Archive | Behavior Finance

-->

Top Ten Buy Liste – PPL Corp. und Spectrum Brands

Es ist immer wieder interessant zu sehen welche Aktien verstärkt von großen HedgeFonds gekauft werden, und welche Aussichten diese Ihren Depotpositionen zubilligen. Angesichts der eher dünnen Situation an den Aktienmärkten, und meiner Erwartung einer weiterhin schwächeren Börsenphase für die kommenden Wochen lohnt sich vielleicht ein Blick über den Tellerrand. In Phasen wie diesen ist es nach meiner Auffassung wesentlich sinnvoller nach interessanten Kandidaten für den nächsten Aufschwung zu suchen, als sein Glück bei ein paar lustlosen Trades zu strapazieren. Hier ist also nun der dritte Teil der Reihe, “Die Top Ten Buy Liste amerikanischer Hedge Fonds”:

Hedge-Fonds kauften zusammen fast 40 Millionen Aktien des US-Stromerzeugers PPL Corp. Zu den prominent Käufern gehören SAC Capital, Druckenmiller Stanley’s Duquesne Capital und DE Shaw. Die PPL Corp verfehlte zwar die Schätzungen im zweiten Quartal, der Aktie konnte dies aber verhältnismäßig wenig anhaben. Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer durchaus sehr interessanten Situation. Sollte die Marke von 27,- Dollar wieder überschritten werden, wäre der Weg zunächst frei bis zum Jahreshöchststand bei 32,- Dollar.

Die Spectrum Brands Holding stellt Batterien und Haushaltsgeräte für PET-Produkte her, und ist einer der Favoriten von Philip Falcone’s Harbinger Capital. Bereits im Frühjahr 2009 wurde bekannt, dass Harbinger Capital einen erheblich Anteil an dem Unternehmen erworben hatte. Mit dem Kauf zusätzlicher 3.000.000 Aktien im zweiten Quartal besitzt Harbinger jetzt weit über 60% des Unternehmens. Der Titel ist aber wohl als sehr spekulativ einzustufen..

Posted in Aktien Analysen, Behavior FinanceComments (0)

-->

Was ist das Hindenburg Omen?

In der letzten Woche wurde es gesichtet – Das Hindenburg Omen. Viele, einschließlich meiner Person haben sich wohl gefragt was das ist, und was der gute alte Herr Hindenburg mit der Börse zu tun hat? Ich habe heute mal ein wenig recherchiert, und möchte versuchen dieses Phänomen einigermaßen verständlich zu erklären. Es handelt sich hierbei um eine spezielle Chartformation die relativ selten auftritt, in Ihrer folge aber meistens einen starken Einbruch der Börsen zur Folge hat. Dieses technische Muster wird besteht aus relativ komplizierten Zusammenhängen von Kursverläufen. Es wird ausgelöst, wenn mehr als 2,2 Prozent aller an der NYSE gelisteten Aktien neue Jahreshochs ausgebildet haben, und gleichzeitig mehr als 2,2 Prozent aller Aktien ein Jahrestief markieren. Weiter muss der Zehn Wochen Durchschnitt aufwärts gerichtet sein, das Momentum (MCLEAD Indikator) hingegen an diesem Tag gen Süden zeigen.

Hört sich erst mal irgendwie wirr an, zeigt aber, dass gewisse Zusammenhänge an der Börse irgendwie durcheinander geraten sind. Platt gesagt, zum einen stark steigende Kurse und gleichzeitig stark fallende Kurse. Wenn ein Hindenburg Omen auftaucht zeigt dies somit, dass während einige Aktien noch steigen, die allgemeine Marktbreite aber nachlässt, und die Zahl der fallenden Aktien an genau diesem Tag die Zahl der steigenden Aktien nun überwiegt. Zunächst ist dieses Phänomen also nur eine Momentaufnahme. Sollte das Hindenburg Omen dann aber innerhalb von 36 Tagen erneut auftreten ist die Wahrscheinlichkeit für fallende Kurse, zumindest theoretisch, extrem hoch.

Eines der bekanntesten Beispiele für diese sich selbst erfüllende Prophezeiung ist der Crash von 1987. Damals wurde im September/Oktober insgesamt drei mal ein solches Phänomen “gesichtet”. Was daraufhin passierte wissen wir ja alle. Auffällig war aber im Jahre 1987, dass zwischen den einzelnen Erscheinungen die Kurse weiter munter angestiegen sind bevor es dann letztendlich zum Crash kam. Auch in  Jahr 2007 wurde das Hindenburg Omen im Juli gesichtet… Nun sollte man solchen historischen Ereignissen aber vielleicht nicht allzu viel Bedeutung beimessen. das Hindenburg Omen trat in den letzten 40 Jahren immer mal wieder auf, führte aber nicht unbedingt immer und vor allem nicht sofort, zu einem jähen Absturz der Börsen. Sollte es demnächst wieder an einem Börsentag zu dem Phänomen kommen, dann ist eventuell Vorsicht geboten, ansonsten würden wir eher darauf setzen den gesunden Menschenverstand in die Anlageentscheidungen mit einzubeziehen.

Posted in Behavior Finance, BörsenwissenComments (0)

-->

Top Ten Buy Liste – Fidelity National Information Services

Es ist immer wieder interessant zu sehen welche Aktien verstärkt von großen HedgeFonds gekauft werden, und welche Aussichten diese Ihren Depotpositionen zubilligen. Angesichts der eher dünnen Situation an den Aktienmärkten, und meiner Erwartung einer weiterhin schwächeren Börsenphase für die kommenden Wochen lohnt sich vielleicht ein Blick über den Tellerrand. In Phasen wie diesen ist es nach meiner Auffassung wesentlich sinnvoller nach interessanten Kandidaten für den nächsten Aufschwung zu suchen, als sein Glück bei ein paar lustlosen Trades zu strapazieren. Hier ist also nun der zweite Teil der Reihe, “Die Top Ten Buy Liste amerikanischer Hedge Fonds”:

Banking und Payment-Technologie-Anbieter Fidelity National Information Services, wurde von einer Reihe von Hedge-Fonds in diesem Jahr gekauft, unter ihnen prominente wie Steve Cohen’s SAC Capital Advisors, Glenview Capital und Eton Park Capital. Die Aktie geriet im Mai auf  Grund von Berichten, dass Blackstone zusammen mit anderen Unternehmen erwäge, einen Buy-out des Unternehmens vorzubereiten, natürlich auch in den Fokus der anderen HedgeFonds. Die Übernahme wäre der größte Leveraged Buyout seit Beginn der aktuellen Krise. Fidelity National, lehnte jedoch die $ 32,- Dollar Offerte je Aktie von Blackstone zunächst ab. Man darf also gespannt sein wie der Übernahmepoker weiter gehen wird, und sollte die Aktie im Auge behalten..

Es hat vor kurzem eine Aktienrückkaufprogramm von 86.300.000 Aktien auf 29 $ pro Aktie für insgesamt $ 2500000000.

Posted in Aktien Analysen, Behavior FinanceComments (1)

-->

Top Ten Buy Liste, Hypothekenversicherer PMI Group, MBIA, MGIC Investment, Radian

Es ist immer wieder interessant zu sehen welche Aktien verstärkt von großen HedgeFonds gekauft werden, und welche Aussichten diese Ihren Depotpositionen zubilligen. Angesichts der eher dünnen Situation an den Aktienmärkten, und meiner Erwartung einer weiterhin schwächeren Börsenphase für die kommenden Wochen lohnt sich vielleicht ein Blick über den Tellerrand. In Phasen wie diesen ist es nach meiner Auffassung wesentlich sinnvoller nach interessanten Kandidaten für den nächsten Aufschwung zu suchen, als sein Glück bei ein paar lustlosen Trades zu strapazieren. Hier ist also nun der erste Teil der Reihe, “Die Top Ten Buy Liste amerikanischer Hedge Fonds”:

Ein immer noch interessanter Kandidat ist die PMI Group, ein Hypothekenversicherer. Gerade im zweiten Quartal war PMI ein Liebling diverser Hedge-Fonds die auf eine Erholung des US Wohnungsmarktes gesetzt hatten. Hedge Fonds-Manager John Paulson kaufte 5.000.000 Aktien an der Gesellschaft, und hält nunmehr einen Anteil von 3%. Blue Ridge Capital Advisors und Omega sowie einige der anderen prominenten Hedge-Fonds, haben ebenfalls größere Positionen der PMI Aktie erworben.

Die Aktie konnte in diesem Jahr trotz des schwachen Ausblicks für den Wohnungsbau bereits ordentlich zulegen, bevor dann aber weiterhin schlechte Nachrichten vom US Häusermarkt den Titel wieder nahezu in seine Ausgangslage beförderten. Der Höchststand von 7,20 $ Anfang April wurde nicht wieder erreicht, momentan notiert der Wert knapp unter der drei Dollar Marke. Genau hier sehen Fachleute nun wieder eine langfristig attraktive Chance auf eine Erholung des Sektors, auch wenn die zuletzt gelieferten Daten vom Immobilienmarkt vorerst eine andere Sprache sprechen.

Andere Hypothekenversicherer, wie MGIC Investment, MBIA oder Radian scheinen auch aus charttechnischer Sicht ebenfalls wieder deutlich interessant zu sein. MGIC und MBIA haben ihren Ausblick für das zweite Halbjahr bereits vorsichtigen angeboten, bei Radian liefen die Geschäfte hingegen im abgelaufenen Quartal wieder deutlich schlechter als zuvor. Die gesamte Branche bleibt risikobehaftet, bietet aber bei einer nachhaltigen Wende am US Immobilienmarkt auch enormes Potenzial. Auch wenn nur PMI auf der Top Ten Liste steht bleiben auch die anderen drei Unternehmen meine erste Wahl um auf  eine Erholung der amerikanischen Immobilienmärkte zu setzen..

Posted in Aktien Analysen, Behavior FinanceComments (0)

-->

Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch in der Kritik..

Heftige Diskussionen über die Arbeit der US-Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch gibt es bereits seit längerem. Waren es damals die Vorwürfe, dass man seitens dieser Institutionen einen schlechten Job gemacht, und damit die Finanzkrise erst ausgelöst hat, ist es heute eher die offensichtlichen Ungleichbehandlung von den USA und dem Rest der Welt. Insbesondere Europa hatte zuletzt stark unter den Herabstufungen einzelner Länder zu leiden. Allen voran natürlich Länder wie Griechenland, Spanien und Portugal. Was damals versäumt wurde scheinen die Ratingagenturen nun durch plötzlichen Übereifer wieder wett machen zu wollen. Inzwischen stellt sich die Frage warum solche Herabstufungen nur europäische Länder trifft, es ist gar von Europafeindlichkeit die Rede. Und dies wohl nicht zu Unrecht! Wirft man mal einen genaueren Blick über den Atlantik kann einem schon Angst und bange werden. Die dortigen Verhältnisse übersteigen die hiesigen Probleme teilweise bei Weitem. Rufe nach einer ausgleichenden Herabstufung der USA werden laut. Die Frage ist nur ob dies irgend jemandem wirklich nutzen würde..

Die Zahlen aus den USA sind, sagen wir es mal vorsichtig, etwas beängstigend. So beträgt das Haushaltsdefizit des Bundes mit 1,4 Billionen Dollar rund zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die Gesamtverschuldung der Regierung liegt bei 85 Prozent des BIP. Nimmt man dann noch die Defizite einiger Einzelstaaten, allen Voran Kalifornien, in diese Berechnung mit auf, wird es ganz düster. Fachleute bescheinigen den USA bereits seit längerem einen ähnlichen Bonitätsstatus wie Griechenland. Der wachsende Schuldenberg müsse früher oder später zu einer deutlichen Abwertung der Staatsanleihen führen, sind sich Fachleute einig. Damit dürften Sie wohl auch Recht behalten. Die wirtschaftliche Erholung in den USA stottert weiterhin, an Schuldenabbau ist wohl erst einmal nicht zu denken. Die Zurückhaltung der Ratingagenturen ist somit zwar verständlich, da eine Herabstufung der USA wohl erneut katastrophale Folgen für die Weltwirtschaft hätte, dennoch fragt man sich zwangsläufig nach der Sinnhaftigkeit solcher Institutionen, wenn diese nicht objektiv, und unabhängig Ihre Entscheidungen fällen können….

Um so wichtiger dürfte es also sein, in Zukunft eine europäische und asiatische Ratingagentur neben den großen drei aus den USA zu haben. Ob dieser Plan in die Tat umgesetzt werden wird bleibt erst einmal fraglich. Über den Einfluss solcher Ratingagenturen auf die Anlageentscheidung vieler darf man aber durchaus eine geteilte Meinung haben. Auch hierzulande gibt es genügend Beispiele, gerade in der Fondsbranche, dafür, dass nicht immer objektiv bewertet wird. Teilweise werden solche Ratings sogar einfach käuflich erworben, was nicht unbedingt im Sinne eines transparenten Finanzsystems ist. Unsere Politiker sollten auch darüber nochmal nachdenken… Für eine Anlageentscheidung kann ein solches Rating eben nur eine Hilfestellung sein, und sollte nicht das erste Kriterium für den Kauf eines Produktes darstellen. Die genaue Analyse klassischer Kennzahlen, der Leistungsbilanzen u.ä. sind da weitaus hilfreicher. Bezüglich der Ratings der USA werden Anleihenkäufer wohl bald schon etwas kritischer mit diesen Aussagen umgehen müssen.

Posted in Behavior Finance, BörsenwissenComments (2)

-->

Ein Zeichen, ein Zeichen…???

Wer den Film “Das Leben des Bryan” bereits gesehen hat der wird wissen, an welche Szene ich jetzt gerade gedacht habe…der vermeintliche Messias verliert einen Schuh und alle Jünger tun darauf hin dasselbe und ziehen einen Schuh aus. Ich hatte bereits in den vergangenen Tagen geschrieben, dass ich noch auf ein Zeichen warte..vorher möchte ich aber noch klar stellen, dass es nicht ein solches Zeichen wie eben beschrieben ist, und ich sicherlich nicht der Messias für geschundene Börsenseelen bin :-) Dennoch es sieht so aus als ob ich heute mein Zeichen bekommen soll. Die vorhin veröffentlichten US-Einzelhandelsdaten waren ein echter Rückschlag für eine konsumgetriebene Nation wie die Vereinigten Staaten. Japan lässt mal vorsichtig anklingen, dass man sich am Rande eines Staatsbankrottes befindet, und alles was der Markt macht ist ein kleiner Rücksetzer, der ungefähr eine Stunde dauerte.

Es ist ja nicht so, dass wir nicht wüssten, dass Japan sich bereits seit 20 Jahren in einer tiefen Rezession befindet, und dass das Haushaltsdefizit inzwischen gigantische Ausmaße angenommen hat. Aber die Nachricht an sich, zusammen mit der Konsumflaute Amerikas hätte die Märkte, bei der allgemein nervösen Haltung der Anleger, doch heute nochmal ordentlich durchschütteln können. Fast scheint es so dass die Anleger der schlechten Nachrichten überdrüssig geworden sind, und diese nun konsequent ignorieren. Das ist ein zumindest ein kleines Zeichen…Der S&P 500 befindet sich inzwischen wieder über der wichtigen Marke von 1.080 Punkten. Wenn der Dow Jones mir heute noch den Gefallen tut sich über 10.200 Punkte zu bewegen, fange ich ernsthaft an zu glauben, dass wir vielleicht vorerst das Schlimmste überstanden haben.

Natürlich muss auch der Euro weiter mitspielen..die Korrelation zwischen der europäischen Leitwährung und verschiedenen Indizes scheint immer noch existent zu sein, wenn gleich diese Abhängigkeit nun etwas nachzulassen scheint. Es hätte mich auch wirklich schwer verwundert wenn Dow Jones und Co. sich dauerhaft von dem kleinen Euro beeinflussen lassen…Wie auch immer, bei der Nachrichtenlage, ein solcher Intraday Rebound verheißt erst einmal weiter steigende Kurse…wenn diese Indexstände heute gehalten werden können, natürlich! Wir beenden diese Woche mal wieder sehr erfolgreich, und haben einmal mehr gutes Timing bewiesen…es lebe das Swing-Trading! Ich wünsche allen Lesern auf diesem Wege einen schönen Wochenausklang, eine tolle Weltmeisterschaft, und natürlich ein erfolgreiches Auftakt-Spiel der deutschen Fussball-Nationalmannschaft am Sonntag!

Posted in Behavior Finance, Börsenwissen, TagebuchComments (1)

-->

ProSieben und Hugo Boss… ist die Gier wieder da?

…wird heute offiziell vom Handelsblatt verkündet, und bezogen auf die beiden dabei im Artikel erwähnten Aktien Hugo Boss und ProSiebenSAT1 dürften die Verfasser auch recht haben. “Spiel nicht mit den Schmuddelkindern” lautet die Massage. Beide Unternehmen sind immer noch große finanzielle Probleme und einer extrem hohen Schuldenlast. Viel schlimmer noch sie befinden sich im Besitz eines Finanzinvestors der plant einen Gewinn aus dem baldigen Verkauf oder Teilverkäufen am Unternehmen zu machen. Nicht selten bleibt dann nach Abschluss der Transaktion nicht viel mehr übrig als eine nahezu leere Hülle des Unternehmens. Im Volksmund werden solche Leute auch Heuschrecken genannt. Ungeachtet dessen schmeißen Anleger momentan reihenweise Ihr sauer verdientes Geld in die Aktien dieser Unternehmen. Nun, es dürfte klar sein das diese Investitionen früher oder später ins wanken geraten werden. Fundamental begründet sind sie wohl eher nicht.

Das die Gier an den Märkten zurück ist kann ich so nicht bestätigen. Viel mehr beobachtet man immer noch Zurückhaltung was man unter anderem an den dünnen Umsätzen erkennen kann. Gier wird dann zu sehen sein wenn der Dax auch die nächste Marke nach oben genommen hat und somit die Pessimisten wieder in Aktien investieren lässt. Dann werden die die etwas mutiger waren und bereits vor Monaten eingestiegen sind teilweise denken, dass sie unverwundbar sind. Sie werden leichtsinnig und vergessen Ihre selbst auferlegten Regeln und machen Fehler. Dann wenn alle wieder von der Wahnsinnsrallye reden, und man in der Bildzeitung entsprechende Schlagzeilen auf Seite eins findet… dann kehrt die Gier zurück! Und wie immer folgt darauf die Angst und die Panik. Es ist der ewige Kreislauf der Börse, ähnlich wie Ebbe und Flut.

Das gilt auch für die beiden Aktien von Hugo Boss und ProSieben, nur wahrscheinlich deutlich früher als beim Gesamtmarkt. Man sollte nicht vergessen dass auch die Angst seltsame Blüten treibt. Noch immer gibt es deutlich unterbewertete Unternehmen im Markt deren Aktien sich seit den Tiefstständen  kaum bewegt haben. Noch immer liegen die Perlen auf dem Grabbeltisch. Machen Sie nicht den Fehler einem überkauften Trend hinterher zu laufen, sondern konzentrieren Sie sich auf die Perlen von morgen…Die Gier ist noch lange nicht zurück!

Posted in Behavior Finance, TagebuchComments (0)

-->

Der Investors Inside Gold-Report

Der Goldmarkt bzw. der Preis des Edelmetalls und die zu erwartende Entwicklung in den kommenden Monaten und Jahren beschäftigt derzeit die Gemüter. Während Investoren wie Mark Faber in den kommenden 2 Jahren einen Goldpreis von bis zu 5.000,- Dollar je Feinunze voraussagen gibt es auch durchaus kritische Stimmen. Wir haben uns in unserer Neuen Jahresprognose für Gold etwas näher mit den Chancen uns Risken eines Investments beschäftigt uns stellen diese Analyse unseren Lesern des Email Newsletters in Kürze zu Verfügung.

Seit dem 01.01.2010 gibt es den kostenlosen Investors Inside Newsletter mit weiteren wertvollen Tipps, Anlageideen und geldwerten Vorteilen für Sie, über den auch die aktuelle Jahresprognose für das Börsenjahr 2010 verschickt worden ist. Jetzt haben wir die aktuelle Jahresprognose speziell für die zu erwartenden Bewegungen am Goldmarkt erstellt. Wenn auch Sie diesen Jahresausblick erhalten wollen sollten Sie sich schnell noch für den kostenlosen Investors Inside Newsletter hier anmelden.

Wie bereits gesagt, der Newsletter ist völlig kostenlos und unverbindlich, wird aber für Ihren Börsenerfolg in Zukunft einen entscheidenden Beitrag leisten können. Den aktuellen Stand des Langfristdepots finden Sie hier! Eine weitere Registrierungsmöglichkeit finden Sie rechts oben unter dem Begriff “Newsletter”! Melden Sie sich jetzt an, denn die Newsletter-Abonnenten wissen schon immer etwas früher und ausführlicher über das aktuelle Marktgeschehen und unsere Trades bescheid! Ich freue mich auf ein weiteres spannendes Börsenjahr mit Ihnen und verbleibe…mit herzlichen Grüßen

Ihr Lars Röhrig

Posted in Aktien Analysen, Behavior Finance, Börsenwissen, Geldwerter Vorteil, News, Rohstoffe, TradesComments (4)

-->

Mehr Verantwortung für den Staat und seine Bürger

Die öffentliche Diskussion um zweifelhafte Beratungsmethoden deutscher Banken zieht immer weitere Kreise. Während die BaFin auf Grund des allgemeinen Drucks seitens der Presse gerade versucht wieder einmal Ihrem Image gerecht zu werden, in dem man ankündigt das man der die Bankberatung in Deutschland ernsthafter prüfen müsse, gehen die Grünen bereits einen Schritt weiter und fordert eine generelle Zulassungspflicht für alle Initiatoren von Anlegeprodukten.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat nun im Bundestag einen Antrag auf Ausbau des Wertpapierdienstleistungsrechts zu einem ganzheitlichen Kapitalanlagerecht gestellt. Sie fordert ein einheitliches Schutzniveau unabhängig vom Anlageprodukt oder Vertriebsweg. Für die Initiatoren soll es nach dem Willen der Fraktion eine Zulassungspflicht geben. Die Bafin solle die Verkaufsprospekte nicht nur formell, sondern auch auf Schlüssigkeit und Widerspruchsfreiheit prüfen.

Die Stiftung Warentest hatte kürzlich einen Anleger mit 30.000 Euro Anlagebedarf und vergleichsweise hohem Sicherheitsstandard losgeschickt – mit erschütterndem Ergebnis, und damit den ganzen Presserummel ausgelöst. Die SPD lehnte sich nun am weitesten aus dem Fenster: Sie wollte einen TÜV für Anlageprodukte. Bisher müssen die Banken einzig und allein über die Risiken einer bestimmten Geldanlage aufklären. Bei komplizierten Produkten wie etwa Optionsscheinen müssen Sie zudem die “Termingeschäftsfähigkeit” nachweisen – durch eine Erklärung. Das ist alles. Oftmals weiß der Kunde aber gar nicht was genau er da unterschreibt.

Wir hatten, ebenfalls kürzlich über den Fall des SHB Renditefonds 6 berichtet der in der letzten Ausgabe (12/2009) der Finanztest durch erstaunlich gute Ratings der einschlägigen Ratingagenturen dieses Landes aufgefallen ist. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass es – sagen wir mal vorsichtig – einige Unwägbarkeiten für Anleger bei diesem Produkt gibt. Einer unserer geschätzten Leser, Dr. Petereins hat hier noch einmal genauer nachgerechnet… Grundsätzlich sind wir der Meinung das auch solche Anlageprodukte in Zukunft viel strenger kontrolliert werden müssen um den Verbraucher am Ende der Laufzeit vor bösen Überraschungen zu schützen.

Ähnliches gilt natürlich auch für Investmentfonds. vergangene Woche musste der BVI kleinlaut einräumen, dass die Zahl der Fondsanleger insgesamt 2009 zurückgegangen sei – erstmals seit 2003. Nur noch 15 Millionen Anleger besäßen Investmentfonds, hieß es. Auch das ist kein wunder angesichts der gerben Verkuste die Anleger in der letzten Krise hinnehmen mussten. Die Branche steht ebenfalls unter Beobachtung. Das Verhältnis zwischen Anlegern und Fondsanbietern ist gestört. Laut einer Umfrage der Ratingagentur Feri räumen inzwischen 70 Prozent der Fondsgesellschaften ein, dass sie das Vertrauen der Anleger nicht zurückgewonnen hätten und fast 80 Prozent der befragten Bürger halten Fondsberater für weniger glaubwürdig als Politiker.

Auch hier liegt die Ursache für diesen Vertrauensverlust in erster Linie an der undurchsichtigen Prospektierung solcher Fonds. Wer zum Beispiel einen Geldmarktfonds gekauft hatte, der fand plötzlich hoch riskante ABS-Papiere in diesem Fonds. Geldmarktfonds wurden mit einem Plus an Rendite verkauft, ohne zu sagen, dass dies auch mit einem höheren Risiko verbunden ist. Auch bei den offenen Immobilienfonds die in diesem Jahr wegen starker Mittelabflüsse teilweise vorübergehend schließen mussten dürfte sich die Stimmung so schnell nicht bessern.

Eine Möglichkeit, Fonds attraktiver zu machen, wären sinkende Gebühren. Doch danach sieht es zurzeit nicht aus. Stattdessen wird derzeit gar über neue Abgaben diskutiert. Mehrere Anbieter haben erfolgsabhängige Gebühren eingeführt oder denken darüber nach. Der Anteil aktiv gemanagter Aktienfonds mit erfolgsabhängigen Gebühren hierzulande ist inzwischen von neun Prozent 2002 auf 17 Prozent gestiegen. Die Werteinbußen 2008 hatten Anleger also allein zu tragen, und nun wenn es wieder aufwärts gehe, verlange die Branche eine Erfolgsbeteiligung, das kling wie blanker Hohn.

Anlegerschützer fordern einen Malus für schlechte Wertentwicklung – ähnlich wie in den USA. Dort müssen Fondsgesellschaften ihre Gebühren senken, wenn sie den Vergleichsindex verfehlen. Das würde viele Fondsgesellschaften in Deutschland schmerzlich treffen. Denn laut Schätzungen schneiden 75 Prozent der aktiv verwalteten Fonds schlechter ab als der MSCI World. Schlimmer noch: Von mehreren Fonds, die der BVI (bei einer Sparrate von 100 Euro im Monat) verglichen hat, konnten in den vergangenen zehn Jahren nur 15 Prozent ein Plus erwirtschaften.

Wir begrüßen diesen Vorschlag der Grünen, sowie den der SPD, die bereits längst überfällig waren. Bislang konnte theoretisch und leider auch praktisch jeder halb gebildete Autoverkäufer (der Vergleich sei mir verziehen) einen Fonds initiieren, und das meistens noch zu Konditionen die letztendlich nur den Initiatoren selber vermögend gemacht haben. Beispiele dafür das Anleger hier Ihre Geld oder gar Ihr gesamtes Vermögen verloren haben gibt es zu Hauff. Ob die BaFin allerdings das Kontrollorgan ist das hier Besserung versprechen kann darf stark bezweifelt werden. Zu oft hat sich diese Kontrollbehörde durch Nachlässigkeit diskreditiert und im Krisenfall als zahnloser Tiger erwiesen.

Wenn also hier ein Schritt in die richtige Richtung unternommen werden sollte, so müssen auch die Kontrollinstitutionen wie die Ratingagenturen und die BaFin stärker kontrolliert werden. Alles in allem eine ordentliche, aber keine unlösbare Aufgabe für die deutsche Politik, aber auch eine die das Thema Altersvorsorge in Deutschland dauerhaft positiv beeinflussen würde. Und so wünschen wir, das Investors Inside Team, uns für das kommende Jahr mehr staatliche Mitverantwortung und mehr Kapitalschutz für die Bürger, die mehr denn je bezüglich ihrer Altersvorsorge auf eigenen Beinen stehen müssen. Das hat bei den Ostimmobilien nicht besonders gut geklappt…aber vielleicht kommt der Staat ja dieses Mal seiner Pflicht nach!

Wir raten nach wie vor allen Anlegern sich aktiv und regelmäßig selber um Ihr Vermögen zu kümmern, denn nur dann wird Ihre Rendite nicht regelmäßig durch überflüssige Verwaltungskosten und Management-Gebühren geschmälert. Oder suchen Sie sich eine unabhängige Vermögensverwaltung, mit einer entsprechend langfristig erfolgreichen Anlagestrategie, die auch in Krisenzeiten eine ordentliche Performance aufweist. Das Jahr 2010 wird wohl nicht minder turbulent als die vergangenen 12 Monate. Kümmern Sie sich aktiv um Ihr Geld denn Sie haben es sich hart verdient, und es soll sich im Laufe der Jahre vermehren, und nicht in die Tasche irgendwelcher Fondsmanager wandern. Ganz sicher hilft Ihnen dabei auch der ein oder andere Tipp aus diesem Blog und dem kostenlosen Investors Inside Newsletter…

Posted in Behavior Finance, Immobilien, Politik, TagebuchComments (1)

-->

Jetzt noch schnell Window Dressing fürs Depot!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und das Thema Window Dressing rückt mal wieder in den Fokus der Fondsmanager. Was ist Window Dressing überhaupt? Kurzum geht es um die Pflege eines Portfolios um es aus marketingtechnischen Gesichtspunkten besser aussehen zu lassen und die steuerliche Komponente zu optimieren. Dabei werden mit Blick auf den bilanziellen Stichtag am 31. Dezember letztmalig für das Jahr Portfolios gepflegt. Typischerweise werden die Gewinner des Jahres nachgekauft, während die letzten Chancen genutzt werden, um sich von den Verlierern aus den eigenen Büchern zu trennen.

Einig sind sich die Beobachter darin, dass “Window-Dressing” vor allem bei illiquiden Märkten Aussichten auf Erfolg hat. Deshalb sei hiermit auch erst nach dem großen Verfall zu rechnen. Im Anschluss seien die meisten Handelsabteilungen der Banken nur noch minimal besetzt, und viele Investoren hätten die Bücher für das Jahr bereits geschlossen. Aus dem gleichen Grund sei “Window-Dressing” auch vor allem ein Thema für die zweite und dritte Reihe. Wenig Sinn machten hingegen Versuche, die Performance einzelner DAX-Titel oder auch den Gesamtmarkt in einem letzten Kraftakt noch in die Höhe zu pflegen.

Anlegergruppen, die ein Interesse an “Window-Dressing” haben, umfassten neben Eigenhändlern und Spezialfonds auch Investoren mit speziellen Partikularinteressen wie etwa Großaktionäre oder Private-Equity-Unternehmen. In letzterem Falle würden auch gezielt einzelne Papiere gepflegt werden. Letztlich gehe es immer darum, die eigene Performance quasi per Kunstgriff und unter Einsatz geringer Mittel aufzupolieren. Zum Jahreswechsel erzeugten diese aber aufgrund der sehr geringen Liquidität im Markt einen größeren Widerhall.

Verstärkt würden diese Bewegungen noch durch die in den vergangenen Jahren zunehmende Bedeutung des Algotrading. Die meisten Computer folgten Momentum-Strategien. Sobald die Programme einen Trend in einer Aktie ausmachten, verstärkten sie diesen häufig noch mit zusätzlichen eigenen Positionierungen. Im Gegensatz zu der weitläufigen Meinung das das Window Dressing keinen nennenswerten Einfluss auf die Kurse ausübt haben unsere Beobachtungen ergeben das gerade die Tage um Weihnachten oftmals die interessantesten des Jahres sind.

Dabei sind gar nicht mal die momentanen Kurse so ausschlaggebend sondern oftmals die kleinen Kursanstiege dann der Auslöser dafür das sobald die breite Anlegerschar wieder aus dem Weihnachtsurlaub zurück ist bislang unüberwindbare Charthürden am Jahresanfang mit Leichtigkeit genommen werden können…

Sinn macht Window Dressing auch für Privatanleger im Zuge der Kapitalertragssteuer. So kann es durchaus sehr sinnvoll sein sich in den letzten Tagen des Jahres noch schnell von Verlustpositionen zu trennen um die Steuerlast duch die Gewinntrades zu senken. Statt sich das Geld irgendwann mühsam über die Einkommensteuererklärung zurück zu holen bildet dann also innerhalb von Tagen eine entsprechende Steuergutschrift neues Kapital im Depot das direkt wieder angelegt werden kann – Vielleicht ja sogar wenige Tage später wieder in die gleichen Werte ;-)

Posted in Behavior Finance, Börsenwissen, Geldwerter VorteilComments (0)

-->

Markets climb a wall of worry

Fühlen Sie sich verwirrt und enttäuscht, weil Sie momentan kaum in Aktien investiert sind? Wenn ja, habe ich einen kleinen Trost für Sie: Sie haben jede Menge Gesellschaft auf der Bärenseite – auch unter Börsenbrief-Schreibern.Nachfolgend liefere ich Ihnen erstaunliche Daten, die erklären, warum die Rallye am Aktienmarkt noch nicht vorbei sein dürfte. Mein hochgeschätzter US-Kollege Mark Hulbert beobachtet seit 1980 die Performance und die Markteinschätzungen von rund 160 US-Börsenbriefen. Daraus leitet er neben Performance-Rankings, die die Rendite der betreffenden Briefe klassifizieren auch antizyklische Indikatoren für die Marktstimmung ab. So hat Hulbert bei zahlreichen Tests über viele Jahre hinweg statistisch signifikante Erkenntnisse gewonnen.

Eine davon bestätigt die uralte These “Markets climb a Wall of Worry”. Frei übersetzt: Die Märkte klettern am liebsten an einer Wand der Angst nach oben. Hulbert hat herausgefunden, dass sich der Grad der Angst im Markt relativ gut an der Stimmungslage der Börsenbriefe ermitteln lässt, die versuchen, den Gesamtmarkt zu prognostizieren.Das funktioniert so: Es wird aus allen Markttimern unter den Börsenbriefen ein Durchschnittswert aus der empfohlenen Aktiengewichtung ermittelt. Ein Beispiel: Wenn ein Anleger 100.000 US-Dollar zur Verfügung hat und ein Börsenbriefschreiber empfiehlt eine Aktiengewichtung von 30 Prozent, dann heißt dies, er soll 30.000 Euro in Aktien anlegen und den Rest in Anleihen, Immobilien, Tagesgeld Gold oder sonstigen Anlageklassen. Je höher die empfohlene durchschnittliche Aktiengewichtung ist, umso bullischer sind die US-Börsenbriefe im Durchschnitt.

Der Hulbert Financial Digest, das ist der Börsenbrief-Beurteilungsdienst von Mark Hulbert, hat herausgefunden, dass die Stimmungslage der Briefe kontraindikativ ist. Auf deutsch: Sind extrem viele Briefe extrem bullisch, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir uns nahe eines Markt-Tops befinden. Ist die Stimmung unter den Briefen sehr schlecht, gilt das Gegenteil: Dann befindet der Markt sich tendenziell nahe eines (lokalen) Tiefs.Diese Erkenntnis gilt nicht nur im Extrembereich sondern auch graduell. Normalerweise ist zu beachten, dass im Laufe eines Bullenmarktes der Optimismus der Börsenbriefschreiber mit dessen Fortdauer ebenfalls mit ansteigt und bei kurzfristigen Marktkorrekturen wieder zurückgeht.Die aktuelle Entwicklung des von Hulbert aus den obigen Erkenntnissen entwickelten Indikators ist jedoch äußerst ungewöhnlich:

Am 13. April 2009, also zu einem Zeitpunkt als die absoluten Mehrjahrestiefs des letzten Bärenmarktes erst wenige Wochen zurücklagen, lag die von kurzfristig orientierten Börsenbriefen durchschnittlich empfohlene Gewichtung für Aktien bei 34,6 Prozent. Das ist ein relativ niedriger Wert, aber typisch für eine solche Marktphase. Anleger und Börsenbriefschreiber standen noch unter dem Schock der Finanzkrise.Seither hat der Dow Jones mehr als 2.000 Punkte oder mehr als 20 Prozent zugelegt. Zwischendurch sind die Börsenbriefschreiber wie zu erwarten, optimistischer gewesen. Aber das Erstaunliche ist, dass bei der kleinsten Korrektur die Stimmung sofort in den Keller geht. Aktuell empfehlen die Markttimer also nur noch einen Aktien-Investitionsgrad von 32,3 Prozent. Das sind sogar mehr als 2,3 Prozent weniger als damals.

Sie meinen es ist möglich, dass die Akteure einfach dazugelernt haben? Theoretisch schon, praktisch eher nicht. Und das hat nichts damit zu tun, dass nun Börsenbriefschreiber im Durchschnitt keine Ahnung haben, das sind vielmehr ganz normale massenpsychologische Phänomene.Wenn ich in meinem privaten Bekanntenkreis das Thema “Aktien” im Frühjahr dieses Jahres angeschnitten habe, erntete ich nur besorgte Nachfragen und Mitleid. Heute fragen mich die Leute schon wieder nach Tipps. Gefährlich wird es dann, wenn ich vom Taxifahrer heiße Empfehlungen geliefert bekomme und auf den Titelblättern der Boulervard-Presse reißereische Schlagzeilen über exorbitante Gewinne an den Aktienmärkten zu finden sind.

Doch, wie gesagt: Davon sind wir noch weit entfernt. Aus marktpsychologischer Sicht gerät der neue Bullenmarkt erst dann in Gefahr, wenn die Marktteilnehmer trotz fallender Kurse sehr bullisch bleiben und einen Aktien-Investitionsgrad von weit über 50 Prozent empfehlen. Aktuell sind sie aber nicht einmal bei steigenden Kursen optimistisch. Der Einfluss, den die Psyche auf Marktteilnehmer hat, ist nicht zu unterschätzen. Von Mark Douglas, einem der erfolgreichsten US-Future-Trader der vergangenen Jahre, stammt der Satz: “Ihr Erfolg an der Börse hängt zu 80 Prozent von psychologischen Faktoren ab und nur zu 20 Prozent von der Methode.”

Ein Fehler, den viele Marktteilnehmer machen ist, dass sie kurz zurückliegende Geschehnisse überbewerten. Einfaches Beispiel: Die jüngste Rallye an den Aktienmärkten führt dazu, dass viele Trader und Spekulanten rein subjektiv den Markt als “überkauft” und inzwischen zu teuer einschätzen. Schließlich ist der Dow Jones in sechs Monaten um mehr als 2.000 Punkte gestiegen. Außer Acht gelassen wird dabei, dass derselbe Index immer noch mehr als 4.000 Punkte unter seinem Höchstkurs von Ende 2007 liegt.

Eine direkte Folge davon ist, dass die allermeisten Marktteilnehmer im Verlauf der aktuellen Rallye immer noch ihre Wunden lecken. Von 450 von Hulbert untersuchten Börsenbrief-Depots befinden sich gerade einmal 71 oder rund 16 Prozent auf einem höheren Stand als Ende 2007. Das führt dazu, dass die wenigsten dazu Anlass haben, optimistisch zu sein, was sich wiederum in einer sehr hohen Vorsicht gegenüber Aktien äußert.Übrigens: Einer der Leitsprüche von Warren Buffett lautet: “Seien Sie gierig, wenn andere Angst haben, und seien Sie ängstlich, wenn andere gierig sind.” Auch hier hat der alte Fuchs wieder mal Recht.

Fazit: Trotz der fulminanten Rallye seit Frühjahr ist ein ungewöhnlich hoher Prozentsatz der Börsianer gegenüber Aktien bearish eingestellt. Ein Ende der Rallye-Bewegung kommt aber typischerweise dann, wenn die Marktteilnehmer auch bei fallenden Kursen bullish bleiben. Der Fall ist aktuell genau das Gegenteil. Das könnte dem Markt getreu dem Motto “Markets climb a wall of worry” weiter Flügel verleihen….in diesem Sinne freue ich mich auf das Börsenjahr 2010 und hoffe Sie sind auch dabei wenn wir wieder schöne Gewinne einfahren. Der sicherste Weg nichts zu verpassen ist sich für den kostenlosen Investors Inside Newsletter hier einzutragen und natürlich täglich mal im Blog vorbei zu schauen oder den RSS Feed oben rechts unter “RSS” zu abonnieren.

Posted in Behavior FinanceComments (0)

-->

Was ist ein Hexensabbat?

Der Tag des Auslaufens von Terminkontrakten auf Aktien und Indizes wird an den Börsen als “Hexensabbat” bezeichnet. Vom “Großen Verfall” sprechen Börsianer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf den gleichen Tag fällt. Insgesamt gibt es jährlich vier große Verfallstermine an den Derivatebörsen, und zwar jeweils am dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember. Zu diesen Terminen können Aktienkurse und auch Indizes ohne wesentliche Unternehmens- oder Konjunkturnachrichten kräftig hin- und herschwanken.

Wegen der mitunter wilden Zuckungen an den Märkten wurde der Begriff “Hexensabbat” geprägt. Stärkere Kursausschläge an solchen Tagen gibt es vor allem bei Aktien-Schwergewichten in den entsprechenden Indizes.Hinter diesen Schwankungen stehen Spekulanten, deren Frist zur Verwirklichung ihrer Derivategeschäfte abläuft. Große Marktteilnehmer wie Fonds- oder Vermögensverwalter versuchen im Vorfeld, die aktuellen Kurse auf jene Preise zu treiben, bei denen sie an der Terminbörse engagiert sind. Entsprechend kommt es in der Regel binnen Minuten zu hohem Handelsvolumen und deutlichen Kursschwankungen. Kleinanleger können bei diesem “Hexentreiben” kaum kursbewegend eingreifen.

Zur Mittagszeit um 12.00 Uhr, beim so genannten Fixing, verfallen zunächst die Index-Optionen und -Futures von EuroStoxx und StoxxX an der Eurex. Um 13.00 Uhr verfallen dann in der Mittagsauktion die Futures und Optionen auf den Dax und den TecDax und fünf Minuten später die auf den MDax. Erst gegen Handelsschluss desselben Tages laufen dann die Optionen und Futures auf die einzelnen Aktien aus. Dies gilt zudem nicht nur für die deutsche Terminbörse Eurex, sondern für die meisten großen Börsen weltweit. Während etwa deutsche, französische, italienische und US-Aktien an der Eurex um 17.30 Uhr verfallen, laufen die der Schweizer Werte bereits um 17.20 Uhr aus.

Posted in Behavior Finance, BörsenwissenComments (0)

  • Popular
  • Latest
  • Kommentare
  • RSS
  • Newsletter
  • Melden Sie sich jetzt für den Investors Inside Newsletter an.

    Ihr Name
    Ihre Email
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Bloggeramt.de
Blog Top Liste - by TopBlogs.de
Schweizer Blog Verzeichnis
Directory of Finance/Business Blogs
Blog Verzeichnis und Blog Webkatalog

frisch gebloggt
Add to Technorati Favorites


Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits