Hier gibt es Alibaba Aktien zum Schnäppchen-Preis…


Der Alibaba Börsengang war das beherrschende Thema der letzten Woche. Die Erstnotiz an der Wall Street toppte letztlich auch die kühnsten Erwartungen der überwiegend optimistischen Fachleute. Dennoch hinterlässt der satte Aufschlag auf dem Emissionspreis von 68,- Dollar sicherlich auch so manche Frage… Denn, hier wurde nun bereits am ersten Tag der Börsennotierung eine gehörige Portion Vorschusslorbeeren eingepreist. Ich kann Ihnen zwar auch nicht sagen ob das Unternehmen an dieser Stelle nun bereits recht teuer oder gar günstig ist, würde mich aber zu diesen Kursen auch nicht mehr zu einer Spekulation darauf hinreißen lassen. Zumindest nicht direkt…

Alibaba ist ein interessantes Unternehmen, ohne Frage und ich persönlich habe größten Respekt vor dem Lebenswerk des Gründers Jack Ma, der – vor nicht allzu langer Zeit – ganz klein angefangen hat und ein Multi-Milliarden Unternehmen schuf. Die Wachstumsraten der Firma sind immer noch atemberaubend. Somit ist davon auszugehen, dass die bereits heute eingepreisten Kurssteigerungen auch irgendwann gerechtfertigt sein werden. Doch, muss man diese auch zwingend heute schon als Aktionär bezahlen?

Ich denke es gibt vielleicht einen etwas geschickteren Weg in die Aktie, wenn man sie den unbedingt besitzen will. Einen Anteil am Unternehmen kann man sich beispielsweise ab Montag auch über der Kauf der Yahoo Aktie zulegen. Denn, mit dem verbliebenen Restanteil von 401.826.286 Alibaba Aktien wäre die Suchmaschine, selbst im Falle dass man das bisherige Geschäft mit Null bewertet, noch wesentlich mehr wert. Ich gehe davon aus, dass wir alle wissen dass Yahoo auch ohne die Alibaba Beteiligung mehr wert sein dürfte als nichts ;-)

Yahoo hat zum Börsengang 121.739.130 Alibaba Aktien zum Kurs von 68,- Dollar verkauft. Das dürfte wohl auch der Grund für den Kursverfall der Yahoo Aktie am Freitag gewesen sein, weil diese Stücke nun deutlich unter Marktpreis “verschleudert” wurden. Anleger dürften sich somit in einer ersten Reaktion enttäuscht über diese “schlechte” Entscheidung der Konzernleitung gezeigt haben, was aber auf den zweiten Blick aber ein großer Fehler sein könnte. Denn, ein genauerer Blick hinter die Kulissen verrät das der Abverkauf der Yahoo Aktie zu diesem Punkt höchst irrational gewesen sein dürfte.

Angenommen die Alibaba Aktie hält das jetzige Kursniveau, oder steigt gar weiter an, dann ist alleine diese Beteiligung fast soviel wert wie das gesamte Unternehmen Yahoo. Ausgehend von einem Alibaba Aktienkurs von 93,89 Dollar multipliziert mit der im Besitz verbliebenen 401.826.286 Aktien ergibt sich somit ein Marktwert der Alibaba Beteiligung in Höhe von ca. 37,73 Milliarden Dollar. YHOO wird hingegen aktuell nur mit 40.81 Milliarden Dollar an der Börse bewertet, hat aber durch den Verkauf der ersten Alibaba Trance bereits knapp 8,3 Milliarden Dollar eingenommen. Zuvor besaß das Unternehmen bereits schon Cash Reserven in Höhe von ca 1.6 Milliarden Euro. Macht zusammen rein rechnerisch einen Wert von 47,63 Milliarden Dollar!

Anders ausgedrückt müsste die Yahoo Aktie jetzt um knapp 18 Prozent steigen um diese Diskrepanz einzupreisen, oder aber der Alibaba Aktienkurs entsprechend fallen.  Selbst dann wäre aber das bisherige operative Geschäft von Yahoo in dieser Rechnung noch nicht berücksichtigt! Umgekehrt hieße dies, bei einem Alibaba Aktienkurs von 93,89 Dollar, würde man sich die Aktie über den Umweg Yahoo heute für ca. 76,5 Dollar kaufen können.

Wie man es nun auch dreht und wendet, aus rein mathematischer Sicht erscheint mir somit ein entsprechender Trade auf die Yahoo Aktie aktuell der deutlich bessere Deal zu sein! Den Risikopuffer von fast 20 Prozent erachte ich dabei als äusserst komfortabel. Berücksichtigt man dann noch den Cashbestand und das operative Geschäft erscheint der Trade geradezu ein sogenannter “No Brainer” zu sein. Oder sehe ich hier etwas falsch…? Bleibt aber dennoch abzuwarten ob die Alibaba Aktie demnächst nicht auch mal nachgeben wird, wenn die erste Euphorie abgearbeitet wurde. Die Yahoo Aktie wird dann ebenso mit Verlusten reagieren, soviel dürfte sicher sein… aber die Rechnung bleibt am Ende die selbe und der anschließende Bounce kann dann u.U. gekauft werden…!

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Tesla – Vier auf einen Streich


Der gestrige Handelstag an den US Börsen war durchaus bemerkenswert, weswegen ich hier nun kurz ein paar Worte darüber verlieren möchte. Der Grund für die heftigen Kursverluste ist nicht wirklich klar, ausser bei der Tesla Aktie, wo schlicht mehrere Faktoren zusammen gekommen sind. Aber dazu später mehr.

Die grundsätzlichen Überlegungen einiger Marktteilnehmer bezüglich des Kursverlaufes bei den Highflyern der letzten Wochen dürfte allesamt nicht allzu weit hergeholt sein. Nicht zuletzt die Warnung Janet Yellens bei der letzten FED Sitzung, dass inzwischen einige Sektoren sehr ambitionierte Bewertungsniveaus erreicht hätten, hat nun offenbar doch anklang gefunden. Einige Anleger sichern nun ihre Gewinne vor der nächsten Rede der FED-Chefin, um nicht auf dem falschen Fuss erwischt zu werden.  Internet- Biotechnologie und diverse andere Momentum-Sektoren wie 3D-Druck und Solar gehörten somit zu den großen Verlierern.

Auch die Annahmen dass sich die Wall Street auf das Alibaba IPO am Freitag vorbereitet ist wahrscheinlich zu einem gewissen Prozentsatz richtig. Denn das Emissionsvolumen von 22 Milliarden US Dollar will vorher erst einmal freigeschaufelt werden. Was liegt da näher als ein paar Gewinneraktien zu verkaufen und auf den nächsten Highflyer zu setzen? Ich persönlich bin zwar nicht zwingend der Meinung, dass die Alibaba Aktie einen lang anhaltenden Höhenflug hinlegen wird, aber kurzfristige Gewinne sind sehr wahrscheinlich.

Die politische Gemengelage schafft zudem weiter Unsicherheiten, die der Markt so gar nicht liebt. Nicht nur die FED Sitzung bei der man befürchtet hier könnten nun erste Zinssschritte der US Notenbank festgezurrt werden, sondern auch der Ukraine-Konflikt gehört nach wie vor zu den größten Unsicherheitsfaktoren. Heute notiert der russische Rubel auf einem neuen Alltime-Low zu manchen Währungen! Die mögliche Abspaltung Schottlands ist insbesondere für Europa ebenso risikobehaftet wie u.U. der nicht ganz überraschende Wahlerfolg der Europa-Gegner-Partei AFD in zwei Bundesländern. Sollte sich diese Partei in Deutschland weiter durchsetzen, wird das ganze Europa-Konstrukt bald wohl ernsthaft in Frage gestellt.

Es gibt also genug Unsicherheitsfaktoren um die Märket einmal kräftig durchatmen zu lassen. Das es dabei zu allererst die Aktien kräftig erwischt hat die zuvor am besten gelaufen sind, kann niemanden so richtig verwundern. Bei Tesla waren es zudem ein paar charttechnische Gegebenheiten, die einen Kursrutsch exakt bis an die Marke von 249,13 Dollar (Gap Close) geführt haben. Ob es sich bei der anschließenden Bewegung nun lediglich um einen sogenannten “Dead Cat Bounce” handelt (Wobei man Tesla nicht unbedingt als Dead Cat bezeichnen sollte ;-)  ) oder die Korrektur weiter gehen wird, kann Ihnen wohl zum jetzigen Zeitpunkt niemand kompetent beantworten. Ein Blick auf den Chart hilft aber u. U. bei der Einschätzung des Beobachteten…

Tesla Chart Analyse mittlfristig

Die Aktie hat gestern alle vier noch offenen Gaps (schwarze Kreise) in einem Rutsch geschlossen, was die gute Nachricht ist und so theoretisch einen “gesunden” Chart hinterlässt. Dennoch sollte man der Dynamik dieser Bewegung wohl erst einmal mit etwas Skepsis begegnen. Es würde nun aus meiner Sicht durchaus Sinn machen, dass zumindest auch das 38er Fibonacci Retracement und der hier eingezeichnete Aufwärtstrend (rot) noch getestet wird. Aus charttechnischer Sicht würde zudem ein weiterer Rutsch bis auf die Unterstützung bei ca. 236,- Dollar den Großteil der vorangegangenen Übertreibung wieder abbauen.

Die hier eingezeichnete schwarze Linie stellt den langfristigen Aufwärtstrend dar, der nun unter hohem Volumen und dynamisch nach unten verlassen wurde. Kann dieser Trend also in den kommenden Tagen nicht zurückerobert werden, so muss man eher davon ausgehen, dass ein echter Trendbruch vorliegt. Erst ein Anstieg über 262,- Dollar bringt die Bullen also wieder ins Spiel. Ein Test dieser Linie von unten ist ebenfalls kurzfristig vorstellbar, hinterlässt dann aber im Falle des Scheiterns eine SKS-Formation, die deutliches Abwärtspotenzial mit sich bringt.

Alles in allem würde ich somit aktuell (noch) von einem Unentschieden zwischen Bullen und Bären ausgehen und dementsprechend die Füsse still halten bis die Tesla Aktie klare neue Signale sendet. Achten Sie auf die hier dargestellten Chartmarken und vor allem auf eine saubere Bestätigung des Signals in die ein- oder andere Richtung. Zu früh auf einen schnellen Rebound zu setzen kann hier schnell richtig teuer werden…

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Nordex, CAT Oil, Südzucker, Bilfinger, Dialog – Was ist da los?


Zum Ende dieser durchaus spannenden Handelswoche bleibt mir nur noch ein paar Anmerkungen zu einzelnen Aktien hinzuzufügen, die für die aktiven Anleger unter Ihnen interessant sein dürften. Insgesamt war diese Woche geprägt von neuen politischen Unsicherheiten um eine mögliche Abspaltung Schottlands sowie natürlich der Ukraine-Krise und durchwachsenen Konjunkturdaten. Die kommenden Woche steht dann zusätzlich mal wieder ganz im Zeichen der nächsten FED Sitzung. Somit ist insgesamt weiterhin Vorsicht geboten, zumal wir uns der schwächsten Phase des Jahres nähern. Dennoch gibt es aktuell mal wieder ein paar sehr interessante Setups, auf die ich noch kurz hinweisen möchte und die allesamt einen gewissen Charme haben, wenn auch unter durchaus unterschiedlichen Voraussetzungen.

Nordex

Die Nordex Aktie zeigte sich in dieser Woche eher schwach, nachdem der Ausbruch nach oben aus der hier geschilderten Keilformation letztlich (noch) nicht geglückt ist. Die Aktie hält sich aber weiterhin auf einem aussichtsreichen Niveau für einen weiteren Ausbruchsversuch. Erst bei Kursen unter 13,70 Euro wird die Luft etwas dünner. Aktiennotierungen über 14,32 Euro hingegen machen einen Ausbruch nach oben wieder sehr wahrscheinlich…

CAT Oil

Wieder lasten die heute in Kraft getretenen Sanktionen des Westens gegen Russland auf dem Aktienkurs. Auch in Russland zeigen sich erste ernsthafte Bremsspuren bei den großen Öl- und Gaskonzernen wie Rosneft und Gazprom. Sicherlich kein allzu günstiges Umfeld für die CAT Oil Aktie, jedoch auch kein Grund bei jeder neuen Nachricht immer wieder in Panik zu verfallen. Das Unternehmen hat zuletzt gezeigt, dass es durchaus in der Lage ist mit diesen schwierigen Bedingungen fertig zu werden. Zudem sind die Auftragsbücher prall gefüllt und durch langfristige Verträge gesichert. Ich bleibe dabei und schaue mir auch das Finale dieses spannenden Krimis an. Die Unterstützungen liegen bei 16,20 und 15,75 Euro…

Südzucker

Erwartungsgemäß neigt der Zuckerpreis weiterhin zur Schwäche. Nun steht zu befürchten dass auch die nächsten charttechnischen Marken im Abwärtstrend sauber abgearbeitet werden, bevor hier Besserung einkehrt. Dies kann im Extremfall auch einen weiteren Rückgang des Zuckerpreises um ca. 20 bis 30 Prozent mit sich bringen. Dementsprechend sollten Südzucker Aktionäre sehr vorsichtig agieren. Zumal die Aktie heute ein frisches Verkaufssignal geliefert hat. Wird dies nun bestätigt sind auch noch einmal Kurse zwischen 12 und 12,50 Euro kurzfristig denkbar.

Bilfinger Berger

Wie erwartet ist die Aktie nach der kurzen Zwischenerholung bis auf knapp 60,- Euro erneut kräftig abgetaucht. Damit war die letzte Bewegung nicht mehr als ein klassicher “Dead Cat Bounce”. Inzwischen wurde das hier beschriebene Kursziel von unter 50,- Euro erreicht, womit sich die Frage aufwirft ob sich dieses Niveau zum Kauf einer ersten Position anbietet? Ich persönlich gehe davon aus dass es sinnvoll sein kann, hier nun einen Fuss in die Tür zustellen. Die Aktie ist auf diesem Niveau nun wieder günstig und überverkauft. Auch wenn man sich in den nächsten Quartalen hier keine allzu großen Wunder erwarten darf, bis die Restrukturierung greift, bietet sich für langfristig orientierte Investoren ein Positionsaufbau an. Sollt die Aktie wider Erwarten auf 45,- Euro abtauchen kann man dann aufstocken.

Dialog Semiconductor

Die Aktie des Apple Profiteurs sollte eigentlich besser laufen, wenn man die neue Produktpalette von Apple berücksichtigt. Aus charttechnischer Sicht hingegen zeigt der Titel bereits seit einigen Tagen deutliche Schwäche. Mit dem heutigen Kursrutsch wird somit nun das noch offene Gap bei 21,45 Euro angesteuert. Die eigentlich spannende Frage ist aber was danach passiert. Da ich auch keine Glaskugel besitze, bleibt nur abzuwarten ob der Kurs nach Schließung der Kurslücke dann wieder anzieht, oder aber der übergeordnete Abwärtstrend noch einmal von oben getestet wird. Weitere Stationen wären dann, wie in dem Artikel vom 01.08 beschrieben,  bei ca. 20 70 Euro und letztlich bei 18,42 Euro zu finden. Ich gehe aber (noch) nicht davon aus, dass wir diesen Bereich demnächst wieder sehen werden.

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Südzucker – Auffällige Stärke!


So manche Kursbewegung bei einzelnen Aktien scheint in den letzten Tagen irgendwie keinen Sinn zu ergeben. So ist bspw. die Südzucker Aktie aktuell einen näheren Blick wert. Denn, der Titel befindet sich schon seit Jahren im Abwärtstrend, was nicht zuletzt dem permanenten Kursverfall des Zuckerpreises geschuldet sein dürfte. Dieser hat auch zuletzt wieder deutlich nachgegeben und nähert sich nun den letzten Tief bei 14,70, wie man in folgendem Chart sehen kann. Insgesamt befindet sich das weiße Süß weiterhin in einem sehr intakten Abwärtstrend, der weiter anhalten dürfte. Heute wird hier er langfristige Abwärstrends (schwarz) erneut von oben getestet. Ein Rutsch unter diese Linie würde wohl schnell neue Tiefstände produzieren und einen erneuten Test der unteren Begrenzung des Trends mit sich bringen:

Zucker Chart lang

Ganz im Gegensatz zu dieser Entwicklung konnte sich die Südzucker Aktie zuletzt deutlich erholen. Nicht nur dass, sondern auch an insgesamt schwachen Börsentagen zeigte der Titel immer wieder erstaunliche Stärke. Heute nun wurde durch die letzte Aufwärtsbewegung ein altbekanntes charttechnisches Muster komplettiert, das grundsätzlich auf höhere Aktiennotierungen hindeutet. Die Aktie verhält sich also komplett entgegengesetzt zu ihrem Basiswert. Dies kann zum einen diversen Medienberichten geschuldet sein, die immer wieder darauf verweisen wie “günstig” die Aktie ist, oder lässt erwarten dass der Zuckerpreis demnächst eine Kehrtwende nach oben vollziehen wird.

Südzucker Aktie Chart Analyse

Da ich von der zweiten Variante nicht unbedingt ausgehen würde, ist die aktuelle charttechnische Situation bei der Aktie durchaus mit Vorsicht zu genießen. Die Ausbildung eines klassischen Fehlsignals – oder auch Bullenfalle genannt – liegt hier nahe. Dennoch möchte ich in diesem speziellen Fall auch eine positive Entwicklung, in Form eines bestätigten Ausbruchs nach oben, nicht gänzlich ausschließen, da die Aktie zuvor bereits so deutlich an Wert verloren hat. Hier dürfte also schon sehr viel Negatives im Kurs eingepreist worden sein, was auf der anderen Seite durchaus Spielraum für positive Überraschungen bietet.

Fazit: Die aktuelle Divergenz zwischen der Entwicklung des Zucker-Preises und der Aktie ist offensichtlich. Ein nachhaltiger Ausbruch über den Bereich um die 14,10 Euro setzt – rein rechnerisch – weiteres Potenzial von knapp 1,90 Euro nach oben frei. Ein Scheitern der aktuellen Tassen-Henkel-Henkel-Formation (Double Cup and Handle) hingegen, würde die Aktie wohl noch einmal in den Bereich des letzten Tiefs führen. Insgesamt bietet sich hier somit ein Trade auf steigende Kurse mit einem sehr engen Stop an, wenn man davon ausgeht dass die Märkte stabil bleiben und der Zuckerpreis nun wieder vom Abwärtstrend nach oben abprallt! Die zuletzt erhöhten Leerverkäufe in der Aktie durch “Egerton Capital” und “Canada Pension Plan” könnten dabei dann als Turbo fungieren… allerdings ist die Aktie im bereits jetzt schon etwas überkauft.

Fällt die Aktie wieder unter die hier eingezeichnete blaue Linie ist hingegen Vorsicht geboten, bzw. sollten eingegangene Positionen wohl vorerst wieder geschlossen werden.

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Bilfinger – Das Vertrauen endgültig verspielt?


Der Baukonzern Bilfinger kappte heute auch die bereits schon zweimal gesenkte Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Was sich zunächst wie ein schlechter Scherz liest, ist leider traurige Wahrheit. Offenbar ist das ganze Ausmaß der Misére doch größer als zunächst angenommen. Das Vertrauen der Anleger dürfte mit der heutigen Meldung zumindest auf längere Sicht zerstört sein. Da half es auch nur wenig den ehemaligen Vorstandschef Olaf Koch als Sündenbock “freiwillig ausscheiden zu lassen”, denn dieser hat das ganze Desaster sicherlich nicht alleine zu verantworten.

Die erste Gewinnwarnung erfolgte Anfang Juli diesen Jahres Erst vor knapp einem Monat hatte der Baukonzern die Prognose für den bereinigten Überschuss von 220 Millionen Euro auf nunmehr 205 Millionen Euro erneut gesenkt. Nun soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn, wegen anhaltender Probleme in der Energiesparte und dem Umbau der Industriesparte, noch einmal “mindestens” auf 160 Millionen Euro fallen. Das entspricht einem satten Rückgang um mindestens 37 Prozent!

Bilfinger Chart langfristig

Nicht unbedingt diese Tatasche ansich dürfte den Aktionären sauer aufstoßen, sondern viel mehr die Informationspolitik des Konzerns, bei der innerhalb von nur 66 Tagen gleich drei Gewinnwarnungen abgegeben werden. Das schafft nicht unbedingt Vertrauen bei den Anlegern, und erweckt bei mir persönlich den Eindruck dass die Führung des Unternehmens offenbar wenig Ahnung davon hat was im Konzern so wirklich vor sich geht.

Die Aktie ist heute vorbörslich bereits stark unter Druck und notiert knapp 8,5 Prozent tiefer. Angesichts des zu erwartenden Gewinnrückgangs und des nun wohl erst einmal vollends verspielten Vertrauens,  ist das wohl noch ein ganz gutes Ergebnis. Wie bereits vor einigen Wochen hier geschrieben, erwarte ich auch  aus charttechnischer Sicht einen weiteren Rückgang des Aktienkurses bis mindestens 51,80 Euro respektive knapp unter die 50,- Euro Marke. Heute sehen wir erst einmal das dritte kräftige Down-Gap. Nur als Randnotiz: Das Zweite sieht zwar auf den ersten Blick geschlossen aus, ist aber bei genauerer Betrachtung immer noch offen!

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Deutsche Bank – Kursziel 29,47 Euro und dann…?


Ergänzend zu dem hier kürzlich veröffentlichten Artikel zur Deutschen Bank Aktie möchte ich heute, aus gegebenem Anlass, noch kurz auf die aktuelle charttechnische Situation der Aktie eingehen. Wie bereits zu Kursen unter 25,- Euro angenommen, haben wir eine deutliche Bodenbildung bei der Aktie beobachten können, die durch den ersten Ausbruch an die hier rot markierte Linie abgeschlossen wurde. Es lag somit nahe, dass der darauf folgende Rücksetzer eben keine perfekte SKS-Formation (invers) ausbilden würde, sondern viel mehr eine Tassen-Fomation aus diesem starken Anstieg resultieren würde. Heute sehen wir nun auch die vorläufige Bestätigung dieser Theorie:

Deutsche Bank Aktie Chartanlyse Cup and Handle

Sollte auch dieser Ausbruch heute oder in den kommenden Tagen bewahrheiten, haben wir ein neue Kursziel bei der Aktie dass mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit auch abgearbeitet wird. Zieht man nun den Tiefpunkt der Tasse von dem “Rand” ab und addiert diesen zum aktuellen Kursziel hinzu, so erhält man einen sogenannten “Measured Move” von 2,65 Euro, der die Aktie bis in den Bereich um die 29,47 Euro führen sollte.

Nachdem wir ja nun seit vielen Monaten schon wissen, dass solche Kursziele dann auch konsequent von den Computerprogrammen der Großbanken und Investmentfonds abgearbeitet werden, besteht nun also eine gute Möglichkeit, dieses Kursniveau auch kurzfristig zu sehen. Das Beste daran ist aber, dass die Aktie durch eine entsprechende Bewegung wieder in den alten Trendkanal zurückfinden könnte. Dieser verläuft zwischen den genannten 29,47 Euro und 40,- Euro. Aber dazu dann mehr wenn es soweit ist…

Fazit: Gelingt nun der Ausbruch nach oben besteht nicht nur die berechtigte Aussicht auf kurzfristige Gewinne bis auf 29,47 Euro, sondern auch die Möglichkeit, dass die Aktie der Deutschen Bank wieder in ungeahnte Kursregionen vorstoßen kann. Das hier eingezeichnete offene Gap (roter Kreis) sollte somit nur eine erste Anlaufstation darstellen, an der eine erste Konsolidierung folgen könnte. Möglicherweise gelingt der Ausbruch nach oben noch nicht im ersten Anlauf, denn die Aktie ist etwas überkauft, aber es spricht jetzt vieles dafür das wir ihn sehen werden. Achten Sie also auf Kurse über 26,82 Euro…

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