Futures und Optionen! Es ist also davon auszugehen dass hier nun weitere Short Positionen in größerem Umfang, vor dieser vielleicht entscheidenden Woche eingedeckt wurden. Die Nachricht der Woche war am Freitag das die Republikaner im US-Abgeordnetenhaus in der nun kommenden Woche die Schuldengrenze des Landes kurzfristig erhöhen wollen. Das lies die Kurse erneutsteigen und legt nun den Grundstein für eine weiterhin mögliche Rally im Dax, in Richtung der runden 8.000 Punkte Marke… Auch wenn ein kurzzeitiger Rücksetzer an den Börsen nun immer wahrscheinlicher wird, wie oben beschrieben.

Es ist aber auch dann weiterhin ganz entscheidend in welchen Sektoren man zur Zeit investiert ist. Mit einigen Aktien war in den letzten Wochen einfach kein Geld zu verdienen. Ich habe im Blog in den letzten Tagen unter anderem über E.ONThyssenKrupp und Metro dazu berichtet. Andere Aktie wie beispielsweise die von Hochtief, die ich hier vor wenigen Wochen vorgestellt habe, oder auch Daimler befinden sich weiterhin im Vorwärtsgang. Heute möchte ich Sie noch kurz auf meinen Artikel zur Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S aufmerksam machen. Hier zeichnet sich gerade eventeull eine Trendwende ab! Bei der Wacker Chemie Aktie halte ich ebenfalls an dem von mir geschilderten Szenario weiterhin fest.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche und stets die richtigen Entscheidungen.

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2013 – Neues Spiel neues Glück, oder…nach der Krise ist vor der Krise!

Zunächst einmal wünsche ich allen Investors Inside Lesern ein glückliches und zufriedenes Neues Jahr! Ich hoffe Sie konnten die Feiertage genießen und haben sich ein wenig erholt, bevor es nun in ein weiteres, spannendes und vielleicht sehr entscheidendes Börsenjahr geht. Das erfolgreiche aber auch sehr anspruchsvolle Handelsjahr 2012 liegt nun endgültig hinter uns. Und ich kann sagen ich bin durchaus zufrieden mit dem erreichten Ergebnis, zumal die politischen Verwerfungen in 2012 doch teilweise einen Höhepunkt ungeahnten Ausmaßes erreicht hatten… Dennoch wäre es aus meiner Sicht fatal sich nun auf diesen Lorbeeren auszuruhen und davon auszugehen dass wir den schlimmsten Teil der Krise wirklich schon hinter uns haben. Es kann keinesfalls von einer echten Entspannung der allgemeinen Lage in Europa, oder auch den USA, gesprochen werden. Auch die jüngsten Ereignisse in den USA haben einmal mehr gezeigt wie fragil diese (Finanz)-Welt geworden ist.

Der heute erneut sehr freundlichen Börseneröffnung sollten Anleger somit grundsätzlich mit einer gesunden Skepsis begebenen. Zwar ist es durchaus zu begrüßen das kurzfristig ein Kompromiss im Haushaltsstreit gefunden wurde, das einer Weltmacht unwürdige Gerangel um die Macht im Staate hinterlässt aber einen faden Beigeschmack – und das nicht nur beim amerikanischen Volk. Die vorübergehende Lösung, die faktisch erst nach dem Sturz der USA von der Fiskalklippe gefunden werden konnte, greift zu kurz und wird uns schon bald wieder eingeholt haben. Eine entsprechende “Sell the News” Reaktion der Märkte in den kommenden Handelstagen, ist daher grundsätzlich einzuplanen. Das soll nicht heißen das diese auch zwingend kommen muss, bevor der DAX beispielsweise die 8.000 Punkte Marke noch von unten getestet hat, aber die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Korrektur an den Märkten hat sich nun aus meiner Sicht nun wieder deutlich erhöht.

Zudem stehen wir nun unmittelbar vor der wohl spannendsten Quartals Berichtssaison der letzten Jahre. Am kommenden Dienstag, den 08. Januar 2013, wird Alcoa traditionell die Berichtssaison zum vierten Quartal des letzten Jahres – und damit für viele Konzerne auch das letzte des Geschäftsjahres – einleiten. Bereits die Ergebnisse des dritten Quartals haben in einigen Sektoren gezeigt, dass wir eine weitaus weniger stabile Situation vorliegen haben als allgemein angenommen. Andere Bereiche konnten hingegen sogar positiv überraschen. Genau diese Gewinner des Jahres gilt es auch in dem nun beginnenden Jahr wieder ausfindig zu machen und die Verlierer möglichst nicht im Depot zu haben. Ebenso wichtig wird es sein den richtigen Zeitpunkt für den Verkauf der Positionen zu ermitteln, die sich in unseren Depots bereits kräftig im Gewinn befinden. Wie gewohnt werde ich Ihnen dabei auch im kommenden Jahr behilflich sein.

Ich persönlich erwarte somit ein weiteres spannendes Jahr, in dem sich erst noch entscheiden muss, ob es der Eurozone gelingen kann die aktuelle Krise wirklich nachhaltig zu bewältigen. Spanien bleibt ein Wackelkandidat aus Frankreich droht Ungemach und der dauerhafte Verbleib Griechenlands in der Eurozone ist – aus meiner persönlichen Sicht – keinesfalls sicher. All diese Faktoren haben nach wie vor das Zeug dazu die Märkte nachhaltig zu erschüttern, auch wenn die Märkte parallel dazu immer weiter mit Liquidität geflutet werden. Bundeskanzlerin Merkel hat die Nation in ihrer Neujahresansprache schon mal vorsorglich auf härtere Zeiten eingeschworen – und das wohl nicht ohne Grund!

Auch im Jahr 2013 bleiben somit Stockpicking und das richtige Timing die beiden wesentlichen Erfolgsfaktoren für einen erfolgreichen Abschluss eines neuen Börsenjahres in 12 Monaten. Ich wünsche Ihnen zunächst einmal einen guten Start heute und ein glückliches Händchen bei der Auswahl Ihrer Favoriten für das Jahr 2013. Einige meiner persönlichen Lieblinge werde ich Ihnen wie gewohnt in den kommenden Wochen hier auf Investors Inside vorstellen.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

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Investors Inside wünscht Ihnen Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr!

Das Jahr neigt sich allmählich dem Ende zu. Nur noch wenige Handelstage, dann wird auch dieses durchaus anspruchsvolle Börsenjahr beendet sein. Wie immer in dieser Zeit habe ich meine Aktivitäten an der Börse nun auf das Wesentliche reduziert um neue Kraft und Energie für das kommende Jahr zu tanken. Stopps werden enger gezogen, einzelne Positionen aktiv verkauft oder sogar noch schnell ein paar von den Aktien gekauft die im kommenden Jahr gut laufen sollten. Das Optimieren der Steuern gehört in jedem Falle natürlich auch dazu, wie ich ihnen hier kürzlich geschrieben habe. Jetzt ist auch die richtige Zeit um dieses Börsenjahr noch einmal reflektieren zu lassen und Dinge, die noch unbedingt erledigt werden müssen, abzuarbeiten. Was ist gut gelaufen, was nicht so, bzw. was ist für das kommende Jahr verbesserungswürdig? Welche Fehler habe ich gemacht? Wo habe ich Geld verloren und warum? Was habe ich daraus gelernt? Und mit welchen Positionen habe ich die größten Gewinne eingefahren, etc.

Ich kann auf ein Jahr mit vielen teilweise ungewöhnlichen Prognosen und Analysen zurückblicken, die nahezu alle vollständig aufgegangen sind. Dabei waren nicht alle hier vorgestellten Titel ein voller Erfolg, aber mit jeder dieser Aktien ließ sich Geld verdienen, wenn man den Ein- und Ausstieg konsequent geplant hat. Einige Aktien erwiesen sich als echte Dauerläufer, wie z.B. VW und Porsche oder auch die Deutsche Bank mit mittleren zweistelligen Renditen. Manche Aktien wie beispielsweise  TUI, Research in Motion, Lufthansa lagen gar im dreistelligen Rendite-Bereich, oder zumindest knapp darunter. Andere Titel aus den Investors Inside Neuvorstellungen 2012 notieren heute bereits kräftig zweistellig im Plus, oder wurden im Jahresverlauf mit entsprechenden Renditen veräussert. Aber es gab natürlich auch ein paar Aktien bei denen die Position wieder mit kleinen Verlusten oder nur geringem Gewinn verkauft werden musste. Aixtron, Veolia, Commerzbank…um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Aktien mit denen überhaupt kein Geld zu verdienen war, waren meist Titel, die ich nicht aus voller Überzeugung sondern nur aufgrund von Empfehlungen anderer gekauft habe, oder um in einem Sektor auch engagiert zu sein. (Stichwort: Diversifikation)

Ich habe auch in diesem Jahr viele neue Erkenntnisse gewonnen, die ich gerne im demnächst mit Ihnen teilen werde. Nicht immer ist es eine gute Idee unbedingt “breit aufgestellt” zu sein. Zwar senkt dies das Risiko etwas, schmälert aber nicht selten auch die Gewinne erheblich. Alles hat an der Börse eben seine Zeit und nicht alles läuft gleichzeitig nach oben – auch in starken Börsenphasen! Mit Gold oder Rohstoffen allgemein war beispielsweise im Jahr 2012 nicht viel zu verdienen. Und das könnte im nächsten Jahr durchaus noch so bleiben. Doch dazu mehr in einem anderen Beitrag ..! Der US Kohlesektor war eine interessante Rebound Spekulation – bis Obama wiedergewählt wurde, ist aber leider gar nicht aufgegangen. Die deutsche Automobilbranche hat sich trotz aller Unkenrufe von “Fachleuten”, hervorragend geschlagen. Nicht selten waren die Ergebnisse der Spekulationen in einem Sektor politisch beeinflusst. Es war sicherlich kein einfaches Jahr, unterm Strich kann ich aber sagen, dass es aus meiner persönlichen Sicht ein voller Erfolg gewesen ist!

Mir ist es erneut gelungen, trotz aller politischen Turbulenzen, den DAX zu schlagen. Dabei war wieder einmal das richtige Timing erneut ganz entscheidend für den Erfolg. Mut und Entschlossenheit eine Aktie wie z.B. Hochtief auf dem Tiefpunkt unter 35,- Euro zu kaufen, wenn keiner diese haben will, Porsche zu halten obwohl alle Welt Schauergeschichte verbreitet, oder auch die eben schon erwähnte TUI, Peugeot und Klöckner & Co auf dem Tiefpunkt zu kaufen. Es gibt viele weitere Beispiele, die ich hier aber nicht alle im einzelnen aufzählen kann, um Sie nicht zu langweilen. Die wichtigste Erkenntnis bleibt aber die gleiche wie ein Jahr zuvor: Die Geduld und Disziplin in manchen Börsenphasen dieses Jahres gar nicht oder nur sehr gering investiert zu sein, war erneut einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren! Die Phasen der großen Verluste auszulassen und in den Phasen der Gewinne das Engagement extrem hoch zu fahren, ist mir zwar nicht ganz optimal gelungen, aber doch zum Großteil. Das schreibe ich heute nicht ganz ohne Stolz, denn damit gehöre ich offensichtlich eher zu einer kleinen Minderheit an der Börse…!

Ich bin mir somit sicher dass auch meine regelmäßigen Leser ein zumindest zufriedenstellendes bis hervorragendes Jahr gehabt haben dürften, wenn Sie den Berichten hier im Blog gefolgt sind. Und ich freue mich, wenn ich Ihnen auf diesem Weg zu mehr Erfolg und Selbstvertrauen an den Märkten verhelfen konnte! Das kommende Jahr wird aller Voraussicht nach nicht minder anspruchsvoll werden! Gemeinsam werden wir aber auch in den kommenden 12 Monaten alle kommenden Turbulenzen überstehen und erneut große Erfolge feiern. Schon jetzt habe ich ein paar Favoriten für 2013 ausgemacht, die ich gerne zu gegebener Zeit mit Ihnen teilen werde. Um diesen Service für Sie weiter zu verbessern bin ich gerade u.a. dabei ein neues Newsletter-System zu testen. Leider stellt mich die Technik immer wieder vor neue Herausforderungen. Der Relaunch der Seite, mit all den neuen Features, lässt also noch ein wenig auf sich warten. Ich bitte somit heute schon für Ihr Verständnis und etwas Geduld.

Mir bleibt nur noch Ihnen und Ihren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen. Und natürlich alles erdenklich Gute für das Jahr 2013 – Gesundheit, Erfolg und persönliches Glück. Ich bedanke mich für Ihr Interesse und das entgegengebrachte Vertrauen im letzten Jahr und freu mich auf ein erneut spannendes Börsenjahr mit Ihnen!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

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Peugeot SA – Unser Turnaround-Kandidat bricht aus!

Ich habe unseren Newsletter Lesern Ende November versprochen dass ich ihnen eine Aktie vorstellen werde, bei der ich persönlich davon überzeugt bin dass es sich wieder um ein echtes Schnäppchen auf dem jetzigen Niveau handeln dürfte. Diesem Versprechen bin ich damals natürlich auch gerne nachkommen. Seit längerem beobachte ich diese Aktie und habe mich Mitte November zum Kauf einer ersten Position entschieden. Letzten Freitag wurde diese Position noch einmal aufgestockt und liegt nun schon über 17 Prozent im Plus. Ich habe die Aktie nicht gekauft weil ich nun in Kürze zwingend einen starken Anstieg bei dem Titel erwartet hätte, sondern weil diese Aktie meiner Meinung nach deutlich unterbewertet ist, der Chart vielversprechend aussieht und die Stimmung unter den Anlegern schlechter gar nicht mehr sein könnte…Das Chance/Risiko Verhältnis würde ich somit als sehr gut bezeichnen. Die Rede ist natürlich, wie die Headline schon verraten hat, von der PSA Peugeot Citroen Aktie.

Es läuft nicht gerade rund für die Franzosen, soviel ist sicher! Die Schwäche des südeuropäischen Automarktes trifft den Konzern in voller Breite. Rund 8000 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden, ebenso  wird ein wichtiges Werk in Paris demnächst wohl geschlossen. Firmenchef Picat rechnet zunächst mit einer längeren Durststrecke bei Peugeot, will aber bereits im Jahr 2014 wieder einen positiven Cash Flow vorweisen und 2015 wieder entsprechende Gewinne erzielen. Bis dahin sollen Versäumnisse der Vergangenheit korrigiert werden. Eine Expansion in die Schwellenländer und insbesondere eine deutliche Stärkung der Marktpräsenz in China stehen ganz oben auf der ToDo-Liste. Erste Schritte wurden in diesem Jahr bereits eingeleitet. So konnte Peugeot in den ersten 10 Monaten dieses Jahres bereits 27 Prozent mehr Autos in China absetzen. Bis 2015 will der Konzern 60 bis 65 Prozent seiner Umsätze in den Schwellenländern generieren. Hauptmarkt soll natürlich China werden, wo Peugeot das neue Modell 301 ab Ende 2013 auch in einem eigenen Werk in Wuhan bauen will.

Peugeot Ausbruch

 

Machen wir uns nichts vor, der Weg für Peugeot wird nicht leicht und der Chartverlauf hat eher den Charakter eines fallendes Messers. Allerdings reden wir hier von dem ehemals zweitgrößten Automobilbauer Europas der lange Zeit der unangefochtene Marktführer bei Diesel Kraftfahrzeugen war. Wir reden von einem Konzern der vom französischen Staat jegliche Unterstützung erhalten wird um zu überleben. Erst kürzlich hat die französische Regierung der PSA-Autobank mit Bürgschaften in Höhe von sieben Milliarden Euro unter die Arme gegriffen. Wir reden auch von einem Unternehmen dass noch im letzten Jahr 2011 einen Buchwert je Aktie von 61,94 Euro vorweisen konnte, und wir reden von den Automarken Peugeot und Citroen, die gerade zusammen nur noch mit 1,670 Milliarden Euro an der Börse bewertet werden. Neben Autos stellt Peugeot im Übrigen auch noch Fahrräder, Motorroller, Heimwerkermaschinen, Mahlwerke für die Bauindustrie und Gewürzmühlen her, aber das nur am Rande.

Ich denke es gibt schlechtere Aktien bei denen man auf einen Turnarround setzen kann…Schon Kostolani wusste man soll Aktien kaufen wenn niemand diese haben will. Im Gegensatz zur Commerzbank sehe ich hier einen Weltkonzern mit einem transparentem Geschäftsmodell, aber natürlich soll dies keinerlei Aufforderung zu irgendwelchen Handlungen für Sie bedeuten. Für viele Anleger dürfte diese Rebound-Spekulation schlicht und ergreifend zu risikoreich sein. Für andere wiederum zu langweilig, denn es kann dauern bis sich operativ und nachhaltig etwas bei Peugeot ändert. Was allerdings nicht heißen muss dass der Aktienkurs nicht schon früher auf eine nur ansatzweise positive Entwicklungen reagieren wird..! Aus diesem Grund ist die Peugeot Aktie  für mich zunächst nur eine interessante Depotbeimischung, die ich mit einem überschaubaren Beitrag einfach mal mitlaufen lasse, und ggf. weiter aufstocken werde. Der Chart deutet darauf hin, dass wir die Tiefstkure eventuell sogar schon bei meiner Vorstellung im  Newsletter vom 29.11.2012 gesehen haben..!

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DAX 8.000 wir kommen? – Bayer, Linde, Merck, VW, Deutschen Bank und ThyssenKrupp im Fokus

Wieder einmal liegt ein etwas turbulenter Wochenstart hinter uns, der die Besonderheiten dieses Marktes erneut deutlich offenbart hat. Die Aufregung um eine mögliche Rückkehr Berlusconis an die Spitze der italienischen Regierung scheint aber nun erst einmal wieder verflogen zu sein. Natürlich sollte man diese Entwicklungen in Italien nun wieder etwas genauer im Auge behalten, um nicht irgendwann im Frühjahr des Jahres 2013 böse überrscht zu werden, aber aus meiner persönlichen Warte stellt das eher persönlich motivierte Ansinnen von Herrn Berlusconi (noch) keine ernsthafte Bedrohung für die Märkte oder den Heilungsprozess des italienischen Haushaltes dar. So hat es dann wohl auch der Markt gestern nach anfänglicher Schockstarre gesehen… In den USA konzentriert man sich weiterhin eher auf die hauseigenen Probleme. Noch immer gibt es keine Einigung, die eine Lösung bei der Vermeidung des sogenannten Fiscal Cliff erkennen lassen würden. Sicherlich ist dies auch ein wesentlich bedeutenderes Ereignis für die Märkte als eine mögliche Rückkehr Bunga Bunga´s…!

Trotz der immer knapper werdenden Zeit, um eine Lösung für den künftigen US Haushalt zu finden, präsentieren sich die Märkte weiterhin sehr stabil. Unterm Strich hat sich das große Bild damit wieder deutlich hin zu einem positiven Trend verändert. Der DAX konnte neue Jahreshöchststände ausbilden und ist eindeutig aus der seit Ende August bestehenden Seitwärtsbewegung ausgebrochen. Die nächste und letzte Hürde, die es nun noch zu überwinden gilt ist die runde Marke von 7.600 Punkten, dann wäre der Weg theoretisch frei bis zu den alten Höchstständen bei 8.157 aus dem Jahr 2007. Allerdings wird dies nur gelingen wenn auch die US Indizes weiterhin mitspielen, wie ich > hier < skizziert hatte.  Der MDax konnte gar jetzt schon ein neues Allzeithoch markieren!

Mit dem Anstieg des der deutschen Indizes auf neue Höchststände geraten viele Fondsmanager und Vermögensverwalter nun endgültig gewaltig unter Druck. Wir können heute wohl davon ausgehen dass der DAX am Ende dieses Jahres 2012 eine hervorragende Performance hingelegt haben wird. Viele institutionelle Investoren, die sich an dieser Benchmark messen lassen müssen, sind aber immer noch nicht ausreichend positioniert -was wohl insbesondere bei den großen Versicherungsgesellschaften mal wieder der Fall sein dürfte. Spätestens zum Jahresende erwarten Fachleute somit nun noch einmal eine Welle der Depotbereinigung (Window Dressing), die auch in den kommenden Wochen bei den guten Werten des Jahres für Unterstützung sorgen sollte. Die Underperformer 2012 hingegen werden wohl auch weiterhin verkauft.

Im Dax stehen die Favoriten für einen solchen Jahresendspurt somit wohl fest. Aktien wie die von Bayer, Linde, Merck und VW, aber auch die der Deutschen Bank sollten allesamt einen guten Jahresausklang erleben. Alleine schon eine weiterhin gute Performance der genannten DAX Schwergewichte würde auch ausreichen um den Index weiterhin in die Höhe zu treiben. Von Analysten neu herumgereichte Kursziele von 8.000 Punkten oder gar mehr, sind aus meiner persönlichen Sicht nun auf Sicht von einigen Wochen nicht mehr unrealistisch…!

Im Fokus der Anleger stehen in dieser Woche sicherlich auch die Aktien der ThyssenKrupp AG. Heute wird das Unternehmen nun endlich die Zahlen für das zurückliegende Quartal vorlegen. Ich persönlich gehe nicht unbedingt davon aus dass wir Anleger hier mit positiven Überraschungen rechnen können – um es mal vorsichtig auszudrücken! Neben den bekannten Problemen in Nord- und Südamerika kämpft der größte deutsche Stahlkocher auch noch mit einer spontanen Umstrukturierung des Vorstandes und einem Skandal bezüglich jahrelanger Preisabsprachen im Schienengeschäft. Vorstandschef Heinrich Hiesinger versucht diesem ganzen Sumpf nun entschlossen entgegen zu treten, was sicherlich auch gut ist! Die Folgen all dieser Ereignisse werden sich aber wohl noch etwas länger in den Bilanzen des Konzerns widerspiegeln. Die Zahlen werden es zeigen. Ich warte hier weiterhin ab!

Am Mittwoch beginnt die letzte FED Sitzung des Jahres,  von der sich die Anleger nun neue Erkenntnisse  über die Fortführung oder gar Aufstockung der Operation Twist erwarten. Eigentlich würde diese geldpolitische Maßnahme nun zum Jahreswechsel auslaufen. An den Finanzmärkten wird aber fest damit gerechnet, dass Zentralbankchef Ben Bernanke das Stimulierungsprogramm durch eine weitere Finanzspritze ersetzen wird. Sicherlich ist diese Entscheidung, neben dem ganzen Gerangel um die Fiscal Cliff, eine der wichtigsten, die den weiteren Weg der Märkte in den kommenden Wochen beeinflussen wird. Um den Mittwoch herum kann es also noch einmal zu leichten Turbulenzen am Aktienmarkt kommen. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass wir erneut eine freundliche Börsenwoche erleben werden.

Dennoch gibt es auch ein paar Faktoren die ich eher negativ werten würde. Hier ist Vorsicht geboten, bzw. sollte intensiv beobachtet werden wie sich die hier genannten Faktoren kurzfristig entwickeln. Noch immer sind die getätigten Börsenumsätze sehr gering. Der Volatilitäts-Index, VIX oder auch das “Angstbarometer” genannt notiert hingegen auf dem niedrigsten Stand seit langem, was inzwischen auf eine gewisse Sorglosigkeit der Anleger schließen lässt. Das ist ehrlich gesagt etwas beunruhigend! Der Goldpreis gibt, trotz der eigentlich saisonal bedingt positiven Muster, weiterhin nach oder tendiert zumindest schwach, und der Ölpreis, der ebenfalls zu dieser Jahreszeit eher anziehen sollte, war einer der großen Verlierer der letzten Woche. Insgesamt bleibt uns also das bereits seit Monaten bestehende verzerrte Bild der Märkte weiterhin erhalten. Dementsprechend vorsichtig sollte man nach wie vor agieren.

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Cyber Monday – Apple, Nokia und Research in Motion weiterhin im Fokus

Bedingt durch die Handelspause der US Indizes am Donnerstag und den sogenannten Black Friday am Freitag, war das Börsengeschehen zuletzt nur bedingt aussagekräftig. Heute ist somit wieder der erste richtige Handelstag, der umso spannender sein dürfte. Grundsätzlich gehe ich davon aus das die positive Tendenz an den Aktienmärkten uns auch in dieser Woche erhalten bleibt, wenn nicht wieder irgendwelche politischen Störfeuer dazwischen kommen. Weiterhin beherrschen sowohl die Diskussion in den USA über die Fiskalklippe als auch die Beratungen in Europa über den nächsten Schuldenschnitt für Griechenland die Medien. In beiden Fällen rechen ich nicht mit einer kurzfristigen Lösung. Die politische Zitterpartie dürfte somit mindestens noch bis Mitte Dezember anhalten. Auf der positiven Seite haben wir in dieser Woche jeden Tag eine sogenannte POMO Buy Aktion der US Notenbank FED, die den Markt gut unterstützen sollte.

Wie (fast) immer werden wird die Woche aber erst einmal etwas schwächer beginnen, um die Nachrichten vom Wochenende zu verarbeiten, bevor sich dann die wahre Richtung zeigt. Am heutigen Cyber Monday sind zudem alle Augen auf den US Einzelhandel gerichtet. Die Verkaufszahlen am Black Friday fielen nicht so stark aus wie es die Fachleute erwartet hatten. Mit 11,2 Milliarden Dollar waren die Ausgaben der shoppingwilligen Amerikaner um 1,8 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Allerdings wurde dieser Minderumsatz durch das Online Geschäft locker kompensiert. Insgesamt konnten die Online Verkäufe um 26 Prozent auf über eine Milliarde Euro gesteigert werden. Im Fokus der Anleger und der amerikanischen Konsumenten stehen dabei in dieser Holiday Saison die Hersteller von Unterhaltungselektronik, Smartphones , Tablets und Co. Wie jüngste Umfragen gezeigt haben wünschen sich die meisten Kinder und auch Erwachsenen in den USA Produkte aus diesem Bereich zum Weihnachtsfest. Ganz oben auf der Wunschliste der Amerikaner stehen Apples iPad, iPod Touch, iPad mini und auch das iPhone. Aber auch andere Anbieter können bei den Käufern mit überzeugenden Produkten punkten…!

So wurde am Freitag bekannt dass beispielsweise Nokia mit seinem neuen Lumia 920 einen echten Verkaufsschlager gelandet hat. Nach bisher noch unbestätigten Meldungen sollen seit der Markteinführung Anfang November bereits 2,5 Millionen Einheiten dieses Gerätes bestellt worden sein. Im Vorquartal wurden von allen Nokia Geräten gerade einmal 2,9 Millionen Einheiten bestellt. Die Nokia Aktie reagierte auf diese Meldungen entsprechend positiv. Dennoch stößt die Aktie nun an erste ernst zu nehmende Hürden, die es noch zu überwinden gilt (siehe Chart oben), bevor man von einem nachhaltigen Turnarround bei der Aktie sprechen kann. Ob dies im ersten Anlauf gelingen kann bleibt aus meiner Sicht zunächst fraglich, denn auch im späten US Handel ist die Aktie an der hier deutlich sichtbaren Hürde gescheitert. Bricht die Nokia Aktie aber letztlich über 2,80 Euro aus, dann wäre ein weiterer Anstieg bis auf 3,10 und später 4,17 Euro theoretisch denkbar.

In Vorfreude auf eine ähnliche Entwicklung beim Blackberry Hersteller Research in Motion, sobald der neue Blackberry 10 ab Februar an den Markt kommt, stieg die Aktie der Kanadier sogar noch deutlicher und beendete den Handel am Freitag mit einem deutliche Plus von 14 Prozent, bei 11,70 Dollar. Damit liegen wir mit unserem Depotwert RIMM nun schon fast 75 Prozent vorne…Die Apple Aktie sprang im späten Handel ebenfalls wieder an, verbuchte aber zunächst nu einen kleinen Gewinn. Das könnte sich allerdings in der kommenden Woche ändern! Denn, wie oben schon angedeutet stehen die Produkte des Marktführers weiterhin ganz oben auf der Wunschliste, was sich auch in den Verkaufszahlen widerspiegeln wird. Lesen Sie dazu mehr > hier < ! Jüngsten Schätzungen zufolge ist das kleine iPad wahrscheinlich der Renner bei den Kids und wäre damit ein weiters Produkt aus dem Hause Apple dass die gewohnt hohen Wachstumsraten des Konzerns auch in Zukunft sichert.

Ich hatte Sie ja darauf hingewiesen dass insbesondere die Apple Aktie für den Kursrutsch in den letzten Wochen verantwortlich gewesen sein dürfte. Nun sehe ich eine sehr gute Chance dafür, dass sich diese Situation genau umkehren wird. Gelingt nun ein weiterer Anstieg der Aktie über die Hürde und das noch offene Gap bei 580,- Dollar dürften Anschlusskäufe und Shorteindeckungen folgen. Dies wird dann auch die US Indizes unterstützen, bzw. weiter steigen lassen. Die Ausgangslage für die kommende Woche ist also gar nicht mal so schlecht. Entscheidend wird sein wie die Verlaufszahlen im Einzelhandel am Wochenende ausgefallen sind, und ob es gelingen kann den S&P 500 wieder über die wichtige Marke von 1.435 Punkten zu buxieren. Denn dann würde sich das Bild wieder deutlich aufhellen und eine kräftige Jahresendrally wäre wieder im Bereich des Möglichen. Zum Vergrößern des Chart mit allen relevanten Marken bitte klicken.

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Nokia kommt ins Stocken, Rally bei Research in Motion

Eine meiner wesentlichen Grundregeln beim Trading lautet nicht mit der breiten Masse zu schwimmen, denn die hat nach meiner Erfahrung meistens nicht recht! Zumindest wenn es um spekulative Rebound-Kandidaten geht. In den letzten Tagen konnte man in nahezu allen Foren und einschlägigen Börsenmagazinen lesen wie hoch die Wahrscheinlichkeiten für eine deutliche Kurserholung der Nokia Aktie ist, wie ausverkauft das neue Flaggschiff Produkt Lumia 920 und wie wahrscheinlich nun sogar eine Übernahme des Unternehmens ist, etc. Die Phantasie der schreibenden Zunft scheint im Moment keine Grenzen zu kennen. Immer dann wenn alle sich auf ein Thema stürzen und die Spekulationen die wildesten Formen annehmen, sollte man sehr vorsichtig werden, denn nicht selten besteht ein gewisses Interesse der Schreiber an steigenden Kursen. Ich möchte hier auch ausdrücklich nicht damit sagen dass die Nokia Aktie nicht weiter steigen kann, denn die Wahrscheinlichkeiten sprechen wirklich für höhere Kurse – im Moment.

Gestern jedoch hat der Anstieg der Nokia Aktie aus meiner Sicht erste Kratzer bekommen. Die Aktie konnte nicht mehr von dem freundlichen Börsenumfeld profitieren, gab im Tagesverlauf wieder deutlich nach und notiert somit nur noch knapp über der 200-Tage Linie, die sich jetzt als erste ernsthafte Hürde erweisen könnte. Die Dynamik der Aufwärtsbewegung ist damit deutlich eingedampft worden. Stattdessen scheint die Musik nun an ganz anderer Stelle zu spielen…! Dazu aber später mehr. Insgesamt bleibt bei mir aufgrund der massiven medialen Unterstützung der Nokia Aktie eher der Eindruck einer inszenierten Hype als eines fundamental gerechtfertigten Anstiegs. Das wäre in der Branche ja nicht unüblich und wird gerne auch bei den Mitbewerbern wie Apple und Co. praktiziert. Ob die Verkaufszahlen wirklich so gigantisch sind wird das Weihnachtsgeschäft am Ende zeigen. Der heutige “Black Friday” könnte erste Erkenntnisse liefern.

Letztlich bleibt der Erfolg des Lumia 920 nicht nur eine Wette auf einen Rebound sondern wohl auch auf das Überleben des Unternehmens ansich. Ganz ähnlich sieht es da bei Research in Motion aus, die mit ihrem Blackberry 10 ein fulminantes Comeback planen. Zu meinem persönlichen Bedauern kommt das Gerät aber erst nach Weihnachten auf den Markt. Der positiven Entwicklung der Aktie schadet dieser Umstand aber offenbar nicht. Unser Depotwert konnte bereits gestern Nacht an der Heimatbörse in Kanada noch einmal um  satte 18,50 Prozent zulegen. Der Umsatz in der Aktie betrug immerhin stolze 100 Millionen kanadische Dollar, was deutlich über dem normalen Wert liegt. Der Schlusskurs lag bei umgerechnet knappen 12,- US Dollar. damit ist die Aktie nun endgültig nach oben ausgebrochen. ich rechne in naher Zukunft mit Kursen um die 14,70 bis 15,- Dollar.

Selbstverständlich kann man im Moment nicht davon ausgehen das wir es mit einem “normalen” Handel zu tun haben, weil die US gestern Börsen geschlossen waren und auch heute nur ein verkürzter Handel stattfinden wird. Dennoch sind die Ereignisse der letzten beiden Tage aus meiner Sicht zumindest bemerkenswert. Ich möchte hier wirklich nicht die Spaßbremse spielen, aber ein wenig Vorsicht kann aus meiner Sicht bei der Nokia Aktie nicht schaden. Denken Sie daran, immer da wo die breite Masse gerade nicht ist lassen sich die größeren Gewinne erzielen. Wie bei Research in Motion, die ich bereits bei 6,50 Dollar gekauft, und hier im Blog darüber berichtet habe.  Ein weiteres Paradebeispiel für eine solch unbeachtete Aktie mit hohem Potenzial schicke ich Ihnen in der neuen Ausgabe unseres Investors Inside Newsletters am Wochenende!

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