Bilfinger – Short Squeeze nur noch eine Frage der Zeit?


Die Bilfinger Aktie, die wir hier in den letzten Wochen des öfteren besprochen haben, tut heute das was von uns erwartet wurde. Nachdem gestern am Abend bereits bekannt wurde, dass der Finanzinvestor Cervian seine Beteiligung an Deutschlands Bauunternehmen auf über 25 Prozent aufgestockt hat, konnte sich die Aktie heute erfolgreich aus dem Abwärtstrend lösen und notiert nahe der entscheidenden 50,- Euro Marke. Nicht die Beteiligung ansich ist dabei der eigentlich interessante Faktor, sondern viel mehr die Aussicht darauf dass demnächst am Markt ein Umdenken über die Zukunft des Konzerns stattfinden könnte und andere auf diesen Zug aufspringen werden.

Die Erhöhung der Beteiligung sorgt nun mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Bilfinger Aktie wieder verstärkt in den Fokus institutioneller Anleger rücken könnte. Zum anderen werden dadurch wohl in absehbarer Zeit die Investment-Gesellschaften, die diese Aktie zuletzt leerverkauft haben bald unter Zugzwang kommen. Mit dem deutlichen Überscheiten der Hürde bei 50,46 Euro wäre somit wohl auch mit einem entsprechenden Short Squeeze zu rechnen, der die Aktie dann sehr schnell in den Bereich des ersten von drei großen, offenen Gaps zwischen 54,65 und 59,48 Euro katapultieren könnte. Noch ist es aber sicherlich zu früh von einem solchen Kursverlauf auszugehen.

Bilfinger Berger Aktie Chart Analyse mit Trend und Gaps

Festzuhalten bleibt vorerst: Zuletzt haben die Leerverkäufer wie Marshall Wache LLP, JP Morgan Asset Management ihre Positionen zwar leicht reduziert, mit den verliehenen Stücken dürften diese aber wohl spätestens ab Kursen um die 52,- Euro kräftig unter Wasser stehen. Der Abwärtstrend könnte, wie man in dem Chart deutlich sehen kann, in Kürze nach oben verlassen werden, was durchaus ein ernstzunehmendes Kaufsignal darstellen würde. Das Handelsvolumen hat zwar in den letzten Tagen wieder deutlich zugenommen, deutet jedoch noch nicht auf exzessiven Kaufdruck hin.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass erst ein weiterer Anstieg über die hier genannten Marken das Chance-Risiko-Verhältnis deutlich verbessert. Ein Verbleib der Aktie in dem hier eingezeichneten Trendkanal ist auch mit dem heutigen Anstieg noch nicht vom Tisch. In jedem Falle aber stellt die Aktie auf diesem Niveau wieder  eine der interessantesten Spekulationen in diesen ansonsten eher trüben Börsentagen für Trader und Langfristanleger dar.

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Gold und Euro – Der finale Abverkauf?


Das Sentiment für Gold könnte schlechter nicht sein. Die Goldbullen sind verstummt oder stimmen nun in den Chor der Bären ein. Keiner mag mehr so richtig daran glauben dass sich das Edelmetall und damit auch der kleine Bruder Silber demnächst wieder erholen könnten. Über die Ursachen dieser Entwicklung wird hingegen weiterhin kräftig spekuliert. Ein wesentlicher Grund für den Kursverfall ist nach meiner Ansicht schlicht und ergreifend im EUR/USD Wechselkurs zu sehen. Auch hier wäre es theoretisch aber möglich dass wir den finalen Abverkauf nun allmählich gesehen haben. Damit will ich ausdrücklich nicht dazu ermutigen sich in diesem Sektor nun verstärkt zu engagieren, sondern lediglich auf die Möglichkeit hinweisen, dass eine baldige Trendwende, trotz aller widriger Umstände, nicht ausgeschlossen ist.

Marktphasen wie diese werden nicht selten mit einem fast schon panikartigen Ausverkauf beendet. Möglicherweise werden wir genau diesen Abverkauf demnächst erleben, der dann möglicherweise einen guten Einstiegszeitpunkt für erste Positionen in dem Sektor darstellt. Denn, gerade beim Goldpreis haben wir schon des öfteren beobachten können, dass extreme Bewegungen an sehr wichtigen Marken nicht selten direkt im Anschluss einen entsprechend starken Ausschlag in die Gegenrichtung produzieren.

Gold Chart langfristig

Das eigentlich Spannende an der derzeitigen Situation ist aber, dass der Goldpreis nun endlich am langfristigen Aufwärtstrend angekommen ist, wie man in dem Chart sehen kann. Dabei ist es natürlich noch etwas Auslegungssache welche Linie man hier als relevanter erachtet, weswegen ich mal zwei Trend hier eingezeichnet habe. Egal ob man nun also die rote Linie als maßgebend ansehen möchte oder die etwas dünnere schwarze, dürfte damit klar werden wie entscheidend die momentane Entwicklung für Goldanleger ist. Ein Bruch (dauerhafter) dieses Trends hätte wohl auch die endgültige Kapitulation der Goldfans zur Folge, ein Bounce an dieser Stele hingegen wäre ein erstes Indiz für eine mögliche Trendwende.

Euro US Dollar Chart langfristig

Nicht minder spannend in diesem Zusammenhang sieht die Situation aktuell beim EUR/USD Wechselkurs aus. Auch hier wurden zuletzt alle wichtigen Unterstützungen ohne große Gegenwehr durchschlagen. Was für den EZB Chef Draghi eine durchaus gewollte Entwicklung sein dürfte ist aber aus Sicht der Goldanleger eher unerfreulich. Es ist aber keine Euro Schwäche mit der wir es hier zu tun haben sondern viel mehr eine enorme Dollar Stärke! Je stärker der Dollar nun wird desto weniger werden Anleger in den Wert des Goldes vertrauen. Für die weitere Entwicklung des Goldpreises ist also der EUR/USD Wechselkurs von essenzieller Bedeutung.

Ich persönlich bin zunächst davon ausgegangen, dass der Euro sich im Bereich um die 1,266 Dollar fangen würde. Dies Unterstützung ist nun seit heute passé, die nächste Marke bei 1,259 wurde bereits getestet. Die nächsten Unterstützungslinien dürften nun bei 1,241 und im Bereich um die 1,22 Euro liegen. Hält das aktuelle Niveau beim Euro also nicht, könnte es auch für den Goldpreis kurzfristig eng werden. Gelingt hingegen eine Stabilisierung des Währungspaars auf diesem Niveau, stehen auch hier die Chancen für einen nachhaltigen Bounce beim Gold nicht schlecht. Die kommenden Stunden werden nun also endlich zeigen wohin die Reise für die Goldbullen geht!

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3 D Systems, ExOne, Voxeljet – Kaufchance oder Absturz?


Gut sieht anders aus!. So oder so ähnlich könnte man wohl die charttechnische Lage der zuvor gehypten 3D Drucker Aktien bezeichnen. Seit den Hochständen kurz nach dem Jahreswechsel kennen die meisten Aktien aus dem Sektor und andere Momentum-Aktien nur noch eine Richtung. Die löbliche Ausnahme stellt momentan lediglich die Stratasys Aktie dar, die sich zuletzt wieder deutlich von dem Rücksetzer erholen konnte. Die spannende Frage ist nun, ob die drei oben genannten es dem neuen Marktführer gleichtun werden oder nicht. Alle drei Aktie befinden sich aktuell aus charttechnischer Sicht eher in einer angespannt bis kritischen Lage. Doch sehen Sie selbst:

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Bei 3D Systems ist noch ein erneuter Test des Mehrfachbodens mit anschließendem Bounce möglich, Bei ExOne sieht der Chart hingegen nun schon deutlich schlechter aus und lässt zumindest erahnen dass die Mehrfach-Boden-Theorie auch bei 3D Systems nicht funktionieren könnte. Die im Verhältnis deutlich kleinere Voxejet kämpft zwar noch mit dem Abwärtstrend, dürfte aber im Falle einer weiteren Eintrübung des Sektors ebenso schnell neue Tiefstände sehen, da die Aktie deutlich volatiler ist als die anderen beiden Vetreter ihrer Zunft.

Unter den gegebenen Umständen kann es also durchaus ratsam sein sich hier nicht vorzeitig die Finger zu verbrennen, indem man glaubt zu wissen wo der Boden erreicht ist. Das haben sicherlich viel Anleger bspw. bei ExOne um die 25,- Dollar gemacht und liegen heute bereits mehr als zehn Prozent im Minus. Warten Sie deshalb geduldig ab wohin die Reise geht und entscheiden Sie erst wenn Sie erste echte Anzeichen der Stabilisierung sehen. In jedem Falle sollten die Aktien jetzt aber den Weg in Ihre Watchlist finden, damit Sie das Geschehen regelmäßig verfolgen können!

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Wurm drin: Apple-Aktie erneut unter Druck


Am 9. September waren die Augen der Weltöffentlichkeit auf das kleine kalfornische Städtchen Cupertino gerichtet. Der verschlafene 51 000-Seelen-Ort mitten im Silicon Valley ist das Zuhause des Technologieriesen Apple, der an diesem Dienstag in einer Pressekonferenz der Welt gleich drei neue Produkte präsentierte: Das langerwartete iPhone 6, das neue Betriebssystem iOS 8 und die „intelligente Armbanduhr“ Apple Watch.

Die Ankündigung war ein Erfolg, die Applefans begeistert und auch die Märkte zeigten sich zunächst erfreut: Um ganze 8% schnellte der Apple-Aktienkurs danach in die Höhe und schloss bei 101,19 USD – zum ersten Mal seit September 2012 wieder oberhalb der Einhundert-Dollar-Marke. Auch die Medien lobten Apple für seinen Innovationsgeist, und sobald das Gerät am 19. September erhältlich war, stürzte sich die Öffentlichkeit auf die Apple Stores, um die neuen Smartphones zu erwerben. (Laut eigenen Angaben verkaufte sich das iPhone 6 in den ersten drei Tagen über zehn Millionen mal und brach damit den bisherigen eigenen Rekord.)

Das neue iPhone 6 zeichnet sich gegenüber seinem Vorgänger um einen etwas größeren Bildschirm (4,7 Zoll bzw. 5,5 Zoll beim iPhone 6 Plus) und einem leichteren Gewicht (129 Gramm) sowie einem leicht abgerundeten Design aus. Damit sendet Apple ein klares Signal an den Erzrivalen Samsung, dessen Highend-Gerät Galaxy Note II nun zum ersten Mall einen direkten Konkurrenten aus dem Hause Apple hat. Auch das neue Betriebssystem iOS 8 wurde für seinen Innovationsreichtum gelobt. Insgesamt ist die Usererfahrung noch geschmeidiger, und auf das nahtlose Zusammenarbeiten mehrer Apple-Geräte wurde großen Wert gelegt.

Doch kaum hatten sich die Warteschlangen vor den Apple Stores zerstreut, zogen bereits dunkle Wolken am Apple-Himmel auf. Erst sorgte ein im Internet veröffentlichtes Foto eines verbogenen iPhone 6 für das „Bendgate“-PR-Desaster, dann kollabierten die neuen iPhones reihenweise unter den Software-Macken des neuen Betriebssystems. Dazu kamen Gerüchte über iCloud-Sicherheitslücken, als Hacker im Internet persönliche Fotos von über einhundert weiblichen Prominenten veröffentlichten. Zwar stellte sich später heraus, dass es sich dabei um Passwordspionage und nicht um eine technische Attacke handelte, doch der Schaden war bereits angerichtet und das Vertrauen der Nutzer angekratzt – extrem schlechtes Timing, insbesondere im Zusammenhang mit dem Launch von Apple Pay, der kartenlosen Bezahlfunktion von iOS 8.

Während das Unternehmen sich zu der Softwarepanne bekannt hat, weist Apple die Kritik an der angeblich mangelnden Stabilität jedoch zurück. Nur sechs Kunden hätten sich insgesamt über verbogene Geräte beschwert, und Beschädigungen dieser Art seien bei sachgemäßer Behandlung nahezu auszuschließen. Schließlich beendete die US-Version von Stiftung Warentest die Debatte, indem es mehrere derzeit auf dem Markt erhältliche Geräte auf Belastbarkeit testete und bewies, dass das iPhone 6 in der Lage ist, einem Druck von bis zu 31 Kilogramm problemlos standzuhalten. Währenddessen arbeiteten die Apple-Programmierer rund um die Uhr an einem Softwareupdate, welches die Probleme von iOS 8.1 beheben sollte und Freitag schließlich auf den Markt kam.

Das neueste Update schien zunächst auch die Anleger zu beschwichtigen. Am Freitagabend schloss der Markt erneut oberhalb der 100-USD-Marke bei 100,63 Dollar. Als am Wochenende jedoch Meldungen die Runde machten, dass Apple in Irland illegale Steuervergünstigungen erhalten haben könnte, welche nun möglicherweise eine Milliardenstrafe seitens der EU-Kommission nach sich ziehen, eröffnete der Markt am Montagmorgen mit einem deutlichen Verlust bei 99,20 USD und bewegt sich seither in einer flachen Range. Sollte sich der neue Trend zur Härte gegenüber institutionellen Steuersündern verfestigen, könnten auch für Apple die fetten Jahre langsam zu Ende gehen.

Letztendlich zählen für den langfristigen Kursverlauf jedoch hauptsächlich die Absatzzahlen, und bei Apples jährlichem Gewinn von etwa 40 Milliarden US Dollar sollte auch eine Strafzahlung in Milliardenhöhe vergleichsweise leicht zu verschmerzen sein.

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Alibaba, Zalando und Rocket Internet – Jetzt geht es (wieder) los


Offensichtlich haben es die Samwer Brüder nun ganz schön eilig ihr Lebenswerk zu vergolden, denn diese Tage war zu lesen, dass auch die Zeichnungsfrist bei Rocket Internet verkürzt wird. Selbstverständlich könnte dies auch nur mit dem ausserordentlich hohen Interesse an den Aktie zu tun haben ;-) Mich persönlich beschleicht beim Lesen solcher Meldungen aber eher ein komisches Gefühl. Hier wird offenbar gepresst was das Zeug hält um das (noch) sehr günstige Umfeld für Börsengänge zu nutzen. Sicherlich ist ein solches Vorgehen legitim aus Sicht der Altaktionäre, aber ist ein Investment in eine der beiden Firmen auch attraktiv für Neuaktionäre?

Alibaba hat es vorgemacht andere springen auf dem fahrenden Zug auf. So einfach ist das und war es auch schon damals zur Zeit des Neuen Marktes, oder anderen Börsen-Hochphasen. Wobei man diese beiden Abschnitte der Internet-Euphorie natürlich nicht miteinander vergleichen kann, da Online-Unternehmen heute in der Regel bereits Geld verdienen und ein tragfähiges Geschäftskonzept haben…. Aber ist das in diesem Fall wirklich so? Haben die nun an die Börse gebrachten Unternehmen wirklich ein dauerhaft tragfähiges Geschäftsmodell bzw. was sind Zalando und  Rocket Internet tatsächlich wert? An dieser Frage scheiden sich momentan die Geister…

Mit der angepeilten Preisspanne von 35,50 Euro bis 42,50 Euro will das Berliner Unternehmen Rocket Internet Bruttoerlöse von bis zu 1,61 Mrd. Euro erzielen. Das ergäbe eine sehr ambitionierte Marktkapitalisierung für das gesamte Unternehmen von bis zu 6,2 Milliarden Euro. Insgesamt sollen im Zuge der Kapitalerhöhung 32.941.177 neue Aktien ausgegeben werden, nebst Greenshoe-Optionen von weiteren 4.941.176 Aktien. Alle Altaktionäre haben sich verpflichtet innerhalb der nächsten 12 Monate keine Anteilsscheine zu veräussern. Der aktuelle Kurs bei Lang & Schwarz für die zahlungswilligen Neuaktionäre liegt nun bereits bei ca. 63,- Euro, was aus meiner Sicht jegliche vernünftigen Bewertungsmaßstäbe für das Unternehmen sprengt!

Das erzielte Kapital soll in das Unternehmen zum weiteren Ausbau zufließen, was man durchaus positiv sehen kann. Hier wird also nicht schnell Kasse gemacht sondern mit dem frischen Kapital eher daran gearbeitet längerfristige Vermögenswerte zu schaffen. Allerdings gehen Fachleute u.a. aufgrund der letzten Finanzierungsrunden aller Rocket Internet Beteiligungen davon aus, dass die derzeit im Portfolio befindlichen Beteiligungen nur einen Gesamtwert von ca. 2,6 Milliarden Euro haben. Somit stellt sich durchaus die Frage wofür nun dieser satte Aufschlag bezahlt wird, bzw. ob es der Firma jemals gelingen wird diesen auch durch gesteigerte Werte der einzelnen Assets zu rechtfertigen.

Die Nachfrage nach Rocket Internet Aktien dürfte dennoch in der ersten Zeit extrem hoch sein. Die für Aktionäre grundsätzlich eher schockierende Erkenntnis, dass auf absehbare Zeit “keine Gewinne geplant” sind, stört Interessenten offenbar ebenso wenig wie die hohe Bewertung. Die Erstnotiz des Onlinehändlers Zalando wird bereits morgen, am ersten Oktober in Frankfurt, erfolgen. Der Emissionserlös des “Schrei vor Glück”-Modehauses sollte ursprünglich 633 Millionen Euro betragen. Allerdings deuten jüngste Meldungen darauf hin dass die Aktie nun zum Emissionspreis von 21,50 Euro, und damit nicht am oberen Rand der Bookbuilding-Spanne ausgegeben wird. Dennoch wird auch der Online Schuh- und Modehändler dann bereits mit ambitionierten 5,35 Milliarden Euro bewertet.

Vergleiche in der Presse zwischen den Samwer Brüdern und den damaligen Internet Entrepreneurs Thomas und Florian Haffs finde ich persönlich weder passend noch angemessen. Ich unterstelle den Samwers mal echten Unternehmergeist. Die Jungs (wenn man das noch sagen darf..) wollen wirklich etwas bewegen, überzeugen durch hohen Einsatz, Schnelligkeit und Flexibilität. Auch wenn viele der Geschäftsmodelle lediglich abgekupfert erscheinen, heißt das nicht zwingen dass es hier an Kreativität fehlt. Letztlich muss man auch in der Lage sein die Erfolg versprechenden Geschäftsmodelle von den weniger erfolgreichen unterscheiden zu können…und das können die Samwers offensichtlich.

Dennoch halte ich den allgemeinen Hype um die Aktien, vor allem aber die angedachten Bewertungen für die beiden Unternehmen  für völlig überzogen und dauerhaft schwer zu rechtfertigen. Dass diese Preise aber tatsächlich bezahlt werden ist ein klares Indiz dafür in welcher Börsenphase wir uns aktuell befinden. Sorglosigkeit und Gier scheinen nun wieder weit in die Köpfe der Anleger gedrungen zu sein. Bekanntlich kommt diese Phase dann meist unmittelbar vor einem Absturz. Nicht das ich damit zwingend von einem baldigen Börsencrash ausgehen würde, aber die Möglichkeit dass Anleger das hier in diesem Sektor investierte Geld auf Jahre nicht mehr sehen werden ist aus meiner Sicht durchaus gegeben.

Kurzum, die Rahmenbedingungen für deutliche Kurssteigerungen bei den beiden Aktien sind mit hoher Wahrscheinlichkeit in der nächsten Zeit wohl eher ungünstig. Erfahrene Investoren und Anleger lassen von getypten IPOs á la Alibaba und Co. die Finger und warten bis sich die Aktienkurse irgendwann, Wochen oder Monate später, “ausgekaspert” haben. Dann lässt sich auch mit den ersten charttechnischen Daten erst wirklich beurteilen wohin die Reise gehen könnte. Für alle Glücksritter die nicht abwarten wollen um an diesen spannenden Storys Teil zu haben hat die Seite Deutsche Startups eine Liste mit 29 möglichen Risiken veröffentlicht, die man vorher zumindest einmal gelesen haben sollte.

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Lanxess – Hier wird die Luft nun sehr sehr dünn…


Der Kursverlauf der Lanxess Aktie ist nach wie vor eher besorgniserregend. Heute markiert die Aktie erneut einen Tiefpunkt und hat die Unterstützung bei 43,66 Euro einmal mehr getestet. Insgesamt bleibt festzuhalten dass die Aktie nach wie vor eher zur Schwäche neigt. Ein weiteres Abtauchen in tiefere Kursregionen wird damit immer wahrscheinlicher. Den letzten Halt bildet nun neben der hier genannten Unterstützungslinie noch das letzte Verlaufstief aus dem Juli 2013 bei ca 42,40 Euro sowie das 76,40er Fibonacci Retracement bei 40,38 Euro. Ein Bruch dieser Marken hätte wohl noch einmal deutlich tiefere Kurse zur Folge.

Lanxes Aktie Chart Analyse

Noch kann nicht abschließend beurteilt werden ob das hier gezeigte Szenario nun auch eintreten wird. In jedem Fall ist hier aber wohl die nötige Vorsicht geboten. Insgesamt bleibt die Lanxess Aktie für mich somit, sowohl aus fundamentalen Betrachtungen als auch aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage, eher uninteressant. Ein Re-Test des letzten Tiefs aus dem September 2011 wird nun wohl immer wahrscheinlicher. Echte Dynamik nach oben lässt die Aktie zudem bereits seit über einem Jahr vermissen. Selbst im Falle einer kurzfristigen Trendumkehr bliebe somit erst einmal abzuwarten wie weit diese führen kann. Es gibt besser Anlagealternativen!

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